5 Jahre Steinzeiternährung oder Paleo-Diät – ein Fazit

Wie einfach ist die Steinzeiternährung umzusetzen? Funktioniert sie gut? Kann man damit seine Ziele erreichen? Kann man es langfristig durchhalten? Gibt es den gefürchteten Jojo-Effekt? Welche Herausforderungen gilt es zu meistern? Sollte sich jeder so ernähren? In einem Rückblick auf 5 Jahre mit dieser Ernährung möchte ich auf diese und weitere Fragen eingehen.

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30 Kommentare zu “5 Jahre Steinzeiternährung oder Paleo-Diät – ein Fazit

  1. Benni

    Hi Felix,

    vielen dank für dein Fazit! Wie alle deine Berichte hochinteressant.
    Zugegeben, die Frage passt jetzt nicht so ganz hier rein aber im Zuge deines Fazits ist sie aufgekommen: Wie machst du das denn wenn du in den Urlaub fährst oder auch nur mehrere Tage z.B. Verwandte besuchst?

    Schöne Grüße
    Benni

    1. Felix

      Hi Benni,
      ‘nen Salat oder einfach nur Gemüse gibt’s überall. Im Urlaub ist es meiner Erfahrung nach ohnehin seltener ein Problem. Und wenn’s mal richtig, richtig, richtig gutes Gebäck gibt, mit Liebe und Handwerkskunst zubereitet, dann probiere ich das auch.

  2. Cindy

    Hallo Felix.

    Ich lese nun seit Tagen Deinen Blog sehr aufmerksam und er begeistert mich sehr. Seit frühester Jugend (bin jetzt 36) beschäftige ich mich mit dem Thema Ernährung und habe schon sehr viel ausprobiert.
    Ich bin ein Fan natürlicher Lebensmittel. Verzichte schon immer auf zu viel industriell hergestellte Dinge. Eine zeitlang habe ich mich nach Wandmaker ernährt. Er geht davon aus, dass die gesündeste Form die Rohkost ist. Das heißt, es wird nicht gekocht!!! ..Den mit dem Kochen zerstört man auch viele Nährstoffe. Ein Jahr lang habe ich Rohkost in Form von Früchten, Gemüse, Trockenfrüchte und auch Nüsse gegessen. Ich finde Nüsse sehr wichtig in der Ernährung und kann nur sagen, dass sie in ihrer Vielfältigkeit und auch von den Inhaltsstoffen nicht aus der Ernährung ausgeschlossen werden sollten. Wandmaker sagt, dass auch Fleisch nicht gegessen werden darf…denn dass müsse man wenn dann roh verzehren, um die Nährstoffe zu erhalten. Rohes Fleisch schmeckt mir definitiv nicht 😉 Also fiel das bei mir auch weg.
    Mir ging es in der Phase sehr gut…allerding fehlt es mir auch an Energie.
    Danach probierte ich die Blutgruppenernährung aus. Diese besagt bei meiner Blutgruppe… Mehlprodukte wegzulassen…viel Rohkost/Gemüse und Fleisch dann nur mal Hühnchen oder Fisch… Hier schließt man überall bestimmte Sorten aus, da gewisse Inhaltsstoffe Unverträglichkeiten bei bestimmten Blutgruppen auslösen. Bei der Blutgruppe A , wie der meinen, ist es wohl so, dass gewisse Enzyme im Blut nicht vorhanden sein sollen, die für die Verdauung von Fleisch verantwortlich sind. Ich habe mich eine Zeitlang Kohlenhydratarm, Eiweißreich ernährt und hatte das Gefühl, aufzugehen wie ein Schwamm.

    Nun versuche ich wenig Fleisch zu essen und anstatt dessen viel Soja und Tofu. Wie sieht es damit aus? Sind sie ein guter Ersatz? Was hältst Du davon, gerade , wenn man auf tierische Produkte ein wenig verzichten möchte?!

    Was ist außerdem mit der natürlichen Kartoffel? Ich esse kein Brot..doch ab und an zu Gemüse ist Kartoffel einfach lecker.(genauso wie Hirse und Linsen) Und sie sättigt sehr und gibt ein gewisses Wohlbefinden. Darf ich diese denn unbedenklich essen? Genauso wie Zwiebeln, die ich roh im Salat sehr gerne habe. Ich esse zum Beispiel sehr gerne Pellkartoffeln mit Salat.

