Thunfisch, Babynahrung, Buchweizen und der Säure-Basen-Haushalt (Video)

Auch in diesem Video gibt es Antworten auf einige Fragen, die mich in letzter Zeit erreicht haben: Sollte man Thunfisch im Eigensaft oder in Sonnenblumenöl essen? Sollte man Babys 2-3x pro Tag mit Milch-Getreidebrei füttern? Schmeckt Buchweizenmehl oder Mandelmehl neutraler? Sollte man Trinkwasser alkalisieren? Ist Rohkost grundsätzlich gesünder?

Auch in diesem Video gibt es Antworten auf einige Fragen, die mich in letzter Zeit erreicht haben: Sollte man Thunfisch im Eigensaft oder in Sonnenblumenöl essen? Sollte man Babys 2-3x pro Tag mit Milch-Getreidebrei füttern? Schmeckt Buchweizenmehl oder Mandelmehl neutraler? Sollte man Trinkwasser alkalisieren? Ist Rohkost grundsätzlich gesünder?

Links aus dem Video:

21. March 2014
Felix

By Felix

Felix Olschewski ist Autor und gründete Urgeschmack im Jahr 2009. Sein Ziel ist, möglichst vielen Menschen den Weg zu ebnen für eine schmackhafte, gesunde und nachhaltige Ernährung.
Seit Gründung dieser Website hat er sieben Kochbücher und Ratgeber sowie Hunderte von Videos, Artikeln, Rezepten und Podcasts veröffentlicht.

14 replies on “Thunfisch, Babynahrung, Buchweizen und der Säure-Basen-Haushalt (Video)”

Das Forschungsinstitut für Kinderernährung, die DGE und AID empfehlen eine stufenweise Einführung von 3 Babybreien frühestens ab dem Beginn des 5. Lebensmonats. Der erste Brei ist ein Kartoffel-Gemüse-Fleisch-Brei, einen Monat später folgt dazu ein Milch-Getreide-Brei der auch aus Vollkornreis oder Buchweizenmehl bestehen kann, im nächsten Monat kommt der letzte Brei hinzu ein Getreide-Obst-Brei. Es wird also nicht 3x am Tag Kuhmilch empfohlen. In Studien hat sich gezeigt, dass es ein Zeitfenster im 4.-7. Lebensmonat gibt, in dem Kinder allergenhaltige Lebensmittel besser vertragen und dann später seltener Allergien und Intoleranzen dagegen entwickeln. Daher wird empfohlen allergenhaltige Lebensmittel in diesen Monaten einzuführen. Z.B. in dem 1 TL Weizenmehl zu dem Kartoffel-Gemüse-Fleisch-Brei gegeben wird oder Haferflocken in dem Getreide-Brei verwendet wird.

Was haben wir bloß gemacht, als wir noch kein Getreide hatten?

Tut mir leid, aber keines der genannten Institute stellt für mich eine besondere Autorität dar.

>Was haben wir bloß gemacht, als wir noch kein Getreide hatten?
Da mussten die Babys ja auch noch nicht “abgehärtet” werden – weil sie ja im späteren Verlauf ihres Lebens auch nicht mit Getreide in Kontakt gekommen sind.

AID und DGE sehe ich aber auch nicht als kompetente Informationslieferanten an… Trotzdem eine interessante Theorie.

Mir gefällt das Konzept einer glutenfreien Ernährung, aber das Risiko, dass mein Kind dadurch später z.B. eine Zöliakie entwickeln könnte, wäre mir zu groß. Zumal Kinder (vor allem im Teenageralter) ja nicht immer derselben Ansicht wie ihre Eltern sind. Das Zeitfenster besteht, wie gesagt im 4.-7 Lebensmonat und eventuell reicht dieses Zeitfenster auch aus und man kann danach problemlos eine getreidefreie Beikost geben. Zum Nachlesen 😉 Fewtrell et al.2010 Six month of exclusive breast feeding: how good is the evidence?

Zöliakie, Allergie und Unverträglichkeit sind drei verschiedene Dinge – da sollte man, um beim Thema zu bleiben, das Kind nicht mit dem Bade ausschütten.

