Was ist die Slow Carb Diät?

Slow Carb DiätStrategisch fressen wie ein Schwein – das ist eine mögliche Zusammenfassung der Slow Carb Diät, welche Timothy Ferriss mit seinem Buch The Four Hour Body popularisierte. Wer sich so ernährt, befolgt ein paar einfache Regeln, isst so viel er möchte und ist gehalten, einmal wöchentlich zu essen, als gäbe es kein Morgen – was das Herz begehrt. Wie funktioniert das? Ist es sinnvoll?

Solide Datenlage

Zunächst ist festzuhalten, dass die Slow Carb Diät keine hanebüchene Theorie ist, sondern ein funktionierendes Konzept auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse und empirischer Daten: Weltweit verwenden Hunderttausende diese Ernährung erfolgreich, um sich schlank zu essen. Grundlage sind hier die Konzepte der Kohlenhydratreduktion, teilweise auch Ketose, der Verlagerung auf vorwiegenden Eiweiß- und Fettstoffwechsel sowie sogenannte Ladetage.

Wie kann es also funktionieren, dass man so viele Kalorien oder Fett verzehrt, wie man möchte und trotzdem nicht nur nicht zunimmt, sondern Körperfett abbaut?

Die Regeln

Nur fünf einfache Regeln gelten bei der Slow Carb Diät, alle sind im Buch detailliert begründet:

  1. Keine "weißen" Kohlenhydrate (u.a. Brot, Reis, Kartoffeln, Zucker, Getreide...)
  2. Die gleichen Mahlzeiten wiederholt essen
  3. Keine Kalorien trinken
  4. Kein Obst
  5. Einen Tag pro Woche freinehmen und essen, was man möchte

Punkt 1 und dessen Begrüdung ist so bekannt aus Steinzeiternährung und LowCarb-Konzept: Die Eliminierung Stärkehaltiger und Kohlenhydrathaltiger Lebensmittel hilft bei der Kontrolle des Blutzuckerspiegels und so der Insulinaktivität.

Die zweite Regel folgt einer Beobachtung: Die beim Abnehmen erfolgreichsten Menschen äßen nur eine Handvoll Mahlzeiten immer und immer wieder. Wer sich auf ein paar Gemüsesorten, Hülsenfrüchte und Tierprodukte beschränkt, tut dies zwangsläufig. Macht das Spaß? Das hat niemand behauptet. Effektivität ist die Priorität dieses Programms. Doch es kann auch Spaß machen – und die meisten Menschen überschätzen ohnehin die Vielseitigkeit ihres Speiseplans.

Keine Kalorien zu trinken ist in jedem Fall sinnvoll und sei es nur, weil der Körper Energie in flüssiger Energie kaum registriert; die meisten kalorienhaltigen Getränke sind überdies gezucket (siehe Regel 1).

Regel nummer Vier fordert den Verzicht auf Obst. Menschen brauchen nicht jeden Tag Obst und schon gar nicht das ganze Jahr über – das zeigt die Geschichte. Überdies regt Fruchtzucker (Fructose) die Fettspeicherung an. Das ist sicherlich im Verlauf der Menschheitsgeschichte einmal hilfreich zum Überleben gewesen, steht jedoch dem Gewichtsverlust im Weg.

Beliebt ist die fünfte Regel: Einen Tag pro Woche alle anderen Regeln ignorieren und essen, was und so viel man möchte. Dies ist ein essentieller Bestandteil des Programms und wichtig für dessen Funktion. Schauen wir uns das genauer an:

Faturday – Fresstag (Ladetag, Refeed)

Man mag sich an der Wortwahl stören – es ist nicht mehr als ein eingängiges Schlagwort – doch das Konzept gefällt vielen: Einen Tag pro Woche erlaubt, nein, verlangt die Slow Carb Diät, so viel zu essen, wie man möchte. Ohne Rücksicht auf Kohlenhydrate, Kalorien oder Qualität. Faturday kommt aus dem Englischen von Saturday und Fat – denn viele Anwender legen ihre Fresstage auf einen Samstag.

Bekannt ist dieses Konzept auch als Refeed oder Ladetag und es es gibt dafür drei gute Gründe:

  1. Kalorienreduzierte Ernährungsformen führen mittelfristig dazu, dass die Stoffwechselaktivität sinkt und so auch der Energieverbrauch. Der Ladetag mit seiner hohen Energiezufuhr verhindert das.
  2. Bei einer kohlenhydratarmen Ernährung können sich die Glycogenspeicher der Muskeln leeren, was besonders Sportler als Leistungseinbuße spüren können. Auch hier hilft der sogenannte Refeed.
  3. Besonders effektiv sei der Faturday aus psychologischer Sicht. Er erlaubt es, allen kulinarischen Gelüsten nachzugehen, alle Essfantasien auszuleben und so die Motivation und Moral zu erhalten.

