Braucht man Nahrungsergänzungsmittel?

Braucht man Nahrungsergänzungsmittel?Braucht man Nahrungsergänzungsmittel? Welche Nahrungsergänzungsmittel (kurz: NEM) sind wichtig? Welches sind die besten? Dies sind häufige Fragen im Bereich der Ernährung. Wer sich eingehend mit seinen Lebensmitteln befasst, erfährt viel über die Macht der enthaltenen Nährstoffe und überlegt womöglich, ob er genug für seine Gesundheit tut.

Der eine oder andere mag auch Fragen "Braucht man Supplements?" oder "Braucht man Supplemente?" – gemeint ist letztlich das gleiche, nur ist letzteres ist dem Englischen entlehnt.

Warum gibt es Nahrungsergänzungsmittel?

Was war zuerst da? Die Nachfrage nach Supplementen oder ihr Angebot? Eindeutig klären lässt sich diese Frage vermutlich nicht. Es ist gut möglich und würde in das etablierte Muster passen, wenn Hersteller direkt nach Entdeckung der ersten Vitamine im frühen 20. Jahrhundert sofort ein Angebot geschaffen und so den Markt entwickelt hätten. Schlangenöl hat eine lange Tradition.

Abnehmer dieser Mittel finden sich in allen Bereichen des Lebens. Um ihre Kinder besorgte Mütter, überarbeitete Manager, engagierte Bodybuilder oder klatschblattlesende Rentnerinnen: Viele Menschen glauben der Industrie, dass Nahrungsergänzungsmittel für ein glückliches, gesundes Leben nötig seien.

Welche Nahrungsergänzungsmittel gibt es?

Die Zeiten, in denen man im Supermarkt bloß einfache Vitamin- oder Multivitamintabletten bekommt, sind längst vorbei. Es gibt in diesem Bereich praktisch nichts, was es nicht gibt. Fast jeder identifizierte Nährstoff oder Wirkstoff ist in isolierter Form erhältlich. Vitamine, Mineralstoffe, Pflanzenstoffe und auch verschiedenste Aminosäuren und Proteine sind verfügbar.

Sind Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll?

Nahrungsergänzungsmittel wie isolierte Vitamine, Mineralstoffe oder Aminosäuren bringen einige grundsätzlich Probleme mit sich:

Mangelnder Kontext

Die Ergänzungsmittel sind isoliert, also aus ihrem natürlichen Kontext gerissen. Die Vitamine in einem Apfel mögen gesund und wichtig sein, doch wie wirken sie isoliert, ohne die übrigen Nährstoffe, die Fructose, die Ballaststoffe, das Wasser, den Geschmack?

Es gibt unzählige Beispiele für Nahrungsergänzungsmittel, die nicht wirksam sind, weil sie aus dem Kontext entfernt wurden oder die gar Schäden anrichten, weil ein entscheidender Wirkstoff bei der Einnahme fehlt. Man denke allein an die fettlöslichen Vitamine A, D, E & K, die ohne Fett nicht vom Körper verarbeitet werden können. Für einige Nahrungsergänzungsmittel ist der nötige Kontext scheinbar bekannt, doch längst nicht für alle.

Es kommt nicht immer das an, was man einwirft

Nur, weil ich einen Stoff esse, bedeutet dies auch nicht, dass er im Darm ankommt oder vom Körper überhaupt absorbiert wird. Das gilt selbst für ganze, echte Lebensmittel wie Eier: Das Eiweiß aus rohen Eiern ist nur zu rund 50% verdaulich, erst in gekochter Form kann der Mensch rund 90% des Eiweiß überhaupt verwerten.

Der Mensch ist keine simple Maschine. Wir können nicht ohne Weiteres einfach ausrechnen, was wir einwerfen müssen, um ein bestimmtes Ergebnis zu erreichen. Demonstrativ rohe Eier zu trinken, so wie einige Sportler dies betreiben, mag "total hardcore" aussehen und Engagement demonstrieren, doch es ist nur wenig hilfreich in Bezug auf die Eiweißversorgung (ich gebe zu Protokoll, dass ich nichts gegen rohe Eier habe und sie regelmäßig selbst verzehre – aber nicht mit dem Ziel, mich optimal mit Eiweiß zu versorgen).

Wer weiß schon, was ein Nährstoffmangel oder -überschuss ist?

Oftmals wird ein Mangel allein anhand von Zahlenmaterial diagnostiziert. Jemand lässt sein Blut untersuchen, schaut sich die Werte an und schlägt die Hände über dem Kopf zusammen, weil sie nicht mit den Richtwerten übereinstimmen. Doch was sind die Richtwerte? Nichts anderes als mal mehr und mal weniger justierte Mittelwerte, Durchschnittsangaben. Wer ihnen nicht entspricht, ist nicht mittelmäßig. Doch ist das so schlimm?

Menschen sind verschieden, Bedürfnisse variieren nicht nur aufgrund genetischer Differenzen sondern auch abhängig von Lebenswandel und Umgebung. Ein abweichender Blutwert mag Hinweise geben können, doch manche Menschen sind einfach anders. Nur konkrete Symptome können einen echten Mangel oder Überschuss wirklich belegen.

Das gilt zum Beispiel auch für den Eiweißbedarf. Die unsterbliche Frage "Wie viel Eiweiß muss ich als Bodybuilder essen, um dicke Arme zu kriegen?" lässt sich nicht pauschal beantworten. Für den einen reichen die üblichen 1,2g/kg/Tag, bei anderen muss es das Doppelte sein.

