Brokkoli mit Feta und Sauerrahm

Auch wen ich Gefahr laufe, mich zu wiederholen – in diesem Fall tue ich es gerne: Das Großartige an frischem, gesund gewachsenem Gemüse ist, dass es von ganz allein schmeckt. Wer sich einen geschmacklichen Kontrast dazu wünscht und eine Dosis Protein dazu nicht scheut, ist mit gutem Feta passend bedient. Der Dip auf Sauerrahm-Basis ergänzt die Geschmackliche Bandbreite um frische Kräuter und ein paar Gewürze.

  • 1-2 Kopf Brokkoli
  • 200g Feta
  • 100g Sauerrahm (Schmand)
  • Gewürze/Kräuter: Salz, Pfeffer, Knoblauch, Schnittlach, Petersilie

Den Brokkoli in Teile schneiden, mit ca 200ml Wasser in einen Topf geben und kochen.

Kräuter und Gewürze mit dem Sauerrahm verrühren und abschmecken.

Den Feta in Würfel schneiden und auf Tellern anrichten.

Den Brokkoli nach ca 10 Minuten vom Herd nehmen, abgießen und zusammen mit dem Sauerrahm und dem Feta servieren.

Diese Menge reicht für zwei Portionen.

Urgeschmack-TV Ep. 50: Herstellung eines Kochbuchs #1

Das heutige Video stellt den Beginn einer Reihe von Making-ofs dar, die in den kommenden Wochen und Monaten die Entstehung des neuen Urgeschmack-Kochbuchs dokumentieren wird.

Tja, und wie erwähnt: Das runde Jubiläum, die 50. Folge von Urgeschmack-TV kann man auch pompöser feiern – aber dafür bin ich wohl nicht der Typ (meine Begeisterung für leckeres Essen ist eindeutig größer). Definitiv freue ich mich allerdings auf die nächsten 50 Folgen.

Weitere Teile dieser Reihe:

Der Bauernhof der Zukunft

Das Öl wird knapp. Fossile Brennstoffe werden knapp. Diese Fakten waren schon immer klar, doch unsere Gesellschaft vermittelt den Eindruck, als würde sie dies erst begreifen, wenn der letzte Tropfen Öl gepumpt wurde. Besondere Weitsicht kann man ihr insofern kaum attestieren.

Doch was wird die Auswirkung sein? Keine Urlaubsflüge mehr? Das wird uns schon nicht umbringen. Jedoch unter den vielen auf uns zukommenden Problemen, befindet sich die Nahrungsmittelproduktion.

Ganz gleich, ob es bis zum Ende des Ölzeitalters noch zwei oder zehn oder fünfzig Jahre dauert: Die konventionelle Landwirtschaft in ihrer heutigen Form wird so nicht weiter existieren können. Dieselbetriebene Traktoren, Ölbasierte Pflanzenschutzmittel und Dünger, Transporte, Verarbeitung – all dies ist abhängig vom Öl:

Es wird nicht leicht; und gewiss werden Lebensmittel wieder teurer. Die aktuell in Deutschland und anderen Ländern herrschenden Preise, entstanden durch jahrzehntelange Subventionen, Marktverzerrungen und auf Kosten der Umwelt, sind unrealistisch niedrig. Weder spiegeln sie den tatsächlichen Wert der Lebensmittel wieder, noch wecken Sie bei vielen Käufern eine echte Wertschätzung. Viel zu viele Lebensmittel landen im Müll.

Doch auch mit allem Geld der Welt lässt sich ohne Öl die konventionelle Landwirtschaft nicht weiter betreiben. Woher werden also in Zukunft die Lebensmittel kommen? Wie werden wir sie erzeugen?

Wer soll die nötige mechanische Arbeit in Zukunft erledigen, wenn nicht das Öl als Treibstoff der Maschinen? Ein Rückkehr zur Sklaverei scheint undenkbar.

Die Abkehr von der konventionellen Landwirtschaft kann offensichtlich nicht allein darin bestehen, den Treibstoff zu ersetzen. Es bedarf einer ganzheitlichen Betrachtung der Nahrungsmittelkette. Und diese wirft die entscheidende Frage auf: Sollte das aktuell vorherrschende System überhaupt weiter bestehen? Ist die Zentralisierung sinnvoll? Ist es sinnvoll, Städte und Gemeinden abhängig zu machen von weit entfernten Nahrungsmittelquellen? Offenkundig nicht.

Sollte lokale Landwirtschaft am Ende doch das System sein, das sich wieder durchsetzt? Wie kann das aussehen? Wie kann die Produktivität ausreichend gesteigert werden ohne fossile Brennstoffe einzusetzen?

Dass ökologisch nachhaltige Landwirtschaft auch wirtschaftlich funktionieren kann, wurde und wird oft genug bewiesen. Die bisherigen Beispiele waren selten dem Mainstream zuzuordnen. Kann nachhaltige Nahrungsmittelerzeugung auch im großen Rahmen stattfinden? Wie werden es ausprobieren müssen.

