Milch: Pro und Kontra

Dieser Artikel ist auch als Podcast bzw. Netcast zum Anhören verfügbar: Urgeschmack-Podcast #2: Milch: Pro und Kontra

Der Konsum von Milch und Milchprodukten ist im Rahmen naturbasierter Ernährungsformen wie auch der Steinzeiternährung oder Paläo-Diät sehr umstritten. Doch auch außerhalb dieser Kreise wird die Sinnhaftigkeit des Milchverzehrs immer wieder in Frage gestellt. Tatsächlich ist kaum ein Lebensmittel so umstritten wie Milch und die daraus gewonnenen Produkte. In diesem Artikel stelle ich einige der vorherrschenden Argumente pro und kontra Milch vor.

Milch anderer Tiere wird dem aktuellen Wissensstand zufolge erst seit circa 9000 bis 10000 Jahren vom Menschen als Nahrungsmittel konsumiert. Erst die Domestizierung von Tieren habe den sicheren Zugang zu Milch ermöglicht, heißt es. Dies allein wird von einigen Anhängern der Steinzeiternährung als Argument dafür angeführt, Milch nicht zu konsumieren. Denn damals war die Steinzeit bereits vorbei. Wenn es jedoch um die Eignung von Milch als Nahrungsmittel geht, ist dies ein äußerst schwaches Argument, da es lediglich eine (angenommene) geschichtliche Tatsache ausdrückt.

Wenden wir uns also den tatsächlich untersuchten Inhaltsstoffen der Milch zu, darunter besonders Lactose und Casein:

Lactose

Hierbei handelt es sich um den sogenannten Milchzucker. Lactoseintoleranten Menschen fehlt die Fähigkeit, Lactose korrekt zu verdauen. Tatsächlich trifft dies weltweit betrachtet auf den Großteil der Menschen zu. Lediglich in (Nord-)Europa ist Lactoseintoleranz weniger verbreitet. Wenn ein Lactoseintoleranter Mensch Milch trinkt, kann es zu einem “unruhigen” Magen führen, zu Durchfall, Krämpfen oder einem aufgeblähten Bauch. Mit anderen Worten: Wer Lactoseintolerant ist, trinkt besser keine Milch. Milchprodukte hingegen enthalten teilweise nur sehr wenig bis gar keine Lactose. So zum Beispiel Butter. Solche Produkte werden auch von Lactoseintoleranten Menschen teils gut vertragen.

Casein

Dies ist das vorherrschende Protein (Eiweiß) in Milch. Nach aktuellem Kenntnisstand ähnelt es in seiner Struktur dem Gluten und wird von einigen Forschern auch mit ähnlichen, darmzerstörenden Wirkungen in Verbindung gebracht. Ausführlich untersucht wurde dies allerdings noch nicht, die Erkenntnisse gelten also als nicht gesichert und es ist unklar, ob Casein wirklich die negativen Wirkungen hat. Fest steht jedoch, dass Casein auch in der menschlichen Milch enthalten ist. Für mich ist dies ein Grund, Casein allein nicht für eine Nicht-Eignung von Milch für den menschlichen Verzehr verantwortlich zu machen. Jedoch ist eine Caseinintoleranz oder -Allergie natürlich Grund genug, solche Produkte zu meiden.

Weiter geht es in der Diskussion mit dem Vorwurf, Milch würde zahlreiche Krankheiten bis hin zu diversen Krebsarten verursachen.

Die Studienlage scheint so erdrückend, dass der Überblick schwerfällt. Auffällig ist jedoch, dass in fast allen Studien lediglich Milch aus Industrieproduktion, oft gar die bereits stark verarbeitete fettarme Milch herangezogen wird. Solche Milch hat jedoch mit dem naturgerechten Produkt “Rohmilch von der Weidekuh” beinahe nur noch die Farbe gemeinsam. Wie kommt es dazu?

Pasteurisierung

Jede Milch, die im Supermarkt landet, wird zuvor pasteurisiert, das heißt erhitzt. So sollen unerwünschte Keime abgetötet werden und dies passiert durchaus. Jedoch werden weiterhin auch zahlreiche nützliche Enzyme und Bakterien zerstört, die gerade das Wachstum unerwünschter Keime verhindern und teils auch bei der Verdauung von Milch helfen können. Viele der enthaltenen Vitamine, einigen Angaben zufolge rund zwei Drittel, gehen bei diesem Prozess ebenfalls verloren. Noch wesentlich schlimmer äußert sich dies jedoch bei ultrahocherhitzter Milch.

Homogenisierung

Normalerweise würde sich in einer Kanne frisch gemolkener Milch recht schnell die Sahne an der Oberfläche absetzen. Um dies zu verhindern wird Milch homogenisiert. Denn der Konsument wurde dazu erzogen, dass jede Unregelmäßigkeit im Nahrungsmittel etwas Schlechtes sei.

Bei diesem Prozess wird der Fettanteil der Milch in möglichst kleine Partikel aufgebrochen, wodurch sich das Fett gleichmäßig in der Milch verteilt. Es gibt Forscher, die behaupten, dass durch diese Entstehung kleinster Partikel einige schadhafte Auswirkungen der Milch zustande kommen, da diese kleinen Partikel die Darmwände durchdringen können.

Ob nun Rohmilch oder erhitzte Milch verwendet wird, hat maßgeblichen Einfluss auch auf die daraus entstehenden Produkte. So wird Rohmilchkäse von vielen Menschen als wesentlich geschmackreicher bezeichnet. Halten wir also fest, dass Rohmilch von Weidekühen etwas völlig anderes ist, als Milch aus dem Supermarktregal.

Weidekühe?

