Zu einem Rind gehören auch zwei Nieren. Die möchte heutzutage kaum jemand haben – wenn man zum Beispiel ein viertel Rind kauft, bekommt man sie oft gratis dazu. Im heutigen Video zeige ich, wie man so eine Niere zubereiten kann. Sicher ist wie jedes andere Lebensmittel auch die Niere nicht nach Jedermanns Geschmack. Doch einen Versuch ist sie auf jeden Fall wert.

6 thoughts on “Urgeschmack-TV Ep. 70: Rinderniere

  1. Nieren werden durch Hitze hart, im Folgenden ein Beispiel Rezept:

    Schweine-Nieren auf Hohenloher Art: in passenden Topf auf den Boden legen, mit Milch vollständig begießen; 30 – 60 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Auf dem Herd bei kleinster Flamme bis 80° erwärmen (Thermometer!), zur Seite stellen und noch einige Minuten ziehen lassen. Herausnehmen und mit warmen Wasser abspülen. (Die Milch verwerfen)(Auf diese Weise werden Blut und andere Stoffe durch das lamgsame Erwärmen – und die Osmose = ph Wert Differenz der Niere – bestimmte Stoffe entzogen.)
    Die Nieren bleiben sehr zart haben keinen Uringeschmack mehr, sie ?sind im Gegenteil eine wohlschmeckende Delikatesse.
    Man isst sie in Scheibchen geschnitten noch warm auf einem guten Schwarzbrot mit Butter und Salz und Pfeffer..Guten Appetit !

  2. Hallo Felix,
    das ist schon witzig, ich halte eigentlich gar nicht so viel von “strengen” Zugängen zu Lebensmitteln. Dennoch ernähre ich mich bewusst und gelange so immer wieder zufällig via Google&Co. auf deine Seite. Diesmal, weil ich “Rinderniere” gesucht hab und somit auf dein Video gestoßen bin.
    Wie war der Geschmack bzw. v.a., wie war die Konsistenz? Ich wollte gestern Rinderleber kaufen, hab dann aber keine bekommen und in einer Spontanaktion eine Niere mitgenommen (und dann doch eingefroren, weil ich so unsicher war). Die kenn ich so gar nicht. Ich will keinesfalls eine zähe Niere produzieren…
    Du schreibst, du willst sie das nächste Mal länger schmoren – warum? War sie zäh?
    Danke für die Antwort!
    Liebe Grüße,
    Katharina

    1. Mittlweile würde ich Rinderniere eher immer in Würfel schneiden und durchaus 20-30 Minuten anbraten, nicht zu heiß. Ich habe das lange nicht mehr gemacht und habe die Zeiten nicht im Kopf, ich koche immer eher nach Geruch, Geschmack, Gehör und Auge.
      Ich glaube, das Resultat aus diesem (uralten) Video war eine etwas körnige Konsistenz, vielleicht eher zu heiß und zu lange geschmort. Ich weiß es nicht mehr, tut mir leid.

  3. Ich wollte sie beim nächsten Mal auch lange schmoren. So 3 Stunden bei 140°C – ich denke, das wird die bessere Lösung sein als in diesem Video.

  4. Ich hab letztens einmal Niere Sous Vide gemacht. (12h, 60 Grad, danach kurz mit Salz, Pfeffer und Butterschmalz in die Pfanne zum Bräunen)
    Ich esse sonst einiges an Innereien (inkl. Bries, Hirn, etc.. ich bin da nicht zimperlich), aber Niere fand ich nie so lecker. Sous Vide wie oben wiederum war sie wirklich extrem lecker, nicht so streng, und ultrazart. War den Versuch wirklich wert 🙂

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