Künstlicher Eingriff in ein eingespieltes System

Wer seinen Körper mit isolierten Nährstoffen in großen Mengen konfrontiert, läuft Gefahr, ein sehr komplexes, eingespieltes System zu stören und aus dem Gleichgewicht zu bringen. Der Mensch und seine Vorfahren haben sich über viele Millionen Jahre im Kontext mit ihrer Umwelt und Ernährung entwickelt.

Wir sind als Spezies so, wie wir sind, weil wir in der Vergangenheit die Lebensmittel gegessen haben, die in der Natur verfügbar waren. Unser gesamtes System ist auf diese Zusammenhänge eingestellt. Auch und gerade bei einer individuell extremen Abweichung eines Wertes kann ein solcher Eingriff mit isolierten Mitteln Unheil anrichten.

Das Beispiel Vitamin D zeigt sehr anschaulich, wie weit Missverständnisse reichen können und wie lange es dauern kann, bis Forscher einen Teilaspekt des Stoffwechsels auch nur ansatzweise verstanden haben.

Welche Alternativen gibt es zu Nahrungsergänzungsmitteln?

Die Antwort scheint auf der Hand zu liegen. Wir sprechen von Nahrungsergänzungsmitteln. Warum die Nahrung ergänzen, wenn man sie umgestalten kann? Statt viel Geld für Fischölkapseln auszugeben, könnte man seine Ernährung so umstellen, dass sie mehr Omega-3-Fettsäuren enthält und vielleicht weniger Omega-6-Fettsäuren. Statt Mineralstoffkapseln oder Vitamintabletten zu schlucken, könnte man einfach mehr entsprechendes Gemüse und Obst essen und dafür das Industriefutter beiseite lassen.

Wir haben als Spezies viele Millionen Jahre ohne Nahrungsergänzungsmittel überlebt. Es mag vereinzelte Gründe und Erklärungen geben, warum sie in einigen wenigen Fällen hilfreich, sinnvoll oder nötig sind. Doch im Normalfall kommen wir ohne aus. Es gibt keinen Grund, sich von der Industrie eine Angst vor einem Mangel einreden zu lassen.

Hippokrates brachte es schon vor über 2000 Jahren auf den Punkt:

Lass die Nahrung deine Medizin sein und Medizin deine Nahrung!

Fazit: Braucht man Nahrungsergänzungsmittel?

Kein noch so gut und eindringliches beworbenes Nahrungsergänzungsmittel kann allgemein lebensnotwendig sein. Das zeigt eine Millionen Jahre lange Geschichte. Vielmehr bergen solche isolierten Präparate das Risiko, ein eingespieltes System aus dem Gleichgewicht zu bringen. Auch dafür, für die vom Menschen unüberschaubare Komplexität natürlicher Systeme, gibt es tagtägliche Beispiele.

Eine ausgewogene, vielseitige Ernährung versorgt den gesunden Menschen per Definition mit allen notwendigen Nährstoffen. Nahrungsergänzungsmittel sind Krücken.

Es steht außer Frage, dass eine sehr durchdachte, sorgfältige Supplementation mit gezielt gewählten Nährstoffen durchaus Vorteile zum Beispiel in Bezug auf die körperliche Leistungsfähigkeit bringen kann. Auch können bestehende Erkrankungen auf diesem Wege behandelt werden.

Doch für keinen gesunden und gesund lebenden Menschen sind Nahrungsergänzungsmittel notwendig oder allgemein hilfreich.

Und wenn doch? Welches Supplement soll ich nehmen?

Ein Lebensmittel ist mehr als die Summe seiner Einzelbestandteile. Wer sich optimal mit Nährstoffen versorgen möchte, sollte zu echten Lebensmitteln greifen – das ist meine Einstellung, auch der Esskultur zuliebe.

Aber manchmal geht es nicht anders. Reisenden oder Sportlern auf Wettkämpfen fehlt oft einfach die Gelegenheit, sich wunschgemäß zu ernähren, manchmal auch langfristig. Um sich mit Nährstoffen zu versorgen, kann dann ein Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sein – auch wenn ich mir wünsche, dass dies nie notwendig wird.

Für mich kommt in einem solchen, seltenen Fall nur ein Produkt in Frage: Athletic Greens. Erfahren Sie hier mehr.

Urgeschmack ist frei von Werbung. Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Freuen Sie sich, etwas gelernt zu haben? Gründliche Recherche und Schreiben kosten Zeit. Ihre Unterstützung hilft beim Fortführen dieser Arbeit.

45 Kommentare zu “Braucht man Nahrungsergänzungsmittel?

  1. Janis

    “Doch für keinen gesunden und gesund lebenden Menschen sind Nahrungsergänzungsmittel notwendig oder allgemein hilfreich.”

    Notwendig sind Nahrungsergänzungsmittel für keinen gesunden und gesund lebenden Menschen, da hast Du wohl recht. Bei dem zweiten Punkt dass sie auch nicht allgemein hilfreich sind, da bin ich ganz klar anderer Meinung. Ich muss zugeben, dass es viel Schrott auf dem Markt gibt und viele Nahrungsergänzungsmittel mehr Schaden als Nutzen bringen. Dennoch kann die gezielte und gewissenhafte Einnahme von ausgewählten Präparaten die Leistungsfähigkeit steigern. Aminosäuren etc. sind dafür ein exzellentes Beispiel.

