Bratkürbis mit Spiegelei

Kurz nachdem mir die Ähnlichkeit des gekochten Hokkaido-Kürbis im Vergleich zu Kartoffeln auffiel, kam natürlich auch die Idee, den so vorbereiteten Kürbis zu braten. Bratkartoffeln, das muss man sich nicht schämen zuzugeben, sind eine leckere Sache. Doch wie ich schon häufiger erwähnte, liegt dies vornehmlich an den Röstaromen, den meist mitgebratenen Zwiebeln und natürlich den Gewürzen. Die Kartoffeln selbst bringen verhältnismäßig wenig Geschmack mit. Warum sollte also der Kürbis diese Aufgabe nicht auch übernehmen können? Die Eier dazu sind nicht nur äußerst gesund, sondern sie machen auch satt. Nach Bratkohlrabi und Bratsellerie ist nun also Bratkürbis an der Reihe:

  • 1000g Hokkaido-Kürbisfleisch
  • 200g / 2 Stck. Zwiebeln
  • 8 Eier

Den Kürbis in kleine Würfel oder Scheiben schneiden, mit ca 400ml Wasser in einen Topf geben und kochen.

Nach ca 10 Minuten die Festigkeit prüfen, die Kürbisstücke dürfen nicht zu weich werden.

Das Wasser nach dem Kochen abgießen und den Kürbis mehrere Stunden, am besten über Nacht, abkühlen lassen.

Die Zwiebeln in Ringe schneiden und in etwas Kokosfett glasig braten, mit Salz und Pfeffer würzen.

Den Kürbis hinzugeben, würzen und knusprig braun braten.

5-10 Minuten vor dem Servieren mit dem Zubereiten der Spiegeleier beginnen.

Diese Menge reicht für 2 Portionen.

6. December 2010
Felix

By Felix

Felix Olschewski ist Autor und gründete Urgeschmack im Jahr 2009. Sein Ziel ist, möglichst vielen Menschen den Weg zu ebnen für eine schmackhafte, gesunde und nachhaltige Ernährung.
Seit Gründung dieser Website hat er sieben Kochbücher und Ratgeber sowie Hunderte von Videos, Artikeln, Rezepten und Podcasts veröffentlicht.

9 replies on “Bratkürbis mit Spiegelei”

Was nimmt der Paleotiker eigentlich als Ersatz für das Brot, das man so schön ins Eigelb stippen konnte? Wenn ich Spiegeleier mache, fehlt mir das irgendwie schon …

Angeregt durch deine wunderbaren Rezepte mache ich mir nun wahnsinnig gern Bauernfrühstück mit Hokkaido- statt Kartoffelscheiben. Ist sehr lecker!

Ich ging davon aus, was ich bisher gehört habe, dass so gut wie keine KH in der Paleoernährung vorkommen.

Hendrik – das stimmt ja auch. Aber es ist nicht Maßgabe der Paleo Diät, auf Kohlenhydrate zu verzichten. Sondern durch die hohe Qualität und den Verzicht auf Zucker, Getreideprodukte und stark verarbeitete Lebensmittel ist der Kohlenhydratverzehr zwangsläufig stark eingeschränkt. Und eben das macht evolutionär Sinn.

Zurück zum Kürbis: Von den 8% (!) Kohlenhydraten, die so ein durchschnittlicher Kürbis enthält, sind nur 2-4% Zucker, der Rest Fasern. Dir als Dipl.-Oecotroph. ist dicherlich bewusst, dass lediglich der Zucker nennenswerte Auswirkungen auf den Blutzucker- und damit den Insulinspiegel hat, da die Fasern nicht verdaut werden. Insofern gehört der Kürbis zu den Lebenmitteln mit dem wenigsten Zucker.

Sehr cool! Ich habe zufälligerweise ein Hokkaido-Kürbis letzte Woche gekauft! Jetzt weiß ich was ich damit machen werde.. aber ich werde es wahrscheinlich mit Butter statt Kokosöl kochen, weil sie so teuer ist.

Lustig,

das ist das allererste was ich je mit einem Kürbis gemacht habe. Aber ich hatte in ungekocht, aber gewürfelt, in der Pfanne. Dazu habe ich meistens eine geschnetzelte Beinscheibe mit in die Pfanne gehauen. Kürbis und Rindfleisch ergänzen sich wunderbar. Und wenn man alles ein wenig länger lässt, dann hat man eine sehr leckere “Pampe”.

Grüße,
Cornell

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