Welcher Zucker ist besser?

Welcher Zucker ist besser?Zucker ist für Menschen nicht lebensnotwendig. Aber er ist auch nicht das pure Gift, als das er oft dargestellt wird. Auf das Maß kommt es an – insofern ist er ein Lebensmittel wie jedes andere. Wer sich den verantwortungsvollen Umgang zutraut und die Risiken kennt, steht vor der Wahl: Welcher Zucker ist der beste, der gesündeste?

Welche Zuckerarten gibt es?

Im Land des Zuckers gibt es wenige Regulierungen, die sich auf die vielfältigen Bezeichnungen von Zuckerprodukten beziehen. Im Codex Alimentarius, einer WHO- und UN-Organisation für Lebensmittelstandards, geht es vornehmlich um die Produkte aus weißem, also raffiniertem Zucker. Auf der ganzen Welt gibt es regional unterschiedliche Süßungsmittel aus Zuckerrohr, Zuckerrübe und Zuckerhirse, die darin nicht erfasst und entsprechend weniger genormt sind. In diesem Artikel beziehe ich mich vornehmlich auf die in Deutschland erhältlichen Produkte. Weiter unten folgt eine Liste, zunächst jedoch ein paar wichtige Details:

Rübenzucker oder Rohrzucker?

Zwischen reinem Rohrzucker und reinem Rübenzucker besteht chemisch kein Unterschied. Zuckerrüben wachsen in gemäßigten Breiten, Zuckerrohr hingegen in tropischen und subtropischen Klimazonen.

Welcher Zucker enthält die meisten Nährstoffe?

Einige Hersteller verkaufen ihre Produkte als "besonders reich an wertvollen Mineralstoffen", weil unter Umständen mehr Mikronährstoffe enthalten sind als im raffinierten, reinen, weißen Zucker. Ähnlich wie beim Salz ist dies jedoch Irreführende Werbung: Der Gesamt-Mineralstoffanteil solcher Produkte liegt in der Regel um 1%. Um nennenswerte Mengen Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen durch solche Zucker aufnehmen zu können, müsste man sie täglich kiloweise verspeisen. Und die meisten Ernährungswissenschaftler und Ärzte sind sich einig, dass das in höchstem Maße ungesund wäre.

Der höhere Mineralstoffgehalt eines bestimmten Zuckerproduktes kann daher allein kein Grund für dessen Bevorzugung sein.

Ist Brauner Zucker gesünder?

Zum vielgelobten Braunen Zucker kommen wir gleich. Angesichts der geringen Mikronährstoffmengen kann von gesundheitsfördernder Wirkung des Zuckers ohnehin nicht die Rede sein. Überhaupt ist Zucker nicht essentiell für den Menschen. Anders als Salz ist Zucker nicht wichtig für uns. Der einzige Grund, ihn trotzdem zu essen, ist der Geschmack oder das Ziel, sich gezielt mit Kohlenhydraten aus Glucose und Fructose zu versorgen.

Wie sollte man Zucker aussuchen?

Jeder muss selbst entscheiden, nach welchen Kriterien er seine Lebensmittel wählt. Die Frage Welcher Zucker ist besser? kann sich dann jeder selbst beantworten. Hier ein paar Vorschläge:

Geschmack: So gering die Unterschiede in der Zusammensetzung teils auch sein mögen: Die verschiedenen Zuckerprodukte schmecken sehr unterschiedlich. Der Geschmack ist daher natürlich ein wesentlicher Faktor bei der Auswahl.

Verarbeitungsgrad: Ein weniger stark verarbeitetes Lebensmittel enthält in der Regel mehr Nährstoffe. Das ist im Falle des Zuckers noch immer zu wenig für ein gutes Argument. Jedoch kann es ein angenehmes Gefühl sein, zu wissen, dass man den Zucker im Notfall genauso in der hemischen Küche herstellen könnte. Dies ermöglicht eine gewisse Nähe zum verwendeten Produkt, es wirkt echter, wertvoller.

Ästhetik: Natürlich ist auch das Aussehen des Zuckers, das Gefühl beim Anfassen und die darum gesponnene Geschichte relevant bei der Auswahl. Wenn der Zucker im Regal steht und man sich gerne an der gesamten Anmuntung erfreut, ist auch das etwas wert.

