Schadet Rinderhaltung dem Klima?

Schadet Rinderhaltung dem Klima?Rinderhaltung gilt als eine der Hauptursache für Treibhausgase: Die Zahlen für Methan- und Lachgas-Emissionen scheinen zu stimmen und diese Gase kurbeln den Klimawandel an. Ist vor diesem Hintergrund denkbar, dass durch Rinderhaltung gar Klima und Umwelt geschützt werden können? Und warum ist das für uns, unsere Ernährung und unsere Gesundheit so relevant?

Schadet Rinderhaltung nicht dem Klima?

Der Vorwurf ist mittlerweile mehrere Jahrzehnte alt: Rinderhaltung schade dem Klima und der Umwelt unter anderem durch die Erzeugung der Treibhausgase Methan und Distickstoffoxid sowie durch die Abholzung von Waldflächen zum Anbau von Futtermitteln. Der Vorwurf klingt plausibel, beruht jedoch auf der irrigen Annahme, man könne Rinder nur im industriellen System der Intensivtierhaltung züchten. Dort sind diese Vorwürfe durchaus zutreffend.

Doch auch die klassische Weidehaltung sieht sich mit dem Vorwurf konfrontiert, durch Überweidung die Desertifikation voranzutreiben. Auch das klingt plausibel.

Menschen leiden oft unter Voreingenommenheit. Da die oben genannten Vorwürfe und Thesen so alt sind, stellen nur noch wenige Menschen sie in Frage. Der Hinweis, Rinderhaltung müsse dem Klima und der Umwelt nicht schaden, wird daher oft beiseite gewischt mit dem Hinweis auf die aktuelle Situation. Zu behaupten, Rinderhaltung könne gar das Klima retten, die Umwelt schützen und Ökosysteme heilen, grenzt an Ketzerei.

Wie kann Grasfütterung alles ändern? Wie kann Rinderhaltung die Natur heilen?

Intensivtierhaltung – oder Massentierhaltung, wie der Volksmund sie nennt – ist ein unnatürlicher Vorgang. Es gibt für dieses Modell keine Entsprechung in der Natur. Den Tieren geht es schlecht, sie werden krank und zum Zweck ihrer Fütterung wird oft in weit entfernten Ländern intensiver Ackerbau betrieben um eiweißreiche Futtermittel zu produzieren. Es leuchtet ein, dass unter solch einem unnatürlichen System die Natur leidet.

Aber ist die klassische Weidehaltung nicht natürlich? Warum sorgt sie dann für Desertifikation?

Es mag natürlich aussehen, ein Rind einfach auf eine Weide zu stellen. Richig ist: Das Rind isst von Natur aus Gras. Doch warum entstehen dann an vielen Orten, wo Rinder auf Weiden gehalten werden, Wüsten – wie zum Beispiel in Texas?

Wenn wir uns das Bild genau anschauen, sehen wir, dass es sich hier nur oberflächlich um einen natürlichen Vorgang handelt. Denn nirgendwo in der Natur existiert ein Rind im Vakuum. Rinder sind Herdentiere. Und sie sind Beutetiere. Vergleichbar zum Beispiel mit dem afrikanischen Gnu. Doch wie lebt ein Gnu in der Natur?

Ein Gnu mag seinen Freiraum gern haben. Wer sich jedoch zu weit von der Herde entfernt, läuft Gefahr, von Raubtieren erlegt zu werden. Also ziehen die Tiere die Herde vor. Und weil nur wenige Tiere gerne in ihrem eigenen Kot stehen und sie regelmäßig vor Raubtieren fliehen müssen, stehen sie auch nicht einfach auf einer Weide, sondern sind ständig unterwegs zu neuen Weideflächen.

Vergleichen wir dies, die enge Gruppenbildung und die ständige Bewegung, mit dem Bild vom eingezäunten Rind auf der riesigen Weide, so sehen wir die frappierenden Unterschiede: Das Rind hat keinen Anlass, eine Herde zu bilden und sich weiter zu bewegen. Es hat genug Platz und genug zu fressen, um sich seine liebsten Gras- und Kraut-Sorten herauszupicken und diese kurz und klein zu knabbern. Boden und Pflanzen sind ständig belastet durch Fraß und Vertritt.

Wie sieht diese Belastung genau aus?

Wenn eine Fläche zu stark abgefressen wird, ist sie überweidet. Sie verliert ihre bodenbedeckenden Pflanzen und somit ihre Schutzschicht und ist der Erosion ausgeliefert. Der Beginn der Desertifikation. Doch warum geschieht das nicht in der Savanne, wo Hunderttausende Tiere grasen? Und warum passiert es in vielen Gebieten Texas', wo nur wenige Tausend Rinder gehalten werden?

grassGrowthCycles_a-dDie Erklärung ist relativ einfach, wenn man sich vor Augen führt, wie Graswachstum funktioniert:

Gras nutzt die Energie der Sonne, um Kohlenstoffdioxid in Kohlenstoff und Sauerstoff zu verwandeln. Mit dem Kohlenstoff baut es seine Struktur auf, den Sauerstoff nutzen Tiere zum Atmen. Gras trägt zudem unter der Erdoberfläche ungefähr so viel Wurzelmasse, wie es Blättermasse über der Erde hat (Abb. A).

