Wie Nachhaltigkeit Sie glücklich, gesund und reich macht

480px-The_Earth_seen_from_Apollo_17Nachhaltigkeit bedeutet, ein System so zu nutzen, dass es in seinen wesentlichen Eigenschaften erhalten bleibt und sein Bestand auf natürliche Weise regeneriert werden kann. In Bezug auf Nahrungsmittel bedingt nachhaltige Erzeugung daher eine ökologisch verträgliche Herangehensweise, denn der Mensch ist für seine Versorgung auf funktionierende Ökosysteme angewiesen. Aber wie kann er durch die Wahl nachhaltiger Lebensmittel glücklich, gesund und reich werden?

Wie macht Nachhaltigkeit mich gesund?

Um diese Frage zu beantworten, müssen wir die Entstehung von Lebensmitteln verstehen. Dazu dient die folgende Artikelreihe, die auch auf die Folgen einer nicht-nachhaltigen Landwirtschaft eingeht:

Die Desertifikation, welche auch durch intensive, konventionelle Landwirtschaft ausgelöst wird, ist also praktisch mit der Entwertung der Böden zur Lebensmittelproduktion gleichzusetzen. Wo keine Lebensmittel hergestellt werden können, gibt es nichts zu essen. Und nichts zu essen ist sehr ungesund, denn es führt unausweichlich zum Tod. Also: Nachhaltige Landwirtschaft ist wichtig zum Erhalt der Gesundheit.

Dies gilt aber nicht nur in Bezug auf die generelle Versorgung mit Lebensmitteln, sondern auch für die Qualität. Nachhaltige Produktionsmethoden sind ökologisch verträgliche Anbaumethoden und genau diese Methoden führen auch zu einer höheren Qualität der Produkte, ganz konkret zu einem höheren Nährstoffanteil:

Aber ist Bio immer nachhaltig?

Offenbar nicht immer. Aber es scheint zumindest das derzeit beste standardisierte Modell zu sein. Doch ist die zentrale Organisation so notwendig? Schadet sie uns möglicherweise? Ist das gesamte konventionelle System zur Lebensmittelerzeugung gar die Ursache für all die Probleme, vor denen wir heute stehen?

Es scheint eindeutig, dass das konventionelle Versorgungssystem, die zentralisierte Kontrolle und Distribution von Lebensmitteln, sehr viele Probleme bereitet. In Zusammenhang damit stellen sich in Bezug auf Gesundheit und die Erzeugung von Lebensmitteln weitere Fragen:

Spätestens hier wird klar, dass jede nicht-nachhaltige Ernährung sehr ungesund ist. Nachhaltigkeit ist also nicht nur ein, sondern der einzige Weg zu gesunder Ernährung. Aber was ist mit dem Geld?

Wie macht Nachhaltigkeit mich reich?

Lebensmittel kosten Geld. Und oft scheint es, als kosteten gerade die Produkte aus nachhaltiger Erzeugung mehr Geld als alle anderen. Wie kann der Verbraucher also durch Nachhaltigkeit Geld sparen? Das Geheimnis liegt im Unterschied zwischen echten Preisen und den Fantasiepreisen, die wir im Supermarkt vorfinden. Das hat mit der Externalisierung von Kosten zu tun: Die Produktionskosten zahlt der Verbraucher nicht an der Supermarktkasse, aber auf Umwegen an anderen Stellen. Wie das passiert, erklärt auch dieses Video:

Wenn Lebensmittel wieder realistische Preise haben, wird auch die Wertschätzung diese Produkte wieder steigen. Es klingt Paradox, aber:

In der Folge werden Verbraucher bewusster einkaufen und weniger Geld für die falschen oder für überschüssige Lebensmittel ausgeben. Dabei sparen sie Geld. Und dann landet auch weniger auf dem Müll:

Und was passiert, wenn wir weniger Müll produzieren? Wenn wir weniger Lebensmittel wegwerfen? Und wenn wir nur noch Gemüse kaufen, das nicht in endlosen Plastikverpackungen steckt? Unser Abfallvolumen sinkt. Und in der Folge die Gebühren für die Müllentsorgung. Und die Mülldeponien schrumpfen.

