Nach Kohlenhydraten und Eiweißen geht es in diesem Teil der Serie um die Rolle der Fette im menschlichen Stoffwechsel.
Fett wurde in den vergangenen 40 Jahren zum Sündenbock der Ernährung gemacht. Völlig zu unrecht. Im Laufe der Zeit wurde Fett zwar immer differenzierter betrachtet, eine echte Rehabilitation, wie sie eigentlich nötig und gerechtfertigt wäre, hat jedoch bislang nicht stattgefunden. Dabei ist Fett ein wesentlicher Bestandteil menschlicher Zellen. 60% der Gehirn-Trockenmasse besteht aus Fett. Mit 9 kcal/Gramm ist Fett eine mehr als doppelt so effiziente Energiequelle als Eiweiß und Kohlenhydrate. Allein das macht klar, wie enorm wichtig Fett ist.
Dennoch herrscht erschreckend weit der Aberglaube vor, dass der Verzehr von Fett direkt zu Fettleibigkeit führe und so wird Fett gemieden, wo es nur geht. Stattdessen wird auf Kohlenhydratreiche Kost zurückgegriffen und genau die hat uns in den letzten 20-30 Jahren in die katastrophalen Zustände geführt, in denen wir bezüglich der Verbreitung von Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck und vielen anderen heute stecken.
Speziell im Rahmen der Zone-Diät ist ein angemessener Fettanteil wichtig als Grundbaustein für wichtige Hormone und zur Regulierung des Stoffwechsels. Aber auch darüber hinaus ist der Verzehr von Fett auf jeden Fall ratsam. Fett verlangsamt die Aufnahme von Glucose in das Blut und hilft so bei einer Normalisierung des Blutzuckerspiegels. Mehr noch: Verzichten Sie gänzlich auf Kohlenhydrate und ernähren sich ausschliesslich von Fett und Eiweiß, so wird Ihr Körper nach kurzer Zeit vollständig die Verbrennung von Fett bevorzugen. Und dazu gehört auch das Körpereigene Fett, denn der Stoffwechsel unterscheidet kaum zwischen Körperfett und Nahrungsfett. Dr. Barry Sears hat mit seinem Ausspruch “Sie müssen Fett essen und Fett zu verlieren” absolut recht.
Und obwohl diese Zusammenhänge auch wissenschaftlich längst bewiesen sind und kaum ein ernstzunehmender Fachmann auf diesem Gebiet dies bestreiten würde, werden Sie aufgrund der nun fast ein halbes Jahrhundert lang auch von den Medien geschürten Angst vor Fett immer wieder selbsternannte Experten treffen, die Ihnen empfehlen, Fett zu meiden wie der Teufel das Weihwasser.
Ganz abgesehen von den physiologischen Auswirkungen ist Ihnen sicherlich bewusst, dass Fett ein hervorragender Geschmacksträger ist. Und Fett macht satt. Und das ist doch genau das, was wir von unserer Nahrung erwarten, oder?
Mehr über die verschiedenen Arten von Fettsäuren und deren Auswirkungen auf unseren Stoffwechsel erfahren Sie in kommenden Artikeln dieser Serie – demnächst auf www.urgeschmack.de!
Weitere Teile dieser Serie:
Teil 1: Der menschliche Stoffwechsel – Kohlenhydrate und Insulin










[...] Teil 3: Der menschliche Stoffwechsel – Fett [...]
[...] Teil 3: Der menschliche Stoffwechsel – Fett 5. November 2009 | Gefällt Ihnen dieses Rezept? Helfen Sie mit einer Spende! 2 Kommentare | (1 Stimmen) Loading … | Als eMail versenden | Rezept drucken [...]