5 Schritte, um sich Zucker abzugewöhnen

Sich den Zucker abgewöhnen"Er ist ein ganz süßer!" lautet oft die Verniedlichung einer regelrechten Zuckersucht. Lust, Sehnsucht und Verlangen nach Süßkram gilt in unserer Gesellschaft des Überflusses noch immer als harmlose Eigenschaft und wird auch bei vielen Diabetikern als selbstverständlich akzeptiert, denn die "können ja spritzen". Wer jedoch die Gefahren des Zuckerkonsums erkannt hat oder wer durch Nachdenken zu dem Schluss kommt, dass ein Zuckerverzicht besser sei, sucht oft Wege zur konsequente Umsetzung.

Droge Zucker

Zucker wirkt wie eine Droge, sowohl psychologisch als auch physiologisch. Große Zuckermengen führen wie Heroin zu einem erhöhten Ausstoß von Dopamin. Das Blockieren der Opioidrezeptoren (das sind jene Stellen im Körper, auf die auch Endorphin und Morphin wirken) reduziert den Appetit auf Süßes und kann zur Behandlung von Übergewicht eingesetzt werden.

Warum überhaupt auf Zucker verzichten?

Für eine Moderation, in den meisten Fällen eine starken Reduktion des Zuckerkonsums gibt es viele gesundheitliche Argumente. Denn der Verzehr von zu viel Zucker...

Darüber hinaus funktioniert Zucker als Täuschungsmittel, als Geschmacksverstärker. Eigentlich geschmacksbefreite Produkte wie Limonade, Süßigkeiten, aber auch Fertiggerichte werden durch ihn geschmacklich attraktiv. Mehr noch: Da der Mensch ein Bedürfnis nach Süßem hat –wahrscheinlich evolutionsbedingt– erliegt er einem Mechanismus, der ursprünglich nur für eine sehr begrenzt verfügbare Quelle relevant war: Obst.

Aber wenn der Mensch so ein Bedürfnis nach Zucker hat, ist es dann nicht doch gut, Zucker zu essen?

Zucker verpackt in Obst ist nicht das gleiche wie Tafelzucker oder Limonade. In Obst kommt Zucker stets in Verbindung mit Fasern, welche seine Verdauung verlangsamen und so regulieren. Hinzu kommen viele weitere Nährstoffe (Vitamine und Mineralstoffe) sowie etwas Wasser. All diese zusätzlichen Anteile wirken sättigend. Speckmäuse, Cola und Dauerlutscher bieten dies nicht und so ist die Gefahr hier größer, zu viel Zucker zu sich zu nehmen. Diese Quellen sind zudem billig und in großen Mengen verfügbar.

Warum steckt überall so viel Zucker drin?

Gerade weil der Mensch den Geschmack von Zucker sowohl bewusst als auch unterbewusst als so erstrebenswert empfindet, setzt die Industrie ihn ein, um ihre Produkte attraktiver zu machen. Doch auch der Verbraucher selbst hat sich Routinen angewöhnt, die wir unter die Lupe nehmen sollten.

Viele Nahrungsmittel erfahren heute eine zusätzliche Zuckerung, die dies nicht benötigen. Für viele Familien ist es völlig normal, Erdbeeren vor dem Verzehr reichlich mit Zucker zu bestreuen. Zucker gehört auch häufig fest zum Kaffee dazu, nicht selten drei Würfel pro Tasse – wohl weil das Getränk für viele sonst unerträglich wäre. So findet Zucker oftmals Verwendung nicht nur als Geschmacksoptimierer, sondern als grundlegender Gemacksmacher.

Um auf Zucker zu verzichten, ist der erste Schritt also, zu analysieren, wo und wann man ihn überhaupt verzehrt. Warum zuckere ich die Erdbeeren? Schmecken sie ohne Zucker nicht? Warum esse ich sie dann überhaupt? Könnte ich dann nicht direkt den Zucker löffelweise essen? Sollte ich Erdbeeren essen, die praktisch nach nichts schmecken? Und was ist mit dem Kaffee? Muss ich ihn trinken, wenn seine Bitterkeit für mich erst mit drei Würfeln Zucker (und einer halben Tasse Milch) erträglich ist?

Wie kann ich mir den Zucker abgewöhnen?

Oft ist es die Gewohnheit, die den Griff zum Zucker verursacht. Also müssen wir diese Gewohnheiten umkehren und es uns zur Gewohnheit machen, keinen Zucker zu essen. Das geht recht einfach mit dem grundsätzlichen Entschluss, nur noch frische, echte Lebensmittel, also Gemüse, Obst, Kräuter, Fisch, Fleisch und Eier zu essen. Wem dies jedoch schwerfällt, für den gibt es trotzdem Hoffnung: Eine Herangehensweise in mehreren Schritten.