Durch nachhaltige Lebensmittel sparen Sie also doppelt Geld: Sie geben weniger Geld für Dinge aus, die ohnehin nur im Müll landen und Sie bezahlen geringere Gebühren für die Müllentsorgung. Aber es geht noch weiter. Denn beim Einkauf können Sie noch mehr Geld sparen und dabei gleich noch gesünder werden:

Da kommt dann auch die Glücklichkeit ins Spiel. Und dabei geht es um weit mehr als schrumpfende Müllberge…

Wie macht Nachhaltigkeit mich glücklich?

Bezogen auf Produktionsvermögen und Gesamtbevölkerung, das haben wir gesehen, können wir die gesamte Welt mehr als gut ernähren. Doch durch mangelhafte Verteilung kommt es zu Problemen. Auf der einen Seite hungern Menschen, auf der anderen Seite werden Lebensmittel weggeworfen. Ein Problem, dass sich ebenfalls lösen lässt, wie es scheint:

So machen wir uns also glücklicher: Durch besseres Essen und durch die Stärkung unserer gesamten Gemeinschaft. Zum Beispiel so wie in der solidarischen Landwirtschaft:

Kann das funktionieren? Werden alle mitmachen?

Es scheint sogar unausweichlich, dass alle mitmachen. Aber wie wird die Zukunft aussehen? Genau können wir das nicht wissen. Es gibt bereits viele praktisch erprobte Modelle:

Und nebenbei lassen sich durch diese Modelle auch ganz andere Probleme lösen:

Was muss ich tun?

Die wesentlichen Informationen, auf welche Weise nachhaltige Nahrungsmittel Sie zu mehr Glück, Gesundheit und Geld führen können, sind in diesem Artikel bereits beschrieben. Doch was müssen Sie ganz konkret tun, um dies umzusetzen? Kaufen Sie entsprechend ein! Lernen Sie auf einfachen Wegen die Erzeuger Ihrer Nahrungsmittel persönlich kennen, kaufen Sie auf Wochenmärkten ein. Knüpfen Sie einen engeren Kontakt zu Ihrer eigenen Ernährung:

Fazit

Nachhaltigkeit ist ganz offensichtlich der einzige Weg zum Überleben der Menschheit. Doch das ist als Ziel offenbar so abstrakt, dass viele Menschen es nicht als ihre Aufgabe betrachten, daran aktiv mitzuarbeiten.

In diesem Artikel finden Sie daher eine Reihe von Argumenten, die einen nachhaltigen Lebensstil für jeden Menschen attraktiv machen. Sogar bis hin zum egozentrischsten Individuum: Gesundheit, Glücklichkeit und sogar Reichtum – da ist doch für jeden etwas dabei.

Wenn Ihnen Urgeschmack gefällt oder hilft, würde ich mich über Ihre Unterstützung sehr freuen.

5 Kommentare zu “Wie Nachhaltigkeit Sie glücklich, gesund und reich macht

Bitte beachten Sie bei Diskussionen in den Kommentaren, dass am anderen Ende des Internets auch immer ein Mensch sitzt. Benehmen Sie sich bitte so, wie Sie sich auch gegenüber Menschen verhalten würden, denen Sie persönlich gegenüberstehen.
  1. Irene

    Ich finde diesen Blog einfach super! Mit den Ressourcen unserer Umwelt schonend umzugehen , sehe ich als Verwantwortung eines jeden Einzelnen. Auf diesem Blog gibt es viele Tipps, wie man die Umwelt und deren Ressourcen schonen kann.