Analyse: Ist das neu? Funktioniert die Slow Carb Diät?

Die Slow Carb Diät ähnelt stark einer Low Carb Diät, legt jedoch einen etwas größeren Fokus auf die Qualität der Lebensmittel und erinnert insofern (durch den Verzicht auf Getreide und Zucker) an die Steinzeiternährung und das 30-Tage-Programm. Wesentlicher Unterschied ist der Griff zu Hülsenfrüchten als Energiequelle, welche laut Ferriss hinsichtlich der enthaltenen Stärke kein Problem darstellen (was sich nicht mit meinen Erfahrungen deckt). Viele Paleo-Konzepte empfehlen ebenfalls die Mäßigung des Obstverzehrs.

Die Slow Carb Diät ist ein sehr pragmatisches Programm ohne Schnörkel. Und es ist effektiv, wie Hunderttausende Anwender tagtäglich erfahren.

Zugleich ist nichts an diesem Programm neu: Es ist lediglich eine Zusammenstellung erprobter und effektiver Methoden (Kohlenhydratreduktion, Ladetage, Lebensmittelqualität) – von Timothy Ferriss ist nichts anderes zu erwarten, das ist sein Steckenpferd.

Erfahrungen mit der Slow Carb Diät

Nach mehrmonatigem Experiment damit kann ich sagen: Es funktioniert. Die laut Ferriss empfehlenswerten Hülsenfrüchte habe ich nach einer Woche im Regal gelassen, weil sie mir nicht bekommen. Probleme in der Energieversorgung bekam ich dadurch nicht. Meine sportlichen Leistungen wurden nicht beeinträchtigt.

Spannend ist der Faturday: Es ist faszinierend, stets seinen Energiebedarf zu decken und sich einmal wöchentlich 4000 – 6000 kcal zusätzlich einzuverleiben, ohne eine Spur auf den Hüften zu hinterlassen. Das ist ein weiterer Beleg dafür, dass das Konzept der Energiebilanz für Kalorien nutzlos ist. Fraglich ist allerdings der Wert für die Esskultur.

Verkatert war ich nach jenen Ladetagen, an denen ich größere Mengen Getreideprodukte gegessen habe. Das muss nicht jedem passieren, aber die Erfahrung ist weder neu, noch einzigartig. Ein weiterer guter Grund, die meisten Getreideprodukte zu meiden.

Widersprechen würde ich Regel #2: Eine einseitige Ernährung ist weder nötig, noch zwingende Folge der übrigen Regeln. Sicher möchte sich nicht jeder näher mit seinem Essen beschäftigen oder etwas mehr Zeit investieren. Doch wer es tut, kann abwechslungsreiche Mahlzeiten zusammenstellen. Mein Eindruck ist auch, dass durch größere Variation und die entsprechend ausgewogenere Mikronährstoffversorgung das Sättigungsgefühl steigt.

Selbstverständlich ist mein Ausgangspunkt relevant und der wird in diesem Fall untypisch sein: Kein Übergewicht, höchstens moderater Kohlenhydratverzehr, kein Zucker, kein Getreide, keine Milchrodukte. Das Experiment Slow Carb Diät bedeutete für mich keine große Veränderung. Umso faszinierender, dass ich dennoch leichte Erfolge verzeichnen konnte. Diese schiebe ich vornehmlich auf Regel #4.

Würde ich diese Ernährung empfehlen? Nicht ohne Vorbehalt. Meine Empfehlungen sehen anders aus. Allerdings kann die Slow Carb Diät in einigen hartnäckigen Fällen wirklich eine sinnvolle Alternative sein. Denken Sie daran: Es gibt keine eine perfekte Ernährung für alle Menschen.

Feineinstellung: Slow Carb + Paleo/Urgeschmack

Wesentlicher Unterschied zwischen Slow Carb und vielen Paleo-Konzepten ist der Faturday. Besonders hinsichtlich der Lebensmittelqualität an diesen Ladetagen bietet sich eine Gelegenheit zu weiteren Verbesserungen, wenn man es möglichst gesund gestalten möchte.

So gibt es per Slow Carb Diät zwar einen Freischein, aber kein Gebot zum Verzehr von Schrott. Wer also Schadensbegrenzung betreiben möchte, der greift einfach zu entsprechend gesunden und dennoch kalorienreichen Leckereien und Desserts.

Ein halber Liter Schokoladeneis aus Kokosmilch, ein Pfund Schokoladencreme oder ein liebevoll zubereiteter Schokoladen-Nusskuchen schmecken allemal besser als billiges Gebäck, können aber auch eine Ergänzung zu einem guten Croissant sein.

