Eva-Maria bekommt Stoffwechselkrankheit in den Griff

Die Ernährungsumstellung hilft vielen Menschen, ihre Ziele zu erreichen und glücklicher und gesünder zu werden. Die entsprechenden Berichte sind immer wieder ermutigend und auch inspirierend für Neueinsteiger und Interessenten. Wenn Sie auch Ihre Erfahrungen mit anderen Lesern teilen möchten, senden Sie mir eine Nachricht. Wenn Sie mögen, könnte Ihre Geschichte mit Ihrem Einverständnis schon bald hier bei Urgeschmack veröffentlicht werden.

Mein Name ist Eva- Maria. Ich bin 26 Jahre alt und möchte euch hier von meinem Teil-Erfolg erzählen.

Meine Geburt verlief einwandfrei. Als meine Mutter mit mir wieder daheim war, verlief auch alles gut – bis zur 4. Lebenswoche: Ich verweigerte jegliche Nahrung, Muttermilch und die Flasche. So wurde mir eine Magensonde gelegt, und die Untersuchungen gingen los. Meine Eltern durften sich erst ratlose Blicke anschauen und sich dann alle zwei Wochen schlimme Diagnosen anhören. Ich hätte einen Gehirntumor, eine unbekannte Krankheit, ich würde nicht älter als zwei Jahre, geschweige denn lerne ich das gehen und sprechen. Auch werde ich niemals auf eine normale Schule gehen können. Irgendwann fand man heraus, das mir die Gehirnanhangsdrüse (Hypophyse, reguliert u.a. Wachstum und Stoffwechsel) fehlt, was alles erklärte, da diese ja sehr wichtig ist. Nun konnte man mir endlich mit Medikamenten helfen. Ich war sehr Untergewichtig.

Mit 4 Jahren fing ich an, mich selber zu ernähren. Ab da ging es mit dem Gewicht, erst erwünscht und dann nicht mehr, stetig bergauf. Und so fing mein Gewichtsproblem an. Man versuchte alles mögliche, doch dank vielen Lebensmittelunverträglichkeiten und meiner Schwerbehinderung waren die Möglichkeiten sehr begrenzt. Außerdem liebte ich Süßigkeiten und war richtig Zuckersüchtig. Wenn ich keine Süßigkeiten da hatte, löffelte ich auch mal Zucker pur.

Eva vorher Eva nachher
Beeindruckend: Eva damals (mit 102kg)... ...und Eva heute (78kg).

Und das Gewicht stieg stetig an. Bis 2010, wo ich die 100 kg uberschritt. Gegessen habe ich nie viel. Eher zu wenig – und viel Zucker und Weizen. 2011 bekam ich meine Magenverkleinerung. Schnell war ich auf 80 kg. Jedoch hungerte ich wieder, um das Abnehmen zu beschleunigen. Falsch gedacht. Das Gewicht stagnierte.

2012 hatte ich einen Handbruch, der schmerzhaft war. Dazu kam, dass ich ein Hormonpräparat nehmen musste. Dank dem Präparat lagerte ich in einer Woche 10kg Wasser ein. Und das Gewicht stieg weiter. Dann entdeckte meine Mutter einen Zeitungsartikel über die Paleo-Ernährung. Ich machte mit, aber auch die dort genannten Load-Tage. Folge war, dass mein Körper total durcheinander war. Pickel (hatte ich bis dahin ganz selten), Durchfall, Ausschläge und eine nahezu Depressive Stimmung brachten mich kurz vor dem Advent dazu, es abzubrechen. Nun gab es reichlich Kekse und Punsch, dass am Ende des Jahres mein Gewicht wieder über 90 kg waren.

Für das neue Jahr nahm ich mir vor, strickt Paleo zu machen, ohne Load-Tage. Auch versuchte ich, 40 Tage ohne jegliche Suesstoffe und Milchprodukte aus zu kommen. Ganz ohne ging es nicht, also kamen Obst und Ahornsirup und Milchprodukte dazu. Ansonsten alles nach Paleo-Konzept.

Dann las ich das Buch die Weizenwampe und schraubte meine Kohlenhydrate auf 30g/Tag herunter, da man so super abnehmen soll. Da das mir auch nicht schnell genug ging, ging ich zu Atkins. Irgendwann konnte ich nicht mehr und ernährte mich wieder von Zucker, Mehl usw. und ernährte mich wieder "normal". Auch viel Alkohol war mit dabei. Und ich nahm wieder zu, bis mich meine Mutter drauf ansprach. Denn ich hatte wieder ziemlich zugenommen (von 76 kg auf 87 kg ) und dass sah man schon sehr deutlich!

Nun bin ich wieder bei Paleo und versuche, keinen Zucker, wenig Obst und auch keinerlei Zuckerersatzstoffe wie Honig, Xylit, Ahornsirup und Stevia zu mir zu nehmen. Natürlich funktioniert es nicht immer so, aber ich fange dann am nächsten Tag gleich wieder mit Paleo an.

Fazit für Paleo:

Wenn ich mich an Paleo halte, nehme ich sehr schnell und viel ab. Auch habe ich dann keinerlei Blähungen und Durchfälle mehr. Meine Zuckersucht hat sich meiner Meinung nach auch durch Paleo verbessert, da ich durch mehr Fett länger satt bin und auch weniger Heißhunger habe. Zudem hat sich meine Haut sehr verbessert und meine Stimmung auch!

Liebe Grüße,

Eva-Maria

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5 Kommentare zu “Eva-Maria bekommt Stoffwechselkrankheit in den Griff

  1. Heidi

    Hallo Eva-Maria,
    das ist super! Die Paleo ist einfach beeindruckend, habe ich auch fuer mich selbst festgestellt. Jetzt will eine Freundin, die Hashimoto hat, das auch versuchen, ob es hilft. Was ich mich aber gerade frage: wie ist das mit der Haut, wenn man so viel Gewicht verliert? Passt sie sich dem reduzierten Umfang an? Bei sonst ueblichen Diaeten ‘haengt’ sie ja dann meist leicht, wenn man erheblich duenner geworden ist. Ich selber war auch vor der Paleo schon schlank, habe also keine Erfahrung. … Lieben Gruss und mach weiter so!!!

Kommentare geschlossen.

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