Es ist durchaus spannend, der Natur zuzuschauen, die Beziehungen der Tiere und Pflanzen untereinander zu beobachten und dabei zu lernen, wie wir unsere Arbeit erleichtern können. Zahlreiche Bücher über Permakultur und Polykultur stehen zur Verfügung, um mehr darüber zu lernen und selbst anzufangen, ein solch effizientes System aufzubauen.

Interessant finde ich, dass bei Anwendung dieser Systeme zwangsläufig der Anbau von Getreide zurückgeht. Steht dem Menschen wirklich eine umweltbedingte Ernährungsumstellung bevor? Ausgerechnet das Getreide steht im Verdacht, wesentliche Mitursache für viele weit verbreitete gesundheitliche Probleme zu sein. Sollte die Energiekrise, auf die der Mensch zusteuert, zugleich Ausgangspunkt für die unerwarteten Lösung anderer Probleme sein? Es wäre nicht das erste Mal.

Pastinakenpfanne mit Sauerrahm-Feta-Soße

Pastinaken lassen sich zwar ausgezeichnet mit vielen anderen Gemüsen kombinieren, machen jedoch auch als Hauptbestandteil einer Mahlzeit eine gute Figur. Mit der Pastinakenpfanne kommt ein schnell und unkompliziert zubereitetes Gericht auf den Tisch, das köstlich schmeckt und ordentlich satt macht. Es bleibt also kaum etwas zu wünschen übrig.

  • 500g Pastinaken
  • 100g Zwiebeln
  • 150g Sellerie
  • 200g Feta
  • 50g Schmand
  • Gewürze: Salz, Pfeffer, ggfs Schnittlauch und Petersilie

Zwiebeln in Ringe schneiden und in einer Pfanne mit etwas Butter glasig braten, würzen mit Salz und Pfeffer.

Die Pastinaken grob abspülen, dann in ca 5mm dicke Scheiben schneiden und mit dem gewürfelten Sellerie diese zur Zwiebel geben.

Noch etwas Butter in die Pfanne geben und das Gemüse kurz anbraten, dann mit ca 100ml Wasser ablöschen und ca 10 Minuten schmoren.

Währenddessen den Feta in Würfel schneiden und zusammen mit Schnittlauch, Petersilie und Schmand verrühren. Dies am Ende der Garzeit zum Gemüse geben, unterheben, kur anwämen und dann servieren.

Diese Menge reicht für zwei Portionen.

 

Urgeschmack-TV Ep. 49: Ein nicht so guter Ofen

Nach dem Lob, das ich einigen Küchenutensilien ausgesprochen habe, wende ich mich in dieser Folge einem Gerät zu, das ich auf keinen Fall weiterempfehlen würde.

Zusammengefasst kann man sagen: Das ist einfach kein guter Ofen. Sicherlich gibt es schlimmeres. Doch wer gerade auf der Suche nach einem neuen Ofen ist, für den ist diese Information gewiss nicht untinteressant. So ein Gerät kauft man ja nun nicht jedes Jahr neu, in der Regel hält ein Ofen um die 10 Jahre und darüber hinaus. Wer viel kocht und das Teil als zuverlässiges, praktisches Arbeitsgerät braucht, der sollte zu etwas anderem greifen.

Der moderne Steinzeitmensch

Es ist schön, dass Themen wie evolutionäre Medizin, Ernährung und Lebensweise langsam mehr Präsenz auch in den Massenmedien bekommen. So strahlte das ARD vor Kurzem eine 45-minütige Dokumentation mit dem Titel “Das Steinzeitrezept: Wie wir unsere Zivilisationskrankheiten besiegen“.

Thema des Beitrags sind die sich schnell verändernden Lebensumstände des Menschen und das Unvermögen der Evolution, damit schrittzuhalten. Bürojobs und Industrienahrung hat es vor 100 Jahren noch nicht gegeben – ein Zeitraum, der für die Evolution kaum eine Rolle spielt, es konnte in diese Zeit keinerlei relevante Anpassung stattfinden. Die Folge sind zahlreiche Krankheiten über die gesamte Bandbreite wie Knochen- und Gelenkerkrankungen bis hin zu Stoffwechselstörungen und deren Folgen wie Bluthochdruck, Diabetes, Krebs oder auch Übergewicht.

Die Thematik wird erfreulich differenziert und vielseitig betrachtet, so kommen Mediziner aus verschiedenen Bereichen zu Wort. Die Steinzeiternährung wird ebenso angesprochen wie andere Vorschläge zur Linderung der physischen Folgen. Ein sehr sehenswerter Beitrag.

Link: Das Steinzeitrezept: Wie wir unsere Zivilisationskrankheiten besiegen

Übrigens: Im Forum der Urgeschmack-Community gibt es neben vielen anderen Themen noch weitere Tipps zu interessanten Videobeiträgen. Schauen Sie doch mal rein.

