Rezept für Birnen-Tartelettes (Tartelettes aux poires) mit Video

Birnen-Tartelettes

Ein kleiner Ausflug in das Arondissement Cherbourg in der Normandie hat mich endlich wieder in Kontakt mit der Bäckerei Frankreichs gebracht. Gerade in diesen ländlichen Gegenden beeindruckt mich immer wieder, wie gut die traditionelle Esskultur in diesem Land sich gehalten hat. Selbst kleine Tausend-Seelen-Dörfer erfreuen sich dort schon mal an drei handwerklich arbeitenden Bäckereien (nicht Filialen!) und ebenso vielen Metzgern. Durch meinen Beruf ist eine solche Reise für mich immer mit Arbeit verbunden, auch wenn sie manchmal einfach nur aus naschen Recherche besteht. Besonders diese kleinen Himbeer-Tartelettes hatten meine Aufmerksamkeit gefesselt.

Tartelette aux framboises

Handgemacht, gefüllt mit kompott und einem separaten Teig und belegt mit frischen Himbeeren. Für 2,10€ je Stück krümmt sich dort jeden Tag ein Bäcker den Rücken. Aus Liebe, Stolz auf gute Arbeit oder Respekt vor dem Handwerk – am Ende ists das gleiche.

Für mich war es jedenfalls der Anstoß, die Bäckerei im französischen Stil mal wieder anzugehen. Große Torten mit dutzenden Schichten und Zuckerguss haben mich nie interessiert, sondern stets diese kleinen Gebäckstücke im Bereich zwischen Bäckerei und Konditorei. Das war der Startpunkt für mein eigenes Rezept für Birnen-Tartelettes oder Tartelettes aux poires, wie der Franzose sie vielleicht nennen würde.

Birnen-Tartelettes

Das gesamte Projekt beschreibe ich im folgenden Video, darunter notiere ich das Rezept in Textform.

Rezept für Birnen-Tartelettes (Tartelettes aux poires)

Zutaten (Mengen korrigiert und angepasst für 6 Tartelettes mit 10 cm Durchmesser)

Für den Teig

  • 90 g Mehl
  • 45 g Butter, weich und in Würfel geschnitten
  • 25 ml Wasser, kalt
  • 2 g Salz
  • 1 TL Zucker

Für die Crème pâtissière

  • 200 ml Milch
  • 2 Eigelb
  • Ein Schuss Orangenlikör
  • 20 g Kartoffelstärke
  • 4 TL Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • Eine Messerspitze Vanille

Für die Füllung

  • 3 Birnen
  • Ein paar Teelöffel Zwetschgenmus
  • Rund 35 Haselnüsse
  • Saft einer halben Zitrone

Zubereitung

Zuerst für den Teil Mehl, Butter, Salz und Zucker verrühren, bis gleichmäßige Krümel entstehen. Das Wasser hinzugeben und nur so lange rühren, bis sich ein homogener Teig ergibt. In Frischhaltefolie wickeln und in den Kühlschrank legen.

Für die Crème pâtissière Milch und Vanille in einem Topf erhitzen. Derweil die übrigen Zutaten miteinander glattrühren. Unter Rühren langsam die heiße Milch hinzugeben (siehe Video). Weiter rühren bis die Masse cremig ist. Abkühlen lassen und in den Kühlschrank stellen.

Die Nüsse knacken und im Ofen bei 180°C rösten. Dies nutzen wir zugleich als Vorheizzeit für das Backen der Tartelettes.

Währenddessen die Birnen schälen, halbieren, entkernen und zuschneiden. Dann die Birnenhälften alle zwei bis drei Millimeter einschneiden (siehe Video).

Nach rund 10 Minuten sind die Haselnüsse ausreichend geröstet. Aus dem Ofen nehmen, die Haut abstreifen und grob zerkleinern.

Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und auf einer leicht bemehlten Fläche ausrollen. Die Tartelette-Formen damit auslegen. Mit je einem gehäuften Teelöffel Zwetschgenmus bestreichen, darauf gleichmäßig die zerkleinerten Haselnüsse streuen. Die crème pâtissière darauf verteilen und obenauf die Birnenhälften setzen und mit wenig Zitronensaft benetzen.

Bei 180°C ungefähr 18 Minuten backen – bis die Birnen-Tartelettes goldbraun sind.

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Curry-Kürbissuppe Rezept mit Video

Curry-Kürbissuppe

Einfach, schnell, lecker und gesund – vier Worte, die selten zusammenpassen. Zwar gibt es reichlich Rezepte, die ohne großen Aufwand den Gaumen erfreuen und den Körper nachhaltig nähren. Doch das Gros der Leckereien ist nicht ganz so simpel oder bedarf einfach etwas mehr Zeit. Diese Curry-Kürbissuppe passt zum Glück in die erste Kategorie: Innerhalb von nur 20 Minuten ist sie fertig. Dabei erlaubt sie reichlich Variationen wie die Beigabe von frischem Ingwer, damit sie lange warm hält.

Im folgenden Video zeige ich sämtliche Arbeitsschritte, das Rezept in Textform folgt darunter.

