Was ist Paleo AIP? Das Autoimmunprotokoll

Autoimmunprotokoll Paleo AIPMit Hilfe des Autoimmunprotokolls (AIP) lassen sich vielzählige Autoimmunerkrankungen erfolgreich behandeln und in den Griff bekommen. Die Erfolge reichen teils bis hin zur vollständigen Remission von Multipler Sklerose. Hier finden Sie Informationen über das gelegentlich auch "Paleo AIP" genannte Autoimmunprotokol.

Was ist eine Autoimmunerkrankung?

Bei einer Autoimmunerkrankung erkennt das Immunsystem körpereigenes Gewebe irrtümlicherweise als Fremdkörper und bekämpft es. Die Folge sind Entzündungsreaktionen, die zu Schäden an den betroffenen Organen führen können.

Beispiele für solche Krankheiten sind Colitis Ulcerosa, Hashimoto-Thyreoiditis, Morbus Crohn, Morbus Bechterew, Multiple Sklerose, Psoriasis, Rheumatoide Arthritis oder auch Zöliakie.

Die Ursachen für Autoimmunerkrankungen gelten oft als unbekannt, jedoch verdichten sich die Hinweise auf mögliche Gründe. Besonders im Bereich des Darms (z.B. Morbus Crohn) gibt es oftmals Erfolge durch eine Ernährungsumstellung (Verzicht u.a. auf Getreide). Doch auch bei Krankheiten wie Multipler Sklerose, die oberflächlich nicht auf die Ernährung schließen lassen, mehren sich die Erfolge von Patienten, deren Symptome duch eine veränderte Ernährung nachlassen.

Was ist Paleo AIP? Was ist das Autoimmunprotokoll?

Die Paleo-Diät oder Steinzeiternährung empfiehlt den Verzicht auf Getreide, Hülsenfrüchte und Milchprodukte, um potentielle Schadstoffe (Antinährstoffe) in der Ernährung zu eliminieren. In Bezug auf Autoimmunerkrankungen hilft bereits dieses Vorgehen in einigen Fällen. AIP (oder Paleo AIP) geht einen Schritt weiter und tilgt weitere Allergene und potentielle Übeltäter aus der Ernährung. Das Autoimmunprotokoll kann nicht nur im Rahmen einer tatsächlichen oder diagnostizierten Autoimmunerkrankung hilfreich sein, sondern es ist generell empfehlenswert, um unerklärliche Unverträglichkeiten oder Leiden zu analysieren oder zu lösen.

Es gibt verschiedene Auslegungen dieses Programms, die in Details voneinander abweichen. Im Kern empfehlen sie den Verzicht auf folgende Lebensmittel:

  • Eier
  • Getreide (alle Sorten einschließlich Reis und Mais)
  • Hülsenfrüchte
  • Milch & Milchprodukte
  • Nüsse
  • Samen (auch Kaffee, Kakao, diverse Gewürze)
  • Nachtschattengewächse (u.a. Tomaten, Paprika, Chili, Kartoffeln, Auberginen)
  • Pseudogetreide (u.a. Amarant, Buchweizen, Quinoa)
  • Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR, NSAP, NSAID) (u.a. Aspirin, Ibuprofen)
  • Künstliche Süßstoffe (Stevia eingeschlossen)
  • Alkohol
  • Emulgatoren, Verdickungsmittel und andere Zusatzstoffe

Die Gründe für den Ausschluss dieser Lebensmittel sind divers und eine erschöpfende Ausführung würde den Rahmen dieses Artikels bei Weitem sprengen. Oftmals sind Antinährstoffe enthalten, zum Beispiel Gluten, Lektine oder Phytinsäure. Auch Saponine können entsprechende Probleme verursachen. Nüsse hingegen sind eines der häufigsten, jedoch verhältnismäßig wenig erfroschten Allergene.

