Blumenkohlsalat

Blumenkohlsalat

Er ist auf praktisch allen Partys und Grillfeiern, an allen Buffets und Salattheken anzutreffen: Der Kartoffelsalat. Ein zuverlässiger und gern gesehener Gast. Doch was, wenn man auf Kartoffeln verzichten möchte? Dann gibt es ab sofort eine Alternative: Blumenkohlsalat. Tatsächlich lassen sich die meisten Kartoffelsalatrezepte statt mit gekochten Kartoffeln recht einfach auch mit dampfgegartem Blumenkohl umsetzen. Das über Generationen gehütete Familienrezept ist also nicht gefährdet. Wichtig dafür ist lediglich eine Vaporette, auch genannt Dampfgareinsatz.

Rezept für Blumenkohlsalat

Zutaten

Zubereitung

Den Blumenkohl in seine natürlichen, etwa erdbeergroßen Röschen zerlegen und in einen Topf mit Dampfgareinsatz und ausreichend Wasser geben. Diesen Topf zum Kochen bringen, 10 Minuten im heißen Dampf sollten ausreichen, aufgrund der unterschiedlichen Größen und Qualitäten der Blumenkohlköpfe schwankt dies. Am besten nach 10 Minuten ein Röschen entnehmen und selbst prüfen – es sollte bissfest, auf keinen Fall zu weich sein.

Anschließend das Wasser abgießen und den Blumenkohl in ein Durchschlagsieb geben und dort abkühlen und trocknen lassen.

Währenddessen die Mayonnaise nach dieser Anleitung für Mayonnaise aus Olivenöl vorbereiten oder auch die übrigen Zutaten (Gurken, Eier, ggfs Suppenfleisch) in kleine Würfel schneiden.

Anschließend alle Zutaten in eine Schüssel geben und vorsichtig vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, anschließend kaltstellen.

Am besten schmeckt der Blumenkohl, wenn er rund 12 Stunden durchgezogen ist. Gekühlt ist er mehrere Tage haltbar.

Von der Verwendung handelsüblicher Mayonnaise aus Pflanzenölen wie Rapsöl, Distelöl, Sojaöl oder Sonnenblumenöl rate ich dringend ab, die Gründe dafür finden Sie in diesem Artikel über Pflanzenfette.

Sind Kartoffeln gesund? (Urgeschmack-Podcast #29)

Sind Kartoffeln gesund?Sind Kartoffeln gesund? Sie versorgen den Menschen seit Jahrhunderten mit reichlich Nährstoffen, lassen sich einfach anbauen, gut lagern und sind kulinarisch vielseitig. Sie erregen kein Aufsehen, können also nicht schlimm sein. Oder doch?

Dieser Podcast ist eine Audio-Version des Artikels “Sind Kartoffeln gesund?”. Sie können den Podcast direkt hier bei Urgeschmack hören oder auch kostenlos über iTunes abonnieren. Eine weitere Möglichkeit ist der Urgeschmack-Podcast Feed.

Was ist Paleo nicht? Paleo Missverständnisse

Was ist Paleo nicht?

Die Steinzeiternährung weist als EWas ist Paleo nicht? Paleo Missverständnissernährungskonzept signifikante Schwächen auf. Selbst der griffige Name könnte eine Schwachstelle sein. Dies ändert nichts an ihren Vorzügen, auch wenn es sie relativiert. Davon abgesehen sieht sich die Paleo-Diät allerdings mit verschiedenen Vorwürfe konfrontiert, die oftmals Strohmann-Argumente sind: Argumentative Anfechtung von Behauptungen und Kritik an Voraussetzungen, die die Steinzeiternährung gar nicht aufstellt.

Ganz gleich, ob die Ursache dafür in Unwissenheit, einem Missverständnis oder böser Absicht liegt: Die entsprechenden Strohmann-Argumente wiederholen sich und im Folgenden finden sie eine Liste von wiederkehrenden Streitpunkten, die zumindest im Fall von Missverständnissen Aufklärung schaffen können.

Vorweg ein verwandter Hinweis in eigener Sache:

Urgeschmack ist nicht gleich Paleo

Ich sehe die Steinzeiternährung kritisch und halte sie für nicht mehr als eine grundsätzlich hilfreiche Herangehensweise. Mit Urgeschmack liegt mir mehr am Herzen: Genussvolles Essen und nachhaltige Erzeugungsmethoden. Beides halte ich für untrennbar mit gesunder Ernährung verbunden. Darüberhinaus scheint mir eine individuell angepasste und eigenverantwortliche Ernährung sinnvoller als ein pauschales Ernährungskonzept für alle.

