Eine essbare Stadt

Eine essbare StadtFreitagnachmittag. Der Geruch frisch geschnittenen Grases liegt in der Luft, begleitet von Summen und Brummen nah und fern. Herr Müller nutzt seinen Feierabend, um das lästige Rasenmähen hinter sich zu bringen. Ihm und Millionen anderer Gartenbesitzer ist nicht klar, wie viel Geld, Energie, Arbeit und Ressourcen er in diesem Moment verschwendet.

Er dreht die letzte Runde auf dem Rasen, entleert den Auffangkorb des Mähers ein letztes Mal in seinen Anhänger und schiebt das Gerät wieder in sein Gartenhaus.

Nachdem er den Hänger an sein Auto gekuppelt hat, fährt er zur Deponie, um die Biomasse zu entsorgen. Auf dem Rückweg hält er am Supermarkt, wo er Rasendünger kauft und Fleisch und Tomaten für die Grillparty am Wochenende. Anschließend fährt Herr Müller noch tanken und befüllt dabei auch gleich noch den Kanister für den Rasenmäher. Zu Hause angekommen düngt er noch schnell den Rasen. Morgen muss er gewässert werden. Ganz schön aufwändig, so ein Rasen.

Rasenpflege ist Verschwendung

Herr Müller hat heute eine ganze Reihe von Stoffkreisläufen aus dem Gleichgewicht gebracht. Er hat Biomasse in Form von Grasschnitt aus seinem Garten entfernt, die sonst dort verblieben wäre. Er hat fossile Brennstoffe verbraucht und die Atmosphäre um CO2 angereichert. Auch der gekaufte Dünger wurde unter Aufwand fossiler Brennstoffe hergestellt und dem kleinen Ökosystem Garten von außen zugeführt. Verbraucht hat Herr Müller Wasser, Treibstoff, und seine Arbeitszeit. Und Geld hat er ausgegeben.

Unser Rasenpfleger tut das nicht in böser Absicht; ihm sind diese Umstände einfach nicht bewusst oder er kann sich keine Alternative vorstellen. Eine Alternative lautet: Geld sparen, Zeit sparen, Ressourcen sparen und genussvoll essen.

Alternative Gartennutzung

Statt wöchentlich bis zu einer Stunde mit Rasenpflege zu verbringen, könnte er auf der gleichen Fläche Gemüse anbauen, dessen Pflege weniger Zeit beansprucht. Der Treibstoffverbrauch und die CO2-Emissionen entfallen und das verbrauchte Wasser dient der Lebensmittelerzeugung. Dabei muss das Wasser auch nicht mit hohem Druck für den Rasensprenger aus der Leitung kommen, sondern könnte aus einem Regenfass stammen.

Dünger muss er keinen kaufen, denn die Pflanzenreste landen auf dem Koposthaufen, welcher besten Dünger ergibt. Richtig angestellt lässt sich der Stoffkreislauf so schließen. Der Garten verwandelt sich vom Ressourcengrab in ein überaus nützliches Ökosystem. Herr Müller spart dann auch Geld beim Gemüsekauf.

Rasenpflege ohne Arbeit

Wenn es doch unbedingt eine Grünfläche sein soll, könnte Herr Müller einen optimalen Rasenmäher einsetzen: Schafe. Diese kürzen den Rasen und düngen ihn. Dabei produzieren sie Wolle und Fleisch. Wieder Geld gespart beim Einkauf. Einen ausreichend großen Garten und korrektes Management vorausgesetzt, kann der Garteneigner sogar Hühner mit integrieren und von deren Eiern profitieren, ohne das Grün zu "ruinieren". Ziegen gehen natürlich auch. Oder Kaninchen.

