Dass die Jakobsmuschel nicht oft zu Gast in meiner Küche ist, hängt lediglich damit zusammen, dass Sie nicht so ganz leicht zu bekommen ist. Dabei macht sie sich als Hauptmahlzeit an frischem Pfannengemüse sehr gut.
250g Jakobsmuscheln (4EWB)
180g / 1 Stck. Paprika (1 KHB)
300g Kohlrabi (2KHB)
100g / 1 Stck. Zwiebel (1KHB)
Die Zwiebel in Ringe schneiden und in einer Pfanne glasig braten, mit Salz und Pfeffer würzen.
Paprika und Kohlrabi in Würfel schneiden und mit der Zwiebel braten, abschmecken mit Salz und Pfeffer.
Die Jakobsmuscheln in einer heißen Pfanne auf beiden Seiten je 2 Minuten braten, mit wenig Salz und Pfeffer würzen.
Die Muscheln auf dem Gemüse anrichten und servieren.
In der zehnten Folge von Urgeschmack-TV zeige ich, wie einfach sich Brokkoli zubereiten lässt. Und aus dem Bratensaft des Rehrückens wird ebenso unkompliziert eine leckere Soße.
Ist doch wirklich ganz einfach, oder?
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In dieser neuen Kolumne schreibe ich künftig regelmäßig über Dinge, die über Ernährung hinaus in meinen Alltag reichen. Jedoch nicht nur in meinen eigenen, sondern eigentlich in jeden. Bei meiner täglichen Arbeit sehe ich mich ständig mit Merkwürdigkeiten konfrontiert, mit Unzulänglichkeiten und Kuriositäten, die ich hier ansprechen werde. Denn es zeigt sich, dass wie alles im Leben auch die Ernährung, die Beschaffung, Zubereitung und der Verzehr von Lebensmitteln nicht losgelöst von der Umwelt betrachtet werden kann, sondern ein um’s andere Mal alles miteinander zusammenhängt.
“Du hast ja an Allem was auszusetzen!” Als wäre es eine Straftat, sich kritisch mit seiner Umwelt auseinanderzusetzen wurde mir dieser Vorwurf oft gemacht. Konkret ging es unter Anderem um meinen Kommentar zu einem Teller Spaghetti Napoli beim Italiener in Hamms Innenstadt, mit dem ich darauf hinwies, dass jedes trockene Fertiggericht besser schmecke (ja, das ist viele Jahre her und damals aß ich noch sowohl Pasta als auch Fertiggerichte).
Aber es ist ein etabliertes Restaurant, also muss es wohl gut sein. Da hat man keine Kritik zu äussern.
Ist das so? Ich finde es erstaunlich, wie weit es die westlichen Gesellschaften dieser Welt gebracht haben: Die Normalverbraucher ermahnen sich sogar schon gegenseitig zum Gehorsam.
Dabei denke ich nicht, dass es eine typisch deutsche Krankheit ist, “lieber nichts zu sagen” und “zufrieden zu sein mit dem, was man hat”. Durchaus ist diese Krankheit jedoch hierzulande wohl besonders ausgeprägt. Wenn nicht gerade die auflagenstärkste Tageszeitung zu irgendwas aufruft, dann herrscht Zufriedenheit im Staat und es wird wirklich restlos alles mit höchstens einem Murren hingenommen. Und nur nebenbei: Solange ein solches ‘Etwas’ sich einer derartigen Verbreitung erfreut, kann es mit der Gesellschaft auch nicht vorangehen.
In der Tat: Wenn ich Missstände sehe, spreche ich diese gerne an, in der Regel verbunden mit einer Erläuterung und konstruktiver Kritik. Nicht um des Kritisierens Willen und nicht um etwas zu sagen zu haben. Welchen Sinn hat das Leben, wenn wir alles als gegeben hinnehmen, wenn wir unser Leben nur in seit Jahrhunderten festgelegten Bahnen dahinplätschern lassen und wenn wir nicht versuchen, aus allem das Beste zu machen?
Was passiert, wenn wir weiterhin das trockene Steak aus dem besten Steakhaus der Stadt akzeptieren, das zerkochte Gemüse, den matschigen Obstsalat? Es wird sich nichts ändern. Mit den Schultern wird gezuckt: “Naja, er hat ja schließlich die Ausbildung und das wird so richtig sein”. Korrekt. Die Kriterien auf dem Papier sind erfüllt, nicht nur hat der Koch seine Ausbildung abgeschlossen und das Restaurant eine Lizenz. Nein, sogar die Auflagen des Gesundheitsamts wurden millimetergenau eingehalten. Und kein Bisschen mehr.
Wollen wir das wirklich? Ein Leben in Mittelmäßigkeit, streng nach Vorschrift, die Verantwortung auf das gesetzgebende Papier übertragend? Was spricht dagegen, sich gegenseitig zu Höchstleistungen zu motivieren? Warum nicht den Küchenchef um Nahrung-gewordene Glückseligkeit zu bitten und dafür zugleich zu akzeptieren, dass eine abgeschlossene Ausbildung zum Koch (Schneider, Lehrer, Arzt) ohne Leidenschaft absolviert eben auch nur ein wertloses Stück Papier ist, das zu nichts qualifiziert?
