Was kostet gesunde Ernährung?

Die Frage nach den Kosten einer gesunden Ernährung wird oft gestellt. Zumal die Kosten gerne als Argument angeführt werden, seine Ernährung nicht umzustellen – immerhin ist Geld der Dreh- und Angelpunkt unserer Gesellschaft und wenn man das möchte, lässt sich praktisch alles damit  begründen. Trotzdem möchte ich in diesem Beitrag beleuchten, was es kostet, sich so zu ernähren, wie Urgeschmack das vorschlägt: Auf Basis einfacher, echter Lebensmittel.

Ausgewählt habe ich dafür die Daten von Einkäufen in den letzten sechs Monaten. Der gebildete Durchschnittswert beachtet nicht, dass typische Sommerlebensmittel (z.B. Erdbeeren, Tomaten) etwas teurer sind als saisonale Wintergemüse wie Kohl. Die Einkäufe finden strikt regional und saisonal statt, was also “hier” nicht wächst, landet auch nicht im Warenkorb. Aus Gründen des Datenschutzes mische ich die Daten, achte jedoch darauf, einen wirklich realistischen Korb zusammenzustellen. Wir nehmen für diese Beispiel ein junges Paar, das alle zwei Wochen auf den Markt fährt und dort am Bio-Marktstand einkauft, und zwar diesmal folgendes:

ProduktGewicht in kgPreis/kgGesamtpreis
5 Kopf Weißkohl 8,165 1,9015,51 €
2 Kopf Rotkohl 3,790 1,90 7,20 €
Pastinaken4,8253,5016,89 €
Möhren2,8851,805,19 €
Topinambur 0,9353,503,27 €
20 Stk KohlrabiStückpreis1,0020,00 €
Äpfel0,7252,601,89 €
Summe69,95 €

In ihrer Nachbarschaft erstehen Sie über diese zwei Wochen 120 Hühnereier aus Freilandhaltung zu 0,20€/stk. Macht noch einmal 24 €. Von einem Rinderzüchter kaufen sie gelegentlich große Mengen Fleisch aus reiner Weidehaltung zum günstigen Preis, effektiv bezahlen sie so 8,20€ /kg. In zwei Wochen essen sie davon rund 3kg, macht 24,60€.

Es fehlen noch ein paar Kleinigkeiten. Die beiden sind große Butter-Fans und hauen jede Woche ein halbes Pfund weg – aber natürlich nur die gute Weidebutter. Macht noch einmal 4€. Keine Bange, die Beträge stellen wir gleich noch einmal in einer Tabelle zusammen.

Zwiebeln sind länger lagerfähig, pro Woche gehen rund 2kg weg: 3,60€. Etwas Olivenöl hier und da, das Gute: 2,20€. Und gebacken wird auch schonmal, mit gemahlenen Nüssen, 400g: 3,20 €. Noch etwas vergessen? Mit Sicherheit, aber nicht viel. Also ab in die Tabelle:

ProduktGewicht in kgPreis/kgGesamtpreis
Gemüse s.o. s.o.69,95 €
120 EierStückpreis0,20 €24,00 €
Rindfleisch3,0008,20 €24,60 €
Butter0,5002,00 €4,00 €
Olivenöl0,22010,00 €2,20 €
Gemahlene Nüsse0,4008,00 €3,20 €
Summe127,95 €

Das Paar benötigt demnach pro Monat 255,90€, um sich zu ernähren. Oder knapp 130€ pro Person, wobei sich zu zweit gewiss Synergieeffekte nutzen lassen. Für das Geld gibt es Lebensmittel in bester Qualität von Erzeugern der Region.

Wenn man das alles übrigens durch einen Lebensmittelrechner jagt um auf die gesamte Kalorienzahl zu kommen, kommen die unterschiedlichsten Werte mit Abweichungen um über 100% raus. Über solche Rechner brauchbare Ergebnisse zu bekommen scheint unmöglich, denn die Datensätze basieren oft unterschiedlichsten, sehr zweifelhaften Quellen.

Die Daten beruhen, wie schon erwähnt, auf den Preisen in der Wintersaison. Tomaten, Erdbeeren und das übrige saisonale Obst ist in der Regel teurer als Wintergemüse. Auf dem Markt könnte es dadurch rund 50% teurer werden, was pro Person und Monat einer Erhöhung der Kosten um rund 30 € gleichkommt. Auch lebt dieses junge Paar wirklich sehr ländlich und die Preise liegen dort ein wenig unter dem Durchschnitt. Und gewiss fehlt in diese Rechnung die eine oder andere Kleinigkeit.

Nichtsdestotrotz stehen die 130€ pro Person sehr solide für eine durchweg vollwertige und echte Ernährung. Dieser Betrag ist erstaunlich nah am dem, was der Hartz IV-Regelsatz vorsieht. Und wenn es doch mal zu viel sein sollte, so steht immer noch der Griff zu Gemüse aus konventioneller Produktion offen.

Einhundertunddreißig Euro. Das ist ein Betrag den viele Menschen schnell mal für ein paar schlecht sitzender Schuhe ausgeben, die sie nie wieder anziehen werden. Ein so verhältnismäßig kleiner Betrag, für das wichtigste in unserem Leben. Essen. Treibstoff. Energiequelle. Genuss. Freude. Gemeinsamkeit. Ich finde, das ist nicht viel.

