Verursachen Vegetarier mehr Blutvergießen als Fleischesser?

Verursachen Vegetarier mehr Blutvergießen als Fleischesser?Die industrielle Produktion von Fleisch verschwende Ressourcen, schade der Umwelt und sei ethisch inakzeptabel, meinen viele Befürworter des Vegetarismus. Die einzige Alternative, der einzige Weg, den Planeten zu retten, sei, gänzlich auf Tierprodukte zu verzichten und ganz einfach ausschließlich pflanzliche Lebensmittel zu essen. Wer es sich so einfach macht, erliegt jedoch nicht nur einem Trugschluss, sondern er verschlimmert potentiell genau die Probleme, die er vermeiden will.

Ist Vegetarismus nicht besser für alle?

Es ist kaum bestreitbar, dass die industrielle Fleischproduktion der Umwelt schadet und ineffizient mit Ressourcen umgeht, also nicht nachhaltig ist. Außer Frage steht auch, dass sie viel Leid verursacht. Nämlich dann, wenn – meist aufgrund des systemimmanenten Preisdrucks – zum Beispiel die Sorgfalt bei der Schlachtung leidet.

Dass in der extensiven Weidehaltung ein in allen Punkten diametral gegensätzliches Modell der Tierhaltung besteht, ignorieren Proponenten des Veganismus oder Vegetarismus gerne. Und wenn dieses nachhaltige Konzept doch beachtet wird, heißt es dennoch, es sei für uns alle immer besser, Pflanzen zu essen. Weidehaltung bedeutet unter anderem, dass Rinder eben kein Soja oder Getreide essen, sondern nur Gras. Somit stehen sie nicht mit dem Menschen in Nahrungskonkurrenz. Der zuvor genannte Link erklärt die Details.

Aber der Anbau von Pflanzen ist doch viel besser für die Natur. Und töten muss man dabei auch niemanden. Oder?

Der größte Irrtum vieler Vegetarier und Veganer ist, dass für ihre Ernährung niemand sterben müsse. Bei konsequenter Umsetzung ist sicher richtig, dass für Veganismus kein Stück eines getöteten Tieres auf dem Teller landet. Dies lässt jedoch die Kollateralschäden der Pflanzenproduktion außer Acht. Und diese sind teils 25 mal höher als bei der Produktion von Weidefleisch, schreibt Professor Mike Archer von der UNSW Australia. Richtig gelesen: Pro kg nutzbaren Proteins aus Getreide werden hier unter Umständen 25 mal mehr fühlende Wesen getötet als durch nachhaltige Fleischproduktion. Mehr noch: Auch die Umwelt kann stärker unter der Pflanzenproduktion leiden. (Quellen dafür weiter unten. Unter den Quellen. Wie immer.) (Noch einmal: Wir sprechen hier von Weidefleisch. Das entsteht auf Grünland, einem effektiven Kohlenstoffspeicher, mit dessen Produkt – Gras – wir Menschen ernährungsphysiologisch nichts anfangen können. Viele Grünlandflächen sind nicht geeignet für den Ackerbau (und müssten dafür ohnehin umgebrochen werden, was die Zerstörung eines Ökosystems bedeutet und oftmals auch nicht mehr erlaubt ist.))

Wie kann das sein?

Da die größte Kritik der konventionellen Fleischerzeugung zukommt, schauen wir uns das verbreitete, das konventionelle Modell der Erzeugung pflanzlicher Lebensmittel an: Wie wird Soja, die gern und meist genannte Alternative zu Fleisch, angebaut? In Monokulturen. Das betrifft übrigens nich nur Soja, sondern sondern praktisch alle konventionellen Pflanzenanbausysteme: Es sind Monokulturen, denn anders lässt sich kaum effizient arbeiten. Auch Gemüse bauen wir in Monokulturen an. Selbst der Einsatz von Fruchtfolgen ändert nichts an der Tatsache, dass es sich wenigstens temporär um Monokulturen handelt. Für diese werden in der Regel bestehende Ökosysteme beseitigt, Grünland umgebrochen und in Acker verwandelt. Grünland ist jedoch ein natürliches Ökosystem und Heimat vieler vielfältiger Tier- und Pflanzenspezies, die so durch den Acker ihren Lebensraum verlieren.

Monokultur bedeutet, dass hektarweise immer ein und dieselbe Pflanze wächst, um bei der Pflege und der Ernte den Größenvorteil nutzen zu können. Gesunde Ökosysteme sind allerdings nie Monokulturen, denn diese sind anfällig: Wenn in einer Monokultur eine Krankheit ausbricht, sind in der Regel alle Pflanzen betroffen. Weiterhin mangelt es an Vielfalt, um das System zu stabilisieren. Die Mais- und Sojawüsten sind kein gesunder Lebensraum für Wildtiere und selbst Insekten können relativ wenig mit Monokulturen anfangen.

Der Anbau pflanzlicher Lebensmittel führt so zu Bodendegradierung, langfristig kann dies in Desertifikation enden. (Und noch einmal die Betonung: Das alles trifft natürlich auch auf die Futtermittelproduktion für die industrielle Rinderhaltung zu. Deswegen schließt dieser Beitrah sie schon weiter oben als gangbar aus.)

Sterben wirklich mehr Tiere durch Pflanzenanbau als durch Tierzucht?

Darüber hinaus kommen bei der Gemüseproduktion Herbizide, Pestizide, Insektizide und große Mengen synthetischen Düngers zum Einsatz, die allesamt eine schwere Belastung der Ökosysteme darstellen und direkt für den Tod von Tieren verantwortlich sind.

Der renommierte Ethiker Peter Singer sagt, dass, wenn wir mehrere Möglichkeiten haben uns zu ernähren, wir uns für den Weg entscheiden sollten, der das geringste unnötige Leid für Tiere bedeutet.

Ich stimme ihm zu. Wenn wir uns ernähren – oder eigentlich immer – sollten wir uns so verhalten, dass wir möglichst wenig Leid verursachen.

Doch was ist mit den Hunderten vergifteter Mäuse auf unseren Getreidefeldern? Anders als die für den Verzehr eingeplanten Tiere, sterben sie regelmäßig einen langsamen, schmerzhaften Tod. Weibchen lassen im Durchschnitt 5-6 Säuglinge zurück, die verhungern, verdursten oder Raubtieren zum Opfer fallen. Zur Statistik gehören auch die Millionen von Wildtieren (u.a. Rehkitze), die den Erntemaschinen zum Opfer fallen.

Veganismus bezieht sich in der Regel nur auf fühlende Wesen. Eine oft bequeme, jedoch willkürlich gezogene Grenze, um letztlich beispielsweise zu Heuschrecken als Nahrungsquelle greifen zu können – dies schließt freilich auch Milchsäurebakterien aus fermentierten Lebensmitteln wie Sauerkraut ein. Doch woher kommt diese Gewissheit? Sind Spinnen und Insekten wirklich gefühllos und ohne Bewusstsein? Noch vor wenigen hundert Jahren war die Auffassung geläufig, Tiere seien lediglich Automaten, Maschinen und eines Wesens nicht fähig. Dies hat sich geändert. Sollten wir ausschließen, dass auch Spinnen und Insekten zum fühlen fähig sind?

Wie schlimm ist Pflanzenproduktion?

Die Produktion pflanzlicher Lebensmittel kann Ökosysteme zerstören, Ressourcen verschwenden,die Umwelt belasten und viel Tierleid verursachen. Ob sie nun besser oder schlechter als die Produktion tierischer Lebensmittel ist, sei dahingestellt. Statistikfans und -Verbieger mögen sich daran wund streiten, wobei die verfügbaren Zahlen eine eindeutige Sprache sprechen. Es mag auch jeder entscheiden, ob nun das Leid einer Maus weniger schlimm ist als das einer Kuh.

Mehr noch: Spielen die Zahlen eine Rolle? Sind Tod und Leid kumulativ? Wäre es wirklich relevant, dass für die Ernährung eines Menschen möglichst "wenig" Tiere sterben, würden wir zur Geburt eines jeden Menschenkindes einen Blauwal schlachten und dessen Fleisch einfrieren. Das reicht gewiss für den Rest des Lebens und so muss nur ein einziges Tier sterben, um den Menschen zu ernähren. Es versteht sich von selbst, dass auch das keine Lösung sein kann.

Die titelgebende Frage zu beantworten, wäre demnach unmöglich. Denn messen wir die Menge des Blutes in Litern oder die Anzahl der Wunden? Zählen wir die direkten Tode oder auch die indirekten? Wie messen wir Leid? Es spielt keine Rolle. Unbestreitbar ist in jedem Fall: Die Produktion pflanzlicher Lebensmittel kann per se keine nachhaltige Ernährung garantieren und kein Tierleid vermeiden.

Aber Bio ist doch besser, oder?

Der ökologische Landbau ist ein Versuch, in allen landwirtschaftlichen Bereichen nachhaltiger zu handeln und zu wirtschaften. Der aktuelle Stand zum Beispiel der EG-ÖKO Verordnung, welche Voraussetzung für das sogenannte Bio-Siegel ist, erfüllt jedoch in keiner Weise die Anforderungen an wirklich nachhaltige Landwirtschaft. Es handelt sich gewiss um einen Schritt in die richtige Richtung, aber das System bewegt sich weiter auf einen Abgrund zu. Praktisch allen industriell und/oder global orientierten Systemen ist mangelnde Nachhaltigkeit gemein. Ganz gleich, ob in der Produktion tierischer oder pflanzlicher Lebensmittel. (Nachtrag am 1.2.2014: Um nur ein Beispiel von vielen zu nennen: Auch Ökolandbau findet auf Äckern statt, für die grundsätzlich bestehende, natürliche Ökosysteme (und somit die Lebensgrundlage vieler Tiere) umgebrochen und zerstört werden. Das bedeutet auch, dass konsequent bewirtschaftete Weidehaltung (d.h. der Erhalt und die Pflege von Grünland) grundsätzlich einen geringeren Eingriff in die Natur bedeutet, als der Ackerbau.)

Was ist die Lösung?

Die Lösung ist relativ einfach. Sie liegt darin, zu akzeptieren, dass beim Essen immer jemand das Nachsehen hat. Pflücke ich eine Heidelbeere, kann der Vogel sie nicht mehr essen. Pflücke ich einen Salat oder auch nur ein Wildkraut, muss das Kaninchen hungern. Lege ich einen Acker an, zerstöre ich ein Ökosystem und den Lebensraum für andere Tiere. Das von mir bewohnte Haus belegt Fläche, die sonst Lebensraum für andere Tiere wäre. Das ist das Leben, der Kreislauf aus Gedeih und Verderb, Fressen und gefressen werden, Leben und Tod. Die Realität.

Frutarier meinen, die einzig richtige Ernährung könne auf Basis von Obst erfolgen, da nur dies von der Natur für den Verzehr vorgesehen sei. Solange sie auf eine Toilette gehen, unterbrechen aber auch sie die Weiterverteilung der Samen.

Sind wir also alle dem Untergang geweiht? Müssen wir den Planeten ruinieren, um zu leben? Theorien darüber, wie viele Menschen der Planet Erde ernähren kann, gibt es reichlich. Da wir nicht wissen, was die Zukunft bringt, ist es wohl müßig darüber zu diskutieren, ob nun 10 oder 12 oder 15 Milliarden Menschen zu viel sind oder ob wir längst den kritischen Punkt überschritten haben.

Um den Planeten zu retten ist sicherlich der beste Weg, bei der Ernährung nachzudenken und lokale Gegebenheiten zu beachten. Das ist so einfach, wie es klingt: Weideland wie die amerikanischen Great Plains eignet sich hervorragend zur nachhaltigen Tierhaltung. Permakulturen und der Einsatz mehrjähriger Pflanzen zeigen, dass nachhaltige Ernährung auf Pflanzenbasis durchaus möglich ist. Wer in Gegenden mit weniger fruchtbarem Grünland wohnt, für den macht eine Ernährung durch Weidetiere durchaus Sinn. In Küstenregionen ist der Griff zu Fisch zweifelsohne sinnvoller, in den Tropen wächst reichlich Obst. Überall bestehen (noch) gesunde, traditionelle Ökosysteme, die blühen und vielen Menschen ein Überleben ermöglichen.