Kultur?

Perspektiven sind verschieden. Als Anhänger traditioneller Esskultur halte ich wenig von reduktionistischen Perspektiven wie weitgehendem Obstverzicht oder wöchentlicher hemmungsloser Völlerei. Man mag so etwas gar als Essstörung bezeichnen. Allerdings kann man einen Ladetag handhaben wie einen Sonntagsbraten. Wie eine ausgiebige Feier an voll gedeckter Tafel. Ist es so lange her, dass wir mangels entsprechender Versorgung ohnehin an den meisten Wochentagen kein Obst gegessen haben?

Wer sich gerne echauffieren möchte, möge dies tun. Es ist eine Frage des Geschmacks. Letztlich kann man auch eine Völlerei würdevoll und mit eigener Kultur begehen.

Für wen ist die Slow Carb Diät das Richtige?

Die Slow-Carb-Diät ist ein Konzept zum Abnehmen, zum Abbau von Körperfett, ohne dabei Muskelmasse einzubüßen. Das funktioniert für viele Menschen ausgesprochen effektiv.

Wer nicht abnehmen möchte, mag daran durch den Faturday dennoch Gefallen finden, jedoch ebenso einfach den Urgeschmack-Empfehlungen, der Steinzeiternährung oder dem Konzept des einfachen Essens folgen.

Wer SlowCarb anwenden möchte, sollte auf jeden Fall beachten: Die Slow Carb Diät ist wiederum nur ein Teil von Ferriss' Vorschlägen. Das Buch enthält im gleichen Stil Sportprogramme und andere Empfehlungen. Vor allem aber verdeutlicht der Autor eines: Nicht alles funktioniert für jeden. Jeder sollte selbst experimentieren und ausprobieren, welche Empfehlung hilfreich und welche ineffektiv für ihn ist. Die von ihm getroffene Vorauswahl liest sich dabei, behält man die stets genannten Vorbehalte im Kopf, gut und fundiert.

Ferriss' Zielgruppe dürften vornehmlich Junggesellen sein, Pragmatiker sollten sich daran nicht stören.

Mir liegt die englische Originalfassung des Buches* vor, die deutsche Version bekommen Sie hier*.

Slow Carb Rezepte

Diese frei zugänglichen Urgeschmack-Rezepte eignen sich auch für die Slow Carb Diät. In den Urgeschmack-Kochbüchern finden Sie weitere passende Rezepte.

*Dies ist ein Affiliate-Link: Wer das Produkt darüber kauft, unterstützt Urgeschmack durch eine kleine, von Amazon bezahlte Provision. Vielen Dank!

Urgeschmack ist frei von Werbung. Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Freuen Sie sich, etwas gelernt zu haben? Gründliche Recherche und Schreiben kosten Zeit. Ihre Unterstützung hilft beim Fortführen dieser Arbeit.

48 Kommentare zu “Was ist die Slow Carb Diät?

  1. Julie

    Ich habe mit der Diät und der Vorgehensweise von Ferris auch gute Erfolge gehabt. Mit dem “Fresstag” hab ich aber meine Probleme gehabt. Am Anfang hab ich an den Tagen etwas übertrieben. Ich hab dann einfach nicht mehr “gefressen” sondern das Essen genossen, wie ich es wollte, dann hat´s geklappt 🙂

  2. Hitschi

    Hallo Felix,

    leider ist die Slow Carb Ernährung nichts für mich, habe es für mehrere Wochen probiert und auch dabei abgenommen, aber der Fatureday hat mich völlig aus der Bahn geworfen. Zum ersten Mal nach 2,5 Jahren hatte ich wieder eine unkontrollierbare Gier, außerdem war ich an dem Tag völlig schlapp und kaputt…
    Ich überlege, die Grundregeln der Slow Carb Ernährung beizubehalten und den Fatureday nur mit mehr Fett und zusätzlich Milchprodukten und Obst zu gestalten.
    Nun meine Frage:
    Sind Hülsenfrüchte auch für die Low Carb Ernährung geeignet, nach der ich mich bisher ernährt habe? Die KH sind ja slow und wirken sich nicht so stark auf den Blutzuckerspiegel aus, was ich auch an den 6 slow carb Tagen gemerkt habe, ich hatte keinerlei Appetit und war immer schnell gesättigt.

    Viele Grüße von Hitschi 🙂

    1. Felix

      Hallo Hitschi,
      “Low Carb” ist nicht genormt oder eindeutig definiert. Für die einen ist es alles unterhalb der normalen westlichen Ernährung, also alles unter 300g/Tag, für andere wiederum ist es zwangsläufig mit Ketose verbunden oder mit maximal 20g/Tag.
      Mein Tipp: Wenn es für dich funktioniert, dann ist es richtig.