Rezept für Curry-Kürbissuppe

Zutaten

  • 1 Hokkaido-Kürbis (beim Hokkaido-Kübis kann man die Schale mitessen)
  • 250ml Mandeldrink (oder herkömmliche Milch oder Haferdrink)
  • 1 Teelöffel Salz
  • Gewürze: Eine fertige Currymischung* oder eine eigene Mischung aus Kurkuma, Paprika edelsüß, Paprika scharf, Pfeffer, Ingwer, Zimt, Knoblauchgranulat, Zwiebelpulver, Chili, Kreuzkümmel, Fenchel, Kümmel.
  • 1 – 2 Esslöffel Kokosöl oder Butter
  • Optional: Frischer Ingwer

* Für diese Suppe empfehle ich eine eher milde, nicht zu scharfe Currymischung. Zum Beispiel Curry Bengal Sweet von Pikantum (Affiliate Link, siehe unten).

Zubereitung

Den Kürbis halbieren und die Kerne vollständig entfernen. Die Hälften grob in Streifen und dann in Würfel schneiden.

Die Kürbisstücke in einen Topf geben, etwa ein bis zwei Daumen breit Wasser einfüllen, einen Deckel aufsetzen und zum Kochen bringen. Wenn das Wasser kocht, auf mittlere Hitze reduzieren und den Kürbis rund 15 Minuten kochen. Dann mit einer Gabel prüfen, ob die Schale weich ist. Wenn die Schale noch nicht weich ist, noch einige Minuten kochen.

Vom Herd nehmen, das Wasser nicht abgießen. Salz und Mandeldrink oder Milch hinzugeben und gründlich pürieren.

Zwei bis drei Esslöffel der Curymischung hinzugeben. Oder selbst mischen aus ein bis zwei Teelöffeln Kurkuma, je einem Teelöffel Zimt, Paprika, Knoblauchgranulat und Zwiebelpulver, einem Drittel Teelöffel Paprika scharf und Ingwer, einem Hauch Chilipulver sowie je einem Drittel Teelöffel Kreuzkümmel, Fenchel und Kümmel. Die letzteren drei Gewürze würde ich anrösten und dann im Mörser mahlen.**

Kokosöl oder Butter hinzugeben, weiter pürieren oder gut duchrühren. Ist die Suppe zu dick, schmeckt sie nicht. Dann einfach noch etwas Milch, Mandeldrink oder Wasser hinzugeben. Vorsicht: Man kann die Suppe schon essen, doch der Geschmack wird sich in den nächsten Stunden noch verändern, während sie durchzieht. Daher lieber nicht zu scharf würzen und gegebenenfalls später nachwürzen.

Besonders gut schmeckt diese Curry-Kürbissuppe mit frisch geriebenem Ingwer – dann wärmt die den Körper auch nachhaltig. Einfach nach Geschmack fein gerieben hinzugeben.

** All diese Gewürze gibt es in bester Qualität (und wahlweise auch mit Bio-Siegel) bei Pikantum, einem Gewürzhändler in meiner Heimat, ein paar Dörfer weiter (das ist ein Affiliate-Link, denn bei uns helfen Nachbarn Nachbarn).

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Zitronentorte Rezept mit Video

Zitronen auf einem Kuchen sind kein alltäglicher Anblick, doch so ungewöhnlich dieses Rezept für Zitronentorte auch sein mag, es ist erstaunlich vielseitig. An düsteren Wintertagen dient diese Torte als Quelle für Vitamine und Genuss. Und selbst an den heißesten Tages des Sommers gefällt sie durch ihre Frische.

Zitronenorte Rezept

Das Rezept habe ich für mein Kochbuch Das Urgeschmack-Dessertbuch entworfen und vor kurzem in Form eines Videos im Detail vorgestellt. Das Urgeschmack-Dessertbuch richtet sich besonders an die anhänger der Paleo-Ernährung, die Rezepte funktionieren allesamt ohne Getreide, gefallen jedoch auch Genießern, die sich nicht um bestimmte Ernährungsformen scheren. In diesem Video zeige ich die Zubereitung und variieren den Boden, indem ich ihn durch einen traditionellen Mürbeteig ersetze.

Es folgt das Rezept, so wie es in Das Urgeschmack-Dessertbuch steht, also mit dem Original-Paleo-Boden.

Rezept für Zitronentorte

Zutaten

(Für eine Torte mit 26 – 28 cm Durchmesser)

Für den Boden

  • 6 Eier
  • 180 g Kokosraspeln
  • 90 g gemahlene Mandeln
  • 30 g Honig

Für die Füllung

  • 12 Eier
  • 180 g Butter oder Kokosöl
  • 90 g Honig
  • Saft und Zesten von 4 bis 5 Zitronen

Zubereitung

Den Backofen auf 180 °C vorheizen, eine Springform einfetten und mit Kokosraspeln ausstreuen.

Die Zutaten für den Boden gut miteinander verrühren, auf dem Boden der Springofmr verteilen und zehn Minuten bei 180 °C backen.

