Hirschmedaillons mit Blumenkohlreis

Hirsch Blumenkohlreis

Der Blumenkohlreis hat das Zeug, ein wirklich ernsthafter Ersatz für Reis, Nudeln und Kartoffeln zu werden. Er nimmt jede Soße dankbar auf und auch seine Textur und Konsistenz passt sehr gut zu den Gerichten, die zuvor scheinbar unmöglich ohne Reis und Nudeln auskommen konnten. In diesem Rezept sehen Sie, wie einfach Blumenkohlreis als Beilage zu verwendbar ist und ausserdem, wie Sie schnell eine dazu passende, einfache Soße zubereiten können.

  • 340g Blumenkohl (2KHB)
  • 60g Hirschmedaillon (2EWB)

Den Blumenkohl in kleine Blöcke Schneiden, die in den Mixer passen. Stückweise in den Mixer geben und per Puls-Funktion mixen, bis der Blumenkohl die Form von Reis annimmt.

Für die Soße in einem Topf etwas Milch oder Kokosmilch erhitzen, dann zwei Esslöffel Erdnussmus hinzugeben. Gegebenenfalls etwas Milch nachgeben oder reduzieren um die gewünschte Konsistenz zu erreichen. Mit Salz, Pfeffer und Chilipulver abschmecken.

Die Hirschmedaillons in einer Pfanne scharf anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen.

Den Blumenkohlreis in einer Mikrowelle erhitzen. Hinzufügen von Wasser ist nicht nötig, da der Blumenkohl selbst genügend Flüssigkeit hält. Alternativ kann der Blumenkohl auch kurz gekocht oder zum erwärmen direkt in die Soße gegeben werden.

Die genannten Mengen reichen für jeweils 2 Kohlenhydrat- und Eiweißblöcke. Essen Sie dazu einige Nüsse oder 1,5 TL Nussmus für den Fettanteil.

Hirschsteak mit Steinpilzen

Hirschsteak mit Steinpilzen

Eine Mischung aus frischen Steinpilzen und Champignons ist auch zu einem Hirschsteak äusserst geniessbar. Einen unterschiedlich intensiven Geschmack im Vergleich besonders großer mit besonders kleinen Pilzen konnte ich übrigens nicht feststellen und so darf auf dem Markt auch ruhig zu der günstigeren Variante gegriffen werden.

  • 120g Hirschsteak (4EWB)
  • 300g Champignons (1KHB)
  • 600g Steinpilze (2KHB)
  • 100g /1stck. Zwiebel (1KHB)

Die Zwiebel in Ringe oder Würfel schneiden und mit etwas Butter in einem Topf glasig braten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Pilze halbieren oder vierteln, zu den Zwiebeln geben und schmoren. Mit Pfeffer, Petersilie und (erst am Ende) Salz abschmecken. Wenn Sie mögen können Sie einen Schuss Milch oder Sahne hinzugeben um den Pilztopf noch etwas saftiger zu gestalten.

Die Hirschsteaks in einer heissen Pfanne scharf anbraten und nach Geschmack garen, sowie mit Salz und Pfeffer würzen.

Anschliessend servieren.

Die genannten Mengen reichen für jeweils 4 Kohlenhydrat- und Eiweißblöcke. Essen Sie dazu einige Nüsse oder 1,5 TL Nussmus für den Fettanteil.

Gesunde Lebensmittel aus der Region

Lebensmittel aus der Region

Die großartigste Art der Nahrungsbeschaffung dürfte der Gang in einen lokalen, echten Hofladen sein. Wenn es sich um ein sinnvoll geführtes Geschäft handelt, kann man der Produktion der Lebensmittel kaum näher kommen. Ein Vorteil liegt auf der Hand: Die Nahrungsmittel wird nicht mehr quer durch das Land gekarrt, sondern legt den kürzest möglichen Weg zurück. Zu den weiteren Vorzügen gehören neben dem sozialen Kontakt mit dem Erzeuger die Stärkung der lokalen Wirtschaft und in der Regel sowohl gesündere als auch schmackhaftere Produkte.