Nährstoffreich essen

Allein mit dem Verzicht ist es nicht getan. Wer gesund leben und möglicherweise die durch eine Autoimmunerkrankung entstandenen Schäden begrenzen möchte, braucht Nährstoffe. Dies ist mindestens ebenso wichtig wie der Verzicht auf mögliche Toxine. Ratsam ist daher der regelmäßige Verzehr folgender Lebensmittel:

  • Innereien und Organfleisch (u.a. Leber, Herz, Nieren)
  • Fisch und Meeresfrüchte
  • Gemüse aller Art (möglichst vielfältig und bunt (rot, grün, gelb, weiß, orange...)
  • Hochwertiges Fleisch (Wild, Rindfleisch ausschließlich aus Weidehaltung etc.)
  • Hochwertiges Fett (Olivenöl, Avocadoöl, Kokosöl, fetter Fisch, Fett von Weidetieren)
  • Obst
  • Probiotische Lebensmittel (Sauerkraut und andere Fermente)

Bei all diesen Lebensmitteln sind Qualität und Nährstoffgehalt vorrangig. In der Regel bekommen Sie die besten Lebensmittel frisch von regionalen Erzeugern.

Versorgen Sie sich auch mit ausreichend Energie, also Kalorien. Ein hungernder Körper kann sich kaum um seine Gesundheit oder Genesung kümmern.

Mehr Informationen

Dies ist nur ein erster Überblick über AIP, das Autoimmunprotokoll. Sara Ballantyne hat einen schönen Artikel zu diesem Thema zusammengefasst, dort gibt es auch Links zu weiterführenden Informationen rund um die jeweiligen Gründe und Mechanismen bezüglich der jeweiligen Lebensmittel. Unter dem Begriff "autoimmune protocol" finden Sie im Internet viele weitere Hinweise zu diesem Programm.

Bei Urgeschmack gab es dazu in der Vergangenheit bereits Zusammenfassungen über die Arbeiten von Loren Cordain und besonders Terry Wahls, die auf diesem Wege ihre Multiple Sklerose im fortgeschrittenen Stadium weit hinter sich gelassen hat.

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41 Kommentare zu “Was ist Paleo AIP? Das Autoimmunprotokoll

  1. petra

    hallo, ich reagiere auf tierisches Eiweiß mit wassereinlagerungen.. nahezu auf alles.. wie kann ich dann AIP machen? hab vermutlich hashimoto.. mir wurde dieses Programm empfohlen.. haben sie einen tipp für mich.. danke..

    1. Felix

      An Ihrer Stelle würde ich zunächst die Vermutung Hashimoto weiter untersuchen und dann entsprechend die Ernährung umstellen. Wichtig ist zunächst, klare Verhältnisse zu schaffen. Vermutungen genügen nicht.

  2. Pingback: PALEO und das Autoimmunprotokoll | Mein Leben mit AI

  3. Monsterkeks

    Hallo
    Hab ne Autoimmunerkrankung und wollte das autoimmun Protokoll auch mal testen…
    Hab davor nen Test auf Leaky gut im Labor machen lassen der aber negativ war…

    Bringt mir dann so eine Diät eigentlich was?
    Auch der TeSt auf Gluten war negativ…
    Dann könnt ich ja theoretisch alles ohne Probleme essen oder?
    Oder beeinflussen diese Lebensmittel auch Auf andere Weise den körper

    1. Felix

      Es gibt durchaus Kreuzreaktionen. Daher ist es durchaus sinnvoll, es mal 4-6 Wochen oder länger mit dem AIP zu versuchen. Ich drücke die Daumen!

  4. Gero

    Ich habe auch noch eine Frage: Sollte man, wenn man Tomaten trotzt bekannter Probleme essen will, auf Haut und Samenkörner verzichten? Und die Tomaten nur gekocht, aber nicht frisch essen?

    Der Verzicht auf Tomaten ist nämlich so richtig hart … ein Salat ohne Tomaten ist schon traurig. 🙁

    1. Felix

      Bei bekannten Problemen sollte man wohl eher ganz verzichten.

      Haut und Samen zu entfernen hilft sicherlich ein wenig, auch das Kochen wäre ein hilfreicher Schritt. Aber besser wäre der vollständige Verzicht.