Das Rind nimmt nun einen Bissen von diesem Gras. Dem Gras geht viel vom Sonnenkollektor verloren. Es verfügt also nur über eine geringe Energieversorgung, um sich zu heilen (Abb. B).

Daher nutzt es den in den Wurzeln gespeicherten Zucker: Die Reserven. Mit Hilfe dieser Energie kann das Gras schnell die verlorene Blättermasse und so den Sonnenkollektor nachbilden und sich "heilen" (Abb. C).

Die abgeworfene Wurzelmasse wird zur Biomasse, zum Humus des Bodens: Gespeicherter Kohlenstoff! (Abb. C)

Das Gras kann nun zum Ausgangspunkt (Abb. A) zurückkehren und der Prozess beginnt von vorne. Auf diese Weide wächst das Gras immer nach und es erhöht zudem durch den Aufbau von Humus die Bodenfruchtbarkeit. Die nordamerikanischen Great Plains sind in Zusammenarbeit mit den Bisonherden und deren Dung genau so zu meterdicken Böden herangewachsen.

Das funktioniert allerdings nur, wenn das Gras im Zustand C nicht noch einmal abgebissen wird. Denn dann hat es keinen verfügbaren Energiespeicher mehr, um die Blätter nachzubilden: Es ist überweidet (Abb. D). In diesem Zustand wird es in der Regel nicht überleben können, besonders, wenn weiterer Fraß und Vertritt hinzukommen.

Wie hält man die Rinder davon ab, zwei Mal abzubeißen?

Warum das Gnu in der freien Natur nicht zwei Mal abbeißt, haben wir festgehalten: Es hat keine Zeit, muss vor Raubtieren fliehen und hält sich zudem nicht unnötig im eigenen Kot oder dem anderer Tiere auf.

Die von uns gezüchteten Rinder beschützen wir jedoch gut, sie haben keine Raubtiere zu fürchten. Wie können wir sie dazu bringen, sich mehr wie die wilden Gnus zu verhalten? Hier kommt das moderne Weidemanagment ins Spiel.

Was ist Weidemanagement?

Weidemanagement ist die Imitation eines natürlichen Prozesses. Im Wesentlichen sorgt der Mensch dabei dafür, dass die Tiere nur relativ wenig Platz und wenig Zeit bekommen, um zu fressen. Das heißt: Statt ein Rind 100 Tage auf einen Hektar Weide zu stellen, gelangen 100 Rinder einen Tag auf diese Fläche. Das Resultat: Die Rinder werden weniger wählerisch, fressen nicht mehr lange an der gleichen Stelle, sondern nehmen, was sie bekommen können und werden am nächsten Tag bereits auf eine neue Weide geführt.

Die Weide vom Vortag hat jetzt Zeit, zu ruhen und sich zu regenerieren. Das Gras kann nachwachsen und neue Wurzelmasse bilden. Der zurückgelassene Kot der Rinder entspricht dem richtigen Maß und düngt den Boden. Etwa vier Wochen später könnte die nächste Herde auf diese Fläche geführt werden.

All dies ist im Detail abhängig von den regionalen Gegebenheiten, der Geologie, der Botanik, dem Klima und den Tieren. Weidemanagement sieht überall auf der Welt etwas anders aus, aber das Prinzip ist das gleiche: Eine ganzheitliche Betrachtung des Ökosystems und eine Imitation natürlicher Kreisläufe. Während Landwirte in den USA so die Effizienz ihrer Flächen massiv erhöhen (mehr Rinder pro Fläche pro Jahr durch höhere Fruchtbarkeit), kann in einigen Gegenden Afrikas die Desertifikation gestoppt und teils umgekehrt werden.

Wer das Weidemanagement wie z.B. Joel Salatin perfektioniert, kann die Effizienz weiter erhöhen, indem er sich die Wachstumszyklen des Grases zu Nutze macht: Gras wächst nicht immer gleich schnell. Ab einer bestimmten Blattlänge flacht das Wachstum stark ab: Der optimale Zeitpunkt, um es zu "ernten" und einen neuen Wachstumsspurt auszulösen.

Wie kann Rinderhaltung das Klima retten?

Korrekterweise sollten wir differenzieren: Wie tragen Wiederkäuer zu Klimapflege und Umweltschutz bei? Richtig betrieben kann Rinderhaltung das Klima schützen

  • durch die Bindung von Kohlenstoffdioxid (CO2) in Form von Humus,
  • durch Vermeidung von Lachgasemissionen beim Anbau von Futterpflanzen (für Tier und Mensch) und
  • durch eine Alternative Art der Pflege von Grünland statt des CO2-emittierenden Niederbrennens (so praktiziert vielerorts auch in Afrika).