    1. Felix

      Hi Janis,

      Dennoch kann die gezielte und gewissenhafte Einnahme von ausgewählten Präparaten die Leistungsfähigkeit steigern. Aminosäuren etc. sind dafür ein exzellentes Beispiel.

      das halte ich allerdings nicht für eine allgemeine, sondern eine sehr spezifische Anwendung.

  2. slowmou

    hallo! was haltest du von pilzen? shiitake, reishi oder hericium? gibt es auch getrocknet, zermahlen und in kapseln abgefüllt. (hab mal in einer firma gearbeitet, welche das selbst hergestellt haben, von der spore bis zum fertigen pilz)

    ich bereite mir regelmäßig gerichte mit den oben genannten pilzen, und seit 2 jahren hatte ich nichts schlimmeres wie einen schnupfen.
    reishi ist auch bekannt als pilz der 1000 jahre, kann ich nur empfehlen! ein freund von mir hat chronische gastritis, und hatte damit sein ganzes leben lang zu kämpfen, und kein arzt konnte ihm weiterhelfen (nur medikamente mit nebenwirkungen, und dabei keine optimale wirkung) und seitdem er hericium (igelstachelbart zu deutsch) konsumiert, hat er ueberhaupt nichts mehr! er züchtet ihn mittlerweile selbst.

    chegg it out,
    lg
    slowmou sakamoto

    1. Felix

      Pilze finde ich super, Pilzpilver nicht so. Ganz abgesehen davon, dass ich frische Lebensmittel einfach sexier finde, kann ich mir nicht vorstellen, dass beim Trocknen, Mahlen, Abfüllen und Lagern nichts vom Pilz und dessen Nährstoffen verloren geht – mal ganz abgesehen von der Textur, die für mich einer seiner wichtigsten Eigenschaften ist.

  3. Sebastian

    Hallo Felix,
    Was hälst du von Weizengras? Neuerdings kriege ich immer wieder zu hören es sei sehr gesund.
    Z.B. löffeln es viele in ihre smoothies. Eine Freundin schickte mir diesen Link:
    100 g Weizengras:

    60-mal mehr Vitamin C als Orangen
    50-mal mehr Vitamin E als Spinat
    30-mal mehr Vitamin B1 als Kuhmilch
    11-mal mehr Calcium als Rohmilch
    5-mal mehr Eisen als Spinat
    5-mal mehr Magnesium als Bananen

    Lesen Sie mehr unter: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/weizengras-saft-ia.html#ixzz3A49FSkWk
    Lieben Gruss , Sebastian

    1. Felix

      Hallo Sebastian,
      besonders in den westlichen Industrienationen glauben viele Menschen, dass mehr und größer immer besser ist. Wohl deswegen funktioniert diese Art der Werbung (100x mehr Vitamin C) sehr gut.
      Die eigentlich relevante Frage ist jedoch: Wie viele dieser Nährstoffe brauche ich tatsächlich? Habe ich einen Mangel? Woeher bekomme ich diese Nährstoffe noch?
      Es wäre schon sehr bedenklich, wenn wir auf so eine einzelne, einseitige Zutat angewiesen wären, um unseren Nährstoffbedarf zu decken. Eine ausgewogene Ernährung von hochwertigen Lebensmitteln leistet das ganz von selbst und ohne teure Zusatzstoffe.
      Ansonsten zum Gras: http://www.urgeschmack.de/urgeschmack-tv-ep-95-gerstengras-gruene-smoothies-gruenzeug-und-paleo/

  4. Lutz

    Obst, Gemüse und Kräuter eingedampft und gepresst
    Iihh. Das arme Obst.
    @Felix : Lutscht Du Äpfel ?

    Vielen Dank für die schnelle Freischaltung. Mal sehen ob Jana noch Interesse am Thema hat.
    Theoretisieren macht Vielen Spaß, doch an der Umsetztung klemmt es sehr oft.
    Solltest Du Interesse daran haben Deinen Horizont auf meinen Weg zu erweitern, dann maile mir einfach.
    Ansonsten weiterhin viel Freunde an Deiner Arbeit an dieser Site.

  5. Jana

    Hallo Felix,
    ich habe den Artikel mit Interesse gelesen und habe eine Frage, die mir noch niemand beantworten konnte. Wie werden die Werte, wieviel Vitamin XY jemand zu sich nehmen sollte, überhaupt festgelegt? Ich habe das meinen Arzt gefragt, er konnte es mir nicht beantworten, fand die Frage selbst spannend und schlug mir vor, die Frage an die Zeitschrift ‘P.M. Fragen und Antworten’ zu senden, was ich auch tat, aber keine Antwort erhalten habe, also nicht mal über Eingang der Frage. Weißt du oder kannst du dir denken wie diese Werte zustande kommen oder hast du eine Idee wer das wissen könnte?
    Viele Grüße,
    Jana

    1. Felix

      Ich dachte, ich hätte das bereits im Artikel geschrieben: Die Richtwerte sind Mittelwerte. Es gibt durchaus Experimente zum Bedarf, Untersuchungen zu den Effekten eines Mangels etc. Aber wovon nun wirklich wie viel gebraucht wird, ist letztlich unbekannt und umstritten (s.a. Vitamin D). Und es ist auch abhängig von den Lebensumständen verschieden. Die offiziellen Richtwerte taugen daher nur für wenig.