Glykämischer Index: Der Glykämische Index ist ein in der Praxis fast wertloser Laborwert. Beim Vergleich verschiedener Zuckersorten könnte er jedoch tatsächlich hilfreich sein, da in der Regel stets die gleichen Mengen verglichen werden. Zwischen den weiter unten genannten Sorten gibt es tatsächlich nennenswerte Unterschiede.*

Regionalität: In Deutschland bauen wir Zuckerrüben an. Im Sinne der Regionalität wäre es, Produkte aus deutschen Rüben zu kaufen, wie zum Beispiel den verbreiteten Zuckerrübensaft.

*Leider gibt es keine konsistenten und zuverlässigen Quellen, die alle Produkte abbilden. Angaben im Internet finden oft ganz ohne Quellen statt. Hinzu kommen die starken Schwankungen je nach Hersteller oder Region (Honig schwankt zwischen den Werten 30-87). Statt einzelne Werte herauszupicken, habe ich daher ganz auf die Angabe verzichtet. Ich empfehle, grundsätzlich möglichst wenig Zucker einzusetzen, um die Problematik generell zu entschärfen und die Glykämische Last gering zu halten.

Welcher Zucker ist besser?

Brauner Zucker

Der Begriff Brauner Zucker bezieht sich lediglich auf die Erscheinung, nicht auf die Zusammensetzung des Zuckers. Meist handelt es sich um herkömmlichen, raffinierten Zucker, dem etwas Melasse hinzugefügt wurde. Der Unterschied zum Haushaltszucker ist in diesen Fällen sehr gering. Auch Vollrohrzucker ist braun – jedoch ist nicht jeder braune Zucker ein Vollrohrzucker!

Weißer Zucker, Haushaltszucker, Tafelzucker

Dies ist der herkömmliche, raffinierte und gereinigte Zucker. Es handelt sich um reine Sucrose (ein Molekül, zusammengesetzt aus einem Teil Glucose und einem Teil Fructose). Den Geschmack empfinden die meisten Menschen als neutral, was vornehmlich an der weiten Verbreitung liegen dürfte.

Vollrohrzucker, Rohrohrzucker

Für Vollrohrzucker und Rohrohrzucker wird der Saft des Zuckerrohrs lediglich gefiltert und eingedickt, anschließend getrocknet und gemahlen. Diese Zucker gelten in der Regel als unraffinierte Zucker. Von der Raffinierung getrennt wird oft der Prozess der Klärung angegeben, bei dem ein Teil der Mineralstoffe entfernt wird. Wer möglichst viele Nährstoffe in seinem Zucker wünscht, sollte in diesem Fall versuchen, ungeklärten Zucker zu bekommen. Er schmeckt leicht nach Karamell und ist von brauner Farbe.

Kokosblütenzucker

Kokosblüten sind neben Zuckerrohr, -rüben und -hirse eine weitere und relativ neue Quelle für Zucker. Die entsprechenden Produkt verbreiten sich seit Jahren rasend. Das Marketing des Kokoszuckers durch eine recht starke Lobby als besondes gesund ist jedoch auch hier irreführend, denn es handelt sich wie bei Tafelzucker fast vollständig um Sucrose.

Ahornsirup

Der eingedickte Saft des Ahornbaumes findet auch heute noch als traditionelles Naturprodukt in verschiedenen Reinheitsgraden reißenden Absatz. Rund 80-90% der Weltproduktion findet in Kanada statt. Der Saft wird lediglich eingedickt, ist daher nur gering verarbeitet und enthält zum Großteil Sucrose. Ahornsirup hat einen recht kräftigen Eigengeschmack.

Agavensirup

Die Hersteller des Nektars, Dicksafts oder Sirups der Agave bieten diesen besonders Diabetikern an. Der Grund: Agavensirup besteht zum größten Teil aus Fructose, welche praktisch keinen Einflus auf den Blutzuckerspiegel hat. Stattdessen landet Fructose jedoch direkt in der Leber und wird dort in der Regel in Fett umgewandelt. Mehr Details dazu gibt es hier und bei Dr. Robert Lustig.