  5. Nathalie

    Einige Anmerkungen:
    1) Es gibt Menschen, die eine Autoimmunerkrankung alleine mit Hilfe der Ernährung aufhalten oder umkehren konnten, doch das gilt definitiv nicht für alle. Es sollte nicht die Hoffnung erweckt werden dass eine Autoimmunerkrankung alleine durch gesunde Ernährung ohne Medikamente in den Griff zu kriegen sei. Dass möchte ich Felix, der hier wirklich 1A-Arbeit macht auch nicht unterstellen, sondern für viele Leser verdeutlichen.

    2) Ich leide an mehreren Intoleranzen (Fruktose, Laktose, Histamin, Gluten) und kann dank der Schilddrüseununterfunktion (Hashimoto) auch z.B. Eier und auch Proteiene aus Fleisch/Fisch nicht immer gut vertragen, da in einer Unterfunktion zu wenig Magensäure gebildet wird, somit die Verdauung bereits im Magen nicht gründlich stattfindet und der Darm natürlich Probleme damit bekommt. Daneben gibt es noch eine Salicylatintoleranz, wo z.B. Kokos und alle Produkte daraus Probleme bereiten. Bei multiplen Intoleranzen hilft meiner Ansicht nach nur ein Ernähungstagebuch, in dem man selber herausfindet, was man verträgt und was nicht, statt einer Diät, die dir vorschreibt, was man essen sollte, man davon aber nur 3 bis 4 Nahrungsmittel vertragen kann.

    3) Als Betroffene mit mehreren Intoleranzen + Allergien (Koffein – leicht) habe ich die Erfahrung gemacht, dass einzelne Lebensmittel zwar Probleme bereiten, in Kombination mit anderen problemlos verdauut werden können. Man sollte Mahlzeiten möglichst als Fett + Kohlenhydrate + Proteinen kombinieren. Zudem gilt hier mehr die Weisheit Iss nichts, was deine Großeltern nicht auch gegessen haben, und die hatten keine Autoimmunerkrankung, statt Menschen vor mehreren tausend Jahren.

    1. Monika Schmidt

      Liebe Nathali,

      ich stimme dir in allem voll zu. Wenn ich wie bei dem AIP-Protokoll – auch noch diese Lebensmittel weglasse, bleibt nicht mehr viel übrig. Ich habe durch die Entzündungen, die durch die späte Entdeckung der Zöliaki sehr heftig ausgefallen sind, am Anfang 18 Kilo abgenommen – habe mich im Laufe von 10 Jahren von 52 auf 58 Kilo hochgearbeitet – bin 167 cm groß. Habe jetzt erst 5 Tage versucht so zu leben – schon habe ich fast 2 Kilo weniger. Das geht an meine Substanz. Habe heute beschlossen, mich wie bei der Histaminose auch zusätzlich gegen Entzündungen mit entsprechenden Nahrungsergänzungen zu heilen. Die Histaminose ist auch schon besser geworden.
      Eine Allergie gegen Kuhmilch wurde auch festgestellt. Die Ziegenmilch soll unserem Desing am nächsten kommen. Ich vertrage sie auch.
      Einfach und in Maßen ist meine Devise. Außerdem liegt nicht alles nur am Essen. Man muß die Entstehungsgeschichte -die eigene- bei dieser ganzen Geschichte verstehen.
      Mit der Zeit weiß man dann schon, was für einem selbst das Beste ist. Man bekommt ja auch ein gutes Gespür dafür. Da wir als Mensch einmalig sind, müssen wir lernen, was für uns am Besten ist.
      Es gibt nicht eine Ernährungsform, die für alle gut ist. Meine Ernährung besteht aus Elementen mehrerer Ernährungsformen. Ich spüre, wa mir gut tut. Nur ich kenne meinen Körper und meine Lebensgeschichte, die zu all diesen Störungen beigetragen hat.Ich habe viel ausprobiert – dass ist meine Erkenntniss.