Wenn Ihnen Urgeschmack gefällt oder hilft, würde ich mich über Ihre Unterstützung sehr freuen.

37 Kommentare zu “Was kostet gesunde Ernährung?

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  1. Gunnar

    Die beiden sind große Butter-Fans und hauen jede Woche ein halbes Pfund weg – aber natürlich nur die gute Weidebutter. Macht noch einmal 4€

    Macht pro Monat 16 Euro!
    Gemüse ist der Einkauf von 2 wochen also für 4 Wochen 139,90
    Fleisch (mal abgesehen davon, das es fast unmöglich ist gutes Fleisch für 8,50 das Kilo zu bekommen)
    such für 2 Wochen also im Monat: 49,20

    Bevor ich jetzt alles einzel Aufzähle, laut den Angaben im Text sind das Kosten für 2 Wochen. Also im Monat rund das doppelte. Also 260 Euro statt 130 ….

    Gruß Gunnar

      1. Gunnar

        Hallo Felix, du schreibst im Text, dass dies ein Einkauf für zwei Wochen ist:
        “Wir nehmen für diese Beispiel ein junges Paar, das alle zwei Wochen auf den Markt fährt und dort am Bio-Marktstand einkauft, und zwar diesmal folgendes:”
        für 69,95

        Genauso beim Fleisch:
        “In zwei Wochen essen sie davon rund 3kg, macht 24,60€.”

        Bei Butter ist sogar nur eine Woche:
        “Die beiden sind große Butter-Fans und hauen jede Woche ein halbes Pfund weg – aber natürlich nur die gute Weidebutter. Macht noch einmal 4€”

        Und dann wird auf einmal ein Monatsbedarf daraus?
        Oder kann ich nicht richtig lesen. Aber mein Monat hat vier Wochen.
        Ganz abgesehen davon das 50 gr Fleisch, 2 Eier und 500 gr Gemüse am Tag nicht gerade eine sehr üppige Kost darstellen.

        1. Felix

          Die zweite Tabelle zeigt dir die Ausgaben der beiden für zwei Wochen. Das multiplizierst du mit 2, dann reicht es für 4 Wochen. Das teilst du durch zwei, dann sind es die Ausgaben für eine Person.

  2. Dorokoke

    Die Aufstellung ist spannend, der eine oder andere Preis ist hier nicht realistisch, allerdings ist Manches auch etwas günstiger.
    Alles in Allem gebe ich mir (H4 Empfängerin) ca 30 Euro in der Woche für Essen. Davon mache ich für 15 Euro eine Bestellung in der Grünen Kiste und die anderen 15 Euro nehme ich zum Zukaufen von Fleisch, Butter etc. Eier sind mit in der Kiste, allerdings 10 Stück für 2,90 Euro.
    Weg fallen Schokolade und Knabberzeug und der Alkohol beschränkt sich auf besondere Gelegenheiten, also sehr selten.
    Ich bin gerade dabei nach und nach einen Vorrat an Grundzutaten anzulegen, das ist erst mal teuer denn Kokosöl ist nun wirklich nicht billig und so spare ich nach und nach für Mandelmehl, Gewürze etc., bis ich die Zutaten auf meiner Liste habe und ich denke dann wird es leichter werden.
    Am Anfang dachte ich, dass mir die billige “Sättigungsbeilage” fehlt, Nudeln für 29 Cent zum Beispiel, die ich früher in “schlechten Zeiten” auch mal nur mit Butter und ein paar Gewürzen gegessen habe…auch mal dreimal am Tag wenn es nicht anders ging…aber das waren wirklich extrem knappe Zeiten.
    Wenn es noch mal soweit kommen sollte, dann werde ich wohl auf Hirse oder Buchweizengrütze oder Kartoffeln zurück greifen. Schließlich war Buchweizen in vielen Gegenden ja mal das Hauptnahrungsmittel.
    Ganz zurück wird mich das nicht werfen.

  3. Niels

    Hi,
    spannend, also ich muss sagen das wir pro Woche eher so bei 200€ für Lebensmittel liegen. Desto Gesünder, desto teurer wird es aus meiner Sicht. Gutes Fleisch ist fast unbezahlbar, 8€ für Weideland habe ich noch nirgends gesehen, eher 30€, naja vielleicht muss ich da noch mal besser suchen aber sowohl die Hofläden als auch die Marktpreise sind bei uns sicher nicht zum sparen geeignet.

  4. Anna A.

    Hallo Felix,

    ich bin Gestern auf diese Webseite gestoßen weil ich mich zwar schon immer viel mit Ernährung beschäftige und darauf achte aber trotzdem einige Kilos zu viel habe (Ja, Sport mache ich auch aber ich muss zugeben nur 2 bis 3 mal die Woche eineinhalb Stunden – also Fitnessstudio, Ausdauer- und Krafttrainig).

