Urgeschmack-TV Ep. 11: Die Bundeskanzlerin kann uns nicht helfen

Bei Urgeschack geht es darum, sich natürlich zu ernähren und gesund zu leben. Wenn wir alle an einem Strang ziehen und uns gegenseitig helfen, unsere Freunde, Bekannten und Verwandten zum Mitmachen animieren, können wir es schaffen, unsere Gesellschaft wieder gesünder und glücklicher zu machen. Auch die stark verarbeiteten, mit Chemikalien vollgestopften Lebensmittel können so aus den Regalen verdrängt werden. Machen Sie mit!

Was vor Kurzem in schriftlicher Form als Urgeschmack-Manifest veröffentlicht wurde, stelle ich heute noch einmal im Kurzüberblick als Video vor:

Urgeschmack-TV Ep. 5: Fisch aus Aqualkultur – mit Farbstoff

Dass Fisch in Aquakulturen auch schon mal mit Farbstoff gefüttert wird um das Fleisch etwas appetitlicher aussehen zu lassen, war mir bekannt. Aber was ich dann gefunden habe brachte mich auf die Idee, ein Video daraus zu machen:

Einige Quellen dazu:

 

Urgeschmack-TV Ep. 4: Galloway-Kälber im Emsland

Es ist immer wieder schön, Menschen zu treffen, die Ihrer Beschäftigung mit Leidenschaft nachgehen. Herr Behrens ist so ein Mensch und wenn Sie Interesse an seinen wirklich hervorragend gehaltenen und gepflegten Kälbern haben, können Sie ihn auch telefonisch erreichen unter 0172-5952933.

Selbstverständlich müssen Sie auch kein ganzes Rind abnehmen: halbe, viertel oder andere Lösungen stehen auch zur Verfügung. Ein Galloway-Steak ist geschmacklich etwas ganz besonderes und in diesem Fall kombiniert mit der art- und naturgerechten Haltung dürfen Sie sich auf höchstwertiges Rindfleisch freuen. Durch die reine Grasfütterung kommen also nicht nur Ihre Geschmacksnerven, sondern auch Ihre Gesundheit voll auf ihre Kosten.

Was hier geschieht ist genau die Art nachhaltiger, extensiver Landwirtschaft, die den Weg in die Zukunft weist. Was ökologisch Sinn macht und ökonomisch im kleinen Rahmen funktioniert, kann auch auf größere Dimensionen skaliert werden, wie unter Anderem Joel Salatin zeigt. Dass einer derartigen Produktion nicht die konventionellen Vertriebswege zur Verfügung stehen, ist einerseits auf Lobbyarbeit der Industrie zurückzuführen, andererseits aber auch gar nicht so schlimm. Denn der Direktvertrieb ermöglicht längst vergessene Rituale: Den persönlichen Kontakt zwischen Erzeuger und Verbraucher, zum Beispiel. Sie können sich die Rinder selbst anschauen und sich von ihrem Gesundheitszustand überzeugen. und wenn Sie mögen, transportieren Sie das Fleisch selbst nach Hause.

Ich persönlich kann nicht anders als in höchsten Tönen von diesem Fleisch sprechen, den Kauf eines viertel Rinds habe ich nicht bereut. Und schon lange bevor das Fleisch aufgebraucht ist, steht für mich fest, dass ich bald wieder ein Viertel bestellen werde.

Sie geniessen die volle Transparenz und können das Produkt ruhigen Gewissens und voller Überzeugung auch ihren Kindern servieren.


Razzia beim Milchbauern

Ihnen ist vielleicht bekannt, dass der Verkauf von Rohmilch, das heisst unbehandelter Milch direkt aus der Kuh, in Deutschland sehr strengen Regulierungen unterliegt. Dieser nicht weiter verarbeiteten, unpasteurisierten Milch, wie sie seit Tausenden von Jahren Menschen überall auf der Welt konsumieren, wird größtes Gefahrenpotential nachgesagt. Es scheint kaum vorstellbar, wie Menschen sie vor Erfindung der Ultrahocherhitzung überhaupt vertragen konnten, ohne auf der Stelle tot umzufallen.

Fakt ist: Durch Pasteurisation werden viele wertvolle Nährstoffe und Enzyme in der Milch vernichtet oder unbrauchbar gemacht. Darunter auch Vitamin A, B6, B12, C und D. Sogar das enthaltene Kalzium, Folat, Eisen, Jod und diverse Mineralien können bei einigen weiteren Verarbeitungsschritten verloren gehen. Ganz abgesehen davon ist echte Rohmilch geschmacklich ein völlig eigenes Erlebnis, mit dem keine pasteurisierte Milch mithalten kann.

Der Verkauf und somit auch der Erwerb des wertvollen Lebensmittels Rohmilch wird vom Staat streng kontrolliert und erschwert, sodass heute nur noch wenige Menschen überhaupt in ihrem Leben in den Genuss dieses Tierprodukts kommen. Und wenn sich die Zustände nur noch ein klein wenig zuspitzen, dann passiert auch hierzulande das, was nun in den USA passiert: Razzien werden bei Milchbauern durchgeführt, die Rohmilch verkaufen. Dem Konsumenten wird die Entscheidung somit aus der Hand genommen (ein Angriff auf die Demokratie) und der Landwirt seiner Lebensgrundlage beraubt. Warum darf ein Verbraucher nicht selbst entscheiden, ob er Rohmilch konsumieren möchte? Hier ein Video dazu:

 

Vernon Hershberger hat sich entschieden, seine Milchprodukte auch ohne Lizenz an die Menschen zu verkaufen, die diese kaufen möchten. Die Kunden trauen Vernon als integerem Anbieter und sind von der Qualität seiner Ware auch aus Erfahrung überzeugt. Welches Recht hat der Staat, hier einzugreifen? Hier wird dem Verbraucher die Urteilsfähigkeit abgesprochen und in einen freien Handel eingegriffen. Zugleich ist der Erwerb von Tabakwaren und Alkohol problemlos möglich. Wie passt dies zusammen?

