Sind grüne Smoothies gesund?

Sind Grüne Smoothies gesund?Ewige Jugend, blendende Schönheit, Dauerextase und ein generell besseres Leben sind die Versprechen vieler Proponenten der Grünen Smoothies. Hunderte Bücher, Ratgeber und Websites fahren auf diesem Trendzug mit, angefeuert durch die Mixerindustrie und natürlich begleitet von unzähligen kommerziell erhältlichen Produkten im Kühlregal. Die Folgen dieser großflächigen Verbraucherirreführung sind desaströs. Grüne Smoothies bergen das Potential, die Zähne zu beschädigen, fett zu machen und sich zu vergiften.

Was sind Grüne Smoothies?

Es gibt keine lebensmittelrechtliche Definition für dieses Getränk. Generell reichte es vor einiger Zeit noch, wenn etwas Obst enthalten war und das Gemisch eher grün aussah. Generell gehört ganzes Obst (inklusive Schale) zur Zutatenliste, sowie grünes Blattgemüse. Alles weitere scheint eher willkür. Früher nannten wir so etwas Shake, wie in Milchshake, offenbar auch damals schon in Ermangelung eines deutschen Begriffs. Die Übernahme der (US-)englischen Nomenklatur nützt freilich auch dem Marketing.

Grüne Smoothies machen grünes Blattgemüse und Salate "appetitlicher", würden einem das "lästige" Kauen abnehmen und sie enthalten Ballaststoffe, das preisen ihre Proponenten an. Das klingt beinahe wie eine Diffamierung all jener Menschen, die gerne Salat essen. Hassen die Fans der Grünen Smoothies etwa Veganer?

Getränk oder Mahlzeit? Die Kalorienfalle

Grüne Smoothies sind ein Trend-Getränk. Oder eine Mahlzeit? Es fällt schwer, hier eine Linie zu ziehen und das ist bereits Teil des Problems: Smoothies sind kalorienhaltig und wer sie lediglich als Erfrischungsgetränk genießt, konsumiert dadurch zusätzliche Kalorien und wird unter Umständen dick. Denn Energie in flüssiger Form nimmt der Körper beim Verzehr weitaus weniger stark wahr, das Sättigungsgefühl setzt also verspätet ein.

Grüne Smoothies: Zuckerbomben

Das pürierte, rohe Grünzeug ist oft bitter. Um es genießbar zu machen, wird der Mischung in der Regel reichlich Obst hinzugefügt. Dieses enthält jedoch Zucker, welcher seinerseits viele Probleme wie starke Blutzuckerschwankungen, Bluthochdruck, Übergewicht und Diabetes verursachen kann. Insofern unterscheiden sich diese Smoothies oft kaum von herkömmlichen Fruchtsäften, zumal die enthaltenen Fasern in diesen Größenordnungen oft kaum noch eine Rolle spielen und einige gut vermarktete Mixer sie "auf molekularer Ebene" zerlegen.

Grüne Smoothies: Zahnschäden und Nierensteine

Neben viel Zucker enthalten Grüne Smoothies häufig auch viel Säure zum Beispiel aus Zitronen (auch dies oftmals, um etwa bitteren Geschmack zu überdecken). Der hohe Säuregehalt kann in der Regelmäßigkeit die Zähne angreifen und beschädigen. Die beispielsweise in Spinat recht hohen Oxalsäuremengen wiederum können Nierensteine verursachen.

Nicht zu vergessen sind die goitrogenen Substanzen in vielen rohen Gemüsen wie Kohlsorten und Spinat, welche die Schilddrüsenfunktion stören können und so besonders für Personen mit Schilddrüsenunterfunktion problematisch sind.

Sind Grüne Smoothies gesund?

Wie so oft kommt es auf das Maß an, das lehrte schon Paracelsus. Wer aus Neugier oder zum Genuss alle paar Wochen mal einen Grünen Smoothie genießt, wird den oben genannten Problemen kaum Beachtung schenken müssen. Grüne Smoothies sind per se nicht ungesund. Bei regelmäßigem, gar täglichem Konsum hingegen drängt sich jedoch offensichtlich eine kritische Auseinandersetzung auf.

Sättigt ein Grüner Smoothie nicht zu wenig, um den Kaloriengehalt zu rechtfertigen? Ist die enthaltene Zuckermenge zu viel des Guten? Sind grüne Smoothies gar nur ein Weg der Mixerindustrie, noch teurere, garantiert feiner und auf Molekularebene zerkleinernde Geräte zu verkaufen? Wäre es nicht schöner, statt püriertem Brei echte, ganze Lebensmittel zu essen? Die Antworten auf diese Fragen überlässt der Autor dem Leser, meint für sich selbst jedoch: Ja!

Kurz noch ewas zu den eingangs genannten Versprechen der Grüner-Smoothie-Vertreter: Die Zeit vergeht unaufhaltsam und so auch die Jugend, Schönheit kommt von Innen (und nicht in Form von grünem Brei), Dauerextase ist mangels Kontrast langweilig und ein generell besseres Leben lässt sich kostenfrei durch einen Perspektivwechsel und durch die innere Einstellung herbeirufen.

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89 Kommentare zu “Sind grüne Smoothies gesund?

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  1. Heike

    also ich bin erst seid kurzen Smoothiefan und bei mir kommt keinerlei Zucker hinein noch nicht mal mein Xilit, Zitrone nur wenn ich Spinat reinmache, ansonsten besteht mein Smoothie aus Feldsalat, Basilikum, Petersilie, ja auch einige Radischenblätter, schmecken super, grüne Gurke, Kiwi, Apfel, Ingwer und sogar Knoblauch und ja mir schmeckt es super ohen Zucker ohne Zitone, Brennnessel will ich auch mal probieren, mein Pa machte daraus früher Spinat. Klar sollte man nicht Unmengen Zucker reintun, wenn dann Xilit, Stevia, Honig und ab und an Zitronensaft schadet nicht Vitamin C und wenn man danach die Zähne mit Xilit spült nimmt es den Säuregehalt von den Zähnen und zu oft und zuviel von Spinat sollte man nicht in den Shmoothie tun das könnte schon sein das man dann Nierensteine bekommt, aber gegen obens genannte Zutaten dürfte nichts einzuwenden sein.

  2. Leni

    Wow, ich lese hier schon einige Zeit mit und habe glaub ich noch keinen Artikel hier gefunden, der so für Diskussionen gesorgt hat.

    Ich finde es grundsätzlich nicht verkehrt auch auf den hohen Zucker und Säuregehalt der GS hinzuweisen. Aber wie so oft, die Menge macht das “Gift”. Und ich schließe mich letztendlich der Pro Seite der GS Trinker an 😉 Wenn man sich auf den richtigen (SERIÖSEN) Seiten über GS informiert, der weis 1. das man nicht gleich ein teuren Hochleistungsmixer kaufen muss, 2. das Nierensteine (wie hier auch schon geschrieben wurde) nicht entstehen, weil man mal 1 Handvoll Spinat (mehr sollte es nämlich gar nicht sein) in seinen Smootie schmeißt, 3. Seröse Seiten weisen darauf hin, dass es am Besten ist nur Obst und Grünes Blattgemüse (KEINE Kohl- oder Knollen etc.) in BIO Qualität zu verwenden, eben weil es um die Gesundheitliche Wirkung geht und auch vor den Pestiziden gewarnt wird, 4. Das man den GS nicht einfach “runterstürzen” soll, sondern EINSPEICHELN, um Verdauungsbeschwerden zu vermeiden. Dadurch ist es keine schnelle Mahlzeit. Ich brauch länger für die Zubereitung und das “trinken” von meinem GS, als wenn ich morgens Eier esse. Eben weil ich bei dem GS immer viel bewusster “esse” als bei anderen Mahlzeiten.

    Wer sich richtig informiert und sich an das Reinheitsgebot (50% reifes Obst, 50% Blattgrün und Wasser, sonst NICHTS) hält der hat immer noch eine gesündere “Mahlzeit” oder Snack, als jemand der sich ein Schokoriegel reinzieht… Jemand der sich Null Gedanken um seine Gesundheit/Ernährung macht, wird wohl kaum (wenn er ein gesunden Menschenverstand hat) in den Wald laufen und sich Kräuter sammeln, die er nicht kennt und zuhause mit Salat und Obst die er in Supermarkt gekauft hat zu einem Smoothie zusammen mixen.

  3. Wilhelm P.

    Es scheint so zu sein, dass sich insbesondere der amerikanische Mixer-Konzern gerade in Deutschland momentan gut die Taschen füllt mit dem Thema “grüne Smoothies”. Bei den ganzen Pestiziden im Obst und Gemüse kann ich mir nicht vorstellen, das der Smoothie, der ja i. d. R. mit Supermarktobst und nicht mit dem Obst aus dem Garten zubereitet wird, besonders gesund ist. Zudem ist der Vitamingehalt dieses Mixgutes ja auch durch den industriellen Anbau um rund 90 % zurück gegangen. Pestizide dafür +90 % ? Ich habe auch noch zwei weitere Artikel über grüne Smoothies gefunden, die ebenfalls Anlass zur Sorge geben… Focus.de und Deutschlandradio sind nicht gerade Quellen, die irgendeinen Unsinn schreiben, oder?

    http://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/abnehmen/smoothies-koennen-einiges-aber-laengst-nicht-alles-was-ihnen-nachgesagt-wird-giftig-gruen-aber-urgesund_id_4129519.html

    http://www.deutschlandradiokultur.de/gefaehrlicher-kuechentrend-gruene-smoothies-nierensteine.993.de.html?dram:article_id=284981

    1. Felix

      Doch, leider schreiben auch Focus und Deutschlandradio schon mal unfug. Deswegen ist es immer sinnvoller, sich die Studien selbst anzuschauen und nicht die Berichterstattung darüber.

    2. Marcel

      bei Deutschlandradiokultur darf ein Udo Pollmer mal wieder über den bösen Rohkost schimpfen.
      Pollmer ist natürlich Wissenschaftler und nennt als Quellen “aktuelle” Bücher von 2002, 1990 und 1964.

      Im Focus wird die ausschließliche Ernährung mit grünen Smoothies kritisiert, in meinen Augen völlig zurecht.
      Man sollte vielleicht auch bis zum Ende lesen:
      “Eine echte Gefahr durch grüne Smoothies besteht nicht. Die meisten Schadstoffe scheidet der Körper wieder aus – und der gesundheitliche Nutzen der grünen Drinks überwiegt bei weitem“, stellt die Expertin fest.”

      Das ein Smoothie sicherlich nicht die stilvollste und genussvollste Variante Gemüse zu konsumieren ist, mag sein. Aber nicht jeder hat die Zeit (oder auch Lust) Gemüse aufwendig zu zubereiten und zu essen.

      Das fertige Smoothies ein Thema für sich sind, sollte jedem klar sein.
      Ich empfinde das Sättigungsgefühl übrigens als recht hoch. Geschmack ist ok, Kalorien bei mir überschaubar, da primär Gemüse drin.

    3. Verena

      Ist Herr Pollmer nicht Lebensmittelchemiker? Klar, dass er von purer Rohkost nichts hält. Er wär schlicht arbeitslos wenn es mehr Rohköstler gäbe und mehr Menschen die ihr Essen noch selbst zubereiten – ohne Tütensüppchen und Nahrungsergänzungsmittel. Deshalb muss man ganz dringend von gesunden Ernährungstrends jeglicher Art abraten. Ich frage mich nur, was man nach Meinung solcher Ernährungstypen überhaupt noch essen darf. Nüsse machen angeblich dick, der Zucker im Obst genauso, Gemüse ist angeblich auch ungesund in zu großen Mengen. Bei Sprossen gemahnt man sofort an EHEC (selbst wenn sie auf der eigenen Fensterbank gezogen werden) und selbst bei Tee in zu großen Mengen oder noch schlimmer Wasser… daran kann man schließlich auch sterben. Ab ca. 7 – 8 l wird’s glaube ich gefährlich. Stimmt, dann doch besser Cola, Fertigpizza, Schokolade und ne Tüte Chips das ist ja dann wohl auf jeden Fall noch besser als Grüne Smoothies, denn die sind ja bekanntlich total gefährlich. Bei der Fertigpizza weiß man wenigstens was drin ist. Und immer diese Panikmache: Grüne Smoothies sind gefährlich, die Oxalsäure vergiftet dich. Es wird so getan als ob es total ungesund wäre und der Dickmacher schlechthin. Man hat ja schon fast das Gefühl, Schokoküsse wären die gesündere Alternative. Und die machen natürlich auch überhaupt nicht dick und sind der total gesunde Schlankmacher. Dabei habe ich noch nie gehört oder gelesen und schon gar nicht jemanden persönlich getroffen, der seiner Ernährung zusätzlich Grüne Smoothies zugefügt hat und danach zugenommen hat. Aber Vorsicht 1 Apfel hat Fruchtzucker!!! Wenn Du 10 Äpfel am Tag essen würdest, könntest Du evtl. 10 g zunehmen!! Aber am meisten ärgert mich, dass der Schreiber des Artikels sich scheinbar überhaupt nicht mit grünen Smoothies auszukennen scheint. Bevor ich mit grünen Smoothies angefangen habe, habe ich erst mal 2 Bücher zum Thema gelesen, dort wurde auf mögliche Gefahren hingewiesen und erklärt, wie man diese umschiffen kann. Boa, daran hat jetzt die Ernährungsberatungsbuchindustrie total viel verdient! Und dann habe ich mir einen Mixer gekauft, für 70 € !!! Die haben es ja total auf’s Geld abgesehen. Während Herr Pollmer, Focus, die weiterverarbeitende Lebensmittelindustrie und sämtliche Spitzenköche natürlich alle ehrenamtlich arbeiten, weil sie ja so gutherzige Menschen sind. Woran wird wohl mehr verdient, an Biogemüse oder an Schokolade, Fertigfutter, Nahrungsergänzungsmitteln & Co. ?! Und: Nein, ich finde es o. k. wenn man für seine Arbeit auch bezahlt wird, aber es ist einfach nur lachhaft wenn ich dauernd lese, dass diese vegane Ernährung, Rohkost oder Grüne Smoothies nur Geldmacherei sei, aber bei Convenience-Produkten, Nahrungsergänzungsmitteln oder der Pharmaindustrie ist es natürlich immer so, dass alle so wenig dran verdienen, dass sie kurz vor der Pleite stehen und natürlich alle nur aus altruistischen Gründen dort arbeiten und niemand dort Geld verdienen will. Deshalb arbeiten die Vorstände der Pharmaindustrie ja auch alle ehrenamtlich und Firmeneigner von Nestle, Monsanto und Co. verdienen natürlich kaum mehr als eine durchschnittliche Bürokauffrau. Aber Frau Boutenko ist natürlich mittlerweile mehrfache Millionärin durch ihre Bücher. Es ist einfach nur lächerlich. Besonders wenn man mal die Umsatzzahlen der entsprechenden Branchen bzw. Nischenproduzenten miteinander vergleicht. Aber hey, wenn’s im Focus steht…

