Der menschliche Stoffwechsel: Eiweiße und Glucagon

Der menschliche StoffwechselIn Teil 2 der Reihe “Der menschliche Stoffwechsel” geht es um Eiweiße (Proteine) und das Hormon Glucagon. Eiweißanteil aber auch die Eiweißquelle spielen sowohl in der Zone- als auch in der Paleo-Diät eine wichtige Rolle.

Proteine (Eiweiße) bestehen aus Aminosäuren und gehören zu den Grundbausteinen aller Zellen. Anders als Kohlenhydrate sind Proteine für den Menschen lebenswichtig und er kommt ohne sie nicht aus. Zu den proteinreichsten Lebensmitteln zählen Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte und Nüsse – der Verzehr dieser Produkte ist also von signifikanter Bedeutung für uns Menschen. Doch nicht nur bei der Neubildung bzw Reparatur von Zellen spielen Proteine eine wichtige Rolle.

Denn der Verzehr von Eiweiß führt zu einer Erhöhung des Glucagonspiegels. Glucagon ist ein Mobilisierungshormon und quasi der direkte Gegenspieler des Insulins. Glucagon signalisiert den Fettzellen, dass Energie benötigt wird und dass sie freigegeben werden soll. Glucagon sorgt auf diesem Wege auch für eine Stabilisierung des Blutzuckerspiegels, denn es wird auch dann ausgestoßen, wenn der Blutzuckerspiegel zu stark sinkt. In der Folge wird die durch Insulineinwirkung als Glykogen gespeicherte Energie wieder in Glukose umgewandelt und steht dem Körper zur Verfügung.

Es leuchtet ein, dass also zu jeder Mahlzeit auch immer eiweißhaltige Lebensmittel gegessen werden sollten. Denn dann kann der Glucagonspiegel dem durch Kohlenhydrate erhöhten Insulinspiegel entgegenwirken und ein erster Schritt zur Stabilisierung des Hormonhaushalts bzw des Stoffwechsels ist getan. Übermäßig starke Schwankungen des Blutzuckerspiegels werden gepuffert und der Energiehaushalt normalisiert.

Der Verzehr besonders von Fleisch, Eiern und Milchprodukten ist in den letzten 30 Jahren leider zu unrecht beinahe kriminalisiert worden, als Begründung wurden die meist enthaltenen gesättigten Fette genannt. Dass diese jedoch nicht gesundheitsschädlich sondern, ganz im Gegenteil, ebenfalls zum Teil lebenswichtig sind, wird immer deutlicher. Mehr darüber und über die Auswirkung des dritten Makronährstoffs —Fett— auf den Hormonhaushalt, erfahren Sie im nächsten Teil dieser Serie – demnächst auf www.urgeschmack.de

Weitere Teile dieser Serie:

Teil 1: Der menschliche Stoffwechsel – Kohlenhydrate und Insulin

Teil 2: Der menschliche Stoffwechsel – Eiweiße und Glucagon

Teil 3: Der menschliche Stoffwechsel – Fett

5 Kommentare zu “Der menschliche Stoffwechsel: Eiweiße und Glucagon

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  2. el gusto

    Hi,

    hier wird die Urzeit-Ernährung propagiert. Inwiefern passt hierzu eine Einnahme von Milchprodukten? Diese Produkte stammen doch sicher auch aus den angeführten letzten 10.000 Jahren, also jenem Zeitraum, welchem nach der Hypothese eine mangelnde/keine Anpassung des Menschen unterliegt.

    Wobei sich im Falle der Laktose-Unverträglichkeiten insbesondere in anderen Teilen der Erde ausserhalb Europas (gilt z.B. auch für Alkoholverträglichkeit Europa vs. Asien) doch deutlich zeigt, dass sich der Mensch/die Evolution durchaus deutlich an Gegebenheiten anpasst, die lediglich einige Jahrtausende lang einwirkten.

    1. Felix

      Moin el gusto – das muss ein Missverständnis sein. Von Urzeit-Ernährung ist hier nirgendwo die Rede. Es bleibt außerdem jedem selbst überlassen, was und wann er isst, wenn du also keinen Käse essen möchtest, dann lass es doch einfach. Wobei ich mich schon wundere, warum dein Kommentar unter gerade diesem Beitrag steht. Im übrigen empfehle ich dir die Ansicht dieser drei Videos, um mehr über meine Einstellung dazu zu erfahren:
      http://www.urgeschmack.de/5-grunde-warum-die-steinzeiternahrung-blodsinn-ist-urgeschmack-tv-ep-150/
      http://www.urgeschmack.de/5-grunde-warum-die-steinzeiternahrung-grosartig-ist-urgeschmack-tv-ep-151/
      http://www.urgeschmack.de/5-jahre-steinzeiternahrung-oder-paleo-diat-ein-fazit-urgeschmack-tv-ep-144/

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