Urgeschmack-TV Ep. 27: Zahnpflege mit Miswak und SWAK

Die menschliche Haut ist porös, also durchlässig. In beiden Richtungen. Deswegen macht es Sinn, die Verwendung von Shampoo und Duschgel einer genauen Prüfung zu unterziehen. Ich selbst benutze es gar nicht mehr. Und bei der weiteren Durchsuchung des Badezimmers finden sich noch viele weitere unnötige Chemikalien, unter Anderem in großen Mengen in Zahncreme.

Nie wieder die Zähne putzen? Nein, das würde ich nicht vorschlagen. Auch wenn eine kohlenhydratarme Ernährung der Zahngesundheit ausgesprochen zuträglich ist und die Bildung von Karies stark unterdrückt, so sollte man doch Vorsicht mit seinen Zähnen walten lassen. Dass Zahnpflege jedoch auch ohne Kunststoffe und Chemikalien möglich ist, zeige ich in diesem Video:



Sowohl im Miswak-Zweig als auch in der SWAK sehe ich großes Potential, das noch nicht ganz ausgeschöpft wurde. Ein normal-großer Bürstenkopf mag zumindest in Handarbeit noch schwierig aus dem Zweig herzustellen sein. Aber ich bin sicher, dass es eine Lösung gibt.

Auch im Buch “Nutrition and Physical Degeneration” von Weston Price zeigt sich ganz klar, dass ordentliche Zahnpflege und gesunde Zähne auch sehr gut ganz ohne synthetische Zahncreme möglich sind. Das Werk habe ich vor Kurzem in diesem Beitrag auch im Rahmen eines Videos vorstellt.

Ich bin gespannt, wie es in diesem Bereich weitergeht. Da auch Zahnärzte vermehrt alternative Lösungen propagieren und den künstlichen Zahnpflegemitteln kein blütenweißes Zeugnis bescheren können wir davon ausgehen, dass wir noch mehr von Entwicklungen wie der SWAK hören werden.

Es leuchtet ein, dass auch im Bereich der Zahnpflege das Allgemeinwissen stark fehlerbehaftet ist. Wie ist zu erklären, dass viele Kinder trotz mehrfach täglichen Zähneputzens unter starkem Kariesbefall leiden? Wie kommt es, dass trotz der vermeintlich fortschrittlichen Forschung immer mehr Zahnprothesen verbaut werden? Wie kann es sein, dass in westlichen Ländern der Einsatz von Gebissen im Alter absolut üblich ist, während sich so viele Senioren traditionell lebender Naturvölkern ausgezeichneter Zähne erfreuen? Sicherlich muss man auch diesen Themenbereich differenziert und sorgfältig betrachten. Die westlich-moderne Sichtweise auf Zahnpflege scheint mir jedoch offenkundig nicht der Weisheit letzter Schluss zu sein.

Wenn Ihnen meine Arbeit gefällt oder hilft, würde ich mich über Ihre Unterstützung sehr freuen.

13 Kommentare zu “Urgeschmack-TV Ep. 27: Zahnpflege mit Miswak und SWAK

  1. Martin

    Hallo Felix,
    danke für die viele gut vorgetragene kostenlose Information!
    Ich habe mir heute sehr viele Videos von dir angesehen und konnte noch viel lernen.
    Meine Zähne putze ich mit Naturborsten am Bambusstiel, morgens mit ein wenig “biodent” und abends mit leichter Natursalzlösung. Klappt ganz gut.
    Mich würde interessieren was man so verschiedenes für eine Woche vorkochen kann? Zum späteren kombinieren, um an den einzelnen Tagen weniger aufwand zu haben.
    Welches regionales Obst und Gemüse kann man schmackhaft gut haltbar machen, und wie?
    Gruß Martin

    1. Felix

      Hallo Martin.
      Vorkochen: Jetzt im Winter koche ich meist Rotkohl und Weißkohl vor. Hält locker eine Woche und länger und wird auch Tag für Tag etwas besser.
      Obst haltbar machen: Gar nicht. Klar, Apfelkompott kann man machen, aber wenn man da ohne Konservierungsstoffe (inkl. Zucker) rangeht, ist spätestens nach ‘nem halben Jahr der Saft raus – und so richtig toll schmeckt Obst meiner Meinung nach nur frisch. Zwetschgenmus, Apfelmus, Birnenmus…ist alles nett, aber für mich nicht ansatzweise ein Ersatz.
      Das gilt ebenso für Gemüse, wobei man da ganz gut einfrieren kann. Was durchaus interessant ist, ist das Fermentieren, da habe ich hier ein ausführliches Video zu. Sauer einlegen ist sicher auch eine Option. Naja und sonst kannst du generell viele Sachen heiß abfüllen, verschließen und so haltbar machen.