Honig

Noch naturbelassener als Honig kann es beim Süßungsmitteln kaum werden. Optimalerweise siebt der Imker bei der Gewinnung den Honig lediglich und füllt ihn ab. Das Erhitzen ist nicht nötig und kann bei höheren Temperaturen auch einige der wertvollen Inhaltsstoffe zerstören. Honig besteht zu ungefähr gleichen Teilen aus Glucose und Fructose und ist fast überall regional und in verschiedensten Geschmacksrichtungen erhältlich. Er enthält darüber hinaus Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien.

Reissirup

Der Sirup aus Reis enthält wenig Glucose und keine Fructose, dafür relativ viel Maltose. Er stellt somit eine interessante Alternaitve für Fructose-Allergiker dar. Die Süßkraft ist allerdings geringer.

Zuckerrübensirup, Rübensaft

Der Zuckerrübensirup hat besondes in den Anbaugebieten der Zuckerrübe Tradition. Es handelt sich um den lediglich gefilterten und gekochten Saft der Zuckerrübe, der alle löslichen Stoffe (und somit Mineralstoffe) der Rübe, sowie größtenteils Sucrose enthält. Der Geschmack ist fruchtig und leicht bitter.

Melasse

Melasse ist im deutschen Sprachraum wenig verbreitet. Es handelt sich anders als beim Rübensirup um ein Nebenprodukt der Zuckerherstellung. Je nach Produktionsstufe enthält Melasse mehr oder weniger Sucrose, da diese für andere Produkte bereits extrahiert wurde. Entsprechend enthält beispielsweise die amerikanische "Blackstrap Molasses" relativ viele Mikronährstoffe und dieser Sirup weist einen starken Eigengeschmack auf, der an Lakritze erinnert.

Fazit

Es bleibt dabei: Zucker ist für den Menschen nicht lebensnotwendig. Er kommt gut ohne aus und zu viel Zucker ist ungesund. Es scheint naiv, Zucker wegen etwaiger Nährstoffe zu essen, denn die enthaltenen Mengen sind relativ gering.

Wer dennoch Zucker als Süßungsmittel in geringen Maßen nutzen möchte, kann sich sein bevorzugtes Produkt anhand verschiedener Kriterien wie Geschmack, Herkunft und Ästhetik aussuchen. Auf diesem Weg steigt unter Umständen auch die Wertschätzung und die Wahrnehmung der verwendeten Mengen. Der bewusste Verzehr ist dem unbewussten auf jeden Fall vorzuziehen.

Ob die alternativen Süßstoffe wie Xylitol/Xylit oder Erythrit, Stevia und die synthetischen Lösungen etwas für Sie sind, können Sie hier nachlesen: Welcher Süßstoff ist gesund?

Welchen Zucker verwenden Sie am liebsten? Und warum?

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26 Kommentare zu “Welcher Zucker ist besser?

  1. S2

    Wenn du schon Zucker erklärst, nimm doch gleich das im Deutschen übliche statt das englische Wort: Saccharose (statt sucrose) für das Disaccharid aus Traubenzucker und Fruchtzucker. Effektiver und systmatischer als in der Chemie kann man die Nomenklatur nun mal nicht machen. Aber wahrscheinlich haben viele Leser eine Abneigung gegen diese “Schul”wissenschaft und verteufeln diese automatisch (wie auch die “Schul”medizin etc.). Wäre doch schön, wenn *beide* Seiten, die alternative und die “schulische” Kritik vertragen könn(t)en…

  2. Nina

    Wie waere es denn die Miracle Berry anzubauen. Wenn einen dann der Hunger auf Suesses ueberfaellt, Beere essen und ne lecker Zitrone naschen 🙂

  3. Nick

    Meine liebster Zucker ist Honig. Wenn ich bei einem Freund von mir zu Besuch bin, geht es manchmal in seinen Hobby-Imker-Raum, dort gibt es das pure Produkt noch in den Waben. Davon ess ich dann schon mal ein großes Stück, man kann es fast mit einer Entspannungskur oder Meditation gleichsetzen. Alles riecht nach Honig. Man nimmt dieses Stück in die Hand riecht daran kaut minutenlang darauf herum.
    Mir ist dabei sogar völlig egal, dass ich eine Zuckerbombe esse. Diese Panikmacherei find ich völlig übertrieben.
    Ansonsten süß ich,wenn ich süße mit Honig. Kuchen, Süßspeisen, Desserts sind Genussmittel und dürfen gerne auch süß sein, wenn sie nicht durch Früchte süß genug sind. Nach oder auch Vor dem Sport ess ich manchmal gern ein klein bisschen Honig mit Rosinen, tut mir ganz gut und gibt Energie.
    Solang süßen nicht in jedem Gericht praktiziert wird und als das gesehen wird was es ist, ein Genussmittel, darf bei mir eine echte Süßspeise auch echt süß sein.
    Pauschales streichen von Süßungsmitteln finde ich etwas übertrieben,zumal süße ab und zu besonders der Seele gut tut.