  3. Maruan

    Vielen Dank für diesen toll recherchierten Artikel. Großes Lob für den Blog, die Website hat Hand und Fuss und informiert wirklich.

    Ich probiere die Slow Carb Diät seit mehr als 8 Wochen. Unsportlich war ich nie, übergewichtig auch nicht. Bin nun von 80KG und 15% KFA auf 78KG und 12%KFA gekommen. Jedoch merke ich, dass es immer langsamer geht mit dem Fettabbau je weiter er sich senkt. Man büßt in der Woche schon ein Stück Lebensqualität ein, jedoch motiviert mich mein Blick in den Spiegel, oder die sportlichen Leistungen die ich erbringe, immer wieder es durchzuziehen. Wenn ich im einstelligen KFA-Bereich bin, werde ich die Regeln etwas lockern und hier und da mal einige Dinge zu mir nehmen die nicht auf der Slow Carb Diät stehen. Es hilft aufjedenfall zu verstehen, wieviel Kalorien und Kohlenhydrate man sonst zu sich genommen hat, besonders in Form von Nudeln, Reis, Brot, auch wenn es dann Vollkornprodukte waren.

    Weiter so mit dem tollen Blog!

  4. Anne

    Hallo Felix,

    danke für den interessanten Artikel und überhaupt für die tolle Website!
    Im Artikel erwähnst Du die “Ketose”, und wenn ich das Prinzip SlowCarb richtig verstanden hab, ernährt man sich ja quasi 6 Tage die Woche ketogen.
    Die Ketose funktioniert für mich recht gut, habe aber dennoch Sorge, dass ich insgesamt zu wenig Kalorien zu mir nehme und mein Stoffwechsel über kurz oder lang auf Notstand schaltet. Von daher finde ich einen Ladetag einleuchtend. Allerdings – “lade” ich viele Kohlenhydrate, fliege ich aus der Ketose nehme ich an?! Und dann dauert es wieder Tage, bis ich wieder im Fettstoffwechsel bin. Das will ich vermeiden.
    Naja, und vermehrt Eiweiß und Fett zu “laden” finde ich schwierig, denn ich esse mich ja jetzt schon rappelsatt bei den Mahlzeiten… Irgendwelche Tipps? DANKE und Gruß, Anne

    1. Felix

      Hallo Anne,
      leider kann ich dir da keinen konkreten Tipp geben. Meine Empfehlung wäre: Mach’ dir um Ketose und Fettstoffwechsel keine Gedanken und probiere es aus. Viele Wege führen zum Ziel. Deine Vermutung klingt plausibel, aber selbst wenn die Ketose endet muss dies nicht gleichzeit das Aus für den Fettabbau bedeuten.

    1. Felix

      Was meinst du? mit ‘Keine Kalorien trinken’? Nur Wasser?

      So ungefähr. Wasser, ungesüßter Tee, ggfs ungesüßter Kaffee und so weiter.

      Sind Fruchtsäfte nicht gut?

      Fruchtsäfte enthalten mehr oder weniger viel Zucker und somit auch Kalorien.

  5. Marco

    Hallo,

    sind bei dieser Form der Diät Pilze und (in maßen) Nüsse / Mandeln erlaubt?

    1. Felix

      Be Slow Cab? Ja. Wobei Nüsse als “Dominofood” gelten. Damit meint der Autor, dass man davon sehr schnell zu viel isst.

    1. Felix

      Das wird von Ferriss nicht näher spezifiziert. Aufgrund des hohen Stärkeanteils ist es vermutlich in seinem Sinne, diese höchstens in Maßen zu verzehren.

  6. Hakan

    Hallo Felix,

    danke zunächst einmal, dass du dich auch persönlich um Anliegen kümmerst. Zu low carb habe ich eine Frage.
    Ist es also erlaubt, am Tag in größeren Mengen Wurst und Salami zu sich zu nehmen? Ich kann nicht ganz glauben, dass dies zu Gewichtsreduktion führt?

    Danke und Gruß
    Hakan

    1. Felix

      Das kommt auf die Qualität der Wurst und auf die Menge an. Und auf den Kontext. Wurst/Salami ist per se nichts schlimmes, kann aber auch eine Menge Schrott enthalten, der auf Dauer kontraproduktiv auf deine Gesundheit wirkt. Wenn es gut gemachte Wurst ist, spricht grundsätzlich nichts dagegen, sie täglich zu verzehren. Natürlich ist auch da irgendwann ein Limit erreicht. Und auch, wenn die Energiemenge allein nicht besonders aussagekräfitg ist: Wer zu viel isst, wird dick. Egal, was er isst.

