Urgeschmack Kakao: Kakao mit Wasser

Urgeschmack-Kakao mit Wasser

Der klassische Kakao der westlichen Welt besteht aus Milch, Kakao und Zucker. Wird ein Fertigpulver verwendet, steckt meist sehr viel Zucker darin, sowie gegebenenfalls Rieselhilfen, Milchpulver, Zusatzstoffe.

Der Urgeschmack-Kakao ist anders. Seine Grundlage ist Wasser und ungesüßtes Kakaopulver. So, so heißt es, haben schon die Maya in Mittelamerika den Kakao getrunken. Er sei daher, folgern viele, bitter gewesen. Das muss aber nicht so sein.

Mit einer winzigen Prise Salz lässt sich einer etwaigen Bitterkeit entgegenwirken, ohne dass das Getränk hinterher salzig schmeckt.

Die beste Grundlage für guten Kakao ist die Verwendung eines wirklich guten, höchstens schwach entölten und auf jeden Fall ungesüßten Kakaopulvers wie zum Beispiel dem von Valrhona*.

An dieses Getränk muss man sich unter Umständen ein wenig gewöhnen. Es ist eben kein herkömmlicher Kakako mit Milch. Doch die Vorteile liegen auf der Hand: Es steckt praktisch nur der gesunde Kakao darin. Keine zusätzlichen Pulver, auch keine Milchbestandteile (Laktose, Casein, Milchfett). Der Urgeschmack-Kakao ist somit kalorienarm und lässt sich wie Tee oder schwarzer Kaffee ruhigen Gewissens auch häufiger zwischendurch genießen, ohne ihn als Snack oder Mini-Mahlzeit zählen zu müssen.

Rezept für Kakao mit Wasser (Urgeschmack-Kakao)

Zutaten

  • 250ml heißes Wasser
  • 1 gehäufter Teelöffel schwach entöltes Kakaopulver
  • 1 winzige Prise Salz
  • Optional: 1 Prise Zimt oder Vanille oder Nelken...

Zubereitung

Heißes/kochendes Wasser in eine Tasse gießen, Kakaopulver und Salz hinzugeben und gut verrühren.

Der Urgeschmack-Kakao heißt so, um ihn eindeutig erkennen zu können. Natürlich hat Urgeschmack den Kakao nicht erfunden. Das hat die Natur gemacht. Und die Maya waren vermutlich die ersten, die ihn getrunken haben. Der Urgeschmack-Kakao ist ein Kakao ohne Milch nur mit Wasser, purem ungesüßtem Kakaopulver und mit ein wenig Salz. Und wer die Abwechslung mag, gibt hin und wieder eine Prise Zimt hinzu, oder Vanille oder gemahlene Nelken. Oder, wenn es denn sein soll, Pfeffer.

Der andere Kakao, der mit Milch, wird gelegentlich auch Trinkschokolade genannt. Das soll jeder halten, wie er möchte. Ich denke, eine Trinkschokolade sollte nicht aus einem billigen Pulver, sondern wenigstens zu 50% aus einer sehr guten, geschmolzenen Schokolade bestehen.

Mehr Rezepte und Informationen zu Kakao und Schokolade:

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42 Kommentare zu “Urgeschmack Kakao: Kakao mit Wasser

  1. Sabina

    Ach tut mir Leid, einmal strg-f plus Suche und meine Frage ist beantwortet!
    Alles gute und danke für die informativen und kritischen Beiträge.

  2. Sabina

    Hallo Felix,

    wo liegen die Vorteile von schwach entöltem Kakao im Gegensatz zum stark entölten?

    Liebe Grüße.

    1. Felix

      Ja. Hat mich nicht überzeugt, zumal das Fett meist nur obenauf schwimmt. Und als Drink zwischendurch wollte ich mir lieber nichts kalorisches einverleiben. Für den Energiekick am Morgen ist’s sicher nicht verkehrt. Aber da löffele ich das Kokosöl lieber pur.

  3. John

    Hallo Felix,

    ich habe gerade Video zu Schokolade gesehen. Ich beschäftige mich ebenfalls mit diesem Produkt, allerdings scheinst Du an mehr Quellen herankommen zu können als ich.