Noch weniger Arbeit

Nicht jeder mag Tiere halten, da dies eine große Verantwortung bedeutet. Wem das Gemüse zu viel Arbeit ist, sollte Obst versuchen: Obstbäume machen praktisch die gesamte Arbeit von selbst und tragen Jahr für Jahr tolle Früchte. Heidelbeerbüsche oder Brombeeren sind ähnlich unkompliziert. Wer die Erträge opimieren möchte, beschneidet vielleicht mal hier und dort. Wieder Geld gespart, diesmal beim Obstkauf. Diese Option lässt sich auch prima mit den Schafen kombinieren.

Zwischen den Obstbäumen muss kein Gras wachsen; Walderdbeeren sind ein toller Bodendecker und wem das zu viel ist, der legt einfach Rindenmulch.

Die essbare Stadt

Diese Überlegungen sind praktisch absolut relevant. Die heimische Lebensmittelproduktion ist nicht nur zu Kriegszeiten ein wichtiges Thema: Die USA könnten heute ein Drittel ihres Frischgemüsebedarfs decken, wenn nur 10% ihrer Rasenfläche für den Gemüseanbau genutzt würde. Zahlen dieser Größenordnung dürften für die meisten westlichen Nationen zutreffen.

Die ganze Stadt Basel könnte mit Gemüse und Eiweiß versorgt werden, wenn die freien Flächen in Gärten und auf Dächern zur Gemüseproduktion und Fischzucht verwendet würden.

Angesichts der weiter zunehmenden Urbanisierung spielt dieses Thema eine wichtige Rolle für eine nachhaltige Lebensmittelversorgung. Schon heute ist problematisch, dass immer mehr Stadtmenschen über wachsende Entfernungen aus dem Umland versorgt werden müssen.

Revolution im Garten

Bewegungen wie Grow Food Not Lawns (dt. etwa "Züchtet Gemüse statt Gras") machen auf die wachsenden Probleme aufmerksam und stehen mit vielen Tipps zur Umwandlung der Rasenfläche in einem Garten hilfreich zur Seite. Urban Farming ist ein weiterer, wachsender Trend, der vom Containergardening, dem Anbau von Gemüse in Pflanzenkübeln auf dem Balkon, bis hin zu Großprojekten auf Dächern und in Stadtparks reicht. Forscher tüfteln schon seit Langem an der optimalen Nutzung der Vertikalen für die Nutzpflanzenzucht.

Was soll Herr Müller tun?

Herr Müller sollte sich wenigstens darüber im Klaren sein, was er tut und welche Auswirkungen es auf ihn und seine Umwelt hat. Dazu gehören:

  • Wasserverbrauch
  • Benzinverbrauch
  • CO2-Emissionen
  • Vergiftung des Bodens durch Dünger und/oder Unkrautvernichter
  • Kosten für Treibstoff und Dünger
  • Kosten für Lebensmittel
  • Zeitaufwand für die Rasenpflege
  • Verpasste Chancen bei der hemischen (kostenlosen) Lebensmittelproduktion

Das ermöglicht ihm eine Reihe von Entscheidungen.

Solange er sich nicht klar ist, ob er nun wirklich Gemüse anbauen möchte, kann er einen sehr großen Schritt tun und den Grasschnitt bei sich behalten. Entweder er lässt ihn direkt als Dünger liegen oder er richtet sich einen Komposthaufen ein und macht sich so seinen eigenen Dünger. So spart er Energie für den Transport und die Düngerproduktion und natürlich das Geld für den Einkauf.

Den Komposthaufen nutzt er dann auch für seine übrigen Gemüsereste aus der Küche und reduziert so sein Hausmüllvolumen signifikant.

Als nächstes könnte er auf Leitungswasser zur Gartenwässerung verzichten und Regenwasser nutzen. Oder den Rasen einfach nicht wässern. Denn der überlebt auch so, wenn auch vielleicht mal weniger grün.

Und vielleicht bekommt er dann Lust auf etwas Obst. So ein Obstbaum spendet schließlich nicht nur Obst, sondern auch Schatten und sieht hübsch aus. Und er macht praktisch keine Arbeit.

