Urgeschmack-TV Ep. 18: Bio ist wertlos

Heute ein Videobeitrag zum Thema der biologischen Erzeugung von Lebensmitteln. Die verschiedenen Verbände leisten gute Arbeit bei der Verwirrung der Verbraucher. Bio-Milch vom anderen Ende der Republik in hoch komplexen Tetrapacks mit zusätzlichen Kunststoffsichtfenster oder Süßkartoffeln, die um die halbe Welt geschifft werden – das sind Dinge, die sich mit vernünftiger und nachhaltiger Lebensmittelerzeugung nichts zu tun haben.

Es führt kein Weg darum herum, sich seine eigenen Gedanken zu machen, selbst nachzufragen und die Verantwortung für seine Ernährung selbst zu übernehmen. Wer sich im Punkt Ernährung auf die Staatsgewalt oder gar eine Supermarktkette verlässt, legt sein Schicksal in die falschen Hände. Ist es zu viel verlangt, bei der eigenen Ernährung ein wenig mehr Acht auf die Qualität zu geben?

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3 Kommentare zu “Urgeschmack-TV Ep. 18: Bio ist wertlos

  1. Pingback: Urgeschmack — Bio oder Öko? Der Label-Krieg

  2. Bleicke

    “Pauschalisierungen sind immer Quatsch” – Ah! Mein Gehirn explodiert :D

    Ich glaube dass die Entwicklung von BIO positiv ist, denn sie zeigt, dass die Konsumenten am Ende doch am längeren Hebel sitzen. Die Problematik die du ansprichst ist meiner Meinung nach zweierlei:

    1)Das Siegel bringt nix wenn der Versiegelte die restlichen 360 Tage des Jahres in den Tank pinkelt, wie du so schön sagst.

    2)BIO hat momentan nicht die Merkmale die ich mir in Essen wünsche (Gras-Fed, usw.)

    Bei 1) kann man natürlich nicht viel verbessern, wenn der Prüfer 365 Tage im Jahr vorbei schaut kommt der Bauer ja zu gar nichts mehr. Das muss über Vertrauen gehen.

    Zu 2): Kann man nicht eigentlich sein eigenes Siegel gründen? Könnten wir ein Paleo-Siegel machen? Was braucht man da ausser Teilnehmern? Für’s erste wäre ein “Weidefutter”-Siegel vielleicht gut. Das erkennt auch ein Nicht-Paleoaner leicht. Für Viech- und Milchprodukte wäre das doch ein Anfang.

    1. Felix

      Bleicke, danke für den Kommentar. Ich fürchte allerdings, du ersetzt nur ein Problem durch ein neues. Wie soll ein “Paleo-Siegel” aussehen, nach welchen Maßstäben geht man dort? Mit oder ohne Milchprodukte? Nachtschattengewächse? Richtet man sich (zum Beispiel) ausschließlich nach Dr. Cordain, so ergibt sich das Problem, dass auch der schon mal zu neuen Ergebnissen kommt (s.a. gesättigtes Fett) und schon muss das Siegel geändert werden.
      Auch ein “Weidefutter-Siegel”, so reizvoll das klingt, wird unter den gleichen Problemen leiden wie die aktuellen Biosiegel (die ja gewiss auch ehrenhafte Ziele hatten, ursprünglich): Was genau ist Weidefütterung? Was, wenn ein Bauer (so einen kenne ich persönlich) seinen Kühen zur Weidefütterung jeden Tag noch ein Kilo Getreideschrot gibt um sie in den Stall zu locken? Und so weiter. Grenzen sind einfach zu schwammig in diesen Fällen. Siehe, wie im Video erwähnt, auch die Bio-Eier: Das Futter ist “Bio”, wird aber aus der Ukraine angekarrt. Wie weit dürfte es transportiert werden, damit es noch “Bio” ist?
      Ich denke, der einzige Ausweg ist wirklich die Dezentralisierung der Lebensmittelproduktion und die Rückkehr zum lokalen Produktionsmodell wo der Verbraucher seine Waren vor Ort kauft, den Erzeuger kennt und alles transparent ist. Wie schafft man das? Jeder Verbraucher muss selbst den ersten Schritt tun. Das machen wir hier :)

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