Schrittweise auf Zucker verzichten

Die Gewohnheiten beschränken sich nicht allein auf das Verhalten, sondern besonders auch auf den Geschmack. Wer viel Süßes gewohnt ist, für den schmeckt alles weniger Süße ungewohnt. Etwas scheint zu fehlen, es ist einfach nicht das gleiche. Dieses Gefühl muss sich ändern. Das zu erreichen ist mit etwas Entschlossenheit recht einfach und es dauert nicht lange, wenn man konsequent ist. Wichtig: Dabei geht es nicht nur um Zucker, sondern um alle Süßstoffe. Es geht um eine Umgewöhnung des Geschmacks und dafür sind echte Zucker genauso relevant wie falsche. Es geht um praktisch alles, was süß schmeckt. Versuchen Sie es mit folgenden 5 Schritten:

#1: Auf alle süßen Getränke verzichten, nur noch Wasser trinken

Wer täglich brav seine 2 Liter Flüssigkeit zu sich nimmt, dies jedoch in Form von Limonade, Eistee oder gesüßtem Kaffee tut, nimmt große Mengen Zucker zu sich. Neben gesundheitlichen Gefahren bringt dies großen Mengen süßen Materials für die Geschmacksnerven mit sich. Das durchschnittliche Geschmacksempfinden ist daher sehr süß, die Sensibilität für Süßes sinkt.

Das bedeutet: Wer auf süße Getränke verzichtet justiert sein Empfinden für Süßes, wird sensibler und kommt folglich mit weniger Zucker aus, um sich wohlzufühlen. Die Gewohnheit und der Geschmack ändern sich.

"Ich kann doch nicht nur Wasser trinken!" – wirklich nicht? Und warum?

#2: Natürliche Aromen und Geschmäcker erkennen lernen

Zucker und Süßstoffe sind nicht die einzigen Stoffe, die süß schmecken. Zimt kann zum Beispiel ebenfalls den Eindruck von Süße vermitteln. Und selbst so unscheinbare Lebensmittel wie Zwiebeln schmecken ein wenig süß.

Auch Obst verdient Beachtung, kommen wir zurück zu den Erdbeeren: Wonach schmecken sie eigentlich? Wussten Sie, dass einige Erdbeerfarmen jährlich oft 5-6 oder mehr verschiedene Erdbeersorten anbauen, die grundverschieden schmecken? Wer sich vom zugesetzten Zucker nicht blenden lässt, stellt dies schnell fest und weiß es zu schätzen. Denn wer die Erdbeersaison voll auskostet freut sich über die Abwechslung. Wer seine Erdbeeren nicht mehr zuckert, merkt auch, wenn diese gar nicht schmecken und kann entsprechend darauf verzichten (und Geld sparen).

Wenn Sie also durch den Wegfall des Zuckers auf Ungewohntes stoßen, konzentrieren Sie sich auf die vorhandenen Aromen und analysieren Sie diese, statt sich auf die Absenz des Zuckers zu konzentrieren. Lernen Sie so, welche Lebensmittel Sie mögen und welche nicht. Schnell werden Sie feststellen, dass auch viele moderne Apfelsorten einfach nur süß schmecken und sonst nach gar nichts. Süße kann kein Aroma ersetzen.

#3: Die größten Zuckerquellen in der eigenen Ernährung erkennen und eliminieren

Jeder hat andere Essgewohnheiten. Einige Lebensmittel "gehören einfach dazu", ohne dass darüber weiter nachgedacht wird. Marmeladenbrötchen zum Frühstück, ein Stück Kuchen zum Kaffee und abends die Lasagne, in deren Tomatensoße oft ebenfalls viel Zucker steckt.

Die Ernährung bleibt auch ohne Limonade sehr süß und wer sich diesen Geschmack abgewöhnen möchte, muss die wichtigsten Quellen ermitteln. In diesem Fall ist der Kuchen offensichtlich. Aber auch die Marmelade (welche oft kein echtes Aroma enthält) macht es durch ihren regelmäßigen Verzehr schwierig, sich die Süße abzugewöhnen.

Arbeiten Sie sich so in Ihrer Ernährung immer weiter vor, erschmecken Sie, was alles süß ist und schauen sie ruhig auch auf die Verpackung und auf den Zuckeranteil: Sie werden sich wundern, wo überall zusätzliche Zucker enthalten sind.

#4: Auf alle übrigen zugesetzten Zucker und Süßstoffe verzichten

Schauen Sie sich die Lebensmittelverpackungen genau an, lesen Sie die Zutatenlisten: Dextrose, Glucose-Fructose-Sirup, Agavensirup, Aspartam, Sucralose, Sucrose, Saccharose und viele weitere sind einfach nur andere Worte für: Süß!

Schnell werden Sie merken, dass es praktisch unmöglich ist, verpacktes, verarbeitetes oder Fertigprodukte zu kaufen, ohne dass zusätzlicher Zucker im Einkaufswagen landet.

Dies ist der letzte Schritt auf dem Weg zu einer Ernährung von nur frischem Gemüse, Obst und Tierprodukten. Er bedeutet eine weitere, praktisch vollständige Abkehr von verarbeiteten Lebensmitteln. Es ist der Urzustand der Ernährung des Menschen. Rohkost- und Steinzeiternährung funktionieren im Kern nach diesem Prinzip und es ist offenbar die einzig artgerechte Ernährung des Menschen.