Nachdem in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nicht mehr viel auf diesem Gebiet passiert ist, hat sich in den letzten 10 Jahren gezeigt, dass Akne sehr wohl durch die Ernährung verursacht werden kann.
Sowohl eine Ernährung reich an Kohlenhydraten (besonders mit hoher glykämischer Last) steht im Verdacht, Akne zu verursachen. Besonders aber scheint nun erwiesen, dass Milch zu dieser Hautkrankheit führt. Über die naturgemäß enthaltenen Hormone (denken Sie daran: Kuhmilch ist eigentlich dafür gedacht, kleine Kühe groß zu machen) kommt es zu einer Kette von Ereignissen, die sich unter Anderem in Akne äußern. Dies muss nicht immer die Ursache sein. Doch wer Probleme mit Akne hat, für den lohnt es sich gewiss, es einmal 6-8 Wochen ohne Milch und Milchprodukte auszuprobieren. Die Tatsache, dass Akne vornehmlich in westlichen Kulturen vorkommt, unterstreicht zudem den offenkundigen Zusammenhang mit der Ernährung (siehe dazu auch Zivilisationskrankheiten).
Leichtet es nicht ein, dass eine Krankheit, die von innen heraus entsteht, nicht sinnvoll mit Chemikalien bekämpft werden kann, die von außen aufgeschmiert werden? Speziell dann nicht, wenn es sich hier nur um die Bekämpfung eines Symptoms und (wie so oft in der Industrie) nicht der Ursache handelt?
Im Detail hat sich auch Dr. Loren Cordain in seinem Buch “The Dietary Cure for Acne” mit dem Thema befasst, mehr dazu finden Sie hier.
Quellen:
Clement A. Adebamowo, Donna Spiegelman, F. William Danby, A. Lindsay Frazier, Walter C. Willett, Michelle D. Holmes, “High school dietary dairy intake and teenage acne“, JAAD, Volume 52, Issue 2, Pages 207-214 (February 2005)
Loren Cordain, PhD; Staffan Lindeberg, MD,PhD; Magdalena Hurtado, PhD; Kim Hill, PhD; S. Boyd Eaton, MD; Jennie Brand-Miller, Ph D, “Acne Vulgaris – A Disease of Western Civilization“, Arch Dermatol. 2002;138:1584-1590
Bowe WP, Joshi SS, Shalita AR., “Diet and Acne“, J Am Acad Dermatol., 2010 Jul;63(1):124-41. Epub 2010 Mar 24.
Adebamowo CA, Spiegelman D, Berkey CS, Danby FW, Rockett HH, Colditz GA, Willett WC, Holmes MD., “Milk consumption and acne in teenaged boys.”, J Am Acad Dermatol., 2008 May;58(5):787-93. Epub 2008 Jan 14.
In der Reihe “Der menschliche Stoffwechsel” erfahren Sie auch noch mehr über die Auswirkungen der verschiedenen Makronährstoffe auf unseren Stoffwechsel und das endokrine System:
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Nicht nur aufgrund seines reichhaltigen Geschmacks bin ich ein Freund von Wildfleisch. Auch die Qualität in Bezug auf die gesundheitliche Auswirkung überzeugt auf ganzer Linie: Wildtiere ernähren sich in der Regel noch artgerecht und von viel Grünfutter. In der Folge ist das Fleisch nicht nur verhältnismäßig mager, sondern es enthält auch noch signifikante Mengen an Omega-3-Fettsäuren. Alles Gründe, zu Wildfleisch zu greifen!
120g Rehfilet (4EWB)
400g Knollensellerie (3KHB)
100g / 1 Stck. Ziebel (1KHB)
150g Saure Sahne (0,5KHB+0,5EWB)
Die Zwiebel in Ringe schneiden und in etwas Öl in einer Pfanne glasig braten, mit Salz und Pfeffer würzen
Sellerie in kleine Würfel schneiden und zur Zwiebel geben, kurz anbraten, dann mit ca 200ml Wasser ablöschen und die Hitze reduzieren.
Wenn der Sellerie weich wird, die saure Sahne und ggfs etwas Wasser hinzugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nach Geschmack reduzieren.
Das Rehfilet in einer Pfanne von beiden Seiten scharf anbraten (ca 2-3 Minuten je Seite) und mit Salz und Pfeffer würzen.
Im heutigen Video möchte ich Ihnen einen ganz besonders leckeren Fisch vorstellen:
Pro 100g enthält der Hering ca 1600 bis 1900mg Omega-3-Fettsäuren, und zwar EPA und DHA. Das ist eine absolut nennenswerte Menge und mehr als in zwei Kapseln eines hochwertigen Fischölpräparats enthalten ist!
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