  6. Petra

    Für alle Interessierten, die ausreichend Englisch verstehen, ist es sicher auch interessant, die Webseite von Dr. Sarah Ballantyne zu besuchen “ThePaleoMom.com”.
    Dort schreiben sie und verschiedene Gast-Autoren regelmäßig informative und leicht verständliche Artikel über die Paleo-Ernährung und geben neue Rezepte zum Ausprobieren weiter und es gibt auch eine eigene Rubrik über das AIP-Protokoll, alles kostenlos lesbar.

    Ich habe mir ihr Buch “The Paleo Approach” gekauft und bin regelrecht überwältigt von den vielen wissenschaftlichen Hintergründen der Entstehung und Weiterentwicklung von Autoimmunerkrankungen, die sie dort im ersten Teil auch für medizinische Laien verständlich erläutert. (alles mit Quellenangaben!)
    Dabei sind auch viele Informationen, die die Kommentatoren vor mir in ihren Fragen wissen wollen – warum und wie lange man bestimmte Lebensmittel vermeiden soll, ob “Ersatzstoffe” wie Lupinenkaffee, Pseudogetreide usw. erlaubt sind und welche Wirkungen diese auf das Immunsystem haben, wieso Fisch, Lebertran und Kokosöl erlaubt und wichtig sind usw.
    Natürlich geht sie auch auf die Praxis ein, von der Auswahl der Lebensmittel und dem Einkauf bis zu Rezepten, und auch die anderen Lebensbereiche, wie Stressbewältigung, Schlafrhythmus, usw. die bei Autoimmunerkrankungen oft aus dem Gleichgewicht geraten sind.

    Die meisten dieser Infos aus dem Buch sind aber auch online zu finden, so dass keiner es kaufen muss. Nur Englisch muss man können, denn es gibt soweit ich weiß, keine deutschen Übersetzungen bisher.

    1. Gero

      Da ich ja unten schon zum Lupinenkaffee gefragt hatte: Wie steht denn Sarah Ballantyne dazu?

      1. Petra

        Hallo Gero, lies Dich auf ihrer Seite in die Artikel über das AIP-Protokoll ein und guck dort nach ihrer Meinung.
        Oder schreib ihr die Frage, sie hat auch eine Kommentarfunktion auf ihrem Blog.

        Sie hat auch viele Links zu weiteren Wissenschaftlern und Bloggern, die sich eingehend mit dem Warum, Warum nicht usw. diverser Lebensmittel beschäftigen. Sicher wirst Du dort fündig.

    2. L.K.

      Bei Sarah Ballantyne habe ich den hinweis auf eine Internetseite gefunden, die sehr gute Rezepte und weitere Infos für das Autoimmun-Protokoll bietet (autoimmune-paleo.com – Mickey Trescott ist die Autorin).
      Allerdings – wie schon gesagt- man muss englisch lesen können. Es gibt bestimmt auch noch mehr, wenn man ein bißchen weitersucht.

  7. Thomas

    Phytinsäure ist auch in jedem Obst enthalten. Praktisch alle heute gängigen Obstsorten gab es in der Steinzeit noch nicht.
    Warum Milchprodukte schlecht sein sollen, Milchsäurefermentation (Probiotische Lebensmittel / Sauerkraut) hingegen gut, erschließt sich mir auch nicht.
    Paleo ist mehr Ideologie als Wissenschaft.

    1. Felix

      Ich kann in deinem Kommentar leider keinen Kontext erkennen. Ich frage mich daher auch, warum Milchprodukte schlecht sein sollen, Milchsäurefermentationhingegen gut. Warum schreibst du das?

  8. Thomas

    Hallo Felix,

    zählt in diesem Fall die Kokosnuss zu der Sparte der Nüsse oder darf sie verzehrt werden?

    Danke.

    1. Felix

      Gute Frage! Die Kokosnuss ist ein Obst und keine Nuss. Insofern: Ja, sie kann mit auf den Speiseplan. Auch in Bezug auf AIP habe ich von der Kokosnuss noch nichts problematisches gelesen oder gehört.