  7. Marc

    Bei mir hat die Slow Carb Diät gut funktioniert. Der “Fresstag” hat mir dabei geholfen längerfristig dabei zu bleiben, sonst hätte ich wahrscheinlich schnell wieder aufgegeben 🙂

    1. Hakan

      Hallo Marc,

      was heisst gut funktioniert? Wieviel hast du abgenommen? In Welcher Zeit?

      Danke dir und Gruß
      Hakan

  8. Cervelat

    Würde das auch gerne mal ausprobieren. Wie sieht es denn aus mit Milchprodukten, davon steht ja in den Regeln nichts explizit?

    1. Melina

      Milchprodukte sind tabu. Die einzige Ausnahme bildet Cottage Cheese = körniger Frischkäse.
      Milchprodukte haben laut Ferriss zwar einen niedrigen GI, allerdings lösen sie trotzdem eine hohe Insulinantwort aus. Für maximale Beschleunigung des Fettabbaus sollten sie weggelassen werden. Wenn man unbedingt irgendwas in seinen Kaffee tun will, sollte man laut Ferriss einen Spritzer Sahne nehmen. 😉
      Liebe Grüße 🙂
      Melina

      1. Hitschi

        Hallo,

        ist denn Sahne auch in größeren Mengen erlaubt? Verwende sie gerne in Suppen…
        Und was ist mit Butter?
        Danke und viele Grüße :-)!!!

      2. Hitschi

        …hab noch was vergessen…
        Wie sieht es aus mit Buttermilch und Kefir oder Molke?
        Leider konnte ich im Netz nichts Genaues über diese Lebensmittel finden…
        🙂

  9. Melina

    Hallo Felix,
    danke für diesen tollen Artikel! Es kommt selten vor, dass man so gut recherchierte Artikel zum Thema Slow Carb im deutschsprachigen Raum findet.
    Ich ernähre mich seit September 2014 nach Slow Carb, habe aber Probleme damit:
    Laut Tim Ferriss ist es ja scheinbar unwichtig, wie viel Bohnen und Linsen man isst, obwohl sie bis zu 50% KH aus Stärke enthalten. Das ist eine Menge.
    Ich muss mindestens 250g Kohlenhydrate pro Tag aus Linsen und Kidneybohnen zu mir nehmen, damit ich auch nur ansatzweise satt bin (bewege mich sehr viel!). Seit einigen Wochen sehe ich auch kaum noch Erfolg trotz strikter Einhaltung der Ernährung.
    Wie siehst du diesen Punkt? Würdest du da einen Zusammenhang zu den Hülsenfrüchten herstellen?
    Liebe Grüße!

    1. Felix

      Ich denke Ferriss spekuliert darauf, dass sich die Hülsenfruchtmenge von selbst reguliert, weil kaum jemand mehr als bspw. 1kg davon am Tag essen wird (eher viel weniger). Will meinen: Es wird kaum jemand übertreiben.
      Müssen deine Kohlenhydrate wirklich aus Hülsenfrüchten kommen?
      Ich kann mit vorstellen, dass die Hülsenfrüchte (bzw die Kohlenhydrate) der Grund für dein Plateau sein können, zumal 250g Kohlenhydrate pro Tag schon eine ganze Menge sind. Gibt es nichts anderes, was dich sättigt? Mehr Fett oder Protein? Ich kann mir das kaum vorstellen.
      Wenn es trotz aller Experimente nicht für dich funktioniert, würde ich mich von dem Rahmenkonzept lösen und etwas anderes ausprobieren. Und dabei immer offen bleiben.

      1. Melina

        Ja, ich habe in die gleiche Richtung gedacht.
        Proteinaufnahme läuft eigentlich gut, ich komme meist auf 90g. Aber Fette kommen etwas zu kurz. Werde es mal mit Avocados und mehr Kokosmilch versuchen. 🙂
        Danke für deine Einschätzung!

  10. Chris

    Danke für diesen motivierenden Beitrag, der kommt genau zur richtigen Zeit 🙂
    Besonders gut gefällt mir der Faturday, so kann ich eine Diät wohl noch am ehesten durchhalten.

  11. Petra

    Klasse, dass Du Tim Ferriss’ Ernährungszusammenstellung selbst ausprobiert hast, Felix.

    Was ich bei den Kommentaren bemerke ist der Eindruck, man sollte am Schlemmertag möglichst viel Ungesundes essen. Wie kommt ihr darauf?
    Ee geht einfach ums Lieblingsessen ohne schlechtes Gewissen – und das muss doch nicht nur aus 20 Fastfood-Burgern und Bergen von Pommes bestehen!

    Es geht doch auch z.B. eine Riesenportion Rührei mit Speck, gebratenen Würstchen, Tomaten, Pilze und Baked Beans (englisch inspiriert) zum Frühstück, mittags Falscher Hase mit Bratkartoffeln und ner lecker Salatschüssel, Eis oder Kuchen zum Nachtisch und abends Tunfischsalat, Schnittchenteller oder die Lieblings-Lieferpizza.

