Ist Kaffee gesund oder ungesund?

Ist Kaffee gesund?Der durchschnittliche Deutsche trinkt täglich 2,6 Tassen Kaffee oder 6,9kg pro Jahr. Man mag sich fragen, ob das überhaupt gesund ist. Eine eindeutige Antwort findet sich nur bedingt. Ist Kaffee gesund? Ist Kaffee ungesund? Ist es schlimm, Kaffee zu trinken? Drei Fragen, die sich mit Ja und Nein beantworten lassen.

Ist Kaffee gesund oder ungesund?

Anmerkung: In diesem Artikel geht es um die Massenware Supermarktkaffee. Diese steht in vielerlei Hinsicht im Gegensatz zu Kaffee als Spezialität, etwa aus der Third Wave Coffee Bewegung.

Warum gibt es so viele widersprüchliche Aussagen über die Wirkung des Kaffees? Es gibt es mehrere Erklärungen:

1) Die Rosinen herauspicken: Praktisch jedes Lebensmittel enthält gesundheitsförderliche und gesundheitsschädigende Stoffe. Daher ist es möglich, jedes Lebensmittel als gesund darzustellen, indem man schlichtweg die ungesunden Aspekte verschweigt. Dass dabei sowohl die Menge (die Dosis macht das Gift) als auch der Kontext unter die Räder gerät, ist üblich und oft Intention.

2) Kaffee ist nicht Koffein: Kaffee mag unsere am weitesten verbreitete Koffeinquelle sein, doch er enthält mehr als nur Koffein. Stellt sich nun in einer Studie heraus, dass Koffein negative Nebenwirkungen hat, beziehen viele Leser und Medien dies direkt auf den Kaffee. Dabei kommt jedoch wieder Punkt 1 zum Tragen: Kaffee enthält möglicherweise Stoffe, die dem Koffein oder dessen Nebenwirkungen entgegen wirken. Kontext eben.

3) Qualität und Verabeitung: Kaffee wächst nicht in Tassen an Bäumen, sondern als rohe Bohne. Bis zum Getränk durchlaufen diese Bohnen viele Verarbeitungsschritte, die sehr verschieden aussehen können. Darunter ist als besonders signifikant das Rösten zu nennen. Dies geschieht mit unterschiedlichen Temperaturen und Zeiten und hat immensen Einfluss nicht nur auf den Geschmack, sondern auch auf die Zusammensetzung und Inhaltsstoffe der Bohne. Neue Stoffkombinationen entstehen, andere werden abgebaut oder verändert. Darüber hinaus hat auch die Methode des Aufbrühens Einfluss auf die Zusammensetzung. Keine Studie zieht all diese Variablen in Betracht und so können die Ergebnisse für zwei verschiedene Kaffeesorten grundverschieden ausfallen.

4) Unbekannte Stoffe: Kaffee, Kakao, Wein und viele andere Lebens- und Genussmittel haben einen sehr komplexen Geschmack gemein. Gebildet wird dieser durch eine Vielzahl von Stoffen und einen Großteil dieser Stoffe haben wir noch nicht identifiziert. Wir wissen also noch gar nicht, womit wir es genau zu tun haben.

5) Disziplin: Die meisten Studien zu diesem Thema sind epidemiologisch, basieren also auf Statistiken. Deren Aussagekraft ist jedoch selten besonders groß und lässt sich je nach Perspektive auch unterschiedlich beurteilen.

Wissen wir also gar nichts über Kaffee?

Wir wissen durchaus einiges über Kaffee. Wir wissen, dass er Koffeein enthält und dass in ihm Antioxidantien stecken. Und wir wissen, dass er für den einen oder anderen eine Sucht und für viele eine Gewohnheit ist. Wir wissen auch, dass Koffein ein Gesundheitsrisiko sein kann und dass genau darauf die meisten gesundheitlichen Probleme oder Vorwürfe gegenüber dem Kaffee beruhen.

Doch ob Kaffee nun leistungssteigernd oder leistungsmindernd wirkt, selbst darüber streiten sich die Gelehrten. Offenbar kommt es auf die Dosis an: Einige recht fundierte Theorien zeigen auf, dass ein ständiger Kaffeekonsum zu einer Art Gewöhnungseffekt des Körpers führt und der Mensch dann den Kaffee benötigt, um überhaupt seine normale Leistungsfähigkeit zu erreichen.

Aber Kaffee enthält doch gesunde Antioxidantien!

Oh ja, das tut er. Und er enthält Koffein und oft auch Toxine und Schimmel. Dass Kaffee vor Krebs schütze, führen einige Wissenschaftler auf die Antioxidantien zurück. Natürlich feiern manche Kaffeefans dies gerne mit dem Motto "Kaffee gegen Krebs!"

Doch Antioxidantien gibt es auch in anderen, weit weniger umstrittenen und verarbeiteten Lebensmitteln, zum Beispiel in Heidelbeeren. Dort auch ohne Koffein, und viel häufiger ohne Toxine und Schimmel.

Ebensowenig wie Mineralstoffe ein zwingender Grund sind, Getreide zu essen, sind also Antioxidantien ein Grund dafür, Kaffee zu trinken.