    Ich wollte Dich fragen, ob Du vielleicht Infos hast, die die Nährstoffvorteilhaftigkeit der unterschiedlichen Kakaopulverherstellungsarten beschreibt. Es gibt doch den dutch processed, besser schmeckenden Kakao und den Natural Kakao, der relativ unbehandelt sein soll. Nun lese ich, dass man den Natural Kakao anders verwenden muss, um den Geschmack zu verbessern. Gerne, aber mir geht es um die Nährstoffe bzw. weniger vorteilhaften Stoffe im Kakao. Weisst Du oder hast Du Quellen, die dieses Problem beschreiben? Die Artikel, die ich gelesen habe, gehen auf die Antioxidanten ein, die im Natural Kakao wesentlich mehr vorhanden sein sollen, aber nicht auf die weniger vorteilhaften Bestandteile. U.a. soll Kakao Mineralstoffe, die mit der Nahrung aufgenommen worden sind und noch nicht verwertet wurden, dem Körper entziehen, abergesehen von den Nervenstimulanzien unvorteilhaftig für z.B. Kinder.

    Super Videos, super Infos! Was soll ich da meine Kamera klarmachen ?!? Grinsemann!

    1. Felix

      Hallo John,

      Es gibt doch den dutch processed, besser schmeckenden Kakao

      Das ist wohl Geschmacksache. Mir schmeckt er in der Regel weniger gut. Aber der Geschmack ist auch wesentlich von der Röstung abhängig, und die geschieht vor dem Dutching.

      Nun lese ich, dass man den Natural Kakao anders verwenden muss, um den Geschmack zu verbessern

      Siehe oben: Muss man nicht. Beim Dutching wird alkalisiert. Da muss man nicht machen, aber man kann. Das wiederum hat auch Einfluss auf eine etwaige spätere Reaktion mit Backpulver bzw. Natron.

      Die Artikel, die ich gelesen habe, gehen auf die Antioxidanten ein, die im Natural Kakao wesentlich mehr vorhanden sein sollen, aber nicht auf die weniger vorteilhaften Bestandteile.

      Das habe ich auch gelesen. Auch hier ist jedoch wichtig: Kakao ist nicht gleich Kakao. Es gibt verschiedenste Anbaugebiete, die sich alle unterscheiden (s.a. “Terroir”), die Bodenqualität weicht ab etc. Es gibt “single origin” Kakao und es gibt (noch überwiegend) Mischungen. Dann ist ein ganz wesentlicher Punkt Ablauf und Methode der Fermentation und anschließend die Sorgfalt bei der Röstung.

      Letztlich kann man deine Fragen bzgl. der Nährstoffe also nur für ein ganz konkretes Produkt beantworten.

      Wie auch immer, hier habe ich viele Quellen zusammengefasst, vielleicht ist auch etwas für dich dabei: http://www.urgeschmack.de/ist-schokolade-gesund/

      1. John

        Vielen Dank! Aber auch schade, weil kommt drauf an. Das ist sowieso ein kleines Probem, worauf Du leider auch zu haeufig in den Videos hinweist.

        Roh ist die Bohne Gift. Das ist wohl erwiesen. Dann passiert das Fermentieren, richtig? Somit wird der Kakao konsumierbar.
        Aber nochmal die Frage, etwas anders: Weisst Du von Quellen, die da etwas wissenschaftlicher vorgehen?
        Es koennte so etwas in der Richtung sein: Wie nehmen eine Sorte, single origin, durchlaufen die beiden Prozess und schauen, a) welcher Prozess mehr Kalziumabsorbtion verhindert, das waere auf den Koeper bezogen, und/oder b) wieviel theobroma ist uebrig, reduziert es sich bei einer der Vorgaenge und/oder c) …
        Ich breche mal ab, weil ch gerade einen Link gefunden habe, der mich fragen laesst, wie stark Kakao ein Genussmittel ist. (http://www.holistichelp.net/blog/is-raw-cacao-really-healthy/)

        Meinen Kindern werde ich das Zeug eher nicht empfehlen, zumindest werde ich vorsichtiger sein.

        Viele Gruesse

        1. Felix

          Naja, der holistichelp-Artikel berichtet leider auch wieder recht einseitig. Letztlich kommt es – wie immer – auf das Maß an.

          Die Geschichte mit dem Rohkakao ist allerdings insofern fraglich, als dass dies ohnehin nicht definiert ist. Was ist roh? In der Regel gilt eine Erhitzung auf 50°C nicht mehr also roh – solche Temperaturen entstehen allerdings teilweise schon beim Fermentieren.

          Kakao bringt nachweislich Vorteile mit sich, aber auch Nachteile. Du kannst beides finden, wenn du suchst. Das gilt für praktisch jedes Lebensmittel. Deswegen ist eine vielseitige Ernährung so wichtig.

