Blutwurst mit Kürbisbrei und Zwiebeln

“Himmel und Erde” bzw “Himmel un Ääd” nennt sich ein traditionelles Gericht aus Stampfkartoffeln und Apfelmus. Benutzt man dafür “Flönz”, also eine schwach geräucherte Blutwurst, und brät diese an, kann es rheinländischer kaum werden. Ich nehme mir die Freiheit, Stampfkartoffeln durch Kürbisbrei (bzw. Kürbispüree) zu ersetzen. Den Apfel (Boskoop natürlich) brate ich zusammen mit der Zwiebel an.

Rezept für Blutwurst mit Kürbisbrei und Zwiebeln

Zutaten

  • 250g Blutwurst
  • 1 Hokkaido-Kürbis
  • 1-2 Zwiebeln
  • 1 Apfel (Boskoop)
  • Gewürze: Salz, Pfeffer, Muskat

Zubereitung

Den Hokkaido Kürbis in Stücke schneiden und 20 Minuten in etwa 250ml Wasser kochen.

Währenddessen die Zwiebel in Ringe schneiden und glasig braten, mit Salz und Pfeffer würzen.

Den Apfel in kleine Würfel schneiden und zur Zwiebel in die Pfanne geben und kurz mit anbraten.

Eine Pfanne erhitzen. Die Blutwurst in gleich dicke Scheiben schneiden und 5 Minuten vor Ende der Kochzeit des Kürbisses in der Pfanne leicht anbraten. Nach 3-4 Mintuten wenden.

Den Kürbis von der Hitze nehmen und etwa die Hälfte des Kochwassers abgießen. Anschließend den Kürbis mit der übrigen flüssigkeit stampfen und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Alles zusammen anrichten und servieren.

Diese Menge reicht für 2-3 Portionen.

21. November 2011
Felix

By Felix

Felix Olschewski ist Autor und gründete Urgeschmack im Jahr 2009. Sein Ziel ist, möglichst vielen Menschen den Weg zu ebnen für eine schmackhafte, gesunde und nachhaltige Ernährung.
Seit Gründung dieser Website hat er sieben Kochbücher und Ratgeber sowie Hunderte von Videos, Artikeln, Rezepten und Podcasts veröffentlicht.

7 replies on “Blutwurst mit Kürbisbrei und Zwiebeln”

Hallo! Mir zerfällt die Blutwurst immer beim braten – was mache ich falsch? (Mehl ist ja keine Option, da für den menschlichen Verzehr nur bedingt geeignet!?)

Das kommt sehr auf die Blutwurst und ihre Machart an. Es muss kein Mehl in die Blutwurst, damit sie stabil bleibt. Leider kann ich dir nicht mit Sicherheit sagen, woran es liegt. Mein Eindruck war, dass geräucherte Blutwurst stabiler ist als ungeräucherte. Auch sind kleinere Speckwürfel hilfreich. Das ist in jeder Region und bei jedem Metzger anders. Sollte letztlich aber nicht so schlimm sein.

Danke für die schnelle Antwort! Ja geschmeckt hat’s auch so – nur hatte ich angenommen (das Problem kannte ich) dass ich bei drei verschiedenen Flönz (extra mit dem Hinweis: “zum braten” in Köln gekauft bei verschiedenen Metzgern) mal eine dabei ist mit der es wirklich geht!

… ich bin im siebten Himmel !!!! Das Rezept hat mich so inspiriert, daß
ich es heute ausprobieren mußte, obwohl ich nieeeee Blutwurst esse und
überhaupt auch keine Wurst – an Fleisch nur mal Bio- Hähnchen !
Über die China Study bin ich auf diese Seite geraten und finde sie
klasse ! Wollte eigentlich auf Rohkost bzw.vegan umsteigen , probiere
schon seit zwei Jahren alles mögliche aus – ich weiß es jetzt, ich kann
nicht ganz ohne Fleisch leben !!! Auf Milchprodukte verzichte ich schon
eine ganze Zeit – und Süßigkeiten ! Wie ist es mit Honig und frischen
Datteln ? Ich liebe beides , ist aber sehr süß !
So, ich habe Süßkartoffeln und Pastinaken als Brei gemacht, mit Butter,
Sahne , Kurkuma, Paprika und Pfeffer verfeinert und dazu dieser leckere
Zwiebel – Apfel – Blutwurst – Mischmasch !!! Ich muß sagen, daß war ein
völlig neues Geschmackserlebnis – so rund , einfach himmlisch !
Habe bis jetzt noch keine Bauchschmerzen oder Blähungen , womit ich sonst
ganz oft zu tun habe ! Vor dem Essen habe ich einen grünen Smoothie aus
Feldsalat,Banane, 3 Datteln , etwas Leinsamen , Hefeflocken und Kräutern
getrunken. Grüne Smoothies nehme ich jeden Tag zu mir – aus unterschied-
lichem Blattgemüse .
Nächste Woche überrasche ich einen Freund mit diesem phantastischen
Gericht. Ich bin überzeugt, daß er auch im Himmel landet, obwohl er das
bei mir auch so schon ist !!!!!

Nun sieht es also so aus , daß ich nach vielen Irrwegen über Norman
Walker, Konz, Markus Rothkranz u.a. ( vehemente Fleischgegener ) bei der
Steinzeiternährung lande ! Vielleicht verschwinden dann doch meine
Allergien .

danke für diese aufschlußreiche umfassend informative Seite
und viele liebe Grüße

Iris Pohl

Danke Iris.

Honig und Datteln: Ja, da ist viel Zucker drin. Die sollte man wirklich sehr in Maßen genießen.

Blähungen: Da helfen Kümmelsamen. Die muss man auch nicht mögen oder Zerkauen, einfach vor dem Essen ein bis zwei Dutzend davon schlucken und weg sind die Blähungen – meistens. Kümmel entspannt den Darm.

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