Kaffee und Sucht

Für viele Menschen gehört der Kaffee am Morgen einfach dazu. Und der Kaffee danach und der danach und der vor dem Mittagessen und danach und natürlich zum Kaffeetrinken. Wir trinken unglaublich viel Kaffee und man könnte den Eindruck gewinnen, er mache süchtig. Und auf gewisse Weise tut er das sicherlich.

"Ohne meinen Kaffee kann ich nicht!" ist allerdings eine Illusion, eine Lüge. Kaffee ist für viele nichts anderes als eine Gewohnheit, von der sie nur schwer lassen können. Eine psychologische Abhängigkeit. Eine Krücke. Niemand stirbt dadurch, dass er keinen Kaffee trinkt.

Wer Kaffee jedoch so gerne trinkt und ihn gar für wichtig für den Alltag hält, der ist auch meist versucht, sich genau die Aussagen und Studien herauszupicken, die den Kaffee in positivem Licht darstellen. Er oder sie klammert sich an jeden Grund, Kaffee zu trinken.

Ist Kaffeetrinken ungesund?

Nehmen wir für einen Moment an, Kaffee sei nicht ungesund; ist Kaffeetrinken dann so schlimm? Ist es schlimm, süchtig nach Kaffee zu sein? Das muss jeder mit sich selbst ausmachen. Einen Stoff nur aus Gewohnheit oder aufgrund einer psychologischen Abhängigkeit zu konsumieren, halte ich für problematisch. Besonders, wenn seine gesundheitliche Wirkung so umstritten ist, wie die des Kaffees. Nachweislich problematischer als der Kaffee selbst ist das, was oft mit seinem Konsum einhergeht: Milch und Zucker. Milch kann gesundheitlich problematisch sein, Zucker hat in größeren Mengen negative Wirkungen auf die Gesundheit (ein Würfel/Teelöffel/10g pro Tasse sind bei 6 Tassen pro Tag durchaus eine signifikante Menge).

Meine Empfehlung ist daher, es mal eine Zeit lang ganz ohne Kaffee zu versuchen, um zu schauen, wie gut das Leben auch ohne funktioniert. Wer sich dennoch Kaffee im Leben wünscht, sollte vielleicht versuchen, ihn pur zu trinken: Ohne Zucker, ohne Milch.

Nach all diesen Überlegungen lohnt sich zur Frage der Gesundheit ein Blick auf eine aktuelle Studie der Harvard School of Public Health: Sie zeigt einen engen Zusammenhang zwischen Kaffeekonsum und Langlebigkeit. Ein höherer Kaffeekonsum geht mit geringerer Sterblichkeit besonders durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, neurologische Erkrankungen und Suizid einher. Das ist wohlgemerkt lediglich ein statistischer Zusammenhang: Es ist nicht nachgewiesen, ob Kaffee die Ursache dieser Veränderungen ist.

Kaffee ohne Milch? Schmeckt doch gar nicht!

Wenn der Kaffee ohne Milch und Zucker nicht schmeckt, sollten Sie darüber nachdenken, warum Sie ihn überhaupt trinken. Mögen Sie wirklich den Geschmack des Kaffees oder eher den der Milch? Wenn es der Kaffee ist: Was halten Sie davon, mal eine andere, durchaus auch teurere Sorte zu kaufen, die anders schmeckt, vielleicht weniger bitter oder sauer?

Haben Sie überhaupt die Brühmethode optimiert und damit experimentiert? Es gibt keine Regeln, die man nicht brechen könnte. Schon nach einer halben Stunde des Warmhaltens sinkt der pH-Wert des Kaffees um rund 10%, er wird mit fortschreitender Zeit immer saurer.

Wie ein optimal Kaffee gebrauter Kaffee ist, ist Anssichtssache, doch die meisten Kaffeeliebhaber (und Sie sind einer, sonst würden Sie doch keinen Kaffee trinken, oder?) sind sich einig, dass die billigen Plastik-Filterkaffee-Maschinen zu den geschmacklich weniger vorteilhaften Methoden gehören.

Ist alles optimiert und der Kaffee schmeckt ohne Milch und Zucker noch immer zu bitter? Warum bereiten Sie ihn nicht mal etwas weniger stark zu? Wenn auch das nicht hilft: Rühren Sie eine kleine Prise Salz ein. Salz reduziert die Bitterkeit und lässt sich in geringen Mengen nicht herausschmecken.

Butterkaffee, Bulletproof, Kokosmilch und noch mehr Probleme

Eine Alternative zur herkömmlichen Milch wäre Kokosmilch. Diese ist jedoch recht fetthaltig. Wer größere Mengen Kaffee trinkt, nimmt auf diesem Wege viele Kalorien in flüssiger Form zu sich und kann unbemerkt einen Dickmacher zur Gewohnheit machen. Ein Grund mehr, in diesem Fall nur noch wenig Kaffee zu trinken.

Das gilt auch für den sogenannten Butterkaffee, also Kaffee, der mit mehr oder weniger großzügigen Menge Butter verrührt wird. Dadurch umgeht der Genießer die problematischen Inhaltsstoffe der Milch weitestgehend, konsumiert allerdings noch viel mehr Fett als durch Kokosmilch.