Das Projekt mit den Schafen ist ihm mit zu viel Verantwortung verbunden, also setzt er sich noch ein paar Him-, Brom- und Heidelbeerpflanzen in den Garten. Und nächstes Jahr versucht er es mal mit Tomaten und Lauch.

Quellen und weiterführende Informationen:

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30 Kommentare zu “Eine essbare Stadt

    1. Jürgen Müller

      Ja Hallo, der Herr Müller könnte ich nicht sein, denn ich habe solche Gedanken schon lange.
      Gerade die Tage nach eine Nachtschicht gingen hier die schall schutzlosen und ohne Kat lärmenden Laubpuster in Betrieb. Meine Beschwerde beim Vermieter ergab als Antwort nur nach welchen Paragrafen das eben so erlaubt sei.
      Mir wären alternativer Vorschlägen, an denen sich nicht alle Mieter, wohl aber genügend beteiliegen würden, um künftig hier in der Kiefernsiedlung noch weniger Lärm und Frevel an der Natur, dafür aber eine für Mensch und Natur gedeihlicher Zustand entsteht.
      Nun kann man die essbare Stadt nicht eins zu eins umsetzen. Wenn hier sehr viel Kiefern stehen, dann gehen zum Beispiel keine Kartoffeln dazwischen. Aber es gibt zahlreiche Varianten optisch wie auch biologisch im Einklang mit der jeweiligen Umgebung. Mir fallen gleich mal Waldfrüchte, oder auch Aronia etc. ein.
      Ist es denn für uns so schwer zu erkennen, dass der Baum die Stoffe, die er zur Laubbildung braucht, aus dem Boden unter sich holt und diese dann nach Laubfall auch wieder unter diesem Baum gehören, damit dem Baum keine Wertstoffe, die er dringend braucht, die das tierische Milieu in der Erde unter dem Baum dringend braucht, verloren gehen?
      Unser Reinigungswahn ist oft sehr Zerstörerisch für die Natur.
      Nein, ich bin auch für Ordnung und Sauberkeit. Aber dazu gehören ein Umdenken, wie Ordnung und Sauberkeit auch aussehen können, ohne dass Raubbau an der Natur betrieben wird. Und zu dieser Ordnung gehören dann ganz einfach Anpflanzungen, Komposte etc.
      Mal sehen was mein Vermieter (eine GWV) zu diesem Artikel von Felix Olschewski sagt.
      Danke Felix.

  1. Onkel Emma

    Ich wäre froh, wenn dieses nervtötende Rasenmähen aufhören würde. Falls es noch mehr Ideen gibt, wie man diesen Elektro-Lärm von Rasenmäher etc. loswerden kann, freue ich mich über deine Tipps.

      1. Silke

        Mein Vater hat irgendwann einen mechanischen Rasenmäher angeschafft. Für den Teil des Gartens der kein Gemüsebeet war.

  2. Franziska

    Lieber Felix,
    an dieser Stelle herzlichen Dank für die vielen vielen interessanten Artikel.
    Wir sind auf dem Weg, aus dem Zentrum Berlins ins Leipziger Umland zu ziehen, mit vier Kindern. Dort gibt es das, was Städter händeringend suchen in Hülle und Fülle, ungenutzt, da die vielen älteren Menschen immer weniger werden und dort kaum junge Menschen bleiben, welche Kinder bekommen. Also – nutzt die Städte, aber rettet auch das Land vor den Energie-Industrie-Riesen, welche Bauerngärten zu Raps- und Mais- Meeren umwidmen!
    Franziska

    1. Monika

      Hallo,
      ich finde die Artikel sehr gut, urbanes Gardening etc. Leider ist mein Enlisch nicht so gut, daß ich die englichen Beiträge verstehe.
      Vor vielen Jahren habe ich aber schon ein Buch gehabt, daß urbane Lebensmittel in der Stadt erzeugt, hieß glaub ich urban Haous, aus Kalifornien. Ein Haus, Solarenergie, Fischteich im Keller, Komposttoilette und rundherum alles für den Anbau von Gemüse sowie Hühner und Kaninchen.