#5: Stellen Sie sich vor, wie viel Zucker in den Fertigprodukten steckt

Dies sollten Sie erst nach Druchführen von Schritt #1 bis #4 tun, andernfalls fehlt Ihnen eventuell das Gefühl dafür. Wenn Sie einige Zeit geforscht haben, wie viel Zucker in Fertigprodukten steckt, ist es sehr effektiv, an der Auslage einer Bäckerei oder Konditorei vorbeizugehen und sich vorzustellen, welche Unmengen Zucker in jedem einzelnen Produkt stecken. Zumindest mir persönlich vergeht dabei in der Regel jeglicher Appetit.

Reinen Tisch machen

Wer dies zum Normalzustand seiner Ernährung gemacht hat, wird nach einiger Zeit kaum noch das Bedürfnis nach Süßkram haben. Und wenn doch? Was ist, wenn allein die Erinnerung an den Biss ein ein gutes Stück Schokolade Sehnsucht hervorruft? Dann ist es sicherlich kein Weltuntergang, doch ausnahmsweise selten mal zuzugreifen. Am besten zu selbstgemachten Leckereien aus hochwertigen Zutaten, bei denen man die Süßungsmittelmengen selbst kontrollieren kann.

Wichtig ist die Gewohnheit. Wichtig, ist Zucker und Süße von der Regel zur Ausnahme zu machen.

Wie lange dauert die Umstellung?

Menschen sind verschieden und nicht jeder ist gleichermaßen konsequent. In der Regel dauert eine solche Umstellung, eine Umgewöhnung nach einer vollständigen Umstellung auf nur Gemüse, Obst und frische Tierprodukte rund 2-3 Wochen. Wenn es nicht so schnell klappt, sollten Sie sich die Zeit geben und es weiter versuchen. Sie können das auf jeden Fall.

Nebenwirkungen

Eine weit verbreitete Folge dieser Umgewöhnung ist, dass Sie möglicherweise Zahnschmerzen beim Verzehr oder gar allein bei dem Gedanken an den Verzehr sehr süßer Produkte bekommen. Oftmals schmecken die ehemals geliebten Süßigkeiten oder "Teilchen" nach 1-2 Monaten konsequenten Verzichts gar nicht mehr. Nicht ungewöhnlich sind auch Gefühle der Abneigung oder des Ekels vor den dann als abartig süß empfundenen Produkten der Nahrungsmittelindustrie. Ich halte das für einen gesunden und sehr hilfreichen Instinkt.

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44 Kommentare zu “5 Schritte, um sich Zucker abzugewöhnen

  1. Melissa

    Hallo. Wenn man so lange ohne Zucker lebt, fällt der Blutzucker dann nicht in den Keller?
    Sprich, hat man dann nicht viel zu wenig Energie und bricht eines Tages zusammen?

    1. Felix

      Hallo Melissa,
      der Körper kann durch Gluconeoegenese selbst Glucose herstellen, aus Fett & Protein. Mehr dazu: http://www.urgeschmack.de/was-ist-ketose/

      Ganz gleich, ob man gar keinen Zucker mehr isst oder in Ketose geht oder nur noch sehr wenige Kohlenhydrate oder gar moderate Mengen isst: Bei der Umstellung kann es durchaus zu einem so empfundenen Energiemangel kommen. Aber auch der ist nicht von Dauer.

  2. Evelyn Leskow

    Ich esse seit 3-4 Monaten kaum Zucker mehr und trinke so gut wie gar keine süßen Getränke. Wenn ich jetzt die ganzen süßen Getränke und Süßigkeiten im Laden sehe, habe ich erst gar kein hunger darauf, erst gar kein Drang etwas Süßes zu kaufen. Außerdem habe ich seit dem 5 Kilo, oder mehr abgenommen! Es lohnt sich drauf zu verzichten. Ich vermisse nichts. 🙂

  3. Ursula

    Hallo Felix
    Bin gestern auf deine Seite gelangt, weil ich den Süsskram bzw. Zuckerkonsum reduzieren, besser noch ganz aus meinem Leben “verbannen” will.
    Ich war eigentlich nie so ein Schleckermäulchen. Ich habe meinen “Zucker” eher mit dem Konsum von Alkohol geholt. Nun habe ich meinen Alkoholkonsum drastisch verinngert und merke, dass ich nun total auf Süssigkeiten (v.a. Kuchen und Gebäck) abfahre. Ich will aber keine Ersatzdroge. Da jetzt die Zeit vom Dörrobst wie Feigen, Datteln usw. kommt, möchte ich wissen, ob diese eine gute Alternative ist, um meinen Drang nach Süssigkeiten zu stillen. Wenn ich zB einen Apfel esse, habe ich danach immer Hunger. Also doch besser eine Feige essen?