Richtig betrieben kann Rinderhaltung die Umwelt schützen und regenerieren

  • durch die Aufwertung der Böden mittels fruchtbaren Humus,
  • durch den Erhalt von Grünland statt voranschreitendem Grünlandumbruch oder Desertifikation und
  • durch den Erhalt des Ökosystems Weide, einem Lebensraum für eine Vielzahl von Spezies.

Kritik

Seit Allan Savory sein "Holisitic Management", ein auf diesem uralten Prinzip beruhendes Konzept, beim renommierten TED präsentierte, wurden vermehrt Zweifel an der Effektivität laut . Diese Zweifel beziehen sich auf den wissenschaftlichen Beweis, der bislang nicht eindeutig erbracht sei. Es sei möglich, dass dieser Plan unsere Probleme nur verschlimmere.

Meine Einschätzung dazu ist: Die Kritik bezieht sich vornehmlich auf die Vorstellung, alle Klimaprobleme durch eine globale, sofortige, vollständige Änderung lösen zu können. Das hat Savory selbst so allerdings nicht behauptet.

Jedoch gibt es offensichtlich Beweise dafür, dass die Weidehaltung so funktioniert, wie oben beschrieben und von den Proponenten versprochen. Joel Salatin ist nur einer von vielen erfolgreichen Anwendern, Anita Idel berichtet in ihrem Buch (s.u.) von vielen weiteren Anwendern. Und die Natur macht vor, dass es sogar ohne menschlichen Eingriff funktioniert. Geht es immer und überall? Das können wir erst dann mit Sicherheit sagen, wenn wir es ausprobiert haben. Niemand verlangt zudem eine globale Anwendung.

Was Savorys Kritiker fordern, ist ein ultimativer, universeller Beweis seines Gesamtkonzepts. Kann es diesen angesichts der unterschiedlichen Bedingungen überhaupt geben? Und benötigen wir ihn, wenn wir es anhand der bisherigen Resultate einfach Stück für Stück ausprobieren und sorgfältig messen und anpassen (im Sinne Savorys, Salatins, Idels und vieler anderer)? Ich denke nicht. Zumal Savorys Prinzip nur eine von vielen Varianten ist.

Fazit

Die korrekte Weidehaltung von Rindern ist keine Quantenphysik, erfordert jedoch, sich mit der Materie zu befassen. Nicht jeder Konsument muss dies bis in das kleinste Detail verstehen. In unserer automatisierten und urbanisierten Gesellschaft ist jedoch der Kontakt zur Natur vielerorts verlorengegangen und es fehlt ein Verständnis für die grundlegenden Kreisläfe der Ökosysteme.

Jeder Konsument hat die Wahl und somit auch die Verantwortung, sich mit der Auswirkung seiner Wahl zu befassen. Er kann selbst entscheiden, welche Art der Tierhaltung er mit seinem Portemonnaie befürwortet. Ein grobes Verständnis der Zusammenhänge und der Unterschiede verschiedener Haltungssysteme ist die Grundlage für eine mündige Entscheidung.

Durch den Kauf von Weidefleisch aus korrektem Weidemanagement kann jeder Verbraucher sich aktiv am Schutz der Umwelt beteiligen. Dies bedeutet eine Bewegung weg von der industriellen Intensivtierhaltung hin zur Weidehaltung. Es bedeutet in der Folge eine Erhöhung der Fleischpeise auf ein realistisches Niveau und eine geringere Produktion. Jedoch: Produktion ist ungleich Verbrauch und Verbrauch ist ungleich Verzehr, denn in den Industrienationen landen teils rund 50% der Lebensmittel im Müll. Eine Verringerung der Produktion bedeutet daher nicht zwingend weniger Fleisch im Magen.

Einen aktuelleren Artikel mit genauen Quellen und weiteren Erklärungen zu diesem Thema finden Sie hier: Urgeschmack – Ruiniert Fleisch das Klima?

Quellen und weiterführende Informationen:

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22 Kommentare zu “Schadet Rinderhaltung dem Klima?