  4. Steffen

    Also ich habe ihn nun auch ausprobiert – er schmeckt tatsächlich einfach anders als das, was ich als “Kaba”-Trinker gewöhnt war, aber ich vermute mit der richtigen Übung wird das was Feines werden.
    Ich danke für das Augenöffnen auch in dieser Hinsicht.

    Grüßle

    Steffen

  5. Tim

    Wenn man das ganze noch gehaltvoller und ein wenig cremiger haben möchte kann ich nur empfehlen, eine halbe Avocado mit hinzu zu geben. Dann wird das ganze mit dem Pürierstab gemixt und schmeckt einfach herrlich.
    Ebenfalls geht auch eine Banane und etwas gemahlene mandeln, die zusammen mit dem Zimt auch eine super Kombination ergeben 🙂

  6. emvau

    Hallo allerseits,
    weil hier mal wieder von Vanille die Rede ist… Was verwendet ihr eigentlich an Vanilleprodukten? Ich brauche das ja nicht wirklich oft, aber bislang verwende ich stets (z.B. beim Käsekuchen) Vanilleschoten. Für ein Tasse Kakao ist mir das zu teuer.
    Viele Grüße

  7. Alex

    Hallo Felix!

    Danke erstmal für den wiederum tollen Artikel.
    Könntest Du mich/uns vielleicht darüber aufklären, was es mit dem Begriff “stark bzw. schwach entölt” auf sich hat?
    Macht diese Unterscheidung wirklich einen großen Unterscheid (aus gesundheitlicher Sicht?).

    Liebe Grüße aus Österreich,

    Alex

    1. Felix

      Gesundheitlich wirkt sich das wohl kaum aus, besonders angesichts der geringen Gesamtmengen. Ich finde, es ist geschmacklich ein großer Unterschied. Und es ist näher am “echten” Kakao dran, weniger stark verarbeitet.

  8. mrb

    Hallo Felix und Freunde von Urgeschmack.de,

    anstelle des Wassers trinke ich diesen Kakao gerne mit Kokosmilch.
    Das Kakaopulver macht gewiss auch einen großen Unterschied. Ich nehme eben jenes von Rapunzel, weil ich das im Naturkostladen in meiner Gegend kaufen kann.

  9. Hannes

    Hallo Felix, liebe Gäste!
    Ja, bei der Zubereitung würde ich auch die Abfolge tauschen:
    Pulver u. Salz in die Tasse, dann wenig Wasser, rühren, Wasser vorzu dazugeben, Kakao löst sich bestens auf
    und warum nicht einen Schluck Sahne hinein?
    LG

  10. Chris Wilds

    So simpel! Und doch braucht man seltsamerweise erst den Denkanstoß dazu, es zu probieren. Echt lecker und direkt in den Alltag integrierbar. Für mich als Nicht-Kaffee-Trinker eine erstklassige Alternative. Danke!

  11. Pingback: Valentinstags-Rezept: Selbstgemachter Kakao

  12. Tomte

    Hallo,
    Sehr empfehlenswert find ich auch xocolatl (“Kakao”) nach einem mesoamerikanischen
    Originalrezept, gar nicht süß aber belebend und sättigend! ( frei aus Erinnerung):
    Kakao mit Maismehl in der Pfanne leicht anrösten,
    dann mit Cardamon, Pfeffer, etwas chili + Vanille
    und Wasser kurz aufkochen!
    Alle Zutaten im Set gab es mal bei einem mindfood Anbieter,
    falls ich rausfinde wer das war, reich ich die Info nach!
    Ansonsten: viel Spaß beim experimentieren! 😉

  13. Antonia

    super sache!! dachte nicht, dass es so gut schmeckt!! 🙂 habe auch noch etwas honig dazugegeben dann kommt es dem klassischen kakao doch schon sehr nahe! 🙂

  14. Sabine

    Mmmhhh lecker, ich habe es gestern das erstemal probiert. das ist für mich Kakaugenuss! Und man kann ihn sogar kalt trinken.
    Endlich kann ich meinen allabendlichen Kakau vorm zu Bett gehen ohne schlechtes Gewissen trinken.

  15. Ronald

    ich habe ein noch ugewöhlicheres rezept,
    mann kann kakao auch wie kaffe zubreriten indem mann kakaonibs in einer kaffemühle mahlt und dann in einer french press zubereitet, ich finde das es so nicht so stark sättigend ist wie mit dem pulver.

  16. Armin

    Der Inka-Klassiker ja vermutlich ja noch Chili enthalten (und bei den Priestern psychotrope Pilze …).

  17. Christoph

    Hallo zusammen!

