Warum macht Zucker dick? Wie funktioniert Insulin? (Video)

Warum macht Zucker dick? Wenn er so ungesund ist, warum finden viele Menschen den Geschmack dann so unwiderstehlich? Und was passiert eigentlich, wenn wir Zucker essen, wie funktioniert Insulin? Wie hilft mir dieses Wissen beim Abnehmen? Darum geht es in diesem Video.

Wenn Ihnen Urgeschmack gefällt oder hilft, würde ich mich über Ihre Unterstützung sehr freuen.

23 Kommentare zu “Warum macht Zucker dick? Wie funktioniert Insulin? (Video)

Bitte beachten Sie bei Diskussionen in den Kommentaren, dass am anderen Ende des Internets auch immer ein Mensch sitzt. Benehmen Sie sich bitte so, wie Sie sich auch gegenüber Menschen verhalten würden, denen Sie persönlich gegenüberstehen.
  1. Viola

    Hallo, S2,

    bin nicht übergewichtig, gehöre also auch zu denjenigen, die bei gesunder Ernährung auch mit Zucker nicht ansetzen.

    So nebenbei bekommt man aber das Übergewichtsproblem vieler Menschen so mit, und erfährt auch, mitunter durch Einschalten natürlicher Beobachtung, dass Kalorienzählen allein unbefriedigend ist, und den Körper nicht immer satt macht. Menschen mit Kalorienzählen leiden also einfach an : “Hunger”. Erfolge werden oft mit einer bestimmten Diät, gleich welcher, verbucht, durch die dann einfach bewusster gegessen wird. Dies trifft aber nur auf Diäten zu, die aus dem Bereich “Naturheilkunde” und nicht aus dem reinen Eiweiß-Fett-Kohlehydratebereich kommen.
    Also dass das alles rein genetisch ist, und ausschließlich auf einer Typenlehre beruht, glaube ich nun mal auch nicht, da viele Personen, wenn sie sich vom Stil her anders ernähren, auch mal zu den Dünnen oder Dicken wechseln können. Viele Diäten wirken aber, egal, wie sie heißen, hervorragend, und erst kürzlich begriff ich, warum: es liegt am: Geschmacksverstärker: Diäten oder Ernährungskonzepte, die darauf verzichten, regulieren das Hungergefühl, wie es der Körper von Natur aus macht. Wird Hefeextrakt/modifizierte Stärke, und die vielen anderen Formen von Geschmacksverstärkern aufgenommen, merkt unser Hungerregulationssystem nicht, dass wir betrogen werden. Und es isst, isst, und isst. Auch wenn die vorgegaukelten Vitamine mitnichten in der Glutamat-Nahrung enthalten sind. Dies gilt auch für Soja-Extrakte und Sojasoße. Amerika wird dadurch natürlich sehr bevölkert mit Übergewichtigen. Entwöhnt man Geschmacksverstärker, bekommt man richtig (!) Entzugssymptome, und man hat plötzlich keinen Appetit mehr, nur noch auf ganz gesunde Nahrungsmittel (frische, hochwertige Produkt, ich habe dann auch schon gehört: “die machen nicht satt”, aber dauert nur so lange an, bis man seinen Bedarf daran gedeckt hat, dann hat man nicht mehr so einen ausserordentlichen Hunger darauf).
    Natürlich gibt es für das ganze Problem auch psychische Gründe: Normgewicht wird einfach etwas höher geschraubt, also dass das Wunschgewicht unterbewusst viel zu hoch ist. Das ist nicht immer leicht aufzulösen, also das ist dann der Grund, wenn man überhaupt keinen Erfolg ohne Kalorienzählen hat.
    Du wolltest doch wissenschaftliche Gründe wissen, einen hab’ ich noch (durch Beobachtung): Der Bedarf ist bei verschiedenen Menschen in verschiedenen Situtationen (z.B. Umgebungstemperatur, Aktivität, Gehirnarbeit, Schilddrüsenfunktion und Stoffwechselaktivität)ganz unterschiedlich.
    Stell dir vor, man passt sich an eine viel kältere Raumtemperatur an, weil man im Winter nicht so viel heizt (auch trotz 2-3 Pullis ist es kälter), und der Körper würde gerne eine isolierende Speckschicht aufbauen, die er aber ganz von alleine im Frühling/Hochsommer wieder verliert. Oder man lernt viel, da benötigt man reine Glukose, für die man bei geringer Kohlenhydratzufuhr sogar Muskelmasse abbauen würde. Oder: die körperliche Aktivität nimmt zu, man trägt oft was Schweres, und durch steigende Muskelmasse wird man immer schneller (oder man macht Sport/Gymnastik/geht ins Fitnessstudio), und, und, und.
    Wenn sich alles: Psyche und Auswahl an gesunden Lebensmitteln im Lot befindet, dann hat man mal Kohldampf, und mal weniger, und denkt sich nichts dabei, isst immer dann, wenn man Hunger hat, und nur soviel, wie man Hunger hat. Dann geht alles vollautomatisch. Wie das funktioniert: Muss genial sein!
    Wenn man da jetzt aber mit psychischem Gewichtsstress, falschen Lebensmitteln, Essregeln oder begrenzten Essmöglichkeiten oder gar noch mit körperlicher Krankheit das alles durcheinanderbringt, bleibt man wohl hungrig, oder vollgefressen (Magendehnung statt Sättigung).
    Übrigens gilt laut Fernsehen (weiß nicht ob das repräsentativ ist) ne Magenverkleinerung als erfolgreiches Mittel gegen Übergewicht (nicht dass ich das empfehlen würde), allerdings gab es mir (positiv) zu denken, dass hinterher zu den kleinen Portionen ein Leben lang Vitamine zur Nahrungsergänzung verordnet werden. Dies scheint mir eine ganz positive Auswirkung zu haben.
    Und wer sich zu oft gesunde Lebensmittel verkneift, landet halt im Winter mal im Untergewicht (oder dauerhaft bei zu kalorienarmen Lebensmitteln) oder er wird nie satt, und frisst, frisst, um seinen Hunger zu stillen (aber die Nahrung hat nie die benötigten Nährstoffe). Man setzt eher giftige Stoffe der niederwertigen Lebensmittel im Fettgewebe an, und der Körper verliert es lieber nicht mehr, da sonst zu viele giftige Stoffe auf einen Schlag ins Blut gehen würden. Also nie ne Hungerkur machen.

