Rezept für Ratatouille (Gemüseschmortopf) (Video)

Ratatouille ist ein Rezept des südlichen Frankreichs. Ursprung ist ein grober Schmortopf, ein Ragout aus Gemüse. Einige Köche braten die Gemüse separat an und fügen sie erst später zusammen. Das erfordert entweder viel Zeit oder einen großen Herd, auf dem die Töpfe Platz finden. Beides kann man sich paren und dennoch ein köstliches Ratatouille zaubern.

Ratatouille ist ein Rezept des südlichen Frankreichs. Ursprung ist ein grober Schmortopf, ein Ragout aus Gemüse. Einige Köche braten die Gemüse separat an und fügen sie erst später zusammen. Das erfordert entweder viel Zeit oder einen großen Herd, auf dem die Töpfe Platz finden. Beides kann man sich paren und dennoch ein köstliches Ratatouille zaubern:

Ratatouille à la Felix

(aus Einfach kochen)

  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Aubergine
  • 2 – 3 kleine oder eine mittelgroße Zucchini
  • 1 Paprika
  • 8 kleine Tomaten oder 150 ml passierte Tomaten (stückig)
  • Tomatenmark, doppelt konzentriert
  • Olivenöl
  • 2 Schluck Rotwein zum Ablöschen
  • Gewürze: Salz, Pfeffer, Thymian, Basilikum, Fenchel, Balsamicoessig
  • Optional: Anchovies (eingelegte Sardellen)
  • Alternative Gewürze: Salz, Pfeffer, Zimt, Nelken, Kurkuma, evt. Zitronensaft

Machen wir es uns leicht: Wir braten die Zutaten nicht getrennt an, sondern werfen alles in einen Topf. Das schmeckt auch.

Die Zwiebel in Ringe oder grobe Würfel schneiden, die Knoblauchzehe fein hacken und Paprika und Zucchini in 3 – 4 mm dünne Scheiben schneiden. Die Aubergine in rund 1 cm große Würfel schneiden und die Tomaten vierteln.

Einige Esslöffel Olivenöl in einen breiten Topf geben, die Zwiebelstücke hinzugeben und bei mittlerer Hitze glasig braten. Dann die Hitze erhöhen und Zucchini, Paprika und Knoblauch sowie noch ein paar Esslöffel Olivenöl und zwei Prisen Salz hinzugeben und häufig rühren. Die Zucchini sollten etwas braune Farbe annehmen. Dann mit dem Rotwein ablöschen und den Topfboden gut abschaben. Auf mittlere Hitze reduzieren und die Aubergine, eine Minute später auch die Tomaten hinzugeben.

Für noch mehr Umami, also mehr Geschmack untenrum (siehe Seite 167), könnte man nun ein paar fein gehackte Anchovies hinzugeben. Einige Minuten köcheln und reduzieren lassen.

Dann ein paar Umdrehungen aus der Pfeffermühle und je eine gute Prise Thymian, Basilikum und frisch gemahlenen Fenchel hinzugeben (bei frischen Kräutern: drei Zweige Thymian, zwei Zweige Basilikum). Einen Schuss Balsamicoessig unterrühren und mit Salz abschmecken. Den Topf vom Herd nehmen, ein paar Minuten ziehen lassen und noch einmal abschmecken, dann servieren.

Für eine Variante mit nordafrikanischem Einschlag nutze ½ TL Zimt, ½ TL frisch gemahlene Nelken und 1 TL Kurkuma anstelle von Thymian, Basilikum und Fenchel. Verzichte ganz auf die Säure durch den Balsamicoessig oder schmecke mit Zitronensaft ab.

Mehr Rezepte dieser Art gibt es in meinem Kochbuch Einfach kochen.

4. September 2018
Felix

By Felix

Felix Olschewski ist Autor und gründete Urgeschmack im Jahr 2009. Sein Ziel ist, möglichst vielen Menschen den Weg zu ebnen für eine schmackhafte, gesunde und nachhaltige Ernährung.
Seit Gründung dieser Website hat er sieben Kochbücher und Ratgeber sowie Hunderte von Videos, Artikeln, Rezepten und Podcasts veröffentlicht.

4 replies on “Rezept für Ratatouille (Gemüseschmortopf) (Video)”

Noch mehr Umami gibt es mit Liebstöckel, im Volksmund auch Maggikraut (zu Recht) genannt. Ich habe es für mich vor Kurzem wiederentdeckt und muss sagen, es schmeckt wie in meiner Kindheit.

“Für noch mehr Umami, also mehr Geschmack untenrum (siehe Seite 167),…”
Ich kann diese Seite aufschlagen, aber das gilt vermutlich nicht für jeden Leser dieses Artikels. 🙂

Das Rezept steht ganz oben auf meiner Ausprobierliste!

Uups, da steht ja auch der Verweis auf das Buch. Ich dachte das wäre ein Copy & Paste Fehler…sorry für den überflüssigen Kommentar.

Mittlerweile habe ich das Rezept (Die Variante aus dem Buch) ausprobiert und muss sagen: sehr lecker! Auch mein Frau war begeistert. Das Gleiche gilt übrigens auch für Dein Bohnenmus.
Beim zweiten Mal habe ich vom Ratatouille die doppelte Menge gemacht. Das war dann nicht ganz so lecker wie beim ersten Mal, obwohl ich m.E. nichts anders gemacht habe. Aber wes werden noch viele Versuche folgen 🙂

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