      1. Jana

        Hallo Felix,
        ja, mich interessiert eben, wie diese Experimente aussehen, wer sie durchführt, welche Methoden angewendet werden, wie diese Experimentierenden eben auf diese Mittelwerte kommen. Ich möchte das so genau wissen, weil ich auch schon oft gedacht habe, dass diese offiziellen Richtwerte wahrscheinlich nur wenig taugen. Bei den Werten geht es mir zum einen um die Stoffe, die man zu sich nehmen sollte, aber auch darum, wieviel man im Körper haben sollte, z.B. beim Vitamin D. (Bluttest zum Nachweis des Vitamin D)
        Was ich gern hätte, ist eine transparente Darstellung eines Experimentes zum Nährstoffbedarf der Menschen.
        Viele Grüße,
        Jana

        1. Felix

          Häufig ist es ein Konsens unterschiedlicher Forscher. Das kann man aktuell an der Vitamin D Diskussion gut verfolgen. Einige Ärzte bemerken, dass eine Vit.D-Gabe ihren Patienten in einem bestimmten Maß hilft und daran machen sie dann neue Bedarfswerte fest. Diese stellen sie vor und dann streiten sie sich viele Jahre mit einer anderen Fraktion, die meint, ein anderer Wert würde stimmen. zum Schluss treffen sie sich in der Mitte – und liegen wieder daneben.

        2. Lutz

          Hallo Jana,
          zunächst einmal zu Deinem Arzt. Im Studium hat er Tausende Krankheiten kennen gelernt, aber keine einzige Gesundheit (siehe Dr. Eckard von Hirschhausen) !
          Das einzige Experiment das wirklich Sinn macht ist das an Dir selber. Wenn Du Dich ansiehst und Potential nach oben erkennst, dann packe es an.
          Ich habe mich vor Jahren auf den Weg gemacht und mit natürlichen Vitalstoffen (nicht künstliche NEM) uam. meinen Körper um mindestens 20 Jahre verjüngt. Obst und Gemüse sind super, reichen jedoch nicht zur signifikanten Steigerung des Wohlbefindens. Vor allem nicht wenn sie pestizit usw. belastet sind. Das kann ich bei dem was ich nehme vollkommen ausschließen.
          Den wenigen Menschen denen ich nachhaltig helfen durfte, haben alle positive Erfahrungen gemacht. Diabetiker -> keinerlei Diabetikmedikamente mehr nötig, Durchschlafen, gesteigertes Wohlbefinden uvam …
          Ich wünsche Dir jemanden der Dir hilft, sofern Du aus der Theorie in die Umsetzung wechseln willst. Dein Arzt wohl eher nicht, denn der lebt nicht von Deiner Gesundheit.

  6. Dieter Ruckstuhl

    Guten Tag.

    Das sind ja alles wichtige Denkansätze. Hätten wir gesunde, natürlich belassene Lebensmittel, bräuchten wir keine NEM.

    Es gibt aber keine gesunden und natürlich belassene Lebensmittel mehr. Jeder große glänzende Apfel im Supermarkt ist bereits ein Jahr alt!

    wir züchten selber Gemüse und Früchte, und ich kann Dir sagen, unsere Erntezeit ist eine goldene Zeit im Jahr! Gesundes Essen, richtig toller Geschmack, schnelles Sättigungsgefühl, usw.

    Vergessen wir Omega 3-Präparate und Essen Omega 3–Fettsäuren wieder in natürlicher Form; wie denn? 95 % der Fische, welche bei uns auf dem Markt oder in den Laden kommen, sind Zuchtfische! Anteil Omega 3: verschwindend gering (Woher denn auch? Vom Zuchtfutter?)

    Abgesehen davon sind die Qualitätskontrollen bei der Erstellung von Nahrungsergänzungsmitteln deutlich höher als bei der Erstellung von Nahrungsmitteln! Reine Frage der Haftbarkeit!

    Apropos Zink und Placebo: ich habe einen Sohn mit Down-Syndrom. Ich glaube kaum, dass die Wirksamkeit von Zink-Präparaten bei Ihn auf Placeboeffekte zurückzuführen ist! Auch Selen-Präparate helfen Ihn hervorragend über den Winter, da es sehr anfällig für Infektionen ist. Durch die Zugabe von Zink und Selen ist der deutlich weniger krank, letzten Winter hatte komplett ohne Krankheit überstanden.

    Fazit: Alles gut und richtig, auf die Fakten kommt es an. Und die sprechen im Moment leider nicht für eine gut ausgewogene gesunde Ernährung mittels Gemüse,Fleisch und Früchte, da die dafür notwendige Qualität in den Lebensmittel fehlt.

    Dieter

    1. Dieter Ruckstuhl

      die paar Rechtschreibefehler bitte ich zu entschuldigen, ich benutze Spracherkennung 🙂

    2. Felix

      Hallo Dieter,

      ich kann deinen Kommentar im Grunde nachvollziehen, allerdings gibt es da einige Probleme.

      Es gibt aber keine gesunden und natürlich belassene Lebensmittel mehr. Jeder große glänzende Apfel im Supermarkt ist bereits ein Jahr alt!

      Diese Aussage ist falsch.

      95 % der Fische, welche bei uns auf dem Markt oder in den Laden kommen, sind Zuchtfische!