Natürlich hat die reine Weidehaltung von Rindern abgesehen von ihrem Wohlbefinden nicht nur Einfluss auf ihr Fleisch, sondern auch auf die von ihnen erzeugte Milch. Rohmilch von Weidekühen enthält größere Mengen konjugierter Linolsäuren (engl. conjugated linoleic acids, kurz CLA). Dies ist eine Gruppe von Fettsäuren, die unter anderem beim Muskelaufbau hilft und den Abbau von Körperfett beschleunigt. Im Fleisch rein grasgefütterter Tiere ist die Menge der konjugierten Linolsäuren doppelt so hoch wie im Fleisch von Tieren, die mit Getreide gefüttert wurden, für die Milch gilt ähnliches. Auch der Anteil an Omega-3-Fettsäuren ist in der Milch von Weidekühen erheblich höher als bei den Tieren aus Stallhaltung.

Wachstum, Gewichtszunahme und Insulin

Milch stimuliert den Ausstoß von Insulin. Und zwar stark. Insulin als Speicherhormon sorgt für Wachstum. Das kann das Wachstum der Fettspeicher wie auch anderer Energiespeicher sein. Es ist noch umstritten, welcher Bestandteil der Milch dafür verantwortlich ist. Der Milchzucker allein kann es jedenfalls nicht sein und es ist wahrscheinlich, dass unter anderem das Molkeprotein einen großen Anteil an dieser Funktionsweise hat. Das macht auch Sinn: Milch ist dazu da, kleine Säugetiere groß zu machen. Viele Kraftsportler wissen zum Beispiel, dass sie durch den Konsum von Milchprodukten sehr schnell Masse zulegen können. Andersherum gilt jedoch auch: Wer Probleme beim Abnehmen hat, könnte die Ursache dafür in Milchprodukten finden. Und besonders Diabetiker und generell Menschen, die Probleme mit dem Blutzuckerspiegel haben, sollten an diese Insulinotrope Wirkung der Milch denken.

Ziegenmilch verträglicher?

Ziegenmilch ist fetter als Kuhmilch und ähnelt in der Zusammensetzung eher der menschlichen Milch. Grundsätzlich gilt für diese Milch zwar das gleiche wir für Kuhmilch. Jedoch gibt es zahlreiche Fälle, in denen Menschen, die keine Kuhmilch vertragen, prima mit Ziegenmilch klarkommen. Gewiss gibt es noch andere Milchsorten, doch ist beispielsweise Schafsmilch nur extrem selten zu bekommen, ganz zu schweigen von der sehr fetten Rentiermilch.

Fakten: Milch ist nicht gleich Milch.

Fassen wir die Fakten zusammen: Es ist offensichtlich, dass Rohmilch völlig andere Eigenschaften hat als das industriell verarbeitete Produkt. Milch ist als Nahrungsmittel zurecht umstritten. Allerdings sind Aussagen wie “Milchkonsum erhöht das Krebsrisiko um 30%” völlig wertlos. Denn erstens fehlt die Definition von “Milchkonsum” (Ein Tropfen im Leben? Eine Tasse? Ein Liter am Tag?) und zweitens ist Milch nun wirklich nicht gleich Milch.  Und genau das wird auch die Ursache für den Zwiespalt sein: In den meisten Studien wird stark verarbeitete Milch, teilweise H-Milch oder fettarme Milch verwendet. Wird dort eine schädliche Wirkung nachgewiesen, lautet das Ergebnis jedoch meist auf “Milch ist schädlich” und nicht “die von uns untersuchte Milch ist schädlich”. Es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass gerade die Enzyme und Bakterien, die bei der Pasteurisierung zerstört werden, der karzinogenen, das heißt krebsfördernden Wirkung der Milch entgegen wirken.

Fazit

Für mich persönlich gilt: Anders als früher, wo ich durchaus zwei Liter und mehr Milch am Tag konsumiert habe, trinke ich heute nur noch wenig Milch. Und wenn, dann aus möglichst optimaler Produktion, das heißt aus reiner Weidehaltung. Für Milchprodukte wie Käse gilt das gleiche. Ich verwende jedoch täglich Weidebutter und gebe meinem Essen gerne auch einen Klecks Schmand hinzu, denn es ist dem Geschmack sehr zuträglich. So hält sich meine Aufnahme von Milcheiweiß in eher engen Grenzen. Ich denke, diese Art der Mäßigung ist ein guter Kompromiss aus Genuss und etwaigen gesundheitlichen Risiken (die, wie erwähnt, nicht als gesichert gelten).

Denn machen wir uns nichts vor: Milch ist ein einmaliges Lebensmittel, um das sich eine faszinierende Kultur und Handwerkskunst gebildet hat. Unzählige kultivierte Käsesorten ermöglichen sehr vielfältigen Genuss und sind ebenso einzigartig wie einfach nur ein kühles Glas frischer Milch. Der Mensch kommt sicher ohne aus, doch Milchprodukte stellen eine immense kulinarische Bereicherung dar.

Auf jeden Fall sollte jedoch meiner Meinung nach jeder einmal eine Phase von mindestens 4-6 Wochen absolut keine Milch und Milchprodukte konsumieren um zu prüfen, ob sich dadurch gesundheitliche Verbesserungen ergeben. Diese können praktisch den gesamten Organismus betreffen und von Darmbeschwerden bis hin zu Akne reichen.

Jeder muss seine eigenen Entscheidungen treffen. Mit diesem Artikel und den folgenden Links zu weiterführender Literatur hoffe ich, ein wenig Aufklärung zu betreiben. Mark Sisson hat ein paar schöne Zusammenfassungen zu diesem Thema geschrieben. Chris Masterjohn rückte dem Thema auf seine ihm eigene Weise auf den Leib. Auch die Weston A. Price Foundation hat ihren Beitrag geleistet. All diese Beiträge sollten jedoch mit äußerster Vorsicht genossen werden, denn oftmals verrennen sich die Forscher auch in ihren Argumentationen und unterliegen ihrer Voreingenommenheit.