Als besonders gesund, geradezu als Wundermittel wird der kugelsichere Kaffee, der Bulletproof Coffee angepriesen: Kaffee mit Butter und MCT (meist Kokosfett). Geradezu wundervolle Wirkungen soll dieser Kaffee haben und das ist natürlich eine gute Ausrede, nicht auf Kaffee zu verzichten. Der Mann, der diesen Kaffee so anpreist, hat sich den Namen Schützen lassen und verkauft, wer hätte das gedacht, ganz speziellen, optimierten Kaffee. Denn natürlich ist dieser Kaffee nur dann optimal, wenn die Bohnen optimiert sind. Zweifelsohne können Kokosöl und Butter durchaus positive Wirkungen haben, doch dafür braucht es keinen Kaffee und es bleibt dabei, dass diese Fette einen hohen Energiegehalt haben. Mehr Bedenken äußert Sascha Fast in seinem ausführlichen Artikel.

Alternativen zum Kaffee: Tee oder Kakao oder... Wasser!

Auch Tee und Kakao sind nicht völlig unumstritten, jedoch offenbar weitaus weniger problematisch als Kaffee. Auch an sie kann man sich gewöhnen, fairerweise ist also auch hier Vorsicht geboten. Doch auch geschmacklich scheinen sie in der Regel weit weniger problematisch zu sein. Tee pur zu trinken bereitet weitaus weniger Menschen unbehagen und an den vielleicht zunächst fremden Geschmack des Urgeschmack-Kakaos gewöhnt man sich schnell.

Der kleinste gemeinsame Nenner, eine universelle Lösung ist jedoch Wasser. Oder heißes Wasser. Sich mit Wasser zu vergiften erfordert schon einige Anstrengung und so ist es das optimale Gertränk für den Normalzustand. Um sich mit Flüssigkeit zu versorgen, sich ein wenig aufzuwärmen, einen Grund zu haben, mal aufzustehen und nachzufüllen, ist Wasser hervorragend geeignet. Das schließt den gelegentlichen Genuss (!) von Kaffee, Tee oder Kakao nicht aus, verweist diese Getränke aber zurück auf den Platz, von dem sie eigentlich stammen: Es sind ursprünglich Genussmittel für den gelegentlichen, bewussten Verzehr.

Fazit

Kaffee ist nicht lebenswichtig. Kaffee enthält nach derzeitigem Kenntnisstand keine gesundheitsförderlichen Stoffe, die wir nicht anderswo bekommen. Kaffee kann potentiell gesundheitsschädigende Stoffe (Schimmel, Toxine) enthalten.

Eine Abhängigkeit von Kaffee scheint kaum erstrebenswert, ebensowenig der gedankenlose Konsum eines umstrittenen Getränks.

Es scheint sinnvoll, den Kaffeekonsum kritisch zu betrachten, vielleicht ganz zu verzichten oder ihn zu ritualisieren: Bohnen selbst mahlen, kleine Portionen selbst aufgießen und Kaffee vor allem nicht nebenher und beiläufig trinken, sondern aktiv und bewusst genießen. Dies schult zudem die Geschmacksnerven. Ein bis zwei Tassen guten Kaffees pro Woche sind gewiss unproblematisch. Die Rarität erhöht den Reiz. Dann leistet man sich vielleicht auch mal teurere, nachhaltig und sozial verantwortlich produzierte Bohnen.

Ob nun Kaffee, Tee, Kakao oder Wasser: Heiß soll es in der Regel sein. Wer noch einen Wasserkocher sucht, dem empfehle ich aus gesundheitlichen und geschmacklichen Gründen – Plastik beeinflusst den Geschmack und stellt ein Gesundheitsrisiko dar – ein Gerät mit Glas oder Edelstahlbehältnis. Die Suche danach gestaltet sich schwieriger als man meinen würde, denn viele Glas- oder Edelstahlmodelle enthalten dann doch noch Plastikteile im Inneren. Ein entsprechendes Modell ist der Ottoni Fabrica 1,7L 2400W Wasserkocher* aus italienischer Produktion mit europäischen Bauteilen. Das Gerät hat ein gutes Fassungsbevermögen, schaltet früh bei Erreichen der Siedetemperatur ab, lässt sich gut handhaben, ist elegant designt und wird mit einem Edelstahlfilter geliefert. Das Teil ist nicht billig, hat allerdings meiner Ansicht nach einen angemessenen Preis.

Und ein kleines Kaffee-Besteck für's Ritual:

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37 Kommentare zu “Ist Kaffee gesund oder ungesund?

Bitte seien Sie nett zueinander.
  1. reni

    ich bin ein großer mate-fan. mate enthält koffein, aber in einer form, die besser vom körper aufgenommen wird, mate gibt keinen kick, hält aber langfristig munter. so die literatur.
    oder gibts da andere meinungen? hat mate auch etwas ungesundes an sich? bestimmt.

    wasser zu trinken ist sicherlich das gesündeste und einfachste, aber…
    das hiesige leitungswasser schmeckt nicht so toll weil es sehr viel kalk enthält. mineralwasser in flaschen zu kaufen find ich noch schlimmer. und selbst das schmeckt nicht viel besser. und sich einen filter oder sonstige technik zum wasser-aufbereiten anzuschaffen kommt für mich ebenfalls nicht in frage.
    als ich klein war, lebten wir auf dem land und man hatte die möglichkeit natürliches wasser aus dem brunnen zu trinken, es gab dort auch viele quellen und bächer, wo man es sich holen konnte und es schmeckte fantastisch. heute lebe ich in einer großstadt, von bächern und quellen kann ich nur noch träumen.
    geschmack kann sich umstellen. ja, vlt, ich kanns mir abgewöhnen süßes zu essen, aber nur noch wasser zu trinken – das kann ich mir nicht mehr vorstellen, nicht unter meinen heutigen lebensumständen.