      1. Olof

        Hallo,

        auf der Seite empfiehlt PaleoMom im Rahmen von AIP Kokosöl. Alle anderen Kokosprodukte nennt sie im Bereich “Gray Area”. Also nur maßvoll genießen. Sie begründet das mit dem hohen Inulin- und leicht erhöhten Phytinsäuregehalt. Kokosmilch beschränkt sie auf eine Tasse pro Tag… wie groß die Tasse auch sein mag 😉

        Gruß

  9. christina

    Ich mache seit Anfang Juni AIP, da ich an Akne Inversa/Hidradenitis Suppurativa erkrant bin und das seit 21 Jahren. Akne Inversa ist eine chronische entzündliche Hautkrankheit, die sehr dramatisch verlaufen kann (ich hatte bisher großes Glück) und die als nahezu unheilbar gilt (wenn auch nicht tödlich). Es wurde bisher noch kein Beweis dafür erbracht, dass Akne Inversa eine Autoimmunerkrankung ist, aber in den USA mehren sich die Befürworter unter Betroffenen und Experten. Für Zöliakie konnte belegt werden, dass Gluten der Trigger ist. Auch das Phänomen Leaky Gut (Darmdurchlässigkeit) konnte hierfür nachgewiesen werden. Ich gehe davon aus, dass ich an Leaky Gut leide und dass die Trigger, die ich mit dem Essen zu mir nehme, mein Immunsystem dazu veranlassen, “sinnlose” Entzündungen zu produzieren. Langer Rede kurzer Sinn: Bereits Low Carb und danach Paleo hat eine deutliche Besserung gebracht, aber mit AIP bin ich immer mal wieder in völliger Remission (das längste war bisher 9 Tage), wohingegen ich vorher non-stop mit extrem schmerzhaften Entzündungen kämpfen musste. Die Idee hatte ich durch einen Beitrag von Tara Grant (primalgirl), die ein Buch über ihre Erfahrungen mit AIP und Akne Inversa geschrieben hat “The Hidden Plague” und sich nach eigener Aussage damit dauerhaft von Akne Inversa befreien konnte, wobei sie weiterhin auf bestimmte Nahrungsmittel verzichten muss. Nachtschattengewächse und Gluten scheinen den meisten Akne Inversa Betroffenen Probleme zu bereiten. Ich war erst super skeptisch, aber da ich diese Krankheit los werden wollte, dachte ich: schaden kann es nicht. Ich bereue es nicht. Allerdings ist es meiner Meinung nach wichtig, nicht nur Sachen wegzulassen, sondern auch Bone Broth/Knochenbrühe zu trinken, zB.

    1. Monica

      Hallo Christina, habe gerade Deinen wirklich hilfreichen Kommentar hier gelesen. Danke dafür.
      Auch ich habe die Diagnose AI erhalten und habe meine Ernährung auf Paleo umgestelt und lese mich gerade in das AIP ein.
      Könntest Du mir vielleicht noch ein paar Tipps geben? Ich stehe noch ganz am Anfang im Kampf gegen AI. Wenn Du dazu bereit wärst hier meine Email Adresse: Moni3010@gmail.com

      Lieben Dank und alles Gute.
      Monica

  10. Gero

    Kann Lupinenkaffee gemäss des AIP ein zeitweiligr Kaffeeersatz sein? Oder ist das Lupinin darin noch schädlicher?

    1. Felix

      Es kommt natürlich auf die Menge an, aber generell: Ja, Lupinin (und Spartein) und somit auch Lupinen sind eindeutig Material, das man besser meiden sollte.

    2. Monika Schmidt

      Lieber Gero,

      aus eigener Erfahrung kann ich Felix nur zustimmen – Lupinenkaffe besser streichen!

      Ich trinke stattdessen “Rajas Cup” ein Ayurvedischer Kaffeersatz mit vielen gesundheitsfördernden Eigenschaften. Kannst du übers Internet bestellen. Man braucht nur ganz wenig davon.