Eier: Bio-Eier (Klasse “0”) aus dem Supermarkt kommen nicht selten aus dem benachbarten Ausland. Ist das nötig? Wohl kaum. Der “Bauer um die Ecke” gewährt seinen Hühnern womöglich ganzjährig freien Auslauf auf seinen Wiesen. Das Resultat sind in der Regel Eier mit hervorragendem Geschmack. Doch die “Wiesenfütterung” führt offenbar auch zu gesünderen Eiern mit u.a. höheren Anteil an Omega3-Fettsäuren, wie dieser Artikel beschreibt.

Milch: Es gibt kaum etwas großartigeres als Rohmilch. Weder homogenisiert, noch pasteurisiert, ist diese Variante geschmacklich allen anderen haushoch überlegen. Rohmilch enthält noch sämtliche Nährstoffe und Enzyme, die bei der Pasteurisierung verloren gehen (s.a. realmilk.com). Ein ordentlicher Erzeuger und somit reine, hochwertige Milch vorausgesetzt, ist rohe Milch ihrer weiterverarbeiteten Konkurrenz auf jeden Fall vorzuziehen.

Schinkenspeck: Es ist nahezu unmöglich, im Supermarkt Wurstprodukte ohne jegliche Zusatzstoffe zu finden. Zucker und Konservierungsstoffe sind in 99% aller Produkte enthalten, die meisten enthalten noch weitere, unnötige Stoffe, die der menschliche Körper nicht braucht. Der Schinken in obigem Foto wurde lediglich geräuchert und mehr nicht. Er schmeckt, um das noch hinzuzufügen, fantastisch und hat nur wenige Kilometer zurückgelegt.

Käse: Es gibt freilich unzählige Käsesorten und die wenigsten davon scheinen sich ausreichend von ihren Konkurrenzprodukten zu unterscheiden, um eine Existenz zu rechtfertigen. Nichtsdestotrotz ist die Käsetheke in Hofläden nicht selten recht ordentlich bestückt und enthält erfreulich oft auch schon mal Exoten. Was diese Theke hingegen nicht enthält, sind Konservierungs- oder Farbstoffe. Bitte, wozu muss ein Käse noch gefärbt werden? Irgendeinen Grund scheinen die industriellen Hersteller gefunden zu haben, denn auch Käse ist im Supermarktregal größtenteils mit Farbstoffen verseucht.

Sie sehen, der Gang in den lokalen Hofladen lohnt sich. Gesundheitlich und geschmacklich liegt hier großes Gewinnpotential und auch im Preis kann der Bauer vor Ort mit Supermarktketten durchaus mithalten. Die von mir im Text genannten Quellen mögen nicht die stabilsten sein und Skepsis ist berechtigt. Doch die gesundheitsunabhängigen Vorteile bleiben bestehen und rechtfertigen die Alternative Hofladen in jedem Falle.

Lammfilet mit Zwiebelsoße

Lamm mit Zwiebelsoße

Wie oft musste ich mir den Ausspruch “Also Lamm ist ja ganz schwierig!” anhören. Irgendwann konnte ich es nicht mehr hören und habe es selbst ausprobiert. Und war sehr überrascht, und zwar im positivsten Sinne: Lamm hat einen herrlichen Eigengeschmack, nie zu aufdringlich, jedoch immer präsent und durchsetzungsfähig. Die Zubereitung eines Lammfilets ist dabei kinderleicht. In diesem Rezept präsentiere ich es zusammen mit einer herzhaften Zwiebelsoße.

  • 200g Zwiebeln (2KHB)
  • 450g Tomaten (2KHB)
  • 120g Lammfilet (4EWB)

Die Zwiebel klein schneiden und in einer Pfanne glasig bzw goldbraun braten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Tomaten zerkleinern und zu den Zwiebeln geben. Dort zerdrücken, reduzieren und mit Salz, Pfeffer und Oregano würzen.

Kurz vor dem servieren einfach das Lammfilet in einer heißen Pfanne von allen Seiten scharf anbraten und dabei mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Ich empfehle, das Lamm nicht zu lange und somit “Medium” zu braten.

Die genannten Mengen reichen für jeweils 4 Kohlenhydrat- und Eiweißblöcke. Essen Sie dazu einige Nüsse oder 1,5 TL Nussmus für den Fettanteil.