  2. Petra

    Ich betrachte diesen Kaffee-ist-ungesund-Trend sehr kritisch. Nach kurzer Recherche finde ich kaum Beweise für eine gesundheitsschädliche Wirkung (gemäßigten Konsum vorausgesetzt), aber eine ganze Menge positiver Studien über die gesundheitsfördernde Wirkung (http://www.alpha-mann.com/12-beweise-warum-kaffee-extrem-gesund-ist/ , http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/kaffee-wirkt-eher-positiv-auf-die-gesundheit-als-negativ-a-835941.html und weitere).

    Inwiefern Schimmel beim Kaffeekonsum schädlich ist, ist mir nicht ganz schlüssig.

    1. Felix

      Hallo Petra,
      schön, dass du es kritisch beäugst. Warum beäugst du dann nicht beide Seiten kritisch?

      Deine “Beweise”, dass Kaffee “extrem gesund” sei, stützen sich überwiegend auf Statistiken, auf Epidemiologie, statt auf Nachweise nach dem Prinzip von Ursache und Wirkung.

      Im Übrigen sehe ich da keinerlei Trend.

      Was den Schimmel angeht: Dass Schimmel ungesund sein kann weißt du? Dass nicht jeder Kaffee geröstet wird auch? Dass Mykotoxine oft hitzeresistent sind auch? Gut.

  3. Björn

    Hi Felix,

    ich habe auch immer eine Tasse Kaffee morgens getrunken. Ganz selten mal noch eine zweite. Letzten Monat beschloss ich dann, es mal für 30 Tage ohne Kaffee zu versuchen und ich muss sagen ich war schockiert. Die ersten 5 Tage hatte ich Entzugserscheinungen wie Kopfschmerzen, Reizbarkeit und keine Energie obwohl ich “nur” eine Tasse täglich getrunken hatte. Das allein reicht mir schon aus um zu sagen, dass Kaffee nicht gut für mich ist. Nachdem ich die Entzugserscheinungen überwunden hatte ging es mir besser als zuvor. Ich hatte konstante Energie über den ganzen Tag. Ich konnte leichter einschlafen und wachte ausgeruht auf.

    Ich werde in Zukunft auch auf Kaffee verzichten, auch wenn es schwer ist.

    Gruß Björn

  4. Boris Lewandowski

    Weil hier öfters “Fair Trade” gefallen ist… “Wenn ein Kaffeebauer in Honduras seine Ernte für den Börsenpreis verkauft (in dem Fall 142 US Cents/lb), dann macht er pro Kilo einen Verlust von knapp 83 US Cents, was ziemlich massiv ist. Wenn der Spezialitätenkaffee-Bauer hingegen für 3 USD seinen Kaffee verkaufen kann, dann macht er pro Kilo einen Gewinn von 88 US Cents. Wohlgemerkt: 3 USD entsprechen dem doppelten Preis der heutigen Fair Trade Standards wie sie z.B. Max Havelaar bezahlt.” (Quelle: https://madmimi.com/s/f98b75)

  5. John

    Hallo!
    Wollte kurz, auch weil ich auf youtube auf Deinen Beitrag zu “Kaffee, Amaranth und Abnehmen” gestossen bin.
    Meiner Erfahrung nach saettigt der Kaffee mit Butter enorm. Die ersten Male bekam ich Durchfall durch den hohen Fettgehalt, aber nach 3-4 Mal hat sich mein Koerper, wohl auch durch die allgemeine Umstellung meines Stoffwechsels hin zur besseren Fettverdauung, war da kein Probelm mehr.
    Ich messe nicht, wie viele Gram Butter in den Kaffee kommen. Kokusnussfett kommt nicht rein, weil mir von dem Geschmack schlecht wird, aber beim Bulletproof Kaffee benutzt der Kerl auch “Brain Octane Oil”. Ich weiss nicht, ob es noch nach Kokusoel schmeckt, aber es ist ein MCT, was 18mal staerker wirken soll.
    Ich sehe das so, dass dieser Bulletproof Kaffee auf mehreren Zeitebenen und Wirkungsebene seine Wirkung entfalten soll, aber ich kann es leider nicht bestaetigen, weil ich es nicht ausprobierbar kann. Ich glaube, dass die Butter den Hunger nimmt, das kann ich bestaetigen, und in Kombination mit dem Kakusnussoel einen Extraschub der Gehirnaktivitaet gibt. Man ist gut drauf, kann arbeiten, wie geoelt. Zumindest hatte ich den Schub, als ich mir Kokusnussoel in den Kaffee gegeben habe, erstmalig und einmalig erfolgreich. Keine Ahnung, warum mein Magen jetzt darauf revoltiert.

    Nun, was ich noch anmerken sollte, wegen der angesprochenen Kilokalorien. Der Typ, der bulletproof als Loesung vorschlaegt, ernaehrt sich anders als ein Grossteil der Leute. Der Typ ist wenig Kohlenhydrate (<100g pro Tag) und praktisch laeuft sein Koerper auf optimaler Fettverbrennung. Seiner Erfahrung nach ist das Kalorienzaehlen hinfaellig, wenn man auf Fettverbrennung ist. Er ist fuer 2 Jahre lang 4500 Kilokalorien gefahren und hat wahnsinnig abgenommen. Da gibt es eine Podcast zu mit einem Arzt, Dr. Dominic D'Agostino, der sich ebenfalls ketogen ernaehrt und einiges dazu aus wissenschaftlicher Sicht auf youtube praesentiert. Das 4500 Kilokalorien-Experiment war allerdings nicht nebenwirkungsfrei.