Quellen:

ALERT: Wisconsin Family Food Ministries Raided for Raw Milk– Defying Orders
State agencies crack down on raw milk sales
Fresh, Unprocessed (Raw) Whole Milk: Safety, Health and Economic Issues

Food, Inc.

Ein Film, der nicht einfach nur anklagt, sondern Lösungsvorschläge präsentiert, ist “Food, inc.” Es mag einem manchmal den Magen umdrehen, wenn man sieht, wie weit es mit unserer Nahrungsmittelindustrie gekommen ist. Landwirte stehen unter hohem Druck und können oft ihre Betriebe nicht halten, ein lokaler/regionaler Verkauf ist durch die globalisierungsbedingten Preiskämpfe eingebrochen. Die Folge ist nicht einfach nur eine Zentralisierung der Nahrungsmittelproduktion, sondern auch beschämende Zustände in den Bereichen Nahrungsmittelsicherheit, Hygiene und Tierschutz.

Es geht in diesem Fall keineswegs um Vegetarismus als Ausweg aus der Krise. Vielmehr lernen wir Landwirte kennen, die gerne etwas an der Situation ändern würden (oder es bereits tun), jedoch auf die Unterstützung der Verbraucher angewiesen sind. Lokal produzierte Produkte müssen nicht teurer sein als solche aus dem Supermarkt (ein gutes Beispiel sind die hervorragenden Bio-Eier, die ich beim “Bauern um die Ecke” für 20Cent/Stück kaufe, statt dafür 30Cent oder mehr im Supermarkt auf den Tisch zu legen).

Wenn also auch die Verbraucher mitspielen, kann die Zerstörung der kleinen Wirtschaftssysteme aufgehalten werden und alle profitieren davon. Die Tiere, die Hygiene, die Qualität, die Produzenten und die Verbraucher. Kaufen können Sie die DVD hier: Food, Inc.

Hier noch der Trailer des Films:

Joel Salatin und die Polyface Farm

Lernen Sie heute Joel Salatin kennen, der die Polyface Farm in Virginia, USA betreibt. Joel ist nicht nur ein begabter Landwirt, der seine Rinder ausschließlich mit Gras und Kräutern füttert (“grassfed beef”, “pastured poultry”), sondern auch ein begnadeter Redner. Er reist rund um die Welt und hält Vorträge über nachhaltige Landwirtschaft, die Rettung des Planeten durch eine ganzheitliche Betrachtung und die Rückkehr zu regionalen Wirtschaftssystemen für Landwirte.

In diesem Video stellt er das Konzept seiner Farm vor und erklärt die zugrundeliegenden Prinzipien. Die Polyface Farm ist ein höchst erfolgreiches Modell, das glücklicherweise zunehmend Nachahmer findet. Es bleibt zu hoffen, dass dies auch in Deutschland und Europa Schule macht. Die Folge wären nicht nur glücklichere Tiere, sondern auch nachweisliche um ein Vielfaches nährstoffreichere Produkte, wie zahlreiche akuelle Studien belegen. Was halten Sie davon?

Erdbeeren

Es ist wieder Erdbeerzeit! Der viel zu lange und viel zu harte Winter hier in Deutschland konnte den Beginn der Erdbeersaison auch nur verschieben, jedoch glücklicherweise nicht verhindern.

Auf geht’s also, suchen Sie ihren lokalen Erdbeerbauern auf und kaufen Sie Erdbeeren, solange es sie gibt. Die frühen Sorten schmecken bereits prächtig und wie es aussieht, dürfen wir uns dieses Jahr wieder bis mindestens Ende Juli über die zarte rote Frucht freuen. Wussten Sie, dass die Erdbeere sich von anderen Beeren dadurch abhebt, dass sie ihre Samen auf der Aussenseite statt im Inneren trägt?

Warum Erdbeeren essen? Nun, abgesehen davon dass sie einzigartig schmecken und nur über einen kurzen Zeitraum im Jahr verfügbar sind, bieten sie zahlreiche Vorteile für die Gesundheit:

Pro 100g enthalten Erdbeeren bei aller Süße nur etwa 5g Zucker, was für ein Obst außerordentlich wenig ist. Wer sich Kohlenhydratarm ernähren möchte, für den ist diese Frucht also genau das richtige.

Weiterhin stecken in Erdbeeren große Mengen Antioxidantien: Anthocyanin, der Stoff der für die rote Farbe nicht nur der Erd-, sondern auch der Heidelbeere verantwortlich ist und Ellaginsäure sind hier vornehmlich zu nennen. Der Verzehr von Antioxidantien hilft bei der Vorbeugung vor Entzündungs-, Herz- und Krebserkrankungen.

Ausserdem enthalten Erdbeeren mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte. Und wie nützlich dieses Vitamin ist, dürfte bekannt sein, zumal es ebenfalls antioxidativ wirkt, also im Körper auch sogenannte freie Radikale bindet.

Da leuchtet doch ein, warum auch die alten Römer schon große Fans dieser Frucht waren, oder?

Was ist mit Ihnen? Mögen Sie Erdbeeren auch so gern? Wie essen Sie dieses Obst am liebsten? Bauen Sie vielleicht sogar Erdbeeren im eigenen Garten an? Ich freue mich auf Ihre Kommentare.