Der menschliche Stoffwechsel: Fett

Der menschliche StoffwechselNach Kohlenhydraten und Eiweißen geht es in diesem Teil der Serie um die Rolle der Fette im menschlichen Stoffwechsel.

Fett wurde in den vergangenen 40 Jahren zum Sündenbock der Ernährung gemacht. Völlig zu unrecht. Im Laufe der Zeit wurde Fett zwar immer differenzierter betrachtet, eine echte Rehabilitation, wie sie eigentlich nötig und gerechtfertigt wäre, hat jedoch bislang nicht stattgefunden. Dabei ist Fett ein wesentlicher Bestandteil menschlicher Zellen: 60% der Gehirn-Trockenmasse besteht aus Fett. Mit 9 kcal/Gramm ist Fett eine mehr als doppelt so effiziente Energiequelle wie Eiweiß und Kohlenhydrate. Allein das macht klar, wie enorm wichtig Fett ist.

Dennoch herrscht weiter der Aberglaube vor, dass der Verzehr von Fett direkt zu Fettleibigkeit führe und es möglichst zu meiden sei. Stattdessen sei auf kohlenhydratreiche Kost zurückgegriffen – doch genau die hat uns in den letzten 20-30 Jahren in die katastrophalen Zustände geführt, in denen wir bezüglich der Verbreitung von Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck und anderen heute stecken.

In jeder Ernährung ist ein angemessener Fettanteil essenziell als Grundbaustein für wichtige Hormone und zur Regulierung des Stoffwechsels. Aber auch darüber hinaus ist der Verzehr von Fett auf jeden Fall ratsam: Fett verlangsamt die Aufnahme von Glucose in das Blut und hilft so bei einer Normalisierung des Blutzuckerspiegels. Verzichten Sie auf Kohlenhydrate und ernähren sich ausschliesslich von Fett und Eiweiß, so wird Ihr Körper nach kurzer Zeit vollständig die Verbrennung von Fett bevorzugen. Und dazu gehört auch das körpereigene Fett, denn der Stoffwechsel unterscheidet kaum zwischen Körperfett und Nahrungsfett.

Diese Zusammenhänge sind auch wissenschaftlich längst bewiesen und finden zunehmend den Weg in populärwissenschaftliche Veröffentlichungen.

Ganz abgesehen von den physiologischen Auswirkungen ist Ihnen sicherlich bewusst, dass Fett ein hervorragender Geschmacksträger ist. Und Fett macht satt. Und das ist doch genau das, was wir von unserer Nahrung erwarten, oder?

Mehr über die verschiedenen Arten von Fettsäuren und deren Auswirkungen auf unseren Stoffwechsel erfahren Sie in kommenden Artikeln dieser Serie.

Weitere Teile dieser Serie:

Weiterführende Informationen:

Mousse au Chocolat #2 – Zuckerfrei!

Mousse au Chocolat - Zuckerfrei

Ein zuckerfreies und doch süßes und cremiges Dessert. Unglaublich? Ist aber wahr. Und es schmeckt fantastisch. Streng kulinarisch betrachtet ist es vermutlich auch keine Mousse, da es keine schaumige, sondern eher eine cremige Konsistenz aufweist. Vielleicht eher “Schokoladensahne”? Solange es schmeckt, soll dies zweitrangig sein. Nachdem ich vor Kurzem ausführlich auf die Eigenschaften von Stevia eingegangen bin, möchte ich hiermit nun ein erstes, passendes Rezept reichen.

  • 400ml Sahne (1,5KHB+1,5EWB)
  • 50ml Milch
  • 40g Kakaopulver
  • 15 Tropfen Stevia

Die Milch und ca 80ml der Sahne kurz erwärmen (keinesfalls kochen), damit sich das Kakaopulver besser löst.

Kakao zur Milch geben und verrühren, gegebenenfalls einen Mixstab zur Hilfe nehmen. Stevia unterrühren.

Die restliche Sahne steif schlagen.

Anschliessend die Schokoladenmasse unter die Sahne heben. Bei Bedarf noch Kakaonibs unterrühren.

Dieses Dessert enthält recht viel Fett, nicht nur durch die Sahne, sondern auch durch den Kakao. Die Milch wurde weiter oben nicht mitberechnet. Ich setze für diese Mahlzeit einen Nährstoffgehalt von je 2 Kohlenhydrat- und Fettblöcken an. Vorsicht: Die hier angegebenen Mengen reichen, um zwei Personen satt zu machen.

