Sollten Landwirte Subventionen bekommen? (Video)

Das Jahr 2018 war trocken und die Anhänger vieler Landwirte füllen sich bei der Ernte nur zur Hälfte. Der Staat greift ein und unterstützt betroffene Landwirte zum Unmut vieler Mitbürger. Die Verärgerung kann jeder nachvollziehen: Warum bekommt der eine Hilfe und der andere nicht? Mit diesem Video möchte ich die oft mit erhitztem Gemüt geführte Debatte um ein paar zielführende Gedanken anreichern.

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5 Kommentare zu “Sollten Landwirte Subventionen bekommen? (Video)

  1. Stephan

    50% der Neuseeländischen Gewässer sind aufgrund der Landwirtschaft geschädigt. Hat vielleicht auch damit zu tun, dass die Bauern keine Subventionen mehr bekommen und marktwirtschaftlich produzieren.

    Ich sprech jetzt mal hier für Österreich. Wenn die Subventionen abgeschafft werden, bleiben in Österreich wahrscheinlich noch 10% der Bauern übrig. Die kleinstrukturierte Landwirtschaft bei uns kann nicht überleben ohne Subventionen. Der durchschnittliche bäuerliche Betrieb ist ca. 60ha groß und produziert hochwertige Produkte die Förderungen machen ca. 1/3 Drittel des Einkommens aus. Ich bin um einiges größer aber noch immer klein im Vergleich zu Bauern in Deutschland, Italien, Frankreich ect.. Ich habe mir ja schon selbst mal überlegt, was passieren würde wenn es keine Förderungen mehr geben sollte. Um zu überleben, würde ich sofort aus Bio austeigen und auf konventionelle Landwirtschaft umsteigen wenn auch nachhaltig. Ich würde Maßnahmen die mich wirtschaftlich einschränken, die ich aber jetzt aufgrund der Subvention erfüllen muss, auf ein Minimum herunterfahren oder weglassen. Flächen die jetzt noch Blühstreifen enthalten, würden voll ausgenutzt. Eine Selbstvermarktung um zu überleben ist leider nur teilweise möglich. Die Frage die sich stellt ist eher ob die Gesellschaft das auch so will, weniger BIO, weniger Tierschutz bei der Haltung, keine Pflege der Landschaft und der Almen oder ob man halt Förderungen in Kauf nimmt obwohl diese natürlich nicht immer optimal sind.

    1. Felix

      All Ihre Überlegungen setzen voraus, dass beim Wegfall von Subventionen sich die Preise nicht ändern. Das halte ich für unrealistisch.

      “50% der Neuseeländischen Gewässer sind aufgrund der Landwirtschaft geschädigt.”

      Haben Sie dafür eine belastbare Quelle?

      1. Stephan

        https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sendung/neuseeland-wasser-100.html

        Sonst bitte einfach nach Neuseeland und Kuhproblem googeln. Da bekommt man dann einen ganzen Haufen Links zu dem Thema. 😉

        Ich glaube durchaus, dass sich die Preise ändern würden, nur nicht in dem Umfang. Und je kleinstrukturierter die Landwirtschaft ist, desto weniger kann sie mithalten mit Großbetrieben. Den Schlüssel zu hochwertiger Nahrung halten die Konsumenten in der Hand, nur sind die zu 90% nicht bereit für Qualität jeden Tag zu zahlen oder auch auf gewisse Produkte teilweise zu verzichten. Bei uns in Österreich gibt es schon seit 2004 ein Käfigeierverbot in den Supermärkten, ohne dieses Verbot würde ein Großteil der Konsumenten noch immer Käfigeier kaufen weil sie günstiger sind. Bodenhaltung wird auch mehr verkauft als Freilandhaltung, aufgrund des Preises.

        1. Felix

          Danke für den Link. In Google finde ich reichlich Hinweise, nur leider selten fundiert (wobei auch daserste.de leider nicht zuverlässig ist). Der Großteil der Probleme in Neuseeland liegt, so erklärte mir ein Neuseeländer, darin, dass sie nun auch Asien mit Milch beliefern wollen. Insofern sehe ich da keinen Zusammenhang zur genannten Reform.

          Die Verbraucher müssen mitziehen, ohen Frage. Das bedarf auf jeden Fall (schon jetzt) Aufklärung. Das ist Aufgabe der Anbieter. Es könnte in solch einem Fall aber mit vom Staat unterstützt werden, zumindest in der Anfangs-/Übergangsphase.

          Ich mache mir keine Illusionen. Man stellt das nicht einfach so um. Aber so wie bisher kann es offensichtlich auch nicht weitergehen.

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