Frohe Feiertage…

…und erholsame Feiertage wünsche ich allen Lesern. Für die nächsten paar Tage gönne ich mir und auch dieser Website eine Pause.

Weihnachten scheint mir in Deutschland nach wie vor das Fest mit den am tiefsten verwurzelten Traditionen zu sein. Viele Familien, die sich nur noch selten treffen, tun dies in der Regel an Weinachten und verbunden mit dem dann meist feierlichen Essen ist für Stimmung gesorgt. Ja, in vielerlei Hinsicht.

Für mich persönlich ist der schönste Tag im Dezember der 22.12. Denn ab diesem Tag fängt es an, wieder heller zu werden. Und das lässt hoffen, dass dann auch bald wieder Sonne getankt werden kann. Um sich ausreichend mit Vitamin D zu versorgen, besonders aber einfach um sie zu genießen.

Für die nächsten Tage wünsche ich Ihnen viel Erholung, guten Appetit und alles Gute!

Kokoskrustenhähnchen mit gedünsteter Paprika

Wer einmal ein ganz besonders großes Hähnchen gegrillt hat, der hat gewiss auch die Erfahrung gemacht, dass da schonmal etwas übrig bleibt. Selbst wenn Brust und Keulen verspeist sind, bietet eine so große Karkasse oft noch über ein Pfund feines Fleisch.

Wohin damit? Einfaches Aufwärmen, gar in der Mikrowelle, scheint oft keine gute Lösung zu sein, denn das Fleisch wird schnell trocken. Meine Lösung für solche Fälle ist die meist die Fleischeinlage in Gemüsepfannen.

Im heutigen Rezept aber werden die Fleischreste mit einem geschlagenen Ei verrührt und in Kokosraspeln gewälzt. So entsteht eine Art Panade.

  • 200g gegartes Hähnchenfleisch
  • 1 Ei
  • 20g geraspelte Kokosnuss
  • 4 Stck. Paprika
  • 1 Zwiebel

Das Hähnchenfleisch in Mundgerechte Stücke schneiden, ein Ei schlagen und das Fleisch damit übergießen und verrühren.

Nun die Kokosraspeln hinzugeben und weiter verrühren. Das Fleisch soll nur teilweise bedeckt werden, es muss keine vollständige Umhüllung entstehen.

Zwiebeln und Paprika in Streifen schneiden.

Auf mittlerer Hitze Kokosöl oder Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und das Fleisch hinzugeben, gelegentlich umrühren. Da das Hähnchen bereits gar ist, dient dieser Schritt nur zum leichten Anrösten der Kokosraspeln und zum aufwärmen des Fleischs.

In einer zweiten Pfanne mit etwas Olivenöl das Gemüse bei hoher Hitze kurz anbraten oder grillen.

In zwei Portionen servieren.

Urgeschmack-TV Ep. 30: Mediterraner Auflauf

Dem Schnee zum Trotz kommt im heutigen Video ein mediterraner Auflauf in den Ofen. Die kombinierten Düfte von Oregano, Thymian und Knoblauch durchströmen dabei die Küche und sorgen natürlich auch auf dem Teller für ein sehr tiefes Aroma:

Guten Appetit!


Einführung in die Paleo Diät

Beginnend mit dem Artikel “Die Paleo Diät” habe ich eine ausführliche Anleitung für den Einstieg in die Paleo Diät geschrieben.

Behandelt werden unter anderem die sieben einfachen Schritte auf dem Weg zu einer ganzheitlich gesunden Ernährung, die jeweiligen Gründe dafür, ein typischer Tag mit der Paleo Diät, ein Plan und natürlich die häufigen Fragen zur Paleo Diät.

Ich hoffe damit einigen Einsteigern weiterzuhelfen und denen einen Leitfaden zu geben, die sich eine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung wünschen. Sämtliche biologischen Hintergründe und Zusammenhänge vollständig zu erläutern würde ein ganzes Buch in Anspruch nehmen und in den regelmäßig hier auf Urgeschmack erscheinenden Artikeln wurde ein Großteil bereits angesprochen. Schauen Sie einfach mal rein.

