Leberburger

Leberburger

Vielleicht wünscht sich jemand eine Alternative zu Leber mit Kürbisbrei oder Himmel un Ääd. Oder jemand mag Leber (noch) nicht so recht und sucht einen Weg, sich geschmacklich langsam an sie heran zu tasten. Sinn macht der Leberverzehr allemal, denn sie steckt voller Nährstoffe und ist relativ günstig in der Anschaffung. Der Leberburger ist ein prima Einstieg.

Rezept für den Leberburger

Als Reihenfolge zur Zubereitung empfehle ich folgendes:

  1. Brötchen
  2. Süßkartoffelchips (optional)
  3. Zwiebeln
  4. Gurkenscheiben/Zucchinischeiben
  5. Leber
  6. Spiegelei (optional)

Burger-Brötchen:

  • 1 Ei
  • 1 Schuss Olivenöl
  • 1 Prise Salz
  • 15-20g gemahlene Leinsamen
  • ca. 15g Kokosraspeln
  • 1TL Flohsamenschalen oder 2TL gemahlene Haselnüsse

Das Ei trennen und das Eiweiß zu Schnee schlagen.

Die übrigen Zutaten verrühren und anschließend den Eischnee unterheben.

Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und rund 15-20 Minuten bei 160°C backen.

Hinterher kurz abkühlen lassen, dann einmal durchtrennen.

Süßkartoffel-Chips:

  • 2-3 Süßkartoffeln
  • Olivenöl
  • Gewürze: Salz, Pfeffer, Paprikapulver

Die Süßkartoffeln schälen und in ~5-8mm dicke Scheiben schneiden.

Anschließend in eine Schüssel geben, mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen und 3-4 EL Olivenöl hinzugeben.

Gut durchrühren um die Gewürze gleichmäßig zu verteilen.

Die Süßkartoffelscheiben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und 30 Minuten bei 190°C backen - oder je nach Ofen bis sie knusprig sind, gegebenenfalls zwischendurch wenden.

Weitere Anleitungen für Süßkartoffel-Fritten:

Zwiebeln

Zwiebeln in Ringe schneiden und in einer Pfanne glasig braten, mit Salz und Pfeffer würzen.

Zucchini/Gurke

Bei Bedarf nun die Zucchini oder Gurke in Scheiben schneiden.

Leber

Eine Pfanne auf niedrige bis maximal mittlere Hitze bringen und etwas Butter oder Kokosfett darin zergehen lassen.

Die Leber in die Pfanne geben und langsam garen, je Seite rund 5 Minuten.

Spiegelei

Ein Ei in eine Pfanne schlagen und bei mittlerer Hitze ein Spiegelei daraus braten.

Währenddessen die übrigen Zutaten anrichten und zusammenbauen.

Abschließend das Spiegelei auf die Leber setzen und servieren.

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28 Kommentare zu “Leberburger

  1. Martin

    Vielleicht kommt der bittere Eindruck von der Galle die in der leber gebildet wird. Und daher auch die milch in den Rezepten? Das könnte vielleicht diese gallenfluessigkeitsreste “ausspülen”. Nur so als Theorie.

  2. Gerhard Eichberger

    Gerhard Eichberger

    In älteren Kochbüchern liest man, daß man Leber ein paar Stunden in Milch einlegen soll, um den Geschmack zu lindern.

    Selber habe ich einen sehr leicht bitteren Geschmack lediglich bei Rindsleber festgestellt, wenn diese bei zu hoher Temperatur gebraten wird.

    Normalerweise gibt’s in den Supermärkten in meiner Gegend nur Schweinsleber. (In unserer Ortschaft gibt es schon lange keinen Fleischhacker mehr.)

    Geröstete Leber (ein Standardrezept in Österreich, steht auf vielen Speisekarten) mag ich nicht, weil ich keine rohen oder ungenügend erhitzten Zwiebeln mag. Gerne esse ich gebratene Leber oder gebackene (panierte) – vor allem gebackene Hühnerleber, die aber nur in wenigen Lokalen auf der Speisekarte steht.

    Gerhard

  3. fragestellerin

    Also warum sollte man bitte ausgerechnet ein Entgiftungsorgan essen? Was soll daran so gesund sein?
    Kann ich in keinerlei Weise nachvollziehen.