    Ich wollte aber an dieser Stelle anmerken, dass Leute, die Kohlenhydrate als Hauptantriebsquelle waehlen vorsichtig mit dem Fett, also auch mit dem fetthaltigen Kaffee sein sollten, und Beitraege, die Kohlenhydrate als bessere Ernaehrungsweise vorschlagen, grundsaaetzlich vor Fettverzehr als unvorteilhaft warnen. Tiefer eingestiegen bin ich nicht, denn offenbar ist es eine timing-Sache, wann Fett und Glykose im Blutkreislauf fuer die Zellen vorteilhaft bzw. nachteilig sein sollen, weil sie Prozesse behinden sollen, aber da weiss ich nicht so viel von. Wer aber Kohlenhydrate isst und Glykoseenergie als Hauptenergiequelle nutzt, muss ganz sicher aufpassen, nicht zu viel Butterkaffee zu trinken, weil das Hungergefuehl ein anderes sein kann. Meiner Erfahrung nach passiert bei der Umstellung von Kohlenhydrate zu Fett eine Verschiebung, weil die Abhaenigigkeit vom Zucker gekappt wird und man diesen Kick nicht mehr braucht, um aus dem Zuckerloch herauszukommen.

    Mein Koerper erwartet keine Kohlenhydrate mehr und hat daher weniger Hunger als vorher. Die Vorzuege des Butterkaffees werden nicht durch eine kohlenhydrathaltige Ernaehrungsweise verdraengt. Und die Vorzuege der Hungerreduktion und geistigen Wachheit haben sicherlich ueber den Zeitraum der Gewoehnung an eine fettreiche Ernaehrungweise zugenommen.

    1. Felix

      Hallo John,

      das ist alles nichts neues. Natürlich sättigt Butter, natürlich haben MCT ihre Wirkung und natürlich ist Butter mit Kokosöl eine interessante Kombination. Aber dafür braucht man keinen Kaffee, nur darum geht es mir.

      Was die Kalorien bzw den Energiehaushalt angeht: Es überrascht nicht, dass man auch mit 4500kcal täglich abnehmen kann. Wenn man sich entsprechend ernährt und verhält, steigt auch die körperliche Aktivität. Das schreibe ich hier bei Urgeschmack immer und immer wieder. Natürlich geht es also nicht um kcal alleine – und doch zählt am Ende der Energiehaushalt. Wer nicht auf die Signale seines Körpers hört, sich nicht bewegt wenn der Körper danach schreit, der nimmt auch mit wenig Kohlenhydraten zu.

      Hungerfrei durch Butter bzw. Fett geht definitiv auch ohne Kaffee.

  6. Andy

    Hi Felix,

    Ich hab den Kaffee(Cappu.) momentan von 2 bis 3 Tassen täglich auf eine reduziert. Trinke jetzt besseren beim “Kaffeekocher” auf dem Wochenmarkt oder in einer kleinen Kaffeerösterei ohne Zucker und Milch. Ab u. an ist ein guter Keks dabei. Geht das so in Ordnung?. 2x Kaffee pro Woche ist sehr wenig. Ich freu mich riesig auf den guten Kaffe(meist Sidamo ) , da ich sonst nur klares Wasser trinke und am Abend meinen Wein( 3 bis 5 Tage pro Woche)

    Wein ist mein Beruf

    Trink den Kaffee allerdings nie vor dem Essen, soll wohl laut Bankhofer so besser verträglich sein..

    lg Andy

    1. Felix

      Geht das so in Ordnung?

      Du darfst und kannst alles essen und trinken. Du musst es selbst entscheiden und verantworten.

      2x Kaffee pro Woche ist sehr wenig.

      Das ist relativ.

      1. Andy

        bzw. sehr wenig, wenn man nicht raucht, nur ab und an mal ein guten Wein trinkt, keine softgetränke, nur gute Schokolade:-)

        Bleibt ja nur Wasser.

  7. Alexandra

    Hallo Felix,
    wie schaut es mit Malzkaffee (z.B. Caro) aus – empfehlenswert oder nicht empfehlenswert ?
    lg, Alexandra

  8. Susi

    Ich muss zugeben: Morgens brauche ich schon einen Kaffee um etwas wach zu werden, aber sonst am Rest des Tages kann ich auch sehr gut andere Sachen trinken! Es wird ja schob seit längerer Zeit darüber diskutiert, ob Kaffee gesund oder ungesund ist und niemand kann eigentlich eine wirklich treffende Aussage darüber treffen! Dieser Artikel begründet es eigentlich! Es sind wirklich viele gute Informationen darin! Dankeschön 🙂

  9. Päivi

    Ich trinke viel und gerne Kaffee, aber nur entcoffeinierten, da ich kein Coffein vertrage. Was würdest du über Kaffee ohne Coffein sagen?