      Auch das stimmt nicht.

      ich habe einen Sohn mit Down-Syndrom. Ich glaube kaum, dass die Wirksamkeit von Zink-Präparaten bei Ihn auf Placeboeffekte zurückzuführen ist!

      Aus diesem Grund schreibe ich im Text ausdrücklich vom “gesunden Menschen” und füge an “Auch können bestehende Erkrankungen auf diesem Wege behandelt werden.”
      Eine Diskussion, ob das Down-Syndrom eine Erkrankung ist, ist unter diesen Umständen hinfällig, oder?

      1. Dieter Ruckstuhl

        Hallo Felix.
        Worauf beruhen Deine Kenntnisse, dass meine Äußerungen falsch sind? ziemlich oberlehrerhaft!

        So sehen die Antworten auf der Matheprüfung meines Sohnes aus: Richtig! Falsch!

        Gerade die Aussage bezüglich des frischen Gemüses und der frischen Früchte sind eindeutige Fakten. Die meisten in unseren Läden verkauften Äpfel kommen aus China, werden über 10-12 Monate mittels Begasung und Kühlung frisch gehalten. diese Aussage stammt von einem Mitarbeiter der Metro, verantwortlich für Einkauf und Logistik.

        das Bio Gemüse in unserem Bio Laden kommt aus Russland, da der einheimische Anbau bezüglich Bio Gemüse zurückgeht, aus Gründen der Wirtschaftlichkeit. so jedenfalls die Aussage unsere Bio-Laden-Besitzerin.

        ohne schockfrieren verliert das Gemüse mittelfristig die vorhandenen Vitamine; daher ist die Aussage “Essen Sie täglich mehrmals frisches Obst und Gemüse“ sowieso Käse, weil das dazu benötigte Gemüse gar nicht zur Verfügung steht!

        bezüglich der Fische nehme ich die 95 % zurück, aber ich schätze das mindestens 50 % aus Aquakulturen kommen, zu mindestens heute bei Rewe gesehen. (Fischpackungen umgedreht und Herkunft nachgeschaut.)

        Deine Äußerung bezüglich der Krankheit Down-Syndrom kommentiere ich nicht, finde ich einfach nur peinlich!

        Dieter

        1. Felix

          Dieter,

          du schreibst “Jeder große glänzende Apfel im Supermarkt ist bereits ein Jahr alt!”

          Und das ist nunmal falsch. Ich bin absolut kein Fan von Supermärkten, und ich denke, ich teile deine Ansicht zu der Lebensmittelqualität dort. Aber man sollte bei den Fakten bleiben. Und es ist nunmal so, dass nicht jeder Apfel im Supermarkt bereits ein Jahr alt ist. Das lässt sich nicht nur bei EDEKA leicht zurückverfolgen.

          Gerade die Aussage bezüglich des frischen Gemüses und der frischen Früchte sind eindeutige Fakten.

          Deine Aussage bezüglich des frischen Gemüses und der frischen Früchte habe ich nicht angefochten.

          Deine Äußerung bezüglich der Krankheit Down-Syndrom kommentiere ich nicht, finde ich einfach nur peinlich!

          Was ist an der Feststellung, dass das Down-Syndrom eine Krankheit ist, peinlich? Da musst du mich missverstanden haben.

  7. Claus

    Die Bodybuilding Referenz begrüße ich sehr. Mehr davon!

    Ansonsten danke ich dir herzlichst, mein lieber Freund

    dein Carl

  8. Rene

    Wichtiger als NEM ist eine gesunde, ausgeglichene Ernährung. Die Supplemente die man heute auf dem Markt findet sind meiner Meinung nach nur Marketing und Geldmacherei.

  9. Michael

    Ich halte NEM für durchaus legitim und hilfreich.

    – erstmal ist eine “gesunde und ausgewogene Ernährung” nur ein theoretischer Zustand, den man, wenn man, z.B. beruflich viel unterwegs ist nur ganz bedingt immer erreicht.
    – Dann ist es fraglich, wie unten schon angesprochen, ob man mit einer modernen „Paleo Diät“ alles bekommt was nötig ist, z.B. mag ich einfach keine Innereien, nehme aber deshalb ggf. die Stoffe die durch Innereien geliefert werden auch nicht in ausreichendem Maße auf. Auch sind wie schon geschrieben manche Lebensmittel nicht mehr so nährstoffreichhaltig wie früher.
    – Auch sind wir einer höheren Giftstoffbelastung als früher ausgesetzt. Im Gegensatz zu Krankheitserregern ist unser Körper auf manche Giftstoffe nicht vorbereitet, ggf. ergibt sich durch diese Exposition ein erhöhter Betraf.
    – Inzwischen gibt es sehr gute Produkte die durch die Konzentration von Nahrungsmittel hergestellt werden. Diese Produkte bringen einen Teil der Nahrungsmatrix sicher mit.

    Und dann gibt es da für mich auch noch Erfahrungswissen. Wenn die Familie im Winter ein Zink-Präparat nimmt werden wir weniger krankt. Auch wenn ich ein Multivitamin-Präparat nehme, das hauptsächlich aus natürlichen Bestandteilen besteht fühle ich mich allgemein besser. Und dies alles obwohl wir uns sehr bewusst und „paleomäßig“ ernähren.