Kommen wir zu den Streitpunkten der Steinzeiternährung

1. Paleo ist nicht gleich viel Fleisch

Steinzeiternährung ermutigt dazu, sich mit ausreichend Aminosäuren zu versorgen und zu diesem Zweck Fleisch zu essen, da dies eine gesunde und effiziente Lösung darstellt. Von “viel Fleisch” ist in keiner der seriösen Quellen die Rede. Steinzeiternährung beinhaltet also kein Gebot zum Fleischverzehr, eine vegetarische Paleo-Ernährung ist durchaus möglich.

2. Paleo ist nicht LowCarb

Der Begriff LowCarb ist nicht näher definiert und meint schlichtweg “wenig Kohlenhydrate”. Das ist sehr relativ, spielt aber für die Steinzeiternährung gar keine Rolle. Denn: Sie gibt kein Makronährstoffverhältnis vor. Zwar führt der Verzicht auf Zucker und Getreide automatisch zu einer Senkung des Kohlenhydratkonsums. Dennoch ist es möglich, sich durch reichlich Obst mit großen Kohlenhydratmengen zu versorgen. Ob jemand sich LowCarb ernährt hat also gar nichts mit der Steinzeiternährung zu tun.

3. Paleo ist nicht Bio

Der Verzicht auf schädliche Substanzen wie Anti-Nährstoffe ist ein wichtiger Aspekt der Steinzeiternährung. Und es liegt nahe, in diesem Zuge auch möglichst viele Pestizide und andere schädliche Chemikalien in Lebensmitteln zu meiden. Während dies durch die Wahl von Bio-Produkten vereinfacht wird, ist es jedoch kein Bedingung. Denn auch konventionelle Ware kann ohne Pestizide erzeugt werden (und da diese Geld kosten, wird es auch möglichst häufig praktiziert).

Es ist durchaus sinnvoll, zu Bio-Ware zu greifen, um Schadstoffe zu meiden, ökologischen Landbau zu fördern und höherwertige Ware zu erhalten. Die Steinzeiternährung gebietet dies jedoch nicht.

4. Paleo ist nicht teuer

Als Folge der Missverständnisse “Paleo gleich viel Fleisch” und “Paleo gleich Bio” folgt häufig der Vorwurf, die Steinzeiternährung sei in der Umsetzung sehr teuer. Die beiden vorangehenden Argumente sind jedoch bereits entkräftet, daher erübrigt sich selbst eine Diskussion über den Wert gesunder Ernährung oder die Wertschätzung hochwertiger Lebensmittel. Gesunde Ernährung lässt sich auch mit beschränkten finanziellen Mitteln umsetzen. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

5. Paleo ist nicht einseitig

Wenn Zucker und Getreideprodukte wegfielen, wird oft vorgebracht, würde die Ernährung sehr einseitig. Sicher, was das Bäckerhandwerk hervorbringt ist in seiner Vielfalt beachtlich und auch die Hersteller der berüchtigten “Frühstückszerealien” sind recht kreativ in ihrer Umformung der immer gleichen Grundzutat: Getreide. Doch im Rahmen der Steinzeiternährung steht praktisch die gesamte Gemüse- und Obst-Auslage offen, hinzu gesellen sich zahlreiche Kräuter Nüsse und Fleischsorten. Hier eine Beispielhafte Paleo-Einkaufsliste.

Die Natur bietet reichlich Auswahl. Wer sich dennoch einseitig ernährt, ist selbst schuld. Nur wenige Nahrungsmittel fallen bei der Steinzeiternährung vom Speiseplan: Getreide (=Samen), Hülsenfrüchte (=Samen) und Zucker. Es bleiben: Rotkohl, Zwiebel, Kürbis, Weißkohl, Orange, Kartoffel, Brokkoli, Avocado, Blumenkohl, Apfel, Karotte, Gurke, Birne, Fenchel, Grünkohl, Kirsche, Zucchini, Knoblauch, Banane, …

6. Paleo gibt es nicht

Viele der vorgebrachten Argumente beziehen sich auf einen echten Schwachpunkt der Steinzeiternährung: Zum Beispiel, dass die Menschen damals nicht immer Fleisch zur Verfügung hatten, dass sie oft nur Fisch oder nur Obst oder nur Gemüse gegessen hätten. Das stimmt.