    Liebe Grüsse
    Ursula

    1. Felix

      Hallo Ursula,
      Dörrobst ist im Wesentlichen entwässertes Obst. Das heißt, die Zuckerkonzentration steigt. Äpfel sind oft besonders süß, das erklärt die Blutzuckerachterbahn. Wir Menschen sind darauf programmiert, Zucker zu mögen. Eine wirklich tolle Alternsative ist Dörrobst nicht. Du kannst es dir einfacher machen, wenn du die Zuckerzufuhr langsam runterschraubst. Jeden Tag 10% weniger, etwa über 7 Tage. Dann gewöhnt dein Körper sich langsam daran. Was du fühlst ist ganz normal. Bessere Alternativen (während der Überbrückung) wäre sonst die Ergänzung um stärkehaltige Gemüse wie Süßkartoffeln (in Maßen) oder auch weißer Reis (ebenfalls in Maßen, das Zeug hat 80% Kohlenhydrate).

      Alles Gute!

  4. Leo

    Hallo,

    ich versuche ebenfalls, meinen Zuckerkonsum, in erster Linie die Süßigkeiten/Kuchen etc., zu reduzieren. Leider fällt mir das wirklich.. _wirklich_ schwer! Ich glaube, bei mir zeigt sich drastisch, wie sehr Zucker eine Droge ist.
    Zuckerhaltige Getränke wie Cola etc. sind bei mir eigentlich weniger das Problem, auch die Schokolade und andere Süßigkeiten habe ich mir sogut wie abgewöhnt. Ich “erlaube” mir seit einiger Zeit lediglich Gummibärchen, und hier liegt der Hund begraben…. Ich habe das Gefühl, dass ich mich so sehr auf dieses eine Produkt versteift habe, dass ich mich jetzt kaum noch davon lösen kann. Die Gummibärchen waren immer die “letzte Bastion”, und nun gälte es, auch diesen Halm noch loszulassen – was mir bisher nicht gelingt! Es ist nicht nur so, dass ich wirklich SEHR schlechte Laune bekomme und gereizt bin, wenn ich ein, maximal zwei Tage meine Hand voll Gummibärchen nicht esse. Es ist sogar so, dass mir schwummerig wird, ich bekomme ein ganz seltsames Gefühl in Mund und Magen (so ähnlich, als ob mir das Wasser im Mund zusammenlaufen würde) und ich schaffe es einfach nicht, in diesen Momenten hart zu bleiben, da ich das Gefühl habe, mein ganzes Leben hinge an diesen Gummibärchen. Ich nehme es sogar in Kauf, nachts noch an die Tankstelle zu fahren, nur, um mir eine Tüte Gummibärchen zu holen. Ich habe schon versucht, in diesen Momenten Äpfel zu essen, um den Zucker vielleicht auf andere (ein wenig gesündere Weise) zu mir zu nehmen, aber das hilft etwa für eine Stunde, danach ist es wieder so wie vorher.

    Ich weiß, das klingt ziemlich krank :/ Geht es irgendwem ähnlich, vielleicht nicht mit Gummibärchen, aber mit irgendeiner anderen Art von Zucker? Ich bin wirklich verzweifelt, da ich das Gefühl habe, niemals ohne Zucker leben zu können. Ich weiß, dass einige denken: “Dann musst du eben mehr Disziplin haben”. Vielleicht ist das wirklich auch die einzige Lösung….. Aber habt ihr bestimmte Tricks oder Tipps, was ihr in diesen Momenten tut?

    Ich bin wirklich dankbar für jeden Rat.

    1. Felix

      Das klingt mir eher auch nach einem psychologischen Problem (verknüpft). Im Detail kann ich dir dazu nicht all zu viel sagen. allerdings sprichst du anfangs von loslassen: Bevor du loslässt, such dir einen neuen, anderen Strohhalm. Das kann alles mögliche sein, kann jedoch auch etwas zu essen sein. Eine handvoll Nüsse klingt vernünftig, ist allerdings ähnlich riskant, da auch das so ein “Dominofood” ist, von dem man schlecht weg kommt. Möhren vielleicht. Tomaten. Eine Tasse Tee. Oder was ganz anderes: 10 Liegestütz…

      Jemand, der sich da sehr gut mit auskennt, ist Sascha Fast. Du findest ihn unter improvedeating.de – er hat auch Artikel über dieses Problem, ggfs mailst du ihn einfach mal an und fragst ihn – grüß ihn schön von mir.

    2. Iris

      Hallo Leo,
      zwar liegt Dein Post schon eine Weile zurück. Dennoch, hier mein Tipp:
      Wenn die Gummibärchen Dich so anlächeln, geh’ ins Bad und putze Deine Zähne. Die Wirkung ist verblüffend.

      Wenn es dann noch nicht hilft, spüle Deinen Mund mit etwas Xylit (“Xucker”). Schön langsam zergehen lassen und dann ausspucken. Nicht nachspülen. Das pflegt Deine Zähne und lässt einen sehr süßen Geschmack im Mund. Am besten vor dem Schlafengehen 😉

      Viel Erfolg auf dem Weg weg vom Zucker!

      1. Leo

        Hallo Iris,

        vielen Dank für den Tipp! Ich werde es ausprobieren. Das Phänomen mit dem Zähneputzen habe ich sogar, wenn ich drüber nachdenke, schon ab und zu mal festgestellt, allerdings nie so bewusst, dass ich es hätte als Trick wiederholen können 😉

        Danke!