  1. Nico

    Hallo Felix,
    (keiner Hinweis: Die Ursache für Fehlerchen ist erst 6 Jahre Erfahrung mit der deutschen Sprache)
    mich würde deine Meinung mal dazu interessieren:
    Was unsere Gesundheit im Zusammenhang mit Tirischen oder Pflanzlichen Nahrungsmitteln angeht möchte ich als Diskussionsgrundlage rauslassen. Genauso wie die Frage ob es moralisch gesehen in Ordnung sei glückliche Tiere nach dem Bruchteil ihre möglichen Lebensdauer zu töten um zu essen.
    Wir setzen mal einfach für die folgende Theorie voraus, dass die Leute sich sowohl gesundheitlich als auch moralis gesehen so ernähren sollten, wie du es für richtig hältst.
    Ich hoffe, ich habe dich richtig verstanden, also ein paar Fakten: Man hält viel von tierischem Lebensmittel und Gemüse, wenig von Stärke, Hülsenfrüchte, Pflanzenfette, Industrienahrung. Außerdem sollte das Tier aus Weidenhaltung stammen, damit es ein glückliches und gesundes Leben hatte und du sprichst viel vom Rind.
    Die Informationen für die folgende Rechnung habe ich aus mehreren unabhängigen Quellen, du kannst die Daten gerne selber nachprüfen, und ich hoffe, dass ich mich nicht verrechne:
    Also: der Durchschnittsdeutsche isst 61 kg Fleisch pro Jahr (unberücksichtigt Vegetarier und Veganer). Ich vermute, dass es weniger auch bei “deine” Ernährungsweise nicht werden dürfte, nachdem der Durchschnittsdeutsche ja auch viel Mehl, Kartoffeln, Reis…etc isst, das jetzt wegfällt. Ich habe mich also entschieden, um auf sicher zu gehen, bei diesen 61 kg zu bleiben. Laut unterschiedlichen Angaben braucht ein Rind für eine ganzjährige Weidenhaltung zwischen 1/2 und 2 ha Fläche, je nach Boden. Ich denke mit 1 ha zu rechnen, wäre in Ordnung. Ich habe es mal angenommen, dass du es für richtig halten würdest, wenn nicht nur Deutsche diesen Privileg hätten sich (angenommen) gesund zu ernähren, sodern die ganze Weltbevölkerung, sprich 7,5 Milliarden Menschen. Ein Rind liefert je nach Größenuterschiede, Schlachtalter, Züchtung und Geschlecht im Schnitt 200 kg verwertbares Fleisch (Hackfleisch-, Würstchen- und Salamigrundlage inkl.). Wenn also 61 kg Fleisch ein Meschen in einem Jahr verbraucht, reicht ein Rind für 3,27 Menschen. Also um die Weltbevölkerung nach “deiner gesunden” Methode ernähren zu können bräuchte man 2 293 577 981 geschlachtete Rinder pro Jahr. Wenn ein Rind also 1 ha (0,01 km²) Weidenfläche benötigt bräuchte man 22 935 779 km² Fläche (km² für die bessere Vergleichbarkeit). Rinder werden zur Fleischgewinnung je nach dem zwischen Kalbalter (bis 8 Monate) und 3 Jahre geschlachtet. (Die Informationen habe ich leider nur auf Massertierhaltung bezogen gefunden, ich nehme es aber mal an, dass auf der Weide die Zahlen etwas höher werden, weil ja nicht gemästet wird) Milchkühe leben logischerweise wesentlich länger, außerdem muss für Nachwuchs sowohl bei Schlacht- als auch bei Milchtieren gesorgt werden. Also um außer Schlachtrinder die Nachkömlinge und Milchkühe auch ernähren zu können, muss man die Zahl der Weiden-km² mindestens verdoppeln. Das wären gerundet 46 Millionen km². Und ich habe bei allen Komponenten mit absicht die niedrigere Zahlen gewählt, oder erhöhende Faktoren außer Acht gelassen. Also wir sind absolut mindestens genommen bei 46 Millionen km². Die gesammte landwirtschaftlich genutzte Fläche auf der Welt beträgt 48,9 Millionen km². Also viel Platz für alle andere landwirtschaftliche Erzeugnisse wie z.B. Obst und Gemüse bleibt nicht mehr übrig. Die Schlüße daraus kann man, denke ich, selber ziehen.
    Grüße
    Nico

    1. Felix

      Hallo Nico,
      dein Kommentar geht von einer Reihe irriger Vermutungen aus und basiert auf Zahlen ohne Quellenangaben. “Kannst du dir selbst raussuchen” ist keine Quelle, sondern eine Einladung, sich einfach andere Zahlen zu suchen.

      Wir setzen mal einfach für die folgende Theorie voraus, dass die Leute sich sowohl gesundheitlich als auch moralis gesehen so ernähren sollten, wie du es für richtig hältst.

      Schon das ist ein schwerwiegender Fehler. Jeder soll sich selbst so ernähren, wie er oder sie selbst es für richtig hält.
      der Durchschnittsdeutsche isst 61 kg Fleisch pro Jahr

      Niemand weiß, wieviel der Durchschnittsdeutsche wirklich isst. Es gibt einen vermuteten Verbrauch vonder derzeit 80kg pro Kopf. Mit dem tatsächlichen Verzehr hat das wenig zu tun.

      Laut unterschiedlichen Angaben braucht ein Rind für eine ganzjährige Weidenhaltung zwischen 1/2 und 2 ha Fläche, je nach Boden. Ich denke mit 1 ha zu rechnen, wäre in Ordnung.

      Das ist ein weiterer Irrtum. Bei aufmerksamer Lektüre meines Artikels und der verlinkten Informationen wäre dir aufgefallen, dass ich stets von intensivem Weidemanagement spreche. Dieses minimiert die benötigte Fläche bei gleichzeiter Maximierung des Umweltnutzens u.a. durch Aufbau von Humus.