      Monika

      1. christina

        Grüner Tee ist “erlaubt” und ist auch anregend. Ich liebe Kaffee sehr, aber man kann auch ohne leben, habe ich festgestellt! Ich konnte mir das kaum vorstellen, aber auch ich habe ohne Kaffe die letzten 3 Wochen überlebt. 🙂

        1. Monika Schmidt

          Weder Lupinenkaffe noch Rajas Cup haben Koffein. Bei Histaminose als Folge von Zöliaki kannst du, neben einigen anderen Teesorten, auch keinen Grünen Tee trinken. Du brauchst aber schon Koffein, wenn auch nicht im Kaffee.
          Als Muntermacher ist bei mir nur noch der besagte “Rajas Cup” übriggeblieben, der mir außerdem noch gesundheitliche Vorteile bringt. Radikalfänger, vermindert Stoffwechseltoxine, optimiert die Verdaung und verjüngt. Ist doch super – oder?

          1. Felix

            Du brauchst aber schon Koffein, wenn auch nicht im Kaffee.

            Um Missverständnisse zu vermeiden: Niemand braucht Koffein.

          2. Monika Schmidt

            Ist klar lieber Felix – war nur eine Feststellung – weil auf den Koffeingehalt im Tee hingewiesen wurde und geschrieben wurde, es geht auch ohne Kaffee.
            Deshalb mein Satz – du brauchst aber schon dein Koffein – sonst kann man ja auch alles mögliche trinken.

  11. Monika Schmidt

    Hallo Felix,
    ist schon eine komplizierte Sache das Ganze – bei HIT soll eine Karenzzeit ja auch helfen. Bis jetzt hatte ich noch keinen durchschlagenden Erfolg. Da Candida und Schwermetalle in diesem Fall auch eine Rolle spielen sollen, um wieder mehr essen zu können, werde ich auch hier noch theraphieren. Die neuen Ansätze, die ich auf dieser Seite erfahren habe, werde ich sofort umsetzen. Die Kreuzallergien werden wohl auch bei HIT eine Rolle spielen. Wichtig ist ja auch der Darmaufbau. Aber das Wichtigste ist wohl, dass die Entzündungen endlich beseitigt werden, sonst kann der Darm ja nicht wirklich ausheilen.

    Danke dir – werde mich zu diesem Thema dann mal wieder melden.
    Monika

  12. Monika Schmidt

    Lieber Felix
    das Streichen der besagten Lebensmittel war als Frage gedacht. Habe gerade gelesen, dass man diese Lebensmittel für ca. 90 Tage meiden sollte. Eigelb soll o.k. sein. Wie sieht es mit Ziegenkäse,Joghurt e.c.t. aus. Soll dem Menschen am ähnlichsten sein. Milchprodukte von der Kuh esse ich ja ach schon lange nicht mehr.

    wäre schön, wenn du dazu noch etwas weißt.
    Alles Liebe
    Monika

    1. Felix

      Hallo Monika,
      aus eigener Erfahrung (erste Hand) kann ich dir dazu nichts sagen. Aus zweiter Hand weiß ich, dass der (zeitweise) Verzicht offenbar absolut sinnvoll ist. Es gibt verschiedene Kreuzreaktionen etc. Und ein durch Zöliakie beschädigter Darm kann durchaus soweit genesen (durch korrekte Ernährung), dass er diese anderen Lebensmittel dann nach einiger Zeit wieder verträgt. Speziell HIT (Histaminintoleranz) sollte man separat beachten.
      Einige andere wiederum müssen dauerhaft verzichten. Das müsstest du ausprobieren. Über deinen Erfahrungsbericht würde ich mich freuen.