  5. Fuu

    Hi Leute,
    ich habe leider auch eine Art “Zuckersucht”. Ich versuche mich immer Zuckerarm zu ernähren aber nach dem Essen habe ich das Gefühl das irgendwas fehlt, obwohl ich satt bin! Ich renne dann oft in die Küche und zurück, nehme mit ein paar Cocktailtomaten oder sowas und irgendwann nehm ich mir ein Stück Schokolade oder ein Löffel Nutella und dann ist schlagartig wieder alles gut. (Ich habe dann keine Unterzuckerung, sondern einfach so das Bedürfnis süßes zu essen.)

    Alle sagen immer “Zuckerverzicht für 2 Wochen dann hast du das im Griff.”
    Mein Problem: Ich bin Typ 1 Diabetiker, ich brauch Zucker falls ich eine Unterzuckerung hab und ich habe leider selten 2 Wochen am Stück keine Unterzuckerung.

    Ich hoffe es kann mir hier jemand ein Tipp geben, was ich in meinem Fall tun könnte.
    Ich hasse es wenn mein Körper mich wahnsinnig macht bis ich Dinge tu die ich eigentlich nicht will xD

    Gruß Fuu

    1. Felix

      Hallo Fuu,
      meine Empfehlung wäre, als erstes daran zu arbeiten, dass du nicht mehr unterzuckerst. Stelle deine Ernährung so um, dass das nicht mehr passieren kann. In Notfällen (wenn es eben doch passiert), solltest du eine Lösung parat haben, die nicht süß schmeckt. Meine Empfehlung: Kartoffeln, weißer Reis o.ä. Oder “schlimmstenfalls” eine Banane.
      Dann sollte es dir leichter fallen, auch vom süßen Geschmack wegzukommen.
      Als Lösung nach dem Essen empfehle ich: Ein Buch lesen, meditieren, spazieren gehen. Wenn es doch was “im Mund” sein soll: Eine (geröstete) Kakaobohne essen oder andere, nicht-süße Dinge.

      1. Fuu

        Ja ich versuche meine Werte seit einem Jahr in Ordnung zu bringen und sie sind nun schon von Werten von 20-600 auf Werte von 40-300 “gesunken” aber ich hab noch ein langen Weg vor mir.

        “Lösung die nicht süß schmeckt” das ist eine gute Idee, ich werde mal versuchen das umzusetzen.

        Ich versuche nun seit 3 Tagen nur Wasser zu trinken statt Saftschorle aber es ist wirklich anstrengend, weil naja es schmeckt nach nichts xD

        1. Felix

          Probier’ heißes Wasser. Schmeckt wirklich anders. Nur nicht lauwarm – das finde ich fürchterlich.

    2. Claudia 02.08.2014

      Hallo,
      ich kann leider in Sachen “Naschen” nicht “mitreden”..
      Ich Nasche nie… ich mag keine Süßigkeiten…
      auch keinen Honig, Zucker, Marmelade…
      Schokolade , gibt mir nix..
      Alle fragen immer, wieso ich nicht Nasche, aber ich habe keine Ahnung, mir schmeckt es nicht… Gummibärchen, Bonbons.. etc. lassen mich völlig Kalt…
      Mein Zuckerwert am morgen liegt bei knapp 50… und DAS ist schon hoch…
      Ich fühle mich manchmal als “unnormal”, weil keiner das versteht..
      Deftig gerne… Aber Süß? Ne…
      Gibt´s noch mehr Menschen, die ohne Naschen Leben??

      1. Felix

        Ja, viele. Hat oft auch mit der Erziehung zu tun. Wer als Kind nichts Süßes bekommt, hat oft auch als Erwachsener kein Interesse daran.

  6. Pingback: Die Naschsucht und seine Folgen – Zucker als Droge

  7. Jürgen Müller

    Hallo allerseits. Ich habe den Rat von Dr. Bruker in seinen Büchern “Nahrung – unser Schicksal” und “Zucker” befolgend 4 Wochen auf Zucker und alle anderen Süßungsmittel verzichtet. Ja, der Geschmackssinn stellt sich um. Seit vielen Jahren verzichte ich – nicht nur der Diabetes wegen – völlig auf Zucker und andere Süßungsmittel. In wenigen Ausnahmefällen nehme ich Stevia; aber originales Stevia aus Paragay, weil das dort ohne verfälschende Zusätze wie in Deutschland angeboten wird.
    Mir bekommt sehr gut die Fruchtsüße, alles was darüber hinaus geht, ist mir widerlich süß.
    Kurz und gut: Ich wollte ernsthaft etwas für meine Gesundheit tun. Es hat funktioniert.

  8. Gisela

    Früher habe ich 500g Nutella auf einmal ausgelöffelt oder 1 kg Gummibärchen gierig gefuttert. Seit ich mich an die Urgeschmackempfehlungen halte schüttelt es mich wenn ich im Supermarkt die Nutellagläser oder Gummibärchentüten nur im Vorbeigehen sehe. Zucker ist kein Thema mehr. Die Heißhungerattacken war in kürzester Zeit wie weggeblasen.

    Wenn ich den Spruch schon höre: Ich brauche heute meinen Zucker.
    Arme Unwissende, wenn die nur mehr Interresse an Ihrer Gesundheit hätten.