  4. Davor

    Hallo Felix,

    Danke für deine Artikel und die Denkanstöße. Ich versuche mich seit einigen Monaten nach den Prinzipien zu ernähren, die ich bei dir lese. Das wichtigste und umfassendste für mich ist die Regionalität. Da ist die Saisonalität schon dabei. Erdbeeren im Frühling, Kirschen und Äpfel im Sommer, Zwetschgen im Herbst… Was kümmern mich Kiwis, Papayas und Mangos… Kannst mich fortjagen damit!

    Aber zurück zum Zucker. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass die Herstellung aus Zuckerrübe vielfach energieintensiver ist als die aus dem Zuckerrohr. Allerdings ist die Zucker-Lobby in Europa so stark, dass die EU die Zuckerrübe subventioniert.

    So sind wir wieder beim Thema Regionalität und dem Dilemma wann die Importware der heimischen überlegen ist.

    Bei mir persönlich hält ein Kilo Zucker gut und gerne 2 Jahre lang und ist meistens für die Gäste da, die ihren Kaffee oder Tee gepanscht trinken.

    Es bleibt spannend….

    1. Felix

      Hi Davor,
      die Frage ist dabei sicherlich auch, warum die deutsche Zuckerrübe suventioniert werden muss, um sich gegen das Zuckerrohr durchzusetzen. Ist es wirklich nur der Anbau oder wird das Zuckerrohr gar ebenfalls subventioniert?
      Ja, es bleibt spannend.

  5. Andreas

    Ein Bodybuilder hat mich vor gut 3 Jahren auf das Produkt Palatinose(Isomaltulose) gebracht. Hat zwar nur 50% der Süße von Zucker, ist auch ziemlich teuer, aber es sind echte Kohlenhydrate die der Körper ohne großen Insulinspike noch dazu langsam verdaut. Interessant ist, das dieser Zucker nicht zu Karies im Mund führt. Somit also besser für Kinder geeignet als herkömmlicher Zucker.

    1. Felix

      Die Folgerung für Kinder halte ich für fragwürdig. Warum dann nicht gleich frisches Gemüse oder Obst verabreichen? Warum Zucker füttern, der nicht süß schmeckt?

  6. Teppiche

    Eine sehr hochwertige Zuckerart ist dir entgangen!
    BIRKENZUCKER
    schmeckt völlig neutral und süß wie es sich für Zucker gehört

  7. hanns

    Schon wenige Wochen nach Paleobeginn hat sich mein Geschmacksempfinden für Süßes stark verändert.
    Schon die meisten Obstsorten waren mir zu süß. Im Leben davor kam ich leicht auf 150 g Zucker fast täglich nur durch naschen. Meine Naschgewohnheiten habe ich anfangs mit dunkler Schoki, Nuss-Trockenfrüchte kompensiert, aber das ist im Laufe der Monate immer weniger geworden.
    Dennoch benutze ich Süßmittel z. T. beim Kochen. Z.B. Honig bei süß-sauren Currys oder etwas Xylit in der Salatsauce, zur Tomatensuppe. Da geht es mir aber ein um den Geschmack und den Essgenuss. Wenn ich in den 8 Monaten 1 Glas Honig verbrauche und vielleicht 150g Xylit, so ist das (für mich) völlig akzeptabel.

    Zu sagen man lässt jeglichen Zucker(Süßmittel) weg und isst dann Obst, passt doch auch nicht zusammen. Die Menge, der bewußte Umgang und ein normalisiertes Geschmacksempfinden sind für mich entscheidend.

    Allerding muss ich auch sagen, dass ich, trotz des massiven Konsums früher, wohl nicht wirklich süchtig bin/war. Den, von vielen hier und im Forum beschriebenen, Jeeper nach Süßem mit anschließend oft ungebremsen konsum kenne ich zum Glück nicht.