      1. Phillip

        Lieber Felix, ich finde auf die Histaminintolleranz könnte etwas näher drauf eingegangen werden. Ich, der unter Morbus Crohn leidet, soll mich nämlich histaminarm ernähren, das heißt : Verzicht auf einige Obstsorten und Innerein kommen noch hinzu und sind nicht unbedenklich konsumierbar. Ähnlich sieht es bei dem Puringehalt der Lebensmittel aus, da ich erhöhte Harnsäurewerte aufzeige. Außerdem habe ich einen Immunglobulin Test des “Pro Immun Labors”zur Überprüfung zeitverzögerter Nahrungsmittelunverträglichkeiten durchführen lassen, was ich übringens jedem mit Autoimmunerkrankung empfehlen kann. Denn so weiß man, welche Lebensmittel man “vertragen sollte “- Fructose,Lactose,Sorbit und unverzögerte Probleme ausgeschlossen. So bin ich ebenfalls in der Gemüse- und Fruchtauswahl eingeschränkt. Jedoch soll ich die Pseudogetreide reichlich verzehren. Nun sind sie aber in deinem Beitrag bei den zu verzichtenden Lebensmitteln angeordnet. Also meine Frage : Welche Probleme gibt es mit Quinoa, Amaranth, Teff, Buchweizen und co?
        P.s.:Ich lese immer wieder gerne deine Blogbeiträge zu neuen Denkanstößen.

        1. Felix

          Hallo Phillip,

          Ähnlich sieht es bei dem Puringehalt der Lebensmittel aus, da ich erhöhte Harnsäurewerte aufzeige.

          Puringehalt in Lebensmitteln hat keinen direkten Einfluss auf Harnsäurewerte bzw. Gicht: http://www.urgeschmack.de/gicht-und-ernahrung/

          Pseudogetreide enthalten (auch je nach Verarbeitung) teils größere Mengen Phytinsäure, was problematisch sein kann.

  13. Monika Schmidt

    Hallo und guten Tag,

    vor etwa zehn Jahren wurde bei mir Zöliaki festgestellt – Gluten ist schon lange kein Thema mehr für mich. Wundere mich trotzdem, warum ich nicht richtig gesund werde und viele Dinge nicht vertrage. Tippe auf HTI. Auch nach weglassen vieler Lebensmittel und bestimmter Nahrungsergänzungsmittel geht es mir nicht besser. Klar – wenn ich diese Liste (AIP) lese. Das war ein AHA efekt. Ohne Kaffee, Eier geht schon länger nicht (Entzündungen) Sollte man diese Lebensmittel bei Zöliaki ein Leben lang streichen. Besten Dank Monika

  14. Max und Maya

    Lieber Felix
    Die Beiträge von dir sind ein Glück – ein Geschenk, jedes Mal, eine richtige Freude!
    Einfach nur ganz herzlichen Dank an dich! Information par Excellence, noch nirgends so gut, klar und übersichtlich gestaltet und ausgesucht. Deine Menues entsprechen voll und ganz unserem Koch- und Lebensstil, der Hinweis mit Filmbeitrag zu der Ernährung mit fermentiertem Gemüse, dem selber Sauerkraut machen, einfach spitze!….Tanz der Vampire von Roman Polanski….. und einfach nur super sympathisch, auch
    die Umrahmung mit deiner Musik, ein bisschen Sendung mit der Maus…..,die Begrüssung und Verabschiedung durch dich – Danke! Danke lieber Felix!

    Herzlich Max und Maya

  15. Iris

    Vielen Dank für all deine Beiträge. Dieser kommt wie gerufen, ich beschäftige mich auch seit einiger Zeit mit dem AIP. Allerdings findet man noch nicht sehr viel im Internet, daher bin ich um jede Information und jeden Tipp sehr glücklich.

  16. Ingridf

    Hallo, mein Kompliment für diese Seite und die Informationen die ich hier erhalten kann. So etwas ist nicht selbstverständlich und ich bin sehr froh hierüber.
    Beim Fleisch wird ja inzwischen auf Weidehaltung , Bio etc. hingewiesen und das ist auch gut so. Zu bedenken gebe ich allerdings das der Fischfang/Meeresfrüchte beinahe für Konsumenten aus der Ferne unkontrollierbar ist. Ich möchte keinen Fisch essen für den auf konventionelle Art tausende ( und eigentlich noch viel mehr ) Wale, Delfine und Meeresschildkröten in den Netzen einen grausamen Tod finden. Ist alles gut und schön sich so zu ernähren..ich versuche es auch…..aber auch beim Fisch sollten wir ein anderes Bewusstsein entwickeln.

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