  9. Pingback: Sport und Fitness Blogs am Sonntag 29.09.2013

  10. Michael

    Hi All,

    nur um Felix’ Position zu unterstützen, ich bin seit 4 Jahren “auf” der Paleo Diät und essen seit dieser Zeit auch keinen einfachen Haushaltszucker mehr.
    Ich habe hin und wieder immer noch starke Lust auf Süßes, aber der große Unterschied ist, dass ich diese Lust nun mit einem Apfel befriedigen kann.
    Und wenn es mal ganz besonders süß sein soll dann greife exzessiver weise ich zu einer Banane.

    Michael

    1. Michael

      Ich weiß nicht so genau was Dein Problem ist. Was erwartest Du denn wenn Du auf eine Paleo Seite gehst?
      Bist Du parallel auch noch auf einer Vegetarier Seite und kritisierst dort, dass die Teilnehmer immer den Verzicht auf Fleisch predigen.

  11. Nikita

    Wenn man gegen einen Prozess steuern will, hat das meiner Meinung nach viel mit Disziplin zu tun. Das ist meiner Meinung nach in unserer Zeit langsam verloren gegangen. Man kann es sich leicht machen und über Hormone oder psychologische Prozesse sprechen, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass wenn man etwas will, dann schafft man es auch.
    Bei mir geht es von einem auf den anderen Tag, ich weiß das es bei anderen nicht so ist. Deswegen ein Tipp, den man auch in anderen Lebenssituationen gibt: LANGSAM reduzieren. Ziele setzen.
    Natürlich macht es Angst, wenn man im Kopf hat man würde sich gerne Paleo-konform sein lebenlang ernähren, was zumal heißt man muss für immer auf Zucker verzichten. Aber es macht weniger Angst, wenn man weiß nach einem Monat Abstinenz darf man wieder zulangen. Das Interessante ist jedoch, dass man nach einem Monat keine große Lust verspühren wird – erstaunlicher weise. Und dann hängt man noch einen Monat dran, etc.
    Außerdem soll jeder wirklich individuell seine Vorlieben bestimmen. Wenn man vorher 2L Cola getrunken hat, ist es ein wahnsinniger Fortschritt nur noch 1 Glas am Tag zu trinken. Wer karamellisierte Zwiebeln mag, soll sie so essen.
    Es geht doch darum sich klar zumachen, dass man sich bei einigen Sachen einschränken sollte. Auch mit ein paar Gramm Zucker am Tag lebt man immer noch gesünder, als 90% der Leute.

    Ich finde es deswegen schade, dass in der Paleo-Community rigoros gefordert wird NULL Zucker, NULL Getreide, NULL Hülsenfrüchte.
    Ich meine sogar bei den radioaktivsten oder giftigsten Stoffen gibt es Toleranzgrenzen, die für den Körper nicht schädlich sind. Aber bei Zucker nicht?

    1. Felix

      Ganz deiner Meinung, Nikita: Jede Reduktion ist ein Fortschritt. Von einem permanenden Totalverzicht spreche ich daher nicht. Wobei ich aus deinem Kommentar nicht ersehen kann, inwiefern sich die von dir genannte “Disziplin” von der von mir erwähnten Motivation unterscheidet.

      1. Nikita

        Garnicht 🙂 Das war eher was an die anderen Kommentarschreiber, bei denen man fast heraushören kann, dass sie ein Gefangener des Körpers sind und nichts dafür können, dass sie Lust auf Süßes bekommen.

  12. Nadine

    Hallo, es ist doch aber auch so, dass das Verlangen nach Zucker durch Hormone beeinflusst wird, oder? Dann kann man ja quasi nichts dafür, wenn man mal Hunger auf Süßes hat. Vielleicht haben manche Menschen es dann auch schwerer darauf zu verzichten, als zB du, Felix. (also je nach Hormonstatus) Ich habe auch mal gehört, dass man oft Hunger auf Zucker bekommt, wenn man Chrommangel hat und dass es schon besser wird, wenn man Chrom haltige Nahrungsmittel isst. Viele Grüße, Nadine

    1. Felix

      Das Verlangen nach Zucker wird selbstverständlich u.a. durch Hormone kontrolliert, gar keine Frage. Es geht hier auch nicht darum, keinen Hunger auf Süßes zu haben, sondern vielmehr den Umgang damit.

      1. Nadine

        Ja, aber meinst du es ist der “richtige” Weg ein natürliches Verlangen auf Süß zu unterdrücken/ignorieren? Sollte man nicht versuchen Signale des Körpers richtig zu deuten und ihm ggf das zu geben was er verlangt?

        1. Felix

          Das Problem liegt meiner Meinung nach darin, dass die meisten Menschen die Signale ihres Körpers falsch interpretieren bzw falsch darauf reagieren – ob nun absichtlich oder versehentlich. Wenn der kleine Hunger auf was Süßes kommt, ziehen sich viele direkt ein Stück zuckerigen Kuchen rein und verschlimmern die Probleme dadurch. Sinnvoller wäre allerdings, dann eben etwas “echtes” zu essen, eine Banane oder einfach eine reguläre Mahlzeit.