    Ich habe mir das Konzept hier mal angeschaut und finde es echt gut, das was du hier schreibst klingt logisch und macht Sinn, ich werde mir mal das
    Kochbuch zulegen und starten… und hoffen dass es was bringt! ^^

    Aber eine Frage hätte ich da noch, zu dem Thema Eier: Also sind so viele Eier denn kein Problem? Ich finde leider im Internet so viel wiedersprüchliches und würde gerne mal deine Sichtweise der Dinge hören bzw lesen! :)

    1. Felix

      Hallo Anna,
      es freut mich, dass du den Weg hierher gefunden hast. “Viele” Eier sind in der Regel kein Problem. Dass du da widersprüchliche Angaben findest, liegt daran, dass es eine Zeit gab, in der Eier auch im Volksmund als ungesund galten – vornehmlich wegen des enthaltenen Cholesterins. Mittlerweile ist hinreichend belegt, dass das Nahrungscholesterin nicht direk mit dem Blutcholesterin zusammenhängt bzw nicht den damals vermuteten, negativen Einfluss hat. Aber leider hat sich das so im Volksmund festgesetzt, dass das bis heute nachgeplappert wird.
      Tatsächlich sind Eier eine exzellente Nährstoffequelle (sofern sie aus tiergerechter Haltung stammen), enthalten hochwertiges Eiweiß und Fett und sind daher bestens für die Ernährung geeignet. Es KANN eine Allergie gegen einige der Inhaltsstoffe vorliegen – aber das kann bei praktisch jedem Lebensmittel der Fall sein.
      Ich kenne viele Menschen, die täglich 3-6 Eier essen und sich bester Gesundheit erfreuen und es gibt, wie gesagt, aus der Wissenschaft keine fundierten Hinweise darauf, dass der Verzehr von Eiern gesundheitsschädlich sei. Der Wert der Inhaltsstoffe hingegen ist bestens belegt.

      1. Motti

        Lieber Felix,

        deinen Blog finde ich sehr gut. Ich habe Worm und so weiter gelesen und bin total weg vom Vollkorngedöns. Ich mache es so wie du, und esse zweimal im Jahr etwas wirklich leckeres aus Getreide. Aber eines stört mich dann doch. Dieses Argument, dass es jemanden gibt, der trotz 6 Eier am Tag sich bester Gesundheit erfreut. Wenn es gute Eier sind ist er ja vielleicht gerade deshalb so gesund? Nein, was ich meine ist, dass die allgemeine aktuelle Gesundheitsempfindung doch kein Beweis für den Wert eines der genossenen Lebensmittel sein kann, vor allem wenn man weiß, wie langsam sich viele Gesundheitsprobleme entwickeln. Das sind doch genau die albernen Argumente, mit denen ‘normalessende’ Mittzwanziger aufwarten, wenn sie auf Fast-Food, Mezzomix, Alkohol, Fertigsoßen und Zigaretten angesprochen werden: ‘Sterben müssten wir alle irgendwann und sie seien doch kerngesund’. Ja selbstverständlich kann ein junger Mensch jahrelang Schrott essen, ohne sich krank zu fühlen, der Körper ist ein Meister in der Improvisation so lange es eben geht, manchmal jahrzehntelang.
        Also weiß ich nicht, wo dein Blog so vor guten Argumenten strotzt, warum du dann gelegentlich auf solche Scheinargumente zurückgreifst, das hättest du, meiner Meinung nach, gar nicht nötig.
        So hast du einmal in einem Blog über Getränke gesagt, das Wasser aus der Leitung wäre kostenlos, und dann eingeschränkt, dass man ja ‘nur’ das Abwasser bezahlt. Ja, aber das Abwasser rechnet sich aus dem Verbrauch des Frischwassers. Falls du also nicht in den Garten rennst, um das Trinkwasser aus dem Gartenschlauch zu holen, und nur, sofern dein Gartenwasserhahn einen Zähler hat und vom Abwasser befreit ist, wirst du auch für jedes getrunkene Glas Wasser das Abwasser bezahlen. Warum reicht es nicht ganz einfach zu sagen, dass das Wasser aus dem Hahn so allunglaublich viel viel billiger ist, statt zu sagen es sei kostenlos?
        Nun ja, und auch die Aufstellung hier finde ich ein bisschen geschönt. Kochen deine Leute wirklich ganz ohne Salz (Steinsalz aus dem Bioladen?), frische Kräuter, Gewürze, gibt es kein Obst zum Frühstück? Nicht jeder hat, wie ich, einen Garten für Petersilie, Knoblauch usw. Du willst doch nicht wirklich statt frischen Kräutern das getrocknete Zeug empfehlen? Und nicht jeder hat ein Auto und eine große Kühltruhe, um sich ein viertel Rind einzulagern. Ich zahle für einen Lammlachs aus Weidehaltung 6,10! Es muss natürlich nicht täglich Lamm sein, aber dennoch man muss halt sehen, an was man so kommt in der Region. Je mehr Aufwand man betreibt, bei Recherche und Beschaffung, umso billiger kann es werden. Nicht jeder will das. Übrigens ich esse ein Pfund Butter die Woche ganz allein und mein Olivenöl von arteFakt kostet 16,- pro Liter, dafür könnte ich den Olivenhain persönlich bestaunen, wenn ich denn hinführe. Ich gebe gern etwas mehr aus, um die Olivenbauern direkt zu unterstützen. Ich finde es überhaupt erbärmlich, dass es zur Gewohnheit geworden ist, die Ernährung wie eine Nebensache zu behandeln, die auf keinen Fall viel kosten darf. Noch vor 100 Jahren hat man den Großteil des Einkommens allein dafür ausgegeben. Aber genau wie du, bin ich der Meinung, dass man sich gesundes Essen mit einem kleinen Budget auch leisten kann: Dann ist die Gurke eben nicht immer Bio und man kauft halt nicht ganz so Ökoorientiert. Wenn das nur jeder versuchte würde sich so manches ändern.
        Ich hoffe, dass ich dich nicht verärgert habe und du den leider etwas langgwordenen Text konstruktiv sehen kannst. Deine Seite ist so prima, fast magisch, sehr vielseitig immer aktuell und gut recherchiert. Du kommst sympathisch rüber, es macht Spaß dir zuzuhören. Eine nicht ganz saubere Argumentation hin und wieder ist wie feiner Sand, der die Glaubwürdigkeit wirklich ganz unnötig stört. Denn im Grunde hast du ja in der Kernaussage immer recht.