    Und niemand verlangt, dass die Zutaten nur aus dem Billigsortiment eines Discounters kommen müssen – auch am Schlemmertag kann man doch Bioprodukte verarbeiten …

  12. andrea

    Hallo, ich frage mich, ob diese Diät denn auch funktioniert ohne die im Buch empfohlenen Nahrungsergänzungsmittel (PAGG) und die weiteren Methoden der “Schadensbegrenzung” (Kapitel im buch) ? ich kann mir das fast nicht vorstellen, dass man nicht zunimmt, wenn man an einem tag in der Woche alles und so viel isst wie man möchte. ich könnte da locker 6000 kcal oder mehr in form von Pasta und schokolade essen…. aber bin noch etwas skeptisch und traue mich fast nicht… das abtrainierte hüftgold möchte ich nicht wieder zurück 😀

    1. Felix

      Grundsätzlich funktioniert das auch ohne die Ergänzungsmittel. Die Mittel zur Schadensbegrenzung sind für diejenigen, die es lieber gerne noch strikter/schneller/sicherer hätten. Zu den Befürchtungen: Entweder ausprobieren oder sein lassen. Wenn es schiefgeht, kommt man auch mit anderen Mitteln wieder zur gewünschten Figur zurück. Und wenn man sich vorher ein zeitliches Limit (etwa 4 Wochen) setzt und sorgfältig misst und wiegt, kann man die Veränderung auch halbwegs objektiv beurteilen.

  13. Michael

    Ich hab mit slow carb sehr gute Erfahrungen gemacht, bin vor 2 Jahren von 100kg auf 80kg innerhalb von 12 Wochen, und das ohne zu hungern!

    Am cheatday geht es nicht darum gesund oder ungesund zu essen, es geht darum sich zu belohnen und alle Regeln der Diät zu ignorieren, normalerweise gibt’s da bei mir Pizza, Pasta und Co und auch ein Besuch bei diversen Fastfood Läden schadet nicht.

  14. Jousef

    Diäten klappen einfach bei mir nicht, aber dein Beitrag gibt mir wieder Mut es auszuprobieren. Vielleicht schaffe ich es ja dieses mal

  15. Julia

    Hallo!

    10 Weeks Body Change ist auf der Slow Carb Diet aufgebaut. Ich hab das letztes Jahr ausprobiert und es ist nichts für mich. Unter der Woche war Obst nur nach intensiven Sport erlaubt und die geplannten Loadtage, empand ich auch eher anstrengend. Denn es wird auch frisch gekocht, das Essen schmeckt und nicht immer möchte man am Loadtag völlen. Ich brauche meine Freiheiten beim Essen, und esse täglich Obst.

  16. G.Satansbraten

    DAS entspricht genau einer Feststellung einer Freundin (= Personal Trainer) und mir (= Nur-Hausfrau mit ‘viiiiel Garten in Form eines Hanggrundstueckes – 6.000 m2 – und damit oefter mal ‘Scheunendrescher-Appetit’ 😮 ! ) : unsere ‘Buero-Hengste’ von Ehemaennern zaehlen zwar die Kalorien auf Teufel komm’ raus, nehmen aber – in Relation zu uns – trotzdem zu. WIR kriegen entweder an manchen Tagen ‘kaum’ was in den Magen vor lauter Arbeit und an anderen dafuer o.g. Massen. Wir hatten darum schon frueher den Verdacht, den Magen/Metabolismus ordentlich ‘entertained’ zu halten, damit er sich jaaaa kein ‘Regelbild’ machen kann, ist vielleicht durchaus sinnvoll.

    LG, Gerlinde

  17. mirjam

    hallihallo, habe mir das Buch nach deinem interessanten Bericht direkt gekauft und kann nicht warten, es zu lesen. Nun aber meine Frage zu den Hülsenfrüchten; kann ich anstelle von “normalen” gekochten Linsen auch Linsenpasta essen, die aus 100% Linsen hergestellt sind? Diese schmecken mir noch etwas besser als die “langweiligen” Linsen… 🙂

    1. Felix

      Kannst du natürlich – allerdings halte ich (!) nicht viel von solchen verarbeiteten Produkten. Was passiert bei der Herstellung? Wie hoch wird das Material erhitzt, wird es verdampft, extrahiert, desodoriert, zentrifugiert…? Möglicherweise bleibt am Ende nicht mehr viel von den Nährstoffen übrig.