      Selbst haben wir ca. 10 Jahre auf einem Hof in Ungarn gelebt, hatten auch Hühner, viele Obstbäume, viel Obst, Gemüse, Kompost etc.
      Das wollen und müssen wir nun aufgeben aus Altersgründen! Soviel können wir gar nicht bzw. kontnen wir gar nicht essen und verarbeiten – was bleibt letztendlich: nur Wiese, die 2 x im Jahr gemäht werden wird, wohin damit, die Nachbarn wollens nicht und so wird es – denke ich – vielen , auch in Deutschland gehen.
      Außerdem bedingt ein Garten – mit oder ohne Tiere Angebundensein, denn 2 Wochen ohne Pflege – und ich denke auch bei Permakultur muß ein gewisses Maß an Pflege sein – und man fängt wieder von vorne an. Jedenfalls ist es uns laufend so gegangen. Das klappt m.E. nur in einer Gemeinschaft – und wenn die nicht vorhanden ist? Ich lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen.
      Monika

  3. Andrea

    Ich lebe in einem (ehemaligen) Bauerndorf, auf einem ehemaligen Bauernhof. Ernten ist toll! Tiere auch! Die Arbeit, die das alles macht, wird aber in dem Artikel deutlich unterschlagen.
    Als Grundstücks- , Obstbaumbesitzer und auch Kleingärtner muss ich diesem Artikel in einigen Punkten widersprechen: 1) ist es ein sehr großer Unterschied, ob ich 2-3x pro Monat n u r Rasen mähe, oder auf der gleichen Fläche Gemüse anbaue. Rasen muss nicht gewässert oder gedüngt werden! Gemüsebeete müssen aber regelmäßig vom Unkraut befreit werden und auch mal umgegraben. Sie müssen außerdem bei Hitze u.U. wochenlang gewässert werden. Dazu muss man einiges an Regenwasser sammeln (können), um über Trockenperioden zu kommen. Sie bekommen Krankheiten. Man muss sich um sie kümmern, jeden Tag. Nicht aber um den Rasen. Außerdem kann ich nicht mehr als einen Kopf Salat pro Tag essen, dummerweise werden aber alle so ziemlich zeitgleich groß… Gemüse statt Rasen macht also deutlich mehr Arbeit, auch wenn das hier anders dargestellt wird! Wer hat soviel Zeit? 2) Obstbäume und -hecken sind schön und gut. Wir haben auch welche. Was tut man aber mit dem ganzen Obst, wenn es reif ist? Keltern? Einkochen? Wie viel Saft oder Marmelade braucht eine Familie? Verkaufen geht nicht ohne viel Aufwand und Genehmigungen! Schon jetzt werden viele Obstbäume gar nicht mehr abgeerntet 3) Schafe, Hühner ? Alles schon ausprobiert:-) Es sind aber leider Lebewesen, die nicht einfach so auf einer Wiese herumstehen und keinerlei Pflege bräuchten: Schafe brauchen Tierarzt, scheren (wer kauft und säubert schon Kleinmengen Wolle?), Heu kaufen für den Winter, einer muss sie irgendwann schlachten…. und sie stinken. Hühner müssen morgens raus, abends reingelassen werden. Ab und zu holt sie der Bussard, Fuchs oder Marder. Man muss sie misten.

    1. Felix

      Natürlich KANN man sich mit dem Gemüse mehr Arbeit machen als mit dem Rasen und natürlich kann man sich über eine ertragreiche Ernte beschweren. Es ist aber eben auch umgekehrt möglich. Da sehe ich am meinen Nachbarn, die 2 mal wöchentlich mähen und grundsätzlich wässern und düngen. Im Gegensatz dazu stehen sie Techniken des no-till-gardening etc. Mit ein wenig cleverer Planung lässt sich sehr, sehr viel Arbeit vermeiden. Sonst würde ich selbst sicher weder Obst noch Gemüse anbauen.