Fazit

Die beste und, wie ich meine, einzig richtige Antwort auf die Frage, wie wir alle uns ernähren sollten ist: Gar nicht. Eine pauschale, globale Lösung kann es nicht geben und es hat sie nie gegeben. "Wir alle sollten Fleisch essen!" scheint daher genauso falsch wie "Wir müssen Gemüse essen, weil das effizienter ist!" Es ist müßig, aufrechnen zu wollen, welche Ernährung die bessere sei: Es ist schlichtweg unmöglich.

Stattdessen sollte jeder einzelne für sich und seine Situation ermitteln, was das beste für ihn und seine direkte Umwelt ist. Regionale, saisonale Lebensmittel sind dabei ein wichtiges Stichwort. Wer die Welt verbessern möchte, sollte vor der eigenen Haustür anfangen.

Quellen und weiterführende Informationen

"Wenn du im südlichen Los Angeles und San Diego wohnst und Vegetarier sein möchtest: Prima. Das solltest du. Aber wenn du in New England leben und die ökologischen Bedingungen deiner Region verbessern möchtest, dann isst du Fleisch. Da besteht keine Frage. Es gibt kein gesundes Ökosystem, das keine Tiere beinhaltet."— Dan Barber

Hinweis am 23.1.2014: 

Liebe Leser - die Kommentarfunktion ist bis auf Weiteres deaktiviert. Warum? Weil offenkundig viele – besonders Vegetarier und Veganer – den Artikel ungelesen kommentieren und redundante Kommentare hinterlassen. Das führt niemanden weiter. Ich habe überwiegend positive Reaktionen erhalten und finde es schade, dass ich diese Entscheidung treffen musste.

Viele Leser haben bewiesen, dass sie nur aufmerksam lesen und ein wenig nachdenken müssen, um folgendes zu erfahren:

  • der Autor hält die industrielle Fleischproduktion (das beinhaltet die ineffiziente Verfütterung von Soja und Mais) für indiskutabel (siehe 2. Absatz mit Verbindung zum 3. Absatz),
  • der Autor greift weder Vegetarier/Veganer noch Fleischesser an (der Titel ist eine Fragestellung),
  • der Autor schreibt nicht, welche Ernährung besser oder schlechter sei, sondern zeigt die Probleme der bestehenden Modelle auf,
  • der Autor weist darauf hin, dass eine nachhaltige und umweltfreundliche Ernährung vermutlich nur lokal erfolgen kann.

Leider entgeht dies einigen aufgeregten Lesern, die stattdessen ihr Gehirn ausschalten und wüste, persönlich beleidigende Kommentare schreiben und damit ihre Zeit verschwenden.

Einige Veganer und Vegetarier (und auch Anhänger der Paleo-Ernährung) betreiben ihre Ernährung wie eine Art Religion und sie fühlen sich persönlich angegriffen, gar in ihrer Existenz bedroht, wenn jemand Mängel in ihrem Glaubenssystem aufzeigt. In der Folge reagieren sie defensiv, oft aggressiv. Das ist menschlich. Ich vergebe ihnen allen.

Hinweis am 25.1.2014: 

Ich lese immer wieder die Klagen über einen "unlogischen" Vergleich - was auch immer das sein mag. Dies ist kein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen. Es ist durchaus ein Vergleich zwischen gezielt ausgesuchten, einwandfreien Äpfeln und verschimmelten, wurmstichigen Äpfeln.

Wie ich im Artikel auch ausdrücklich schreibe, halte ich es für müßig die konkreten Zahlen auszudiskutieren. Denn es ist an der Stelle bereits hinreichend belegt, dass jede Ernährungsform Tod verursacht. Nur das ist wichtig, um auf das genannte Fazit zu kommen.

Der Titel des Artikels ist übrigens eine Frage, keine Behauptung. Das lässt sich an der Satzstellung und an dem Fragezeichen erkennen.

 

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148 Kommentare zu “Verursachen Vegetarier mehr Blutvergießen als Fleischesser?

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  28. Dodo

    “Dies lässt jedoch die Kollateralschäden der Pflanzenproduktion außer Acht. Und diese sind teils 25 mal höher als bei der Produktion von Fleisch. Richtig gelesen: Pro kg nutzbaren Proteins aus Getreide werden 25 mal mehr fühlende Wesen getötet als durch Fleischproduktion. Mehr noch: Auch die Umwelt kann stärker unter der Pflanzenproduktion leiden.”

    Wie kommt man auf solche Zahlen? Kannst du das mal näher ausführen?
    Werden da Weidehaltung mit konventionellen Sojamonokulturen verglichen?

  29. Marina

    Also das Mittelmaß, aber artgerecht…damit müssten die meisten doch auch einverstanden sein…. ?! Wenns für manche eh nicht ohne geht, dann wäre dies doch ein Kompromiss, der allerdings erst noch richtig umgesetzt werden müsste…. Es muss ja nicht jeder strikt Vegan leben, meine Großmutter sagt immer: “Jeder nach seiner Fasson.” Und damit hat sie auch ziemlich recht, soll natürlich kein Freifahrtschein für sonstwas sein, sondern nur bedeuten, dass sich niemand ein Corsett überstülpen braucht, dass er nicht tragen mag… LG

  30. rob

    Mit der Portion Fleisch, wovon eine Person satt wird, können durch vegetarisch/vegane Ernährungsweise – ich spreche hier von der Gesamtenergiebilanz (Auswand bis zum Verbraucher) – 23-25 Personen satt werden.
    Wenn einer meint, für die vegetarische oder gar vegane Ernährungsweise braucht man mehr Ackerfläche als für die Tierhaltung bzw. Fleischproduktion, der irrt gewaltig, oder er hat von Addition keine Ahnung.
    Selbstverständlich braucht man für eine vegetarische oder vegane Ernährungsweise Ackerland, aber für die Tierhaltung um zigfaches mehr.
    Der jährlich durchschnittliche Feischkonsum ist von 13kg im Jahr 1800 auf 38kg im Jahr 1950 und auf 100kg im Jar 1980 gestiegen.
    Außerdem liegt der durchschnittliche Wasserbedarf für die Erzeugung von 1kg Korn bei ca. 200 Liter gegenüber 20.000-40.000 Liter für die Erzeugung von 1kg Fleisch (von der Futterpflanze hin bis zum Wasser zur Reinigung der Schlachtkammern usw…).
    Die Umweltgifte, die in den Produkten für Veganer sind, sind im Fleisch in wesentlich höherer Konzentration; beding durch die Fütterung, wobei eine Belastung durch Antibiotika und Hormonpräparate (Wachstumshormone) noch oben drauf kommt.
    Z.Z. sind angeblich schon 90% unseres Trinkwassers durch Pestizide, Herbizide, Fungizide… vergiftet.
    Ich kenne einige Leute, die nur durch Umstellung ihrer Ernährungsweise einike Krankheiten und Beschwerden losgeworden sind.

    1. Felix

      Rob, offenkundig kannst du schreiben. Daher gehe ich davon aus, dass du auch lesen kannst. Dann würde ich ich dich bitten, es auch zu tun. Deine Rechnung bezieht sich sich auf Intensivtierhaltung. Dass die bei dieser Betrachtung ohnehin außen vor bleibt (da mMn indiskutabel) steht direkt am Anfang des Artikels, gleich mit einem Hinweis auf die Alternative. Solltest du also nicht etwa einen Weg gefunden haben, Gras effektiv zu verdauen, ist deine gesamte Argumentation hinsichtlich der Energiebilanz hinfällig (zumal du keine Quellen angibst).

  31. Mike

    hmm anhand einiger Kommentare habe ich das Gefühl das einige gar nichts verstanden haben , der ersteller des Textes keine seite vertritt , sondern nur Klar macht das beide Systeme oder Richtungen , schaden verursachen .
    Schon mal einer daran gedacht das der mensch aus geschichtlicher Hinsicht erst zudem geworden ist durch Tierische Eiweiße . Sie ermöglichten das Wachstum des Gehirns und vieler anderer Dinge . Und schon gewusst das Veganer und Vegetarier sich Vitamin B12 das sehr wichtig für den menschlichen Organismus ist , in Form von Nahrungsmittelergänzer zuführen müssen . Es geht eigentlich nur darum Nachhaltig und auf Dauer Ressourcen schonend und Umweltfreundlich und vor allem für die Fleischindustrie , endlich Menschlich zu Handeln und vor allem mit Kopf und nicht mit dem Magen . Maßhaltigkeit und ausgewogenheit. Es würde sogar besser sein sich von dem zu ernähren was Regional zu verfügung steht .

    1. Mel

      Die Behauptung, B 12 “müsse” man sich per Nahrungsergänzung zuführen ist schlicht und ergreifend falsch. Als Vegetarier reichen zwei Scheiben Käse oder ein Glas Milch, nur als Veganer oder Frutarier ist das nötig, aber was soll daran so schlimm sein?

  32. Wolf

    und ein beispiel noch wie lobbys unsere essgewohnheiten steuern

    stevia, der magische zuchkerersatz … von alten völkern genutzt gepflanzt usw …. bei uns in europa seit kurzem als nahrungsmittel zugelassen , warum erst seit kurzem , ?
    weil die zuckerübenproduktion so dermassen gefördert wurde und wird , dass man es sich nicht leisten will einen eigenen konkurenten zu fördern …. aber .. .zugelassen ist nur das weisse pulver …. das aus der pflanze gewonnen wird … die pflanze nicht !
    und wie steviapulver gewonnen wird ?? ratet mal ?? durch chemische verfahren ….. mahlzeit

    undweiters … wir freuen uns alle ,dasses mit stevia gesüsste produkte zu kaufen gibt ,. ist ja auch eine tolle sache, aber wenn ihr euch mal die inhaltsstoffe genau anseht , werdet ihr neben stevia noch mindestens 2 weitere “zuckerarten oder Zuckersirups, oder gluckoseersatzmittelchen im täglichen “frühstücksjoghurt finden …. da ist meir selbstgemachtes joghurt mit selbstgemachter marmelade ( mit zucker) allemal lieber ….

    trotzdem ist stevia genail, z.b. im tee… mit aufkochen lassen z.b.

  33. Wolf

    gefällt mir eure diskussion und es ist “beiden seiten viel abzugewinnen. vegan oder nicht vegetarisch oder nicht …..

    aber die meiner meinung nach schattenseiten fangen schon auf schreibtischen der eu an. da ich selbst so einen kleinen selbstversorgerhof habe , (5 ha , 5 schweine, mit auslauf) ein paar hühner, die ihren bereich haben und ebenso im auslauf … und 2 pferde, mit denen ich versuche meinen hof zu bewirtschaften, vom holzarbeiten bis zum mähen …. ich probiers zumindest nach meinen möglichkeiten .. ein versuch meinerseits war mal ein paar meiner selbt hergestellten produkte zu veräussern … was sofort mit ” bist du bio? hastdu kühlraum, womit spritzt du ? usw.usw” meiner meinung nach ist es nicht einfach einen wirklichen “bio” hof zu finden , der bio ist, weil er nachhaltig produziert ( was dann immer ) viele bio höfe sind deswegen biohöfe, weil die preise dadurch besser sind ……

    bio erdbeeren aus spanien z.b. 🙂 wunderbar….. in gegenden wo in den letzten jahren der grundwaserspiegel um etliche metter abgesenkt wurde ….. aber auf den erdbeeren steht bio 🙂

    oder …. weiter beisopiele …. kleine höfe werden mit nicht gefördert ( laut eu erst ab gewissen grundflächen) grosse höfe werden so gefördert dass die kleinen gar nicht mitkommen es sich nicht leisten könnten zu derartig niedrigen preisen zu produzieren …..

    ich denk einfach das grösste problem ist mitlerweile nicht ob das was wir essen bio ist oder nicht …. das grösste problem ist ,das jeder immer alles im supermarkt erwartet zufinden , möglichst frisch und in bester qualität( wobei qualität da sehr dehnbar ist ….. ) was dann weiter heisst , ein produzent, also bauer ….. muss schon sehen , dasser erstens billigst und menge produziert , ansosnten stirbt er ……. also produzenten setzen nicht auf qualität sonder auf quantität ….. und schuld .. ist meiner meinung nach der konsument , egal ob vegan, vegetarisch oderfleischverzehrend.

    für mich kann der weg nur klein beginnen …. z.b. ich für meinen teil habs ja schon beschrieben ….. aber wieviele von uns haben garten und möglichkeiten gemüse selbst zu ziehen ?? (gut fleisch selbst zu “produzieren ist doch etwas … ähm aufwendiger ) oder wieviele von ubns setzten auf möglichkeitne , tiere zu unterstützen , seis durch “insektenhotels …. und wieviele von uns kaufen wirklich nur “saisonalle” gemüse und obstarten ??? das ist meiner meinung nach viel essentieller ….. der konsument regelt was wir essen , und der konsument … das sind wir alle

    1. Wolf

      sorry für die tippfehler… wer einen findet darf ihn behalten 🙂

      ein nachtrag noch , der konsument regelt was, wie und mit welchem aufwand und kolateralschaden für die umwelt produziert wird …..

