5 Gründe, kein Fleisch zu essen (Video)

Es gibt gute Gründe, kein Fleisch zu essen. Fünf davon stelle ich in diesem Video vor. Doch was ist das Fazit, welche Konsequenz sollten wir daraus ziehen? Mehr dazu am Ende des Videos.

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12 Kommentare zu “5 Gründe, kein Fleisch zu essen (Video)

  1. Mario

    Hallo Felix,

    in deinem Video mit fünfen Gründen gegen Fleischkonsum, stellst Du den Fleischverzehr nur gegenüber Intensivtierhaltung unter Ausklammerung jeglicher anderer Art von Fleischproduktion.
    Wieso findet das Töten von Tieren keine Erwähnung? Auch bei der extensiven Weidehaltung werden Tiere getötet. Dabei frage ich mich immer mehr warum wir denn jetzt gerade diejenigen Tiere umbringen sollen, die ein glückliches Leben hatten?
    Wir leben doch in einem Erdteil wo wir komplett ohne Fleisch auskommen können.
    Ich bin übrigens immer dankbar mehr über die Schattenseiten auch der Pflanzenwirtschaft zu lernen. Vielen Dank dafür.

    1. Felix

      Hallo Mario,
      das Video heißt ja nicht “ALLE Gründe, kein Fleisch zu essen”. Das mit dem Töten der Tiere ist gerade bei diesem Videopaar aus meiner Sicht hinfällig und als Grund recht schwach, da bei ganzheitlicher Betrachtung offensichtlich ist, dass immer jemand stirbt, wenn jemand anderes essen möchte. Wenn ich kein Fleisch esse, vermeide ich also nicht automatisch den Tod eines Tieres.

  2. Manfred

    5 Gründe kein Fleisch zu essen
    a) Je mehr Proteine wir essen, umso mehr Aminosäuren gelangen unverarbeitet in den unteren Darm und werden dort von Bakterien zu giftigen Aminen abgebaut, die krank machen
    b) Der im Fleisch enthaltene rote Farbstoff aus dem Blut erhöht das Risiko an Darmkrebs zu erkranken extrem
    c) In allen tierischen Produkten ist Arachidonsäure, eine ungesättigte Fettsäure, die Entzündungen im Körper fördert
    d) Fleischkonsum erhöht die Belastung mit Harnsäure extrem und führt auf längere Sicht zu gesundheitlichen Problemen
    e) Fleischessen ist eine Verschwendung von Ressourcen. Um eine Kalorie Fleisch zu produzieren, werden 5-15 Kalorien pflanzlicher Nahrung benöigt. Angesichts ständig steigender Bevölkerung können wir uns Fleisch nicht mehr lange leisten. Schon jetzt werden 75% der Ackerlandflächen für die Fleischproduktion verschwendet.

    Da wir uns problemlos ohne Fleisch gesund ernähren können ist es angesichts der Tatsache, dass rund 1 Milliarde Menschen hungern unverantwortlich, weiterhin auf Fleisch zu setzen. Insbesondere weil alle 12-15 Jahre eine weitere Milliarde Menschen geboren werden, die satt werden wollen.

    1. Felix

      Könntest du auch Belege zu deinen Behauptungen liefern? Davon abgesehen würde es dir sicher sehr helfen, den zweiten Teil des Videos anzuschauen, um deine Position um eine differenziertere Perspektive zu erweitern.

    2. Veterinär

      Lieber Manfred, du darfst nicht alles glauben was man in einschlägigen veganer-blogs erzählt! ich versuche mal etwas aufzuräumen:
      a) Die Decarboxylierung von Aminosäuren zu Biogenen Aminen ist keineswegs unphysiologisch oder “giftig”. Biogene Amine sind wichtige Vorstufen von Hormonen, Vitaminen und Coenzymen im Körper. Zu Vergiftungen kommt es nur beim Verzehr von verdorbenen tierischen Lebnsmittel die sehr hohe Dosen von z.B. Histamin enthalten können.
      b) fleisch enthält kein blut! tiere werden bei der schlachtung entblutet. das blut würde sonst im fleisch gerinnen und scharzen blutkuchen hinterlassen.
      c) fleisch enthält viele ungesättigte Fettsäuren ,u.a. arachindonsäure -korrekt. Diese ist vorstufe der prostaglandine. Prostaglandine sind an entzündungsreaktionen, als teil der immunantwort, beteiligt. entzündungen werden nicht durch prostaglandine ausgelöst, sondern durch antigene (bakerien, viren und andere fremdkörper) die vom immunsystem erkannt werden
      d) harnsäure ist endprodunkt des purinstoffwechsels. d.h. endprodukt des abbaus von nukleinsäuren. tierische produkte sind reich an nukleinsäuren (korrket). harnsäure kann aber problemlos über die niere entgiftet werden, es sei denn es liegt eine nierenfunktionsstörung vor! dann kann es zur Gicht kommen (ablagerung von harnsäurekristallen in gelenken).
      e) Ich fasse NOCHMAL die hervorragende Argumentation von Felix für dich zusammen: konventionelle Massentierhaltung basiert auf Soja und Maisfütterung. Dafür wird massenhaft regenwald gerodet und Ressourcen verschwendet- korrekt!
      Man kann Tiere aber auch anders halten! Nämlich auf weideland oder auch Dauergrünland, welches sich nicht für den Ackerbau eignet. Dieses Dauergrünland bedeckt etwa 3 Mrd ha unseres Planeten und eignet sich nicht für Ackerbau, weil es beispielsweise zu steinig ist, weil es in Feuchtgebieten liegt und daher nicht befahrbar ist, oder weil schräge hanglagen eine bearbeitung durch menschen unproduktiv machen.
      Es gibt Tiere, insbesondere Wiederkäuer, die können sich durch ihr geniales Verdaungssystem ausschließlich von Gräsern ernähren. sie stellen daher keine nahrungskonkurrenz für die wachsende weltbevölkerung dar! im gegenteil: es ist effizient und nachhaltig das dauergrünland durch tierhaltung zu nutzen um qualitativ-hochwertige nahrungsmittel wie fleisch und milch zu erzeugen. vg