    Herzliche Grüße, Cindy

    1. Felix

      Hallo Cindy,
      danke für deinen Kommentar.

      Du darfst natürlich alles essen. Doch ob es ratsam ist, hängt immer von deinen Zielen ab.

      Fleisch nur Roh zu essen, um die Nährstoffe zu erhalten, ist unfug – erst durch das Garen werden zum Beispiel die Eiweiße besser für den Menschen verdaulich. Sicherlich gehen dabei einige andere (Mikro-)Nährstoffe verloren, aber solange man es mit dem Garen nicht übertreibt (d.h. es verkohlt), steckt da immernoch reichlich drin. Mehr zur Rohkost:
      http://www.urgeschmack.de/ist-rohkost-gesunder/

      Du brauchst auch im Blut keine Enzyme, um Fleisch zu verdauen. Das macht der Magen für dich. Und du verfügst dort mit Sicherheit über Trypsin und Pepsin – und genau die erledigen das.

      Von Soja würde ich abraten:
      http://www.urgeschmack.de/problem-soja/

      Zur Kartoffel:
      http://www.urgeschmack.de/sind-kartoffeln-gesund/

      1. Cindy

        Hallo Felix,

        Danke für Deine Antwort und die Links dazu….sehr interessant und aufschlussreich. Ich werde mir wohl mal Deine Kochbücher bestellen, um so zu sehen, was ich wie und womit kochen kann.

        Eine Frage habe ich allerdings noch. So wie ich gelesen habe, benötigt der Körper rund 1 g Eiweiß pro kg Körpergewicht. Wenn ich jetzt 100 g Fleisch vor mir habe, dann sind das doch nicht auch 100 g Eiweiß oder? Wie kann ich da eine ungefähre Basis finden? Wieviel Gramm frisches Fleisch ergeben denn 100 g effektives Eiweiß? …das habe ich in Deinen Ausführungen nicht gefunden. Und es wäre schon wichtig, einen ungefähren Vergleich zu erhalten.

        Freue mich auf Dein Feedback
        Liebe Grüße
        Cindy

        1. Felix

          Hallo Cindy,
          diese Information findest du in sogenannten Nährwerttabellen. Bei Fleisch ist der Eiweißanteil rund 15-20%, bei magerem Fleisch auch mal etwas höher – kommt immer auf das Tier und den Schnitt an.

          100g Fleisch wären dann rund 15-20g Eiweiß.

  3. Stefan

    Hallo Felix,
    Ich will Dir auch mal schreiben, ich bin mit Herzblut naturaler/Bodybuilder,
    seit gute 28 Jahren, zwar mit kurzer Unterbrechung für 1,5 Jahren, aber jetzt trainiere ich wieder im Moment zu Hause.
    Nun, ich dachte eigentlich, dass ich mich sehr gesund ernährte, Reis, viel Gemüse, Vollkorntoast,Haferflocken,Mandeln, – Protein aus Huhn,Pute, Rindhack
    light,Eier, Lightkäse, Mozzarella,
    benötigt man als Leistungsbodybuilder nicht auch komplexe Kohlenhydrahte für die Energie..? Eiweiß für die Zellreparatur ist klar, und auch für alle
    körperlichen Erneuerungen !! Meine Süßigkeit besteht aus selbstgemachten Proteinbars wie folgt- Rezept :
    100gr Haferfl, 250gr gemahl. Mandeln,
    Rosinen,
    100gr Wheyproteinpulver,
    etwas Kokosraspel als Streusel,
    alles vermischen, und mit Backpapier zu Brot formen, und im Kühlschrank aufbewahren.
    Wenn ich mal ne Pizza möchte, dann nur selbstgemacht, aber auch mit Mehl,Hefe,Schinken Thunfisch, viel Mischgemüse,Tomatensoße, Mozzarella.
    Was denkst Du darüber hast Du da Erfahrung, ich sehe halt, dass die Leistungsbodybuilder die Kohlenhydrahte doch sehr benötigen, sonst werden sie flach, und die Energie fehlt..!?
    Übrigens, ich beschäftige mich ständig damit, das Wissen über nutzbringende
    Ernährung für mich zu finden, vorallem strebe ich eine dauerhafte Muskelhärte an, die schon recht gut bei mir ist.
    Würde mich über eine gute Antwort freuen.
    Gr. Stefan

    1. Felix

      Hi Stefan,

      ja, Kohlenhydrate kann man als Sportler ganz gut gebrauchen. Aber auch keine Unmengen. An deiner Stelle würde ich das Getreide vom Plan streichen und mich auf Kartoffeln und Reis als KH-Quelle beschränken. Den Light-Kram würde ich sein lassen und wenn dann mit Vollfett essen, einfach weil es gesünder ist – wenn du Kalorien sparen möchtest, iss lieber weniger von dem Zeug als die Light-Varianten.