    1. Felix

      Die Meinungen dazu gehen sehr weit auseinander. Bist du sicher, dass du kein Coffein verträgst? Es gibt auch andere problematische Stoffe im Kaffee und bei vielen wird die “Unruhe” nicht durch Coffein ausgelöst.
      Das Coffein wird einigen Berichten zufolge durch einen eher schädlichen Prozess ausgelöst, nämlich mit Hexan – insofern würde ich davon die Finger lassen. Darüber hinaus gehen dabei auch einige der wertvollen Pflanzenstoffe verloren.
      Um also deine Frage zu beantworten: Ich würde sagen, lieber gar keinen Kaffee als entcoffeinierten.

  10. Kathy

    Hallo Felix,
    vielen herzlichen Dank für Deine Recherche und ausführlichen Berichte.
    Auf den morgendlichen Kaffeegenuss werde ich wohl nie längere Zeit verzichten mögen. Ich habe sehr viele und sehr hochwertige Sorten probiert, mit besonderem Augenmerk auf Bio-Anbau und damit verbunden Fairtrade, bin aber allein des guten Geschmacks wegen bei einer (ebenfalls teuren) Sorte hängen geblieben, die weder Bio-Anbau noch ein Fairer-Handel-Zertifikat aufweisen kann. Für bloß eine Tasse am Tag gehe ich diesen Kompromiss allerdings ohne schlechtes Gewissen ein.
    Da ich Milch nicht besonders gut vertrage, trinke ich den Kaffee seit Jahres mit aufgeschäumter Soja-Milch. Das entspricht ungefähr 50 ml Sojamilch pro Tag. Du empfiehlst den Verzicht von Sojamilch. Welche Alternativen habe ich? Bei SÄMTLICHEN Ziegenprodukten überkommt mich ein Brechreiz – nicht aus Allergiegründen sondern wegen des Geschmacks, auch wenn nur ein Anteil davon irgendwo enthalten ist – ich schmecke es garantiert heraus, habe schon das ein oder andere Produkt weggeworfen (Pizza mit Feta mit Ziegenmilchanteil, Käse, Joghurt, Ziegenwurst – bäh).
    Könnte Mandelmilch genommen werden?
    Nun noch ein Hinweis zu den Glas- und Edelstahlwasserkochern:
    Ich habe mir für zu Hause einen Glaswasserkocher angeschafft, allerdings im Nachhinein festgestellt, dass auch dieser Glasbehälter nicht gänzlich frei von Plastik ist, nämlich in der Verbindung des Glaskolbens zur Heizplatte wurde als Füllmaterial zur Abdichtung Silikon benutzt. Bitte beim Kauf eines solchen Wasserkochers beachten.
    Bei der Suche nach Ersatz bin ich auf genau den von Dir beworbenen Ottoni Fabrica gekommen und muss sagen, das Teil arbeitet seit 1,5 Jahren einwandfrei und das Wasser kommt garantiert nicht mit Plastik in Berührung. Seit ich den Film “Plastic Planet” gesehen habe, möchte ich weitestgehend auf Plastik verzichten, was allerdings auch sehr schwer ist.
    Lg Kathy

  11. Markus

    Kürzlich gabs noch ne Doku vom zensierten Desinformationsfernsehn (ZDF) auf Youtube in der beleuchtet wurde welche unglaublichen Mengen von Pestiziden beim Abau der Bohnen verwendet werden. Die Bohnen wurden nicht nur beim Wachstum, sondern auch nach der Ernte noch mit MEGADOSEN von dem Zeug besprüht. Am Ende kam dann heraus, dass im Endprodukt aber davon nix an kommt, weil beim abschließenden Rösten alles abgebaut wird. Den Plantagenarbeitern und allen anderen Lebewesen in den betroffenen Gebieten nützt das natürlich wenig
    Gruß Markus

  12. Claudia

    Ich finde den Artikel und die anschließende Diskussion von Kaffeegegnern und Kaffeeliebhabern sehr interessant, da so das Thema von allen Seiten beleuchtet wird. Ich zähle mich auch zu den Kaffeeliebhabern, nutze Kaffee aber als Genussmittel und nicht als Lebensmitteln des täglichen Konsums. Kaffee als gesundheitlich förderlich anzupreisen und somit gezielt auf den Konsum erhöhen zu wollen ist für mich eher eine Marketingstrategie als eine Möglichkeit zur Erhaltung der Gesundheit. Ich sehe Kaffee als Genussmittel wie Schokolade oder Wein – in Maßen konsumiert gesundheitlich unbedenklich und eine Gaumenfreude, in Massen verzehrt jedoch eher schädlich. Generell glaube ich, dass man Genussmittel eher spärlich und wirklich bewusst konsumieren sollte. Somit wird das Stückchen Schokolade dann wirklich mit allen Sinnen wahrgenommen und nicht achtlos nebenbei reingestopft. Außerdem kauft man dann eher qualitativ hochwertige Produkte, die ihr Geld auch wert sind.

  13. Julian

    Ist es nicht so, dass die Röstung der Kaffeebohnen auch Krebserregend wirken können?
    LG Julian

    1. Felix

      Du meinst die Nitrosamine? Soweit ich sehen konnte, entstehen die zumindest bei der sorgfältigen Röstung von Kaffee und Kakao nicht oder sie spielen im Endprodukt keine Rolle.