  3. Katja :-)

    lach….

    *immer soo anstrengend und verkniffen und übergenau.. dafür ist das Leben zu schön…und zu schade…*

    Lieber Felix,

    danke für Deine wie immer hervorragende Arbeit!
    Wenn man das Konzept begreift und das auch alles möchte, dann gibt es eigentlich nichts, was nicht klar und deutlich zu verstehen wäre.
    Habe aus diversen Gründen in den letzten Monaten leider nicht mehr so viel verfolgen können und hoffe, dass sich dieser Zustand aber jetzt nur wieder ändert. Die Zeit verlangt nun mal oft auch Anderes.
    Jedenfalls hast Du ( besser Deine Newsletter) einen eigenen Email-Ordner 😉 da werd ich wohl seeeeehr viel nach zu lesen haben.

    Herzliche Grüße – ein deine Arbeit schätzender Fan
    Katja

  4. Steven L.

    @sfast

    “Das ist mein Punkt. Kurze Videos lassen nicht zu, dass man zu starken und klaren Schlüssen kommt, wenn der Gegenstand so komplex ist, es sei denn man vereinfacht. Damit wird man aber der Komplexität des Gegenstands nicht gerecht. Das heißt, dass du dich für zu starke Vereinfachung entscheidest und für Attraktivität des Videos.”

    Das sehe ich widerum anders, denn gerade die “Einfachheit” und das klare “auf den Punkt bringen” gefällt mir ja so an den Beiträgen von Felix. Das ist aber auch nur meine persönliche Sicht. Es ist eben unmöglich alle zufrieden zu stellen und ich kann deinen Wunsch nach mehr tiefergehenden Auseinandersetzungen durchaus nachvollziehen, bin aber der Meinung das “Urgeschmack” nicht davon lebt alles bis ins kleinste Detail zu erörtern.

    1. sfast

      Ich meine das nicht als Generalurteil. Viele Angelegenheit der Ernährung sind tatsächlich einfach und klar auf den Punkt zu bringen. Das macht Felix meiner Meinung nach auch sehr gut.

      Insbesondere ethische Probleme der Ernährung sind aber sehr komplex. Die kann man nicht in so einer kürzer auf den Punkt gebracht erläutern, wenn man nicht fahrlässig lückenhaft wird. Deswegen halte ich so kurze Videos auch nicht für das richtige Medium solche Themen zu erläutern.

      Ethik ist nun einmal ein sehr komplexes Thema.

  5. sfast

    Hallo Felix,

    Ich habe zwei Kritikpunkte vorzutragen:

    Es ist eine sehr wacklige Position, dass der Kauf von Produkten aktive Unterstützung der Produktionsbedingungen bedeutet. Das setzt ein starkes Konzept von Konsumentensouveränität voraus. Das heißt, dass die Nachfrage das Angebot bestimmt. Sicher kannst du in der Kürze des Videos nicht auf die Voraussetzungen dieser Position eingehen. Ich hätte diese aber vorsichtiger formuliert und transparenter gemacht, was man bei dieser Position mit annehmen muss. Gerade bei ethischen Aspekten von Ernährung ist das wichtig, weil man sonst der Komplexität des Gegenstandes nicht gerecht werden kann. Daran hängt schließlich auch der zweite deiner Gründe. Erst, wenn man als Konsument für die Produktionsbedingungen verantwortlich ist, ist das ein Problem des Konsumenten und kein Öko-politisches. An der Konsumentensouveränität hängt ein Großteil der ethischen Seite der Ernährung. Deswegen halte ich es für wichtig hier diese Lücke zu schließen.

    Der dritte Grund bedeutet, dass Fleisch in jeder beliebigen Zusammensetzung der Ernährung schlechter nährt als pflanzliche Nahrung. Es ist aber ein erheblicher Unterschied, ob man von gleichem Nahrungsvolumen ausgeht oder man schlicht mehr essen würde. Außerdem spielt hier sicherlich das Konzept des abnehmenden Grenznutzens eine Rolle. Wenn man schon Unmengen Gemüse isst, bietet das letzte bisschen mehr Gemüse keinen großen Vorteil mehr. Je mehr Gemüse man isst, desto lohnender kann als Fleischkonsum aus gesundheitlicher Sicht sein.