    1. Felix

      Wenn die Familie im Winter ein Zink-Präparat nimmt werden wir weniger krankt.

      Und wie verhält es sich mit einem Zink-Placebo? Und was ist, wenn sie statt der Tablette das Zink in Form von Fleisch, Leber, Eiern oder Nüssen isst?

      1. Michael

        Ein Plazeboeffekt kann immer und in allen Fällen zutreffen, also für, oder gegen NEM.

        Fleisch, Eier, Nüsse esssen wir und Leber mögen wir nicht, wie oben schon geschrieben.

        Ich verstehe, wie Du zu der Überzeugung gekommen bist die Dich diesen Artikel hat schreiben lassen, jedoch denke ich, aufgrund eigener Erfahrung, dass das Thema etwas komplexer ist.

        1. Felix

          dass das Thema etwas komplexer ist.

          Ich denke, das ist ein Missverständnis und wir sind im Grunde einer Meinung. Du bestreitest nicht, dass man ohne NEM auskommen könnte und ich bestreite nicht, dass sie in einigen Fällen durchaus sinnvoll sind.

          1. Michael

            Ja, richtig!
            Ich glaube wahrscheinlich nur, dass es mehr sinnvolle Einsätze gibt also Du es annimmst.

  10. Petra

    Natürlich sollte man möglichst nur “ganze” Lebensmittel zu sich nehmen, die alle Inhaltsstoffe im perfekt zusammenpassenden Maß beinhalten, ganz klar.

    Aber ich möchte einige Punkte zu bedenken geben.
    1.) Die “modernen” Nahrungsmittel, selbst Obst und Gemüse, haben seit ca. 50 Jahren einen teilweise dramatischen Rückgang der Inhaltsstoffe zu verzeichnen (ich habe gelesen, dass Untersuchungen bis zu 75% weniger an einzelnen Vitaminen, Mineralstoffen usw. in Obst festgestellt haben). Z.B. durch die Auslaugung der Böden (u.a. moderne Kunstdünger statt Mist), durch Züchtung neuer Sorten (mehr Ertrag, weniger Inhalt) usw.

    2.) Sehr interessant ist auch, dass z.B. Allergiker sogenannte “alte Sorten” von Obst und Gemüse oft trotz ihrer Allergien essen können, ohne zu reagieren – daran kann man sehen, dass die modernen Züchtungen oft gravierend genetisch verändert wurden und sich vermutlich auch die Nährstoffzusammensetzung darin verändert hat.

    3.) Durch das Buch “The Mood Cure – Was die Seele essen will” von der Psychiaterin und Ernährungsmedizinerin Julia Ross bin ich auf die Tatsache aufmerksam geworden, dass sich Vitamin-, Aminosäuren- und Mineralstoffmängel sogar vererben bzw. genetisch bedingt sein können und auch augenscheinlich gesunde Menschen durch Belastungssituationen durch solche Mängel bis in psychische Krankheiten geraten können, weil der Gehirnstoffwechsel nachhaltig gestört wird. Selbst eine vollwertige, gesunde Ernährung reicht da manchmal nicht aus, um diese Mängel aufzufüllen. Das wird, vor allem in den USA, seit einigen Jahren vermehrt erforscht und sollte nicht unberücksichtigt bleiben.

  11. Mic

    Schön, dass Du dieses Thema in Deinem Blog betrachtest. Ich habe zu Deinem Artikel ein paar Anmerkungen.
    Bezüglich “Mangelnder Kontext”:
    NahrungsERGÄNUNGSmittel sind keine NahrungsERSATZmittel. Daher sind Ergänzungsmittel auch immer zusammen mit Nahrung einzunehmen. Dadurch kann man Defizite ausgleichen, die beispielsweise das damit zusammen konsumierte Gemüse/Obst/Fleisch/Fisch nicht liefert.
    Das fehlt mir etwas in Deinem Artikel: gesunde Ernährung ist die Basis und quasi Pflicht. Schlechte Ernährung mit Ergänzungsmittel kompensieren zu wollen ist denkbar schlecht, wenn es nur dazu dient, die ständig schlechte Ernährung auszugleichen.
    Allerdings gibt es viele Menschen, die trotz „gesunder“ Ernährung und Lebensstil nicht alle notwendigen Nährstoffe aufnehmen, etwa weil diese die Nährstoffe in ausreichender Menge enthalten (z.B. bei Magnesiumversorgung nicht so einfach), oder weil der Körper mehr als üblich braucht (z.B. Sportler, aber auch Menschen mit Defiziten).

    Bezüglich “Doch für keinen gesunden und gesund lebenden Menschen sind Nahrungsergänzungsmittel notwendig oder allgemein hilfreich”
    Wenn man sich so umschaut, dann beschäftigen sich viele Menschen erst dann mit Ernährungsformen wie z.B. Paleo, wenn sie krank sind.
    Ein „gesunder“ Mensch kann auch rauchen. Wird ihm i.d.R. die ersten Wochen oder Monate nicht wirklich schaden. Ein „gesunder“ Mensch kann auch Getreide essen im Übermaß, oder Proteine auf nahezu 0 reduzieren, ohne sofort krank zu werden.
    Langfristig kann dies aber völlig anders aussehen.

    Gegner von Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) führen auf, dass NEM nur Geld in die Kassen der Pharmakonzerne spült. Viele Befürworter argumentieren, NEM schneiden deshalb so schlecht in der Presse ab, weil die Pharmalobby kranke Menschen braucht, um den Medikamentenabsatz sicherzustellen. Seriöse Studien gibt es genügend, leider werden viele falsch ausgelegt.