Mehr zum Thema Milch bei Urgeschmack:

Weiterführende Informationen:

Mark’s Daily Apple: The Definitive Guide To Dairy

Mark’s Daily Apple: Dairy and its Effects on Insulin Secretion

Mark’s Daily Apple: How Dairy Entered the Human Diet

Chris Masterjohn: Does Milk Cause Cancer?

Weston A. Price Foundation: Real Milk

72 Kommentare zu “Milch: Pro und Kontra

  1. Matilde

    Ich bin in der 8.Woche schwanger.
    Laut meiner Ärztin und Broschüren,Bücher etc. soll ich Milchprodukte essen, um mein Baby mit Kalzium etc. zu versorgen.

    Was sagst du dazu?
    Gibt es Alternativen zu Milch?

    Danke dir

  2. Pingback: Was ist Paleo? | paleocrossfit

  3. Christof

    Ein sehr guter und ausgewogener Beitrag, danke!
    Selber ernähre ich mich nach Paleo mit der grossen Ausnahme, dass ich mir Milchprodukte erlaube. Deine Aussage motiviert mich aber, auch mal 4-6 Woche ohne Milch zu leben, wenn auch nur zu wissen, dass kein Unterschied macht.

  4. Luigi

    Das ERSTE was wir aus unsere Speiseplan abschaffen MÜSSEN, ist Milch-und Milchprodukten.
    87% der Protein das in Milch und Milchprodukte enthalten ist, heißt CASEIN.
    Im Labortesten (ADA = American Dietetic Association und CHINA STUDY) ) ist bewiesen worden dass CASEIN das Wachstum von Krebszellen stimuliert und fordert. Genau so wie Benzin auf Feuer werfen !!!!
    WICHTIG: Im Käse und MAGERMILCH ist die Konzentration von Casein noch höher. Egal ob aus Kuh, Ziege oder Schafsmilch.

    http://www.ever.ch/PDF/Hauptstrasse_der_Ernaehrung%20-%20Teil_3.pdf

    1. Felix

      Von Kefir bin ich kein großer Fan, aber durch die Fermentation sind da ein paar nützliche Bakterien drin. Hin und wieder sollte das zeug nicht schaden, sofern aus Vorzugsmilch und wenn keine anderen Unverträglichkeiten vorliegen.

  5. zela72

    Hallo Felix,

    kennst du auch diese Seite?
    http://www.milchlos.de/milos_0301.htm

    Demnach gibt es auch Veränderungen in der heutigen Milch durch Genveränderungen durch unsere Milcindustrie, die IGF-I im Körper des Menschen erhöhen. Ein Wachstumshormon, das das Wachtsum von Krebszellen verstärken kann.

    Interessant fand ich auch das Buch “Why stomach acid is good for you” von Jonathan Wright und Lane Lennard. Dort wird ie Hypothese uafgestellt, dass die Meisten Menschen mit Sodbrennen eher an Salzsäuremangel leiden und das Milchunverträglichkeit da eine olle spielen kann. Es scheint Zusammenhänge zwischen kindlichem Asthma und Magensäuremangel sowie Milchunverträglichkeit zu geben.

    Manche Menschen reagieren auf Paleo nicht mit der gewünschten gewichtsabnahme, vielleicht ja wegen der Magensäure oder Milch?

    Ich finde deinen Blogg übrigens toll.

    Viele Grüße
    zela72

    1. Felix

      Hallo zela,
      die Milch (und der Magen und der Darm) ist/sind ein unglaublich großes, interessantes Themenfeld. Dazu kann man Beiträge am laufenden Band schreiben und es ist fraglich, ob wir das in den nächsten 20 Jahren überhaupt alles erforscht kriegen…

  6. Tatjana Walton - Heilpraktikerin

    Hallo Felix,

    danke für Deine Seite. Ich empfehle Sie oft an meine Patienten und lese immer wieder selbst gerne Deine Artikel.
    Was hältst Du denn von Bio – Sahne? z.B ein Teelöffel Sahne in den Kaffee? Ich stelle fest, dass Sahne besser verträglich ist als Milch für Menschen, die an KEINER Milch Allergie/Intoleranz leiden.
    Würde Sahne auch den Insulin Spiegel so stark erhöhen? Meinen Patienten, die abnehmen wollen empfehle ich oft eine GERINGE Menge Sahne für Ihren Kaffee anstelle von Milch. (Wenn die Kokosmilch nicht gemocht wird)
    Herzliche Grüße, Tatjana

    1. Felix

      Tatjana,
      Sahne enthält relativ betrachtet weniger Laktose und weniger Kasein als Milch. Das ist der einfache Grund. Sie enthält dafür mehr Fett. Praktisch das gleiche Prinzip wie bei der Butter.

  7. Benedikt

    Hallo Felix,

    du schreibst viel über Milchprodukte und deren Vor- bzw. Nachteile.
    Da muss, denke ich, sicher jeder seinen eigenen Weg finden, je nachdem, was er verträgt etc.
    Rein interessehalber: Wie viel und welche Milchprodukte konsumierst du eigentlich?

    Viele Grüße,
    Benedikt

    1. Felix

      Hi Benedikt,
      das Problem ist, dass möglicherweise das Befinden nicht ausreicht, um das individuelle Schadpotential beurteilen zu können.
      Ich selbst konsumiere in der Regel gar keine Milchprodukte. Ohne fühle ich mich besser.
      Da ich allerdings viele Experimente durchführe, nehme ich selten ganz bestimmte Milchprodukte zu mir, allerdings dann keinesfalls Industriezeugs, sondern Sachen aus kleinen Manufakturen, seltenst Kuhmilch, seltenst Homogenisiert etc.