  2. Marvin

    Ich bin durch einen Link auf diese Seite aufmerksam geworden. Finde die Themen mitunter sehr interessant. Vor allem die Themengebiete die zeigen das Nachhaltigkeit in industriell produzierten Lebensmitteln ein Problem ist, in Kombination mit den Themen zur Aquakultur und der Produktion von pflanzlichen Lebensmitteln und die Zerstörung der Lebensräume die dazu nötig ist.

    Da ich Zuhause selber etwas Gemüse anbaue und gerne Fleisch und auch Fisch esse, bin ich vor kurzem auf die aquaponische Anbautechnik gestoßen, da ich nach möglichst effizienten Anbausystemen gesucht habe.
    Ich weiß nicht ob dieses Thema hier schon mal diskutiert wurde, aber ich finde es hört sich bisher sehr vernünftig an und löst Probleme bei der Erzeugung von pflanzlichen Lebensmitteln, vor allem was den Platzbedarf angeht, da sich solche Farmen vertikal anlegen lassen, und beseitigt die Unmengen an Abfallprodukten die in der Aquakultur anfallen.

    Ich bin selber habe allerdings nicht die so große biologische Bildung genossen, und kann daher weitreichendere Folgen nicht abschätzen, oder Probleme die sich jetzt meiner Wahrnehmung entziehen.

    Die ethische Frage die man sich bei diesem System stellen muss, ist erstens dann natürlich die ob man Fische essen und töten möchte die ihr Leben weitestgehend in einer “quasi” Aquakultur verbracht haben. Und zweitens die Frage in wie weit ein Fisch durch diese “Haltungsform” in Mittleidenschaft gezogen wird. Ich habe Fische gesehen die in einem Bergsee gelebt haben, in dem es effektiv nichts gab außer knapp 2m tiefem Wasser, das so kalt war wie man sich flüssiges Wasser nur vorstellen kann, und rundherum nur in Felsen eingebettet war. Es war nicht eine einzige Pflanze oder sonstwas im Umkreis zu sehen, nur Felsen und Eis. Diese Fische scheinen einen relativ geringen Anspruch an ihre Umgebung gestellt zu haben. Daher stelle ich mir die Frage ob ein Fisch sich in einem künstlich angelegten Behältnis wirklich unwohl fühlt.

    Als Fischfutter für solche Farmen eignen sich dann auch sehr gut Würmer und Maden, die an sich in sehr großer Zahl in geringem Aufwand selbst in unseren Lebensmittelabfällen gezüchtet werden können.

    Ich beschäftige mich noch nicht so lange mit dem ganzen Thema, aber falls das Thema hier noch nicht angesprochen wurde, wäre es ja eventuell was über das man hier auch mal einen Artikel verfassen könnte.

    Einen schönen Tag noch

    1. Felix

      Aquaponische Kulturen sind durchaus interessant. Als ich mich zuletzt damit befasst habe, gab es allerdings stieß ich allerdings auf einen signifikanten Haken – leider kann ich mich nicht erinnern, was das für einer war. Deswegen kann ich das im Moment nicht weiter behandeln. Ich werde mal meine Unterlagen durchsuchen und gegebenenfalls was dazu schreiben. Danke für den Anstoß!
      Vielleicht interessiert dich auch dies: http://www.urgeschmack.de/uber-die-liebe-zu-einem-fisch/

Kommentieren

Vielen Dank für Ihren Kommentar, ich lese jeden einzelnen. Allerdings erhalte ich mehr Kommentare, als ich beantworten kann. Seien Sie daher bitte nicht böse, wenn Sie auf Fragen keine Antwort erhalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich besonders auf individuelle Beratungsanfragen nicht immer reagieren kann.
Einige Kommentare müssen manuell freigeschaltet werden. Dies kann einige Zeit dauern. Ich bemühe mich, neue Kommentare binnen 24 Stunden freizuschalten, an Wochenenden oder in anderen Ausnahmefällen kann es länger dauern.