      Ich habe es mal angenommen, dass du es für richtig halten würdest, wenn nicht nur Deutsche diesen Privileg hätten sich (angenommen) gesund zu ernähren, sodern die ganze Weltbevölkerung, sprich 7,5 Milliarden Menschen

      Es ist grober Unfug, für die gesamte Weltbevölkerung die gleiche Ernährung zu verlangen. Das kann mit der Diversität unserer Ökosysteme nicht nachhaltig funktionieren. Auch darauf weise ich in zahlreichen meiner Artikel hin. Regionalität ist meiner Meinung nach der Grundpfeiler einer sinnvollen Ernährung. Das bedeutet auch, sich den Ökosystemen entsprechend zu ernähren. Auf einer Insel im Pazifik ist Fischerei in der Regel sinnvoller als Rinderzucht.

      Du siehst, dein Kommentar führt ins Leere. Die von dir gebastelte Basis ist unrealistisch.

      1. Nico

        Hallo Felix,

        Konkrete Quellenangaben habe ich nicht gemacht, weil in dem Fall es einfach enorm viele gewesen wären. Als Beispiel z.B. alleine wie viel Weide ein Rind braucht, habe ich aus 6-7 Quellen “zusammengebastelt”. Die Informationen stammen unter anderem auch von Landwirte die selber intensive Weidehaltung betreiben, oder einfache Ratgeberangaben aus der Schweiz. Ich habe einfach ein von-bis Angabe gemacht, in dem ich das je gelesene mindeste als “von” und das je gelesene höchste als “bis” angegeben habe. Ich denke, dass das eine korrektere Vorgehensweise ist, als wenn ich mich auf eine seriös erscheinende Quelle einfach verlassen hätte. Ich habe dann 1 ha genommen, weil das immer noch deutlich unter dem Durchschnittswert lag, um auf Nummer sicher zu gehen. Wie ich schon auch geschrieben habe, wenn man daran zweifelt, dass meine Angaben stimmen, soll man bitte selber andere suchen und mir mitteilen. Weisst du denn wie viel Weide ein Rind benötigt? Du hast auch keine konkrete Angaben und Quellen genannt als du meine Angaben als Irrtum bezeichnet hast.

        Ich habe denke ich mindestens 90% deiner erklärenden Videos auf YouTube gesehen (also ohne Kochwideos), und auch einige Artikel hier gelesen. Ich bin absolut offen, lasse mich gerne von guten Argumenten überzeugen, suche oft extra Quellen, die meine auktuellen Überzeugungen wiedersprechen um zu gucken wie andere die Sache sehen und warum. Mein Ziel ist es mich immer weiter zu entwickeln.

        Mein Eindruck war, dass du ein intelligenter Mesch bist, und auch Ahnung von Psychologie hast. Du kommst syphatisch und gut infortmiert rüber.
        Aber ich nehme mal als Beispiel das 5 Gründe Fleisch zu essen und das 5 Gründe kein Fleisch zu essen Videos: auf dem ersten Blick vermittelt es Objektivität. Wenn man aber deine einzelne Argumente betrachtet stellt man fest, dass du z.B. in “für Fleisch” nennst, dass man sich bei B12 nicht sicher ist, dass man es aus Pflanzliche Quellen ausreichend aufnehmen kann, erwähnst aber nicht, dass man sich auch nicht sicher ist, ob man es aus tierischen Quellen ausreichend aufnehmen kann. B12 Mangel ist schließlich kein Problem das Veganer haben, sondern ein Problem das alle (zu mindest in entwickelten Ländern) haben. Im dagegen Video sprichts du fast nur Sachen an die Massentierhaltung betreffen, erwähnst aber nicht z.B., dass es auch zahlreiche Studien gibt, die aussagen, dass täglich Feisch essen ungesund ist. Oder, dass die Tiere die ein glückliches leben hatten, trozdem sehr jung getötet werden und ihr glücklich Leben deswegen zu Ende geht. Du erweckst also den Eindruck als du nicht Parteiisch wärst, suggerierst aber deine Meinung durch bewusst rausgepickte Argumente.
        Außerdem darfst du auch nicht vergessen, dass du auch Rezeptbücher geschrieben hast durch die deine Meinung von gesunder Ernährung ziemlich klar wird, sonst würdest du dich weder selbst danach ernähren noch anderen empfehlen.