Der menschliche Stoffwechsel: Eiweiße und Glucagon

Der menschliche StoffwechselIn Teil 2 der Reihe “Der menschliche Stoffwechsel” geht es um Eiweiße (Proteine) und das Hormon Glucagon. Eiweißanteil und Eiweißquelle spielen in der Ernährung tragende Rollen.

Proteine (Eiweiße) bestehen aus Aminosäuren und gehören zu den Grundbausteinen aller Zellen. Anders als Kohlenhydrate sind Proteine für den Menschen lebenswichtig und er kommt ohne sie nicht aus. Zu den proteinreichsten Lebensmitteln zählen Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte und Nüsse – der Verzehr dieser Produkte ist also von signifikanter Bedeutung für uns Menschen. Doch nicht nur bei der Neubildung bzw .Reparatur von Zellen spielen Proteine eine wichtige Rolle.

Denn der Verzehr von Eiweiß führt zu einer Erhöhung des Glucagonspiegels. Glucagon ist ein Mobilisierungshormon und quasi der direkte Gegenspieler des Insulins. Vereinfacht ausgedrückt: Glucagon signalisiert den Fettzellen, dass Energie benötigt wird und dass sie freigegeben werden soll. Glucagon sorgt auf diesem Wege auch für eine Stabilisierung des Blutzuckerspiegels, denn es wird auch dann ausgestoßen, wenn der Blutzuckerspiegel zu stark sinkt. In der Folge wird die durch Insulineinwirkung als Glykogen gespeicherte Energie wieder in Glukose umgewandelt und steht dem Körper zur Verfügung.

Essen Sie zu jeder Mahlzeit Eiweiß, kann der Glucagonspiegel dem durch Kohlenhydrate erhöhten Insulinspiegel entgegenwirken und ein erster Schritt zur Stabilisierung des Hormonhaushalts und des Stoffwechsels ist getan. Übermäßig starke Schwankungen des Blutzuckerspiegels werden so gepuffert und der Energiehaushalt normalisiert.

Der Verzehr besonders von Fleisch, Eiern und Milchprodukten ist in den letzten 30 Jahren leider zu unrecht beinahe kriminalisiert worden, als Begründung wurden die meist enthaltenen gesättigten Fette genannt. Dass diese jedoch nicht gesundheitsschädlich sondern, ganz im Gegenteil, ebenfalls zum Teil lebenswichtig sind, wird immer deutlicher. Über die Auswirkung des dritten Makronährstoffs –Fett– auf den Hormonhaushalt, erfahren Sie hier mehr: Teil 3: Der menschliche Stoffwechsel – Fett

Weitere Teile dieser Serie:

Weiterführende Informationen:

Externe Links

Kokos-Hähnchen mit Brokkoli

Kokos-Hähnchen

Gänzlich auf Getreideprodukte zu verzichten mag anfangs unmöglich erscheinen. Zu sehr scheinen Mehl und Körner unseren Speise durchdrungen zu haben. Selbst ein paniertes Schnitzel scheint ohne Getreide unmöglich. Dass es das nicht ist, zeigt diese leckere Mahlzeit: Ein mit Kokosflocken paniertes Hähnchenbrustfilet. Während Paniermehl in der Regel Geschmacksfrei ist, kann das Hähnchenfilet hier noch vom Kokosgeschmack profitieren und wird um eine Variante bereichert.

  • 500g Brokkoli (4KHB)
  • 120g Hähnchenbrustfilet (4EWB)

Den Brokkoli zerkleinern und mit etwas Wasser in einen Topf geben, ca 10 Minuten garen/dünsten. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.

Das Hähnchenfilet zunächst in Ei, dann in Kokosflocken wälzen und auf diese Weise panieren. Anschliessend in eine Pfanne mit etwas Butter oder Olivenöl geben und von beiden Seiten goldig und knusprig braten.

Diese Mahlzeit enthält jeweils 4 Kohlenhydrat- und Eiweißblöcke. Essen Sie dazu einige Nüsse oder 1,5 TL Nussmus für den Fettanteil.