  8. Peter

    Auf Werbeslogans, die die gesunden Inhaltsstoffe von Milchprodukten anpreisen, trifft man als Konsument täglich. Ernährungsexperten empfehlen, Soja-, Reis- oder Hafermilch zu komsumieren, statt Kuhmilch.
    Wenig wirksam gegen Osteoporose, dafür mit Inhaltsstoffen, die das Krebsrisiko steigern: Das Werbemärchen von der gesunden Milch wird durch neue Studienergebnisse von der Harvard Universitätimmer stärker angezweifelt. Besonderes Hauptargument der Fürsprecher eines häufigen Milchkonsums ist die angebliche Wichtigkeit des Inhaltsstoffes Kalzium, das tatsächlich in hohem Maße in der Milch vorhanden ist.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/10/28/harvard-milch-von-der-kuh-ist-nicht-gesund/

  9. jessie

    Danke für diesen Artikel, ich fand ihn sehr interessant.
    Ich habe meine Milchkosum seit etwa drei Monaten drastisch reduziert und bin auf Soja, Reis und Hafer umgestiegen. Laut der Paläo-Ernährung soll das aber wohl auch nicht gut sein, weil ja gerade Hafer und Reis auch weggelassen werden sollen. Hast du schon mal was über Soja geschrieben bzw. weißt du mehr darüber, ob Soja als Milchersatz geeigneter ist als Reis oder Hafermilch? Würde mich mal interessieren, hab darüber bisher noch nicht viel gefunden.
    Meine haut ist aufjedenfall viel besser geworden, seit dem ich die Milch weg lasse.

    1. Felix

      Du solltest dir auf jeden Fall bewusst machen, dass diese drei Milchsorten häufig viele Zusatzstoffe enthalten und aufwändig verarbeitet werden. Von den drei genannten wäre Reismilch tendenziell noch die gesündeste. Soja ist weniger empfehlenswert: http://www.urgeschmack.de/problem-soja/

      Reis ist glutenfrei und grundsätzlich relativ harmlos, nur eben auch recht nährstoffarm. Hast du mal über Kokosmilch als Alternative nachgedacht?

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  13. Stephan

    Hallo Felix,

    mich würde es interessieren, welche Alternativen es denn gibt Kaffee zu genießen, wenn man möglichst auf Milch verzichten möchte?

    LG Stephan

    1. Felix

      Kokosmilch geht sehr gut (Bezugsquellen siehe Zutatenliste oben in der Menüleiste). Einige nehmen auch einfach Butter, sollte dann aber mit dem Pürierstab eingearbeitet werden, weil es sich sonst nicht gut verteilt.

  14. Sarah

    Hallo Felix,
    ich danke dir für diese informative und tolle Seite. Ich hab schon viele Rezepte entdeckt, die ich ausprobieren möchte. Ganz begeistert bin ich von den Dessert-Vorschlägen! Super!
    Über das Thema Milchprodukte bin ich aber immernoch unschlüssig: Über Milch wird hier viel geschrieben, dennoch würde mich als Milchprodukt-Liebhaber schon interessieren, inwieweit Käse, Quark, etc da hineinpassen? Du hast in einigen deiner Rezepte Käse dabei, was mir sehr entgegen kommt, da ich die Milchprodukte jetzt lieber in Maßen, aber dafür mit mehr Genuß konsumieren möchte. Ganz darauf verzichten, da bin ich wohl noch nicht soweit. Geht es bei Käse, etc nicht auch darum, daß da Lactose drin ist, oder sind die Fette da doch noch so gut, daß man ihn ab und an zum Essen dazu machen kann? Oder ist das einfach mal eine Ausnahme in deinen Rezepten? Liebe Grüße!

    1. Felix

      Hallo Sarah,
      vielen Dank, es freut mich sehr, dass dir die Seite gefällt.

      Das Problem am Käse ist nicht das Fett – das ist gesättigt und praktisch harmlos. Die Laktose ist nur für diejenigen ein Problem, die Laktoseintolerant sind. Aber in Milch sind noch weitere Stoffe, die Probleme bereiten können. Kasein, BCM7 – Deswegen ist Vorsicht angebracht. Milchprodukte können im Weg stehen, wenn man abnehmen möchte. Oft dann, wenn es um die letzten paar Pfunde geht. Ansonsten denke ich, wenn du keinerlei Beschwerden hast, dann ist hochwertiger Käse (am besten Rohmilchkäse, auch Ziegenmilchkäse sind tendenziell verträglicher) in Maßen zum Genuss kein all zu großes Problem.

      1. Sarah

        Hallo Felix, danke dir für die Antwort. Dann kann ich mir beruhigt in Zukunft ab und an mal Käse fürs drüberstreuen/überbacken gönnen. Auch im Salat mag ich ja Feta gern. :) Dann werd ich mal deine Rezepte testen! Liebe Grüße!

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  18. Nicolette

    Wenn ich in einem Gespräch erwähne, daß ich seit Jahren kaum oder keine Milch trinke und auch bei Milchprodukten zurückhaltend bin, kommt immer die Frage, wie ich denn um Gotteswillen mein wichtiges Calzium bekomme…ich erwidere dann immer, was mir einmal ein Kinderarzt sagte : Menschenmilch ist für Menschenbabies und Kuhmilch ist für Kuhbabies.
    Natürlich esse ich hin und wieder Milchprodukte, aber sicher nicht zur Osteoporoseprophylaxe.
    Liege ich damit völlig falsch?