  34. Mathias

    Sorry, dieser Artikel ist Blödsinn. Laut Wikipedia wird 98% der weltweiten Sojaproduktion zu Tierfutter verarbeitet. Die heraufbeschworenen Monokulturen gibt es bereits, aber eben, für Tiere die wir nachher essen. Bei der Ökobilanz geht der Punkt an die Vegetarier. Ausser man schraubt an den Fakten und geht davon aus, dass sich Kühe von Luft ernähren, wie hier geschehen.

    1. Felix

      Mathias, in welchem Punkt ist der Artikel Blödsinn? Dass ich die industrielle Tierhaltung für indiskutabel halte, steht direkt am Anfang – ebenso steht dort ein ein Hinweis mit ausführlichem Link zur Weidehaltung. Du kannst schreiben – ich gehe daher davon aus, dass du auch lesen kannst. Dann tu es auch.

  35. andrsrm

    Es ist ein Glück, für sich selbst entscheiden zu können zu essen was man für richtig hält. Abertausende haben keine Wahl. Eine Schale Milch, eine Schüssel Reis, oder ein Stück Fladenbrot sind das Einzige, dass diese Menschen für Jahre hinweg zu sich nehmen, nicht weil sie sich etwa vegan oder sich bewusst ernähren, sondern weil sie nicht die Wahl haben, wie die konsumgestörten Feinkostliebhaber wählen zu können, fleischlos oder nicht einzukaufen sondern nehmen müssen was sie bekommen. Viele Pseudoveganer die ihren Hunger nach Fleisch mit dem Verzehr von Soya kompensieren sind von der bewußt denkenden Masse genau so weit entfernt, wie ein hungerndes Kind in den benachteiligten Landzonen, von einem Stück Brathähnchen. So stopfe jeder in sich hinein was ihm gefällt oder nicht? Mahlzeit… KHB.

  36. Lisa

    Ok, du stellst die These auf, dass mehr Tiere durch industriellen Pflanzenanbau sterben als durch industrielle Tierhaltung und unterschlägst völlig 1) die Tiere, die durch Industrielle Tierhaltung nötig gewordenen (Und NICHT wenigen!) Industriellen Pflanzenbau sterben? und 2) Das Leid der Tiere in der Industriellen Tierhaltung VOR der Schlachtung, während du gleichzeitig den langsamen und qualvollen Tod der Mäuse ansprichst (sicher schlimm), aber nicht, dass sie im Gegensatz zu Tieren aus der Massentierhaltung ihr Leben lang ein artgerechtes Leben führen konnten? Was ist mit der Möglichkeit eines dezentralen, umweltschonenden und nachhaltigen Pflanzenbaus (sehr viel leichter möglich mit möglichst wenig Tierhaltung und umweltschonenderem pflanzlichem Dünger wie Brennesselsud (aus umweltschonend und nachhaltig angebauten Brennesseln!) und gleichzeitig anspruchsloseren Faserpflanzensorten wie Hanf oder Süßlupine, die deutlich weniger Düngung benötigen als zB Soja oder die wasserintensive Baumwolle. Diese Möglichkeit scheinst du aber komplett auszuklammern.) So undifferenziert liest sich der Artikel (zumindest der Anfang) nicht wie eine faire Kritik, sondern leider eher wie eine unfaire Hetze. Dass stellt ihn leider auf eine Stufe mit der undifferenzierten Propaganda vieler Veganertexte.

    Und dass beide Ernährungsformen Tieren GLEICHVIEL schaden, kannst du doch nicht ernsthaft begründen indem du Schaden durch eine theoretisch weggenommene Heidelbeere und Schaden durch Töten des Tieres miteinander aufwiegst..

    “Stattdessen sollte jeder einzelne für sich und seine Situation ermitteln, was das beste für ihn und seine direkte Umwelt ist. Regionale, saisonale Lebensmittel sind dabei ein wichtiges Stichwort. Wer die Welt verbessern möchte, sollte vor der eigenen Haustür anfangen.”

    Hierbei stimme ich dir aber voll und ganz zu!

    LG, Lisa

    1. Felix

      Lisa,
      ich stelle keine These auf. Hättest du aufmerksam gelesen, hättest du erfahren, dass ich es für müßig halte, in diesem Vergleich mit Zahlen um sich zu werfen und aufzurechnen.
      Dass ich die industrielle Tierhaltung als ohnehin indiskutabel außen vor lasse ist dir ebenfalls entgangen, obwohl es direkt am Anfang steht. Schade.

  37. pablo neruda

    Haarsträubender Schwachsinn! Gerade für die Fleischindustrie wird unglaublich viel Soja in Monokulturen angebaut. Würde dieser Anbau direkt vom Menschen genutzt, könnte er wesentlich mehr Menschen versorgen.

  38. Rafi

    Wenn man industrielle Tierhaltung mit industriellem Pflanzenanbau vergleicht, werden mir wahrscheinlich die meisten zustimmen, dass dabei die Tierhaltung den Kürzeren zieht: In Brasilien wird Regenwald abgeholzt und verbrannt, um riesige Soja-Monokulturen anzubauen. Das Soja kommt dann per Flieger nach Europa, um es dort an die Tiere zu verfüttern. Neben den Emissionen des Nahrungstransports sind die zur Tierhaltung noch hinzuzurechnen. Dass es nachhaltiger ist, das Soja direkt zu essen, anstatt es einem Tier zu geben und dieses dann zu essen, sollte einleuchten.

    Aber selbst wenn das Fleisch aus 100% Weidehaltung kommt, fällt die Bilanz immer noch zugunsten der Pflanzen aus, da die Pflanze (bspw. Kartoffeln) nach nur wenigen Schritten (Ernte, Waschen, Verpacken) in den Markt kommt, wobei bei der Tierhaltung immer noch Schritte wie die Heuernte durchgeführt werden kann, nur damit das zukünftige Essen Essen bekommt.

    Bei der Tierhaltung muss Pflanzennahrung für das Tier bereitgestellt werden und die Tierhaltung selbst muss durchgeführt werden. Bei rein pflanzlicher Nahrung entfällt der letzte Schritt, da man sofort die Nahrung erhält. Weniger Belastung für die Umwelt.

    1. Felix

      Hallo Rafi – auch du hast das Konzept der Weidehaltung offenkundig nicht ganz verstanden. Schau dir den oben verlinkten Artikel einmal an, der hilft dir sicher beim Verständnis. Wenn du es vorziehst, Grünflächen umzubrechen um Ackerland für den Menschen daraus zu machen, steht dir das natürlich frei. Ich denke jedoch, man sollte Ökosysteme erhalten und nutzen.

  39. Vallntin

    Hi Felix, leider hinken deine Argumentationen hinten und vorne.
    Um den Fleischkonsum, der in Deutschland herrscht befriedigen zu können, werden hier auf 6Mio Ha (die hälfte Deutscher Agrarflächen) verschiedene Futtermittel angebaut + 3Mio Ha in Brasilien anhand von Landgrabbing, welche dann an die Tiere im Stall verfüttert werden. (Zahlen aus dem Fleischatlas 2013)
    Mit dieser Methode spart eine Menge Platz, da die Viehzucht mit reiner Weidehalung eine imense Fläche beanspruchen würde. Es gibt in Deutschland praktisch kein Fleisch aus reiner Weidehaltung. Selbst die wenigen Ökologisch gehaltenen Tiere müssen mit Kraftfutter gefüttert werden.
    Die Monokultivierung des Pflanzenanbaus die du hier kritiesierst, ist Grundlage des Industrie- wie auch des Bio-Fleischkonsums. Undzwar in unverhältnis größerem Maße wie der Pflanzenanbau für Nahrung.
    Von daher geht deine Rechnung Biofleisch = Industriefleisch – Futteranbau nicht auf.
    Ich bin wie du der Meinung, dass der gemäßigte Konsum von Fleisch unproblematisch ist und der Umwelt und Klimaverträgliche Anbau von Nahrung wünschenswert.
    Es führt kein aber Weg daran vorbei, unseren Fleischkonsum drastisch zu senken und unsere Kaufgewohnheiten zu revolutionieren. Dafür kämpfen wir Vegetarier, indem wir auf den verzehr von Industriefleisch verzichten.
    http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2013-10/artikel-infografik-tierprodukte-oeko

    1. Felix

      Hallo Vallntin – ich fürchte, da hast du etwas falsch verstanden. Du unterstellst mir hier Dinge, die ich nicht geschrieben habe. Biofleisch habe ich an keiner Stelle erwähnt. Ich empfehle dir, die ersten drei Absätze noch einmal gründlich zu lesen und auch den verlinkten Artikel anzuschauen.

  40. Norka

    Sehr schön – kann keine der o.g. Empörung nachvollziehen. Was ist an einer Frage im Titel reisserisch???
    biologisch-saisonal-regional find ich super – aber leider dzt. für mich nicht immer leistbar (rede da gar nicht nur von Lebensmitteln) – weniger Fleisch (bzw. auch eine der gesamtverwertung – innerreien und knochen)
    Hast Du Daten zu industriellen Insektenzucht? Indonesien soll ja bereits 60% der Proteinbedarfs (sorry Verbrauch um genau zu bleiben) mit Insekten decken… Gibt es biologisch/nachhaltige Insektenzucht? (Marktlücke?) Ich finde Mehlwürmer, Heuschrecken, Ameisen wären einen Versuch wert. Und lasse mich dann dafür geisseln wenn sich in 50 Jahren herausstellt dass ich Völkermord betrieben habe.

  41. MSC

    vorweg: bin kein Vegetarier – aber habe selten soviel Schwachsinn gelesen – womit werden denn Ihrer werten Meinung nach die Tiere ernährt?!
    Fleisch ernährt wenige auf Kosten vieler. Für die Produktion von Fleisch wird wertvolles Getreide, das den Menschen direkt ernähren könnte, an Tiere verfüttert. Laut amtlicher Angaben des Landwirtschaftsministeriums
    der Vereinigten Staaten werden über 90% des in Amerika angebauten Getreides an Tiere verfüttert (Rinder, Schweine, Lämmer, Geflügel usw.). Oder anders ausgedrückt: Den Schlachttieren Amerikas wird jährlich mehr
    Getreide verfüttert, als die Bevölkerung von Indien und China zusammengenommen zur Ernährung braucht. (Heller: Das Brot des Siegers, 1985, S.27) Doch dieses Verfahren, Getreide in Fleisch umzuwandeln, ist
    über alle Masse verschwenderisch. Fleischproduktion ist, energetisch gesehen, die schlechteste Form der Bodenausnützung:
    Um ein Rind ein Jahr lang zu mästen, benötigt man 0,5 ha Land. Nach einem Jahr erhält man von diesem Tier ca. 300 kg essbares Fleisch. Hätte man während diesem Jahr auf derselben Fläche Getreide oder Kartoffeln
    angepflanzt, hätte man 3000 kg bzw. 20.000 kg Nahrungsmittel bekommen, also 10mal mehr Getreide und 65mal mehr Kartoffeln als Fleisch!