      1. Martin

        Hallo Felix,
        dein Video über Rotkohl hat die Lust geweckt das mal selber zu machen, Rotkohl esse ich sehr gerne. Weißkohl habe ich noch nicht probiert. Und auch bei dem Sauerkraut und sauer einlegen habe ich noch meine Zweifel. Das ist so eine Art “Kürbis-Erfahrung” denke ich. Ich habe Bilder im Kopf von unzähligen Einmachgläsern im Keller meiner Großeltern. Das hat damals alles furchtbar geschmeckt. Vielleicht ist das nun anders.
        Ich habe vor anzufangen mit dem Gemüseanbau, hauptsächlich Permakultur entsprechend. Ein paar Obstbäume sind schon da und bei dem Gemüseanbau bin ich zuversichtlich. Kartoffelturm, Salatbaum und Co. sind geplant. Leider habe ich keine guten Erfahrungen mit der Lagerung von Obst und Gemüse gemacht und daher will ich so viel wie möglich haltbar machen. Danke für die Tipps.
        Den Artikel und die Videos über deinen Fleischeinkauf fand ich super! Ich denke das werde ich mit ein paar Freunden mal ausprobieren.
        Gruß Martin

    1. Felix

      Hallo Hanna -
      danke für den Vorschlag. An dem Bereich selbstgebastelter Hygieneartikel arbeite ich schon länbger. Ich hoffe, dass ich dazu bald was präsentieren kann. Sind so viele Sachen zu tun…

      Liebe Grüße,
      Felix

  2. MrsAdely

    Eine sehr informative Webseite!
    Werde hier regelmässig vorbeischauen.
    Schön, dass ich dich über dein Miswak-Video bei YT entdecken durfe!
    PS: ich sehe ein Kommi von Userin “Katja”…
    Xylit nehme ich auch schon seit über einem halben Jahr. Der Plaque hat sich erheblich reduziert und die Zähne sind superglatt! Ich putze meine Zähne mit Weleda-Zahncreme (fluoridfrei!) und streue etwas Rügener Heilkreide auf die Bürste.
    Die alljährliche (kostenpflichtige) Zahnprophylaxe habe ich gestoppt! Es hat meine Zähne extrem empfindlich gemacht. Meine Zähne sind von natur aus ziemlich robust und habe sie immer gut gepflegt. Jahrelange Prophylaxe hat Spuren hinterlassen (empfindl. Zahnfleisch, deutl. “Kratzspuren” im Zahnschmelz: hervorgerufen von “Ausrutschern” mit den Instrumenten). Seitdem ich Xylit nehme, hat sich das Zahnfleisch erholt…

  3. Katja :-)

    Ich kann nur sagen:Xylitol. Das Mittel schlechthin für Zahnpflege (vll kann man Miswak damit kompinieren); Rein pflanzlich (Drauf achten, muss ja nicht aus Genmais sein ;-) Generell wird es aber auch aus Laubhölzern gewonnen (Finnland, gute Qualität) und Nein, dafür muss nicht extra was abgeholzt werden; Gibt ja immer Welche die, selbt wenn es noch so erfreulich ist, immer gleich den Moralfinger heben müssen ;-)*das ist anstrengend*.
    Benutze es selber.Der Knaller,Zähne so glatt wie Keramik.
    Kariesbakterien werden gehemmt in ihrem Wachstum (kurz u.sehr einfach gesagt-sie verhungern, weil ihnen die Lebengrundlage entzogen wird; Wer mag:Google Dr. Ulrich Bruhn und noch viel mehr Infos),Kariespräventiv zu fast 90 % und bestehende wird gestoppt, Plaque löst sich, der Mineralienhaushalt des Speichels wird positiv gefördert, was auch zur Reinigung und zum Schutz massgeblich beiträgt.
    Durch viel Lesen und über den Tellerand-hinausschauen hab ich das mal entdeckt. Niemand in meinem Umfeld, dem war das wohl bekannt und anscheinend auch nicht meiner Zahnärztin… Traurig so was.(Um es mal sehr plakativ auszudrücken: Wenn Mutter Natur helfen kann und hilft, wird es belächelt, ignoriert oder verschwiegen, denn man soll ja schön weiter Produkte kaufen…Der moderne Mensch hat sich so weit vom Ursprung entfernt, das ist folgenschwer und krank werden wir auch noch… )
    Aber schön abkassieren mit professionellen Zahnreinigungen und immer nur bohren und bohren und bohren… Das kann es ja nicht sein. Oft geht es soweit das potentiell noch gesunde Zähne quasi “weg gebohrt werden” und dann heisst es Kronen.Wieder ne Stange Geld…! Und gewiss, Zahnärzte wissen wie man da einwirken kann (unabhängig vom Zuckerkonsum) und zwar aufklärend und wirklich hilfe leistend, aber das tut ja kaum keiner! Bohren ist lukrativer!
    Wenn man sich umschaut in jeglichen Industriezweigen ist es erschütternd, wenn das Resultat lautet: Man kann echt keinen trauen. “Überall wird man verar…t” (Sorry für die etwas rüde Formulierung)
    Ich bin froh diese Website, Felix (Du darf ich sagen oder?) ,gefunden zu haben. Sie inspiriert mich ungemein und ja: Das ist der richtige Weg. Weg vom “Chemiekonsum”.
    Und es ist wenn man wirklich ehrlich ist, soooo logisch! Das werden viele auch verdrängen, denn Jahrzehnete lange Predigten die sitzen, man möchte ja nicht einer eigenen Selbstlüge aufsitzen.
    Und was ich aber noch verstehen kann, sind die tanzenden und großen Ausrufezeichen über den Köpfen, wenn Menschen das bisher Geglaubte wanken sehen. Ja, so manches ist tatsächlich sehr schwer zu glauben.