    Beste Grüße
    Sascha

    1. Felix

      Moin Sascha,

      der Konsument weiß recht genau, wie Massentierhaltung aussieht und dass das die Quelle des meisten Fleisches und sicherlich 99% der Supermarktware ist. Er hat IMMER die Wahl, KEIN Fleisch zu kaufen. Indem er es tut, stimmt der der Herstellungsmethode zu. Dabei bleibe ich. Er ist dann übrigens auch Mitverantwortlich – du suggerierst ja, er wäre es nicht. Anders als du würde ich den Konsumenten nicht zum “dummen Schaf” degradieren; vielmehr hat er die Souveränität über sein Portemonnaie und eine ausreichend große Auswahl, seine Wahl deutlich kundzutun.

      Zum dritten Grund: Das sind Feinheiten und ich denke, die Nachricht ist klar. Selbstverständlich kannst du immer und überall Details finden, die nicht zu 100% alle Aspekte berücksichtigen. Das gilt für alle Videos: Würde ich überall in’s Detail gehen und jeden Aspekt abdecken, wären sie jeweils eine Stunde lang und schlichtweg nicht mehr attraktiv, würden nicht angeschaut und somit nichts bewirken. Damit ist niemandem geholfen.

    2. sfast

      “der Konsument weiß recht genau, wie Massentierhaltung aussieht und dass das die Quelle des meisten Fleisches und sicherlich 99% der Supermarktware ist. Er hat IMMER die Wahl, KEIN Fleisch zu kaufen.”

      Soweit stimme ich zu. Das sind ja erstmal unproblematische Sachbehauptungen.

      “Indem er es tut, stimmt der der Herstellungsmethode zu.”

      Das ist eine Behauptung, die erstmal für sich genommen problematisch ist. Um dies gerechtfertigt sagen zu können, musst du den Prozess der Zustimmung auf die Kaufentscheidung zurückführen. Das ist mit dem bloßen Wissen um die Produktionsbedingungen nicht getan. Ein Marxist für dir da ziemlich vehement und argumentreich widersprechen.

      “Er ist dann übrigens auch Mitverantwortlich – du suggerierst ja, er wäre es nicht.”

      Das ist eben genau nicht von der Zustimmung verantwortlich, sondern von dem Zusammenhang von Angebot und Nachfrage. Erst wenn die Nachfrage das Angebot bestimmt, KANN das gerechtfertigt sein (muss es aber nicht).

      Ich suggeriere nichts. Ich schreibe deutlich, dass es wichtig ist transparent zu machen, welche Positionen man auf jeden Fall als notwendige Bedingung mitgehen muss. Jemand der politisch linksorientiert ist, gerät dabei in einem ziemlich grundsätzlichen Widerspruch zu seinen anderen Annahmen.

      Die Verantwortung auf den Konsumenten zu legen und es damit zu einem Problem der Einzelverantwortung zu machen ist ein Mittel der wirtschaftsethischen Debatten um sich den erheblichen ethischen Problem liberaler Wirtschaftspositionen zu entledigen. Konsumentensouveränität und Wirtschaftsliberalismus sind eng verwandt. Das muss man erwähnen oder wird der Komplexität des Gegenstandes nicht gerecht.

      “Anders als du würde ich den Konsumenten nicht zum “dummen Schaf” degradieren; vielmehr hat er die Souveränität über sein Portemonnaie und eine ausreichend große Auswahl, seine Wahl deutlich kundzutun.”

      Ich degradiere gar nichts, weil ich dem Konsumenten noch keine Position zugeordnet habe. Ich habe nur gesagt, was die Konsequenz von deiner Position ist und dass das meiner Meinung nach nicht hinreichend transparent gemacht ist.

      “Das sind Feinheiten und ich denke, die Nachricht ist klar. Selbstverständlich kannst du immer und überall Details finden, die nicht zu 100% alle Aspekte berücksichtigen.”

      Ich denke nicht, dass das Feinheiten sind. Es wären erst Feinheiten, wenn von dieser Entscheidung keine oder nur unerhebliche Konsequenzen abhingen. Wenn die Konsequenzen nicht vorhanden oder unerheblich wären, wäre dieser Punkt nicht relevant. Sind die Konsequenzen erheblich, ist dieser Punkt nicht lediglich eine Feinheit.

      “Würde ich überall in’s Detail gehen und jeden Aspekt abdecken, wären sie jeweils eine Stunde lang und schlichtweg nicht mehr attraktiv, würden nicht angeschaut und somit nichts bewirken. Damit ist niemandem geholfen.”

      Das ist mein Punkt. Kurze Videos lassen nicht zu, dass man zu starken und klaren Schlüssen kommt, wenn der Gegenstand so komplex ist, es sei denn man vereinfacht. Damit wird man aber der Komplexität des Gegenstands nicht gerecht. Das heißt, dass du dich für zu starke Vereinfachung entscheidest und für Attraktivität des Videos.

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