        1. Felix

          Warum reicht es nicht ganz einfach zu sagen, dass das Wasser aus dem Hahn so allunglaublich viel viel billiger ist, statt zu sagen es sei kostenlos?

          Weil das nicht den Tatsachen entspricht. Leitungswasser ist kostenlos. Diese Präzision ist mir wichtig. Wer vereinfachte Pauschalen möchte, kann woanders lesen. Bei Focus Online zum Beispiel oder bei der Bildzeitung.

          Kochen deine Leute wirklich ganz ohne Salz (Steinsalz aus dem Bioladen?), frische Kräuter, Gewürze, gibt es kein Obst zum Frühstück?

          Sie müssen nicht.

          du den leider etwas langgwordenen Text konstruktiv sehen kannst

          Ein paar Absätze mehr hätten das Lesen erleichtert.

          Eine nicht ganz saubere Argumentation

          Du meinst wohl eher “eine Argumentation, die nicht meine Meinung widerspiegelt”.

  5. Nadine

    Hallo Felix,
    ich möchte ja nicht kleinlich sein, aber im Text schreibst du in der Woche verbrauchen sie 1 Pfund Butter (500g) und unten in der Tabelle für 2 Wochen führst du nur 500g auf (müsste dann ja 1 Kg sein).
    Ich wünschte wir könnten so günstig einkaufen. Bei uns in FFM gibt es zwar einen Markt wo wir auch einkaufen gehen, aber beim BIO-Stand kosten nur schon die Zwiebeln pro Kg 5,75,-. Für mich ist das ja fast schon Wucher, wobei es mich da auch nicht wundert, dass ich an diesem Stand nie einen Kunden sehe, dafür aber der Bauer aus dem Ort 2 Orte weiter regelrecht überrannt wird. Bei uns direkt gegenüber gibts auch einen Hofladen, der aber auch teurer ist als der Markt, weswegen wir dort nie einkaufen und dann lieber zum Markt fahren. Wir haben in der Woche rund 80 Euro für 2 Personen veranschlagt, seit Paleo kommen wir damit allerdings auch nicht mehr so ganz hin (wir hoffen es relativiert sich sobald wir endlich unsere Großlieferung Weiderindfleisch bekommen, dann müssen wir nicht mehr bei dem teuren Metzger einkaufen gehen ;-) )

    1. Felix

      Hallo Nadine – das musst du dich verguckt haben. Im Text steht “…jede Woche ein halbes Pfund…”

      “Bio” muss ja nicht unbedingt sein, sofern es ökologisch verträglich produziert und transportiert wird.

      Mit dem Weidefleisch drücke ich euch die Daumen, dass das Bald klappt!

  6. Marina

    Ein schöner Beitrag, ich gebe auch wesentlich weniger Geld aus, seit ich auf gesunde Ernährung achte. Ich komme aber definitiv teurer weil ich eher zu den Gourmets gehöre. Ich gebe viel für frische Kräuter aus. Auch wenn ich sie anpflanze, verputze ich sie schneller als sie nachwachsen können. Ausserdem gibt es vielmehr gesunde Öle, die die Küche geschmacklich ungemein bereichern: Kokosöl, Leinöl, Sesamöl, Brennnesselöl und Palmöl sind allesamt teurer als Olivenöl. Aber geschmacklich und für die Gesundheit eine Bereicherung. Nüsse, Samen, Sprossen und Linsen gehören auch zu einer gesunden Ernährung und bringen noch mehr Vielfalt in die Küche. Und ich trinke nicht permanent Leitungswasser, zwar reichlich, aber eben auch gerne Grünen Tee, Chai oder mal nen Holunderwein…

  7. Gerald

    Mir bleibt monatlich leider nicht so viel Geld. Eventuell schaff ichs zurzeit in meiner Arbeitslosigkeit ja auf 100 bis 120 Euro ca.