    1. Felix

      Den, von vielen hier und im Forum beschriebenen, Jeeper nach Süßem mit anschließend oft ungebremsen konsum kenne ich zum Glück nicht.

      Da hast du wahrlich Glück. Schon allein das Geschmacksempfinden ist ja sehr verschieden: je nach Genetik ist die Zahl und Empfindlichkeit der Geschmacksknospen verschieden. Deswegen “brauchen” manche Menschen es einfach süßer (oder salziger). Die Geschmäcker sind verschieden.

  8. Christine

    Ich nehme gerne Ahornsirup, der karamellige Geschmack ist für mich sehr lecker und er ist schon flüssig, kann also gut auch in festere Cremes etc. eingerührt werden.

    Leider kann ich nicht von mir behaupten, dass ich (nach eineinhalb Jahren konsequentem Paleo) keine süßen Speisen mehr mag. Klar, pappsüß scheidet aus, aber ich genieße süße Speisen immer noch. Dr. Dahlman (den ich hier nicht verlinke, weil mich seine überlaute Werbetrommel für seine Bücher stört) hat dargelegt, dass Zucker mehrfach suchterzeugender ist als Kokain.

    Ich merke, dass ich einen wahren Fressdrang bekomme, wenn ich (wenig und egal welche Sorte) Zucker esse, beispielsweise den aus hochprozentiger Schokolade, meinem Hauptlaster. Dann esse ich zwar paleokonforme Nahrungsmittel, aber weit über die Sättigung hinaus, immer mit dem inneren Drang, noch einen Nachschlag usw. haben zu wollen. Höchstvermutlich löst das der Zucker bei mir aus, denn wenn ich ihn komplett meide, dann klappt das wieder mit der Mäßigung beim Essen.

  9. Heidi

    Ich stimme Marko voll zu. Ich benuzte auch keinen und oftmals ist mir etwas ohne auch viel zu suess. Auch bei selbstgebackenen Kuchen lasse ich den Zucker fast immer weg und wundere mich, wieso der so suess ist. Marmelade ohne Zucker ist extrem suess… Aber – wie Marko schon sagt – man muss auch schon lange genug ohne Zucker leben. Ich seit 2,5 Jahren.

    1. Rebecca

      Wie machst Du Mürbteig ohne Zucker? Einfach den Zucker aus dem Rezept weglassen? Klappt das dann mit der Konsistenz des Teiges? Ich weiss der Kommentar ist schon älter, aber vllt. weiss ja noch jemand wie ich ohne Zucker z.B einen Apfelkuchen backen kann. Würde mich freuen über Anregungen 🙂

      1. Felix

        Hallo Rebecca,
        du hast zwar nicht direkt mich gefragt, aber Mürbeteig sollte grundsätzlich auch ohne Zucker funktionieren. Er benötigt keinen Zucker zum Gelingen, zumal es viele herzhafte Varianten (auch mit Salz) gibt.

  10. nicolette unterstaller

    Ich verwende so gut wie gar keinen Zucker in meiner Küche. So gut wie gar keinen meint: Ganz selten eine Prise zur Geschmacksintensivierung, bzw. -steigerung. Die Menge ist vielleicht ein Teelöffel/Monat.
    Puristen werden sagen, kannst es auch gleich lassen – stimmt und ich bewege mich auch immer weiter in diese Richtung.
    Um auf die Frage zu antworten:Wenn, dann nehme ich ganz normalen Haushaltszucker.

  11. tobieagle

    Es ist ja doch eine langsame aber doch eindeutige Entwicklung in der Paleo-Gemeinde erkennbar, weg vom schwarz-weiß Sehen, hin zu einer kontextbasierten Perspektive. So was hätte man hier vor 2 Jahren noch nicht gelesen ^^ Ich denke/hoffe mal, dass die Community in ein paar Jahren ihre Zuckerphobie komplett hinter sich gelassen hat.

  12. Ruppert

    Frage mich nach dem Sinn des Artikels. Es gibt keine Gründe für, aber jede Menge Gründe gegen jede der hier genannten Zuckerarten. Schreibst du ja selber. Gewürzt mit ein bisschen “moderation on everything”, was für die meisten Menschen meiner Erfahrung nach nur als Ausrede für Bequemlichkeit dient.