Die Steinzeit war lang und über rund 2,5 Millionen Jahre hat sich unsere Ernährung gewandelt, war abhängig von klimatischen und geographischen Gegebenheiten. Niemand bestreitet das ernsthaft. Die Argumente beruhen in der Regel auf dem “Paleo ist viel Fleisch”-Missverständnis, welches sich leicht beheben lässt. Auf der anderen Seite steht fest, dass wir in der Tat nicht genau wissen, was wir damals gegessen haben.

Fazit: Paleo Missverständnisse

Viele unnötige Diskussionen, unzählige verlorene Stunden und gequälte Buchstaben lassen sich vermeiden, wenn vor Beginn der Auseinandersetzung die Positionen klar gezeichnet sind. Im Falle eines oder mehrerer Missverständnisse lade ich daher dazu ein, statt erneuter und wiederholter Aufklärungsversuche einfach auf diese Seite zu verweisen. So kann sich jeder einzelne mehr um die Optimierung seiner ganz eigenen Ernährung, vegetarisch oder omnivor, kohlenhydratarm oder -reich, kümmern.

Weitere Informationen:

Eva-Maria bekommt Stoffwechselkrankheit in den Griff

Die Ernährungsumstellung hilft vielen Menschen, ihre Ziele zu erreichen und glücklicher und gesünder zu werden. Die entsprechenden Berichte sind immer wieder ermutigend und auch inspirierend für Neueinsteiger und Interessenten. Wenn Sie auch Ihre Erfahrungen mit anderen Lesern teilen möchten, senden Sie mir eine Nachricht. Wenn Sie mögen, könnte Ihre Geschichte mit Ihrem Einverständnis schon bald hier bei Urgeschmack veröffentlicht werden.

Mein Name ist Eva- Maria. Ich bin 26 Jahre alt und möchte euch hier von meinem Teil-Erfolg erzählen.

Meine Geburt verlief einwandfrei. Als meine Mutter mit mir wieder daheim war, verlief auch alles gut – bis zur 4. Lebenswoche: Ich verweigerte jegliche Nahrung, Muttermilch und die Flasche. So wurde mir eine Magensonde gelegt, und die Untersuchungen gingen los. Meine Eltern durften sich erst ratlose Blicke anschauen und sich dann alle zwei Wochen schlimme Diagnosen anhören. Ich hätte einen Gehirntumor, eine unbekannte Krankheit, ich würde nicht älter als zwei Jahre, geschweige denn lerne ich das gehen und sprechen. Auch werde ich niemals auf eine normale Schule gehen können. Irgendwann fand man heraus, das mir die Gehirnanhangsdrüse (Hypophyse, reguliert u.a. Wachstum und Stoffwechsel) fehlt, was alles erklärte, da diese ja sehr wichtig ist. Nun konnte man mir endlich mit Medikamenten helfen. Ich war sehr Untergewichtig.

Mit 4 Jahren fing ich an, mich selber zu ernähren. Ab da ging es mit dem Gewicht, erst erwünscht und dann nicht mehr, stetig bergauf. Und so fing mein Gewichtsproblem an. Man versuchte alles mögliche, doch dank vielen Lebensmittelunverträglichkeiten und meiner Schwerbehinderung waren die Möglichkeiten sehr begrenzt. Außerdem liebte ich Süßigkeiten und war richtig Zuckersüchtig. Wenn ich keine Süßigkeiten da hatte, löffelte ich auch mal Zucker pur.

Eva vorher Eva nachher
Beeindruckend: Eva damals (mit 102kg)… …und Eva heute (78kg).

Und das Gewicht stieg stetig an. Bis 2010, wo ich die 100 kg uberschritt. Gegessen habe ich nie viel. Eher zu wenig – und viel Zucker und Weizen. 2011 bekam ich meine Magenverkleinerung. Schnell war ich auf 80 kg. Jedoch hungerte ich wieder, um das Abnehmen zu beschleunigen. Falsch gedacht. Das Gewicht stagnierte.

2012 hatte ich einen Handbruch, der schmerzhaft war. Dazu kam, dass ich ein Hormonpräparat nehmen musste. Dank dem Präparat lagerte ich in einer Woche 10kg Wasser ein. Und das Gewicht stieg weiter. Dann entdeckte meine Mutter einen Zeitungsartikel über die Paleo-Ernährung. Ich machte mit, aber auch die dort genannten Load-Tage. Folge war, dass mein Körper total durcheinander war. Pickel (hatte ich bis dahin ganz selten), Durchfall, Ausschläge und eine nahezu Depressive Stimmung brachten mich kurz vor dem Advent dazu, es abzubrechen. Nun gab es reichlich Kekse und Punsch, dass am Ende des Jahres mein Gewicht wieder über 90 kg waren.