    1. Felix

      Und auch du hast ganz offenkundig nach dem ersten Absatz nicht weitergelesen. Schade. Leider kann ich dir nicht helfen, lesen muss du schon selbst.

  42. Thomas B.

    Der Artikel ist, mit Verlaub, reichlich dünngeistig:

    U.a. vergisst der Autor anscheinend komplett (oder weiß nicht) womit die Tiere in der industriellen Fleischproduktion gefüttert werden: mit Getreide (Soja, Mais). Mittlerweile wird mehr Getreide für die Tiermast angebaut, als für die Ernährung von uns Menschen. Damit einher geht das, was der Autor bzgl. erhöhter Pflanzenproduktion für uns Menschen moniert … und gerade das Getreide die Tiere zu fressen bekommen, wird billig produziert, mit enormem Pestiziteinsatz und nicht zuletzt richtet genetisch verändertes Getreide nachhaltigen Schaden an.

    Das ein Getreidefeld (oder ein anderes) auch ein Biotop für viele Tiere darstellt und bei einer nachhaltigen, schonenden Bewirtschaftung (wie sie sich jeder gute Vegetarier/Veganer wünscht und genau deshalb zu Bio-Produkten greift) tierisches Leben erst ermöglicht scheint dem Autor auch nicht bewusst zu sein.

    Ich pers. esse kein Fleisch nicht aus Gefühlsduselei, sondern weil die industrielle Fleischproduktion jedes Leben, tierisches, pflanzliches und natürlich die Umwelt mit Füßen tritt.

    Und wenn man den gefühlsduseligen Veganern die Duselei austreiben möchte, bin ich mir pers. nicht sicher ob es sonderlich geistreich ist, mit toten Mäusen durch Pestizide im Getreidefeld durch einen erhöhten Getreideanbau zu argumentieren.

    Der Getreideanbau steigt ständig und exorbitant durch die Fleischindustirie, nicht durch steigende Anzahl von Veganern und ein paar Fleischersatzprodukten. Das ist richtig dummes Geschwätz!

    1. Felix

      Und noch jemand, der beweist, dass er nicht lesen kann und schon vor dem zweiten Absatz aufgegeben hat. Schade. Gute Besserung!

  43. Tom

    anscheinend hat der verfasser dieses artikels die tatsache vergessen, dass die tiere, die “wir” menschen essen, sich fast ausschließlich von pflanzen ernähren, welche wiederum in landwirtschaft hergestellt werden. genau genommen braucht man ca. 10 kg pflanzliche tiernahrung (und hunderte liter wasser), um 1 kg fleisch zu produzieren. rechnet man dann noch ein, dass man für vegane ernährung mehr gewicht an nahrung zu sich nehmen muss, als für ernährung mit fleisch, dann ergibt das, dass für veganer nur ca. ein drittel bis ein viertel der landwirtschaft betrieben werden muss, wie für fleisch-esser. das heißt, welche umwelt- und kollateral-schäden die landwirtschaft für die erzeugung veganer lebensmittel auch anrichtet, die fleischproduktion richtet das drei- bis vierfache an, PLUS natürlich das ganze tierleid.

    1. Felix

      Offenbar hast du den Artikel nicht gelesen oder nicht verstanden. Macht ja nichts, das muss dir nicht peinlich sein. Kann jedem mal passieren. Schau dir einfach den zweiten und dritten Absatz noch einmal genau an.

  44. Andy

    Also, ich habe auch nicht den ganzen Artikel gelesen wie die Christina. Ich weis nicht ob man es sich da zu einfach macht. Das Problem mit der Industrialisierung im Agrarbereicht ist dass es unmoeglich wird Land brach zu lassen. Fuer eine gute Bepflanzung muss man auch rotieren. Das heist dass ein gewisses Stueck des bepflanzten Bodes fuer ein Jahr brach liegen muss um dann mit etwas anderem bepflanzt zu werden. Auch ist diese Unmenge an Soybebauung ein totaler Schmarrn. Soy hat estrogene wobei ein haeufiger Konsum dessen fuer Maenner nicht gut ist. Wenn man auf die fruehen Bibelzeiten zurueckgeht war der Konsum von Pflanzen die Norm. Fleisch kam dann erst dazu nach der Sinflut. Natuerlich werden das hier einige jetzt belaecheln. Aber es ist wissenschaftlich nachvollziehbar dass die Atmosphaere vor der Flut eine ganz andere war. Der Boden wurde auch nicht durch Regen bewaessert da der Wassergehalt der Luft so hoch war dass der Morgentau ausreichend war zur Bewaesserung. Nach der Flut hat sich das Klima sehr stark veraendert. Mit Sicherheit war Fleischkonsum vor der Flut unwichtig da das ganze Klima auch eine andere Beeinflussung hatte als heute. Eines ist aber klar, Fleischkonsum sollte ein minimum sein, Gemuese und Getreide sollten dafuer ueberwiegen schon der Gesundheit zu Liebe. Verzeiht mir mein Deutsch, ich lebe schon lange nicht mehr dort. 🙂

  45. Markus Albert

    Einerseits wird unterstellt, dass eine ökologisch sinnvolle “Fleischproduktion” in ausreichendem Umfang möglich ist, die Produktion pflanzlicher Nahrung scheint jedoch zwingend in Monokulturen erfolgen zu müssen… Alles klar 🙂

    1. Felix

      Wo steht denn bitte, dass “Produktion pflanzlicher Nahrung scheint jedoch zwingend in Monokulturen erfolgen zu müsse”? Ich erwähne im Text doch extra z.B. Permakultur.

  46. Markus Albert

    Leute, locker bleiben.Wer den Artikel gelesen hat und dieser “Argumemtation” folgen kann, der hat ohnehin nicht das Potential Veganer zu werden. Alle die des Denkens mächtig sind kommen früher oder später zu der Erkenntnis, dass nicht wichtig ist, was sein könnte, sondern was ist und unter diesen Voraussetzungen vor unserer Haustüre nur die vegane Ernährung vertretbar ist.

    1. Felix

      Eine sehr kurzsichtige Perspektive. Das würde bedeuten, dass wir nichts in der Welt ändern könnten. Dass dies nicht der Fall ist, zeigt die Geschichte.

  47. Ingolf Preiß

    Hallo Freunde des gesunden Essens. Hier treffen wieder alle Meinungen aufeinander und in jedem steckt etwas Wahrheit. Ich möchte Euch an dieser Stelle 2 Bücher empfehlen, die meiner Meinung nach die Sache auf den Punkt bringen. 1. “Peacefood, Rüdiger Dahlke und 2. die “China Study” dazu gibt es übrigens den Film “Gabel statt Skalpell” . Ihr werdet lesen und hören, sowie sehen und da gehe ich mit, der Mensch braucht weder Fleisch noch Milchprodukte. Ich bin seit 6 Jahren Vegetarier, Kerngesund und war noch nie beim Arzt. Wenn hier jemand schreibt, Vegetarier in seiner Umgebung sind Krank, dann liegt das durchaus daran, das sie sich dennoch falsch ernähren. Coca Cola und Schokolade sind auch erst einmal vegetarisch, aber Gesund? Wenn man Vegetarier oder auch Veganer ist, sollte man schon genau wissen was man tut und isst und wie man eventuelle “Mangelerscheinungen” aufhebt. Es muss jeder für sich selber entscheiden. Richtig ist, das richtige Maß zu finden, damit haben nämlich die meisten Menschen ein Problem. Die meisten essen viel zu viel und viel zu viel Ungesundes dazu. In der Maßlosigkeit liegt ein großes Problem unserer Gesellschaft. Fakt ist jedoch eins, die Tierhaltung ist Maßlos und eine Großteil des Futters dafür ist das Problem. Nicht die Vegetarier oder Veganer. Vom Elend mal abgesehen! Du bist was Du isst. Geht mal ins Kaufland, schaut Euch die Leute an und dann in deren Korb, und umgedreht. Ist spannend und stimmt. Probiert es aus und dann seht Euch die Regale an und wieviel da drinnen liegt, brauchen wir 20 meter Wurstregal? Gruss aus Erfurt

  48. LenaE

    Lieber Felix,

    es ist gar nicht so leicht, wirklich hinter deinen Artikel zu steigen. Ich selbst versuche weitmöglichst, auf hoch verarbeitete Produkte zu verzichten, ebenso wie auch Milch und Fleisch, wobei ich selbst den Verzicht auf Milch fast noch wichtiger finde.

    Folgendes lese ich aus deinem Artikel raus:

    Blinder Veganismus/Vegetarismus ist nicht sinnvoll (wenn z.B. importierte Waren gekauft werden, nicht saisonales Gemüse und hoch verarbeitete Sachen)

    pflanzliche Ernährung KANN gesund sein

    Es sollte nicht generell auf Fleisch verzichtet werden, aber der Konsum desselben massiv eingeschränkt werden, sodass es nur noch wenig und damit “gutes” Fleisch von Weidetieren gibt, die kein Zusatzfutter benötigen.

    Trifft es das? Finde es gut, dass dein Artikel zum Nachdenken anregt… Tut man das nicht, kann man sich allerdings sehr leicht provoziert fühlen…

    VG

    1. Felix

      Du hast es erfasst, LenaE. Was ja auch zeigt, dass es möglich ist. Traurig daran ist, dass offenbar so viele Leser nicht nachdenken. Aber ich kann nicht jedem helfen.

  49. Sam

    Ein wirklich guter Artikel,
    er weist auf die Missverständnisse hin, auf die viele Menschen reinfallen und beschreibt sehr gut, dass weder die Massentierhaltung noch die industrielle Herstellung von Pflanzen (Monokulturen) gut für die Umwelt, die Gesundheit und das Tierleid sind.
    Ich selbst ernähre mich vegan und werde dies natürlich auch weiterhin tun.
    Mein größter Respekt gilt den Menschen die sich bewusst ernähern, ganz gleich was sie essen. Es ist toll wenn Menschen ihr Fleisch beim “Bauern des Vetrauens” kaufen, ihr Gemüse im eigenen Garten anpflangen usw. . Der Autor hat weiterhin recht wenn er schreibt, dass wir die Welt egal was wir essen, nicht “retten” können. Dies sehe ich genauso.
    Dennoch finde ich es schade, dass der Artikel so eine dramaturgische Überschrift trägt- but”sex sells”.
    Weiterhin finde ich es schade, dass der Autor von “fühlenden Wesen” spricht und nicht genauer auf die Spezies die bei der Herstellung von Pflanzennahrung getötet werden, eingeht.
    Natürlich freue ich mich darüber, dass Vegan langsam en vogue wird/ist. Dh. aber auch, dass die Welt keine bessere wäre, wären ALLE Menschen vegan. Vielmehr müssen wir über das WIE nachdenken als über das WAS, worauf der Autor hier schön zu sprechen kommt.

    Wäre der Titel anders gewählt, würden ihn viele Menschen auch anders lesen können.
    Eine Disztanz aufzubauen, wenn Botenstoffe schon ordentlich fürs Gefühlschaos gesorgt haben, darf den Menschen zurecht schwer fallen.

    Danke für den Artikel

    LG Sam

  50. Dodo

    @Felix
    “Siehst Du, Dodo: Da liegt der Denkfehler. Es gibt gar keinen Fleischbedarf. Es gibt einen Verbrauch und eine Produktion. Produktion, Verbrauch und Bedarf sind drei völlig verschiedene Faktoren. Niemand braucht, biologisch betrachtet, Fleisch, um zu überleben. Daher kann der Verbrauch auch problemlos bei z.B. 20kg/Jahr liegen.”

    Und jetzt? Ich meinte Verzehr. Die Frage ist wo soll das Fleisch herkommen? Grade im Kontext Urgeschmack/Paleo. Sowas ist niemals im großen Stil mögllich. Und das ist relevant.