  2. Alice

    Hallo Felix,

    ich muss eine Präsentation über die Darstellung der enzymatischen und hormonellen Blutzuckerregulation unter besonderer Berücksichtigung des Insulins halten.
    Kannst du mir da villeicht helfen? Ich bekomme die Abläufe einfach nicht auf die Kette :(

    Lieben Dank!

      1. Alice

        es geht hauptsächlich darum die Abläufe der Blutzuckerregulation zu erklären..
        wie was genau passiert und funktioniert
        Auch die Folgen einer zuckerreichen Ernährung sollen aufgezeigt werden und Vorschläge zur Vermeidung von einer zu zuckerreichen Ernährung gegeben werden

        LG

  3. S2

    Wo findet man eigentlich etwas über “den dünnen Menschen” bzw. seinen Stoffwechsel? Es nervt mich, immer Ratschläge und Belehrungen von Menschen zu bekommen, die eben leicht dick werden. Ich und viele andere Menschen werden nun einmal (besonders in der Jugend) nicht dick. Egal wie viel gegessen wird, egal wie viel Schokolade oder Marsriegel etc. gegessen werden. Daher musste ich nie darauf achten oder dachte das jedenfalls. Was jedoch wohl auch nicht gesund ist/war.

    1. Felix

      Hallo S2,
      der Stoffwechsel funktioniert bei allen Menschen gleich. Manche sind nur etwas anfälliger für den Aufbau von Fettreserven, andere für Pickel und wieder andere für Bluthochdruck.

      1. S2

        Danke für Deine Antwort. Naja, ich halte das für eine einfache Schulbuch-Regel, dass der Stoffwechsel bei allen gleich funktioniert. Die Unterschiede zwischen den Menschen halte ich dagegen für erheblich und dementsprechend müssen die Ursachen sehr komplex und vielfältig sein. Ich halte das in meinem Fall (und dem anderer schlanker Menschen) für genetisch. Oder mit der Darmflora zusammenhängend. Oder mit der Stoffwechselrate. Oder, oder, oder… Klar ist doch, dass die einfache Gleichung “viel Essen = viel zunehmen” nicht bei allen Menschen und Altersstufen stimmt. Wobei ich natürlich zugebe, dass auch bei mir irgendwo eine Appetitgrenze auf Süßes existierte, so dass ich sicher nicht unendliche Mengen von Süßem ausprobiert habe und auch sonst nicht extrem “ungesund” gelebt habe. Aber klar ist auch: So weit ich denn wollte, konnte ich beliebig Süßes essen, ohne jemals Gewichtseffekte zu messen. Und ein absoluter Einzelfall bin ich da auch nicht. Die Erklärung dafür erhoffe ich mir halt noch von irgendwo…

        1. Felix

          Hallo S2,
          die Funktion IST bei allen gleich. Was sich unterscheidet sind die Hormonspiegel und andere Faktoren.
          Stell es dir wie eine Formel vor. Die Formel ist immer gleich, es sind immer die gleichen Variablen. Nur je nach Individuum haben die Variablen unterschiedliche Werte. Und diese Werte bleiben auch nicht immer gleich, sondern sie ändern sich abhängig vom Alter (z.B. die Hormonspiegel speziell in Pubertät und Wechseljahren) und natürlich in Abhängigkeit von Umweltfaktoren wie der Ernährung, dem Aktivitätsgrad und der Genetik. Letzteres sind die Variablen, die wir wohl einfach akzeptieren müssen.