      1. Carolin

        Zum Unkraut jäten wollte ich noch anmerken, dass vieles, was wir als “Unkraut” bezeichnen (Löwenzahn, Brennnessel, Giersch, …) auch von Menschen essbar ist und sogar noch eine höhere Dichte an Vitaminen und Nährstoffen aufweist als die meisten grünen Blattgemüse und Salate (Salat, Spinat, etc.).

        Man kann natürlich seine Zeit damit verbringen, dieses “Unkraut” zu jäten und mit Herbiziden zu vernichten, oder man kann es als Teil der Ernte ansehen. (Selbstverständlich sollte man genau wissen, was man da ist, aber ein gutes Buch oder eine Kräuterführung erweisen da sehr gute Dienste)

    2. Monika

      Hallo Andrea,
      da kann ich dir in allem nur beipflichten! s. oben meinen Kommentar. Das ist nämlich der Unterschied zwischen Theorie und Praxis!
      Wie gesagt, wir werden unser 3000 qm Grundstück so langsam in die “Brache” verabschieden, eben aus o.g. Gründen.
      Viele Grüße
      Monika

  4. emvau

    In großen Städten und an viel befahrenen Landstraßen sollte man sich das aber genau überlegen. http://www.focus.de/kultur/medien/extrem-hohe-bleibelastung-vorsicht-gift-im-garten-doku-warnt-vor-eigenem-gemuese_id_4065332.html
    Hochbeet mit regelmäßigem Neuaufbau (alle 4-5 Jahre) scheint an problematischen Lagen die Lösung, wenn man unbedingt anbauen möchte.

    Ich persönlich wohne im Zentrum einer Großstadt. Im Innenhof zwar, Platz wäre auch genug. und es müsste so oder so ein Hochbeet sein (Wohnung oben), aber ich bin mir trotzdem nicht sicher.

    1. Eva

      Der Fokusartikel ist sowas von schlecht recherchiert.
      Das ist echt schon peinlich, so etwas zu veröffentlichen.
      7 gekaufte Supermarkt Salate im Vergleich zu 5 Kleingärten
      Salate. Was soll das beweisen? Und wieder mal gezielt nur einzelne Laborwerte untersucht und keine ganzheitliche Betrachtung der Pflanze und des Menschen, der sie isst.

  5. Lara

    Toller Beitrag! Wer Lust hat kann ja mal die essbare Stadt Andernach googeln, das ist auch ein tolles Konzept!

  6. Petra

    Klasse Artikel zum Gedanken- und Taten-Anregen, Felix!

    Ich habe zwar nur ein kleines Gartenstück, am Rand davon wachsen bisher Brom- und Heidelbeere und einige Aroniasträucher, die leckere Früchte und Marmelade ergeben, außerdem einige Kräuter und ein Schmetterlingsstrauch..
    Einen Teil der Fläche habe ich jetzt im September nach der Methode von Paul Gautschis “Back to Eden”-Garten mit Zeitungen, Kompost von der städtischen Kompostierungsanlage und darüber Holzhäcksel bedeckt und werde das über den Winter weiter kompostieren lassen. Im Frühjahr soll dann einiges Gemüse dort wachsen.
    Ich bin mal gespannt, wie sich das entwickelt.

    Obstbäume lohnen sich bei uns nicht, da direkt in der Umgebung an allen kleinen Straßen und Feldwegen städtische Apfel-, Pflaumen-, Kirsch- und Birnbäume stehen, an denen sich jeder bedienen kann.