    1. Felix

      Naja, “Kuhmilch ist für Kuhbabys” suggeriert, dass es Nahrung gibt, die bestimmten Spezies “gehört”. Schweinefleisch wurde ja auch nicht extra für den Menschen erfunden, genausowenig wie die Nuss oder der Apfel. Insofern ist das meiner Ansicht nach einfach kein gutes Argument. Der Mensch ist ein omnivorer Opportunist, sehr gut darin, sich den Gegebenheiten der Umwelt anzupassen und von dem zu leben, was die Natur hergibt.

      Mit einem liegst du aber goldrichtig: Du brauchst keine Milch, um dich mit Calcium zu versorgen.

      1. Nicolette

        Danke für Deine schnelle Antwort!
        Natürlich ist die o.g. Aussage überspitzt,hat mich damals aber zumindest zum Nachdenken gebracht,ob die Aussagen,nur regelmässiger,hoher Milchprodukte-Konsum verhindert Osteoporose,so stimmen kann.
        Wie war das damals, als Milch und vor allem Käse noch nicht in diesen Mengen, wenn überhaupt, zur Verfügung stand?
        Als Argument kam da, daß die Menschen schliesslich gar nicht so alt wurden, daß eine etwaige Osteoporose zum Tragen kam…..

        1. Felix

          Ein Osteoporose-Risiko lässt sich unter anderem durch gelegentliches Krafttraining verringern. Durch die hohe Belastung wird die Knochengesundheit stimuliert. Früher wurde härter körperlich gearbeitet.

          Und dann ist Fett nötig, um die Knochengesundheit sicherzustellen. Ich habe den Wirkungsweg gerade nicht parat, meine mich aber zu erinnern, dass speziell gesättigtes Fett dafür sorgt, dass ausreichend Mineralstoffe & Vitamine transportiert werden können, um die Knochen gesund zu halten. Und Vitamin D (u.a. hergestellt durch Sonnenbestrahlung der Haut) ist auch wichtig und hilft sehr gegen Osteoporose.

          1. Nicolette

            Super, danke für die Argumentationshilfe!
            Daß Krafttraining gut für die Knochen ist, sollte ja eigentlich klar sein (mach ich auch abwechselnd mit Poweryoga)und – schön zu wissen, daß ich beim Fett kein schlechtes Gewissen zu haben brauche.
            Ich hab schon immer gewusst, daß mir Sonne gut tut – jetzt tank ich noch bewusster mein Vitamin-D!

  19. Ailyn

    Schöner, aufschlussreicher Artikel.

    Nur hab ich jetzt eine Frage an dich: bei der “Steinzeitdiät” wird doch die Milch eigentlich weggelassen dachte ich? Du benutzt sie bzw. die Milchprodukte jedoch trotzdem sehr oft in deinen Rezepten. Hab ich da was übersehen? Bitte klär mich doch auf :-)

    Lg,

    Ailyn

  20. zimtspinne

    Ich hab zufällig bei der Beschäftigung mit ketogener Ernährung dieses blog entdeckt und bin begeistert.
    Tolle Artikel, die ich bisher gelesen habe. Werde noch weiterstöbern :)

    Ich denke allerdings schon, dass bereits in zehntausend Jahren eine evolutionäre Anpassung erfolgen kann.

    Mir fallen (da es gerade um Milch geht) die Katzen ein. Hauskatzen vertragen teilweise Milch (was sie eigentlich nicht dürften), und vertragen sogar dieses unsägliche Industriefutter, das im schlimmsten Fall gerade mal 4% Fleisch bzw Schlachtafälle enthält.

    Wildkatzen würden wohl eher verhungern, als den Mist zu futtern. Da muss bereits eine Anpassung erfolgt sein; Katzen leben ja auch noch nicht Hundertausende von Jahren mit Menschen zusammen.
    Wobei für sie natürlich das gleiche wie für uns gilt… Anpassung bedeutet nicht Ideal. Mein Kater wird überwiegend roh gefüttert und war in seinen zwei Jahren bisher noch nie krank.

    1. Felix

      Hallo Zimtspinne,
      “etwas vertragen” ist etwas anderes als “ist gesund”. Was Katzen und Milch angeht: Es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass Katzen Rohmilch durchaus gut vertragen. Es ist die Pasteurisierung und Homogenisierung, die eher Probleme bereitet. Aber davon ab: Die Tiere, die das Industriefutter fressen sind meistens kranker bzw sterben früher. Diabetes, Zahnkrankheiten, Nierenschäden etc sind unter Haustieren verbreitet.

      Was generelll die Anpassung angeht: Die Gene haben sich nicht verändert. Aber die Epigenetik spielt natürlich schon eine Rolle. Und genau das wird auch der Knackpunkt pei Themen wie der Laktose(in)toleranz sein. Dennoch gilt auch da, dass etwas “vertragen” nicht unbedingt das Optimum ist.

  21. Spatz

    Und ich dachte immer, vornehmlich Kuhmilch wäre die Nahrungsquelle von (Kuh-)Kälbern. Da habe ich mich wohl getäuscht.

    Es ist übrigens falsch, dass Milchprodukte von Menschen mit Laktoseunverträglichkeit oder gar Laktoseintoleranz gut vertragen werden. Das kann so nicht verallgemeinert werden. Sahne, Käse und auch Butter können schwere Verdauungsstörungen und massives Unwohlsein herausfordern, was oft weniger im Magen, vor allem aber im Darm stattfindet.

    1. Felix

      Spatz, dort steht “TEILS gut vertragen”. Wenn man einen Kommentar schreiben möchte ist es vorteilhaft, selbst lesen zu können.

      Was die Nahrungsquelle von “(Kuh-)Kälbern” angeht kann ich deinen ersten Satz nicht nachvollziehen. Warum sollten Kälber keine Kuhmilch trinken?

      1. Spatz

        Gut, der eingefügte Begriff “teils” wirkt relativierend auf alles.