  13. Larissa

    Hallo Felix
    wieder ein super Artikel! Ich bin jetzt im 4. Primal-Monat und meine Lust auf Zucker ist ein Glück wirklich sehr gering geworden-was ich nie gedacht hätte, da ich ein “Schoggiholik” warne Tafel Schoggi als Abendessen, eine ganze Packung Rocher, kein Problem. Da ich gemerkt habe, dass ich bei viel Schoggikonsum vermehrt Migräne hatte, bin ich auf Gummibärchen umgestiegen-es wurde etwas besser-aber seitdem ich mich primal ernähre, ist die Migräne fast ganz verschwunden und ich glaube es liegt viel am Zucker. Ganz weg bin ich davon noch nicht-in meinen Kaffe kommt immer noch 1 Stk Süssstoff (bid die Packung leer ist ;-), und auf meine Paleopancakes (rezept von Constantin Paleosopihe) Honog oder Ahornsirup. Und ja, manche Äpfel schmecken jetzt wirklich estrem süss! Die ersten 3 Monate war ich noch viel strikter um nicht “rückfällig” zu werden. Inzwischen allerdings, wenn die Kids Gummibärchen essen und mich so ein Himbeer Haribo anlacht, genehmige ich mir eins, max 2. Dann merke ich wieder wie süss es ist und es reicht wieder mit dem Zuckerappetit :-). Aber ich merke auch, dass ich aufpassen muss, sobald ich mehr davon esse, wird die Lust wieder grösser….
    Ich versuche inzwischen auch meine Mitmenschen darauf hinzuweisen, wieviel Zucker wo drin ist-erst kommt das Augenrollen aber dann doch die Überraschung…und das Nachdenken 😉

  14. Heidi

    Hallo Felix, lese schon lange bei dir mit und finde deine Seite hervorragend! Betreff Zucker: ich habe diese Entscheidung im Flieger in die USA gemacht. Vor genau 2 Jahren. Seit dem habe ich keinen Zucker und nichts (konventionel)suesses mehr angefasst. Allerdings die Paleo-Kuchenrezepte etc. quer ausprobiert im ersten Jahr. Inzwischen mag ich nicht mal mehr die und bin enttaeuscht, wenn ich dann doch mal was backe und es nicht mag, weil zu suess. Schon merkwuerig der Koerper… Lieben Gruss, freue mich schon auf den naechsten Artikel von dir..

    1. Felix

      Hallo Heidi – die meisten Paleo-Kuchenrezepte aus dem Internet sind mir auch zu süß. Weiterhin gute Reisen, vielleicht laufen wir uns mal über den Weg!

  15. Sandra

    Also ich muss Amelia recht geben, der Ekel kommt selbst nach ÜBER einem Jahr ohne Zucker und mit max. 15 gr. KH, NUR aus Gemüse nicht bei mir. Sogar Obst löst diese “Süßgier” bei mir aus deshalb auch kein Obst mehr und sobald ich Mandelmus oder Kokosmus esse fängt das Biest schon wieder an zu kratzen im Kopf und will mehr…und Mus ist ja nicht wirklich süß.

      1. Lukas

        Die Paleo-Community sowie fast sämtliche anderen Gesundheits-Ideologien verteufeln Zucker. Ich meine das nicht offensiv :). Dennoch, ich finde kein besseres Wort als verteufeln, aber ich will mich jetzt nicht an dem einen Wort festhängen. Ist auch egal. Worauf ich hinaus will, ist, dass manche Gesundheits-Gurus/Wissenschaftler/Blogger (zu nennen wären hier prominenter Weise Matt Stone, Danny Roddy, Ray Peat) tatsächlich der Meinung sind, dass MEHR Zucker/Kohlenhydrate zur Behandlung von bestimmten Krankheiten wie Diabetes BESSER wären weil diese Substanzen den Stoffwechsel beschleunigen und sie einen langsamen Stoffwechsel als Ursache bestimmter Krankheiten sehen. Mir ist bewusst, wie absurd das aus Sicht von Paleo/LowCarb klingt, aber genau deshalb wollte ich es hier erwähnen.

  16. Jürgen

    Ein sehr schöner Artikel, Felix!