Für das neue Jahr nahm ich mir vor, strickt Paleo zu machen, ohne Load-Tage. Auch versuchte ich, 40 Tage ohne jegliche Suesstoffe und Milchprodukte aus zu kommen. Ganz ohne ging es nicht, also kamen Obst und Ahornsirup und Milchprodukte dazu. Ansonsten alles nach Paleo-Konzept.

Dann las ich das Buch die Weizenwampe und schraubte meine Kohlenhydrate auf 30g/Tag herunter, da man so super abnehmen soll. Da das mir auch nicht schnell genug ging, ging ich zu Atkins. Irgendwann konnte ich nicht mehr und ernährte mich wieder von Zucker, Mehl usw. und ernährte mich wieder “normal”. Auch viel Alkohol war mit dabei. Und ich nahm wieder zu, bis mich meine Mutter drauf ansprach. Denn ich hatte wieder ziemlich zugenommen (von 76 kg auf 87 kg ) und dass sah man schon sehr deutlich!

Nun bin ich wieder bei Paleo und versuche, keinen Zucker, wenig Obst und auch keinerlei Zuckerersatzstoffe wie Honig, Xylit, Ahornsirup und Stevia zu mir zu nehmen. Natürlich funktioniert es nicht immer so, aber ich fange dann am nächsten Tag gleich wieder mit Paleo an.

Fazit für Paleo:

Wenn ich mich an Paleo halte, nehme ich sehr schnell und viel ab. Auch habe ich dann keinerlei Blähungen und Durchfälle mehr. Meine Zuckersucht hat sich meiner Meinung nach auch durch Paleo verbessert, da ich durch mehr Fett länger satt bin und auch weniger Heißhunger habe. Zudem hat sich meine Haut sehr verbessert und meine Stimmung auch!

Liebe Grüße,

Eva-Maria

Süßkartoffelpüree

Süßkartoffelpüree

Süßkartoffelpüree oder Süßkartoffelbrei ist eine der unkompliziertesten Zubereitungen für diese Knolle. Sie mag in Deutschland ein Exot sein, doch andernorts ist sie fester Bestandteil des Speiseplans und wird als solcher gefeiert – viele Grüße an die Mitleser auch in jenen Regionen! Dieses Rezept finden Sie auch im Urgeschmack-Video: Vier Rezepte für Süßkartoffeln (Urgeschmack-TV Ep. 159)

  • 1kg Süßkartoffeln
  • 30-40g Butter oder Kokosfett
  • 4 Knoblauchzehen
  • Gewürze: Salz, Pfeffer

Die Kartoffeln schälen und in gleichgroße, etwa 3-4cm große Stücke schneiden.

Einen Topf mit etwas Wasser füllen und (falls verfügbar) mit einer Vaporette/Dampfgareinsatz bestücken (dadurch werden Geschmack und Inhaltsstoffe besse erhalten). Die Kartoffelstücke in den Topf legen und diesen zum Kochen bringen. Ungefähr 15-20 Minuten garen, bis die Kartoffeln weich sind.

Anschließend das Wasser abgießen, die Vaporette (falls verwendet) entfernen und die Kartoffeln mit einer Gabel oder einem Kartoffelstampfer zu Brei verarbeiten. Die Butter (oder das Kokosfett) unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Knoblauch fein hacken und unter das Püree rühren, er bildet einen spannenden Kontrast zum süßen Aroma der Kartoffel.

Mehr über die Süßkartoffel: Was sind Süßkartoffeln? Mit Rezept (Urgeschmack-TV Ep. 153)

Diese Menge reicht für zwei bis drei Portionen (als Beilage).

Die 150km-Diät (Urgeschmack-Podcast #28)

Die 150km-DiaetWas ist die 150km-Diät? Ist das noch eine Diät, die ewige Glückseligkeit und eine Traumfigur verspricht? Muss man dafür jede Woche 150km laufen? Dieser Podcast ist eine Audio-Version des Artikels “Die 150km-Diät”. Sie können den Podcast direkt hier bei Urgeschmack hören oder auch kostenlos über iTunes abonnieren. Eine weitere Möglichkeit ist der Urgeschmack-Podcast Feed.