    Felix, weiter so mit deinem Engagement! Eine tolle Leistung die Du hier vollbringst. Du bist sympathisch und machst das wirklich hervorragend.
    Lese seit 2 Wochen hier; Über Umwege und Recherche und Hinterfragen diverser Themen beim I-net-Surfen hier gelandet *g*

    Kompliment aus Nrw
    Katja :-)

    P.S: Entschuldigt bitte meinen langen Text

  4. Peter

    Hallo Felix,

    tolle Sache der Miswak!

    Also, ich reinige mir meine Zähne mit der Zahnbürste, nehme wenig Zahnpaste (morgens), oft auch keine Zahnpasta (abends)!

    Der Wahnsinn ist aber, und das kennt wahrscheinlich niemand:
    Ich nehme Zigarettenfilter!

    Hört sich lustig an, ist aber so!

    Die bestehen aus geschätzten 1 Millionen Fasern und reinigen die Zahnoberfläche unglaublich!
    Ich würde es mal ausprobieren!

    Eine glatterere Oberfläche geht nicht wirklich!

    Mit freundlichem Gruß
    Pit

    PS: Würd mich über einen Kommentar (nach Test) freuen!

    1. Felix

      Hey Peter – danke für den Tipp. Wenn sich die Gelegenheit mal bietet, werde ich es ausprobieren. Hört sich für mich aber doch etwas umständlich an, klebst du den Filter auf eine Bürste oder wie geht das bei dir?

  5. Kikilula

    Ich habe zuerst den Miswak-Zweig ausprobiert.

    Der Vorteil gegenüber der Swak ist, dass er viel preiswerter zu haben ist und lange zu verwenden ist. Der hintere Zahnbereich ist aber nur gut zu erreichen, wenn der Zweig ein wenig krumm ist. Ansonsten habe ich dabei ein viel saubereres Zahngefühl als mit der durchschnittlichen Kunststoffzahnbürste.

    Die Swak-Bürste ist viel handlicher, ich komme damit wirklich überall hin. Für mich lässt die Sauberkeit nichts zu wünschen übrig. In der Anleitung wird darauf hingewiesen, dass man mit der Zungenspitze die Glätte der Zähne prüfen soll – das ist einwandfrei bei mir. Preislich wird die Zukunft hoffentlich noch günstigere Varianten auf den Markt bringen.

    Ich putze übrigens während im am PC lese oder Urgeschmack-Videos ansehe ;-)

  6. Cornell

    Super Sache,

    da überlegt man sich gerade was man paleo-mäßigeres machen kann, wenn die Tube leer ist und dann kommst Du mit dem Beitrag. Klasse! In Sachen Bürste bin ich in die andere Richtung. Neuerdings elektrisch. Hat weniger Schrubben zur Folge und die Zähne werden wirklich wahrnehmbar sauberer. Mein Zahnfleisch freut sich auf jeden Fall.

    Habe bisher menthol-freie Zahnpasta verwendet, mag den Pfefferminzgeschmack überhaupt nicht. Da liegt dann der Wechsel zu Salz nahe, was mir auch mein Zahnarzt empfohlen hat!

    Grüße,
    Cornell

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