    1. Felix

      Klar, wenn du weiterhin 80kg Fleisch pro Jahr essen möchtest und darauf bestehst, dass das jeder tut, dann wird es mit der Produktion schwierig.

  51. Karla

    Hallo Felix,

    ich kommentiere selten, aber das hier ist ein sehr guter Artikel. Danke dafür! Leider ist die Lösung nicht so einfach und auf Fleisch verzichten nicht unbedingt der Königsweg. Ich lehne Massentierhaltung ab und esse lieber pflanzlich als Fleisch aus solcher Produktion. Bio ist ein guter Weg aber leider auch nicht zu 100% umsetzbar. das Problem: Wir sind einfach zu viele!

  52. Markus

    Klasse Artikel.
    Schade, dass direkt so ein “Scheissesturm” ausbricht, scheinst nen Nerv getroffen zu haben.

    Was mir aufgefallen ist: Viele der “Neo-Veganer” beruhigen sich auch wieder – dauert zwar, aber irgendwann tritt Verstaendnis und Gelassenheit ein.

    Denn ich glaube, dass selbst die “lautesten” Diksussionen – wie z.b. hier in den Kommentaren – ganz normal und wichtig sind und ueber die Jahre ein ganz normaler Ausgleich stattfindet und die globale Ernaehrung einigermaßen im Gleichgewicht steht. Wie gesagt – alles braucht seine Weile. Nicht Jahre sondern Jahrzehnte. 🙂

    Calm down, der große Knall kommt sicher noch frueh genug ^^

  53. Christina

    Der Artikel ist wie Äpfel mit Birnen vergleichen. Fleischkonsum aus Weidehaltung vs. industrielle Erzeugung pflanzlicher Lebensmittel.

    Dass für das konventionelle Modell der Erzeugung pflanzlicher Lebensmittel, sprich Monokulturen, in der Regel bestehende Ökosysteme beseitigt werden, ist keine Neuheit. ABER: In der industriellen Fleischproduktion passiert wie viele bereits genannt haben genau dasselbe (Stichwort Futtermittel). Dazu kommt dann noch das Leiden der Tiere in der Massentierhaltung.

    Wenn Du einen ernst zu nehmenden Vergleich anstellen möchtest, wäre es meiner Meinung sinnvoller einen regionalen (Bio)-Fleischkonsum aus Weidehaltung einer vegetarischen oder veganen Ernährung gegenüberzustellen, mit Pflanzen aus regionalen, biologischem Anbau.

    Bei mir stellt sich die Frage, was du mit deinem Artikel überhaupt sagen bzw. erreichen möchtest. Ich finde einen solchen Ansatz populistisch, die Überschrift reißerisch. Schade, denn viele Deiner Ansätze an anderer Stelle sind wirklich gut.

    1. Felix

      Christina, offenbar hast du den Artikel nicht vollständig gelesen. Die von dir genannten Wünsche sind erfüllt. Ich kann dir das Lesen nicht abnehmen.

      1. Christina

        „Der größte Irrtum vieler Vegetarier und Veganer ist, dass für ihre Ernährung niemand sterben müsse. (…) Dies lässt jedoch die Kollateralschäden der Pflanzenproduktion außer Acht. Und diese sind teils 25 mal höher als bei der Produktion von Fleisch. Richtig gelesen: Pro kg nutzbaren Proteins aus Getreide werden 25 mal mehr fühlende Wesen getötet als durch Fleischproduktion. Mehr noch: Auch die Umwelt kann stärker unter der Pflanzenproduktion leiden.“

        Woher stammen diese Zahlen? Um welche Art von Pflanzenproduktion handelt es sich? Generell oder nur industriell? Um welche Art von Fleischproduktion handelt es sich? Industriell oder Weidehaltung? Wie viel Getreide brauche ich um ein kg nutzbares Protein daraus zu bekommen? Wie viel braucht ein Mensch davon am Tag um seinen Proteinbedarf in einer fleischlosen Ernährung zu decken? Wie viel Getreide frisst ein Mastbulle am Tag? Ein Mastbulle kann am Tag bis zu 20 Kilogramm Maissilage fressen und benötigt 60 bis 80 Liter Wasser. (Quelle: http://www.was-wir-essen.de/abisz/rindfleischerzeugung_rindermast_fuetterung.php). Bei einer Mast durch Hafer, Weizen, Gerste plus Soja/Raps vermute ich ca. die Hälfte.
        Und zuletzt: Was ist mit den Kollateralschäden, die bei der Pflanzenproduktion/Tierfuttermittel entstehen?

        Verursachen Vegetarier wirklich mehr Blutvergießen als Fleischesser?

        Du sagst am Ende: „Um den Planeten zu retten ist sicherlich der beste Weg, bei der Ernährung nachzudenken und lokale Gegebenheiten zu beachten. Permakulturen und der Einsatz mehrjähriger Pflanzen zeigen, dass nachhaltige Ernährung auf Pflanzenbasis durchaus möglich ist. Wer in Gegenden mit weniger fruchtbarem Gründland wohnt, für den macht eine Ernährung durch Weidetiere durchaus Sinn.“
        Erfüllst Du damit meine Wünsche?

        Ich finde wie bereits gesagt den Ansatz nicht gut, den Vergleich oben und die reißerische Herangehensweise. Ich esse übrigens Fleisch aus Bioland oder Demeterhaltung, und bin auch genervt von den Argumentation vieler Vegetarier gegen Fleischkonsum, v.a. wenn sie ohne Nachdenken Milchprodukte konsumieren und im Discounter einkaufen. Aber meiner Meinung nach bringt es nichts die Argumentation vieler Veganer und Vegetarier auf diese Art anzugreifen. Dadurch verhärten sich die Fronten nur, wie du ja an den Kommentaren sehen kannst.

        1. Andre

          Guter Beitrag Christina! Vielen Dank dafür.

          Im letzten Abschnitt verfällst du allerdings in eine Argumentation ad hominem. Es ist vollkommen gleich, wer sich wie verhält. Diskutiert wird die grundlegende Sache und nicht die Menschen. Ob jetzt einer hobbytechnisch Motorrad fährt, Plastiktüten benutzt, gern lange duscht oder Milch trinkt (vielleicht sogar selbst Fleisch isst), ist vollkommen irrelevant. Es rechtfertigt niemals das eigene Handeln oder begründet eine konkrete Handlungsweise, die sich durch logische und vernünftige Betrachtung als “falsch” (im besten Sinne) herausstellen lässt.

          Nur weil der Nachbar, der Gewaltfreiheit predigt, seine Frau schlägt, wird Gewalt an sich nicht legitim.
          Angekommen? 😉

        2. Felix

          Die Quellen findest du …unter den Quellen.
          Davon abgesehen hast du offenbar überlesen, dass ich die industrielle Fleischproduktion als indiskutabel ausgeschlossen habe. Direkt im zweiten Absatz.
          Angegriffen habe ich niemanden.

  54. Laura

    Einen Artikel über dieses Thema zu schreiben ist schwierig, vor allem weil Ernährung und die eigene Weltanschauung sehr persönlich sind. Trotzdem sollte man sich damit befassen, damit nicht mehr und mehr Menschen auf der Welt sich mit dieser Ideologie gut ins Gewissen reden.

    Ich selbst war vor einigen Jahren für ca. 6 Monate Veganer. Es kam dazu, weil ich mich mit gesunder Ernährung beschäftigte und die ersten (falschen) Informationen, die ich dazu im Internet, in Büchern etc. fand, hauptsächlich eine pflanzenbasierte Ernährung befürworteten – die übliche Leier: gesättigte Fettsäuren sind schädlich, rotes Fleisch verursacht Herzprobleme, Fett macht Fett, nur Vollkorn gibt Energie … Ich hab es ja geglaubt. Das ist traurig, dass Menschen, die sich besser ernähren wollen, zuerst die ganzen Lügen der DGE, Veganer etc. über sich ergehen lassen müssen, bis dann einige wenige von ihnen nochmal aufhorchen, nachhaken und sich fragen: IST DAS WIRKLICH SO?

    Das machen aber nicht alle. In meinem Umfeld gibt es mehr und mehr Veganer und Vegetarier (überwiegend mit mehr Gewicht und gesundheitlichen Problemen!). Diskussionen sind meist zwecklos, zumindest wegen dem ethischen Aspekt. Wenn man aber mit den Argumenten für Umwelt und WIRKLICH GESUNDE, FÜR DEN MENSCHEN ARTGERECHTE Ernährung kommt, wird es erst interessant.

    Denn klar, das Argument, für 500g Fleisch sind 8kg Weizen nötig, scheint zunächst sehr überzeugend. Dann tauchen aber Fragen auf: wie lange kann eine pflanzenbasierte Ernährung für den Menschen gutgehen? Ist es realistisch? Wird die Lebensdauer des Menschen OHNE LEBENSWICHTIGE NÄHRSTOFFE wie Omega3, gesättigte Fettsäuren, tierische Aminosäuren und Mineralien wie Eisen, Zink sowie Vitamine wie D und B12 und viele mehr nicht stark verkürzt??? Ich bin der Meinung, ein Mensch kann sich nicht gesund vegan ernähren. Es geht natürlich in den armen Ländern, wo ein Sack Getreide günstiger ist, aber auf lange Sicht braucht der Mensch SOWOHL tierische als auch pflanzliche (NICHT GETREIDE) Lebensmittel. Klar, der Mensch weist nicht alle Merkmale des Fleischfressers auf. Er ist aber auch kein vollständiger Pflanzenfresser wie ein Gorilla etc.

    Natürlich trägt die Überpopulation zu der Überfischung der Meere und Massentierhaltung bei. Deswegen ist es wichtig, sich auf Nachhaltigkeit zu konzentrieren. Mit MEHR SOJA wird, wie Felix schon sagt, ein Ökosystem und der Lebensraum vieler Tiere zerstört, abgesehen von den schrecklichen Folgen der Desertifikation.
    Wenn man Weideflächen ausbaut, so SCHAFFT man doch Lebensräume für die Tiere, nicht nur für die Rinder, sondern eben auch für die Millionen anderer Tiere, die dort leben. Klar, diese Rinder werden danach gegessen, aber so läuft der natürliche Lebenszyklus!

    Ich bin so froh, dass ich nicht lange von den Veganern getäuscht wurde, sondern Seiten wie Urgeschmack oder auch MarksDailyApple gefunden habe. Jetzt kann ich mich hoffentlich schnell von dem übermäßigen Soja- und Getreidekonsum erholen! Deine Beiträge könnten ruhig länger und detaillierter sein, Felix 🙂

    1. Asmut

      “Wird die Lebensdauer des Menschen OHNE LEBENSWICHTIGE NÄHRSTOFFE wie Omega3, gesättigte Fettsäuren, tierische Aminosäuren und Mineralien wie Eisen, Zink sowie Vitamine wie D und B12 und viele mehr nicht stark verkürzt???”

      Omega3 erält man als Veganer z.B. aus Leinöl, gesättigte Fettsäuren z.B. aus Kokos- und Palmöl, Eisen z.B. aus Spinat, Zink z.B. aus Vollkorngetreide, Kürbiskernen und Sojabohnen (dass pflanzliche Mineralien nicht verarbeitet werden könnten ist übrigens Schwachsinn, sie können lediglich schlechter verarbeitet werden, genau so, wie Vitamine aus tierischen Produkten (wesentllich) schlechter verarbeitet werden) das Vitamin D3 an dem es angeblich mangeln soll kriegt man in Deutschland noch zur genüge durch’s Sonnenlicht und B12 durch Mikroorganismen, die eigentlich auf pflanzlichen Produkten drauf wären, aber durch die ganzen Pestizide und Abgase abgetötet werden. Mein Tipp Waldkräuter.
      Dass es ein Trugschluss sein soll, dass die vegane Ernährung gesünder ist, stimmt so nicht und Laien wie wir, die lediglich die Meinungen von “Profis” gelesen haben, können dies auch gar nicht beurteilen, denn Fakt ist, dass die Meinungen hierzu bei den Ernährungswissenschaftlern der Welt extremst weit auseinanderklappen, doch was einem auffällt ist, je renomierter der Ernährungswissenschaftler, mit dem man sich außeinandersetzt, desto besser seine Meinung von Veganismus.