    4. Verena

      Und übrigens: Wenn man lange genug sucht, wird man an allem und jedem etwas auszusetzen haben und immer ein Haar in der Suppe finden. Irgendetwas ungesundes wird man immer finden. Und: Eine einseitige Ernährung ist grundsätzlich immer ungesund, egal ob man nun fast nur noch grüne Smoothies zu sich nimmt oder jeden Tag nur Selleriesuppe ißt. Und ja: das könnte auf Dauer schädlich sein. Meistens ist das aber kein real vorhandenes Risiko, denn bevor es zu Mangelerscheinungen kommt, kann man die Selleriesuppe schon freiwillig nicht mehr sehen und will was anderes essen. Es ist schon nervenzerfetzend wie in allem und jedem sofort eine Gefahr gesehen wird. Wie konnte die Menschheit überhaupt nur solange überleben?! Schließlich wissen wir doch alle wie gefährlich über dem Feuer geröstetes oder gegrilltes Essen ist, all die Acrylamide! Gut, dass das unsere Vorfahren nicht wussten, vermutlich wären sie Reihenweise vor Angst tot umgekippt (und nicht wegen der Acrylamide, immerhin scheinen sie die zumindest so lange überlebt zu haben, bis sie sich fortpflanzen konnten – aber hey, fortpflanzen wieder so eine gefährliche Sache, bei der man sich anstecken kann, besser doch nicht und küssen? Evtl. ganz safe durch ne Folie, weil bestimmt gibt’s da auch ne Studie dass zuviel Küssen ungesund sein könnte. Nee Du, lass mal…
      Sorry, für meinen Schreibausbruch aber in letzter Zeit geht mir diese ganze Panikmache echt auf die Nerven. Warum hat denn keiner mehr Vertrauen in seine eigenen Instinkte und Sinne? Es gibt auch keine Studien die beweisen, dass Aspirin bei allen Menschen in der gleichen Dosierung gleich stark wirkt, warum sollte es sowas also bei natürlichen Produkten geben? Und warum ist ein kleinpürierter Smoothie unnatürlich, aber eine pürierte und obendrein zerkochte Möhrensuppe nicht? Ich finde, jeder sollte sich so ernähren wie er oder sie sich am wohlsten fühlt. Und wer sich ab und zu mit Schoki & Co. wohlfühlt soll es sich ruhig gönnen. Schließlich hat der Wohlfühlfaktor auch einen Einfluss auf die Gesundheit. Aber vermutlich darf ich das in einem Paleoforum gar nicht schreiben. Schoki ist bestimmt so gar nicht Paleo. Zugegebenermaßen habe ich mich hier auch nur per Zufall verirrt, auch weil ich ein paar Videos von urgeschmack auf YT gesehen hab, die mir ganz gut gefallen haben. Deshalb hätte ich auch nicht mit einem solchen Verriss der Grünen Smoothies gerechnet und schon gar nicht mit einem Quellenverweis auf solch zweifelhafte Seiten, wie die von Herrn P. Schade, aber man muss ja nicht in jeder Hinsicht übereinstimmen. Wär ja auch langweilig.

      1. Felix

        Hallo Verena,

        man muss ja nicht in jeder Hinsicht übereinstimmen.

        Da gebe ich dir recht, aber…

        Deshalb hätte ich auch nicht mit einem solchen Verriss der Grünen Smoothies gerechnet

        …dies ist kein Verriss, sondern ein Hinweis auf mögliche Risiken und…

        schon gar nicht mit einem Quellenverweis auf solch zweifelhafte Seiten, wie die von Herrn P.

        …einen solchen gibt es in diesem Text nicht. Schon gar nicht als Quelle.

        Als Hinweis sei erwähnenswert, dass ein Lebensmittelchemiker nicht zwingend immer der böse Mann im weißen Kittel mit dem Gehaltsscheck der Lebensmittelindustrie in der Tasche ist. Er ist häufig einfach derjenige, der sich mit den Bestandteilen einzelner und Reaktionen verschiedener Lebensmittel miteinander auskennt. Denn auch alle “natürlichen” Lebensmittel bestehen am Ende nur aus Chemikalien.

  4. Heidi

    Grüne Smoothies – meine Güte, wieder so ein Hype-Dingen, was die Nation in Action bringt.
    Wenn man´s richtig macht eine gute Sache, aber wer sich sowieso mit gesunder Ernährung auseinandersetzt, kommt auch ohne dieses Getränk aus.
    Aber erstmal wird ordentlich Geld unters Volk geschmissen. Rezeptbücher, Mixter etc etc.
    Ich mach mir mehrmals wöchentlich einen Fitness-Drink mit Obst, ein paar Wildkräutern (die ich selbstverständlich kenne), hochwertigem Pflanzenöl und ein Prischen Kurkuma.
    Ansonsten bevorzuge ich einen Apfel am Stück und Gemüse als Salat oder gedünstet.
    LG Heidi

  5. Ralf

    Ob es sinnvoll ist gerade Uwe Pollmer zu zitieren, lasse ich mal dahingestellt (Siehe seinen Artikel „Steinzeitmärchen“ über Paleo). Das einzige was dieser Herr gut findet ist die klassische gutbürgerliche Küche, nach dem Motto “Esst endlich wieder normal”. Pollmer bestreitet in seinen Bücher ja grundsätzlich, dass Nahrungsmittel auch eine heilende Wirkung haben können.

    Ich gebe es ja gerne zu, die Ernährungswissenschaften sind zu einem grossen Debattierklub geworden, oder kennt jemand ein Thema bei dem sie die Wissenschaftler einig sind? Ah doch, vielleicht bezüglich Transfette.

    Grüne Smoothies sind auch sicherlich kein Allheilmittel. Aber meine Frau haben sie von jahrelangen Schlafstörungen geheilt. Bei mir selber habe ich sie erfolgreich gegen Arthritis eingesetzt und mein ständiges Sodbrennen bin ich auch los. Grüne Smoothies haben mir sehr geholfen. Damit finde ich sie als Teil einer gesunden Ernährung sehr sinnvoll. Dick haben die Smoothies mich übrigens auch nicht gemacht, im Gegenteil!

        1. Felix

          Ein niedlicher Artikel mit vielen Wenns und Abers, der es leider vermeidet, auch nur ein einziges Mal den Grund für seine Entstehung zu verweisen. Insofern sehe ich da keinerlei Antwort, sondern vielmehr eine Bestätigung, wie der Artikel mehrfach anmerkt: Unter bestimmten Umständen besteht in der Tat ein Risiko – nichts anderes schreibe ich in diesem Artikel.

          Immer wieder spannend, wie schnell die Hysterie um sich greift, wenn eines der Lieblingskinder in der Kritik steht.

          Getroffene Hunde bellen.

          “Grüne Smoothies sind sehr gesund” ist und bleibt eine pauschale und somit zwangsläufig unhaltbare Aussage. Das bestätigen beide Artikel.

          1. Marcel

            Und wo ist der Beleg für das Risiko?

            aus dem weiter oben verlinkten Focusartikel:
            “Eine echte Gefahr durch grüne Smoothies besteht nicht. Die meisten Schadstoffe scheidet der Körper wieder aus – und der gesundheitliche Nutzen der grünen Drinks überwiegt bei weitem“, stellt die Expertin fest.”

            Angesichts der Vielfalt grüner Smoothies pauschale Aussagen zu machen, halte ich für schwierig. Das industriell gefertigte Smoothies fragwürdige Inhaltstoffe haben können, sicherlich. Aber der selbstgemachte Smoothie mit frischem Gemüse soll gefährlich sein?

          2. Felix

            Marcel,
            dass “der selbstgemachte Smoothie mit frischem Gemüse soll gefährlich sei” habe ich nicht pauschal geschrieben. Ich habe lediglich auf die möglichen Risiken und potentiellen Gefahren hingewiesen.

  6. Escortmann München

    ich denke das die wenigsten Dinge aus der Natur “ungesund” sind. Am besten den Smoothie selbst mal ausprobieren und abwarten was passiert 🙂 so handle ich das immer und fahr ganz gut damit

  7. Matthias

    Ich denke auch, dass grüne Smoothies eine gute Sache sind. Wichtig ist halt, dass man sich informiert und grüne Smoothies als das sieht, was sie sind:
    Die Zutaten, die man hineinschmeisst.

    Nimmt man immer dieselben Zutaten, zu viele Früchte und womöglich noch irgendwelche Kräuter, die in den beigegebenen Mengen giftig sind, ist der grüne Smoothie nicht besonders toll.

    Wechselt man aber mit den Zutaten ab und wählt sie bewusst aus, finde ich sie durchaus sinnvoll.

    Natürlich sollte man auch dann nicht drei Mal am Tag nur flüssige Nahrung zu sich nehmen… Der gesunde Menschenverstand hilft hier 😉

    Bevor jetzt der Vorwurf kommt, ich würde von mir auf andere schliessen: Ja, ich gehe davon aus, dass wenn man Urgeschmack.de gefunden hat, man auch ein mindestmass an Interesse an einer gesunden Ernährung hat, da gehört meiner Meinung nach ein kritisches Hintefragen von Ernährungsgewohnheiten dazu.

    Natürlich ist es dann trotzdem (oder genau deswegen) sinnvoll, hier differenzierte Beiträge zu finden, die grüne Smoothies nicht nur übertrieben loben, sondern auch auf Gefahren Hinweisen.

    Leider fehlt in dem Beitrag meiner Meinung nach der Aspekt, den Felix in den Kommentaren immer wieder erwähnt (@Felix: ich zitiere jetzt nicht sondern fasse es einfach in meinen Worten zusammen, korrigier mich wenn ich dir was falsches unterschiebe 😉 ), nämlich dass er grüne Smoothies nicht grundsätzlich als ungesund ansieht, sondern einen differenzierten Kontrast zu den Jubelseiten über grüne Smoothies setzen will.

    Stattdessen klingt es leider tatsächlich so, als wären grüne Smoothies grundsätzlich ungesund (ich weiss, das wurde nie wörtlich gesagt, aber der Ton des Beitrags klingt so und wenn man voraussetzt, dass der Durchschnittsleser nicht weiss, ob er giftige Zutaten verwenden soll oder nicht, dann muss man auch voraussetzen dass er sich vom Unterton eines Beitrags manipulieren lässt 😀 ).

    lg
    Matthias

    1. Felix

      Alles kann gefährlich sein, wenn man unvorsichtig oder verantwortungslos damit umgeht. Bei den Smoothies hat allerdings in der bisherigen “Berichterstattung” in der Regel der Hinweis auf die möglichen Gefahren gefehlt, während weiterhin oft Aufruf, munter allerlei Wildpflanzen zu verwenden, dabeistand.

  8. nicolette unterstaller

    @Roxi Rox, danke für den interessanten Link! Mein Sohn hat die grünen Smoothies als gesunde Zwischenmahlzeit entdeckt – er leidet aber auch unter Hypothyreose. Ich werde ihm den Link weiterschicken.

  9. Medical

    Ich habe mich durch die Kommentare gequält und gebe jetzt meine 2 Cents dazu, weil ich Arzt bin und mich für Ernährung interessiere.

    Smoothie Zubereitung
    Maschinelles Zerkleiner gibt es überall in der Industrie und jeder der einmal Kartoffel frei von der Hand gestampft hat, oder Butter …. ist sehr dankbar für diese Erfindungen. Aber und jetzt kommt dieses ABER:
    Unser Verdauungstrackt braucht eine bestimmte Menge an, wie heißt es so schön in der Werbung Ballaststoffen.
    Zerkleinert man also Alles und Jedes, was man ißt….. wird sich der Darmapparat, na ja, um orientieren. Der Verdauungsprozess beginnt bereits im Mund, aber sollte wirklich erst im Dickdarm abgeschlossen sein. Ist wie ein Fahrrad, wo man nur das Vorderrad belastet. Irgendwann kann es zu Problemen kommen.
    Deshalb nicht NUR Smoothies, bitte.
    Es dankt euch auch eure Zähne und Kaumuskeln und euren Stuhlgang….Training ist alles. 🙂

    Der Schimpansen-Vergleich: Ja, genetisch sind wir uns ähnlich. sind sie es wirklich? Alleine der Gang, die Beharrung erscheint anders, selbst Kinder erkennen diese augenscheinlichen Unterschiede.
    Der Darm allerdings ist ähnlich einem Menschen. Wenn Schimpanse Fleisch bekommen kann, isst er dieses.
    Ein Pferd oder Elephant würde kein Fleisch essen, (nur wir Menschen führen diesen Tieren tierische Proteine zu), da ihr Verdauungstrakt die Pflanzennahrung besser durch Gärung verwehrten kann, als wir es je können werden.
    Schimpansen werden in menschlicher Obhut ca. 50 Jahre alt. Sie fressen Pflanzen ohne sie zu Waschen. Wenn man dies jetzt Probagieren mag, sollte man in seinen Sm0othies eine Handvoll Dreck reintun, (Heilerde gibt es ja auch in der Drogerie :))

    ((Wir Menschen haben X Allergien und sie kommen oft beim eher jungen Menschen vor…. Unser Immunsystem bekommt viel Kontakt zu künstlichen Stoffen, aber wir versuchen alles um uns vor dem natürlichen Dreck zu schützen. Unserer Vorfahren und damit meine ich Opa und Oma hatten mit diesem Krankheitsbild nur sehr selten zutun. Jetzt vergeht kein Tag ohne das Patienten mit einer allergischen Reaktion zu mir kommen. Was passiert da wirklich? Und machen wir uns selber krank? Ich bin da zu keinem Schluss gekommen. ))

    Pflanzen im Smoothies:
    Wer kennt sich gut genug mit Pflanzen aus, dass er selbst in der Lage wäre auf die Wiese (Nicht im Garten) sich seinen Smoothies zusammenzustellen. Löwenzahn und Brennesseln… ok. Aber sicher? Ich bin da sehr vorsichtig…. es gibt genug erfahrene Pilzsammler, die dann doch mal einen Fehler machen.
    Gekaufter Smoothies, da glaub ich nicht daran, dass da Giftiges reinkommt. (die werden schön Billigware nehmen, die man leicht bekommt und vielleicht nicht mehr dem Auge des Käufers gerecht wird im Urzustand.)
    Sorry, aber es geht hier natürlich auch um wirtschaftliche Interessen.