Währenddessen die Zitronenschalen abreiben und den Saft auspressen. Die Butter oder das Kokosfett schmelzen und alle Zutaten für die Füllung zu einer homogenen Masse verrühren.

Ncah zehn Minuten die Springform aus dem Ofen nehmen, die Füllung auf den Boden gießen und die Form wieder in den Ofen stellen. Weitere 20 Minuten backen, anschließend vollständig abkühlen lassen, dann einige Stunden im Kühlschrank durchkühlen.

Weitere Kuchen- und Dessertrezepte gibt es in der Kategorie Desserts.

Das Urgeschmack-Dessertbuch enthält viele weitere Rezepte für Kuchen, Plätzchen und anderen Süßkram mit wenig Zucker und, auf Wunsch, kompatibel zur Paleo-Diät (Steinzeiternährung).

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Das beste Käsekuchen Rezept | Methoden und Feinheiten

Dies ist mehr als ein Rezept für Käsekuchen. Backen ist mehr als das Abwiegen und zusammenrühren von Zutaten. Jeder Handgriff zählt und macht einen Unterschied. Für den besten Käsekuchen benötigt man demzufolge nicht nur die besten Zutaten, sondern auch ein Bewusstsein für die einzelnen Arbeitsschritte und deren Feinheiten in der Ausführung. In den folgenden drei Videos erläutere ich diese Schritte. Ich beginne mit dem endgültigen Rezept, darunter folgen zwei Videos mit mehr Details zu den einzelnen Schritten. Danach folgt die Zutatenliste.

Im folgenden Video gehe ich näher auf die einzelnen Methoden ein und erkläre die Gründe für mein Vorgehen. Warum sollte der Teig anders gelingen, wenn man ihn mit der Hand statt mit einer Maschine rührt? Wie kann sogar die Größe des Schneebesens die Güte des Eischnees beeinflussen? Warum sollte man einen Kuchenteig nicht zu lange rühren und was genau passiert da?

Es mag nach Voodoo klingen, doch es gibt einfache physikalische Gründe dafür, warum die Farbe der Backform das Backergebnis und damit den Geschmack des Kuchens beeinflusst. All diese Details erklären, warum ein Kuchen bei Tante Marleen so unvergleichlich gut schmeckt und man trotz des gleiuchen Rezepts einfach nie das gleiche Ergebnis erreicht.

Käsekuchen Rezept

Auf jeden Fall die Hinweise, Methoden und Reihenfolge aus dem Video beachten.

Käsekuchen Boden:

  • 75 g Mascobado
  • 6 g Salz
  • 150 g Butter
  • 225 g Weizenmehl Typ 550

Käsekuchen Füllung:

  • 750 g Quark*
  • 120 g Zucker (Mascobado)
  • 60 g Butter (geschmolzen)
  • 90 g Weizenmehl Typ 550
  • 45 g Kartoffelstärke
  • 3 Eigelb
  • 3 Eiweiß
  • 6 g Salz Zesten von
  • 3 Zitronen oder ein paar Tropfen Zitronenöl

*Magerquark geht, 20% auch – ich habe gemischt, was gerade da war.

Ganz einfach: Ein Omelette zubereiten (Video)

Wie muss ein perfektes Omelette aussehen? Muss es frische Kräuter enthalten oder darf es nur leicht gesalzen sein? Muss es eher die Form eines Halbkreises oder einer Rolle haben? Sollte es durchgegart sein oder noch saftig? Über diese Geschmacksfragen entscheidet allein der Koch. Allerdings eignet sich das Omelette zur Übung des Kochhandwerks. Einige Berufsköche beurteilen sogar Bewerber in der Küche anhand ihres Omelettes. Auf jeden Fall gehört es gerade aufgrund seiner Vielzahl an Varianten zu jenen Speisen, die man ein Leben lang üben und perfektionieren kann. Einen Anfang zeige ich im heutigen Video:

Rezept: Senf selber machen (Video)

Sprachlich krempelt es dem einen oder anderen noch die Fußnägel hoch, doch mit den Zeiten ändert sich auch der Sprachgebrauch: Früher machte man Senf selbst und heute macht man ihn selber. Den Senf stört das nicht und für den Feinschmecker ändert sich nichts am Genuss. In jedem Fall lohnt es sich, wenn man dem Essen den eigenen Senf dazugibt. In diesem Video erkläre ich, wie man Senf mit einem Geschmack und Aroma weit jenseits reiner Schärfe mit einfachen Mitteln in der eigenen Küche anrühren kann:

Das Rezept für Senf steht auch in meinem neuen Kochbuch Einfach kochen auf Seite 150.

Hering einfach und köstlich zubereiten (Video)

Wie kann ich Fisch so zubereiten, dass er stets den Gaumen erfreut? So oder ähnlich erreicht mich diese Frage immer wieder. Fisch köstlich zubereiten: Das ist einfach. In diesem Video zeige ich meine Methode am Beispiel des Herings – einem Fisch aus nachhaltigem Fang, dessen Aroma ich keinen Lachs oder Thunfisch vorziehen würde und der selbst in das schmalste Lebensmittelbudget passt.

Mehr einfach Rezepte finden Sie in: Einfach kochen.