    In meiner Nähe oder in ganz Graz zumindest, finde ich nirgenst einen “gescheiden” Bio Laden der Weidengefüttertes Fleisch hat, oder butter oder sonst was. Eier kann ich auch nur im Geschäft kaufen und da kosten 10 Eier ja schon ca. 2,50 bis 3 Euro. Sprich bei 120 Eiern wären das dann 30 Euro. Gemüse..hm, schweres Tehma. Ich versuch frisch zu kaufen. Teilweise ist mir aufgefallen, sind die Bauernmärkte bei uns doch teurer als die im Geschäft. Ich gebe viel für Gemüse aus, aber auch zb. für faschiertes, weils einfach billig ist.
    Bio fleisch hab ich nur einmal eines bekommen, beim SPAR. Das haben die aber nicht das ganze Jahr über sondern nur ca. 2 Wochen oder so.

    Pastinaken hab ich auch schon überall gesucht. Bauernmarkt, normale Geschäfte, “Bio-Läden (die übrigens meistens nur obst, schokolade und so zeug haben)” usw. Nirgendst zu finden. Die Leute wissen ja net mal was das ist. Selbiges gilt für Kürbis. Krieg ich auch nirgenst.

    Ich denke, wenn ich mich wirklich so ernähren wollte wie ich will, müsste ich woanders wohnen und mehr Geld verdienen.

    Hab die letzten 2-3 Wochen nach Läden/Bauern (gibt hier nur einen, aber die sind so ne Art schule für Bauern)/Bio Läden gesucht und besucht. War fast nur enttäuschend.

    1. Felix

      Das ist schade. Aber immerhin kannst du den Fertiggerichten aus dem Weg gehen und Grundzutaten verwenden. Wenn es einfach nicht anders geht, muss es ja wirklich nicht immer “Bio” sein.

  8. Pingback: Wie viel Zeit kostet gesunde Ernährung? — Urgeschmack

  9. Paulina

    der Beitrag ist ja jetzt leider schon knapp 2 Monate alt, aber ich muss sagen, dass ich auch ungefähr 140 € pro Monat für Lebensmittel ausgebe und überwiegend Obst, Gemüse und Eier esse. Hinzu kommt bei mir aber noch Joghurt, Leinsamen und Rollgerste, weil ich mein Frühstücksmüsli einfach über alles liebe.

    Ich bin auch noch etwas jünger, sprich, verdiene nicht wahnsinnig viel, aber ich finde trotzdem dass gesunde, vollwertige, faire Ernährung nicht teurer ist als Schrott-Ernährung (wenn man bedenkt, dass ein Menü von Mc Do zb. 5-6 € kostet, eine Pizza im Schnitt auch 6 €, Fertiggericht ebenfalls nicht billig sind…).

    Und Sport ist ebenfalls nicht das Hammerschlag-Argument für mich… ich gehe auch ca. 20-30 km/Woche joggen, klettere auf Berge und fahre Mountainbike. Hab aber noch keine Defizite feststellen müssen… Aber okay, ich bin auch ein Mädchen, sprich keine Muskelberg…

    Aber wie gesagt, selbst wenn es doppelt so teuer wäre, wäre es das wert. Entweder man investiert es vorsorglich in die Ernährung und Gesundheit oder nachträglich in Medikamente, ärztliche Behandlungen und Nerven…

  10. Pit B

    An sich eine nette Aufstellung, leider habe ich noch in keinem Laden bei mir in der Umgebung (Bioladen oder Edeka Zurheide) Pastinaken entdeckt, ich probier’s morgen mal auf dem Markt.

    @Felix: Mir kommt es so vor, als verteufelst Du oft die Kraftsportler unter uns. Natürlich kann man sich auf anderem Wege fit halten – man muss natürlich auch nicht nach einem Bodybuilding-Ideal streben – aber die Auswirkungen von hartem, diszipliniertem Krafttraining kommen dem Körper ebenso zu Gute wie eine harmonische Ernährung. Beides zusammen ergibt mit einer daraus positiv resultierenden Grundeinstellung einen fitten Geist im starken Körper.

    1. Felix

      Hi Pit – nee, keine Sorge, ich habe nichts gegen Kraftsport per se und schon gar nicht gegen “die Kraftsportler”. Ich mache das ja selbst hin und wieder. Aber es gibt schon einen Untschied zwischen “aus gesundheitlichen Gründen Kraftsport machen” oder “(nutzlose) Muskelberge aufbauen (aus Eitelkeit)”. Es ist beides die freie Wahl, aber es soll dann halt auch keiner jammern, dass das Eiweiß so teuer ist.
      Zum Sport habe ich generell ein gespaltenes Verhältnis. Ich finde es sehr bedenklich, dass in unserer Gesellschaft die Leute lieber Unsummen für Fitnesscenter-Besuche ausgeben und Muskelberge aufbauen, die sie NIE sinnvoll einsetzen, statt einfach mal am Wochenende der pensionierten Nachbarin beim Hllzhacken zu helfen, Rasen zu mähen, in der Nachbarschaft au dem Bau zu helfen etc. Da käme wenigstens noch was bei rum. Verstehst du?
      Also: Nix gegen Sport, aber nur um des Sports oder der Eitelkeit (oder der Kohle) willen halte ich da nicht viel von. Gesundheitlich: Keine Frage.