    Es wurde angesprochen, dass ein Gesunder nichts von der positiven Wirkung eines grünen Smoothies spüren würde, ein Kranker schon.
    Magenerkrankungen, wie Gastritis, sind häufig und wenn ich hier gastroskopieren würde… würde ich wahrscheinlich sogar bei Felix eine Gastritis sehen. Wir haben alle mal Stress, essen mal zum falschen Zeitpunkt, zu schnell…. das falsche….. die wenigen, die nie Magenbeschwerden haben, merken einfach eine kleine Entzündung nicht.
    Schimpansen werden nur sehr, sehr selten gastroskopiert. Mag an der aufwendigen Vorbereitung (Narkose) oder dem Mundgeruch liegen 🙂
    Ob da Smoothie hilft…. mmmmmhhhh Zweifel ich wirklich an….. weil Schonkost schon lange im Krankenhaus verwendet wird. (purierte Kost) Und ja, Schonkost oder Smoothies werfe ich da in einen Korb, da glaub ich nicht dran, dass es dort einen Unterschied gibt…. es geht einzig und alleine um die Belastung des Magens und da hilft beides…..:D

    Thema Studien:
    Trau nie einer Studie, die man nicht selber gefälscht hat!!! Und das meine ich genauso!
    Wenn ihr hier mit Studien kommt, die irgendwas beweisen sollen. Dann bitte fragt euch…. Wer hat die Studie gemacht? Wer war der Auftraggeber? An welches Klientel wurde der Versuch gemacht ? ( Gesunde? 20-30 Jährige?) Wie lange ist die Versuchsdauer? (1-2 Wochen… 3 Monate…. 10 Jahre?) Gibt es eine Kontrollgruppe, die nicht die Smoothies getrunken hat? Oder haben die rote Smoothies getrunken? Was hat die Kontrollgruppe getrunken oder gegessen? Wurde auch auf andere Faktoren wert gelegt bei den Versuchspersonen? Sportlich/Unsportlich….Vorerkrankungen gesichert ?

    Nehmt es mir nicht übel…. Studien werden gerne zitiert, aber eine aussagekräftige Studie kosten Geld und das kriegt man von den Verkäufern des Produktes…. deshalb Augen auf und selber lesen und dann nachdenken. Bitte. Studien erhöhen den Umsatz, aber lest die Original-Studie, nicht den Werbezettel, der daraus gemacht wurde.

    Also Fazit. Die Menge macht das Gift. Atmet man reinen Sauerstoff über längere Zeit, dann wird die Lunge geschädigt…. wenn man mal ab und zu einen Smoothie trinkt, ist es ok…. aber nix für täglich.

    Zerreißt mich bitte nicht in der Luft…. ich hatte Spaß beim Schreiben und sehe das ganze undogmatisch.

    1. Helene

      Schonkost, püriertes Zeug, ist ja auch gekocht. Es besteht schon ein Unterschied zwischen einem Smoothie, der frisches Blattgrün enthält, und zerkochten Möhren. Ich ordne den Smoothie, was seine “Gefährlichkeit” angeht, weit unter einer Scheibe Brot ein, und erst recht weit unter all dem denaturierten, frittierten und anderweitig vermurksten Murks, den die meisten Leute sich sonst so täglich reinziehen. Da fährt jemand, der die bösen Pestizide und den Fruchtzucker aus einem Apfel konsumiert, trotzdem weitaus besser.

  10. Eva

    Warum wird die Frau Boutenko eigentlich immer als Erfinderin des grünen Smoothies bezeichnet ? Und ist das mit den Affen nicht ein alter Hut? Wer weiß schon, ob die Affen nicht sie nachgemacht haben, wie die gute Frau einen Apfel in ein Salatblatt gewickelt hat 🙂

    1. dvi

      liebe eva,
      haha, danke für deinen humor! habe herzlich gelacht. und ich stimme dir zu, wer weiß schon was geschah bevor die mixerindustrie frau b. entdeckte – oder umgekehrt…
      lg dvi

  11. RoxiRox

    Lieber Felix, danke für den Artikel. Eine ähnliche Thematik behandelt auch der letzte Podcast von Chriss Kresser. http://chriskresser.com/do-raw-vegetables-hurt-your-thyroid-health
    Was du vielleicht noch ergänzen könntest, ist die Wirkung von goitrogenen Substanzen, die im rohen Gemüse wie Broccoli, Spinat, allen möglichen Kohlsorten usw enthalten sind. Goitrogene Substanzen können vor allem bei Personen mit einer Schilddrüsenunterfunktion Probleme bereiten, da sie die Schilddrüsen Funktion stören indem sie die Iodaufnahme behindern. Ach Schwangere sollten es aus dem Grund mit den grünen Smoothies nicht übertreiben.

    1. Felix

      Hallo Roxi,
      danke für den Hinweis. Stimmt, an die Goitrogene hätte ich denken können. Ich werde mal schauen, ob ich die Tage dazu komme, es einzuarbeiten.

  12. Jana

    Hallo Felix,
    ich bin immer noch mit vielen Dingen in dieser Unterhaltung unzufrieden, möchte mich aber nur noch auf eine Sache konzentrieren, auf die noch gar nicht eingegangen wurde, und die aber so zentral ist, quasi der Witz an der ganzen Smoothieangelegenheit und die dir wahrscheinlich nicht bekannt ist, denn du schreibst:
    “Man könnte auch einfach gründlich kauen und die Nahrung auf diesem Wege auch noch einspeicheln und mit Enzymne versetzen. Was beim Smoothie leider entfällt.”
    Was du schreibst ist nicht falsch (denn das könnte man in der Tat machen, aber mir geht es darum gesund zu werden), geht aber sehr weit an der Essenz der Sache vorbei.
    Ich fasse mal zusammen, was Victoria Boutenko (sie und ihre Familie litten an diversen Krankheiten)in ihrem Buch Green for Life auf den Seiten 23-39 ausführlich beschreibt: Schimpansen und Menschen sind sich sehr ähnlich, deshalb ist sie auf die Idee gekommen, sich von der Ernährungsweise der Schimpansen inspirien zu lassen. Schimpansen ernähren sich zu ca. 50% von Früchten, zu ca. 40% von grünen Blättern und Blüten und ansonsten noch von Insekten, kleinen Säugetieren, Samen, Baumrinde und Pflanzenmark. Wenn man die Ernährung eines durchschnittlichen Menschen mit denen der Schimpansen vergleicht, fällt besonders das Blattgrün auf. Zitat: Boutenko, S. 33f: “Damit alle wertvollen Nährstoffe aus dem Inneren der Zelle für den menschlichen Organismus verfügbar werden, müssen die Zellwände aufgebrochen werden. Und es ist gar nicht so einfach, diese stabilen Zellen zu zerstören. Deshalb kann der Verzehr von grünem Blattgemüse, wenn wir es nicht genug kauen, unseren Nährstoffbedarf nicht decken. Einfach ausgedrückt: Wir müssen unser grünes Blattgemüse im Mund gründlich zu einer cremigen Konsistenz zermalmen, damit wir überhaupt etwas davon haben.”
    Alles so lange zu kauen, macht niemand gern. Bei den Schimpansen ist das einfacher, denn ihre Kauwerkzeuge sind viel kräftiger als die menschlichen. S.34: “Und unsere Kiefermuskeln sind zu schwach um rohe Fasern gründlich kauen zu können…… viele Menschen haben Zahnersatz und manche Zähne fehlen ganz…All das macht es fast unmöglich, grünes Blattgemüse zu kauen, bis es ein Brei ist.”
    Boutenko, S. 34: “Außerdem muss genug Salzsäure in unserem Magen vorhanden sein, die einen pH-Wert zwischen 1 und 2 aufweist, damit wir Eiweiße verdauen und die freigesetzten Mineralien und Vitamine aufnehmen können.”
    Wenn Leute also nicht genug Salzsäure im Magen haben oder der pH-Wert schlecht ist, ist die Aufnahme der Nährstoffe behindert und kann aber durch Smoothies aus dem Hochleistungsmixer dann doch optimal aufgenommen werden.
    Das ist dann sicher auch der Grund, weshalb kerngesunde Menschen nicht so sehr von den Smoothies profitieren, aber dafür besonders Menschen mit z.B. zu wenig Salzsäure im Magen und Mangelerscheinungen. Die Familie Boutenko hat ja auch aus einem Leidensdruck der Krankheiten heraus diese grünen Smoothies erfunden, und da sieht man auch wieder den Knackpunkt: Grüne Smoothies sind heilsam und diejenigen, die gesund sind, können das nicht spüren und können deshalb die Begeisterung nicht teilen.

    Ich bin Atheist und sehe die Welt durch die Augen der Naturwissenschaften und traue meinen eigenen Erfahrungen. Wenn ich von etwas begeistert und überzeugt bin, möchte ich die Begeisterung und Überzeugung gern teilen. Den Vergleich zum religiösen Eifer finde ich belustigend.
    Nach allem was ich von dir durch diese Seite weiß, würde ich schätzen, dass ich im Vergleich zu dir auf jeden Fall nicht mehr als du anfällig für Dogmen bin.

    Somit hat sich für mich persönlich das Schreiben doch auch gelohnt, denn ich habe nun durch diese Auseinandersetzung heraus verstanden, dass grüne Smoothies offenbar eher als Medizin zu begreifen sind und deshalb von kerngesunden Menschen, die sich gesund ernähren nicht gebraucht werden, dafür um so wertvoller für Menschen mit Krankheiten sind.
    Viele Grüße,
    Jana

    1. Jana

      P.S.: Dein Eindruck, ich würde mich angegriffen sehen wollen, ist ein falscher Eindruck. Ich selbst fühle mich in keiner Weise angegriffen. Dein Eindruck, ich würde die grünen Smoothies angegriffen sehen, ist allerdings richtig. Ich glaube dir, dass du die grünen Smoothies nicht angreifen willst. Aber wie du siehst, entstand der Eindruck bei mir, und nicht nur bei mir.

    2. Eva

      Hallo Jana,
      genau das ist es: Medizin.
      Und für alle ” gesunden” Essgestörten ist es nur ein weiterer Trend, der nicht hilft ein normales Essverhalten einzuüben. Die Zutaten sind ja gesund und gut. Nur dieses Mixen stört. Der Mensch kann seinen individuellen Nährstoffbedarf durch gründliches Kauen erhalten. Sonst müssten ja im Umkehrschluss alle Gesunden krank werden, die keinen Mixer verwenden.
      Gab es nicht auch schon mal das Fletschern? Wo jeder Bissen solange gekaut wurde bis der Nahrungsbrei ganz flüssig war ? Und bei jedem Heilfasten, Teilfasten,Obstfasten und Basenfasten wurde das doch auch eingeübt.Übrigens auch mal mit sowas ähnlichem, wie nem Smoothie.
      Wo bleibt beim Smoothie das Einspeicheln. Das fällt schwer. In der Alltagshektik stürzt man den schon mal nebenbei runter. Für nen Smoothie ist man auch nicht 3 Stunden in der Küche gestanden,sondern 3 Minuten am Mixer.
      Die Wertschätzung entfällt hier. Mir tut es auch leid,um mein selber gezogenes Gemüse, dass der Mixer ruckzuck verschlingt.Die Kräuter und Wildpflanzen kann ich noch verschmerzen. Aber der Salat schmeckt gekaut einfach besser und man kann genau die Menge zu sich nehmen, bis es z. B. wie bei Chicorée unangenehm bitter wird.
      Wenn du doch durch gr. Smoothie deine Instinkte wieder gefunden hast, dann vertrau doch deinem Körper auch mal und verlass dich immer weniger auf den Mixer.

