Ist Getreide wirklich ungesund?

Getreide enthält Anti-Nährstoffe, macht fett und fördert Zivilisationskrankheiten. So lauten die Vorwürfe besonders von Proponenten der Steinzeiternährung. Getreide sei somit eines der wesentlichen Übel unserer heutigen Ernährung und vom Verzehr stets abzuraten. Doch stimmt das? Ist Getreide wirklich ungesund?

5 Gründe, kein Getreide zu essen

Die Steinzeiternährung (oder auch Paläo-Diät) rät grundsätzlich zum Verzicht auf Getreide. Als Grund gilt auf der einen Seite die Geschichte: Nach derzeitigem Kenntnisstand waren große Getreidemengen erst mit Beginn der Landwirtschaft verfügbar, welche das Ende der Steinzeit markiert. Andere argumentieren mit der Evolution und behaupten, der Mensch könne nach nur 10.000 Jahren keinesfalls an die Verdauung angepasst sein. Die Diskussion erhitzt die Gemüter. Sollte man Getreide essen?

Ist fermentiertes Getreide gesund?

Getreide enthält Anti-Nährstoffe wie Gluten, Lektine und Phytinsäure – gute Gründe, auf frisches Getreide zu verzichten. Auch die hohe Kohlenhydratmenge ist für viele Menschen ein Grund, die stärkehaltigen Körner und alles daraus hergestellte zu meiden. Doch es gibt mit Fermentation, Einweichen und Ankeimen Wege, die Verträglichkeit dieses Lebensmittels zu erhöhen und gesundheitlichen Risiken zu begegnen.

Was ist so schlimm an Getreide?

Getreide ist überall. Längst geht die Verwendung weit über den Lebensmittelbereich hinaus, Mais-Bestandteile finden sich sogar in Batterien wieder. Überall auf der Welt essen Menschen Getreide und die Pflanze ist ein wichtiger Rohstofflieferant geworden. Was kann daran so schlimm sein? Ist Getreide ungesund?