Blumenkohl mit Rührei

Es muss wirklich nicht immer Fleisch zur Hauptspeise sein. Wer sich etwas eiweißhaltiges zum Gemüse wünscht, dem steht natürlich auch ein Rührei zur Auswahl. Wird dieses nicht zu trocken zubereitet, kann es zugleich als Dip für den Blumenkohl dienen und verleiht diesem so eine zusätzliche Geschmacksnote. Wer gute Butter zu schätzen gelernt hat, der weiß auch, dass sie durchaus als alleinige Beigabe zum Gemüse taugt – eine Soße ist nicht nötig.

Diese Mahlzeit ist sehr schnell zubereitet:

  • 1 Kopf Blumenkohl
  • 8 Eier
  • 50g Butter

Den Blumenkohl zerteilen und kochen.

Währenddessen die Eier verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und in einer Pfanne zu Rührei braten.

Die Butter (ggfs mit etwas Salz) erhitzen bis sie flüssig wird.

Nach dem Garen das Wasser vom Blumenkohl abgießen, Rührei und Kohl auf Tellern anrichten. Die geschmolzene Butter über den Kohl träufeln.

Diese Menge reicht für zwei Portionen.

Urgeschmack-TV Ep. 48: Töpfe

Heute gibt es ein weiteres Video in der Reihe “Nützliche Küchenwerkzeuge”. Das Thema wurde vor Kurzem im Forum der Urgeschmack-Community angesprochen, ich hielt es daher für angebracht, ein paar dieser Videos nachzulegen.

Wie immer gibt es diese Töpfe zum Beispiel auch bei Amazon zu kaufen: Fissler Topfset Sicilia 3-teilig – das wäre genau das Topfset, das ich auch erstanden habe. Das schlauere Topfset allerdings wäre dieses, denn es unterliegt nicht dem im Video genannten Mangel bezüglich der vorstehenden Mutter in den Deckeln: Fissler Topf-Set Korfu 4-teilig.

Rotkohl

In der Küche improvisiere ich fast immer. Es ist einfach spannend, wie sich aus den oft immer gleichen Zutaten doch immer wieder Grundverschiedenes zaubern lässt. Auf diesem Weg sind auch meine Kochbücher entstanden.

Doch während ich der Meinung bin, das es kein “bestes” Rezept für eine bestimmte Mahlzeit gibt, so gibt es natürlich durchaus Zubereitungsmethoden und Rezepte, die mir am besten gefallen. Das heutige Rezept für Rotkohl beschreibt genau so eine Methode.

  • 1 Kopf Rotkohl
  • 200g Zwiebeln
  • 50g Speck
  • 300g Apfelkompott
  • 5 Nelken
  • 1TL Salz
  • 75ml Branntweinessig
  • 2EL Gänseschmalz

Den Speck in einem großen Topf auslassen, Zwiebeln in Würfel schneiden und im Topf glasig braten.

Den Rotkohl in kleine, kurze Streifen schneiden und kurz anbraten. Dann die Hitze reduzieren.

Die übrigen Zutaten hinzufügen und gut vermengen. Ca. 45 Minuten leicht köcheln lassen. Wenn zu wenig Flüssigkeit im Topf ist, rund 100ml Wasser hinzugeben.

Über Nacht ziehen lassen, Nelken, Lorbeer und Speck heraus angeln.

Rotkohl passt großartig zu einer Vielzahl von Gerichten, zum Beispiel zu Wildschwein, Rinderbraten, Ente oder auch Hirschsteak.

Diese Menge reicht für 6 Portionen.

Urgeschmack-TV Ep. 47: Messer Tipps

Vor etwa einem halben Jahr hatte ich bereits ein Video über Küchenmesser gemacht. Mittlerweile gab es ein paar Veränderungen – man lernt stets dazu und meine Erfahrungen möchte ich Ihnen nicht vorenthalten:

Das in diesem Video gezeigte Messer bekommen Sie hier: “ZWILLING Professional S Kochmesser“. Es ist nicht billig – aber Qualität hat ihren Preis. Bedenkt man die Lebenszeit und Anwendungshäufigkeit, wäre wohl auch der doppelte Preis gerechtfertigt.

Um Messer wird, wie auch um vieles anderes in der Küche, ein großer Zirkus veranstaltet: Braucht die Welt wirklich ein Dutzend Messerserien pro Hersteller? Die Qualität der Klingen ist meist schon seit Jahrzehnten erstklassig, was die Hersteller also seit Jahren vornehmlich optimieren, ist das Marketing. Sicherlich kann es Spaß machen, Messer oder gar Messerserien zu sammeln. Persönlich denke ich jedoch, dass das Messer einzig und allein ein Küchenwerkzeug ist, das die Arbeit erleichtern soll.

Das vorige Video zum Thema Messer finden Sie hier: Urgeschmack-TV Ep. 22: Messer. Und mehr über solide Küchenwerkzeuge gibt es auch in diesem Video: Urgeschmack-TV Ep. 20: Tipps zu Schmiedeeisernen Pfannen