  11. Pedro Salzwedel

    Hallo Zusammen

    Also ich manage das so:

    Ich gebe mir pro Tag 5 Euro ohne Sonn und Feiertage für Lebensmittel (mit Leitungswasser als Getränk) als Budget, ich könnte mehr brauchen wenn ich wollte, aber wozu ?

    Jetzt kann ja jeder mal selbst virtuell einkaufen gehn, ich lebe gut damit, mir fehlt es an nichts.

  12. hmrf

    Ich komme tatsächlich auf knapp 400€ pro Monat. Für mich allein.
    Liegt wahrscheinlich am vielen Sport, und daran, dass ich mein Weidefleisch im Naturkostladen kaufe. Ich spare, wo’s geht (viele Innereien, günstige Stücke, wenig unnötiges), aber unter die 400 komme ich nicht. Was sich in naher Zukunft wohl mangels Job leider als problematisch erweisen wird. :/

  13. Hanjo

    Ich kann dem nur zustimmen! Wir führen seit über einem Jahr Haushaltsbuch… 130 euro ist sehr realistisch! Und 20 ct. pro Ei sind hier bei uns auch normaler satz (meine Mutter hält selbst Hühner und nimmt exakt diesen Betrag)!
    Mein Wild beziehe ich seit Jahren vom selben Jäger… Die Preise liegen bei rund einem Drittel vom grasgefütterten Rind! Meist bekomme ich ein ganzes Schwein (mit Haut und Knochen ca 50 kg für ca 120-150 euro)!
    Bei mir gibts fast nur Wild deswegen…
    Vieles ist halt eine Frage der jeweiligen Region…

    1. balabushka

      Wenn die eigene Familie Eier produziert und man solch traumhafte Preise für Wild zahlt, dann ist das wohl kein großes Problem auf 130 Euro zu kommen :-) Wahrscheinlich gibts im Sommer auch noch Obst von den eigenen Bäumen usw. Dieser “Luxus” steht leider nicht allen zur Verfügung.

      Ich habe auch einen Bekannten (Förster), dessen Fleischquelle ausschließlich Wild ist – leider wohnt er zu weit weg.

      Viele Grüße

      1. Marko.H

        Also ich kann dir sagen das ich kein Obst von eigenen Bäumen bekommen kann, und auch keiner bei mir im Bekanntenkreis Eier “produziert” oder Jäger ist.
        Trotzdem komme ich mit diesen 130 Euro bis jetzt hin.
        Wie ich aber schon schrieb, Esse ich nicht unbedingt jeden Tag drei Mahlzeiten sondern beschränke es ab und zu mal auf eine Mahlzeit am Tag.
        Ich denke das man mal Monate hat wo man etwas mehr ausgibt (Angebot von Fleisch wo man zuschlagen muss z.B.) und den anderen Monat liegt man auch mal unter den 130 Euro, weil man noch genug Vorräte hat.
        Ich finde aber das im Schnitt mit 130 Euro sich vernünftig ernähren kann.
        Mehr geht natürlich immer, das ist klar.

  14. balabushka

    Hallo Felix,
    ein schöner Versuch das Vorurteil der hohen Kosten auszuräumen – Versuch deshalb, weil ich die Sache nicht ganz nachvollziehen kann.

    z.B. finde ich 20 cent pro Ei schon extrem billig – auch ich wohne ländlich, und hier würde ein Ei 30 cent kosten.. würde, weil die kleinen Halter einfach keine Kapazitäten mehr frei haben – keine Chance an Eier zu kommen, nicht mal in den Nachbardörfern.

    Ebenfalls fehlen z.B. die Kosten für Gewürze, Kräuter usw.

    Könntest du aus den oben gewählten Posten mal die Gerichte für einen Tag exemplarisch darstellen? Also Frühstück, Mittagessen, Abendessen…

    Ich kann mir bei obiger Liste nicht vorstellen, wie man damit auf ausreichend Kalorien geschweige denn Eiweiß kommt. Gerade wenn man Sport betreibt, kann das nie und nimmer ausreichen.

    Ich bin auf weitere Diskussionen gespannt!

    P.S.: Ich bin auch gespannt, wie viel bei euch Wild kostet – bei uns ist es extrem teuer, trotz Beziehungen… und die Innereien sind leider auch nicht immer erhältlich (Zitat: total durchlöchert).

    1. Felix

      Hi Balabushka,
      Gewürze fehlen, guter Einwand. Wie gesagt, man kann das nicht vollends standardisieren und meinetwegen lege da nochmal 10-20% drauf wenn du in einer teureren Gegend wohnst (Tatsächlich bekomme ich Fleisch und Eier sogar noch billiger, weiß aber sehr wohl, dass das eine Ausnahme ist.) Auf der anderen Seite kannst du bei einem günstigeren Gemüsehändler wiederum eine Menge sparen.