        Es geht nicht darum, dass Kälber keine Kuhmilch trinken, so sollte das nämlich sein.
        Befremdlich, dass ein Säugetier die Milch eines anderen konsumiert, jedenfalls meiner Meinung nach, und ebenso, daraus eine ganze Industrie aufzuziehen.

        1. Felix

          Es ist im Reich der Tiere, zu denen wir ja nunmal gehören, nicht unüblich sich von dem zu ernähren, was andere Tiere hergeben. Ob das nun Ameisen sind, die sich völlig Artfremde Tiere halten um sie beschützen und zu melken oder Fliegen, die von Kuhmist leben oder eben der Mensch, der den Kaninchen den Salat wegfrisst. Ob das nun Milch oder Honigtau oder Kot ist – am Ende ist das alles Varianten von Kohlenstoff und Energie.

          1. Spatz

            Da ist natürlich etwas dran (ich denke da gerade an den Kuckuck, der viel kleineren Vögeln ein Ei in ihr Nest legt, diese brüten das dann aus und behüten das Kuckucksjunge, wobei die genetisch der eigenen Art zugehörigen Jungen meistens sterben).
            Du hast Recht, das kommt in der Natur vor.
            Als Mensch, der (dann und wann) die “Gabe” der Reflexion und Vernunft besitzt, kann man sich ja selbstständig überlegen, ob man einem anderen Tier seinen Willen aufzwingen möchte oder nicht (ihc unterstelle Ameisen, dass sie beides nicht besitzen – Reflexion und Vernunft.). Bei der eigenen Art (Sklaverei) wurde das größtenteils überwunden bzw. gilt es als unmoralisch.

            Aber, wenn du schon betonst, dass wir alle Tiere sind: Ist es dann nicht auch Sklaverei, andere Tiere zu halten und zu benutzen?

            Entschuldige, falls das ein wenig OT erscheint. Und ich möchte dir übirgens auch für deine Antworten danken.

          2. Felix

            Ich mag nicht beurteilen, ob Menschen die einzigen sind, die zu “Reflexion und Vernunft” fähig sind. Nach dem, was ich aus der Tierwelt gesehen habe, bezweifele ich dieses Monopol.

            Zu deiner Frage “Ist es dann nicht auch Sklaverei, andere Tiere zu halten und zu benutzen?”

            Nein. Aus einem ganz einfachen Grund. “Sklaverei” ist ein Begriff aus der menschlichen Kultur. Kultur ist ein Konstrukt, kein Naturgesetz. Wir können das Gesetz der Natur “Fressen und gefressen werden” nicht auf Menschen anwenden – zumindest tun wir das nicht. Umgekehrt können wir aber unsere Kultur nicht auf die Natur zwingen. Ich kann einer Katze nicht verbieten, Mäuse zu fangen weil das Mord oder Totschlag sei. Das funktioniert nicht, denn die Katze hat niemals ihr Einverständnis gegeben, andere menschlichen Kultur teilzunehmen.
            Deswegen ist es auch keine Sklaverei, Tiere zu halten und zu benutzen. Zumal der Begriff Sklaverei sehr negativ besetzt ist, was dem Umstand nicht Rechnung trägt, dass ein Rind es in der Obhut eines fürsorglichen Menschen meist besser hat als in der Wildnis. Denn es wird beschützt, gefütter, getränkt, gepflegt. In der Wildnis wird es angefallen, verhungert, ertrinkt… – die schwarz-weiß-Malerei, die viele Vereinigungen betreiben, die sich den Tierschutz auf die Fahne geschrieben haben, ist leider viel zu undifferenziert um der Realität Rechnung zu tragen.
            Die Domestizierung des Rindes ist nichts, was dem Tier aufgezwungen wurde. Das ist ein wechselseitiger Prozess: Es haben die Rinder überlebt, die sich an den Menschen gewöhnt haben und es haben die Menschen überlebt, die sich auf dieses Abhängigkeitsverhältnis eingelassen haben. Es ist eine Art gemeinsamer Evolution. Kein Lebewesen lebt im Vakuum, alles beeinflusst sich gegenseitig.

  22. Flavia

    Hallo Felix

    Ganz toller Artikel! Danke!

    Ich hätte da noch eine Frage bezüglich Milch und Kinder. Wie würdest du das handhaben? Bis zu welchem Alter sind Milchprodukte wichtig? Ich höre immer wieder, dass kleine Kinder unbedingt Mich brauchen. Ist das wirklich so? Meine beiden Töchter (6 und bald 3) lieben Milch über alles, auch Käse. Kann ich das ohne schlechtes Gewissen streichen?

    Danke für deine Antwort.

    Grüsse aus der Schweiz
    Flavia

    1. Felix

      Hallo Flavia -
      Kinder bekommen eigentlich alles lebenswichtige aus der muttermilch. Der Grund, warum oft irgendwann eine Laktoseunverträglichkeit einsetzt ist ja gerade, dass dann keine Muttermilch mehr gefüttert und konsumiert wird.
      Milch enthält durchaus wertvolle Nährstoffe. Aber es wäre ja absurd, wenn der Mensch auf die Kuh angewiesen wäre, um seine Kinder großzuziehen. Insofern: Solange die Kinder ausgewogen ernährt werden, kann man selbstverständlich die Milch auch weglassen. Milch hilft, kleine Säugetiere groß zu machen. Aber es geht auch ohne. Genug gesättigtes Fett, Innereien (z.B. Leber), Gemüse, Obst, Salat etc sollten auf dem Speiseplan stehen, dann würde ich mir da keine Gedanken machen.
      Du kannst ja auch einen Mittelweg gehen und einfach nur den Konsum reduzieren, damit Milch etwas besonderes ist oder so.