    Nicht falsch verstehen. Ich bin auch niemand, der mit seiner “Ernährungsdoktrin” verheiratet ist. Ich brauche keinen Feind in Nahrungsform, um eine Mission zu haben. Dennoch scheint mir der Post im größeren Kontext von Urgeschmack eher eine unnötige Verunsicherung/Versuchung des möglicherweise selektiv lesenden Gastes zu sein, als in irgendeiner signifikanten Form hilfreich.

    Vll. seh ich das aber zu eng… 😉

    1. Felix

      Jeder ist selbst für das verantwortlich, was er isst. Ich wüsste nicht, dass man da eine Entschuldigung oder Ausrede bräuchte.

      Es gibt durchaus Gründe, die für den Zuckerkonsum sprechen: Schnell viele Kohlenhydrate und den einmalig süßen Geschmack.

      1. Andreas

        Lieber Felix,

        Danke für den Kommentar. Ich wollte gerade darauf hinweisen, dass bei High Intensität Training währenddessen oder direkt danach eine rasche Versorgung mit glukose sogar wichtig ist. Da ist Zucker in egal welcher Form praktisch.

        Sonst sehe ich es aber wie du, notwendig ist es nicht. Und wenn man mal ein zwei Wochen komplett verzichtet merkt man erst den Unterschied im geschmacksempfinden. Ich für mich habe entdeckt, dass dann die diversen gemüsesorten die ich früher nicht mochte, doch gut schmecken.

  13. Emanuel

    Wie immer, toller Artikel!
    Was anderes: Warum bist du eigentlich noch immer Amazon-Partner? Es gibt doch mittlerweile schon viele andere, menschenfreundlichere Unternehmen in diesem Bereich…

    1. Felix

      Hallo Emanuel,
      danke dir. Warum ich am Amazon Partnerprogramm teilnehme? Weil mir das ermöglicht, mehr Zeit in die Artikel zu stecken.
      Amazon ist für mich nicht kapitalistischer ausgelegt als andere Unternehmen auch, zumal die Breichterstattung dahingehend sehr einseitig und Gejammere auf hohem Wohlfahrtsstaat-Niveau ist (soweit ich weiß wird dort niemand versklavt und auch keine Kinder gekidnappt). Ich kenne einige sehr zufriedene Amazon-Mitarbeiter persönlich. Sobald sich ein vornehmlich sozial verantwortlich agierender Betrieb mit ähnlichen Konditionen durchsetzt, werde ich aber sicher über einen Wechsel nachdenken.
      Ganz davon abgesehen bleibt es jedem Interessenten überlassen, selbst zu entscheiden, wo er was kauft. Wenn er sich für Amazon entscheidet, fallen ein paar Cent für mich ab.

  14. B.

    Hi Felix.

    Vielen Dank für Dienen Überblick. Hast Du auch etwas über Birkensaft oder Weiterverarbeitungen davon erfahren können? Ich habe in Deinem Beitrag nur etwas über den ähnlichen Ahornsaft gelesen.

    1. Felix

      Die Information findest du im Beitrag über Süßstoffe unter den weiterführenden Informationen/Quellenangaben.

  15. Marko

    “Welchen Zucker verwenden Sie am liebsten? Und warum?”

    Gar keinen. Ich habe mal ne Zeit lang etwas Honig (vom Imker hier um die Ecke) verwendet, aber wenn man ne Zeit konsequent auf Zucker verzichtet ist auch das nicht mehr nötig, denn man schmeckt einfach die natürliche Süße bestimmter Lebensmittel viel intensiver.
    Ich muss sogar bei Äpfeln aufpassen das ich die besonders sauren Sorten nehme, weil mir die meisten schon zu süß sind 🙂
    Man glaubt auch gar nicht wie süß z.B. gebratene Zwiebeln schmecken können. Habe ich früher nie wahrgenommen bzw. geschmeckt. Meiner Meinung nach verfälscht zusätzlicher Zucker/Süßstoff viel zu sehr den natürlichen, eigenen Geschmack der Lebensmittel und ist total überflüssig.
    Also befreit euch von der Zuckersucht und eure Geschmacksnerven werden es euch danken (und die Gesundheit natürlich auch)!

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