    Letztendlich muss m.E. jeder für sich selbst entscheiden, wie er/sie damit umgeht.
    Ähnlich wie mit der Ernährungsform. So ist auch Paleo sicherlich nicht der einzigste Königsweg.

  12. Uwe

    Hi Felix,

    danke für den Bericht, entspricht auch meiner Meinung.
    Die Empfehlungen der DGE finde ich teilweise abstrus, da sie teilweise aus Konsenskonferenzen ohne wissenschaftlichen Hintergrund zustande kommen und nur den Ihrer Meinung nach Durchschnittsmenschen beschreiben. Bei Vitamin C z.B. wird 100mg empfohlen, damit liegen die an der Spitze weltweit. Das wurde schon mal in einem Malariagebiet durchgeführt um den Mangel dort zu bekämpfen. Das Ergebnis waren 40% mehr Malariatote, weil der Körper Vitamin C runterfährt um nicht die Krankheitserreger zu nähren. Aber die Pillendreher haben Umsatz gemacht…..
    Aus meiner Sicht ist der Körper zu komplex um da nach Tabellen isoliert drin rumzuwirken. Ohne ganzheitliche Betrachtungsweise bergen künstliche Ergänzungsmittel erhebliche Risiken.

    Gruß

    Uwe

    1. Felix

      Die von dir erwähnte Tabelle stammt vom Pharmakonzern Geigy. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

      Dass der Mikronährstoffgehalt von spezifischem Obst und Gemüse in der Tat gesunken ist, ist nichts neues und keine Überraschung. Bei entsprechendem Anbau lässt sich dies jedoch vermeiden: http://www.urgeschmack.de/ist-bio-besser/

      Davon ganz abgesehen sind dies nur relative Werte – nach wie vor sind genügend Nährstoffe enthalten, um seinen Tagesbedarf zu decken.

      Deine Skepsis kann ich nachvollziehen. Sie scheint mir in diesem Fall jedoch wenig durchdacht und fundiert.

      1. Kire

        Nur die Spalte für das Jahr 1985 (als die Welt noch ‘halbwegs i.O.’ war) stammt vom Geigy!

  13. Alois

    Über hunderttausende Jahre waren die Menschen im Freien (beinahe) unbekleidet ohne Sonnenschutzmittel zu verwenden. Jeden Tag 8 bis 12 Stunden Sonnenbad füllt den Vitamin D-Speicher. Und jetzt? Praktisch nicht; Folge: Vitamin D-Mangel.
    Bei Tiernahrung wurden in erster Linie Innereien gegessen und auch das Fett; ebenso “vor verdaute” Mageninhalte – so wie es die Raubtiere zeigen. Hygiene? Nun, die Vitamin B12 – Versorgung war ausgezeichnet (so wie es die Gorillas vormachen und die Hasen …). Nebenbei gab es jede Menge Mineralien in Form von “Schmutz” dazu im Essen.
    Und jetzt? Fleisch nur mager; Gemüse gewaschen und nur ein paar Nährstoffarme Sorten; Maden? NEIN; Pilze? Ein paar, manchmal. Obst? Fructosebomben jetzt und viel davon. Pflanzenöle …
    Die Jäger und Sammler hatten das ganze Spektrum an Enzymen, Vitaminen, Mineralien und Aminosäuren; sowie aller sekundärer Pflanzenstoffe und ganz wichtig: Eine angepasste Darmflora. Wenn man sich die heutige Ernährung – auch Paleo ähnliche – anschaut, kommt bei mir der Gedanke auf: Her mit den Ergänzungsmitteln, allerdings mit jenen, die nun fehlen. Dabei hilft umfassendes Wissen (auch Bauchwissen?) darüber, was nötig ist. Und genau so wichtig ist das: Was schädlich ist WEGLASSEN. (Das ist sonst wie gleichzeitig ein Loch zu graben und zu zuschütten.)
    Nahrungsergänzung kann einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Gesundheit sowohl in physischer als auch in psychischer Hinsicht leisten. Viele Leute wissen gar nicht, wie viel gesünder sie sein könnten – über Jahrzehnte, würden sie es nur die richtigen Stoffe hinzufügen.

    1. Felix

      Dein Kommentar verdeutlicht nur, was ich bereits geschrieben habe: Bei einer ausgewogenen, vielseitigen Ernährung mit hochwertigen Lebensmitteln sind Nahrungsergänzungsmittel für gesunde Menschen nicht nötig.

  14. Fexxx

    Hallo Felix,
    aus meiner persönlichen Erfahrung haben NEMs mein Wohlbefinden nochmal deutlich gesteigert.
    Ernähre mich nun seit ca. 1 Jahr “Paleo” – bzw. bewusst trifft es sicher besser. Trotzdem war ich noch etwas irgendwie schlapp und habe mich unrund gefühlt. Ja, ich habe meine Werte (u.a. Schilddrüse, Testosteron) messen lassen und die waren immer noch recht mau vertreten. Also habe ich mit Zink, Vit D, Selen, Jod in Mengen substituiert die kaum oder nur nach Jahrzehnten “Paleo” (so lange wollte ich nicht warten 😉 ) Ernährung möglich sind…und schwupps die Werte UND mein Befinden sind deutlich gestiegen.
    Letztendlich hat mich Paleo und das Interesse für den eigenen Körper (Nährstoffe ect.) zum Ziel gebracht.
    Daher denke ich man kann “Natürliche Ernährung” auch mit den Möglichkeiten der Moderne kombinieren.
    Wie heißt es auch so schön – wer heilt hat recht?