  14. Pingback: Schmausepost vom 11. April 2014 - Newsletter | Schmausepost

  15. Nadja

    Hallo Felix,

    toller Artikel. Ich selber habe mir den Kaffeegenuss vor drei Monaten abgewöhnt. Ohne Milch schmeckt er mir einfach nicht und ich habe gelernt, dass der Verzicht erheblich zu einer Reduktion meines Kortisollevels beiträgt. Ich gönne mir einmal pro Woche einen guten Kaffee und das passt. Sonst gibts grünen Tee.

    Diese Woche habe ich aus irgendeinem Grund auf einem Seminar wieder etwas mehr Kaffee getrunken und es heftigst gemerkt, dass mein Körper das nicht mehr gewohnt ist. Leider muss ich nun auch mit allen Konsequenzen wie einem kurzfristigen Akne-Schub leben.

    Für Leute mit Unverträglichkeiten oder solche, die besser nach AIP leben sollten, ist Kaffee daher meines Erachtens fast schon ein No-Go.

    Herzliche Grüße,

    Nadja

  16. Ruppert

    Wenn man sich mit Kaffee befasst und mit Kleinröstern und Baristi spricht, lernt man recht schnell etwas, das ohnehin klar sein sollte, weil es für ALLE Lebensmittel gilt. Die Qualität ist beim Kaffee entscheidend. Qualität des Rohstoffes und in der Verarbeitung.

    Will sagen: Die Belastung mit Mycotoxinen kommt daher, dass Großröster an jeder Station der Lieferkette massiv sparen. Die Bohnen werden vor der Ernte heftigst mit Pestiziden behandelt, nach der Ernte und Entpulpung nicht richtig getrocknet und der Großröster bläst dann solange Heißluft drauf, bis alles, inklusive des schimmeligen Abfalls, praktisch zu winzigen Kohlebriketts verbrannt ist.

    Kaffee in Maßen (statt in Massen, wie leider in vielen Büros/Haushalten üblich) ist schon in Ordnung. Es sollte nur nicht unbedingt die Feine Milde sein, sondern am besten frisch gerösteter Kaffee eines lokalen Kleinrösters, der im Idealfall transparente Direct Trade Beziehungen zu Kaffee-Kleinbauern unterhält und Auskunft über Anbau, Verabeitung und Röstung geben kann. Diesen Unterschied schmeckt man dann auch.

    Ein halbes Pfund Kaffee kostet dann allerdings auch so viel wie ein Kilo vom Großröster.

    Aus eigener Erfahrung kann ich dann noch sagen, dass ich Kaffee nur des Geschmacks wegen trinke und auch locker tage- oder wochenweise ohne Entzugserscheinungen drauf verzichten kann.

    Wer die Stimulanz braucht, sollte in der Tat wie Felix es empfiehlt mal Alternativen testen (grüner Tee, Mate Tee, weißer Ginseng…).

    1. Felix

      Wenn man sich mit Kaffee befasst und mit Kleinröstern und Baristi spricht, lernt man recht schnell etwas,

      Neben der von dir genannen Information muss man sich dabei leider zusätzlich mit einem großen Haufen Missinformation auch dieser “Fachleute” auseinandersetzen. Es ist zum Haareraufen, was einige von den Jungs erzählen oder wie ignorant sie bezüglich der Herkunft teilweise sind.

    2. Norbert

      Zum Preis von hochwertigem Kaffee: Ich kaufe einen sehr hochwertigen Fairtrade Kaffee. Der ist zwar entspechend kostspielig, aber immer noch billiger als Kapselespresso. Zudem habe ich eine plastikfreie Zubereitungsmethode: Keramikfilterhalter und mit Wasserkocher erhitztes Wasser.

  17. Petra

    Ich bin eine richtige “Kaffeetante” und musste mir wegen Unverträglichkeit die Milch in meinem Kaffee hart und schnell abgewöhnen.

    Als Alternative habe ich für mich tatsächlich den kugelsicheren Kaffee entdeckt, auch wenn er bei Dir nicht so gut wegkommt, Felix. (Kann ich nachvollziehen, denn ein Allheilmittel ist er sicher nicht).
    Ich trinke ihn wegen dem Geschmack, nur morgens, drei Tassen mit einem Teelöffel Butter und einem Teelöffel Kokosöl aufgemixt, hat ähnliche Konsistenz und den Schaum von einem Latte Macchiato.

    Dafür nehme ich dann beim Kochen einfach etwas weniger Fett als sonst, dann stimmt es auch mit den Kalorien wieder 🙂

  18. Volker

    Hallo Felix,
    ein schöner Bericht, allerdings gefallen mir die Unold Glas/Edelstahl Wasserkocher besser, die gibt es auch für kleinere Geldbeutel.
    Und guten , vernünftig gehandelten Kaffee gibt es bei Coffee Circle, genauso
    wie Hario Filterträger oder Chemex Karaffen oder Bayreuther Kaffeebereiter mit Keramik filter.
    Und wenn man sich dann Sonntagsmorgens etwas Zeit nimmt, den Kaffee sorgfältig und in Ruhe zubereitet ist er eine Offenbarung.
    Man möchte dann ‘normalen’ Automaten oder Filtermaschinenkaffee(plörre) gar nicht mehr,
    er schmeckt einfach nicht.