      Wheyproteinpulver: Muss jeder selbst wissen, aber ich würde auf das Zeug mit Zusatz- und Süßstoffen auf jeden Fall verzichten.

      Das Getreide kann halt sehr viele Entzündungsreaktionen und Darmprobleme sowie in der Folge Autoimmunerkrankungen verursachen – dazu findest du hier auf der Seite reichlich Material.

  4. Nicolette

    Hallo Felix,
    ich mache ein knappes Jahr nun Paleo und kann die positiven Auswirkungen nur bestätigen.
    Der deutlichste Erfolg war meine Gewichtsabnahme von insgesamt 16kg und damit einhergehend die Normalisierung meines hohen Blutdrucks und der Verzicht auf zwei Medikamente täglich.
    Ich verzichte meist völlig auf Getreide und Zucker, wenn es Ausnahmen gibt, so sind sie selten und dann sehr bewusst – das berühmte Croissant….
    Danke für Deine sehr aufschlussreichen und super recherchierten Videos und Artikel!!

  5. Pingback: Steinzeiternährung: Dogmatismus, das gesunde Mittelmaß und Sinn und Zweck (Urgeschmack-Podcast #22) — Urgeschmack

  6. simone

    Hi Felix,
    kann mich allen positiven Berichten nur anschließen; für mich ist vor allem neu, daß ich zum ersten Mal gerne und viel bewußter esse.
    Vielen Dank für die guten Artikel und Rezepte und das tolle Dessertbuch!

  7. Heiko

    Hallo Felix,
    ich habe seit ungefähr einem halben Jahr meine Ernährung umgestellt, ein paar Wochen später hat meine Frau auch angefangen. Heute fragen wir uns manchmal (während des Essens) wie wir jemals anders essen konnten. Es ist oft einfach so lecker, dass man gar nicht aufhören möchte zu Essen.
    Ich finde deinen sachlichen und klaren Schreibstil sehr gut. Ohne Schnörkel und viel Tamtam, einfach nur die Fakten. Prima, bitte weiter so!
    Sehr gut finde ich auch die Zusammenarbeit mit Felix vom Outdoorgym. Ich finde das passt durchaus sehr gut auf diese Seite. Ich selbst bin aktiver Triathlet und daher an Bewegung immer interessiert. Durch die Ernährungsumstellung konnte ich feststellen, dass ich schneller nach dem Training regeneriere. Trotz fettreicher Ernährung habe ich kaum noch Körperfett…ich fühle mich leicht und gut, was will man mehr?
    Jetzt noch zu meiner Frage. In einem vorhergehendem Post habe ich gelesen, dass du ein kleine Tochter hast. Das Thema Paleao für Kinder würde mich sehr interessieren. Könntest du hier vielleicht mal etwas dazu schreiben? Du hast bestimmt schon einige Erfahrungen gesammelt, was man den kleinen z.B. in die Kita mitgeben kann, oder welche Rezepte besonders gut ankommen.
    Vielen Dank schon einmal vorab für deine Bemühungen und mach bitte weiter so!
    Grüße,
    Heiko

    1. Felix

      Hallo Heiko,
      ich danke dir für die netten Worte und das Feedback.
      Allerdings muss das ein Missverständnis sein: Ich habe keine kleine Tochter. Im Forum wird allerdings gerade sehr intensiv diese Ernährung für Kinder und Kleinkinder diskutiert. Tenor (wenn ich das richtig sehe) einfach auch echte Lebensmittel verfüttern, die Kinder mögen das.