  7. Grumli

    Hallo Felix und Eva
    der Artikel von Eva triffts voll und ganz – auch mein Garten wird wieder in einen Bauerngarten umgewandelt – auch wenn die Fläche nicht so groß ist – es geht immer was 🙂
    und mein Helferlein ist das Buch von Andrea Heistinger : Das große Biogarten-Buch
    da ist alles genau beschrieben auch übers mulchen usw.
    es gibt hier viele tolle Tips http://shop.arche-noah.at/index.php/buecher.html

    Liebe Grüße Grumli

  8. Simone Unger

    Hallo Felix,
    bei uns gibt es schon mal Selbstpflückwiesen “Obst für alle” heißt das in Göttingen, jeder darf auf diesen Wiesen Äpfel, Pflaumen, Nüsse pflücken, tolle Sache! Garantiert ohne Chemie, dafür garantiert ein gelegentlicher Apfelbewohner… (Würde ich mir auch am Wohnhaus wünschen, die kahlen Rasenflächen sind zu nichts gut, vielleicht macht die Genossenschaft was, wenn man anfragt…)
    Vielen Dank für den guten Artikel!

  9. Pingback: Urban Gardening | Fundstücke aus dem Internet

  10. Benni

    Moin Felix,

    klasse Artikel, wie gewohnt!
    In unserem Garten wachsen derzeit nur Himbeeren, Johannisbeeren, Brombeeren und ein Kirschbaum.
    Er ist nicht besonders groß aber ich möchte dieses bzw. nächstes Jahr mal damit anfangen Knoblauch, Zwiebeln und Süßkartoffeln zu pflanzen.

    Danke und Gruß
    Benni

  11. Nick

    Wahnsinnig guter Artikel. Ich hoffe ganz viele Menschen lesen ihn. Und hoffentlich lesen sie ihn nicht als Angriff, sondern nehmen ihn an, als kleinen Weckruf. Das Prinzip, was du erklärst betrifft wohl die meisten Menschen ob sie jetzt ihren Rasen sprengen oder nicht…viele kleine Dinge führen irgendwann zu großer Verschwendung.
    Ich will auch mein großes Lob an dich, deine Seite und deine Bücher aussprechen. Es ist schön das es Menschen wie dich gibt.
    Grüße aus Schwaben

  12. Guido

    Ach ja, wenn man nur einen Garten hätte! Ich habe nur 3 Meter Balkonkasten, das reicht für ein paar Kräuter, Gewürze und drei Erdbeerpflanzen. Das ist lecker 😉

  13. Eva

    Hallo Felix,
    Der Rasen wird im Moment noch intensiv von den Kindern zum (Ball-)spielen genutzt,
    dadurch muss man ihn auch nicht oft mähen. Da zuviel Rasenschnitt auf dem Kompost
    bei uns zu “schmierig” wurde, mulche ich seit diesem Jahr die Gemüsebeete damit. So musste
    ich kaum jäten, gießen und schon gar nicht düngen.
    Ein tolles Buch gibt es von Rodolphe Grosléziat.”Unser Garten ist gold wert.”
    Auch wenn ich nur einen Bruchteil von dem seiner Gartenfläche habe, so lohnt sich auch
    auf den paar Quadratmetern der Gemüseanbau.
    Dank Urgeschmack hab ich 20 Kilo in einem halben Jahr abgenommen.
    Gartenarbeit macht wieder Spaß und so wird die ein oder andere Rasenfläche bei uns
    in der kommenden Jahren wieder zurückverwandelt werden.
    Liebe Grüße Eva

  14. Tanja

    Hallo Felix,
    wieder mal ein sehr guter Beitrag von dir, und vor allem nett zu lesen.

    Ich darf den Garten meiner Schwiegeroma mitbenutzen, so ist zwar noch nicht allzu viel Platz für Gemüse, aber ein Erdbeerbeet, Salat und Tomaten und Gurken hab ich mir schon aufgebaut. Wildtomaten kann ich übrigens wärmstens empfehlen. Obstbäume haben wir auch, nur die Haselnüsse holen alle die Eichhörnchen… Und mein Mann ist heilfroh, dass er den Rasenschnitt nichtmehr wegfahren muss, weil ich den inzwischen zum kompostieren bzw. mulchen verwende.

    Bei den Tiervorschlägen würd ich noch die Laufenten dazu nehmen. Die fressen zwar kein Gras, dafür aber Nacktschnecken, und Eier legen sie auch, was will man mehr 🙂

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