Ist es sinnvoll, Kalorien zu zählen? Ist eine Kalorie immer gleich eine Kalorie? Oder ist das alles Unfug? Wie funktioniert die Energieverwertung? Warum nimmt man nicht immer ab, wenn man ein Kaloriendefizit erzeugt? Und warum nehmen einige Menschen nicht zu, obwohl sie immer viel essen? Dieses Video handelt vom Sinn und Unsinn des Kalorienzählens, vom Abnehmen und der Bedeutung der Kalorienbilanz:





[...] täglichen Energiebedarf. Dieser ist individuell verschieden, Kalorienrechner gibt es reichlich. Kalorien zu zählen ist jedoch leider selten hilfreich, denn es berücksichtigt keine hormonellen Schwankungen. Im Normalfall regelt der Körper das [...]
Hallo Felix,
heute läuft mein dritter Paleo-Tag und ich vermute ich hatte die typische Paleo-Grippe. Ich fühl mich als ob mich ein LKW überfahren hat.
Ich will nicht groß auf das Kalorienthema eingehen sondern nur schildern was mir durch den Kopf geht.
Lt. meiner Grundumsatzberechnung unter Berücksichtigung meiner Tätigkeit + Sport bekomme ich ein Ergebnis von ca. 3400 kcal.
Wenn ich jetzt zum Spass berücksichtige was ich die letzten Tage gegegessen habe komme ich vll. auch 1400-1600 kcal. Ich bin aber wirklich satt.
Ist meine Denke richtig, dass das Kaloriendefizit nach der Umstellungsphase aus der Fettverbrennung kommen wird?
Ich weiß das Kalorien keine Rolle spielen aber darf ich fragen wie viel zu ungefähr zu dir nimmst?
Viele Grüße
Mark
Hallo Mark,
der Kalorienbedarf aus beruflicher Tätigkeit und Sport wird sehr oft überschätzt.
Meine eigene Einnahme liegt so um 2200-2500kcal, schwankt auch im Wochenverlauf stark
[...] grundlegende Überlegungen zur Körperlichen Ertüchtigung:Hier einige Hinweise zur Kalorienbilanz: Urgeschmack-TV Ep. 104: Ist Kalorien zählen sinnvoll?Gesund, lecker und einfach: Mit "Das Urgeschmack-Kochbuch" heute anfangen, die Ernährung [...]
Hallo Felix,
sehr anschauliche Zusammenfassung, vielen Dank. Dabei stellt sich mir allerdings folgende Frage: Warum nehmen Menschen – mich übrigens eingeschlossen – häufig ab, wenn sie den Zucker bzw. den Kohlenhydrateanteil in ihrer Ernährung reduzieren und das ohne auf die zugeführten Kalorien zu achten? Eigentlich müsste sich dadurch das Gewicht lediglich stabilisieren und nicht sinken. Dieser Effekt wird ebenfalls häufig bei der Atkins oder anderen Low-Carb-Diäten beobachtet. Hast du dafür eine Erklärung?
Gruß
Ben
Hallo Ben,
durch die Kohlenhydratreduktion wird tendenziell weniger Insulin ausgestoßen, somit reduziert sich auch der Speicherprozess. Das beinhaltet auch, dass bestehende Fettspeicher besser zugänglich werden, also Fett ebsser abgebaut werden kann, wenn der Körper das möchte. Noch dazu kann eine etwaige Insulinresistenz reduziert werden, was ebenfalls hilft.
Außerdem wird bei Zuckerreduktion weniger Wasser im Körper gespeichert und das wiegt ja auch was.
Das Gewicht stabilisiert sich ja auch – aber wenn viel überflüssiges Fett vorhanden ist, verbraucht der Körper das eben zunächst, bis er sich wieder einpendelt.
@Felix und @Marko: zu euren Antworten auf Sven’s Frage –> völlig korrekt!
Sport: kurz und intensiv, am besten Krafttraining, CrossFit, kurze Sprints, Functional Training etc.
Zu den Kalorien: um abzunehmen (egal ob Fett oder Muskelmasse) ist es primär wichtig mehr zu verbrauchen, als man zuführt. Genau kann man das allerdings nicht berechnen, weil vor allem die Hormone eine sehr große Rolle spielen und die lassen sich durch Sport und Ernährung sehr stark beeinflussen! Wenn allerdings nix mehr weitergeht, dann entweder etwas weniger essen oder mehr Bewegung. Wenn das schon gemacht wurde, dann mal 2 Wochen pausieren (vielleicht wurde schon zu stark reduziert oder zu viel Sport?) – und dann wieder etwas runter mit den kcals…
Danke für Eure Tipps!