    2. Rob

      Eine gesunde vegane Ernährung ist tatsächlich nur schwer zu realisieren. Unmöglich ist sie allerdings nicht. Die meisten Studien zeigen tatsächlich einen B12-Mangel und auch andere Mängel bei veganischer Ernährung an. Bei vegetarischer Ernährung sieht das schon ganz anders aus, da überwiegen die gesundheitlichen Vorteile bei weitem die Vorteile des Fleischkonsums.

      Das meiste Soya wird für Tiere produziert, ca. 70% und wenn die Menschen in den Industrienationen höchstens einmal Fleisch in der Woche essen würden, wie es empfohlen wird, bräuchte man wahrscheinlich auch nichts ausbauen. Tun sie aber nicht. Viele essen morgens, mittags und abends Fleisch. Jeden Tag und dass das nicht gesund sein kann, ist auch irgendwie klar.
      Bei weniger Fleischkonsum würde man weniger Weidefläche benötigen und weniger Fläche um Soya anzubauen. Die Produktion von Tierfutter ist übrigens nicht ganz unzusammenhängend mit den Hungersnöten in ärmeren Ländern.

  55. emvau

    …. zum Nachtrag:
    Och, is doch schön, wenn mal wieder was los ist hier.

    Ich bin da ganz pragmatisch: Jeder muss für sich seinen Ernährungsweg finden und damit glücklich werde. Eines scheint mir aber klar, sich als Veganer abwechselnd zu ernähren ist kompliziertes als als Paleo-Jünger.

    Ich habe mir ja Felix’ Seite als Inspirationquelle gesucht und bin hängengeblieben, ohne auf irgendwelche Paleo- oder Fleischesser-Dogmen irgendetwas zu geben. Eigentliuch esse ich lediglich kein Getreide und keinen Zucker. Ich habe auch schon immer viel gekocht.
    Eines kann ich aber sagen: Ich esse deutlich WENIGER Fleisch als früher und das in eindeutig besserer Qualität (vorzugsweise Weiderind, -lamm). Na gut der (Wild-)Fischanteil ist größer geworden…
    Ich esse aber eindeutig vieeeeel mehr Gemüse.

    Wenn man so will, haben mich die vermeintlichen Fleischfresserempfehlungen hier, vegetarischer gemacht. 😉

    Da kommt mir folgender Gedanke: Felix’ Vision oder Fantasie wäre doch ausschließlich Weidefleisch zu produzieren. Das würde automatisch bedeuten, dass der allgemeine Fleischkonsum stark fällt. Teurer, wertschätzender, artgerechter, und eben auch VEGETARISCHER! 😛

    1. Anne

      Das wäre doch auch mal ne tolle Idee!
      nciht für oder gegen vegan zu sein,sondern einfach BEIDES zu essen (Fleisch mit Gemüse) aber dafür darauf zu achten,dass das Fleisch und das Gemüse aus gutem Anbau/Haltung kommt und eben keine 60 Kg pro Jahr, sondern dann eben nur 10 Kg Fleisch.
      Wir gehen mittlerweile mit der Welt,ja mit allen Dingen so achtlos um, kaufen billiges Fleisch von ner gequälten Kuh und werfen es dann am Ende weg, weil der Besuch kurzfristig abgesagt hat oder einfach weil wir viel zu viel gekocht haben. Macht ja nix,war ja billig und die Kuh,die Monatelang leiden musste hatte schließlich keinen Namen.

  56. Christine

    Ui, Felix, das war mutig.
    Schade, dass viele der Kommentierenden mein Bild vom militanten Veganer füttern. Dabei hätten mich sachliche und mit Quellen belegte Argumente Andersdenkender tatsächlich interessiert.

  57. Erich

    FRECHHEIT wie hier gelogen wird!!!
    Nicht die Veganer sind es, die fuer die ueber 95 Prozent des Sojaanbaues sind, sondern der Anbau fuer die Tierindustrie, da es ein billiges Futtermittel darstellt, was absolut bekannt sein sollte u auch ueberall nachzulesen ist!
    Nebeneffekt: durch den Anbau werden zb in Brasilien,…. Waelder gerodet, Leute verhungern tlw, weil die ganze “Nahrung” exportiert wird!
    Meine loesung: VEGAN in kombi mit BIO Produkte!

    1. Felix

      Erich, an welcher Stelle wird denn hier “gelogen”? Wäre schön, wenn du da mal konkret werden könntest. Wenn du kannst.

      1. Christoph

        ich dachte
        pro ha wiese geht sich eine ca. (manchmal ein bisschen mehr manchmal ein bisschen weniger) mutterkuh plus kalb aus.
        2012 wurden 610.000 kühe in ö geschlachtet
        100 ha sind 1 km²
        610.000 = 6100 km² ist die benötite weidefläche für kühe
        also praktisch das ganze bundesland salzburg abgesehen von gleschtern und seen.
        im vergleich dazu würde der bezirk lienz (2000km²) schon genug fläche besitzen um alle österreicher vegan zu ernähren.

        1. Felix

          Christoph, du darfst Produktion nicht mit Verbrauch und Verbrauch nicht mit Bedarf gleichsetzen. Hinzu kommt, dass ein Land wie Österreich auch Export betreibt. Dass die konsumierten Fleischmengen bei einer Umstellung auf reine Weidehaltung stark sinken werden, versteht sich von selbst – allein schon aufgrund des höheren Preises.

          Weiterhin ist es ein Fehler, einfach die Flächen für “Weidehaltung für Fleisch” und “Ackerbau für Vegetarier” gegeneinander aufzurechnen, weil es unterschiedliche Systeme sind. Weidehaltung kann auf bestehendem (teils auch wenig fructhbarem) Grünland erfolgen für Ackerbau müssen die Flächen grundsätzlich umgebrochen werden.

      2. Rafi

        Gelogen zwar nicht, aber die Argumentationsweise ist schon sehr oberflächlich: Es wird angenommen, dass Vegetarier/Veganer generell Soja als Fleischersatz hernehmen und dann werden alle Folgen des Sojaanbaus in Monokulturen auf Vegetarier/Veganer übertragen. Wobei ein Großteil des Sojas ja als Futtermittel für die Tierindustrie bereitgestellt wird.
        Im Weiteren werden dann ethische Aspekte angesprochen, die Widersprüche hervorrufen. Viele Vegetarier/Veganer nehmen zwar ihre Motivation aus diesem Feld, aber zum eigentlichen Thema – welche Ernährung mehr Schaden an der Umwelt verursacht – ist dies nicht zuträglich.

        Allerdings wird schon früh im Artikel klar, dass der Autor sich um eine konkrete Stellungnahme drückt: “Ob sie nun besser oder schlechter als die Produktion tierischer Lebensmittel ist, sei dahingestellt.”
        So wird klar, dass es sich hier um keinen sachlichen Vergleich von Argumenten handelt, sondern nur eine einseitige Beleuchtung der Tatsachen stattfindet. Wie ich finde werden dabei viele Aspekte außen vorgelassen, aber so subjektiv, oft sogar dogmatisch ist es meistens in Ernährungsdebatten.

        1. Felix

          Rafi, schade, dass du unter einer so verzerrten Wahrnehmung der Fakten leidest.

          Übrigens “drücke” ich mich um keine konkrete Stellungnahme. Ich halte sie schlichtweg für überflüssig. Den Grund dafür könntest du in den abschließenden Absätzen nachlesen, wenn deine Meinung nicht ohnehin schon felsenfest stünde. Leider kann ich dir nicht helfen.

      3. Lola H.

        Er ist da gerade sehr konkret geworden, du willst es nur nicht hören. 😉
        Die Lüge besteht darin zu behaupten, dass Vegetarier oder Veganer durch ihren Tofu-/Sojakonsum für den übermäßigen Anbau von Soja verantwortlich sind. Fakt ist jedoch, dass es die Bauern sind, gerade die, die Massentierhaltung betreiben, denn die verfüttern ihren Tieren Soja in Massen.

        Mal ganz abgesehen davon, finde ich deinen Text ziemlich schwach. Für mich klingt das alles nach dem verzweifelten Versuch Fleischkonsum, der weder lebensnotwendig für den Menschen noch für die Umwelt ist und heutzutage in unserer Zivilisation nur aufgrund von Genusssucht weiter betrieben wird, zu rechtfertigen.
        Wenn man auf Kosten von anderen Lebewesen existieren möchte okay, aber dann sollte man auch den nötigen Mut und Respekt haben zuzugeben, aus welchen Motiven das geschieht und nicht versuchen, diese durch angebliche “Tatsachen” zu verbergen.

        1. Felix

          Lola, ich schreibe an keiner Stelle, dass “Vegetarier oder Veganer durch ihren Tofu-/Sojakonsum für den übermäßigen Anbau von Soja verantwortlich sind”. Offenkundig fühlen sich aber viele Veganer und Vegetarier persönlich angegriffen, wenn man ihnen klar macht, dass nunmal auch Soja in Monokulturen wächst – vermutlich, weil einige von ihnen die Ernährung als eine Art Religion betreiben und sie so ihre Existenz bedroht sehen. Und (fast nur) eine solche Perspektive ist dann auch in der Lage, in diesem Text eine “Rechtfertigung für Fleischkonsum” zu sehen. Eine verzerrte Wahrnehmung. Schade. Dass ich zu diesem Punkt eine neutrale Haltung habe, übersehen solche blinden Menschen dann. Denen kann ich leider nicht helfen.

      4. Sillycat

        Felix, schreiben kannst Du ja, aber lesen offensichtlich nicht! Erich liefert Dir die Erklärung genau unter der Überschrift, also was soll diese blöde Frage? Äussere Dich mal lieber dazu! Oder müssen wir Dir hier wirklich (fast komplett) Deinen eigenen Text zitieren??

        1. Felix

          Sillycat, die Frage bleibt: Wo ist die “Lüge”? An keiner Stelle bestreite ich, dass die Massentierhaltung genau so ineffizient ist, wie Erich das beschreibt. Im Gegenteil. Aber auch du hast das offenkundig überlesen.

  58. Chris

    Lange nicht so viel Unsinn gelesen!
    Auch in der BIO-Tierhaltung wird sehr viel mehr Wasser vebraucht, als bei der Pflanzenzucht.
    Ich rede hier auch nicht von RIESSIGEBN Monokultutren. Wir sollten eher zurück kommen zu den Kleinbauernhöfen, zur teilweisen Selbstversorgung im eigenen oder öffentlichen Garten, aber dafür hat Mensch ja heutzutage keine Zeit mehr.
    Die Zeit spielt hier eine große Rolle: Viele WOLLEN doch nichts Anderes als Fastfood und das in rauen Mengen. Dafür ist Massentierhaltung allerdings unumgänglich.
    Auf der Fläche, auf der aber zB. eine Kuh steht kann man Getreide anbauen, was wahrscheinlich den 10-fachen Nährwert hat. Denn im Gegensatz zu Tieren, kann man Pflanzen problemlos auch auf engem Raum züchten.

    Zum Thema leidensfähige Insekten:
    Wer in den Genuss von Bio-Unterricht in der Schule kam (und das waren wahrscheinlich Einige) erinnert sich vielleicht noch daran, dass Insekten ein sogenanntes Strickleiternervensystem besitzen
    (siehe Abb. http://static.cosmiq.de/data/de/8b4/27/8b4277622dffec6416598ba64d50e8e8_1_orig.jpg)

    Das heißt: Insekten sind in der Lage Reize wahrzunehmen, aber Aufgrund eines fehlenden gehirns höchstwahrscheinlich nicht in der Lage, diese in Schmerz umzuwandeln. Oder umgangssprachlich: Insekten sind keine intelligenten Lebewesen im herkömmlichen Sinne. Von Pflanzen, die “Gefühle” haben brauch ich an der Stelle jetzt nicht anzufangen 😉

    Nichts desto Trotz ist es natürlich falsch, mit Pflanzenzucht die Umwelt zu VERGIFTEN. Aber ich erwähnte bereits, dass es nur sinnig ist, wieder mehr auf kleine Bauernhöfe und teilweise Selbstversorgung zu setzen.