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  25. Yvonne

    WOW! DAS nenne ich mal eine schnelle Antwort! – DANKE erstmal dafür! Find ich TOll! Leider hilft mir die Antwort aber erstmal nicht weiter…! Klar kann ich da wissnschaftlich rangehen – das habe ich übrigens auch schon getan – aber ich verfüge als Otto-Normal-EsserIn nuneinmal nur über begrenzte Möglichkeiten: Blutzuckermessungen sind stark variabel und – inbesondere bei “erschwinglichen” Messungsinstrumenten (ich verwende ProTouch Ultra) – einfach ungenau! Als Beispiel: Messung am Morgen: Zeigefinger 80 mol, Mittelfinger 140 mol, Ringfinger 120 mol, Daumen 60 mol,… Und die Werte bleiben ähnlich ungenau, wenn ich etwas esse – ob Milchprodukt oder nicht…. – Ich habe trotz der regelmäßigen Messung (die ein kostspieliges “Vergnügen” ist – Teststreifen muss man nämlich selbst bezahlen und die sind echt teuer!) im Grunde genommen keine Ahnung, welche Reaktion die konsumierten Milch-Lebensmittel in meinem Körper hervorrufen! Das finde ich persönlich gruselig… Ich will mir ja nicht schaden! Und ich hatte gehofft, dass du als Experte mir da etwas helfen könntest… also über die Zusammenhängen und wissenschaftlichen Erkenntnisse bescheid wüßtest! Du bist doch Profi, oder?…
    Was wäre z.B. dein persönlicher Tip für ein gutes, eiweißhaltiges Essen/Snack – und sollte es ganz ohne ohne Milchprodukte sein…? Vor allem des Morgends und abends als Betthupferl ess ich gern süßen Quark, aber sehr gerne auch zwischendurch mal ein Löffelchen… Was wäre die Aternative??? Soja?
    Du siehst schon – ich lasse so schnell nicht locker! Über eine erneute, evtl. etwas fundiertere Antwort würde ich mich freuen (und da bin ich bestimmt nicht die einzige :-)!)!
    Herzlichen Gruß!

    Yvonne

    1. Felix

      Hallo Yvonne – für eiweißhaltiges Frühstück oder Snacks empfehle ich gerne Rührei oder gekochte Eier.
      Soja auf GAR KEINEN Fall: http://www.urgeschmack.de/problem-soja/

      Was deine übrigen Fragen angeht: Ich würde mich weder Experte noch Profi nennen, wenn es um den aktuellen Stand der Wissenschaft zum Thema Blutzucker geht. Das ist ein sehr komplexer Bereich und absolute Angaben sind da sehr schwer zu fassen, da alles im Gesamtzusammenhang betrachtet werden muss. Was sich bei Problemen mit dem Blutzuckerhaushalt als tendenziell sinnvoll und hilfreich erwiesen hat, ist, auf Zucker zu verzichten und weniger schnell verdauliche Kohlenhydrate zu verzehren.

      An deiner Stelle würde ich mir den “süßen Quark morgens und abends” also eher abgewöhnen, einmal wegen der Süße (Zucker?) und einmal wegen des Milchprodukts, die du beide so sehr regelmäßig verzehrst.

  26. Yvonne

    Hallo Felix,

    ich beschäftige mich schon seit Jahren mit dem Thema “Gesunde Ernährung” und gerate daher auch immer wieder auf deine Seite. Danke erstmal für deine Artikel, die mir immer sehr gut gefallen! Über die insulinotrope Wirkung von Milch habe ich auch schon an anderer Stelle gelesen – allerdings beschäftigt mich eine Frage sehr: Wie ist es mit Milchprodukten wie Quark (Magerquark) und Joghurt? Haben die auch eine solche Wirkung? Ich hab nämlich auch gelesen, dass Produkte wie Quark und Hüttenkäse eben keine hohe Insulinreaktion hervorrufen – man führt das auf den höheren Caseinanteil zurück. Ich persönlich mag Milch pur nicht so gerne, esse aber wahnsinnig gerne und in rauen Mengen Joghurt und Quark (süß und herzhaft…. lecker! Heißt ja auch immer, die wären gesund und gut für die Figur, etc.- aber vor allem MAG ich es) – allerdings muss ich erblich bedingt auch auf meine Zuckerwerte achten und da stecke ich jetzt natürlich in der Zwickmühle…. *grübel*!
    Kannst du mir da irgendwie auf die Sprüge helfen?
    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen!

    Lieben Gruß!

    1. Felix

      Hallo Yvonne – wenn ich das richtig sehe, wurde die insulinotrope Wirkung von Milchprodukten noch nicht so eingehend untersucht. Ich nehme an, dass dies auch sehr schwierig ist, da sich die Zubereitungsmethoden so stark unterscheiden. Man wird wahrscheinlich zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Tendenziell würde ich deswegen dazu raten, auch Milchprodukte eher in Maßen zu konsumieren.
      Wenn du deinen Zucker messen kannst, kannst du ja auch wissenschaftlich da heran gehen und die Unterschiede selbst messen. Unterschiede zwischen 150g Joghurt, 150g Quark, 150g Gouda etc. Dann kannst du deine eigene Verträglichkeit (Befindlichkeit etc) auch ermitteln.

  27. Gabi

    Ich kann mich noch genau erinnern, in meiner Kindheit haben wir Milch auf einen tiefen Teller gegossen, diese im Sommer stehen gelassen. Die Saure Milch haben wir mit Zucker bestreut – ich weiß viele KH ;-) – und dann diese dicke Masse vom Teller gelöffelt – saure Milch – einfach lecker :-).

    Dass das mit der Bioladen-Milch nicht geht, weiß ich jetzt, danke für den interessanten Artikel und danke für die Beiträge der Leser hier.