Nicola lässt Depressionen und Neurodermitis hinter sich

Die Ernährungsumstellung hilft vielen Menschen, ihre Ziele zu erreichen und glücklicher und gesünder zu werden. Die entsprechenden Berichte sind immer wieder ermutigend und auch inspirierend für Neueinsteiger und Interessenten. Wenn Sie auch Ihre Erfahrungen mit anderen Lesern teilen möchten, senden Sie mir eine Nachricht. Wenn Sie mögen, könnte Ihre Geschichte mit Ihrem Einverständnis schon bald hier bei Urgeschmack veröffentlicht werden.

Mein Name ist Nicola, ich bin fast 43 Jahre alt und ich wohne in Bremen. Auf Urgeschmack bin ich gestossen, nachdem ich so Anfang März 2013 einen kritischen Bericht über Zucker im TV gesehen habe und unbedingt mein Essverhalten ändern wollte.

Also seit Mitte März lebe ich nach der Paleo-Ernährung. Nach einer Woche hatte ich den sogenannten “Zuckerentzug”, den ich schon heftig empfand, der mich aber bestätigte.

Ich wollte mein Essverhalten ändern, da ich Neurodermitis  hatte (leichte Form) und vor den “Tagen” mit Depressionen zu kämpfen hatte. Natürlich auch, um Gewicht zu verlieren. Seit März habe ich 12 Kilo verloren, keine Neurodermitis mehr und durchgehend gute Laune.

Nicola vorher Nicola nachher Nicola um August 2015
Nicola vorher und nachher. Besonders deutlich zu sehen sind auch die schlankeren Arme.
Ganz rechts das Update vom August 2015: Kaum zu glauben.

Wie geht die Umwelt damit um? Mutter – klar: “Kind, das hälst du ohne Brot etc. eh nicht für immer durch.” Freunde: “Sag mal – toll abgenommen hast du, wie denn?”

Wenn man das dann erzählt, ist die Reaktion fast immer gleich: “Achso, ohne Zucker etc. das schaffe ich ja niemals…”

Mir ist das egal, ich lebe super seit fast 5 Monaten. Vielen Dank dafür. Ich bin auch oft im Urgeschmack-Forum, das baut auf.

Dankeschön nochmal.

Liebste Grüße aus meinem neuen Leben,

Nicola

5 Tipps zum Geld sparen bei gesunder Ernährung

Quittung / PreiseDass gesunde Ernährung teuer sei –zu teuer gar–, ist eine häufig bemühte Behauptung. Besonders dann, wenn Menschen ihre (selbst eingestanden) weniger optimale Ernährungsweise verteidigen. Dass nur reiche Menschen sich gesunde Ernährung leisten könnten, entlastet das Gewissen, denn die Grenze zum Reichtum lässt sich beliebig verschieben. Und es ist eine rundum wasserdichte Ausrede, weiterhin bequem billige Fertigprodukte zu essen und nichts für seine Gesundheit zu tun. Einige Menschen unterliegen auch nur dem Eindruck, gesündere Ernährung sei besonders teuer und haben die tatsächlichen Preise nie objektiv verglichen.

Dass Ernährung Geld kostet, ist unumstößlich. Dass Ernährung lebensnotwendig ist, ebenfalls. Deswegen sieht das soziale Netz hierzulande auch eine Ausstattung mit ausreichend Geld zum Kauf von Lebensmitteln vor. Der vorgesehene Betrag reicht aus – sogar um sich durchweg von Bio-Ware zu ernähren.

Was ist teuer?

Mit der Definition der persönlichen Wertewahrnehmung sollten wir uns an dieser Stelle nicht lange aufhalten. Es bleibt jedem selbst überlassen, im Handumdrehen 5 Euro für eine Packung Zigaretten, 3 Euro für ein Bier und 6.99 Euro für den neuen Tinnef vom Discounter auszugeben. Was teuer ist, muss jeder selbst entscheiden. Viel wichtiger ist die Frage: Was ist zu teuer?

Zunächst geht es um Verhältnismäßigkeit. Kann gesunde Ernährung überhaupt zu teuer sein? Wer das Leben und die Gesundheit als das höchste Gut betrachtet, wird dies kaum bejahen können. Gesunde Ernährung ist dann nicht teuer, sondern notwendig, selbstverständlich. Warum an der Gesundheit sparen und das stattdessen Geld für ein neues Smartphone, Billigklamotten und Plastikgerümpel ausgeben?