    LG, Fexxx

    1. Felix

      Trotzdem war ich noch etwas irgendwie schlapp und habe mich unrund gefühlt.

      Eben deswegen schrieb ich ausdrücklich “für den gesunden Menschen”. Wenn, wie bei dir, ein Problem vorliegt, sieht das anders aus.

  15. Philipp

    Die Frage muss jeder für sich selbst beantworten
    Kommt man ohne NEM aus? Natürlich!
    Kommt man mit den DGE Empfehlungen aus? Natürlich!
    Die Fragen sind pauschal leider nicht mit ja oder nein zu beantworten. Alles eine Frage des individuellen Anspruchs. Es stimmt zwar, dass wir Menschen (und auch Tiere!) ohne NEM überlebten. Früher war aber nicht alles besser.

  16. Henry

    Mir ist eigentlich nur ein new bekannt was man nicht in ausreichender Form natürlich decken kann und das ist Kreatin. Jedoch benötigt das nur der ambitionierte kraftsportler, bodybuilder usw. Die Vorteile von Kreatin überwiegen sehr stark. Ansonsten kann man auf sonstige NEM getrost verzichten und da geh ich mit das man die nicht wirklich brauch. Allerdings ist es manchmal auch einfach der bequeme weg sich 2-3 Pillen, Kapseln usw einzuwerfen. Jeder sollte sich über die verschiedenen Kanäle informieren, ob es wirklich notwendig ist das NEM einzunehmen.

    1. Alexander

      Die Diskussionen zum Thema NEM`s lassen einen ganz wichten Aspekt außer acht. Es geht um eine biophysikalische Betrachtung. Biochemisch gesehen glauben wir ja Vitamine und Mineralien in isolierter Form ( NEM`s) zu uns nehmen zu können um somit evtl. Defizite auszugleichen. Leider funktioniert das aber so nicht. Selbst wenn man z.Bsp. 20 kg Kalziumtabletten schlucken würde, wären die Zellen mit weniger Kalzium versorgt als mit dem Verzehr 1 Karotte. Das Kalzium aus der Tablette wird zwar zum Teil vom Körper aufgenommen und ist auch im Blut nachweisbar, kann aber aufgrund seiner grobstofflichen, anorganischen Form nicht in die Zelle gelangen. Was aber nicht in die Zelle gelangt, kann auch nicht verstoffwechselt werden und ist somit für unseren Körper wertlos. NEM`s sind daher aus biophysikalischer Sicht isolierte, aus ihrem Zusammenhang gerisse Stoffe. Leider finden diese Aspekte in der Diskussion kaum Beachtung. Die Pharmaindustrie bedient sich der Biochemie und läßt diesen Punkt ( bewußt ? ) außer acht. Mit Tabletten und Pillen läßt sich eben halt mehr Umsatz machen, als mit Karotten. Und auch gesundheitsbewußte Menschen greifen leider lieber zu NEM`s, als sich mit qualitatic hochwertigen und unveränderten Lebensmittel zu versorgen. Fragen wir doch einmal die Zentenarier in Italien, Südamerika, Japan oder sonst wo auf dieser Welt. Die haben nie NEM`s genommen und sind auch keinem Leistungsport nachgegangen. Die kennen kein Fitnessstudio ect. etc. Warum werden die so alt und bleiben dabei relativ gesund ?? Ich bin mir ganz sicher, dass diese Menschen biophysikalischen Gesetzten folgen -ohne sich darüber überhaupt bewußt zu sein – und so ein hohes Alter bei guter Gesundheit erreichen.

      1. Felix

        Die Diskussionen zum Thema NEM`s lassen einen ganz wichten Aspekt außer acht. Biochemisch gesehen glauben wir ja Vitamine und Mineralien in isolierter Form ( NEM`s) zu uns nehmen zu können um somit evtl. Defizite auszugleichen.

        Genau darauf gehe ich im Artikel ausdrücklich ein.

        1. Lutz

          Schon komisch wie manche Leute reagieren. Fehlen hier Vitalstoffe für die konstruktive Gelassenheit ?
          Ich möchte ergänzen, dass es auch Vitalstoffe zu kaufen gibt die nicht aus dem Pharma-Labor kommen. Die werden aus kontrollierten, natürlichen Rohstoffen hergestellt und ergänzen sich hervorragend. Obst, Gemüse und Kräuter eingedampft und gepresst von einer Firma mit sehr hohen ethischen Grundsätzen. Die Chefs kann man dauernd treffen. Versucht das mal bei den Pharmas.
          Aber hier kommt der Nachteil : Man muss sich selber darum kümmern und die Krankenkasse zahlt nicht dafür, auch nicht wenn sie sich “Gesundheitskasse” nennt.

Kommentare geschlossen.

Vielen Dank für Ihren Kommentar, leider kann ich nicht immer auf alle reagieren. Zugunsten der Mitleser lösche ich Kommentare ohne Themenbezug und Kontext. Einige Kommentare muss ich manuell freischalten; in der Regel binnen 48 Stunden.