    Gruß Gabi

  28. Petra Grothe

    Hallo Felix,
    bin auf der Suche nach mehr Info zu Paleo usw. auf deine Seite gestossen .
    Es ist eine sehr gute Seite, so viel gute Information bekommt man selten !
    Freundlichkeit , fundiertes Wissen , einfach super!!

    Ich trinke ungern Milch ,habe schon immer eine innere Abneigung , aber als ich mal im Urlaub auf einer Alm ganz frische Milch probiert habe , wusste ich was MILCH ist !! Das was die Menschen bekommen ,ist doch nur weißes Wasser….
    Danke für die tollen Artikel !! Mach weiter so !
    Herzliche Grüsse Petra

  29. Anonymous

    Hallo Felix,
    mich würde mal deine Meinung zu folgendem Artikel interessieren:
    fitness-experts.de/food/magerquark-guide

    Der steht ja doch in einem gewissen Verhältnis zu deinem :-)

    1. Felix

      Hallo Anonymer Schreiber. Der genannte Artikel steht meines Erachtens nach in gar keinem Verhältnis zu meinem. Inhalte und Zielsetzung sind völlig anders. Dort wird lediglich von Kalorien, Eiweiß und Geld gesprochen, was in dem Kontext Fitness gewiss auch Sinn macht. Es ist halt eine völlig andere Betrachtung von Lebensmitteln. Wenn ich einen Entebraten sehe, denke ich “Lecker und gesund!” Wenn so jemand eine Ente sieht, denkt er vielleicht “Eiweiß und Fett!” – jedem das seine.

  30. Anonymous

    Sei gegrüßt Felix,

    Deine Zusammenfassung über die Verträglichkeit von Milch und Milchprodukten finde ich sehr interessant. Ich denke, je naturbelassener wir die Milchprodukte konsumieren, so besser werden sie von unserem Organismus verwertet.
    Immerhin fehlt bei Deinem Beitrag auch nicht der Hinweis, dass wir jeder für sich selbst die Entscheidung treffen sollten, ob und wie wir Milch und Milchprodukte in unserem Speiseplan verwenden. Pauschale Verteufelungen bestimmter Lebensmittel stimme ich meist nicht zu. Gerade das Beleuchten der verschiedenen Sichtweisen geben Denkanstöße und die Möglichkeit seine eigene Meinung zu dem Thema zu finden.

    Danke für diesen Beitrag, der mir sehr gefallen hat.

    Gruß von der Insel
    Mo

    1. Felix

      Hallo Michael – leider hat der deutsche Gesetzgeber den Verkauf von Rohmilch auf “Ab Hof” beschränkt, da er der Meinung ist, dass es sich hier um ein hoch-riskantes Produkt handelt. Gewiss hatten auch die Molkereien großes Interesse an solche einem Gesetz.
      Rohmilch bekommst du also nur direkt beim Erzeuger, ein Versand ist meines Wissens nach ausgeschlossen. Die einzige und leider schon ein ganzes Stück schlechtere Alternative ist die Vorzugsmilch (nur pasteurisiert, nicht homogenisiert), die sich in manchen Bio-Läden findet.

      1. Michael

        Mittlerweile habe ich vor Ort Vorzugsmilch gefunden und bin recht zufrieden. Entgegen deiner Informationen ist Vorzugsmilch immer roh, nicht pasteurisiert. Pasteurisierte – nicht-homogenisierte – Milch findet man von etlichen Marken im durchschnittlichen Bio-Supermarkt.

        Vorzugsmilch wird nach dem Melken filtriert, sofort abgefüllt und muss innerhalb von 3-4 Tagen nach dem sie die Kuh verlassen hat, konsumiert werden. Dies eben deshalb, weil es Rohmilch ist.

        1. Felix

          Stimmt, da habe ich mich auf die schnelle vertan. Das schöne an der Rohmilch ist, dass sie nach 3-4 Tagen aber nich verdirbt, sondern “nur” sauer wird, da kann man dann (je nach Geschmack) noch mit arbeiten.

          1. Michael

            Dass die Milch einfach sauer wird wusste ich nicht gar nicht, werde ich mal ausprobieren! Erhitzte Milch wird nach ein paar Tagen einfach schlecht oder was passiert damit?

          2. Felix

            Sozusagen, ja. Wenn Supermarktmilch schlecht wird, ist sie schlecht. Rohmilch hingegen “kippt” einfach nur, geht mehr Richtung Joghurt. Kann man auch Dickmilch draus machen, je nach Wetter bzw Temperatur…

  31. Tanja - Ernährungsberaterin

    Hallo Felix,

    mir gefallen Deine Tipps, Rezepte und Filme, Informationen!!! Weiter so!

    Ich lebe seit 2009 nach der LOGI-Methode und finde auch immer wieder interessante Dinge auf Deiner Seite, die in mein Ernährungskonzept passen.
    Zum Thema Milch höre und lese ich auch sehr viel Widersprüchliches – Dein Beitrag dazu gefällt mir.
    Ich empfehle Deine Seite immer gerne weiter.

    Gruß von der Ostseeküste

    Tanja

  32. Caitanya

    Milch selbst verhält sich übrigens ganz anders als Milchprodukte. Sie verträgt sich auch überhaupt nicht mit anderer Nahrung, zuammen mit Salz erzeugt sie sogar angeblich sehr schädliche Stoffe, Toxine.

  33. Lukas

    Unglaublich guter Artikel, eine sehr runde Sache.
    Milch von Getreide-gefütterten Kühen enthält Lektine. Mich würde ja interessieren, ob das beim Menschen auch so ist.

    Was den Genuss von Milch angeht, gebe ich dir absolut recht. Ein kühles Glas Milch schmeckt unglaublich. Leider vertrage ich Milch überhaupt nicht :/

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