      1. Mirjam

        Danke für die Antwort. Ich habe das Buch nun gelesen (konnte es gar nicht mehr weglegen) und empfehle dieses auf jeden Fall weiter, hat viele interessante Informationen auch zu anderen Themen (besser schlafen etc.). Nun bin ich aber noch etwas verwirrt und habe folgende Fragen:

        – Würdest du die Nahrungsergänzungsmittel die im Buch erwähnt sind empfehlen?
        – Wenn ja, einfach nur in der Zeit in welcher man abnehmen möchte oder längerfristig? irgendwie bin ich nicht so fan von zu vielen mittelchen und pillen und denke mir immer was denn passiert wenn ich dann mit den nahrungsergänzungsmitteln aufhöre?
        – Diese “Diät” ist ja eigentlich eine Umstellung die man nicht nur temporär sondern für “immer” anwenden kann, hört dann das abnehmen einfach irgendwann auf und das gewicht stagniert oder wie siehst du das?

        1. Felix

          Hallo Mirjam,
          – Würdest du die Nahrungsergänzungsmittel die im Buch erwähnt sind empfehlen?
          meine Empfehlungen findest du hier: http://www.urgeschmack.de/urgeschmack-empfehlungen/
          Ich empfehle pauschal keine Nahrungsergänzungsmittel. Mit den Von Ferriss genannten “Wundermitteln” habe ich keine Erfahrung und ich halte sie, so wie er sie beschreibt, nicht für nachhaltig.
          – Diese “Diät” ist ja eigentlich eine Umstellung die man nicht nur temporär sondern für “immer” anwenden kann, hört dann das abnehmen einfach irgendwann auf und das gewicht stagniert oder wie siehst du das?
          Natürlich hört das Abnehmen irgendwann auf. Du kannst dich nicht auf 0kg runterhungern. Bei einer vernünftigen Ernährung und ohne Vorliegen einer spezifischen Erkrankung wird der Körper immer die ein Gleichgewicht anstreben (s.a. Homöostase). Möglicherweise ist der Körper anderer Meinung als du, wo dieses Gewicht liegt. Im Normalfall ist es ein Optimalgewicht – beeinflussen lässt sich das durch die Qualität der Ernährung und durch den gesamten Lebenswandel.

  18. Christine

    Hallo Felix.
    Ich war ja schon immer skeptisch bezüglich der sogenannten Cheat Days. Es leuchtete und leuchtet mir nicht recht ein, warum ich an einem Tag der Woche (sogar dann, wenn ich gar keine Lust dazu hätte), Dinge essen soll, die mir nicht guttun.
    Natürlich ist mir klar, dass es ein gewisses psychologisches Ventil sein soll. Dennoch geht mir dieses Fressen auf Befehl gegen den Strich (ich hab auch schon vor Paleo diese Abfütterungs-Flugzeug-Mahlzeiten verweigert 😉 ).
    Dem gegenüber stehen Load Days, also Tage, an denen es zwar um hohe Kalorienaufnahme geht (um eben den Sparflammen-Effekt zu vermeiden), an denen aber nur “gute” Lebensmittel gegessen werden. Die kann ich verstehen, auch wenn ich’s bisher nicht praktiziere, weil bei mir sich mittlerweile alles, egal was, auf der Waage bemerkbar macht.
    Wie sieht denn Deine Erfahrung aus: Verstärkt das die Lust auf das “richtig böse” Zeug? Oder ist’s eher “nur” Zucker?
    Und: Wie wirkte sich dieser Faturday auf Dich aus (nicht hinsichtlich Katererscheinungen, sondern bezüglich Lust auf “Verbotenes”, Lust auf große Mengen, Erleichterung der restlichen restriktiven Woche usw.)?

  19. Sonja Stendera

    Ich halte auch nichts davon, an den sog. Ladetagen alles mögliche zu esen. Es soll ja eine Art Belohnung sein, und bei dem Verzehr von total prozessierten ‘Nahrungsmitteln’ halte ich das eher für eine Strafe für den Körper. Es gibt soviele leckere natürliche Nahrungsmittel zum Schlemmen!

  20. Peter Buchmann

    Hallo Felix,
    danke für die sehr gute Zusammenfassung! Das Buch habe ich vor gut 2,5 Jahren gelesen und finde es insgesamt sehr gut; nicht nur wegen der Slow Carb-Geschichte! Das “Gebot” der Füllerei (ich nenne es “Schlampertag” 🙂 ) begründet er auch wissenschaftlich (Stichwort Umwandlung T4 in T3), genauso wie die anderen Themen in diesem Buch auch; insgesamt also sehr lesenswert.
    Eines fehlt allerdings noch in Deiner Zusammenfassung, und zwar schreibt T. Ferriss, dass man unbedingt frühstücken muss (eiweißreich), um nicht später am Tag “über die Stränge” zu schlagen. Diese Empfehlung teile ich nicht unbedingt. Auch mit 2 (oder auch einer) guten Mahlzeiten am Tag (Stichwort Intermittierendes Fasten) ist eine Slow Carb-Diät m.E. ohne Weiteres machbar. Wie hasst du das denn praktiziert?
    Viele Grüße
    Peter Buchmann

    1. Felix

      Wie hasst du das denn praktiziert?