    Grüße
    Volker

  19. Maik

    Hi,
    irgendwo meinte ich gelesen zu haben, dass ein regelmäßiger Kaffeegenuss den Magen entsprechend abhärtet gegen die Verdauungsfördernde Wirkung von Kaffee.
    Ich selbst trinke viel Kaffee, fast nur vormittags, 3 Tassen a jeweils 1 gehäufter Teelöffel löslicher Kaffee ohne Zucker mit ganz wenig Milch. Teilweise ohne Frühstück, sonst gibt es vornweg etwas Gemüse/Obst (halbe Gurke o. 1 Paprika o. Mango o. Apfel).

    Als Alternative zum Kaffee habe ich mal eine Tasse Matscha-Tee probiert, schmeckt mir leider gar nicht. Normaler Tee ist mir von der Konsistenz zu flüssig, klingt vielleicht doof.

    Wenn gebrühter Kaffee nach gewisser Zeit sauer wird, dürfte seine ungesunde Wirkung doch zunehmen, oder? Ich trinke zuhause am Sonntag oft noch den Rest von Samstag morgen, besonders sauer oder bitter finde ich den nicht.

    1. Felix

      Wenn gebrühter Kaffee nach gewisser Zeit sauer wird, dürfte seine ungesunde Wirkung doch zunehmen, oder?

      Nicht zwingend. Der pH-Wert allein bzw ein saurer Geschmack hat nicht unbedingt eine Auswirkung auf den Säure-Basen-Haushalt.

  20. Heidi

    Sehr schönes statement von Sebastian. Ich habe vor 2,5 Jahren mir den Kaffee abgewöhnt und hatte dabei echte Schwierigkeiten. Nicht wegen der Psyche, sondern physisch. Jetzt trinke ich nur noch welchen, wenn ich mich mal mit wem auf einen Kaffee treffe oder wenn ich, wie jetzt gerade, durch Italien tingel und in den B&B’s morgens in den Frühstückraum gehe, um Leute zu treffen. Und der Kaffee/espresso in Italien ist definitv gaaaanz anders als in DE. Nix von bitter. Natürlich ohne Zucker und Milch. Der sogenannte deutsche Kaffee zieht mir die Socken aus, so bitter ist der meist. Genuss wäre da etwas anderes für mich.

  21. Sebastian Bechtel

    Hallo Felix!

    Direkt zum Anfang eine Frage rein aus Interesse: Wie sieht dein persönliches Konsumverhalten von Kaffee aus? Trinkst du überhaupt Kaffee? Und wenn ja, ich nehme an schwarz, weil er dir so am besten schmeckt oder weil Milch und Zucker zu problematisch sind?

    Ich persönlich trage definitiv dazu bei, den Schnitt nach oben zu ziehen. Allerdings würde ich mich – trotz der großen Menge – als Genießer bezeichnen. Ich kaufe nur qualitative Bohnen aus Fairtrade-Handel, mahle die Bohnen frisch (und als Tipp für die Leute, die jetzt von Pulver auf Bohne umsteigen wollen, sehr (!!) grob) und brühe den Kaffee dann in einer FrenshPress auf (und da muss ich deinem Artikel auch widersprechen, ein wahrer Italiener muss her, deshalb Bialetti statt Bodum ;)). Der Kaffee, der dabei entsteht, hat nichts mit dem zu tun, was man gewöhnlich so vorgesetzt bekommt; Ein guter Kaffee ist definitiv nicht bitter (und das hängt nicht von der Stärke ab, ich kann einen Kaffee kochen, bei dem der normale Kaffeetrinker nachts kein Auge mehr zu bekommt, und er wird dem Jenigen wie Blümchenkaffee vorkommen)! Deshalb ergibt sich auch gar kein Bedarf für Milch oder Zucker (ich trinke auch schlechten Kaffee schwarz, aber gut schecken tut’s nicht). Und last but not least, deshalb trinke ich so viel Kaffee, weil man mit etwas Wissen und Geschick ein Getränk zubereiten kann, dass einfach und ohne irgenwelche Beimischung, köstlich schmeckt.

    Wenn ich keinen Kaffee bekomme, ist auch OK, ich brauche auch keine Studien um mich dazu zu motivieren, sondern für mich ist Kaffee ein Stück leben, dass ich nicht zwingen brauche, aber das mir das leben doch ein wenig schöner macht, ähnlich Musik, die ich auch zum Leben nicht brauche, aber trotzdem täglich konsumiere, um mir das Leben zu verschönern.

    Das also das Statement aus dem Blickwinkel von jemandem, der ein absoluter Kaffeefan ist. Und um auf meine Eingangsfrage an dich noch mal zurück zu kommen, ich glaube jetzt einfach mal, dass du kein Kaffeefan bist und das daher, also unserem verschiedenen Bezug zum Thema, auch die verschiendenen Einschätzungen her resultieren 😉

    VG Sebastian

    1. Felix

      Hi Sebastian,
      ich finde Kaffee toll. Aber ich versuche, mir vom Genussmittel nicht die Objektivität nehmen zu lassen.

      Was ich nicht verstehe: Wenn du Kaffee magst, warum trinkst du dann schlechten Kaffee?

      1. Sebastian Bechtel

        Hi Felix,

        wenn ich es selbst in der Hand habe, trinke ich keinen schlechten Kaffee, aber wenn er mir angeboten wird, weiß ich natürlich vorher nicht, ob der Kaffee, den ich nun bekommen werde, gut oder schlecht ist.

        VG Sebastian

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