Es bleibt eine Frage der individuellen Wahrnehmung und der Prioritäten, wie viel Geld das tägliche Essen kosten darf. Doch was ist, wenn dieser Betrag fix ist und scheinbar nicht ausreicht?

Die Lösung ist nicht: Aufgeben und weiterhin Schrott essen. Stattdessen gibt es einen Ausweg: Kalkulieren und clever einkaufen.

Wie kann ich mich günstig gesund ernähren?

Notwendig ist zunächst eine Definition: Was ist gesunde Ernährung? Darüber scheiden sich im Detail die Geister, der kleinste gemeinsame Nenner deutet jedoch darauf hin, dass solch eine Ernährung kein Fast Food und keine stark verarbeitete Produkte im Allgemeinen, möglichst wenige Giftstoffe sowie möglichst viele Nährstoffe beinhaltet.

Fassen wir dies zusammen als: Viel Gemüse und etwas Obst, sowie etwas Fleisch. Ersteres aus Bio-Erzeugung (weniger Giftstoffe, mehr Nährstoffe), letzteres mindestens aus Bio-Erzeugung, möglichst aus Weidehaltung.

Wie kann man beim Einkauf gesunder Lebensmittel Geld sparen?

1. Angebote wahrnehmen: Obst, Gemüse und Fleisch sind Frischware und sie werden regelmäßig zum reduzierten Preis angeboten, etwa weil ein Überangebot herrscht oder die Ware sich ihrem Verderben nähert. Durch Wahrnehmung solcher Angebote können Sie regelmäßig viel Geld beim Einkauf sparen, bis zu 50% und mehr Nachlass sind möglich.

2. Saisonal kaufen: Tomaten sind im Sommer günstiger zu erzeugen als im Winter, da sie dann keiner zusätzlichen Energie (für Zucht und ggfs. weite Transporte) bedürfen. Wer Lebensmittel saisonal einkauft, kann daher Geld sparen. Erdbeeren im Dezember fallen eher in die Kategorie: Teurer Unfug.

3. Günstige Teile kaufen: Es gibt auch bei Lebensmitteln große Preisunterschiede. Nicht nur bezüglich der Masse, sondern auch des Nährstoffgehalts sind Tomaten beispielsweise teurer als Weißkohl. Doch besonders beim Fleisch kann viel Geld sparen, wer statt zum Filet zu günstigeren Teilen oder direkt den Innereien wie Leber und Herz greift (die obendrein bedeutend mehr Nährstoffe enthalten). Während das Filet oft um 40EUR/kg kostet, gibt es die Leber meist um 5EUR/kg und günstiger. Eine Ersparnis von fast 90%.

4. Tiefkühlware: Auch Tiefkühlware gibt es in annehmbarer Qualität und zu günstigen Preisen, oftmals günstiger als Frischware. Tütenweise Brokkoli, Blumenkohl, Kaisergemüse –geerntet und abgepackt meist im optimalen Reifezustand und fachgerecht eingefroren– sind eine Möglichkeit, sich günstig und bequem mit reichlich Gemüse zu versorgen.

5. Kein Bio: Es muss nicht immer Bio sein. Die Alternative ist jedoch nicht direkt der Griff zu nährstoffarmen Fertigprodukten und Fast Food. Denn besser als das sind noch immer frische Produkte aus konventioneller Erzeugung. Diese sind potentiell stärker mit Pestiziden belastet als Bioware und sie mögen weniger Nährstoffe enthalten. Dennoch stellen sie echte Lebensmittel dar und die größten Schadstoffbelastungen kann man geschickt umgehen – zum Beispiel mit Hilfe einer Liste wie dieser von Greenpeace, welche die Pestizidbelastung der Ware verschiedener Supermarktketten vergleicht. Darüber hinaus finden Sie auf vielen Wochenmärkten Bauern ohne Bio-Zertifikat aus der Region, die dennoch den Ansprüchen des ökologischen Landbaus gerecht werden – oder diese weit übertreffen.

Fazit: Gesunde Ernährung muss nicht teuer sein

Gesunde Ernährung ist nicht teuer. Ein geringes Budget ist offenbar kein Grund, sich nicht gesund zu ernähren. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, für schmales Geld an reichlich frisches Gemüse, Obst und Fleisch zu kommen. Voraussetzung ist der Wille und die Bereitschaft, aktiv am Erhalt der eigenen Gesundheit mitzuwirken.

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