5 Gründe, mehr Gemüse und weniger Getreide zu essen (Video)

In diesem Video finden Sie fünf gute Gründe, mehr Gemüse und weniger Getreide zu essen. Das kann bei einer Argumentation, ob man überhaupt Getreide essen sollte, sehr hilfreich sein. Entsprechende Artikel finden Sie unter dem Video.

Weiterführende Informationen:

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14 Kommentare zu “5 Gründe, mehr Gemüse und weniger Getreide zu essen (Video)

  1. Wilfried

    Hallo Felix,

    vielen Dank für deinen tollen Beitrag!
    Du nanntest zwar Gluten am Anfang im Bereich der Antinährstoffe, für meinen Geschmack etwas unterbelichtet. Besonders hervorheben möchte ich jedoch die Gefährlichkeit von Gluten, es ist ein Teufelszeug. Die negativen Auswirkungen auf den menschlichen Organismus sind emens und gehen weit über die vorrangig bekannte Zöliakie hinaus, beschrieben als Nicht-Zöliakie-Glutensensitivität oder auch Non-Celiac Gluten Sensitivity. Liebe Leser, schaut euch mal Videos über Gluten, z.B. von Dr. Tom O’Bryan, an.

    Finger weg von Getreide!!!
    Wilfried

    1. Felix

      Ganz so extrem würde ich es nicht sehen. Wer nicht betroffen ist, ist nicht betroffen und durch geeignete Methoden lässt sich selbst das Gluten abbauen. Es kommt auch hier auf die Verarbeitung und Vorbereitung an. Freilich kann man das Problem durch einen totalen Verzicht umgehen, aber in manchen Fällen ist das leider keine Option.

      1. Wilfried

        Lieber Felix, nachdem ich beim Gluten Summit von Dr. Thomas O‘Bryan sehr viel über die aktuellen Erkenntnisse bez. Gluten gelernt habe muss ich dir in diesem Punkt widersprechen. Das Gluten lässt sich zudem nicht 100%ig abbauen und selbst so genannte glutenfreie Produkte sind nicht 100%ig frei von Gluten. Personen mit akuter Glutensensitivität reagieren durch die Aktivierung von Gedächtniszellen bereits auf allerkleinste Mengen von Gluten. Auf Gluten reagieren alle Menschen, auch wenn es nicht unmittelbar bei jedem zu spürbaren Schäden führt. Gluten kann kein Mensch vollständig verstoffwechseln, was z.B. oft nach vielen Jahren zu Autoimmunerkrankungen führt. Das Risiko irgendwann Opfer der vielfältigen krankhaften Auswirkungen zu spüren zu bekommen ist sehr hoch. Es dauert mitunter viele Jahre bis es zu spürbaren Reaktionen unterschiedlichster Ausprägung kommt, wenn man Glück passiert nichts Akutes. Wenn es Probleme gibt, dann die richtige Diagnose und Link zu einer Glutenunverträglichkeit zu erhalten ist wiederum sehr sehr schwer. Der normale Arzt kennt die unterschiedlichen Diagnosemethoden noch nicht einmal. Die einfachste und bekannte Diagnose ist da noch die Zöliakie. Deshalb auch der Gluten Summit von Tom O’Bryan um aufzuklären. Selbst wenn man Zeit des Lebens keine negativen Auswirkungen spürt, es wirkt beim Konsum von Getreide und glutenhaltigen Lebensmitteln allzeit in jedem von uns, vorbereitetes oder nicht vorbereitetes Getreide.

        Aus diesen Gründen würde ich Gluten nicht auf die gleiche bedenkliche Stufe stellen wie andere Antinährstoffe. Ich plädiere dafür die Finger grundsätzlich von Getreide und glutenhaltigen Lebensmitteln zu lassen. Macht euch schlau liebe Leute!!!

        1. Felix

          Hallo Wilfried,
          auf so einem Gluten Summit werden solche Themen immer heißer gebacken, als das Brot gegessen wird (um beim Thema zu bleiben). Dass Gluten auf jeden Fall immer und allen schade, haben schon viele behauptet, aber bislang keiner einwandfrei belegt:
          http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3705319/
          Allein die pauschale Betrachtung “das Gluten” ist dabei nicht hilfreich, denn es gibt verschiedene Sorten. Freilich hat auch die Lebensmittelindustrie ein Interesse an einer entsprechenden Entwicklung, damit sie noch mehr Spezialprodukte für Glutenunverträgliche (oder solche, die es glauben) verkaufen kann.

          Wie ich schon sagte: Vorsicht und Sorgfalt ist allemal geboten, aber keine Paranoia.