      1. Jana

        Hallo Eva,
        Grüne Smoothies sind sehr gut dazu geeignet, gesundes Essverhalten einzuüben. Falls du da andere Erfahrungen gemacht hast, zeigt das dann nur, dass es eben nicht bei jedem klappt, aber bei sehr vielen Menschen funktioniert es.
        Wenn dich das Mixen stört, dann lass es halt. Es gibt aber Menschen, die stört das nicht.
        Es gibt nicht DEN Menschen und nicht jeder Mensch kann seinen Nährstoffbedarf durch gründliches Kauen erhalten, besonders wenn schon ein Mangel im Körper ist. Dein Umkehrschluss ist ein Fehlschluss.
        Bei mir entfällt die Wertschätzung für die Inhaltsstoffe des Smoothies nicht. Wenn du da Leute kennst, bei denen das so ist, so finde ich das sehr bedauerlich.
        Schön, wenn manche Leute 3 Stunden lang kochen. Ich bin eher Fan der schnellen Küche und ein Gericht sollte in 30-60 Minuten zubereitet sein.
        Da ich den Smoothie am Morgen zu mir nehme, kommt dieser zudem nicht in Konkurenz mit Gerichten. Es ist nämlich in der Tat möglich, bei 3-5 Mahlzeiten am Tag, nicht nur einen Smoothie zu sich zu nehmen, sondern auch Essen, das man kaut. Ich esse übrigens auch gern Möhrensuppe, da sind die Möhren nicht nur püriert, sondern sogar gekocht! Oder Selleriesuppe, auch sehr lecker…
        Das mit den Instinkten war vielleicht etwas irreführend. Die Smoothies erzeugen in mir ein Verlangen nach gesunden, frischen Sachen, wie Salate und rohes und gekochtes Gemüse, und sie dämpfen das Verlangen nach Kaffee, Wurst, Süßigkeiten. Ich habe noch vor ca. 10 Wochen täglich mindestens einen Liter Kaffee getrunken, weil ich durch meine Erkrankung immer so müde bin. Jetzt konsumiere ich Kaffee nur noch als das, was es sein soll, als Genussmittel (durchschnittlich 1 Tasse pro Tag).
        Mich auf den Mixer zu verlassen ist für mich etwas sehr schönes und ich möchte es nicht missen.
        Ich fahre bald in den Urlaub und da werde ich keinen Mixer mitnehmen und teilweise ohne grüne Smoothies auskommen.
        Viele Grüße,
        Jana

    3. Felix

      Hallo Jana,

      das Problem mit Boutenkos Argumentation ist, dass der Mensch dem Schimpansen zwar ähnlich ist, der Schimpanse jedoch keine Computer baut und keine Roboter zum Mars schickt. Deswegen beruht ihre Argumentation allein auf Vermutungen und das reicht mir nicht. Die Behauptung, Zellwände müssten aufgebrochen werden um die Nahrung optimal verwerten zu können, steht auch erst einmal nur da. Wie belegt Boutenko das?

      Und sie folgert auch unsauber:

      “Damit alle wertvollen Nährstoffe aus dem Inneren der Zelle für den menschlichen Organismus verfügbar werden, müssen die Zellwände aufgebrochen werden. Und es ist gar nicht so einfach, diese stabilen Zellen zu zerstören. Deshalb kann der Verzehr von grünem Blattgemüse, wenn wir es nicht genug kauen, unseren Nährstoffbedarf nicht decken. Einfach ausgedrückt: Wir müssen unser grünes Blattgemüse im Mund gründlich zu einer cremigen Konsistenz zermalmen, damit wir überhaupt etwas davon haben.”

      Zwischen alle und überhaupt welche besteht nunmal ein großer Unterschied. Insofern musst du zugeben, dass ich in meinem Artikel wenigstens differenziere und sinngmäß schreibe “Oxalsäure kann zu Nierensteinen führen”

      Boutenko gilt für mich nicht als Kompetenz nur weil sie ein erfolgreiches Buch veröffentlicht hat.

      dass grüne Smoothies offenbar eher als Medizin zu begreifen sind

      “Lass Nahrung deine Medizin sein!” denke ich sowieso. Insofern würde ich in deinem Satz nicht Medizin schreiben, sondern eher Ergänzungsmittel und in diesem Sinne würde ich sie auch sehen. Können sinvoll sein, sind aber nicht zwingend nötig: http://www.urgeschmack.de/braucht-man-nahrungserganzungsmittel/

      1. Jana

        Hallo Felix,
        Du schreibst, dass weil der Schimpanse keine Computer baut, Boutenkos Argumentation allein auf Vermutungen beruht. Das ist nicht schlüssig.
        Ich habe übrigens auch noch nie einen Computer gebaut….
        Die Belege für Boutenkos Aussagen fehlen mitunter. Das fand ich beim Lesen des Buches an manchen Stellen auch auffällig, aber es ist mir nicht so wichtig gewesen, weil ich schon eigene extrem positive Erfahrungen mit grünen Smoothies gemacht hatte und mir das reichte. Sehr interessant finde ich auch die Erfahrungsberichte von Leuten (manche mit schlimmen Krankheiten, manche mit kleineren Beschwerden), die, nachdem sie begannen, grüne Smoothies zu trinken, ihren Zustand stark verbessern konnten.
        Den Artikel zu den Nahrungsergänzungsmitteln (an dem ich nichts auszusetzen habe :-)) habe ich gelesen und dazu dort eine Frage gestellt.
        Viele Grüße,
        Jana

        1. Christine

          Hallo Jana,

          ich finde es gut, wie Du hier diskutierst (im Gegensatz zu vielen Kommentierenden, die um sich schießen und nichtmal die Grundlagen der Rechtschreibung beherrschen).

          Die Erfahrungsberichte von Leuten, die begannen, grüne Smoothies zu trinken – ich verstehe, dass man völlig von etwas überzeugt sein kann, das einem geholfen hat (ist bei mir bei Paleo ja auch so). Die wissenschaftliche Methode wäre aber beispielsweise, die einen die grünen Smoothies trinken zu lassen und die anderen die Kräuter und Blätter in unzerstörter Form kauen und schlucken zu lassen. Es könnte ja auch sein, dass es den Essern hinterher enorm viel besser geht, mit einer viel geringeren Menge davon (also jetzt nur mal als Veranschaulichung, ich weiß natürlich nicht, was rauskäme).

          Komm doch ins Forum, dort diskutiert es sich leichter. (http://forum.urgeschmack.de/index.php)

          1. Jana

            Hallo Christine,
            danke! Da werd ich mal im Forum vorbeischauen.
            Es ist richtig, dass es bei Boutenko keine wissenschaftliche Genauigkeit gibt. Sie beruft sich in erster Linie auf Beobachtungen und Erfahrungen, die aber sehr genau dargestellt sind und man gut sehen kann was womit verglichen wird. Wird wirklich Zeit für mehr Untersuchungen. Man darf aber auch nicht außer Acht lassen, dass Ernährungsgewohnheiten schwer zu verändern sind und manchmal die weniger wissenschaftlich ausgefeilte, aber gut umsetzbare Methode letztlich bessere Ergebnisse bringt, weil sie nämlich angewendet wird, als wissenschaftlich ausgefeiltes dafür aber schlecht umsetzbares, was dann im Endeffekt fast niemand anwendet. Im besten Falle ist es natürlich wissenschaftlich fundiert und gut umsetzbar.
            Viele Grüße,
            Jana

        2. Felix

          Du schreibst, dass weil der Schimpanse keine Computer baut, Boutenkos Argumentation allein auf Vermutungen beruht. Das ist nicht schlüssig.

          Nein, das ist ein Missverständnis. Damit versuche ich lediglich klarzumachen, dass die genetische Ähnlichkeit zum Affen (oder zu vielen anderen Säugetieren) keinerlei Anhaltspunkt oder Grund dafür ist, sich genauso zu ernähren oder irgendetwas abzuschauen. Nur weil ein Gorilla viele Pflanzen isst, ist das kein Hinweis darauf, dass viele Pflanzen die beste Ernährung für den Menschen seien.

          In den ~1,5% genetischem Unterschied zum Schimpansen steckt die Fähigkeit, Computer zu bauen, zu sprechen, zu musizieren und auf den Mond zu fliegen. Was mag darin noch alles stecken? So ist mein Hinweis zu verstehen.

    4. hanns

      Hallo Jana,

      nur ein kurzer Einwurf:
      Eine Kaumaschine (vulgo Mixer) ist kein Mund!
      Der Speichel dient zur Vorverdauung und zum Aufschluss bestimmter Stoffe.
      Die Kaubewegung bereitet den ganzen Verdauungstrakt (bis ganz nach hinten) auf seinen Job vor.
      Beobachte einen Säugling beim Stillen, da geht es dann umgehend in die Windel. 🙂
      Der Geschmacks- und Geruchssinn ist nicht nur zu unserem Vergnügen da. Die Inhalte werden analysiert und entsprechende Sekrete, z.B. der Bauspeicheldrüse ausgeschüttet. Auch dient es als Frühwarnsystem bei unverträglichen Stoffen/Giften. Er lasst einen das Wasser im M und zusammenlaufen. Warum wohl?
      Alles bereits bevor der erste Bissen in den Magen kommt. Das umgehst du mit der Mixer-Ex-und-Weg-Methode.
      Probier doch mal eine einzelne Komponente Deines Mixes, kaue es gründlich, speichle und schmecke und frage dich und deinen Körper, ob er es schlucken will. Wenigstens bevor man etwas wahllos in dem Mixer wirft.
      meint der atheistische hanns

      1. Jana

        Hallo Hanns,
        Die ersten Schlucke des Smoothies lasse ich immer etwas länger im Mund um das Einspeicheln zu simulieren und den Verdauungsapparat vorzubereiten.

        Es ist schon ca. 6 Jahre her, dass ich meinen jüngsten Sohn abgestillt habe, aber ich kann mich erinnern, dass da nichts umgehend in die Windel ging. Stillkinder mit Smoothietrinkern zu vergleichen ist nicht sinnvoll.

        Da ich, gesteuert durch mein gut funktionierendes Gehirn, keine Gifte in den Smoothie stecke, muss ich auch keine Warnsysteme in Anspruch nehmen.

        Ich habe noch nie irgendetwas wahllos in den Mixer geworfen und würde das auch dir oder irgendwem nicht empfehlen.

        Da ich täglich die gesundheitsfördernden Auswirkungen der grünen Smoothies an meinem eigenen Leib spüre, und sehr glücklich damit bin, bin ich gerade völlig unempfänglich für wild eingeworfene Vorschläge.

        Viele Grüße,
        Jana

  13. Dodo

    @Felix
    “Welche Ironie: Nun wirst du polemisch. Du hast meine Fragen nicht beantwortet, sondern sie als Angriff interpretiert. Das ist schade. Ich versuche, dir das Verständnis zu erleichtern: Was ist dein Problem mit Polemik? Die übrigen Fragen kann ich leider nicht vereinfachen. Du hast offenbar sachlich weder an meinem, noch an Pollmers Artikel etwas auszusetzen.”

    Deine wie auch Pollmers Aussagen zum Thema Oxalsäure sind schwammig. Wie viel kann denn gefährlich sein? Und dann muss man schauen, wie viel davon in den grünen Blättern enthalten ist. Und dann kann man noch mal schauen, obs denn problematisch ist. Und eben das ist einfach nur schwammig und undifferenziert.
    Beim Thema Säure und Zähne genau das gleiche.

    An Pollmers Artikel gibts sachlich sowieso nicht viel auszusetzen, weil er an Sachlichkeit nicht viel bietet.
    Der Großteil ist Polemik (Stichwörter: Laub, Mülltonne, Unkraut, EHEC, Hungersnot, Lebensmittelvergiftung)…alles Dinge die mit dem eigentlichen Thema nichts zu tun haben!
    Oder meinst du ich finde in Pollmers Quelle von 1964 wichtige Infos? 😉

    1. Felix

      Und eben das ist einfach nur schwammig und undifferenziert.

      Dass du das für schwammig hältst, kann ich nachvollziehen. Undifferenziert ist es jedoch gerade nicht. Gerade weil es differenziert ist (es kann, muss aber nicht = es gibt nicht nur schwarz und weiß = es gibt feine Abstufungen), kommt es dir vielleicht schwammig vor. Eindeutig ist es insofern, als dass es klar und deutlich auf die mögliche Gefahr hinweist. Und um mehr geht es nicht.

    2. Christina

      Aktuelle Studien, die beweisen, dass das regelmäßige Trinken von grünen Smoothies zuträglich für die Gesundheit ist und durch die Bank weg allen anzuraten ist, gibt es doch auch nicht. Ich finde Pollmers Kritik trifft ins Schwarze: Ständig gibt es neue Ernährungstrends und Ernährungsparadigmen mit Powerfoods und Wundermittelchen, die das ewige Leben versprechen. Ein Hype jagt den anderen. Die meisten dieser Trends stehen jedoch im krassen Gegensatz zu tradierten Ernährungweisen. Da drängt sich einem doch die Frage auf: waren die Leute früher (wo wirklich oft akuter Mangel herrschte) alle einfach nur zu blöd, wenn sie bestimmte Nahrungsmittel gemieden haben oder bestimmte Bestandteile als Abfall betrachtet haben? Sind wir heute schlauer als alle Generationen vor uns? Oder steckt in diesen Traditionen nicht doch eine Weisheit, die nicht auf wissenschaftlichen Studien oder auf rein theoretischen Überlegungen basiert, sondern auf Jahrhunderte von Erfahrung.

  14. Christina

    Ich halte von dem ganzen Detox-Juicing-Smoothie-Trend rein gar nichts. Mit naturnaher, traditioneller Ernährung hat das nichts mehr zu tun. Der Lebensmittelindustrie kommt der Trend sehr entgegen. Am besten gar keine echten Lebensmittel mehr, sondern Konzentrate mit optimierten Nährstoffen — das ist auch viel umweltschonender. Das Anbauen von Gemüse und das Halten von Tieren kann man sich dann sparen. Man braucht keine Energie mehr, um das Essen zu erhitzen. Die Zubereitungszeit geht auch gegen Null. Man muss sich auch nicht mehr hinsetzen und sich Zeit nehmen, um zu essen. Ist doch supi. Und es gibt solche vegane raw Flüssignahrung schon. Z.B von der US Firma Garden of Eden. Flüssignahrung ist “normalerweise” nur was für Schwerkranke!
    Ansonsten: ich finde den Beitrag von Felix sehr ausgewogen und fair.
    Und nebenbei: Pollmer finde ich total klasse und superwitzig. Er zieht Paleo ja auch durch den Kakao und nicht völlig unbegründet. Und Kritik an Pollmer wegen seiner Leibesfülle ist so was von lahm und alt. *schnarch*

    1. Christina

      Korrektur: Die US-Firma heißt “Garden of Life” und sie hat so ein alternatives/holistisches Image. Die Produkte, auf die ich mich bezogen habe, heißen “Raw Meal” oder “Perfect Food”. Das kann man dan nehmen, wenn einem das Vita-Mixen auf die Dauer auf den Keks geht… ist trinkfertig oder brauch man nur noch Wasser dazuschütten!