      Ob man damit auf “genug Kalorien oder Eiweiß” kommt: Ich esse keine Kalorien oder Eiweiß, sondern Mahlzeiten. Deswegen betrachte ich das nicht so. Aber wenn du es milchmädchenhaft durchrechnest, siehst du dort rund 55g Protein pro Person pro Tag allein durch die Tierprodukte (Gemüse also nicht gerechnet). Das ist sogar so ziemlich genau das, was für eine 70kg-Person pro Tag empfohlen wird (nämlich 0,8g/kg/Tag).

      Wild: Kann ich dir ehrlichgesagt nicht sagen, ich kaufe das Zeug kaum noch, weil es so viel teurer als das grasgefütterte Rindfleisch ist. Und alles andere, Wildschweinkeulen und Hasen etc sind mehr oder weniger Naturaliengeschäfte. Ganz selten mal landet im Hofladen Wild für ~10-15€/kg im Korb. Ich denke aber, für diesen Beitrag ist das nicht relevant, weil es ja eher darum geht, zu zeigen, dass es mit wenig Geld durchausmöglich ist – nicht, dass man sich damit alles leisten kann.

      Sport: Wenn jemand wirklich meint, er muss unbedingt den ganzen Tag möglichst viel heiße Luft produzieren und Kraft aufwenden um Muskelmasse aufzubauen und deswegen mehr Energie zuführen möchte, dann ist das ja erstmal ein freiwilliger Sonderfall. Es zwingt ihn ja niemand. Fit halten kann man sich auch ohne großen Energieverbrauch.

    2. Marko.H

      Also klar kosten Gewürze und Kräuter auch Geld, aber wenn ich sehe wie lange Gewürze bei mir reichen, dann ist das eine Anschaffung die ganz bestimmt nicht jeden Monat gemacht werden muss.
      Kann man meiner Meinung nach also schlecht bei so einer Rechnung einkalkulieren.
      Und was “Kalorien” und “Eiweiß” angeht, so weiß ich gar nicht wieviel ich davon genau zu mir nehmen sollte. Es ist mir auch egal. Wie Felix es schon so treffend formulierte, geht es auch mir um Mahlzeiten von denen ich Satt werde. Nicht mehr und nicht weniger.
      Es gibt Tage da esse ich drei mal am Tag (Morgens, Mittags und Abends) und es gibt Tage da Esse ich nur am späten Nachmittag eine Mahlzeit.
      Denkst du unsere Vorfahren haben und konnten sich da Gedanken drüber machen, wieviel Eiweiß z.B. sie zu sich genommen haben?

      Was den Sport angeht, wenn mir danach ist dann gehe ich ne Stunde bei uns im Wald spazieren und laufe zwischendurch ein paar Meter mal etwas schneller, so das der Puls hoch kommt.
      Ab und zu mache ich etwas Kraftraining, meistens mit dem eigenen Körpergewicht, und ab und zu mal mit Hanteln.
      Aber ich übertreibe es da nicht und mache das wirklich nur wenn ich die Lust danach verspüre bzw. mein Körper danach verlangt. Ich verschwende doch meine Energie nicht zum Spaß.

      Ich fahre damit ziemlich gut, und werde bestimmt nicht beim Essen das Rechnen anfangen um irgendwie besser beim Training zu sein. Ich esse wenn ich Hunger habe, und höre auf wenn ich Satt bin. Und wenn es mal finanziell etwas enger wird, dann esse ich halt mal weniger.
      Haben unserer Vorfahren ja auch machen müssen wenn das Jagdglück ausblieb.
      Ich bin der Meinung das das sogar gesünder ist, nicht jeden Tag “fast” gleichviel Kalorien zu sich zu nehmen, sondern auch mal kürzer zu treten.

      Ich bewege mich viel, gehe wie gesagt Spazieren, gehe zu Fuß zum Einkaufen, nehme immer die Treppe statt einen Aufzug und damit kann ich dann gut leben.

      1. balabushka

        Hallo Felix und Marko,

        freut mich, dass hier so eine angeregte Diskussion stattfindet.

        Auch ich zähle weder Kalorien noch die Makronährstoffe, ich verlasse mich da auf meinen Instinkt und auf mein Hungergefühl. Und diese beiden “Urinstinkte” arbeiten – seitdem ich mich gesünder ernähre – auch sehr zuverlässig. Beim Lesen von Felix Artikel kamen mir aber Zweifel, ob diese Nahrungsmenge denn reichen könnte. Instinktiv dachte ich eher “nein”.

        Das hängt aber sicherlich auch vom Aktivitätslevel ab. Sport und Sport sind aber zwei verschiedene Sachen. Und das muss nicht zwangsweise heißen, dass man “den ganzen Tag möglichst viel heiße Luft produzieren” würde. Das gesunde Mittelmaß sieht halt für jeden anders aus. Auch die Aussage “Kraft aufwenden um Muskelmasse aufzubauen und deswegen mehr Energie zuführen möchte, dann ist das ja erstmal ein freiwilliger Sonderfall” kann ich so nicht unterstreichen. Meiner Meinung nach gehört zu einem natürlichen und gesunden Lebensstil auch ein gewissen Maß an Muskulatur dazu – und hier rede ich nicht von Bodybuildern oder Unterwäschemodells. Seitdem ich regelmäßig (1-2 x pro Woche, zur Zeit eher 1x) Krafttraining (Grundübungen) betreibe, gehören Rückenschmerzen (67% der Deutschen leiden daran | http://www.presseanzeiger.de/meldungen/gesundheit-medizin/251979.php ) der Vergangenheit an. Ebenfalls werde ich seit meiner Umstellung so gut wie nicht mehr krank; wobei ich das nicht dem Sport allein zuordnen kann – die Ernährung spielt hier sicherlich auch eine große Rolle.