  2. Heinrich

    Hallo Felix,
    seit ein paar Wochen lese ich mit großem Interesse Deinen Blog, der interessant, nachdenkliche und (manchmal) nachahmenswerte Tipps beinhaltet. Wir wohnen auf dem Land, haben einen eigenen Obst- und Nutzgarten, backen unser Brot in einem eigenen Backhaus und schätzen die regionale und saisonale Vielfalt an (selbsterzeugten) Lebensmitteln.
    Deine Ausführungen zu dem Getreide beschäftigen mich allerdings verhältnismäßig intensiv: Was spricht eigentlich gegen Frischkornbrei und gelegentlich gekeimtes Getreide im Frühstücksmüsli? Ich denke, dass diese Art der Zubereitung den Nachteil von klassichen Getreideflocken übersteigt, es schmeckt lecker und gibt Energie für den Start in den Tag. Ein Beispiel für mein Morgenmüsli:
    Am Abend zuvor weiche ich in Wasser ein: 1 TL frisch gemahlenes 5-Korn-Getreide, 1 TL Chia-Samen, 1 TL geschrotete Leinsamen und einen TL Buchweizen. Diesen Brei ergänze ich nach ca. 3 Stunden mit 2-3 TL Naturjoghurt und stelle das “Gemisch” in den Kühlschrank. Am nächsten Morgen gebe ich noch etwa 2 TL Amarant, einen halben TL geschälte Hanfnüsse, einen TL Leinöl und manchmal Kürbis- und/oder Granatäpfelkerne hinzu.
    Damit habe ich seit ein paar Monaten eigentlich sehr gute & gesunde Erfahrungen gemacht.
    Wie gesagt, das ist das Frühstück. Tagsüber gibt es viel Salat, Gemüse, Obst, Fisch und ein- bis zweimal die Woche Fleischprodukte.
    Ich muss sagen, dass ich nach 3-4 Monaten Ernährungsänderung wirklich keine Lust mehr auf Süßigkeiten habe, selbst wenn Sie zu Hause oder an der Arbeit griffbereit vor mir liegen.

    1. Felix

      Hallo Heinrich,
      wenn man Getreide sorgfältig vorbehandelt, also einweicht und fermentiert, verliert es tatsächlich viel von seinem Schadpotential. Dennoch ist es den meisten Gemüsesorten hinsichlich des Nährstoffgehalts und der Ernährungsphysiologie unterlegen. Wenn es nur eine gelegentliche Ergänzung des Speiseplans ist, sieht das anders aus, als wenn man es täglich zu Fürhstück (Brot), Mittag (Nudeln) und Abend (Brot und Cracker) isst, und dann noch in der schnell-verarbeiteten Form (ohne Einweichen und Fermentieren). Wenn es für dich gut funktioniert, dann ist das gut.

    1. Felix

      Klar kann man das. Ich würde halt schauen, ob da irgendein Unfug (Konservierungsstoffe o.ä.) mit drin ist.

  3. Silver Crow

    Eine weitere Alternative zum klassischen Getreide wäre (wobei ich dies weniger als empfohlene Alternative, sondern eher als eine Rückfallebene zwecks Not bezeichnen) Kichererbsenmehl.

    Kichererbsenmehl hat relativ geringen Kolhenhydratanteil, schmeckt nicht radikal anders und dessen Teig lässt sich auch hervorragend zur Pizza verwenden, wobei ich persönlich die Pizza aus meinem Leben längst verbannt habe.

    Das die Kichererbse zur Gattung der Hülsenfrüchte gehört und somit nicht Paläo kompatibel ist, dürfte jedoch klar sein.

  4. Tom

    Was gibt es denn für alternativen zu dem “normalen” Getreide?

    Sowas wie Amaranth oder Quinoa oder so andre Pseudogetreide?!

    1. Felix

      Das ist abhängig davon, was du damit vorhast. Eine Alternative zu Getreide ist Gemüse.

      Die Pseudogetreide gehen auch, bringen aber teilweise die gleichen Probleme mit sich (Fettsäuren, Energiegehalt, Kohlenhydratgehalt etc).

      1. Tom

        Also abgesehn von den kcal und den Kohlenhydrate, ist das Pseudogetreide jezt besser auf die Antinährstoffe usw. bezogen!?

        1. Felix

          Ja. Die Pseudegetreide sind Glutenfrei und enthalten idR auch keine problematischen Lektine. Phytinsäure steckt in Buchweizen, ist aber längst kein so großes Problem.

  5. Daniel

    Danke für das Video! Die zahlreichen Informationen zum Thema Ernährung sowie die leckeren Rezepte auf Deinem Youtube-Channel waren wirklich ein Glücksgriff für mich.
    Ich bekam Anfang des Jahres beim jährlichen TÜV vom Arzt die Diagnose deutliches Übergewicht sowie Bluthochdruck, sollte Tabletten gegen zweiteres nehmen und mich im Fitness-Studio anmelden. Das war zunächst ein ziemlicher Schock für mich mit erst knapp 30 Jahren aber auch ein Weckruf. Größtenteils aus Bequemlichkeit hab ich meine Ernährung immer äußerst einfach gestaltet, ohne auf irgendetwas zu achten, zusätzlich hatte ich fast keine Bewegung aber oft Chips und Cola.
    Die Tabletten habe ich zwar aus der Apotheke abgeholt aber nicht genommen und anstatt der Mitgliedschaft im Fitness-Studio (war einmal da, fühlte mich absolut fehl am Platz) suchte ich nach Übungen für zu Hause. Auf youtube bin ich dabei auf die Videos mit Felix Klemme gestoßen. Neben einigen anderen versuche ich jetzt, auch diese in mein Workout einzubauen. Als ich dann Deine Ernährungstipps sah war es erneut ein sehr harter Schnitt für mich. Kein Wunder, wenn man jahrelang jeden Tag mindestens 1 Liter Milch getrunken hat sowie morgens und abends (u.a.) belegte Brote, mittags Kartoffeln und Nudeln Hauptbestandteile der Nahrung waren.
    Als Zwischenfazit kann ich sagen, dass die Ernährungsumstellung keinesfalls Verzicht bedeutet hat (auch wenn es Ausnahmen gibt, “traditionelle” Pfannkuchen z.B. schmecken mir immer noch am besten und die gönne ich mir auch) und der Blutdruck jetzt auch ohne Tabletten wieder auf einem guten Niveau ist. Beim Gewicht ist die Zielgerade noch nicht erreicht, aber ich fühle mich mit jedem Kilo weniger fitter und das ist Motivation genug, dranzubleiben.

Kommentare geschlossen.

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