  15. Wolfgang

    Jeder, der sich mit grünen Smoothies beschäftigt hat, wird sicherlich herausfinden, wie man für sich selbst eine gesunde Ergänzung der Ernährung erreichen kann. Der Artikel spielt nur auf mögliche Fehler an und versucht Smoothies einfach im schlechten Licht dastehen zu lassen. Ich halte den Artikel einfach für zu negativ. Das hat meiner Meinung nach nichts mit Information zu tun, nur mit Provokation und das hilft mir nicht, die oft komplexen Zusammenhänge besser zu verstehen.
    Es gibt noch einen anderen Aspekt der grünen Smoothies, der auch falsch dargestellt wird. Dies steht nicht im Artikel selbst, aber in dem Link von Herrn Pollmer. Daher zitiere ich die Stellen:
    “Es stimmt in gewisser Weise, wenn behauptet wird, Wildkräuter und Schalen enthielten mehr Wirkstoffe, “als Tabletten und Tropfen”. Aber diese Wirkstoffe haben nun mal nichts im Essen verloren…”
    “Zur Warnung der Unwissenden schmeckt das Zeug bitter….” usw. usw.
    Wer sich mal mit Bitterstoffen beschäftigt hat, weiß dass viele davon sehr nützlich sind. Sie regen zum Beispiel den Speichelfluss und die Magensäureproduktion an und fördern somit die Verdauung. Aus unseren Salaten und Gemüsesorten wird seit Jahrzehnten das bittere heraus gezüchtet. Ältere Gemüsesorten enthielten wesentlich höhere Anteile von Bitterstoffen. Der Mangel an Bitterstoffen kann eine unvollständige Verdauung verursachen, die wiederrum viele andere Beschwerden wie Sodbrennen, Darmproblemen usw. usw. nach sich ziehen, einfach weil nicht genügend zersetzte Nahrung in den Darm gelangt und hier nicht weiter aufgespalten werden kann.
    Bitterstoffe werden auch in vielen Bereichen zur Heilung eingesetzt, es kommt immer auf die Menge an, die man einnimmt. Petersilie und Schnittlauch enthalten auch Stoffe, die in größeren Mengen tödlich wirken. Ein Artikel über die Gefahr von Küchenkräutern würde auch nicht demjenigen helfen, der Küchenkräuter verwenden möchte weil sie schmecken und gesund sind. Selbst Hippokrates sagte schon: „Lass die Nahrung deine Medizin sein“, im Chinesischen gibt es ein ähnliches Sprichwort.
    In einem Smoothie verwende ich z.B. etwa 1/3 Obst, 1/3 Salate oder Gemüse und 1/3 Wildkräuter, zusätzlich natürlich Wasser (Volumenmäßig je 1/3). Das sind etwa 50 Gramm Wildkräuter für 1 Liter Smoothie. Bei dieser Menge an Wildkräutern kann ich davon ausgehen, dass der Nutzen wesentlich größer ist, als die evt. von manchen herbei geredete Gefahr. Ein gutes Steak wird mir auch gut tun, aber 10 Steaks sollte man wohl nicht essen.
    Ein gewisser Anteil an Bitterstoffen in der Nahrung sorgt auch dafür, dass man besser merkt , wann man satt ist. Ein zu dick werden durch grüne Smoothies mit Wildkräutern wird nicht passieren. Ein stärkeres ansteigen des Blutzuckerspiegels und damit des Insulinspiegels wird trotz des Obstanteils nicht geschehen. Anders bei gekauften und nachgesüßten Smoothies, mit zu hohem Zuckeranteil, hier liegt die gleiche Problematik vor, wie bei allen süßen Sachen, am Ende wird man dick und fett.
    Ich wünsche mir weiter kritische Artikel, allerdings nicht mehr solche, die so polemisch einseitig und undifferenziert sind.

    1. Felix

      Hallo Wolfgang,
      schön, dass du sorgfältig mit den Grünen Smoothies umgehst und Spaß daran hast. Ich versuche nicht “Smoothies einfach im schlechten Licht dastehen zu lassen”. Mein Anliegen ist, auf die möglichen Gefahren hinzuweisen. Denn Heilsversprechen gibt es schon ausreichend.

      Ein Artikel über die Gefahr von Küchenkräutern würde auch nicht demjenigen helfen, der Küchenkräuter verwenden möchte weil sie schmecken und gesund sind.

      Eine gewagte Behauptung. Nicht jeder weiß, dass das eine oder andere Küchenkraut in überhöhter Dosis schädlich sein kann. Und so jemandem hilft ein solcher Artikel durchaus.

      Du scheinst den Fehler zu machen, von dir auf andere zu schließen und gehst in der Folge davon aus, alle wüssten so viel über die möglichen Gefahren wie du.

      Deine Kritik an Pollmers Artikel solltest du ihm schicken – ich kann damit nichts anfangen. Weder bin ich für seinen Stil, noch seine Inhalte verantwortlich. Zu Bitterstoffen findest du hier bei Urgeschmack auch noch einige Artikel:
      http://www.urgeschmack.de/was-sind-saponine/
      http://www.urgeschmack.de/was-sind-tannine/

  16. nicolette unterstaller

    Hmmm – da gibts ja wieder eine muntere Diskussion.
    Ich persönlich trinke kaum grüne Smoothies, höchstens wenn der Salatrest und das Obst wegmüssen 🙂
    Mein Mixer ist auch nicht in der Lage, die Zutaten in ihre Moleküle zu zerlegen.
    Aber rein vom Gefühl her ist es mir nicht wohl bei dem Gedanken viel mehr Grünzeug, plus vielleicht dubiose Blätter/Kräuter auf einen Satz zu mir zu nehmen, als es mir in deren Naturzustand möglich wäre.
    Ich wäre noch nie auf den Gedanken gekommen, z.B. Lindenblätter zu essen, wobei ich das junge Radieschengrün oder die kleinen Kohlrabiblättchen sehr wohl in Salat oder Gemüse verwende.
    Kleingeschnitten als Würze, nicht händeweise, wohlgemerkt.
    Junge Brennessel- und Löwenzahnblättchen sind übrigens eine köstliche Zutat zu Salaten – da bin ich nicht Herrn Pollmer´s Ansicht, daß es sich da nur um Unkraut handelt.
    Wie Du so schön schreibst, die Dosis machts und ein grüner Smoothie hin und wieder schadet gewiss nicht.

  17. Susan

    Ich muss diesen Grüne-Smoothie-Trend mit einem Schmunzeln betrachten. Anscheinend gelten Grüne Smoothies, genau wie Chia, Heilerde und Quinoa, als Heilsbringer der Gesundheit. Früher waren es die magische Kohlsuppe und Weizengrasshots. Kommt und geht. Und sobald man nicht auf den Zug der Hurra-es-ist-grün-und-roh-es-muss-gesund-sein-Jünger aufspringt, kriegt man die geballte Wut der Jünger zu spüren. Das ist ja hier fast so schlimm, als hättest du Apple-Anhänger beleidigt. 😉

    Und zum Thema Grüne Smoothies: Ich gebe zu, ich habe mir heute einen gemixt. Ich bin aber eher berufsmäßig daran interessiert, als Foodfotografin muss ich bei Trendkost einigermaßen Up-to-date sein. Schmeckt aber scheußlich, ich weiß gar nicht, was die alle daran finden.

    So weit meine unqualifizierten und ganz persönlichen 5 Cent dazu.

    1. Dany

      Dann hast du wohl die falschen Zutaten genommen. In der richtigen Zusammenstellung schmeckt der einfach nur lecker.

  18. Monika Schmidt

    Also, mal ein Tipp zum Fruchtzucker -man soll nicht soviel vom süßen Obst essen. Überhaupt soll man mehr Gemüse und wenig Obst essen, das kann man in Zimt stippen oder 1 TL in den Smootie reingeben. Generell – das durcheinander von Obst ist schon problematisch. Ich bevorzuge eine nicht zu süße Frucht (meistens ein Apfel) und Salat evtl. ein paar Wildkräuter. Salat soll man ja oft wechseln, um keine gesundheitlichen Schäden zu bekommen.
    Meine Erfahrung, ich fühle mich nicht satt davon – trinke Smooties zwischen Frühstück und Mittagessen, wenn ich die Zeit habe. Da ich nicht abnehmen darf, will ich auch nicht soviel trinken, ich breauche auch was Handfestes zum essen. Smooties sollen die fehlende Magensäure – haben viele ältere Menschen- wieder ankurbeln. Ich denke, man soll im Allgemeinen – egal was man ißt- nicht übertreiben. So abwechslungsreich wie möglich essen, und nicht nur einer Linie folgen, sondern schauen, was für einen selbst geht.

  19. Eva

    Hallo Felix.Ich denke auch,dass man sich ohne Not nicht von gemixtem Essen ernähren sollte.Menschen mit gesundem Kauapparat und normalem Verdauungssystem sollten sich nicht selber täuschen, indem sie eine zu große Menge Gemüse,Salat und Kräutern pro Mahlzeit zu sich nehmen, die man roh für sich alleine nie gegessen hätte, weil der Körper schon nach z. B. drei Blättern sagt, das er genug hat. Der Trend Essen in flüssiger Form zu sich zu nehmen, nur weil man Angst hat eine fiktive Menge an Pflanzenstoffen nicht in ausreichender Menge zugeführt zu bekommen, ist kulinarisch gesehen bedauerlich. Der Veganertrend nervt auch, weil viele glauben pflanzlich = gesund. Den Instinkt zu haben, dass richtige seinem Körper zuzuführen ,ist nicht einfach, aber mit grünen Smoothies wird der nicht besser.Bis Gemüse und Salat hier in Süddeutschland nicht nur als Beilage angesehen wird, wird noch einiges an Flüssiggemüse die Kehlen runterrinnen.

    1. Jana

      Hallo Eva,
      du schreibst:
      “Den Instinkt zu haben, dass richtige seinem Körper zuzuführen ,ist nicht einfach, aber mit grünen Smoothies wird der nicht besser.”
      Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass deine Aussage falsch ist. Bei mir und auch bei anderen Menschen ist der Instinkt, das richtige seinem Körper zuzuführen durch das Trinken von grünen Smoothies tatsächlich besser geworden.
      Viele Grüße,
      Jana

      1. Eva

        Hallo Jana, dann war es vielleicht ein guter Einstieg um jetzt den Spinat als Salat zu essen.Gemixtes hat für mich den Touch einer Fastenspeise oder für Menschen mit Gebiss- und Verdauungsprobleme. An erster Stelle will ich essen,und wenn ich mir den Hunger durch Flüssignahrung nehme, dann hab ich mir doch schon wieder den Appetit auf Salat und Gemüse als Ganzes genommen. Du schreibst selber,dass du die Menge von ungmixtem Blattgemüse nicht essen würdest.Schade,denn nur da könnte dir dein Körper sagen, dass die Menge an dem jeweiligen pflanzl. Stoff jetzt ausreicht und man sich nicht versehentlich zuviel vom Spinat oder sonst.reinpfeift. Ganz abgesehen davon wer schreibt dir den vor, dass du soviel davon essen musst. Die wenigsten werden ihren Smoothie pur trinken, also bestehend nur aus einer Pflanzensorte.Das langsame Kauen und Einspeicheln entfällt.Woher kann der Körper also sagen halt stopp.genug. Wenn ich Gemüse erst würzen,süßen säuern muss, damit ich es in flüssiger Form genießen kann, dann hast du nur deine Instinkte überlistet. Denn keiner, außer deinem Körper kann dir sagen, wieviel und welche pflanzliche Nahrung dir gut tut.Mit der Zeit,wird es eh langweilig,dann kann man Smoothies in Salatdressings umfunktionieren,damit sinkt die Gefahr,sich einen Stoff in kurzer Zeit zu viel zuzuführen. Essen in Familien und in Gesellschaft muss Essen bleiben und nicht durch Flüssignahrung ersetzt werden.Es gibt so viele tolle Gemüsegerichte,von mir aus auch Gurkengazpacho im Sommer,da muss ich mir nicht Lindenblätter mixen,die wahrschlich hochverdünnt als Tee schon grauslich schmecken.Pfefferminze ist da auch so ein Beispiel, 1 bis 2 Blätter schmecken am Anfang gekaut ganz gut, runterschlucken tue ich sie dann nicht,weil sie bitter werden. Als Tee kann ich sie trinken, aber nicht im Dauergebrauch. Nach ner Weile entwickelt sich auch da ein Gefühl des Ekels.Und das ist Instinkt. Wenn du die Zutaten und die Menge deines Smoothies auch ungemixt in einer Mahlzeit genießen kannst,dann guten Appetit.

  20. Jarek

    Also ich esse gerne mal jeden Tag einen Grünen. Bei mir sind sie sehr dickflüssig und werden gelöffelt und nicht getrunken. Entweder als erstes Frühstück oder nachmittags statt Kuchen/Eis. Er besteht meistens aus zwei kleinen Früchten (z.B. Orange+Apfel oder halber Mango+Orange und ca. 50-100g Kräuter/Spinat/Salat). Manchmal gibt es ihn als kalte grüne herzhafte Gazpacho-Suppe zum Mittag an heißen Tagen.

    Nun eine Frage an Dich: was ist dabei so schlecht?
    Lieber noch ein Ei mehr mit Mandelmehl oder doch Eis/Kuchen?