Lesen Sie hier weiter:

  1. Die Paleo Diät
  2. Grundsätze der Paleo Diät (7 einfache Schritte zu einer ganzheitlich gesunden Ernährung)
  3. Die Paleo Diät im Detail
  4. Gründe, Zucker zu meiden
  5. Gründe, Getreideprodukte zu meiden
  6. Gründe, Pflanzenfett und Margarine zu meiden
  7. Gründe, stark verarbeitete Lebensmittel zu meiden
  8. Gründe, den Obstverzehr zu mäßigen
  9. Gründe, auf Milch zu verzichten
  10. Gründe, auf Ihr Omega3:Omega6 Verhältnis zu achten
  11. Eine typische Woche mit der Paleo Diät
  12. Paleo Diätplan
  13. Paleo-Einkaufsliste
  14. Das 30-Tage-Programm
  15. Häufige Fragen zur Paleo Diät

Hähnchenkeule auf Gemüse

Als ich vor einiger Zeit mit Matschepampe zum Blind Guardian Konzert fuhr, berichtete ich im entsprechenden Video kurz über die Hühne meiner Nachbarin. Den gesamten Sommer über gingen Küchenabfälle bei mir weder in den Müll, noch in den Kompost. Stattdessen freuten sich die besagten Hühner über regelmäßig frisches Futter. Über den Status von Brathähnchen und Poularden waren die Tiere mit einem Schlachtgewicht von über 3kg am Ende weit hinaus, zumindest, wenn man dieser Klassifizierung Glauben schenken darf.

Nach sechs bis acht Monaten wird so ein Tier in der Regel als ungenießbar zäh und bestenfalls als Suppenhuhn brauchbar bezeichnet. Daran glaube ich nicht. Und wer sich ein klein wenig mit Küchenchemie auskennt, wird wissen, dass beim Niedertemperaturgaren mit etwas Zeit wirklich jedes Stück Fleisch zart wird.

Dieser Vogel ruhte daher ca 6 Stunden bei 100°C im Ofen, nur zum Schluss wurde für 15-20 Minuten auf 200°C erhöht, um eine knusprige Haut zu erhalten.

Die Keule so eines ausgewachsenen Huhns sättigt sehr gut und daher gibt es als Gemüse dazu lediglich:

  • 3 Stck Paprika
  • 1 Zwiebel
  • 1 Kohlrabi

Die Zwiebel in Ringe schneiden und glasig braten, dabei mit Salz und Pfeffer würzen.

Paprika und Kohlrabi in Streifen schneiden, zur Zwiebel geben und kurz mit anbraten oder dünsten.

Jeweils eine Hähnchenbrust oder -Keule darauf anrichten und servieren.

Diese Menge reicht für 2 Portionen.

Übrigens: Vor einigen Monaten zeigt ich bereits im Video, wie man ein Brathähnchen zubereitet.

Urgeschmack-TV Ep. 29: Tomaten-Mozzarella-Suppe

Heute gibt es das Rezept zur Tomaten-Mozzarella-Suppe in Videoform. Es handelt sich um ein sehr einfaches, schnelles und praktisches Rezept, das viel Arbeit spart und wirklich jedem den Einstieg in eine gesunde und natürliche Ernährung ermöglicht.

Schnell, einfach, lecker und gesund.

Wussten Sie es schon? Sie können Urgeschmack auch unterstützen, indem Sie Ihre Einkäufe bei Amazon einfach über den folgenden Link erledigen.

Buchtipp: Holy Cows & Hog Heaven

Holy Cows Hog HeavenWie erhalte ich hochwertige Lebensmittel direkt vom Erzeuger?

Muss ich viel Geld ausgeben, um gesundes Gemüse zu bekommen?

Woran erkenne ich einen nachhaltig wirtschaftenden Landwirt?

Antworten auf diese und ähnliche Fragen finden Sie in Joel Salatins Buch “Holy Cows & Hog Heaven“.

Das Buch mit dem passenden Untertitel “The Food Buyer’s Guide to Farm Friendly Food” ist in vier Abschnitte unterteilt. In diesen geht es um den Erzeuger, die Produkte, die Verbraucher und die Politik.

Zunächst geht Salatin darauf ein, woran Sie einen “sauberen” Landwirt erkennen und was die wichtigsten Aspekte eines nachhaltig und biologisch hochwertig wirtschaftenden Betriebs sind. Dabei geht es auch um Themen wie “Nachbarschaftsfreundlichkeit”, ganz konkret, inwieweit eine (meist unnötige) Geruchsbelästigung stattfindet, bis zu welcher Größenordnung dieses Vorgehen praktikabel sein kann oder auch wie offen der Erzeuger gegenüber dem Verbraucher ist.