        Auf die Frage wie viel Fleisch man bei einer Ernährung in der man hauptsächlich Fleisch, Eier und Gemüse isst, ist die Antwort zielmich leicht.
        Hier mal eine andere Rechnung (ohne Quellenangaben, weil jede angabe durch einfach Wikiartikel oder Google zu kontrolieren ist)
        Bei durchschnittlicher Bewegung haben Menschen ein Kalorienbedarf von täglich 2400 kcal (Frauen 2300, Männer 2500). Rinderfleisch hat ein Kaloriengehalt von 190 pro 100g, Eier 156, Gemüse durchnittlich 30-40 (je nach dem ob man z.B. Mais als gemüse, oder Getreide ansieht). Wenn wir annehmen, dass niemand Lust hat dauerhaft mehr als 3 Eier täglich zu essen, deckt man dadurch ca. 260 kcal. Wenn man also einen Tag erleben möchte an dem man gar kein Fleisch isst, müsste den Rest aus Gemüse (und etwas an öl, z.B. Bratöl) decken. Wenn wir mit 20 ml Olivenöl rechnen (das nicht gerade wenig ist) kommen auf 170 kcal. Also 2400-260-170=1970 kcal bleiben noch übrig. Nehmen wir Gemüse für 35 kcal je nach dem was man isst. Heißen würde das, dass man an einem fleischfreien Tag 5,63 kg Gemüse essen müsste. Die meiste Menschen essen 3 mal am Tag, man müsste also pro essen 1,87 kg Gemüse (zusätzlich zu Eier und Öl) essen. Der Magen hat aber ein inhalt von nur 1,2-1,6 Liter. Nachdem Gemüse zum größten Teil aus Wasser besteht, dürften die Literangaben umgefähr auch die Kiloangaben entsprechen.
        Die Ernährungsweise die du propagierst besagt, dass Stärke (als hervorragende Kalorienquelle) und Zucker ungesund, Hülsenfrüchte und Milchproduckte nicht essenswert sind. Man muss also zwangsläufig auf Fleisch zurückgreifen. Undzwar überall auf der Welt.
        Die besagte (von dir kritisierte) Durchschnittsmenge (61 kg) würden täglich 167 g ausmachen. Das wären bei Rind 317 Kalorien,müsste man also immer noch 4,7 kg Gemüse essen um sein Kaloriebedarf zu decken. Man kann also denke ich davon ausgehen, dass man eigentlich wesentlich mehr Fleisch benötigt.

        Auch wenn du gerne behauptetst jeder soll sich nach eigenen Überzeugungen ernähren, lebst und verbreitest (empfehlst) du deine Ansichten, was du sicher nicht tätest, wenn du nicht meinen würdest, dass es das beste wäre. Und wenn ich mich auf die Welt beziehe, meine ich nicht, dass alle die gleiche Gemüsesorten, oder Fleischarten essen sollten. Ich sage nur, das schon alleine durch die Tatsache, dass man keine Stärke essen soll ist man gezwungen eine große Menge Fleisch zu essen. Überall.

        7,5 Milliarden Menschen könnten also so nicht ernährt werden.

        Grüße
        Nico

        1. Christine

          Hallo Nico,

          wenn wir den bewussten Konsumenten in unserer Rechnung annehmen, dann wirft der schon mal nicht so viele Lebensmittel weg wie der Durchschnittsdeutsche, dessen “Verbrauch” (ungleich Konsum ungleich Bedarf) Du zitierst.

          Du sprichst hier immer von Fleisch, als sei das die einzige Proteinquelle, die Paleo-Anhängern zur Verfügung stünde. Mal abgesehen davon, dass das nicht nur Rinder sein müssen, sondern auch Schweine, Schafe, (Berg)Ziegen, Hühner, Gänse, Enten, Puten, Büffel, Wild, Kaninchen, Lamas, Meerschweinchen, Schlangen, Känguruhs, Krokodile, Emus, Vögel und viele andere Nutztiere sein könnten: Man kann Protein auch aus den Knochen oder beispielsweise Kopf und Füßen gewinnen, die heute wahrscheinlich überwiegend weggeworfen werden, auch Innereien oder Kuheuter usw. stehen heutzutage nicht mehr hoch im Kurs.

          Dann gäbe es auch noch Protein aus Fisch, Eiern, Pilzen, Algen, Muscheln, Nüssen, Schnecken und Insekten. Und noch vieles mehr, was mir grade nicht einfällt.

          Das Fett der Tiere kommt dann mit in die Wurst und liefert ordentlich Kalorien. In Ländern, in denen außer Olivenbäumen nichts gedeiht, nimmt man eben Olivenöl als Fettlieferant. In Alaska darf’s Seehundspeck sein.

          Rinder und Hühner konkurrieren beispielsweise nicht um Weidefläche, Joel Salatin lässt seine Hühner nach den Rindern auf dieselbe Weide, die picken dann beispielsweise Insekten aus dem Rinderdung usw. Das ist Teil des Weidemanagements, das Felix erwähnt.

          Nur mal so ein paar Denkanstöße, damit Deine “das-ist-unmöglich-Rechnung” vielleicht schon etwas positiver ausfällt.

          1. Nico

            Hallo Christine,

            ich spreche von Rinder weil der Felix immer von Rinder spricht. Außerdem habe ich nie von Protein gesprochen, ich rede die ganze Zeit von Kalorien.
            Weggeworfenes Fleisch gibt es vielleicht in der angegebenen Durchschnitt, aber nicht in der Rechnung, die auf die Kalorien basiert und kommt auf trotzdem auf weit mehr Fleisch.
            Und anstrebenswert fände ich es mit sicherheit nicht noch mehr Tierarten als jetzt auf die “Nutzvieh-“ebene zu degradieren.
            Um mal auf dem Boden der Realität zu bleiben: die Leute die den dünnen Streifen Fett vom Schinken abscheiden, essen Kuhhaut und Insekte… ziemlich unrealistisch, finde ich.
            Und wie ich es schon mal erwähnt habe, ich finde es auch nicht ok glückliche Tiere zu töten. Und wenn wir schon mal bei Känguruhs und Meerschweinchen sind, kann ich ja mal den Hund der Nachbarin essen und abwarten ob sie es immernoch in Ornung findet Tiere für Essenszwecke zu töten. Oder meine kleine Kusiene krigt zum Abendbrot ihr Hamster serwiert. Die hatten garantiert ein glückliches Leben.