    Etwas Einseitig dein Beitrag…

    1. Felix

      Nun eine Frage an Dich: was ist dabei so schlecht?

      Weiß ich nicht. Warum sollte das schlecht sein?

      Lieber noch ein Ei mehr mit Mandelmehl oder doch Eis/Kuchen?

      Ist das eine Frage nach meiner Vorliebe? Lieber einen Haufen Gemüse.

  21. Dodo

    Ich verstehe nicht wirklich was der Artikel nun aussagen soll? Dass zu viel Oxalsäure Nierensteine verursachen kann? Aha und nun? Wenn ich nicht jeden Tag 500 g Spinat in nen Smoothie schmeiße, wirds wohl eher unproblematisch sein.
    Ziemlich flach und unnötig das ganze Geschreibe und der verlinkte Artikel von Pollmer ist ein Scherz, oder? polemischer gehts nicht..

    1. Felix

      Hallo Dodo,
      bist du beleidigt, weil der Artikel nicht deiner Meinung entspricht?

      Ich verstehe nicht wirklich was der Artikel nun aussagen soll?

      Wenn du Verständnisschwierigkeiten hast, kann ich gerne versuchen, dir zu helfen. In welchem Absatz fangen deine Probleme an?

      1. Dodo

        Deine Artikel erinnern mich immer ein bisschen an Galileo Mystery..”vielleicht ja, vielleicht nein”
        Man ist danach genauso schlau/dumm wie vorher.

        Als Neuling was das Thema Smoothies angeht, wäre ich jetzt wohl entweder verwirrt oder würde mich fragen…”hmm..ja…und warum soll ich jetzt nicht regelmäßig Smoothies trinken?”
        Keine Quellen, keine Fakten…nur schwammige oberflächliche Aussagen und ein polemischer Artikel von Pollmer.

        Ich hab den Eindruck, dass du von Zeit zu Zeit einfach nur Klicks durch ein provokanten Artikel generieren möchtest. (Siehe “Vegan und Blutvergießen”)

        1. Felix

          Deine Artikel erinnern mich immer ein bisschen an Galileo Mystery..”vielleicht ja, vielleicht nein”
          Man ist danach genauso schlau/dumm wie vorher.

          Du suchst also jemanden, der dir völlig unabhängig von den Fakten, zu jedem Thema eine absolute und unumstößliche Antwort gibt? Jemanden, der dir ganz genau sagt, was du essen musst und was du nicht essen darfst? Dann such nicht bei Urgeschmack, gibt dein Gehirn ab und lass dich von deinem Arzt bevormunden. Ich kann dir da leider sonst nicht weiterhelfen, so gerne ich es würde.

          Als Neuling was das Thema Smoothies angeht, wäre ich jetzt wohl entweder verwirrt oder würde mich fragen…”hmm..ja…und warum soll ich jetzt nicht regelmäßig Smoothies trinken?”

          Warum ein hochfreuquenter Smoothiekonsum problematisch sein kann, steht im Text. Bist du dir sicher, dass du ihn vollständig gelesen hast?

          Keine Quellen, keine Fakten…nur schwammige oberflächliche Aussagen und ein polemischer Artikel von Pollmer.

          Quellen und Fakten stehen im Artikel. Welche Aussage ist schwammig? Hast du an Pollmers Artikel sachlich irgendetwas auszusetzen? Bist du dir Sicher, dass dir die Bedeutung des Begriffs “Polemik” wirklich klar ist?

          1. Dodo

            “Warum ein hochfreuquenter Smoothiekonsum problematisch sein kann, steht im Text. Offenbar hast du ihn nicht gelesen.”

            Was ist denn ein “hochfrequenter Smoothiekonsum”? Wenn ich mir das Zeug literweise reinschauffel und mich nicht mehr von fester Nahrung ernähre?….ich glaub das ist allen klar!
            Im Artikel verweist du auf einen weiteren Artikel, der wieder zu weiteren Artikeln verweist.^^ Es ist echt schwer hier mal was handfestes zu bekommen.
            Dass isolierter Zucker in großen Mengen ungesund ist, sollte den meisten klar sein…aber was hat das mit grünen Smoothies zu tun?

            “Quellen und Fakten stehen im Artikel. Welche Aussage ist schwammig? Hast du an Pollmers Artikel sachlich irgendetwas auszusetzen? Ist dir klar, was “Polemik” bedeutet?”
            Ist das dein ernst? Felix, les dir bitte den Wikipediaeintrag zum Thema Polemik durch…und dann les dir noch mal den Artikel von Pollmer durch…oh man -.- (Stichwörter: Laub, Mülltonne, Unkraut, EHEC, Hungersnot, Lebensmittelvergiftung)
            Soll ich dir noch die einzelnen Passagen rauskopieren?

          2. Felix

            ich glaub das ist allen klar!

            Und genau da irrst du dich. Die Welt dreht sich nicht um dich und du solltest nicht von dir auf andere schließen. Nicht jeder weiß viel über Ernährung oder einzelne Pflanzen. Ich bekomme täglich dutzende Emails mit entsprechenden Fragen, die mich oft rätseln lassen, wie heute das Grundschulcurriculum aussieht. Nicht jeder weiß, dass man sich auch mit scheinbar gesunden Dingen verfigten kann.

            “Quellen und Fakten stehen im Artikel. Welche Aussage ist schwammig? Hast du an Pollmers Artikel sachlich irgendetwas auszusetzen? Ist dir klar, was “Polemik” bedeutet?”
            Ist das dein ernst? Felix, les dir bitte den Wikipediaeintrag zum Thema Polemik durch…und dann les dir noch mal den Artikel von Pollmer durch…oh man -.- (Stichwörter: Laub, Mülltonne, Unkraut, EHEC, Hungersnot, Lebensmittelvergiftung)

            Welche Ironie: Nun wirst du polemisch. Du hast meine Fragen nicht beantwortet, sondern sie als Angriff interpretiert. Das ist schade. Ich versuche, dir das Verständnis zu erleichtern: Was ist dein Problem mit Polemik? Die übrigen Fragen kann ich leider nicht vereinfachen. Du hast offenbar sachlich weder an meinem, noch an Pollmers Artikel etwas auszusetzen.

        2. Katja

          Was für ein unnötiges Gejammere, Dodo. Der Artikel teilt nicht deine Meinung und schon jammerst du herum? Die Fakten stehen doch da: Mögliche Folgen sind Karies, Übergewicht und Nierensteine. Wann kann das auftreten? Bei häufigem Konsum. Warum? Wegen der Säuren, Oxalsäure, Zucker, Kalorien.
          Jeder, der denken kann, kann nun folgern wie er sich seine Smoothies zusammenstellen muss, um das zu vermeiden.
          Aber manche Menschen wollen wohl weder richtig lesen noch selbst nachdenken.

  22. Greena

    Hallo Felix,
    ich bin sehr froh, dass der Grüne Smoothie in aller Munde ist und sich die Leute endlich mehr Gedanken über Ernährung machen. Außerdem ist es Natur pur und somit letztendlich was Gutes. Und nicht jeder trinkt jeden Tag Grüne Smoothies mit Spinat (der so viel ich weiß auch nur in ganz hohen Mengen irgendwie zu Nierensteinen führen könnte). Ein wenig Obst, vielleicht auch Gemüse und ein paar sehr nährstoffreiche Wildkräuter oder anderes grünes Blattgemüse sind doch eigentlich total klasse und wichtig für die meisten ausgelaugten und fehlernährten Körper. Klar, über die Zubereitung kann man sich streiten und sicher steigen die meisten mit sehr viel Obst ein. Aber lieber sollen die Leute GS trinken wie gar keine gesunden Sachen zu sich zu nehmen (ich wäre extrem froh, wenn in meiner Family öfter das morgendliche Brot, Brötchen, Müsli, etc. durch einen GS ersetzt würde). Der GS war auch bei mir der Einstieg in ein gesünderes Leben. Er hilft, zu spüren und zu lernen, was dem Körper gut tut, wie viel besser man sich fühlen kann und sensibler auf Körpersignale zu hören. 🙂
    LG Greena

    1. Felix

      Hallo Greena,
      es freut mich, dass du auf den Artikel nicht hysterisch reagierst. An keiner Stelle schrieb ich, dass Grüne Smoothies schlecht seien – ich weise lediglich auf die möglichen Gefahren hin. Ihn als “Abkürzung” in ein gesünderes Leben zu verwenden mag funktionieren, aber ich sehe da auch die Möglichkeit, dass jemand es sich zu leicht macht und das Zeug dann doch nur entweder wild zusammenwirft und sich nicht damit befasst oder es einfach im Supermarkt kauft und nichts gewinnt.

  23. dvi

    Hallo Felix,
    endlich einmal ein kritischer Beitrag zum Thema Grüne Smoothies, danke!
    Ich trinke, oder besser esse selbst seit vergangenem Winter immer wieder mal welche, habe aber nach anfänglichem Dauerkonsum richtig Magenweh davon bekommen. Niemand kann mir erzählen, dass das uneingespeichelte (weil es ja ohne Kauen getrunken wird) pürierte Blattgemüse in jeder Dosis für Magen und Darm leicht verdaulich und gesund ist.
    Im Winter finde ich GSMs eine gute Alternative zu sonstiger Rohkost, im Sommer ist mir bunter, knackiger Salat viel lieber…
    Danke jedenfalls für deine Recherche (und ich teile deine Ansicht über die Mixerwerbung!),
    lg dvi

    1. Matthias

      Hallo dvi

      Genau das ist meines Erachtens nach einer der Hauptgründe, wieso Felix auf die Gefahren von grünen Smoothies hinweist: Viele Leute trinken hören davon, mixen sich etwas zusammen und trinken es (das ist jetzt eine allgemeine Aussage und nicht auf dich bezogen 😉 ).

      Allerdings steht auf so ziemlich jeder Seite über grüne Smoothies, die ich kenne, dass man sie eben einspeicheln MUSS und sie nicht einfach trinken darf, eben weil es sonst zu ziemlich unangenehmen Magenproblemen führen kann 🙂

      Das soll aber kein Vorwurf sein, nur ein Hinweis am Rande für den nächsten Winter, wenn du grüne Smoothies machst 🙂

      (und ja, Salate im Sommer sind lecker *mjam*)

  24. Gabriel

    Felix, so langsam laesst du echt nach und berufst dich auch noch auf einen aeusserst umstrittenen und von der Nahrungsmittelindustrie gekauften “Ernaehrungsexperten”, welcher die Verkoestigung von gruenen Smoothies auf eine Ebene mit dem Versetzen von Broten durch Laub in Kriegszeiten gleichsetzt (Pollmers Statur und sein koerperlicher Zustand geben Aufschluss ueber seine Expertise zum Thema Ernaehrung).
    M.E. macht es hier auch keinen Sinn in eine Diskussion einzusteigen. Du solltest dich mit deinen Beitraegen auf eine fundierte Datenbasis berufen, bevor du andere Menschen mit derartigem Unfug sowie potentiellen Gefahren verunsicherst! Oder hat da kuerzlich jemand an deiner Tuer geklopft und du faehrst nun die gleiche Schiene wie der Pollmer? Oder soll dieser Betrag erneut Aufmerksamkeit, Praesenz und Traffic provozieren (wie jüngst deine Aeusserungen zu “Vegan und Blutvergießen” welcher einen Aufschrei durch die Veganer-Gemeinde verursacht hat)???
    Natuerluch gehoert zur vollstaendigen Umstellung auf Rohst und gruene Smoothies eine Menge an Wissen (eine grundsaetzliche Voraussetzung fuer gesunde Ernaehrungsumstellung, die jedoch von kaum einem unreflektierten und maßlos getaeuschtem Brot&Spiele-Buerger erfüllt wird), wenn du jedoch auf die möglichen Gefahren von grünen Smoothies hinweisen und Wissen vermitteln willst, dann solltest du genauer differenzieren und potentielle Fehler bei dieeen Lebensmitteln klarer belaeuchten… denn die einzige Botschaft die dein Beitrag in der hiesigen Form hinterlaesst, ist: “Gruene Smoothier sind umstritten / eher gesundheitsgefaehrdend” … Damit hast du schon diverse ahnungslose Opfer getaeuscht bzw. verunsichert.
    Wie auch immer dein Fahrplan nun ist… meine gemeinsame Zeit mit Urgeschmack ist mit diesem Beitrag nun zu Ende gegangen (im vergangenen Zeit habe ich ohnehin kaum noch hier reingeschaut…
    Ich wuensche dir dennoch viel Erfolg, achte jedoch auf deine Quellen und baue keinen Mist… dein Renommee hat bereits deutluch gelitten!
    Gruß
    Gabriel

    PS:
    vielleicht stolpert mal jemand von CarbTheVeganUp oder RoheEnergie etc. ueber diesen Betrag generiert dir eine fundierte Video-Botschaft auf youtube oder WOT … wir werden sehen

    1. Felix

      Gabriel,

      und berufst dich auch noch auf einen aeusserst umstrittenen und von der Nahrungsmittelindustrie gekauften “Ernaehrungsexperten”

      ich berufe mich nicht auf Pollmer, er ist nicht meine Quelle. Ich setze lediglich einen Link zu seinem Artikel. Den Vorwurf, er sei “gekauft” kannst du sicherlich gut belegen?

      Pollmers Statur und sein koerperlicher Zustand geben Aufschluss ueber seine Expertise zum Thema Ernaehrung

      Dass du aus dem Aussehen einer Person auf ihr Fachwissen schließt zeigt mir, dass du ein sehr oberflächlicher Mensch bist. Für eine weitere Diskussion mit dir habe ich daher leider keine Zeit.

    2. Gero

      CarbTheVeganUp ist so ziemlich einer der dümmsten Kanäle, die man auf Youtube finden kann (persönliche Meinung). Es wäre wirklich mal interessant, von Felix etwas über die “High Carb-Low Fat”-Ernährung aus seiner Sichtweise zu lesen … wobei das wahrscheinlich viel Ärger gäbe.