  8. Gast

    Hey,
    ich bin zwar paleotechnischer Einsteiger mit knapp einem halben Jahr (schätzungsweise) und mit meinen 21 Jahren kann ich auch auf keinen großen Erfahrungsschatz was Ernährungsexperimente angeht zurückgreifen, aber ich melde mich hier auch mal zu Wort. Ich war schon immer sportlich und hatte nie Gewichtsprobleme, für mich ist und war Paleo eher Finetuning. Auch wenn mein Vater bspw. von der Steinzeiternährung nichts hält, sind er und ich uns einig, dass die erhöhte Aufmerksamkeit, die ich meinem Essen entgegenbringe auf jeden Fall einen Pluspunkt darstellt. Ich habe zwar schon immer Obst und Gemüse gemocht, aber als fauler Mensch ist die Kekspackung einfach praktischer. Dass ich mir zwei Mal am Tag kochen muss ist für mich auch umständlich, aber was muss, das muss. Meine Ernährungsumstellung ist zwar mit diversen anderen Umstellungen einhergegangen, aber ich ernähre mich auf jeden Fall sehr viel gesünder also vor einem Jahr. An dieser Stelle auch noch einmal ein riesiges Lob und Dankeschön an diese Homepage. Die zahllosen Rezepte und ernährungswissenschaftlichen Beiträge sind klasse und die undogmatische Art, mit der hier die Dinge angegangen werden, ist einfach Gold wert. Vielen Dank.

  9. Marc S.

    Hallo Felix,
    Deinen Videobeitrag finde ich prima. Missionieren kann man niemanden, aber vom positiven Ergebnis der Paleo-Diet berichten, so wie Du es machst.
    Meine Freundin und ich leben schon seit 3 Jahren auf Paleo-Diet. Einiges war einfach: keine Kartoffeln mehr… die mochte ich sowieso nicht so gerne. Aber das mit dem Brot wurde auf Dauer schwierig. Nach einem Jahr habe ich glutenfreies Brot probiert – aber igitt !! es ist trocken und schmeckt nicht – und ist nicht gesund, weil es Mais- und Reismehl enthält, und somit Lektine. Dann haben wir mal Brote auf Basis von gemahlenen Mandeln probiert: ein grosser Erfolg – mega lecker und ein guter Ersatz. Auch haben wir wieder Pizzen und Quiches machen können. Seitdem ist mein Speiseplan wieder ausgeglichen und nichts fehlt mir mehr.
    Einzige Wermuthstropfen: ich muss selber Backen – leider kann man so leckeres Paleo-Brot nirgends kaufen. Eine Marktlücke!
    Eine weitere hast Du perfekt gestopft: Dein Dessert-Kochbuch ist super, kann ich nur weiterempfehlen ! Die Schoko-Lava-Kuchen sind genial! Wenn das die Franzosen wüssten… ein Fendant-au-Chocolat auf gesunde Art !!!

  10. travnasus

    Hallo,

    ich bin Wahrscheinlich das Küken unter den Kommentierenden, da ich nicht einmal ein Jahr dabei bin, aber auch ich möchte meinen Senf dazu geben.

    Anfangs habe ich viele Diäten ausprobiert, aber eher zugenommen statt ab. Dann entdeckte ich auf meinen Suchen durch den Diätenhaufen meine Nadel, bzw. sah ich sie in den Ferne funkeln. Denn ich stolperte über die Ätkinsdiät. Das Grundprinzip logisch, doch das Essen?! Naja nicht mein Geschmack. Ich suchte weiter und fand etwas, dass sehr gut zu mir passte, “Urgeschmack”. Hier habe ich alles Interessante gefunden und auch sehr viel umgesetzt. Ich esse noch Milchprodukte aber keine “Kohlenhydrate” mehr, 2-mal im Jahr will ich eine Ausnahme machen um Sushi essen zu gehen.

    Ich fühle mich sehr gut damit. Ich habe keine Tiefphasen mehr sondern einen relativ ausgeglichenen Tagesenergiepegel. Ich habe sogar Lust Sport zu machen und ich mache es auch. Nur das Reisen macht mir Probleme, da in Hotels mit Frühstück meist nichts für mich dabei ist, aber bei 2 Tagestouren nehme ich mir Nussbrötchen mit und kann damit gut leben.

    Meine Freunde fragen mich auch immer wie ich abgenommen habe und die Familie will wissen was ich überhaupt noch esse. Ich erkläre ihnen dann alles ganz in Ruhe, ohne ihnen zusagen, dass ihre Ernährung “schlecht” ist.