          2. Felix

            Es wird spätestens an dieser Stelle offensichtlich, dass du nicht in der Lage bist, zwischen ethischen Aspekten und Argumenten zur Umsetzbarkeit zu unterscheiden.
            Es spielt demnach keine Rolle wie viele Fakten man die zur Umsetzbarkeit präsentiert, dem am Ende wirst du immer mit “Aber die armen Tiere!” kommen. Vor diesem Hintergrund scheint eine weiter Diskussion zwecklos.

            Davon abgesehen suggeriert deine Formulierung, dass du es durchaus OK fändest, unglückliche Tiere zu töten. Das wäre natürlich ein gutes Argument FÜR die industrielle Massentierhaltung.

          3. diwa

            Also ich kann da auch eher der Rechnung von Nico folgen. Es ist nämlich gar nicht so falsch nach Kalorien zu rechnen, denn jeder Mensch benötigt schliesslich durchschnittlich so und so viele davon um zu überleben – egal aus welcher Nahrung er selbe bezieht.
            All die Einwände – wie jene des wegwerfen – ziehen nicht so recht, denn weis hier wer konkret ob das heute weggeworfene ausreichen würde den Kalorienbedarf der heute hungernden und verhungernden zu decken? Und selbst wenn wer klar beweisen würde das heute alle zu ernähren wären (möglichst noch ohne Getreide, Zucker und pflanzliche Fette…) was ist “morgen” wenn wir 9 Milliarden sein werden, und übermorgen?

        2. Felix

          Hallo Nico, leider ist auch das wieder grober Unfug. Fleisch ist nicht die einzige Alternative zu Stärke und wenn es die im Kalorien geht, so bekommst du die wesentlich leichter aus Fett als aus Gemüse. Niemand ist gezwungen, Fleisch zu essen, wenn er auf Stärke verzichten möchte.
          Und zum wiederholten Male: Ich schreibe nicht über meine Ernährung, weil ich meine, es sei die beste für alle. Natürlich kannst du das bis ans Ende deiner Tage unterstellen, aber es ist unzutreffend.

          1. Nico

            Also mit dieser Antwort hast du es dir ganz schön einfach gemacht. Ich hätte von dir bisschen mehr erwartet.
            Du hast keinen einzigen Fackt, oder haltbaren Gegenargument genannt, nur meine Meinung von Tierleid als Vorwand hergezogen, also bin offensichtlich nicht ich der jenige, der die beiden Sachen nicht voneinader trennen kann. Wenn ich zwei verschiedene Argumente gegen eine Sache habe, dann kann man ruhig eins davon wiederlegen, das betrifft den anderen nicht im geringsten.
            Und wenn ich schreibe, dass ich es nicht in Ordnung finde glückliche Tiere für Essenszwecke zu töten, dann ist es denke ich jedem mit gesundem Menschenverstand (das ich hier jedem vorausgesetzt habe) klar, dass ich es noch schlimmer fide, wenn unglückliche Tiere getötet werden, und natürlich auch, wenn sie aus irgendwelchen anderen Zwecken getötet werden (z.B. um sie an dei Wand zu hängen).
            Um mal auf die einzige, mit Mühe, als Gegenargument idetifizierbare Sache einzugehen: ich denke kaum, das Leute ihr tägliches Gemüse, als “Ölsuppe” zu sich nehmen möchten. Außerdem, spätestens da würde das Märchen von gesundem Essen aufhören.

  2. Julia

    Ich habe vor kurzem eine Dokumentation gesehen (“Was essen wir morgen”, auf arte glaube ich) , da ging es unter anderem auch um dieses Thema. Auch wenn sich die Methode sehr zeitaufwändig anhört, erscheint sie effektiv und plausibel. Laut des Farmers sollen die Tiere viel produktiver sein als Rinder unter normaler Weidehaltung, da sie – wie im Post auch erwähnt – mehr fressen als sonst. Auch die Miteinbindung der Hühner fand ich sehr interessant, die die Larven aus dem Kot der Rinder fressen. So wird der Kreislauf wieder geschlossen, Hühnerfutter gespart und die Rinder werden vor Krankheiten beschützt. Meiner Ansicht nach ein sehr interessanter Ansatz, der noch genauer erforscht werden sollte.

    1. Felix

      Die Methode ist letztlich nur insofern zeitaufwändiger, als dass die Tiere ohne KraftfutterKraftfutter länger bis zur Schlachtreihe brauchen.

  3. Michael

    Hi Felix,

    vielen Dank für den super Artikel.
    Was Du nicht erwähnt hast ( auch nicht nötig), dass Joel Salatin auf der Polyface Farm auch noch Vögel ( Hühner) in das Konzept mit einbindet und so weitere natürliche Prozesse simuliert.