Das muss dir nicht leid tun. Mir gefällt nicht, dass gesagt wird, die DGE oder das FKE würden dafür stehen, dass sie Kindern schaden zufügen würden. Die Empfehlungen die sie herausgeben richten sich an die ganze deutsche Bevölkerung. Darunter sind auch Menschen, die sich nicht nach Paleo ernähren, was man tolerieren könnte. Und zum anderen enthalten die Empfehlungen unter anderem Reis oder Buchweizen, was auch auf dieser Seite akzeptiert wird.

Dass sie Kindern Schaden zufügen habe ich nicht gesagt. Ich kann sie nur nicht ernst nehmen. Die DGE basiert ihre Empfehlungen nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen sondern ist ein Fähnchen im Wind der amerikanischen Ernährungsempfehlungen, gepaart mit einer Prise Opportunismus. Mitterlweile empfiehlt sie teils sogar eine Kohlenhydratarme Ernährung zum Abnehmen. Ganz plötzlich. Dass hin und wieder auch mal eine wissenschaftlich sinnvolle Empfehlung dabei ist qualifiziert sie dann nicht plötzlich sondern entspricht dem Motto “Ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn.”

Mit Paleo oder nicht hat das nicht das Geringste zu tun – und natürlich kannst du jeden tolerieren, der sich “nach Paleo ernährt” – aber das ist doch hier gar nicht das Thema.

Na super! Wer auf die Empfehlungen der DGE hört schädigt schon von Anfang an den Darm und das Immunsystem der kleinen, wenn sie Getreide mit dem Brei bekommen! Von wegen sie vertragen dann allergenhaltige Lebensmittel besser. Könnte mich über solchen Schwachsinn echt aufregen!
Warum kann man seine Kinder nicht einfach artgerecht füttern mit Gemüse-Fleisch-Brei usw…? Ist schon komisch, unsere Haustiere bekommen meistens nur das beste Futter, unser Auto bekommt das teure Öl und Benzin, aber bei uns selber und unseren Kindern geben wir uns mit solchem Müll zufrieden!
Ich empfehle mal hier nachzulesen wie man das ganze richtig macht:
http://hawaiianlibertarian.blogspot.de/2011/05/paleo-baby.html

Zum Thema Getreidebrei… da habe ich – wenn ich mich recht erinnere – sogar auf einer Paleo-Seite gelesen, dass man Babys mit Getreidebrei füttern soll, damit …hm… die Babys “abgehärtet” werden, falls sie später im Leben einmal sich nicht nach Paleo ernähren wollen… ob das stimmt, sei dahingestellt.

Hallo Felix,

ich habe eine Frage zum Mandelmehl.
Kann man Mandelmehl auch roh (z.B. als Zugabe fürs Nussmüsli) verwenden oder muss man es kochen/backen?

Danke vorab.

Grüße
Mark

Hallo Mark,

ich bin zwar nicht Felix, aber ich habe gemahlene Mandeln (kein Mandelmehl, aber ist ja nicht wirklich anders) schon “roh” eingesetzt, das macht ebenso keine Probleme wie normale Mandeln roh zu essen. Lediglich Bittermandeln sollte man nicht so essen das sie Amygdalin enthalten was während der Verdauung Blausäure abspaltet!

Hallo Marko,

danke für deinen Beitrag.
Bei “normalen” Mandeln ist es kein Problem sie “roh” zu essen. Außer wenn man Verdauungsbeschwerden hat. Aber bei Mandelmehl (entölt) handelt es sich ja nicht um gemahlenen Mandeln, sondern um die Presskuchen, die bei der Mandelölherstellung entstehen. Deshalb hat Mandelmehl ja auch einen geringeren Fettgehalt. Darum auch meine Frage ob Felix (oder sonst jemand) das schonmal probiert hat, einfach als Zutat zu essen.

Ja, kann man. Ist aber geschmacklich….ja nun, Geschmacksache. Es gibt Bedenken bezüglich der Bittermandeln, da sie Blausäure enthalten. Diese ist jedoch flüchtig und hitzeempfindlich. Wenn du also 101% sichergehen willst, könntest du das Müsli vorher eine Zeit lang stehen lassen und/oder umrühren, damit sie verpufft.

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