    Bei meiner letzten Reise habe ich ein Kochbuch entdeckt, zwar nicht ganz Paleo, dafür aber sehr nahe dran:

    “Kochen durch die Epochen – Von der Steinzeit bis ins Mittelalter” von Achim Werner und Jens Dummer

    Sehr zu empfehlen wenn man sich nicht nur für die Ernährung sondern auch für die Geschichte interessiert.

  11. Sahanya

    Danke für diesen Einblick.

    Ich selbst blicke erst auf ca. 1,5 Jahre Paleo-Ernährung zurück. Aber auch ich finde die positiven Effekte erstaunlich. Dazu gehört nicht nur der Gewichtsverlust, sondern eine allgemeine Steigerung des Wohlbefindens. Ich habe z. B. überhaupt kein Völlegefühl mehr nach dem Essen, und auch keine Heißhungerattacken mehr.

    Wie Christine muss ich mich immer etwas mit dem missionieren zurückhalten, aber es geht – jeder halt so wie er möchte.

    Ich muss allerdings zugeben, dass es mir schwer fällt meine Kinder (fast 1, 3 und 5) nach diesen “Regeln” zu ernähren. Klar, zu Hause gibt es Paleo, aber im KiGa oder unterweges essen sie halt auch Getreide, Zucker usw. Du hast doch auch eine kleine Tochter, oder? Wie machst du das mit ihrer Ernährung? Das würde mich interessieren.

    Grundsätzlich ist es aber so, dass ich meine Ernährung den Kindern halt vorlebe, sie ihnen aber nicht aufzwinge.

    Gibts hier noch mehr “Paleo-Eltern”?

    1. Felix

      Wenn dir wichtig ist, dass deine Kinder auch im Kindergarten glutenfrei essen, dann würde ich dort einfach mitteilen, dass sie schwer glutenunverträglich sind – in der Gastronomie wird das ernst genommen und man ist darauf vorbereitet. Im Kindergarten sollte es ebenfalls so sein.

      Das würde ich solange aufrecht halten, bis die Kids alt genug sind, die Zusammenhänge zu verstehen und eine eigene Entscheidung zu treffen.

      Und bis dahin gilt: Solange sie viel echtes Essen bekommen (also Gemüse, Obst, Fleisch), sind die kleinen Abweichungen, solange sie Ausnahmen sind, kein so großes Problem. Mal ein Eis hier oder eine Schokolade da – das tut kaum weh. Nur das Dauerfeuer mit täglich Weißbrot, Pasta, Pizza, das würde ich vermeiden.

  12. Peter

    Hallo Felix,
    Ich bin vor etwa einem Jahr über deine Seite und damit die Paleo-Ernährung gestolpert. Seitdem verzichte ich
    auf Zucker, Getreide und Milchprodukte und es geht mir hervorragend. Obwohl ich nicht direkt der Paleo-Diät folge,
    ist meine Ernährungsform durchaus mit ihr kompatibel. Ich verzichte zusätzlich auf Obst und Nüsse, was allerdings
    mehr eine persönliche Sache ist. Das einzige Milchprodukt, welches ich wirklich für mich entdeckt habe, ist
    Butterschmalz, wobei das durch das Fehlen von Laktose und Casein eigentlich nur noch ein Milchprodukt im Sinne seiner
    Herkunft darstellt. Sonst kann ich nur sagen, dass ich seit meiner Ernährungsumstellung 12 kg verloren habe und
    seitdem nicht mehr krank geworden bin. Das mag vielleicht nicht damit zusammenhängen, es ist mir aber grade letzten
    Winter deutlich aufgefallen, als knapp die Hälfte meiner Mitschüler mit Grippe und Co. im Bett lagen. Interessanter Weise ist auch meine
    Birkenpollen- und Katzenhaarallergie verschwunden, wahrscheinlich alles reiner Zufall…

    Ich möchte dir für dein Engagement und die tollen Informationen über gesunde Ernährung danken und
    alle Leser hier nochmals dazu ermutigen, der allgemeinen Lehrmeinung der DGE zu misstrauen und Paläo
    und Low-Carb High-Fat selbst auszuprobieren.

