Labskaus

Paleo Labskaus

Einfache, regionale Gerichte finde ich immer besonders spannend, denn sie tragen in sich nicht nur den Charakter der Region, sondern meist auch ihre Geschichte. "Himmel un Ääd" heißt andernorts Himmel und Erde und wird auch anders zusammengestellt. Es gibt keine definitiven Rezepte und je nach Haushalt gelten andere Regeln.

Labskaus ist eines dieser Gerichte, das mich persönlich besonders auch aufgrund meiner eigenen Vorfahren immer interessiert hat. Dieser Norddeutsche/Nordeuropäische reicht wenigstens bis in das frühe 18. Jahrhundert zurück und niemand kann mit Sicherheit sagen, wie es zu diesem kuriosen Stück kulinarischer Geschichte kam. Die verbreitete Erklärung, es sei eine Speise für Matrosen mit Zahnproblemen (Skorbut) klingt zumindest sehr plausibel.

Die Aussicht, Labskaus mit Kürbis, Hackfleisch, Matjes und Roter Beete zu rekonstruieren, schien mir höchst interessant. Da sich die Köche ohnehin über die korrekte Zubereitung streiten, spare ich mir in dieser Variante das aufgelegte Spiegelei.

Rezept für (Paleo) Laubskaus

Zutaten

  • 1 Hokkaido-Kürbis
  • 4 Knollen Rote Beete
  • 6 Matjes
  • 200g Hackfleisch
  • 1 Zwiebel
  • Gewürze: Salz, Pfeffer, Branntweinessig

Zubereitung

Den Kürbis entkernen und in kleine Stücke schneiden, in einen Topf mit rund 300ml Wasser geben und 15-20 Minuten kochen.

Währenddessen die Rote Beete schälen und in sehr kleine Würfel schneiden, anschließend in eine Schüssel geben und mit etwas Essig marinieren.

Die Zwiebel in Würfel schneiden und glasig braten, das Hackfleisch hinzugeben und mit braten. Beides mit Salz und Pfeffer würzen.

Den Matjes kleinhacken.

Wenn der Kürbis weich ist, nur sehr wenig Kochwasser abgießen (der Brei wird sonst zu trocken) und die Stücke im Topf zerstampfen. Die Rote Beete und die übrigen Zutaten hinzugeben und gut durchrühren.

Durch die Hitze des Kürbisbreies sollten die kalten Zutaten ausreichend warm für den Verzehr werden.

Diese Menge reicht für 4 Portionen.

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9 Kommentare zu “Labskaus

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  1. Patrick

    Habe es nachgekocht. Schmeckt klasse. Aber sollte ich frische rote Beete nehmen, die ich dann kochen muss oder geht auch die fertig eingeschweisste ?

    1. Felix

      Es geht beides. Frisch finde ich besser, die verpackte ist meist in Essig eingelegt – passt eigentlich auch dazu.

  2. Drachenmutti

    Dazu meine Frage, wo/wie kauft ihr Matjes ?
    Gibt es ihn evtl. in der Truhe als Tiefkühlware ? Und wird er dann roh verwendet ?
    Die aus dem Glas sind ja mit vielen Zusatzstoffen und selbst beim Fischhändler bekommt man ihn immer nur mit Zusatzstoffen. Grüssle :)

    1. Felix

      Gefroren finde ich ihn furchtbar. Auf dem Wochenmarkt gibt es bei uns einen Niederländer, der sehr gute Ware ohne Zusatzstoffe anbietet. Wenn ich nichts “sauberes” bekommen kann, verzichte ich lieber.

  3. Sandra

    Ich hab das neulich fast genauso gekocht. “Frei Schnauze” 😉 ABER mitBlumenkohl anstatt Kürbis!
    Hat selbst nicht Paleoanern sehr gut geschmeckt! Ich fand es genial lecker! Nur den Matjes gab es optional dazu und nicht direkt untergemischt!

    Lg, Sandra.

  4. Dorokoke

    Tolles Rezept, das werde ich sofort ausprobieren, sobald ich Rote Bete in der Grünen Kiste finde. Kürbis ist sowieso jede Woche dabei!
    Ich liebe das “klassische” Labskaus mit Kartoffeln und Pökelfleisch, mal sehen wie mir diese Variante schmeckt.

Kommentare geschlossen.

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