    Die Sätze

    “Pflücke ich eine Heidelbeere, kann ein Vogel sie nicht mehr essen. Pflücke ich einen Salat oder auch nur ein Wildkraut, hat das Kaninchen nichts mehr zu essen.”

    sind genauso intelligent wie: “Vegetarier essen meinem Essen das Essen weg”

    Ich darf daran erinnern, dass es WEIT MEHR essbare Pflanzen gibt, als alle Tiere und Menschen sie je essen könnten. Was soll der Schwachsinn.

    Klar zerstört auch mein Haus die Umwelt, aber ich kann darauf achten, einen möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen (Energieeinsparung usw.)
    Vielleicht sollte man sich auch mehr darauf konzentrieren, vorhandene Gebäude zu erhalten, statt immer wieder neue zu bauen, die alten abzureißen und dann dieser Stelle den hundertsten Steingarten anzulegen.
    Ja, ich weiß: Sanierungen sind viel teurer, aber wenn man schon abreißt, kann man auch an SELBER Stelle neu bauen, oder WIRKLICHE Grünflächen anlegen (KEINE Steingärten).

    Ich könnte das hier noch ewig weiter führen, aber dann würde mein Kommentar wahrscheinlich länger als der ursprüngliche Text.

    Ergebnis ist ganz einfach:

    Eine pflanzliche Ernährung ist IMMER sinnvoll, sowohl für uns Menschen selbst (auch aus gründen der Gesundheit, siehe “Gabel statt Skalpell”) als auch für seine Umwelt.
    Sie ist aber nur dann sinnvoll, wenn sie richtig betrieben wird. Das bedeutet NACHHALTIGER Pflanzenanbau und BEWUSSTES, möglichst REGIONALES, SAISONALES Einkaufen (nein, ich will niemandem die Bananen vom Teller wegnehmen).
    Es ist aber nicht nur ein Umdenken beim Essen NOTWENDIG, sondern auch in unserem gesamten Lebensstil.
    Das Schlagwort lautet KONSUMGEILHEIT, was wieder viele Konsequenzen nach sich führt, aber das wäre schon wieder ein eigener Blog für sich.

        1. Felix

          Wir sind offenkundig bis auf Details weitgehend einer Meinung. Was soll ich da noch groß schreiben?

          Hier zum Beispiel:

          “Ich darf daran erinnern, dass es WEIT MEHR essbare Pflanzen gibt, als alle Tiere und Menschen sie je essen könnten. Was soll der Schwachsinn.”

          Etwas anderes habe ich nie behauptet. Dein Zorn (“Schwachsinn”) richtet sich daher offenbar gegen jemand anderen.

          1. Andre

            Schade, dass der Autor hier scheinbar nicht mehr weiter weiß. Eine konstruktive Erwiderung bleibt aus. Scheinbar sind die Kritiken an ihrem Ursprungstext gerechtfertigt. Ich empfehle diesen deshalb entsprechend abzuändern. Einen Konsens mit dem Kommentar gibt es jedoch nicht .. auch wenn sie ihn hier einfach proklamieren.

          2. Chris

            Ich meine Damit unter anderem dieses Zitat, dass es in England? (bin gerade zu faul, hochzuscroleln) keinen Sinn machen würde, vegan zu essen.
            Es macht ÜBERALL Sinn und wenn die Treibhausgase der Tierindustrie wegfielen, würde der ein oder andere verkehsweg zum Pflanzen ex und Import auch nicht schaden. Und zum Eigenbedarf kann FAST überall angebaut werden

          3. Felix

            Nein, nicht England. New England. Das ist ein paar tausend Kilometer weiter westlich. Du möchtest also überall auf der Welt Grünland umbrechen und Kohlenstoffspeicher vernichten, um Ackerbau zu betreiben?

  59. Kathrin

    An einer Aussage bin ich sehr haengengeblieben: “Veganismus bezieht sich in der Regel nur auf fühlende Wesen. Eine oft bequeme, jedoch willkürlich gezogene Grenze, um letztlich beispielsweise zu Heuschrecken als Nahrungsquelle greifen zu können” – selbst Veganerin mit sehr vielen Veganern im Freundes- und Bekanntenkreis muss ich dem entschieden widersprechen. Veganer essen keine Tiere und keine Tierprodukte.

    1. Chris

      Hi Kathrin!

      Die meisten Veganer essen KEINE Insekten oder auch keinen Honig. Allerdings habe ich weniger ein Problem damit, Stärkebärchen mit Bienenwachs zu essen, als Gelatine-Gummibärchen

  60. Karoline

    Allein der Titel ist eine Frechheit! Unglaublich! Ich bin nicht Vegan, nichtmal 100% Vegetarisch (nur so nebenbei), aber ich bin für die Wahrheit und die wird hier geschickt verdreht. Aber so sind eben die Menschen… suchen sich einfach eine miese Entschuldigung für ihr mieses verhalten.

      1. matt

        “Dies lässt jedoch die Kollateralschäden der Pflanzenproduktion außer Acht. Und diese sind teils 25 mal höher als bei der Produktion von Fleisch”

        Für die Produktion von Fleisch ist ja genau diese enorme Pflanzenproduktion notwendig. Genau das macht ja die Fleischproduktion so umweltschädlich! Oder verstehe ich hier etwas falsch?

        1. Felix

          Ja, du verstehst hier etwas falsch. Nämlich…

          “Für die Produktion von Fleisch ist ja genau diese enorme Pflanzenproduktion notwendig”

          Das ist ein Irrtum. Die “enorme Pflanzenproduktion” ist für die Produktion von Fleisch eben nicht notwendig. In der intensivtierhaltung (industrielle Tierhaltung) ist sie nötig. Aber das ist nicht der einzige Weg. Schau dir den Text noch einmal an. Direkt im dritten Absatz findest du die Alternative in voller Ausführlichkeit.

    1. Kathrin

      Der Titel ist geschickt gewaehlt. Er erweckt Aufmerksamkeit, endet aber mit einem Fragezeichen und kann somit gar keine Unwahrheit sein.

  61. Joost

    Vielen Dank für den Artikel, Felix. Aufgrund der vielen Gespräche, die ich als Paleo- Anhänger schon geführt habe, ist dieser Artikel überaus hilfreich, um ‘Aufklärung’ und ein ‘Überdenken bisheriger Haltungen’ zu bewirken.

  62. Stephanie

    Peter Singer (Wo hast du her, daß es sich bei ihm um einen “renommierten Ethiker” handelt? Ich sage, daß seine Verlautbarungen in höchstem Maße umstritten und äußerst fragwürdig sind!) scheint – wenn wir den gleichen Peter Singer meinen – eine sehr gespaltenen Persönlichkeit zu sein. Zum einen will er Leid bei Tieren vermeiden (SEHR GUT!). Zum anderen ist er ein knallharter Befürworter der Abtreibung und der Tötung von “mißgebildeten” Kindern sogar noch nach der Geburt!!!

    1. Ach ja?

      Hast du Singer mal selbst gelesen? Knallharter Befürworter ist er nicht, er macht lediglich Gedankenexperimente, in denen er abwägt und Denkmuster anbietet. Moralphilosophie ist eben keine Religion, sondern Logik. Gefallen muss einem das nicht notwendigerweise. Aber es macht Singer nicht zu einem schlechten Menschen.

    2. Kathrin

      Das ist kein Widerspruch, wenn man sich einmal genauer mit Singers Argumentation befasst hat.

  63. Joey

    Also mal im ernst. Ob die Tiere in die erntemaschienen laufen sei erstmal dahingestellt. Aber wenn, laufen sie genauso in die erntemaschienen womit das Futter der schlachtetiere geerntet wird. Des weiteren wird auch mehr als häufig kunstdünger bei eben diesen Feldern eingesetzt wodurch quasi das Fleisch Essen eben mehr als doppelter Mord ist. Des weiterem kann man nicht abstreiten das mit den pflanzen die die masttiere vertilgen eine größere Menge an Menschen ernährt werden könnte wodurch man gleichzeitig eben die Hungersnot ankämpfen kann. Aber nun ja. Jeder hat ja seine Meinung. Das eben war meine.

  64. Lisa

    Ich bin Veganierin, die Veganismus sicher nicht für das Heil schlechthin hält und sehe sehr viele Probleme, aber du vergleichst die ganze Zeit DEZENTRALE UND WIRKLICH ÖKOLOGISCHE TIERHALTUNG mit INDUSTRIELLEM Getreide- und Sojaanbau. Als ob es nicht genauso DEZENTRALEN, WIRKLICH ÖKOLOGISCHEN Getreide- und Sojaanbau geben könnte. Kann ich nicht ernstnehmen sorry…

      1. Mario

        Na dann ist doch alles geklärt!
        Industrielle Tierhaltung benutzt industriellen Pflanzenanbau, braucht aber auf 1kg Fleisch ein Vielfaches davon.
        Yay, These widerlegt! 😉

        1. Felix

          Exakt Mario. Genau so ist es. Dass die industrielle Tierhaltung ineffizient mit Ressourcen umgeht, steht direkt im zweiten Absatz. Was also möchtest du mit deinem Kommentar eigentlich sagen?
          Widerlegt hast du jedenfalls nichts.

  65. Nico

    Es werden 8 bis 16 kg Getreide benötigt, um 1 kg Fleisch herzustellen. Diese werden wie im Artikel beschrieben mit Einsatz von Herbiziden, Pestiziden, Insektiziden und große Mengen synthetischen Düngers hergestellt.

    Was ist nun moralisch betrachtet empfehlenswerter? Mit einer pflanzlichen Ernährung einer möglichst geringen Anzahl von Feldtieren wie Mäusen Leiden und Tod zuzufügen? Oder mit einer omnivoren Ernährung einer entsprechend höheren Anzahl von Feldtieren?

    Nicht vergessen werden sollten die 3 Milliarden Säugetiere und 54 Milliarden Vögel, die weltweit jährlich zum Fleischverzehr geschlachtet werden. Und die fast allesamt in Massentierhaltung unter qualvollen Bedingungen nur einen Bruchteil ihrer natürlichen Lebenserwartung erreichen.

    Veganismus bedeutet ja nicht, kein Leid mehr zu verursachen. Sondern im Rahmen der eigenen Möglichkeiten möglichst wenig Leid zu verusachen.

    Mit den besten Grüßen!

    1. Felix

      Hallo Nico,
      “Es werden 8 bis 16 kg Getreide benötigt, um 1 kg Fleisch herzustellen.”
      Diese Angabe ist schwammig und ungenau. Für Hähnchenfleisch ist bspw. nur 3kg nötig.

      Aber all das ist nur relevant, wenn du darauf bestehst, Tiere mit extra dafür angebautem Getreide zu füttern. Hättest du den Artikel aufmerksam gelesen, wüsstest du, dass das nicht nötig ist.

  66. Matthias Heppner

    Der Autor begegnet dem Argument, dass die Nutztierhaltung noch sehr viel mehr Pflanzenanbau und somit Tiertod verursacht, dass bei Weidehaltung ja nur Gras gefressen wird, also keine Pflanzen extra dafür angebaut werden müssen, wo bei der Ernte Tiere sterben.

    Jedoch stehen diesem Argument zwei Gegenargumente entgegen.

    Zum Einen stimmt es nicht, dass Weidetiere sich ausschließlich von pflanzlichen Futterprodukten ernähren, welche der Mensch nicht künstlich anbaut. Auch Weidetiere bekommen zusätzlich “Kraftfutter” wo Soja die Hauptrolle spielt.

    http://www.kreis-offenbach.de/PDF/Milchviehhaltung.PDF

    “Dieses Futter allein reicht aber nicht aus, damit die Kühe alle Nährstoffe bekommen, die sie brauchen. Deshalb bekommen sie zusätzlich noch Kraft-futter, wie zum Beispiel Getreide, Soja- oder Rapsschrot.”

