Wildschweinbratwurst mit Sauerkraut

Es war ein Experiment. Bislang war ich der Überzeugung, dass vom ursprünglichen Geschmack des Fleischs nicht viel übrig bleibt, wenn es zu Bratwurst verarbeitet wird. Da mir jedoch Vielfalt auch auf dem Tisch sehr gefällt, war ich offen für die Wildschweinbratwürste aus Meisterhand. Versuch macht kluch, sagt ein Sprichwort und zu verlieren hat man dabei ja nun wirklich nichts.

Die Teile schmeckten gut. Aber es waren Bratwürste – vom typischen Wildschweingeschmack blieb leider nicht das geringste übrig. Für dieses Rezept spielt das aber keine Rolle, denn Bratwürste ohne Geschmacksverstärker bietet jeder anständige Metzger an.

  • 4 Bratwürste
  • 1kg Sauerkraut
  • 300g Zwiebeln
  • 30g Butter oder Schmalz
  • Gewürze: Salz, Pfeffer

Die Zwiebeln in Ringe schneiden und glasig braten, mit Salz und Pfeffer würzen.

Das Sauerkraut in einen Topf geben und erhitzen, zwei Drittel der Zwiebeln hinzugeben und mit der Butter/dem Schmalz verfeinern.

Die Würstchen in einer Pfanne von allen Seiten braten.

Anschließend Sauerkraut und Würstchen auf zwei Tellern anrichten und mit den übrigen Zwiebeln garnieren.

Diese Menge reicht für zwei Portionen.

Dieses und andere Rezepte finden Sie auch im "Urgeschmack-Kochbuch".

Wenn Ihnen Urgeschmack gefällt oder hilft, würde ich mich über Ihre Unterstützung sehr freuen.

5 Kommentare zu “Wildschweinbratwurst mit Sauerkraut

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  1. urtyp

    Hallo Leute,

    tolles Rezept, einfach und schnell gemacht. Mein tipp: Würste vorher kurz in heissem Wasser überbrühen. Man kann sie auch super grillen (Grillwurst mit Sommergemüse oder Salat)
    Bin selbst Jäger und wir lassen regelmässig Würste vom Metzger ohne Konservierungsstoffe machen. Die sind in Folie vakumuert und können eingefroren werden. So hat man immer welche auf Vorrat. Bei guten Wildschweinwürsten schmecke ich auch den Unterschied. Ausserdem sind sie 100% Bio, mehr Natur als bei Wild aus dem heimischen Wald geht nicht.
    Also Jäger fragen, manche versenden auch Wildfleisch per Paket. Aber auf freies Wild achten, nichts aus Gehegen oder dem Ausland.

    Grüsse
    urtyp

  2. Anika

    Hey tolles Rezept, das werde ich demnächst mal ausprobieren.. Wo bekommst du Sauerkraut und Rotkohl her.? Also als Frischware oder im Glas.? Da sind ja wieder Süßungsmittel oder Zusatzstoffe drin..:(

    Eine Frage habe ich noch. Wie sieht es aus mit Wiener und Bockwurst..? Sind die eigentlich “erlaubt”?

    Liebe Gruüße

    ANIKA

    1. Felix

      Sauerkraut… da gibt es viele Marken (unter anderem auch Bio/Naturland/Bioland) ganz ohne Zusatzstoffe oder nur mit Salz und/der Weinessig. Rotkohl mache ich immer selbst: http://www.urgeschmack.de/rotkohl/

      Es spielt keine Rolle ob Wiener oder Bock oder Frankfurter: Wichtig ist, was drin steckt. Die meisten Metzger verwenden Gewürzmischungen mit Glutamat oder Hefeextrakt, oft auch Zucker. Da würde ich die Finger von lassen. Die Wildschweinbratwürste hatte ich von ‘nem Jäger bekommen, der die selbst macht. Hör dich einfach mal danach um. Oder frag’ deinen Metzger direkt nach den einzelnen Inhaltsstoffen.

    1. Felix

      Diese sind von einem Jäger, der seine Beute immer zu einem ihm bekannten Schlachter bringt. Der verwertet dann die gesamten Teile und gibt sie ihm wieder mit. Ein Jäger wäre die beste Anlaufstelle, ja. Aber wie gesagt: Bratwurst ist Bratwurst (meiner Meinung nach)…

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