      Ich habe gefrühstückt. Ich hatte ja mehrere Jahre kein Frühstück gehabt und es dann wieder eingeführt, weil es besser in meinen Tag passt. Für das Experiment habe ich es dann beibehalten.

  21. Jana

    Ich habe soeben angefangen und am Samstag oder am Sonntag (mal sehen, wann es besser past) kommt mein erster Ladetag. Ich möchte gerne wissen, was Sie an so einem Ladetag gegessen haben. Ich könnte mir z.B. ein Risotto (aus Arborio-Reis, nicht aus Blumenkohl) und Mascarpone mit Bitterschokolade vorstellen. Ginge das? Kann man die Wirkung des Programms beinträchtigen, indem man an den Ladetagen zu zurückhaltend isst?

    1. Felix

      Ich möchte gerne wissen, was Sie an so einem Ladetag gegessen haben

      Oh nein, das möchten Sie nicht. 😉

      Dem Konzept zufolge können Sie essen, was sie wollen. ALLES ist “erlaubt”.

      Kann man die Wirkung des Programms beinträchtigen, indem man an den Ladetagen zu zurückhaltend isst?

      Angeblich ja. Ich denke, auf 150% des Kalorienbedarfs sollte man wenigstens kommen.

  22. Marcel

    Hallo Felix,

    wenn ich das richtig verstanden habe, kann man den “Faturday” quasi einfach in jede Diät / Ernährungsform integrieren, ohne dass dieser einen spürbaren negativen Effekt mit sich bringt?
    Oder auch anders gefragt, wenn ich meine Ernährung nach dir / Urgeschmack.de ausrichte, dann kann ich den “Faturday” problemlos integrieren?

    Und was meinst du mit “verkatert” fühlen, nach dem reichhaltigen Verzehr von Getreideprodukten? Hast du an dem Tag auch Sport gemacht und an nächsten Muskelkater gehabt oder meinst du etwas anderes?

    Isst du jetzt und auch in Zukunft weniger Obst durch das Experiment? Was sind aus deiner Sicht gute Alternativen zu Obst?

    Beste Grüße und vielen Dank für den interessanten Beitrag
    Marcel

    1. Felix

      Hallo Marcel,
      ein anderer Plan bringt andere Ergebnisse.
      Verkatert bin ich, wenn ich zu viel Getreideprodukte esse. Die Symptome sind die gleichen wie beim Kater von Alkohol. Ob’s am Gluten liegt weiß ich nicht. Aber es passiert zuverlässig.
      Ich esse ohnehin nicht oft Obst, jetzt beschränke ich mich noch mehr auf Saisonales und speziell auf Beeren. Es gibt keine echte Alternative zu Obst – aber man braucht auch keine, wenn man sich sonst ausgewogen ernährt. Vitamine gibts auch in Gemüse und Tierprodukten.

  23. Frank

    Kann s und konnte das damals, als ich Ferris gelesen habe, nicht glauben. Hat noch jmd Erfahrung damit?
    Und: Sind grüne Äpfel auch Obst (schluck! – Antwort bitte genau überlegen)
    Gruß Frank

    1. Meinsa

      Hallo Frank,

      ich kann Dir garantieren dass es funktioniert. Ich habe mich zu 100% an die Vorgaben von Tim gehalten und es super gut geschafft schnell anzunehmen. In den ersten 4 Monaten ging ich um 30 Kg runter. Gut, ich habe damals 143 Kilo gewogen. Habe mich einfach zu lange gehen lassen. Nach diesen 4 Monaten habe ich die Reißleine gezogen. Bei so schneller Gewichtsreduktion muss man einfach damit rechnen das Teile des Körpers nicht ganz so schnell nachkommen. Meine Haut hat einfach einfach einen Durchhänger bekommen. Seitdem gönne ich mir mehr und mache Sport. Versuche mich auf einem Gewicht zu halten bis die Haut einigermaßen nachgezogen hat.

      Zum Apfel kann ich Dir nicht viel sagen. Habe es eigentlich immer für Obst gehalten.

Kommentare geschlossen.

Vielen Dank für Ihren Kommentar, leider kann ich nicht immer auf alle reagieren. Zugunsten der Mitleser lösche ich Kommentare ohne Themenbezug und Kontext. Einige Kommentare muss ich manuell freischalten; in der Regel binnen 48 Stunden.