    Zum Anderen wäre die Fleischproduktion mit dem heutigen Mengen nicht mehr im Geringsten vergleichbar, wenn tatsächlich nur Tiere im extensiven Weideverfahren gezüchtet werden würden. Die Preise für Fleisch würden ins Astronomische steigen.

    Schon heute werden 70% der landwirtschaftlichen Nutzfläche für die Tierzucht verwendet (und das bei üblicher Massentierhaltung).

    http://weltagrarbericht.zs-intern.de/…/fleisch-und…

    “26% der globalen Land?äche sind Weide- land, 33% des Ackerlandes dient der Futter-Produktion. 70% der landwirtschaftlichen Nutz?äche und 30% der globalen Land?äche werden so von der Tierhaltung beansprucht.”

    1. Felix

      Hallo Matthias,
      das ist ein Missverständnis:
      “Dieses Futter allein reicht aber nicht aus, damit die Kühe alle Nährstoffe bekommen, die sie brauchen. Deshalb bekommen sie zusätzlich noch Kraft-futter, wie zum Beispiel Getreide, Soja- oder Rapsschrot.”
      Es mag sein (und ist leider auch so), dass vielen Milchkühen Getreide zugefüttert wird, damit sie die gewünschten, hohen Leistungen erbringen können. Das MUSS jedoch nicht so sein. Nämlich dann, wenn man Rassen verwendet, die diese hohen Leistungen eben nicht bringen.

      “Zum Anderen wäre die Fleischproduktion mit dem heutigen Mengen nicht mehr im Geringsten vergleichbar, wenn tatsächlich nur Tiere im extensiven Weideverfahren gezüchtet werden würden. Die Preise für Fleisch würden ins Astronomische steigen.”

      “Astronomisch” dramatisiert es schon sehr. Aber ja, klar: Der Preis würde massiv steigen. Auf ein vernünftiges, realistisches Nieveau. Das ist auch gut.

  67. Martin

    Der Mensch ist das einzige Lebewesen, dass den Ast auf dem er sitzt bewußt absägt, der sehenden Auges Richtung Abgrund rennt. Wenn wir nicht in der Lage sind, die Überbevölkerung zu stoppen, werden wir in diesen Abgrund stürzen.

  68. Cerena

    Tatjana, besteht evtl die Möglichkeit, dass du nicht gründlich gelesen hast ?
    Hier wurde nicht schlecht recherchiert. Die Soja- und Maisproduktion von der du sprichst gehen der konventionellen Tierhaltung zur Last. Weiderinder benötigen dies nicht, und konventionelle Masthaltung lehnt Felix (und die meisten hier) ab.
    Bitte nochmal von vorne und unvoreingenommen lesen.

    1. Polly Esther

      In der Realität gibt es aber eben wesentlich mehr Tiere in “konventioneller Masthaltung” als Weiderinder und nur mit Weiderindern wäre der derzeitige Fleischbedarf nicht zu decken. Der Sojaanbau für Menschen macht max. 5% aus, da könnte man Unmengen an Soja-Monokulturen für was anderes nutzen und hätte trotzdem noch haufenweise Soja für Menschen.

      1. Felix

        “nur mit Weiderindern wäre der derzeitige Fleischbedarf nicht zu decken.”

        Ach. Hast du das schon ausprobiert? Wie hoch ist denn der Fleischbedarf?

        1. Dodo

          Der liegt wohl weltweit so bei durchschnittlich 45 kg pro Kopf.
          Ich bezweifle auch mal ganz stark, dass der Verbrauch von tierischen Produkten über Weidehaltung gedeckt werden kann. Durch Paleo sinkt der Fleischverzehr sicher nicht^^
          Trotzdem ist Weidehaltung ökologisch deutlich schonender.

          1. Felix

            Siehst Du, Dodo: Da liegt der Denkfehler. Es gibt gar keinen Fleischbedarf. Es gibt einen Verbrauch und eine Produktion. Produktion, Verbrauch und Bedarf sind drei völlig verschiedene Faktoren. Niemand braucht, biologisch betrachtet, Fleisch, um zu überleben. Daher kann der Verbrauch auch problemlos bei z.B. 20kg/Jahr liegen.

  69. Andre

    Dieser Artikel entbehrt jeglicher logischen Herangehensweise. Die Energiebilanzen sollten für jeden denkenden Menschen klar sein. In einem Kilogramm Fleisch steckt nur noch ein Bruchteil derer Kalorien, die dem Tier durch Pflanzen zugeführt wurden.
    Vielleicht nochmal für Sie als beispielhafte “Milchmädchenrechnung”, denn Sie scheinen es grundsätzlich missverstanden zu haben.
    – 8 kg Weizen liefern den Tageskalorienbedarf von ca. 10 Menschen
    – 8 kg Weizen sind erforderlich für die Herstellung von ca. 500 g Fleisch, welches dann noch nichtmal den Tagesbedarf eines Menschen deckt.
    Dabei lassen wir die unnötige Produktion von Treibhausgasen und Wasserverschwendung sogar mal außer Acht. Nehmen wir die noch hinzu, wird es noch viel deutlicher.
    Jetzt dürfen sie gern darüber nachdenken, wieviel Pflanzenanbau wohl durch den Wegfall der Fleischerzeugung EINGESPART werden könnte.
    Bitte werden Sie sich über grundlegende – logisch herleitbare – Zusammenhänge klar.
    Im Übrigen landen 90% der europäischen Sojaimporte in den Mägen der Tiere.

    1. Felix

      Andre, offenkundig haben Sie den Artikel nicht gelesen oder Sie verfügen über eine sehr selektive Wahrnehmung. Im zweiten und dritten Absatz spreche ich mich eindeutig gegen die Intensivtierhaltung aus, dazu gehört die Fütterung von Rindern mit Getreide. Wenn Sie diese Art Tierhaltung allerdings vorziehen, steht Ihnen das frei.

  70. Tatjana V

    Über 90% der Soja- und Maisernte wird für die Tiernahrung verwendet, die zudem genmanipuliert ist. Dies wird in diesem Artikel nicht erwähnt. Etwas zu einseitig recherchiert.

    1. Joost

      Der Artikel spricht sich eindeutig gegen Massentierhaltung aus für deren Zwecke die Soja- und Maisernte dient.

    2. Felix

      Tatjana, offenbar hast du überlesen, dass ich mich eindeutig gegen die Fütterung von Tieren mittels Soja und Mais ausspreche. Da hast du wohl eine sehr selektive Wahrnehmung.

      1. Realistisch?

        Es ist ja schön, dass du gegen jede Art von Massenproduktion bist – egal ob Tiere oder Pflanzen. Allerdings möchte ich wissen, wie du dann eine wachsende Weltbevölkerung ernähren willst? Sicher spricht nichts dagegen, wenn ein paar Inuit sich von Fisch ernähren (die sind auch kein Problem für die ökobilanz). Aber mit ein paar Kühen auf Weidehaltung ernährst du die Weltbevölkerung sicherlich nicht. Also muss man sich wohl für ein realistisches Modell entscheiden, und da ist eine vegane Ernährung in jeder Hinsicht (Ressourcenverbrauch, Umwelt) besser. Schade auch, dass in deiner Argumentation das ethische Argument völlig egal zu sein scheint.

        1. Felix

          Der ethische Aspekt findet im Artikel Erwähnung. Das hast du sicherlich gelesen, ebenso wie den Hinweis darauf, wie die Weltbevölkerung sich ernähren könnte.

  71. Tina

    Laut WWF werden in Amazonien jede Minute Wälder in der Größe von 3 Fußballfeldern abgeholzt. Für Weideflächen in der Rinderzucht, sowohl auch für Soja- und Maisanbau. Gerade dort gibt es viele neue Tier- und Pflanzenarten die durch die Ausbreitung der Agrarindustrie bedroht wird. Es gibt soo viele ungenutzte Flächen, aber gerade im Paradies muss man rumpfuschen. Nur mal so am Rande.

    1. Felix

      Nope. Regenwald wird praktisch nicht für Weideflächen abgeholzt, sondern für den Anbau von Soja und Mais. Ganz gleich, wo das hinterher landet. Das ist immer Mist.

      1. Andre

        Falsch! Neben dem Soja- und Maisanbau, welcher übrigens zum Großteil für die Tiermast erforderlich ist, ist die Rodung für Weideland das dringlichste Problem in Südamerika.
        Ich zitiere hier gern Herrn Dr. Tom Deutschle:
        “Nach Untersuchungen des Zentrums für internationale Waldforschung (CIFOR, Center for International Forestry Research) hat sich der Rinderbestand allein am Amazonas zwischen 1992 und 2004 auf 57 Millionen Tiere mehr als verdoppelt. Brasiliens Rinderherden verfügen derzeit über rund 2,3 Millionen Quadratkilometer Weideland zum Grasen, das sind pro Rind 0,8 Hektar.”

        Und nochwas zu ihrem grundsätzlichen Verständnis:
        “Für die Viehzucht werden 30 Prozent der Landoberfläche und 70 Prozent des landwirtschaftlich genutzten Landes verwendet. Von der weltweit verfügbaren Ackerfläche dienen 33 Prozent allein der Erzeugung von Futtermitteln (hauptsächlich Soja) für diese Massen an Nutztieren, die zehnmal mehr Nahrungsenergie verbrauchen als die gesamte Menschheit.”

        1. Felix

          “Nach Untersuchungen des Zentrums für internationale Waldforschung (CIFOR, Center for International Forestry Research) hat sich der Rinderbestand allein am Amazonas zwischen 1992 und 2004 auf 57 Millionen Tiere mehr als verdoppelt. Brasiliens Rinderherden verfügen derzeit über rund 2,3 Millionen Quadratkilometer Weideland zum Grasen, das sind pro Rind 0,8 Hektar.”

          Ja und? Wo steht da, dass Regenwald für Weidehaltung gerodet würde?

  72. Jürgen Müller

    Ich kann dem Artikel nur zustimmen; und das abstrichslos. Nur ein Gedanke noch: Wie tot oder lebendig sind denn die Pflanzen, die wir als Nahrung zu uns nehmen?
    Jürgen

  73. chris wilds

    Viel zu kurz der Artikel. Hätte gerne mehr gelesen 😉 .. Jain, sehr schöner Artikel natürlich. Vielen dank für diese Perspektive und die Informationen.

  74. Steven

    Super Beitrag: interessante Sichtweise und endlich mal keine “man muss/soll” Ernährungsvorschrift, wie man sie so häufig heutzutage vorfindet.

    1. Tatjana V

      So ein Schwachsinn! Was ist denn mit dem Futter, das für die “Nutztiere” gepflanzt wird???

        1. Henry Benz

          Um Fleisch zu “produzieren” brauchen die Tiere Pflanzen. Meist Soja, der genmanipuliert in großen Massen angebaut wird. Deine Rechnung lässt das aber völlig weg. Bei Dir wird nur das Fleisch gesehen, aber nicht die Produktion dahinter.

          1. Felix

            Henry, gerade deswegen spreche ich mich in dem Beitrag doch eindeutig gegen diese Art der Tierhaltung aus. Ich sehe durchaus die Produktion (s.a. 2. und 3. Absatz), aber das hast du offenbar überlesen.

        2. Frank

          Ich denke Tatjana V meint, dass für die Tiere ebenso Getreide angebaut wird.
          Sprich, Getreide für Menschen und Getreide für Tiere als Futter.
          Damit kommt die Bilanz des “Blutvergießens” doch wieder schlechter für die Tiere, denn die werden ja nun auch geschlachtet.

          Aber hey. Meine Meinung ist, dass stressfreises und gesundes Fleich in einer bis drei wöchentlichen Mahzeiten vollkommen in Ordnung ist. Jeden Tag Fleich halte ich für ebenso wenig sinnvoll wie jeden Tag Getreide zu essen.
          Wie du schon schreibst, es muss auch jeder für sich heraus finden, was einem gut tut.

Kommentare geschlossen.

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