  25. Jana

    Ich trinke täglich mindestens einen halben Liter grünen Smoothie zum Frühstück, und nur das. evtl. trinke ich noch Tee. Ich nehme mindestens 50 Prozent Blätter, manchmal auch Wildkräuter oder wilde Blätter, wie Brennnesseln, Lindenblätter, Wegerich, Sauerampfer oder Klee. Die Smoothies sind nicht kalorienreich, sie sind nährstoffreich und kalorienarm. Seitdem ich sie konsumiere habe ich deutlich weniger Appetit auf Süßigkeiten, die smoothies sind quasi meine Süßigkeit. Sie machen mich satt. Sie reduzieren meinen Appetit auf Kaffee, gleichzeitig geben sie mir Energie und machen mich leistungsfähiger, so dass ich auch weniger Kaffee brauche, dadurch schlafe ich besser. Mein Appetit auf Gesundes, wie Salate,Möhrensuppe, etc. ist gestiegen und mein Appetit auf Wurst gesunken. Ich habe keinen Heißhunger mehr. Ich habe 2 kg abgenommen und total Lust auf Bewegung bekommen und bewege mich nun auch mehr.
    Ich empfehle das Buch von Victoria Boutenko: Green for Life.
    Dein Artikel ist polemisch. Ich bin enttäuscht, gerade weil ich andere Beiträge von dir wirklich super finde.
    Viele Grüße,
    Jana

    1. Felix

      Hallo Jana,

      Ich bin enttäuscht, gerade weil ich andere Beiträge von dir wirklich super finde.

      bist du enttäuscht, weil der Artikel nicht deine Meinung widerspiegelt oder weil du meinst, er enthielte faktische Fehler? In letzterem Fall bitte ich dich, mir mitzuteilen, wo du sie gefunden hast. Dann kann ich den Artikel verbessern.

      1. Jana

        Achtung, sehr viel Text….
        Hallo Felix,
        selbstverständlich bin ich nicht wegen der abweichenden Meinung, sondern in erster Linie wegen der Polemik und zweitens wegen ungenauer Darstellung enttäuscht. Der Artikel ist argumentativ schwach und braucht deshalb wahrscheinlich so viel Polemik.

        “Ewige Jugend, blendende Schönheit, Dauerextase und ein generell besseres Leben sind die Versprechen vieler Proponenten der Grünen Smoothies.”
        Bitte wer macht diese Aussagen? Da ich niemanden kenne, der so etwas behauptet, ist es für mich gar nicht überzeugend, dass du ohne Angabe von konkreten Personen/ Zitaten so etwas in den Raum stellst. Somit sind es für mich Übertreibungen und Versuche, die Proponenten der grünen Smoothies von vornherein in einem schlechten Licht dastehen zu lassen und deren Glaubwürdigkeit anzuzweifeln.

        “Hunderte Bücher, Ratgeber und Websites fahren auf diesem Trendzug mit, angefeuert durch die Mixerindustrie und natürlich begleitet von unzähligen kommerziell erhältlichen Produkten im Kühlregal.”
        Das hat alles nichts zum Thema, ob grüne Smoothies gesund sind, zu sagen. Es ist unnötig zu erwähnen und könnte in dem einen oder anderen Leser den Eindruck erwecken, dass es dir hier gar nicht um die grünen Smoothies geht, sondern, dass du dich über die Grüne-Smoothie-Branche aufregen möchtest. Es ist ein subtiler Angriff auf diese Branche.

        “Die Folgen dieser großflächigen Verbraucherirreführung sind desaströs. Grüne Smoothies bergen das Potential, die Zähne zu beschädigen, fett zu machen und sich zu vergiften.”
        Du schreibst, die Verbraucherirreführung sei desaströs (das ist eine maßlose Übertreibung!), und konkret beschreibst du Gefahren. Diese Argumentation ist sinnlos, denn dann wäre auch das gesamte Leben, inklusive deiner Ernährungsweise desaströs, denn alles birgt Gefahren in sich, und je dümmer der Mensch, der etwas tut, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass die Gefahren eintreten. Zum Beispiel könnte sich jemand, der deine Frühstücksideen umsetzt, und sich ein Ei zubereitet, ein verdorbenes Ei essen und sich dann unwohl fühlen. Dann würde ich doch nicht sagen, dass deine Frühstücksidee daran Schuld ist, dass dieser Mensch einen verdorbenen Magen hat, da man davon ausgehen kann, dass jeder weiß, dass verdorbene Eier besser nicht gegessen werden sollen und man auch leicht am Geruch erkennen kann ob ein Ei verdorben ist . Oder hättest du darauf hinweisen müssen? Natürlich nicht, solches Wissen setzt jeder voraus.
        Und sollte man nicht vorraussetzen können, dass Menschen wissen, dass man keine giftigen Pflanzen in den Smoothie tut, weil man auch sonst kein Gift zu sich nehmen würde?
        Wenn Smoothies das Potenzial haben fett zu machen, dann hat es auch deine Ernährungsweise, denn bei allem was man isst, könnte man zu viel essen und dann Fett ansetzen. Also was soll das!?
        Wenn ich über die Straße gehe, ist die Gefahr gegeben, dass mich ein Auto an- oder überfährt, usw. Die Frage ist, welche Gefahren sind erwähnenswert und welche nicht? Ich denke, die Gefahren, die du nennst sind es nicht.
        Deine Darstellung der möglichen Fehler, die man beim Smoothie Trinken machen kann, halte ich für unrealistisch. Zumindest kenne ich zum Glück niemanden, für den diese von dir genannten potenziellen Gefahren tatsächlich gefährlich werden könnten. Und das liegt daran, dass diese Leute einen gesunden Menschenverstand besitzen, den man auch normalerweise immer voraussetzt. Deswegen muss manzum Beispiel auch folgende Dinge nich extra postulieren, wenn man dafür wirbt, dass Menschen mehr Wasser trinken sollen: Wasser trinken kann gesund sein, aber nur unter der Vorrraussetzung, dass man nicht 100 Liter täglich trinkt und es muss sauberes Wasser sein, bitte kein Wasser aus der Straßenpfütze oder aus der Toilette trinken, und bitte denkt dran, nicht dieses Wasser mit Zuckerzusatz, Farbstoffen und ….
        Und da kommen wir zum Thema, was du ja auch ansprichst, dass der Begriff grüner Smoothie nicht klar definiert ist. Und das ist auch das Problem deines Artikels. Denn auch du definierst den Begriff nicht und lässt dich darüber aus, was alles falsch gemacht werden kann. Jedoch wäre es viel leichter, einfach zu definieren, was ein gesunder grüner Smoothie ist und dann darauf hinweisen, dass wenn man davon abweicht, und z.B. einen zu hohen Fruchtanteil wählt, eben nicht mehr diese großen gesundheitlichen Vorteile haben kann, etc.
        Nebenschauplätze wie, dass das Wort Smoothie aus dem Englischen kommt, lenken vom Thema ab und sollten gar nicht erwähnt werden. Sie könnten auch den Eindruck beim Leser erwecken, dass deine Abwehr gegen Smoothies nichtrationale Gründe hat.
        Auch Aussagen wie: “Ich esse lieber Grünzeug anstatt dass ich mein Grünzeug trinke.” sind persönliche Befindlichkeiten, und als Argumentation nicht nützlich. Außerdem: wieso dieses entweder – oder – Denken? Was, wenn wie bei mir, das Trinken der Smoothies dafür sorgt, dass ich mehr Grünzeug esse/kaue, und sich mein Geschmacksempfinden insgesamt zum gesundheitlichen Vorteil entwickelt hat? Durch diese entweder-oder-Rhetorik wird suggeriert, dass Leute, die Smoothies trinken, nicht kauen wollen. Ich betone: es wird suggeriert! Natürlich wird es nicht geschrieben, aber eben suggeriert.
        Du schreibst, es wäre problematisch, dass die Smoothies nicht eingeordnet werde können in die Kategorien Flüssigkeit oder feste Nahrung. Wo ist das Problem? Dieses sogenannte Problem hast du bei Suppen auch. Und da zeigt es sich, dass es kein Problem ist. Nenne es einfach eine Mahlzeit. Smoothies sind eine Mahlzeit oder Teil einer Mahlzeit. Natürlich dürfen sie nicht zusätzlich reingeschaufelt werden. Natürlich werde ich zunehmen, wenn ich mehr Kalorien zu mir nehme als ich verbrauche. Aber das hat doch nichts mit Smoothies zu tun! Dann müsstest du das über jedes Nahrungsmittel schreiben, was als gesund angepriesen wird. Z.B. Deine Frühstücksideen: Hey, Leute, wenn ihr die Frühstücksideen von Felix nehmt, müsst ihr dann euer sonstiges Frühstück aber weglassen, sonst werden das zu viele Kalorien!
        Ich würde einfach insgesamt anders formulieren. Du formulierst negativ. Du schreibst nicht wirklich was falsches, aber du stellst alles in einem sehr negativen Licht dar.

        “Neben viel Zucker enthalten Grüne Smoothies häufig auch viel Säure zum Beispiel aus Zitronen (auch dies oftmals, um etwa bitteren Geschmack zu überdecken).”
        Hier wäre es sinnvoller zu schreiben, dass grüne Smoothies nicht zu viel Zucker enthalten sollten und wenn man empfindliche Zähne hat, mit der Zitrone vorsichtig sein sollte.

        “Der hohe Säuregehalt kann in der Regelmäßigkeit die Zähne angreifen und beschädigen.”
        Es wäre hier sinnvoller zu schreiben, dass, um nicht das Risiko schlechter Zähne einzugehen, der grüne Smoothie keinen zu hohen Säuregehalt enthalten sollte, was man dadurch erreicht, dass man nur reifes Obst nimmt (denn besonders im unreifen Obst befindet sich ein sehr hoher Säuregehalt) und dass man auch wieder keinen zu hohen Obstanteil nutzen soll.

        “Die beispielsweise in Spinat recht hohen Oxalsäuremengen wiederum können Nierensteine verursachen.”
        Es wäre sinnvoller zu schreiben, dass man das Blattgemüse immer mal wechseln sollte, so wie die Natur eben auch zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliches Blattgrün produziert.

        Für die Smoothies braucht man einen teuren Mixer. Ja, das stimmt. Aber mein Herd war auch teuer. Da sagt auch keiner: Voll unfair, Herde sind ja so teuer, dann können wohl die ohne Herd sich nie was kochen?! Herde sind in unserer Kultur Standard, gekochtes Essen ist Teil unserer Kultur, deshalb regt sich niemand über die Herde auf, jeder hat einen Herd oder falls mittellos, kann sich dafür bezuschussen lassen. Die Smoothies sind momentan zumindest noch kein Bestandteil der allgemeinen Kultur (im Vergleich zu Herden), deshalb regen sich dann manche Leute auf, dass diese Mixer teuer sind. Diese Aufregung kann ich nicht nachvollziehen, niemand muss sich solch einen Mixer kaufen. Und da sehe ich in meiner Umgebung Leute, die für ganz andere Dinge Geld ausgeben oder Kredite aufnehmen. Diese Hochleistungsmixer sind teuer, aber sie sind nicht unbezahlbar…

        Und nun möchte ich noch die Fragen beantworten, die der Leser sich in deinem Artikel selbst beantworten soll:
        “Sättigt ein Grüner Smoothie nicht zu wenig, um den Kaloriengehalt zu rechtfertigen? ”
        Ein grüner Smoothie sättigt sehr und die Sättigung hält lange an. Der Kaloriengehalt ist erstaunlich niedrig wenn man sich das lange Sättigungsgefühl anschaut.

        “Ist die enthaltene Zuckermenge zu viel des Guten?”
        Da du nicht definierst wie hoch die enthaltene Zuckermenge ist, kann niemand diese Frage beantworten. Die enthaltene Zuckermenge meiner grünen Smoothies sind nicht zu viel des Guten.

        “Sind grüne Smoothies gar nur ein Weg der Mixerindustrie, noch teurere, garantiert feiner und auf Molekularebene zerkleinernde Geräte zu verkaufen?”
        Nein, das denke ich nicht. Es ist sicherlich anders herum, so wie das immer ist im Leben, dass nämlich weil es die Smoothies gibt, jetzt natürlich auch mehr Mixer beworben werden. Leute, die Mixer bewerben, wollen die verkaufen, wie alle anderen in der Werbebranche ihre Produkte verkaufen wollen.

        “Wäre es nicht schöner, statt püriertem Brei echte, ganze Lebensmittel zu essen?”
        Nein, denn erstens kann man eh beides machen und zweitens würde ich niemals so viel Blattgrün unpüriert essen wie ich es püriert tue, und das täglich. Und ich profitiere gesundheitlich extrem davon! Und ich würde auch nicht so gerne grünen Salat zum Frühstück essen.

        Ich habe mein Wissen hauptsächlich aus dem Buch Green for Life von Victoria Boutenko sowie aus den Videos von Christian Dittrich Opitz über befreite Ernährung und von Andreas von gruenundgesund.de sowie durch eigene Erfahrungen.

        Kürzer ging es leider nicht.

        Viele Grüße,
        Jana

        1. Felix

          Hallo Jana,

          der Detailgrad deiner Ausführungen zeigt, dass es für dich offenbar nur genau einen und nur einen einzigen genau so formulierten Artikel über Smoothies geben kann und darf. Dann frage ich mich, warum du nicht einfach einen solchen schreibst.

          Faktisch hast du dem Artikel offenbar nichts entgegenzusetzen. Dass sich immer jemand an Formulierungen stört, liegt in der Natur der Sache.

          Selbstverständlich kannst du in jeden Satz eine böse Absicht hineininterpretieren. Alles was ich tun kann ist, dir zu versichern, dass da keine ist – aber ich fürchte, das glaubst du mir nicht. Dass grüne Smoothies grundsätzlich schlecht seien, habe ich nicht geschrieben.