    Gruß,
    Peter

  13. mollyfit

    Hallo Felix,
    ich lebe nicht Paleo im engeren Sinne, aber kohlenhdratarm und fettreich, was zwangsläufig in die grobe Richtung führt. Auf Getreide verzichte ich völlig und hab den Eindruck, dass das bei mir einen Riesenunterschied ausmacht (Wohlbefinden, Haut, Laune). Milchprodukte nehme ich weiter zu mir, v.a. als Käse und Sahne. Das macht mein Leben deutlich einfacher. Ich überlege ab und zu das auch mal wegzulassen, um zu sehen, ob es bei mir einen Unterschied macht, aber aus praktischen Erwägungen wird es schwierig.
    Bei mir hat sich das Bewußtsein für die Art und Qualität meiner Ernährung geändert; ich esse fast nur noch (s.o.) pure, unverarbeitete Lebensmittel, möglichst Bio, lasse insbesondere auch die gängigen Zusatzstoffe weg (habe schon seit Jahren eine üble Unverträglichekeit von Geschmacksverstärkern) und fühle mich deutlich wohler so. Parallel dazu verstärkte sich auch meine Gefühl der Verbindung zur Natur in meiner Umgebung (obwohl ich die immer gespürt habe). Ich würde das als Rückkehr zu den Wurzeln bezeichnen. Ein Weg zurück ist für mich heute nicht mehr vorstellbar. Nach fast zwei Jahren entdecke ich dabei auch immer wieder Neues und profitiere von der “Teilungsbereitschaft” der Überzeugten. Besonders angenehm finde ich dabei fehlendes Missionarstum und gute sachliche Recherche. Ich brauche keine neue Religion.
    Bei der Gelegenheit möchte ich Dir auch ein großes Lob aussprechen, da ich Deine Arbeit absolut wertschätze, gerade wegen der o.g. Charakteristika!

  14. Sebastian Bechtel

    Hallo Felix,

    Danke für Dein (ich bleibe beim Du 😉 Video, dann will ich mal mit der Erfahrung rausrücken.

    Ich ernähre mich jetzt seit 1,5 Jahren nach der Paleo-Ernährung. Ich bin erst 20 Jahre, ergo war mein Körper bei der Umstellung noch nicht so geschädigt, wie der Körper von einem Menschen, der z.B. 30, 40 usw. ist. Von daher kann ich solche krassen Umstellungserfahrungen nicht berichten.

    Mit dem Gewicht ist es auch eine Sache, ich habe meine Höhen und Tiefen mit der Steinzeiternährung gehabt. Die alleinige Nahrungspalette reicht meiner Erfahrung nach nicht aus, man kann es sich auch mit Paleo-Lebensmitteln sehr “gut” gehen lassen und zu viel Essen, aber das ist bei mir auch eine Sache von Phasen.

    Jetzt könnte man fragen, warum ich mich trotzdem so ernähre. Initial war, dass mir das Konzept sehr logisch erschien und ich deshalb die Umstellung durchgeführt habe. Mir ging es dadurch, wie gesagt, nicht krass besser, aber wenn ich heute Getreideprodukte, oder am Besten noch Getreide gepaart mit Zucker, konsumiere, geht es mir richtig dreckig! Dadurch weiß ich, dass es der richtige Weg war, erst wenn der Körper gereinigt ist, kann er einem die Signale geben, was er von der einstigen Nahrung eigentlich hält.

    Deshalb werde ich auch weiter dabei bleiben!

    Nichts destotrotz bleibe ich ein Schleckermaul und wenn ich Lust habe, gönne ich mir auch mal eine Tafel Vollmilchschokolade mit mehr oder weniger schlechtem Gewissen, das darf schon mal sein.

    Allerdings weiß ich auch, dass dies nur ein kurzzeitiges Vergnügen ist und ein leckeres Gericht mit Gemüse und Fleisch/Fisch schmeckt doch immer noch am besten 😉