Der nächste Abschnitt behandelt die Produkte selbst. Lebensmittel sind biologisch. Gute Lebensmittel erkennt man daran, dass sie mit der Zeit verderben. Wenn der Inhalt ihrer Obstschale also auch nach Wochen sein Aussehen nicht verändert hat, können Sie davon ausgehen, dass hier mit reichlich Chemikalien nachgeholfen wurde. Desweiteren geht es hier um genetische Manipulation oder auch Bodenqualität und -Fruchtbarkeit.

Weiter geht es mit dem Verbraucher. Was kann er tun, um beim Umstieg auf ein nachhaltig und biologisch verträgliches System zu helfen? Die Essgewohnheiten dem Wechsel der Jahreszeiten anzupassen ist hier ebenso relevant wie die eigenen Fähigkeiten in der Küche, um mit den Rohprodukten überhaupt etwas anfangen zu können. Bringen Sie Verständnis für schrullige Landwirte auf – diese sind die Direktvermarktung meist nicht gewohnt und haben keine jahrzehntelange Übung darin.

Abschliessend vervollständigt Salatin Holy Cows & Hog Heaven mit einigen Kapiteln zur Politik. Sinn -oder vielmehr Unsinn- von Agrarsubventionen und die Problematik der Lebensmittelsicherheit werden hier ebenso thematisiert wie Regulierungen und Dezentralisierung, Globalisierung und die bürokratischen Fallstricke, die kleine Erzeuger bis zur ersten verkauften Karotte zu überstehen haben.

Joel Salatin als Landwirt ist es in diesem Buch gelungen, die Verantwortlichkeit nicht nur beim Verbraucher und der Politik zu suchen, sondern sich stellvertretend für alle Genossen auch an die eigene Nase zu fassen.

Holy Cows & Hog Heaven:  Hilfreich für Fans echter Lebensmittel

Ich denke, Holy Cows & Hog Heaven hilft dem allgemeinen Verständnis sehr und daher empfehlen ich es ausdrücklich allen, die mehr über nachhaltige Landwirtschaft und gesunde Lebensmittel erfahren möchten. Über diesen Link können Sie es bei Amazon kaufen. Eine deutschsprachige Version ist nach meinem Kenntnisstand nicht erhältlich.

Bratkürbis mit Spiegelei

Kurz nachdem mir die Ähnlichkeit des gekochten Hokkaido-Kürbis im Vergleich zu Kartoffeln auffiel, kam natürlich auch die Idee, den so vorbereiteten Kürbis zu braten. Bratkartoffeln, das muss man sich nicht schämen zuzugeben, sind eine leckere Sache. Doch wie ich schon häufiger erwähnte, liegt dies vornehmlich an den Röstaromen, den meist mitgebratenen Zwiebeln und natürlich den Gewürzen. Die Kartoffeln selbst bringen verhältnismäßig wenig Geschmack mit. Warum sollte also der Kürbis diese Aufgabe nicht auch übernehmen können? Die Eier dazu sind nicht nur äußerst gesund, sondern sie machen auch satt. Nach Bratkohlrabi und Bratsellerie ist nun also Bratkürbis an der Reihe:

  • 1000g Hokkaido-Kürbisfleisch
  • 200g / 2 Stck. Zwiebeln
  • 8 Eier

Den Kürbis in kleine Würfel oder Scheiben schneiden, mit ca 400ml Wasser in einen Topf geben und kochen.

Nach ca 10 Minuten die Festigkeit prüfen, die Kürbisstücke dürfen nicht zu weich werden.

Das Wasser nach dem Kochen abgießen und den Kürbis mehrere Stunden, am besten über Nacht, abkühlen lassen.

Die Zwiebeln in Ringe schneiden und in etwas Kokosfett glasig braten, mit Salz und Pfeffer würzen.

Den Kürbis hinzugeben, würzen und knusprig braun braten.

5-10 Minuten vor dem Servieren mit dem Zubereiten der Spiegeleier beginnen.

Diese Menge reicht für 2 Portionen.