    Viele Grüße
    Michael

    Weiterlesen bei Urgeschmack: Joel Salatin und die Polyface Farm http://www.urgeschmack.de/joel-salatin-polyface-farm/

  4. David Jagla

    Felix, vielen lieben Dank für den Artikel!

    Was mir am besten gefällt ist die Tatsache, dass du dieses Thema, welches ich glücklicherweise schon kenne, auf so eine Art wiedergibst, dass es, wie immer, sehr leicht zu verstehen und realisieren ist – ich nenne es gut bekömmlich –, und ich somit, wenn ich Leuten vergeblich versuche, das Thema zu erläutern, ihnen zu einem tollen Einstieg ins Thema helfen kann. Der zusätzliche Verkehr auf deiner Seite (wegen des (DANK DES!) Vegetarier-Blutvergießen-Artikels) bedeutet außerdem viele neue Leser (ich meine nicht die vigilanten Veganer und Vegetarier, sondern die anderen, wobei die Vorgenannten dies auch wissen müssen), die diese Seite des „holistic management“ unbedingt kennenlernen müssen.

    Alles Beste, wie immer, aus dem „Süden“!

  5. Markus

    Hallo Felix, das Buch gras fed cattle, das hier seit Jahren liegt hab ich jetzt noch nicht gelesen, aber im Vorraus schon mal die Frage an dich: Wenn man jetzt von so einer Weide ab und zu mal ein Rind runter nimmt und isst und seine eigene Gülle dann in die Kläranlage rein spült, wie es ja alle ,,hochentwickelten” Menschen machen, wie wirkt sich das denn auf lange Sicht gesehen auf die Fruchtbarkeit bzw. Dicke eines Bodens aus?

    Viele Grüße Markus

    1. Felix

      Eine exzellente Frage. Soweit ich das überschauen und den Berichten entnehmen kann, wird trotz der “Entnahme” die Bodenfruchtbarkeit aufgebaut (siehe u.a. Salatin). Wohlgemerkt wäre es sehr spannend, mal zu untersuchen, wie positiv sich unsere Exkremente auf die Umwelt auswirken würden, würden wir sie nicht mit Trinkwasser vermischen und zu Sondermüll machen.
      In einem Permakultur-Buch las ich, dass zur Düngung eines Apfelbaumes reichen würde, einmal wöchentlich darunter zu pinkeln. Einige Permakultur-Anhänger verwenden auch nur noch Kompost-Toiletten.

      1. Markusa

        Und es ist noch garnicht so lange her, da war es auf dem Dorf noch üblich auf den Misthaufen zu gehen, wenn man musste. WC? Was ist das?

        Mal gerad vom Thema weg: Deine ganze Berichterstattung berhuht von vorne herein schon auf der Annahme, dass sogenannte Klimagase überhaupt das Klima merklich verändern können. Glaubst du daran, oder ist das nur so : wenn.. , dann… gemeint?

        1. Felix

          Hm…mein Verständnis des “Climate Skepticism” war das, dass nicht in Frage steht, ob die “Klimagase” das Klima beeinflussen, sondern ob der von Menschen verursachte Anteil einen signifikanten Einfluss hat.

          Ich denke, dass das keine Rolle spielt. Wenn wir eine Änderung vornehmen können, sollten wir es versuchen. Gan gleich, ob wir vorher “Schuld” waren oder nicht. Eine Reduktion der “Klimagase” wird kaum schaden. Oder? Vielmehr fände ich es sehr, sehr, sehr dumm, in 30 Jahren sagen zu müssen: “Oh mann, hätten wir damals bloß was unternommen – heute ist es zu spät!”

          Wie der Artikel also gemeint ist: Um genau diesen Zweiflern zu begegnen, foussiere ich hier auf das Gas selbst und auf die Funktion der Weidehaltung. Welchen Einfluss dies auf das Klima hat, soll der Skeptiker dann selbst bewerten.

          1. Markus

            So kann man das sehen Felix. Wenn jemand an die Klimagaskatastrophe glaubt kann er bei dir wenigstens nachlesen, dass es nicht die Esstiere sind, die diese Gase immitieren. Eigentlich kann man sowieso völlig erhaben darüber sein, ob nun dieses CO2 was macht oder nicht, denn eines steht fest: Die Förderung voin sogenannten erneuerbaren energien werden den Austoß dieser Gase ebenfalls nicht mindern, sondern steigern. Der Austoß muss steigen, weil er an das Wirtschaftswachstum gekoppelt ist (dafür brauchen wir den Ökofaschismus) und dieses wiederum an das Wachstum der Geldmenge. Also alles Lug und Trug, um eine Umverteilung von Waren und Dienstleistungen von der arbeitenden zur reichen Gesellschaft zu erbringen (die ja arbeitslos ist). Bitte diesen Kommentar jetzt nicht so verstehen, dass man jetzt möglichst viel Öl abbrennen soll oder so. Es ist nur das gemeint, was auch da steht. So das wollte ich nur noch mal los werden.

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