    VG Sebastian

  15. Ursula Plaickner

    Hallo, ich lebe seit August 2008 so. Also auch bald einmal 5 Jahre. Mein Mann auch – meine 4 Kinder teilweise. Ich verbiete ihnen nicht, mal zu naschen oder ein süßes Geschenk anzunehmen. Sie möchten aber verschiende SAchen mittlerweile gar nicht mehr, oder gehen dann zum Sport, um das ungesunde Zeug schnell zu verbrennen. (Sie sind zwischen 5 und 13)
    Ich habe 20 kg abgenommen in von August bis Dezember 2008 und ich habe nie mehr was zugenommen. Schwankungsbreite 2 – 3 kg, je nach sportlicher Aktivität.
    Mein Mann wurde Marathonläufer mit 42 – das ging mit der Ernährungsumstellung und dem gleichzeitigen Beginn von regelmäßiger Bewegung einher. Ich laufe just for fun. Heute ist es 47 und hat eine aktuelle Marathonbestzeit von 2:42 und gewinnt Bergmarathons in seiner Altersklasse. Im Juli startet er beim Swiss Alpine – 72 km Berglauf.
    Er isst keine Nudeln oder Vollkorn, Reis oder sowas, auch keine Kartoffeln. Er trainiert nüchtern. Rennt stundenlang durch die Berge im Sommer und trinkt nur Wasser – er isst dann auch vorher nix. Sein Körperfettanteil liegt bei 6 %. Bevor er das begann, hatte er 10 kg mehr und 22 % Körperfett. Damit war er nicht dick – obwohl er damals auch keinen Sport machte. Heute ist er aus dem nichts Spitzensportler im reinen Amateurbereich.
    Wir meinen, dass das auch mit unserem Lifestyle zu tun hat. Wir trinken keinen Alkohol. Das ist für uns kein Verzicht. Und auch das ganze Industriefood schmeckt uns nicht mehr. Wenn man das nie isst, dann schmeckt das irgendwann alles seltsam mit den künstlichen Aromen, usw. Auch ist man gewöhnt, immer frisch zu essen, dann mag man auch das abgestandene Zeug nicht mehr so gern.
    Die Küche an sich wurde bei uns viel abwechslungsreicher. Wir essen jetzt ganz viele Dinge, die es früher bei uns nie gab und genießen das sehr.
    Und unsere Gäste profitieren auch. Wir verwenden in der Küche sehr hochwertige Lebensmittel und machen alles frisch von der Pfanne auf den Teller. In unserem Hotel begleiten wir Interessierte mit Tipps und Tricks und speziellen Wochenangeboten sowie Lauftrainings (Vorfuß – auch wie in der Steinzeit … )
    Fazit: Uns geht’s wie Felix, die Umstellung war in jeder Hinsicht ein Gewinn und ich verlor auch ein paar Wehwechen 🙂

  16. Christine

    Ich kann erst auf ein Zehntel Deiner Paleo-Zeit zurückschauen, aber mir bekommt das auch sehr gut. Bin immer noch in der Probierphase (hoffe beispielsweise, doch irgendwann wieder Sahne, Butter und Käse essen zu können), aber es gibt schon ordentliche Erfolge.

    Vor allem habe ich mittlerweile viel mehr Energie als zuvor, obwohl ich früher “gesund” gegessen hatte (selbst gekocht, Biogemüse, wenig Fleisch, usw.). Ich war in den letzten Jahren immer erschöpft gewesen, dauermüde, schon morgens beim Aufstehen.

    Das verschwand innerhalb sehr kurzer Zeit und kann nicht nur mit dem Gewichtsverlust alleine erklärt werden. Mittlerweile habe ich sogar – hätte nie gedacht, das mal zu sagen – Lust darauf, mich zu bewegen, spazierenzugehen.

    Es fällt mir ein bisschen schwer, nicht missionierend von Paleo zu sprechen; da ich sehr häufig auf meinen Gewichtsverlust angesprochen werde, liegt es natürlich nahe, dann begeistert von der Ernährungsweise zu berichten. Da muss ich mich selbst bremsen … Vielleicht bringst Du, Felix, ja mal eine kurze Broschüre heraus, die ich den Menschen aushändigen kann. Ein paar Deiner Grundsatz-Blogbeiträge, in Broschürenform aufbereitet, das fände ich super.

    Danke für Deine Recherchen,
    Christine

    1. Felix

      Danke für den Erfahrungsbericht! Ich werde mal überlegen, was man da zusammenstellen kann.

    2. Marko.H

      Dem Wunsch nach einer Broschüre (als PDF) würde ich mich gerne anschließen.
      Ich wurde auch schon oft nach meiner Ernährung gefragt (weil es Leute wirklich interessiert hat und nicht weil ich davon angefangen habe), und ich musste dann erst umständlich Artikel zusammen suchen oder auf Internetseiten verweisen.
      So eine PDF Datei mit den Grundsätzen und wichtigsten Infos wäre wirklich mal eine sehr gute Idee 🙂

      Ich könnte zwar auch solch eine Datei erstellen, allerdings liegt mir das schreiben nicht so wie dir Felix, du drückst das alles irgendwie viel besser aus wie ich es je könnte.

Kommentare geschlossen.

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