      1. az

        Ich liebe Leber, allerdings hatte ich schon oft den gleichen Gedanken wie ‘Fragestellerin’ am 27.06.14. Überwiegen die Nährstoffe die Giftstoffe?

        1. Felix

          Das kommt auf die Herkunft der Leber an. Wenn sie aus der industriellen Intensivtierhaltung stammt, würde ich eher darauf verzichten. Bei artgerechter Haltung (z.a. Weide) sehe ich da keinerlei Probleme hinsichtlich irgendwelcher “Giftstoffe”.

  4. Bianka

    huhu hab heute den burger gemacht mit 150g leinsam und 2 tl gemalene haselnüsse, also meins sieht ganz anders auch und ist auch auseinander gefallen woran liegt das? habs genau so gemacht nicht deso trotz schmeckte es mir sehr gut;-)

    1. Felix

      Hallo Bianka,
      ich fürchte, die Angabe war falsch: Es müssen 15-20g Leinsamen sein, nicht 150-200g. Ich hatte es damals falsch notiert und später direkt vergessen. Tut mir echt leid. Ich muss es wohl noch einmal selbst versuchen, um es ganz genau zu testen. Aber 15-20g sollten passen.

  5. Tommy

    Hallo Felix,

    erst einmal großes Lob an die ganze Arbeit die du dir mit der Website machst. Konnte schon ganz viel Infos davon für mich selbst umsetzen und finde urgeschmack super. Eine Frage zu dem Rezept. Stimmt die Angabe mit 15-20 g gemahlenen Leinsamen für das Burger Brötchen, da beim Rezept “Paleo Hamburger” die Angabe 150-200g ist? Ich dachte daher dass eine der beiden Angaben ein Tippfehler ist oder kann ich das so stark variieren?

    MfG Tommy

  6. Klaus

    Hallo Felix,

    es wird gesagt, dass immer mehr Studien zeigen, dass Low-Carb ungesund ist.
    http://youtu.be/kOfF_r2R8QM?t=7m28s
    Was ist von den genannten Studien zu halten? :-O
    Was wäre deines Erachtens nach die beste Verteilung von Kohlenh./Protein/Fett?

    MfG
    Klaus

    1. Felix

      Hallo Klaus,
      keine Ahnung, was LowCarb mit diesem Burger-Rezept oder Urgeschmack generell zu tun hat. Aber die genannten Studien sind kein Beleg. Sondern sie dienen lediglich zur Stützung einer Hypothese. Ursache und Wirkung ist damit nicht belegt. Wenn man einen Punkt machen möchte, kann man sich immer eine handvoll Studien heraussuchen, die dies stützen. Das hat nichts mit Beliebigkeit oder Sinnlosigkeit zu tun, sondern mit der Intention dessen, der sie interpretiert.

  7. simone

    Hallo Felix,
    ich bin sehr gespannt auf das Burger-Rezept, probiere ich gleich aus, hört sich lecker an!

  8. Petra

    Sieht total lecker aus, das Rezept werde ich sicher nachkochen!

    Noch ein Tipp für Leute, die den Geschmack von Leber nicht mögen (gibts bei mir in der Familie) um sich langsam dran zu gewöhnen:
    Zuerst nur wenig Leber (durch den Fleischwolf gedreht oder superklein geschnitten) unter Hackfleisch mischen und dieses normal weiterverarbeiten, zb zu Burgern oder einer Hackfleischpfanne.
    Den Anteil Leber nach und nach weiter erhöhen, bis nach einiger Zeit der Geschmack toleriert wird.

    1. urban beekeeper

      von mir auch so ein Tipp: Mit Leber von “kleinen” Tieren anfangen: Hühner, Kaninchen…
      Schmeckt viel weniger krass.

  9. Sandra

    Auch lecker als simple Leberwurst: Leber mit Zwiebel und einem kleinen Apfel anbraten, bis die Leber gar ist und die Zwiebeln weich, dann mit Majoran und Salz würzen und alles pürrieren 🙂

    1. Lexi

      Leber ist bitter, deshalb auch Obst mit braten als Kontrast, so kenne ich es von meiner alemannischen Mami.

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