          1. S2

            Hallo Felix,
            damit das zuerst mal klar ist: ich finde Deine Seiten hier ja gut und anregend und richtig. Und wenn es Leuten mit Hilfe dieser Ernährung besser geht, ist das ja schon mal praktisch sehr wertvoll. Ich bin halt nur wissenschaftlich ausgebildet und möchte es manchmal am liebsten ganz genau und nachgewiesen wissen. Und daher enthält für mich Deine Aussage “die Funktion IST bei allen gleich. Was sich unterscheidet sind die Hormonspiegel und andere Faktoren” einen Widerspruch in sich. Natürlich kommt man um den Energiegehalt der Nahrung nicht herum: Man kann nur so viel zunehmen, wie man auch aufnimmt, nicht mehr. Und da sind natürlich auch die wichtigen Stoffwechselwege bei den Menschen gleich. Ja, da können wir dann sogar noch alle möglichen anderen Lebewesen mit hineinnehmen. Aber diese beiläuifg erwähnten “anderen Faktoren” sind eben doch meiner Ansicht nach SEHR vielfältig und können im Endeffekt zu großen Unterschieden führen. Du und ich, wir haben ja nun beide schon ein paar dieser Faktoren genannt. Es gibt es einfach zu viele “Ausnahmen” und Gegenbeispiele, als dass man hier so einfach eine allgemeingültige Aussage treffen könnte. Und die Gleichung, dass die benötigten Kalorien wirklich bei allen Menschen und unter all den vielfältigen Bedingungen gleich sind, und dass alles, was man “oben zu viel reinsteckt” einfach und immer als Fett angesetzt werden, ist einfach falsch. Dazu gibt es zu viele Gegenbeweise und ich stütze mich am liebsten auf einen, den ich ganz klar bestätigen kann, da es bei mir eben so war (inzwischen setze ich ein ganz kleines bißchen leichter an, aber weit schwerer als viele Andere und auch nicht übergewichtig).
            Mich würde einfach nur genauer interessieren, woran das liegt, aber das werden und müssen wir hier ja nicht klären.
            Viele Grüße

          2. Felix

            Hallo S2,
            “Und die Gleichung, dass die benötigten Kalorien wirklich bei allen Menschen und unter all den vielfältigen Bedingungen gleich sind, und dass alles, was man “oben zu viel reinsteckt” einfach und immer als Fett angesetzt werden, ist einfach falsch.”
            Das behaupte ich an keiner Stelle. Im Gegenteil: http://www.urgeschmack.de/urgeschmack-tv-ep-104-ist-kalorien-zahlen-sinnvoll/

            Es bleibt dabei: Die Funktion ist immer gleich, die Faktoren mögen variieren. Das ist kein Widerspruch.

  4. Barbara

    Hallo Felix,
    ich finde dieses Video sehr gut und ich bin begeistert von deiner Seite.
    Ich leide an dem PCO Syndrom, eine Frauenkrankheit bei der die Fruchtbarkeit verringert ist. Diese Krankheit hängt auch mit einer Insulinresistenz zusammen. Insulin scheint den männlichen Hormonspiegel bei Frauen zu erhöhen, daher ist die Fruchtbarkeit verringert oder fehlt sogar.
    Um dem entgegenzuwirken habe ich mit einer Paläo-Diät begonnen. Mal sehen, ob es Erfolge zeigen wird.
    Vielen Dank für die vielen tollen Rezepte. Ich habe mir auch schon ein Kochbuch von dir gekauft.
    Gruß
    Barbara

  5. Pingback: 6 Schritte, um die hartnäckigen letzten Kilos loszuwerden — Urgeschmack

    1. Felix

      Das ist für viele Menschen so ungefähr das Mittel, ja. Also nicht nur Tafelzucker, sondern alles zusammen. Fuchtsäfte, Nudeln, Kuchen, Brötchen… geht schnell.

  6. Pingback: Macht Eiweiß schlank? Wie funktioniert Glucagon? (Urgeschmack-TV Ep. 147) — Urgeschmack

  7. Pingback: Was ist gesunde Ernährung? — Urgeschmack

Kommentieren

Vielen Dank für Ihren Kommentar, ich lese jeden einzelnen. Allerdings erhalte ich mehr Kommentare, als ich beantworten kann. Seien Sie daher bitte nicht böse, wenn Sie auf Fragen keine Antwort erhalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich besonders auf individuelle Beratungsanfragen nicht immer reagieren kann.
Einige Kommentare müssen manuell freigeschaltet werden. Dies kann einige Zeit dauern. Ich bemühe mich, neue Kommentare binnen 24 Stunden freizuschalten, an Wochenenden oder in Ausnahmefällen kann es länger dauern (bis zu zwei Wochen).
Zugunsten der Mitleser und der Diskussionskultur bitte ich Sie, beim Thema zu bleiben. Kommentare ohne Themenbezug werden unter Umständen nicht freigeschaltet.