    Für mich ist des Pudels Kern ganz oben im Text zu finden: “Droge Zucker”. Mir ist es selbst nach 14 Monaten (zuerst LOGI, dann weiter zu Primal (mit MiPros) und auch Paleo (ohne MiPros) bis hin zu Keto-Paleo) nicht gelungen, meine Neigung zu regelmäßigen Zucker-Binge-Anfällen loszuwerden. Das Problem ist bei mir eindeutig, dass das “Glasglockenprinzip” für mich speziell Schokolade und Kuchen psychisch immer wieder unglaublich verführerisch werden lässt, ich aber inzwischen so weit bin, dass mäßiger Konsum fast unmöglich ist. Ich merke das richtig physiologisch – in meinem Kopf – was losgetreten wird, wenn ich das erste bisschen Zucker zu mir genommen hab, in welcher Form auch immer. Da wird ein wildes Tier in mir freigelassen. Danach noch die Beherrschung zu finden und das in den meisten Fällen absolut übermenschliche und nicht kontrollierbare Verlangen nach immer noch mehr “Süß” wieder eingebremst zu bekommen, gelingt mir in der Regel nicht. Kommt immer auf die Rahmenbedingungen an, vor allem, ob ich allein bin oder nicht (Faktor “Secret Eating” ist da bei mir noch ein spezielles Thema…)
    Bei mir geht eigentlich nur noch ganz oder gar nicht, so wie vermutlich ein trockener Alkoholiker auch nicht mal eben zu besonderen Anlässen und ausnahmsweise mal ein Gläschen “bewusst und ohne schlechtes Gewissen genießen” könnte.
    Allein, der Schritt zur totalen Abstinenz ist mir bisher nicht gelungen. Momentan hab ich es aber zumindest soweit im Griff, dass es im Schnitt nicht öfter als 2-3 Mal im Monat passiert und ich rein psychisch diese Aussetzer etwas lockerer sehe…
    Ich beneide von tiefstem Herzen Menschen, die tatsächlich von einer Tafel Schokolade (sogar bei Nougat und Joghurt und… Ich schweife ab *lechz*) nur ein, zwei Rippchen essen können und danach – und DAS ist der große Unterscheid zu mir – nichts mehr WOLLEN! Nicht nur sich beherrschen können und nach “bewusstem Genuß” den Rest wieder in den Schrank packen (so wie es bei mir tatsächlich mit 90%-Schokolade funktioniert!), sondern wirklich bei weiterem Konsum mit innerer Abneigung und “Ekel” oder Widerwillen zu kämpfen hätten. Und dann essen die von der Tafel über Wochen oder schmeißen den angebrochenen Schoko-Weihnachtsmann weg, weil er übers MHD is…
    2 Tafeln Milka Nougat sind bei mir schneller weg, als man “Zuckersucht” sagen kann… Und dann hätt ich gern noch eine…

    Naja, mehr Text geworden, als ich wollte… Im Endeffekt möchte ich sagen: Ja, eine Ernährung à la Paleo/Primal/Low-Carb/Ancestral/WholeFood/LCHF/LOGI-whatever hat tatsächlich auch mir geholfen, meine Cravings zu minimieren, aber völlig loszuwerden? Hmmm, bisher nicht. Insgeheim wäre es mir lieber, den Genuss in Maßen wiederzuerlernen, aber das ist leider eine “veeeers slippery slope”.

    Schade, wie sehr dieser industrielle Zuckerkram über die 32 jahre vor Paleo meinen Körper- und Gehirn-Stoffwechsel zerschossen hat. 🙁

    Von daher hoffe ich umso mehr, dass Ernährungskonzepte wie dieses hier nicht nur eine Randerscheinung bleiben, sondern der herbeigesehnte Paradigmenwechsel tatsächlich noch stattfindet. Vor allem bei Kindern und jugendlichen sollte hier frühestmöglich die Bremse gezogen werden.

  17. Heiko Ludewig

    Hallo Felix,

    schöner Artikel. Bzgl. des Ekels gegenüber Zucker kann ich mich meinen Vorschreibern nur anschliessen. Vielleicht kann man sich ja einreden, dass Zucker genau dieses Empfinden auslöst und sich selbst so konditionieren. Aber wie erklärst Du Dir, dass sich z.B. viele Millionen Chinesen wie verrückt auf unsere Ernährung (zuckergeprägt) stürzen, sobald sie sich das leisten können. Die müssten sich doch permanent übergeben 😉
    Aber im Gegenteil – es wird als erstrebenswertes Ziel angestrebt.

    1. Felix

      Tatsächlich ist der Mensch so “verdrahtet”, dass er Zucker mag und begehrt. Das macht mit Sicht auf die Evolution auch Sinn. Und er erklärt, warum die meisten Menschen dem so hinterher laufen. Das Problem tritt beim “zu viel” auf. Und genau das zu verhindern, dazu ist dieser Artikel gedacht. Das gesunde Maß finden und sich nicht einreden, sondern klar machen, dass mehr nicht gesund und gesundheitlich ekelhaft ist.

  18. Amelia

    Guter Artikel :-). Leider muss ich anmerken, dass der Verzicht auch nach vielen Wochen nicht leichter wird, sondern die Lust auf Süßes immer wieder wellenartig auftaucht. Auch die von Ihnen angesprochene Abneigung oder sogar Ekel hat sich bei mir nie eingestellt… Und ich weiß wovon ich rede, da ich aus gesundheitlichen Gründen vollständig auf Zucker etc. verzichte (sogar auf Obst).
    Diejenigen, bei denen sich dieser Ekel einstellt, beneide ich wirklich…

  19. Chris Wilds

    Die Überschrift hat schon fast ausgereicht! Es sollte mehr Menschen geben, die sich für ihre Ernährung interessieren und auch den Industriezucker versuchen zu meiden! Wenn man sich durch die Produkte im Discounter durchwuselt, findet man fast nahezu überall dieses Geschwür.. grauenhaft. Man merkt mir die Nebenwirkungen schon an. 😉

    Schöner Artikel!

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