          Hier noch eine der von dir gewünschten Quellen bzgl. der Einleitung: http://www.zentrumamrita.ch/green-smoothies.html

          Den gesunden Menschenverstand setze ich nach über 5 Jahren mit diesem Blog schon lange nicht mehr bei allen Menschen voraus.

          1. Jana

            Hallo Felix,
            Also jetzt ausschließlich Fakten:

            Deine Einleitung und die Quelle dazu ergeben keinen Zusammenhang.

            Pollmers Text ist gar nicht erwähnenswert, sollte niemand lesen, ist schade um die Zeit, das zu lesen. Ich habs ja nun schon gelesen und kann nur sagen, Herr Pollmer tut mir leid.

            Zu sagen, grüne Smoothies würden sich oft kaum von herkömmlichen Fruchtsäften unterscheiden ist schlichtweg falsch. In herkömmlichen Fruchtsäften ist nämlich kein Blattgrün drin. Richtig ist, dass das Blattgrün in grünen Smoothies sie so wertvoll machen und sich dadurch von herkömmlichen Fruchtsäften in hohem Maße unterscheiden. Es ist auch falsch, dass die “enthaltenen Fasern in diesen Größenordnungen kaum noch eine Rolle spielen.” Das Gegenteil ist der Fall, d.h. es spielt eine Rolle, nämlich die Sättigung, das Füllen des Magens wird erreicht. Und damit das Blattgrün vom Körper so gut wie möglich verwertet wird, ist es nötig, es so zu zerhäckseln. Es wird geschmeidig (smooth), das ist auch gut für die Haptik im Mund.

            Du schreibst: “ein generell besseres Leben lässt sich kostenfrei durch einen Perspektivwechsel und durch die innere Einstellung herbeirufen.”
            Durch Perspektivwechsel und die innere Einstellung konnte ich meine chronische Krankheit nicht heilen, wohl aber sind mir Fortschritte gelungen seit ich grüne Smoothies trinke. (Ja, das ist der Grund weshalb ich hier auch so viel dazu schreibe…) Und ich denke hier liegt auch der Knackpunkt: Gesunde Menschen profitieren vielleicht nicht so stark von den grünen Smoothies wie Leute mit einer chronischen Erkrankung. Dann sind die grünen Smoothies eine Art Medizin, die Menschen heilen kann, wobei gesunde Menschen nicht noch gesünder gemacht werden können. Und wenn man wie ich gerade in diesem Heilungsprozess drin steckt und die Wirkung der grünen Smoothies spürt, dann kann ich mir jetzt nur denken, dass Menschen, die keine Veränderung spüren, dann eben auch weniger begeistert sind, weil es für sie eben nicht so spektakulär ist. Es wär dann schade, wenn Menschen, denen grüne Smoothies helfen könnten durch solche verunsichernden Artikel wie es deiner ist, davon abgehalten werdengrüne Smoothies zu trinken. Aber ich vertraue einfach, dass das nicht passieren wird, da es glücklicherweise sehr viele ausgewogene Darstellungen über grüne Smoothies überall gibt.
            Viele Grüße,
            Jana

          2. Felix

            Hallo Jana,
            mein Eindruck ist, dass du hier unbedingt dich und deine Smoothies angegriffen sehen möchtest. Doch mein Artikel ist kein Angriff auf Grüne Smoothies.

            Zu sagen, grüne Smoothies würden sich oft kaum von herkömmlichen Fruchtsäften unterscheiden ist schlichtweg falsch.

            Du übersiehst dabei zwei Worte: “Insofern” und “oft”. Ersteres gibt dir den Kontext, nämlich den zum vorangegenangen Satz. Es mag sich für dich toll anfühlen, Textabschnitte aus dem Kontext zu reißen, aber es führt zu nichts und macht dich anscheinend auch selbst nur unglücklich. Dein darauf folgender Absatz ist daher hinfällig.

            “die Sättigung, das Füllen des Magens wird erreicht.”

            Dies könnte man auch durch das Trinken von Wasser erreichen. Das Problem dabei ist, dass es sich um eine “mechanisch” Sättigung handelt und der Körper dies wenig später merkt, weil die entsprechende Energie fehlt. Es gibt menschen, die essen regelmäßig Schwämme, um den Magen zu füllen. So wollen sie abnehmen – und hungern sich selbst aus, leiden letztlich unter Nährstoffmangel.

            Und damit das Blattgrün vom Körper so gut wie möglich verwertet wird, ist es nötig, es so zu zerhäckseln.

            Man könnte auch einfach gründlich kauen und die Nahrung auf diesem Wege auch noch einspeicheln und mit Enzymne versetzen. Was beim Smoothie leider entfällt.

            “ein generell besseres Leben lässt sich kostenfrei durch einen Perspektivwechsel und durch die innere Einstellung herbeirufen.”
            Durch Perspektivwechsel und die innere Einstellung konnte ich meine chronische Krankheit nicht heilen, wohl aber sind mir Fortschritte gelungen seit ich grüne Smoothies trinke.

            Ja – und? Was ist dadurch widerlegt? Für dich funktioniert der Perspektivwechsel nicht. Und jetzt? Ein Smoothie heilt auch kein gebrochenes Bein. Soll das dann ein Nachweis für die nicht-Wirksamekit sein?

            Es wär dann schade, wenn Menschen, denen grüne Smoothies helfen könnten durch solche verunsichernden Artikel wie es deiner ist, davon abgehalten werdengrüne Smoothies zu trinken.

            Die Welt dreht sich nicht um dich. Nur weil dich der Arikel verunsichert, muss er nicht auch andere Menschen verunsichern. Ich bekomme täglich dutzende von Emails, die zeigen, dass eine Warnung vor möglichen Gefahren durchaus angebracht ist – gerade bei diesem Thema.

            (Ja, das ist der Grund weshalb ich hier auch so viel dazu schreibe…)

            Ja, du scheinst da mit nahezu religiösem Eifer dabei zu sein. Das ist nichts ungewöhnliches und auch nachvollziehbar. Es sollte dir aber auch klar sein, dass du dann sehr schnell in Dogmen verfällst (oder schon tief drin steckst).

        2. Vivo

          Sehr gut geschrieben Jana! Ich kann Allem voll zustimmen.
          Der Artikel von Felix löst Gefühle aus, die je nach Mensch unterschiedlich ausfallen können. Für mich geht aus dem Text klar hervor: Er ist reißerisch geschrieben und Felix hat etwas gegen grüne Smoothies.
          Felix, Du beteuerst den Smoothie nicht zu werten, aber die Wahl der Wörter bewertet! Nur ein Beispiel: “Die Folgen dieser großflächigen Verbraucherirreführung sind desaströs”
          Es ist für den Leser egal, wie Absichtslos ein Text geschrieben ist. Wenn er bestimmte Gefühle auslöst, dann manipuliert er.
          Felix tut seine Meinung kund ohne bisher einen Smoothiemixer zu besitzen, hat sich also noch nicht praktisch damit befasst: Probieren geht über Studieren. Vielleicht ändert er eines Tages schlagartig die Sichtweise.
          Felix ist kein Guru.

          1. Felix

            Felix tut seine Meinung kund ohne bisher einen Smoothiemixer zu besitzen, hat sich also noch nicht praktisch damit befasst:

            Man benötigt also einen echten, zertifizierten Smoothiemixer, um überhaupt einen Smoothei zubereiten zu können? Sehr spannend.

            Felix ist kein Guru.

            Das ist absolut richtig. Und das wird auch so bleiben. Das Denken überlasse ich meinen Lesern selbst.

    2. IchTrauMichFastNicht

      Ich kann mich dem nur komplett abschließen! Sehr ähnliche Ergebnisse und ich trinke jeden Tag einen haben bis zu einem Liter, seit 7 Monaten. Habe das Buch zwar nicht gelesen aber eine grobe Zusammenfassung mit den wichtigsten Punkten. Teilweise glaube ich ihre persönliche Geschichte nicht ganz, der Erfolg der grünen Smoothies spricht aber für sich!

      PS: Empfinde das wachsende Geschafft der Mixerindustrie ähnlich schamlos…

  26. Anna

    Ich mag Deine Artikel gerne, aber diesen finde ich ein wenig einseitig. Man kann wirklich nicht alle Smoothies über einen Kamm scheren.

    Zum einen sind selbstgemachte schon etwas anderes als gekaufte.
    Zweitens kann man grüne Smoothies auch genießen ohne einen Anteil süßer Früchte. Meine Smoothies enthalten für zwei Personen eine Grapefruit – das ist der Obstanteil. Da enthalten viele Deiner Frühstücksrezepte deutlich mehr Fruchtzucker. Der Smoothie ersetzt uns das Frühstück komplett.
    Weiter Bestandteil ist ein ganzer Salatkopf und evtl eine halbe Gurke oder ähnliches. Es fällt mir einfach leichter, das “Grünzeug” so zu mir zu nehmen, als zum Frühstück Salat zu essen.

    Und abends esse ich dann gerne auch mal einen Salat 😉
    Aber auf die berühmten 5 am Tag komme ich mit dem morgendlichen Smoothie leichter.

    Viele Grüße
    Anna

    1. Felix

      Hallo Anna,
      das muss ein Missverständnis sein. Ich schere nichts über einen Kamm, sondern weise lediglich auf mögliche Gefahren hin. In diesem Sinne: Guten Durst!

      1. Anna

        Als ausgewogen würde ich den Artikel dennoch nicht bezeichnen – da bin ich von Dir anderes gewohnt. 🙂

        PS: Auch der Artikel von Herrn Pollmer ist vor allem eines: polemisch.

        Über Smoothies in der richtigen Zusammensetzung fällt es vielen einfach leichter, Blattgemüse o.ä. in ausreichender Menge zu sich zu nehmen.

        1. Chris

          Danke Anna,

          ich bin der gleichen Meinung. Selbstgemachte grüne Smoothies mit dem richtigen Grünzeug (z.B. Spinat) sind gesund müssen keinen zusätzlichen Fruchtzucker durch anderes Obst enthalten. Ob Fruchtzucker aus Obst ungesund ist und ob man hier einfach pauschal von “Zucker, welcher seinerseits […] viele Probleme verursachen kann.” sprechen kann, ist noch mal eine ganz andere Frage.

          1. Felix

            Hallo Chris,

            Selbstgemachte grüne Smoothies mit dem richtigen Grünzeug (z.B. Spinat) sind gesund müssen keinen zusätzlichen Fruchtzucker durch anderes Obst enthalten.

            von Müssen spricht hier auch niemand.

  27. Alois

    Danke für diesen Artikel, lieber Felix. Ja, leider werden einige Dinge von den “Smoothie-Freaks” nicht beachtet.
    Giftige Pflanzen bleiben giftig, auch wenn man sie fein vermixt. Daran denken viele Leute nicht, beziehungsweise wissen sie nicht, welche Blätter giftig sind. Generell gilt: Blätter vorher kosten. Sind sie bitter oder schmecken sie sonst wie unangenehm, dann nichts bis wenig davon in den Mixer. Unser Geschmackssystem reagiert sehr gut auf das Erkennen giftiger Pflanzen – sie schmecken sauer oder bitter bis grauslich. Auch Gewürzpflanzen sind in der Regel nur in kleinen bis sehr geringen Mengen gesund. Deshalb sind sie ja Gewürzpflanzen. Wenn man geschmacklich gute bzw. neutrale Blätter, auch Wildpflanzen können sehr angenehm schmecken, verwendet (die gibt es tatsächlich), dann braucht man auch nicht so viele Früchte dazu geben, um den Brei überhaupt trinken zu können. Ich trinke gerne grüne Smoothie, nicht täglich aber oft und sie tun mir gut.

    1. Carolin

      Ich denke, dass das Hauptproblem bei grünen Smoothies daran liegt, dass man viel schief machen KANN, wenn man sich nicht richtig informiert und einfach drauf los mixt.
      Es ist ja nicht so, dass den Leuten in Blogs, Büchern, etc. die sich mit dem Thema beschäftigen, gesagt wird, dass sie einfach alles Grünzeug wild in den Mixer werfen sollen, sondern es wird deutlich betont, dass

      -nicht alle Pflanzen für Grüne Smoothies geeignet sind
      -giftige Wildpflanzen natürlich nicht hinein gehören
      -man bei Wildkräutern wirklich sicher sein sollte und am besten vorher eine Wildkräuterführung macht
      -man die Zutaten ständig abwechseln sollte, um nicht zu viele Antinährstoffe einer Sorte zu sich zu nehmen

      Zu den Nierensteinen fand ich im Internet, dass
      -Oxalsäure durch Kochen nicht zersetzt wird, gekochter Spinat also genauso schädlch ist wie roher
      -eine oxalsäurelastige Ernährunge EIN von ca. NEUN Risikofaktoren ist und die meisten organische Ursachen haben (Harnwegsinfekte etc. ).

      Außerdem müssen Nierensteine nicht aus Oxalaten bestehen.
      http://www.apotheken-umschau.de/Nierensteine/Nierenstein-Ursachen-11602_3.html

      1. Carolin

        Nachtrag:
        In dem Artikel über Nierensteine steht außerdem, dass auch zu viel FLEISCH zu Nierensteinen führen kann, da es die Harnsäure erhöht und sich deshalb Harnsäuresteine bilden können.

    2. Erdi

      Hallo Alois, es gibt Wildpflanzen die man nicht vorher kosten sollte, denn danach kann man den Smoothie nicht mehr trinken! Diese Pflanzen kostest Du nur einmal. Das Wissen über die Pflanzen, die man in den Mixer wirft, ist von großem Wert. Früher bei Adels gab es die Vorkoster!

      1. Alois

        Klar. Eisenhut, Thuje, Herbstzeitlose, Oleander … ein paar besondere Exemplare sollte man kennen. Sonst: Kosten und Ausspucken und den Mund spülen, wenn’s besonders brennt oder grauslich wird. Aber man hat was dazu gelernt 😉

Kommentare geschlossen.

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