Wie würde eigentlich Alkohol vom Körper als Kalorie verarbeitet,
eher wie Zucker oder eher wie Fett?
Alkoholisches wird eher wie Zucker verarbeitet. Bier ist viel Zucker. Und Alkohol selbst ist Ethanol, der kann nur von der Leber verarbeitet werden, wird dort letztlich zu Leberfett.
Hallo Felix,
ein sehr interessanter Beitrag wie ich finde!
Für mich stellt sich noch die Frage, wenn ich mich strikt nach Paleo ernähre, darf ich dann eine positive Kalorienbillanz haben um trotzdem abzunehmen?
Und wie viel drüber darf die sein oder sollte vielleicht sogar sein?
Wie Du vielleicht im Forum (Thema Feigen) mitbekommen hast, hängt mein Gewicht bei ca. 92 kg (seit ca. 3 Wochen)und pendelt stark zwischen 91,5 und 93,5 (Angefangen am 28. März bei 103kg). Und das von einen Tag auf den anderen!?
Das mit dem ausreichenden Schlaf hat mich zwar kurzfristig (das erste mal seit 10 Jahren) auf 91,5kg gebracht, aber es pendelt halt auch wieder hoch!
Übrigens am Bauchumfang tut sich gar nichts (101,5 cm)!!!
Und das ist ja fast noch wichtiger als das Gewicht!
Wollte schon anfangen zu Joggen aber ich habe die 11kg ja auch ohne Sport weg bekommen und Du sagst in dem Video ja auch, dass es nicht sehr viel bringt!?
Hast Du irgendwelche Tipps für mich oder Fehler die ich eventuell mache?
Ich habe noch 10kg vor mir und so langsam brauche ich mal wieder ein Erfolgserlebnis ;O)
Und noch eine Frage in anderer Sache, kannst Du mir ein richtig gutes Buch empfehlen? Also keine Rezepte (Deine habe ich schon), sondern etwas über über das Thema selbst (bitte einen deutschen Buch-Tipp)!
Würde mich sehr über eine kurze Antwort freuen!
Beste Grüße
Sven
Hi Sven,
der Punkt ist gerade, dass die tatsächliche Kalorienbilanz schwer messbar ist. Grundsätzlich solltest du zum Abnehmen nicht mehr essen, als du verbrauchst. Allerdings hast du keine volle Kontrolle über deinen Verbrauch. Insofern ist es fast müßig, weiter zu überlegen. An deiner Stelle würde ich versuchen, ein ganz leichtes Kaloriendefizit um vielleicht 100-200kcal anzupeilen.
Das wichtigste ist die Umstellung des Hormonsystems, also wenig Zucker, kein Getreide, möglichst keine Milch. Denn alle drei regen eher die Speicherung von Fett und Wasser an. Um ein Erfolgserlebnis zu haben würde ich vielleicht sogar den Zucker auf Null setzen, ggfs einige Wochen LowCarb fahren so um 50g KH pro Tag, nicht mehr, besser weniger. Das wäre einen Versuch wert.
Wenn Sport, dann Intensivtraining, also eher Gewichtheben als Joggen. Kurze, intensive Workouts bringen wesentlich mehr als stundenlanges gejogge.
Ein deutsches Buch kann ich dir leider tatsächlich nicht empfehlen, die deutschen kenne ich kaum.
Als Buch kann ich dir folgendes empfehlen:
http://www.amazon.de/Die-Steinzeit-Di%C3%A4t-kriegen-nat%C3%BCrlich-schlank/dp/3864700000/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1340373796&sr=8-1
Auch wenn das Cover es vielleicht nicht vermuten läßt, aber es ist wirklich sehr gut geschrieben und de Vany erklärt viele Zusammenhänge so das man seinen Körper und seine Funktionen um einiges besser versteht.
Und zum Joggen, auf KEINEN FALL! Das wird auch in dem Buch gut erklärt warum nicht. Wenn laufen dann kurze intensive Sprints, und kurzes intensiv es Gewichtheben!