    Ich habe immer das Problem mit dem Einrühren, dass sich der Kakao nicht voll auflöst und Klümpchen bildet. Weiß hier wer Rat?

    MfG Christoph

    1. Jarek

      Zunächst auf den Kakaopulver nur ein 1-2 Löffel heißes Wasser und rühren bis ein Brei entsteht. Diesen Brei dann mit immer mehr Wasser verdünnen. Klappt immer.

    2. herr mika

      Ja, es gibt immer wieder Leute, vorallem Schokoladenladenbetreiber, die behaupten, dass Schokolade sich nicht in Wasser auflösen mag. Ich trinke heiße Schokolade immer nur mit Wasser, da ich die Kombination Milch und Schokolade nicht mag. Ich nutze dazu den Stabmixer um klumpen aufzulösen und eine stabile Verbindung zu bekommen.
      Grüße
      Mikael

  18. Elena

    Hallo,
    vorhin noch getrunken und jetzt gerade gelesen……Kakao..hmmm, lecker.
    ich mache meinen bei einer lowcarb Ernährung, so:
    1 Teebeutel Schoko Chai Tee
    1 kleinen TL ungesüssten Kakao
    Heißes Wasser
    und entweder einen Schuss Milch oder Sahne .

    Viele liebe Grüße
    Elena

  19. Martha

    Diese Zubereitungsart ist mir gänzlich unbekannt. Aber ich glaube ich probiere das einfach gleich mal aus. Ich bin gespannt wie das schmeckt. 🙂

  20. Ulrike

    Ich mache meinen Kakao so ähnlich. Allerdings nehme ich nur die Hälfte Wasser und die andere Hälfte füllle ich mit Kokosmilch auf. Das ist natürlich viel gehaltvoller aber sehr lecker.
    Diese Variante hier muss ich aber auch mal ausprobieren. Besonders der Tip mit dem Salz ist gut.

  21. frank

    Schon lange mein Klassiker! Hatte schon vergessen gehabt, dass man den auch mit Milch machen kann. Ganz undenkbar ist, ein Kakao-Fertiggetränk zu benutzen (puuuuuuhhhhhhhhhhhh!!!).

  22. Laura

    So in der Art trinke ich auch gerne mal einen richtigen Kakao!!
    In Paleo-Kreisen wird ja auch oft Bulletproof-Coffee getrunken. Das geht auch ganz gut mit Kakao. Durch einen Löffel Butter wird dem Getränk etwas die bittere Note genommen. Das ist dann allerdings schon wieder eine kleine Mahlzeit..
    Ein schönes Winterfrühstück für Eilige 🙂

    Warum fügst du Salz zu?

    Liebe Grüße
    Laura

    1. Annette

      Steht doch da oben Laura … Mit einer winzigen Prise Salz lässt sich einer etwaigen Bitterkeit entgegenwirken, ohne dass das Getränk hinterher salzig schmeckt.

    2. Smilla

      “Mit einer winzigen Prise Salz lässt sich einer etwaigen Bitterkeit entgegenwirken”
      😉

      1. Dieter

        Hallo Felix,

        du schreibst “Die beste Grundlage für guten Kakao ist die Verwendung eines wirklich guten, höchstens schwach entölten und auf jeden Fall ungesüßten Kakaopulvers wie zum Beispiel dem von Valrhona*”
        In einer Produktbeschreibung fand ich folgende Aussage:
        “Valrhona Kakaopulver, stark entölt, 10% Kakaobutter, Poudre de Cacao
        Beschreibung:
        Im Laufe der Jahrzehnte hat sich VALRHONA intensiv damit beschäftigt, die Plantagen aufzuspüren, auf denen die schönsten und aromatischsten Kakaobohnen produziert werden – langer Nachgeschmack, echt, intensiv und aromakräftig. Mit 10% pulverisierter Kakaobutter angereichert, wird dieses Pulver als stark entölt bezeichnet. Es ist bestens geeignet zum Unterrühren in Eiscreme, Kuchen, Sahne, Cappucchino oder Desserts.”
        Da stimmt doch eine Aussage nicht?!
        Gruß Dieter

        1. Felix

          Da stimmt doch eine Aussage nicht?!

          Das muss nicht der Fall sein. Valrhona hat einen schwach entölten Kakao im Programm (es sei denn, sie haben ihn vor kurzem herausgenommen). Und wenn sie sagen, dass sich der Kakao “bestens” zum Unterrühren eignet, heißt das nicht, dass ein schwach entölter sich nicht noch besser eignen würde.

          Mein Tipp: Probier’ es einfach aus. Wenn es dir gefällt, ist es gut.

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