        Zum Krafttraining kommen noch 2x pro Woche Schwimmtraining (aktiver Rettungsschwimmer) + 1 x Wandern hinzu, im Sommer auch ein paar ausgedehnte Radtouren durch den bayr. Wald. Mir ist bewusst, dass dies nicht die Norm ist – aber für mich ist das Pensum genau richtig – ich brauch die Bewegung als Ausgleich zu meiner sitzenden Tätigkeit im Beruf. Vor allem beim Schwimmtraining merke ich deutlich, ob ich genügend Kalorien zu mir genommen habe oder nicht – da kann es zu einem deutlichen Leistungsabfall kommen, wenn ich nicht ausreichend gegessen habe.

        Apropos Bewegung – durch meine Radtouren bin ich auf Möglichkeiten gestoßen, die Kosten für die Paleo-Ernährung zu begrenzen. Ich sammle während meiner Radtouren oft wilde Früchte, wie Äpfel, Birnen, Heidelbeeren, Brombeeren, Himbeeren – in letzter Zeit kamen auch noch Pilze hinzu (dann eher zu Fuß :-) ) – so etwas verstehe ich eben auch unter ursprünglicher Ernährung.

        Noch kurz zum Thema Wild – sicherlich ist das kein Muss, aber gerade für mich neben den wilden Früchten DAS ursprüngliche Essen schlechthin.

        Viele Grüße!

        1. Felix

          Beim Sport ist das wohl definitionssache – zwei Mal die Woche schwimmen fällt für mich nicht so richtig unter Sport, sondern eher unter Bewegung. Aber ich habe halt auch Leistungssportler im direkten Umfeld, da ist das nur eine Frage der Relation.

        2. Marko.H

          Ja, ich muss auch sagen das das von dir ja noch unter “normaler” Bewegung läuft, wenn man nicht gerade ein totaler Stubenhocker ist. Ich dachte du machst richtig Leistungssport.
          Was du zur Muskulatur sagst, hast du meiner Meinung nach absolut recht. Ich denke aber auch das die sich in einem gesunden Maße bei der richtigen Ernährung und Bewegung von selbst aufbaut. Habe ich zumindest bezüglich der Paleo Diät schon gelesen.
          Aber trotzdem mache ich ja auch ab und an ein paar Übungen.
          Ist dann bei mir auch eher so eine Instinktsache. Kann das nicht so richtig beschreiben, ich bekomme irgendwie Lust dazu, und dann mache ich das. Ich denke das der Körper da irgendwie Signale sendet. Ähnlich wie du es mit den Instinkten bezüglich des Hungergefühls beschreibst.

          Trotzdem denke ich das man auch nicht immer auf seinen Instinkt hören muss, bezüglich des Hungers. Man sollte seinen Körper ruhig mal ein wenig fordern und ihm nicht immer gleich alles geben wonach er verlangt.

  15. Marko.H

    Wirklich ein sehr guter Beitrag!
    Ich habe ja bedingt durch ALGII (Hartz4) auch nur diesen Betrag von 130 Euro zur verfügung, und dachte auch erst das ich damit nicht hinkomme.
    Das lag aber auch daran das ich zu Anfang viel Fleisch auf Vorrat gekauft habe (was eingefroren wird) und dadurch viel Geld auf einmal weg war. Aber jetzt nach knapp zwei Monaten die ich mich nach Paleo ernähre, sehe ich das ich mit den 130 Euro sehr gut hinkomme.
    Ich muss dazu sagen das ich aber auch ab und an Gemüse im Supermarkt kaufe.
    Aber wie du schon sagst, sollte es einem die eigene Gesundheit doch Wert sein, auch wenn es vielleicht etwas mehr kosten sollte.

    Ich wäre auch bei der Paleo Ernährung geblieben wenn es etwas mehr wie 130 Euro für mich im Monat geworden wären. Denn so gut wie jetzt seid der Umstellung ging es mir schon lange nicht mehr. Und da spare ich dann lieber an andere Stelle etwas ein!
    Aber ich hoffe das ich bald wieder Arbeit habe, und dann brauche ich mir da auch nicht mehr so viel Gedanken drum machen.

  16. Hendrik

    Das wundert mich, dass es wirklich so nah am ALG II Regelsatz für Essen liegt. Vom Bauchgefühl her hätte ich diesen wesentlich niedriger eingeschätzt.
    Im Studium war die Richtgröße für Erwachsene mal bei 5€. Der Teuro (musste jetzt sein) hat hier wohl einiges geändert.

    1. Marko.H

      @Hendrik
      Der Anteil für Ernährung im ALGII Regelsatz für einen Erwachsenen liegt so bei 4,25 Euro am Tag. Also kommt man so ungefähr auf 130 Euro im Monat.

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