Was ist die Weizenwampe? (Video)

Warum ist Getreide so schädlich? Wie kann es Fettleibigkeit, Darmerkrankungen, Diabetes und Herzkrankheiten verursachen? Und was ist die Weizenwampe? Darum geht es in Dr. William Davis' Buch Weizenwampe. Ein kurzer Überlick darüber im Video:


Weizenwampe (engl. Wheat Belly) ist ein Buch über das Schadpotential des modernen Weizens.

Davis berichtet in diesem Buch aus der Praxis und stellt die gesundheitlichen Probleme vor, die Weizen verursachen kann. In Kapitel unterteilt behandelt er dabei folgende, Weizenrelevanten Probleme:

  1. Sucht
  2. Fettleibigkeit
  3. Darmerkrankungen und Zöliakie
  4. Diabetes und Insulinresistenz
  5. Säurehaushalt
  6. Vorzeitige Alterung
  7. Herzkrankheiten
  8. Beinträchtigung des Gehirns
  9. Auswirkungen auf die Haut

Das Buch gibt einen Überblick über mögliche gesundheitliche Probleme, die moderner Weizen verursachen kann. Der Autor geht jedoch leider nur kurz am Anfang darauf ein, dass er sich auf modernen Weizen bezieht und nicht auf die Pflanze, wie sie noch vor 60-70 Jahren bekannt war. Denn seitdem wurde sie zugunsten der Erträge und Backeigenschaften stark manipuliert, ihr Genmaterial wurde komplexer und damit verbreiteten sich die genannten Probleme.

Diesen Fokus auf modernen Weizen erwähnt Davis später im Buch praktisch nicht mehr und wer unaufmerksam liest, wird bald jeglichem anderen Getreide die gleiche Wirkung zuschreiben. Mehr noch: Davis argumentiert auch generell gegen glutenfreie Produkte aufgrund deren Kohlenhydratgehalt.

Und das ist ein zweites, großes Problem dieses Buches: Seine Argumentation bzgl. Übergewicht, Diabetes und Herzkrankheiten bezieht sich vornehmlich auf den hohen Kohlenhydratgehalt des Getreides. Viele Kohlenhydrate sind jedoch nicht nur in Getreide, sondern auch in Zucker, also Süßigkeiten oder vielen anderen Lebensmitteln (relativ: z.B. Bananen, Kartoffeln) enthalten. Es liegt nicht am Lebensmittel, sondern an der verzehrten Menge. Aus meiner Sicht schwächt dies seine Argumentationsgrundlage immens. Hinzu kommt sein Fokus auf den Glykämischen Index (GI), welcher in der Praxis jedoch wertlos ist. Relevant wäre einzig die Glykämische Last (GL).

Das Buch reiht sich somit in die Riege panikmachender Literatur ein, die von der Trendwelle der Glutenangst profitiert. Was Davis sagen wollte, hätte man zudem mit weitaus weniger Worten in der gleichen, zweifelhaften Präzision ausdrücken können.

 

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39 Kommentare zu “Was ist die Weizenwampe? (Video)

Bitte seien Sie nett zueinander.
  1. reni

    in bezug auf autismus und andere vermeintliche auswirkungen auf das gehirn: (ich habe mich vor einer weile ziemlich ausführlich mit dem thema autismus befasst)
    heute gängige meinung lautet: autismus ist genetisch bedingt (wenn ich mich nicht irre, man kennt jetzt sogar die gene, die dafür verantwortlich sind), nicht durch gluten verursacht. zöliakie kann da als nebenerkrankung auftereten, aber es gibt auch viele nicht-autistische zöliakiekranke.
    es gab mal eine untersuchung, bei der man zöliakiekranke kinder auf glutenfreie diät gesetzt hat und ihre autismus-symptome besserten sich darauf. es ist aber nicht angewiesen, ob direkter zusammenhang besteht zw autismus und gluten oder ob das eher so war, dass eine allgemeine besserung des gesundheitlichen zustandes auch die besserung der autismus-symptome bewirkte. denn es ist bekannt, dass körperlich kranke menschen auch psychisch sehr empfindsam und weniger sterssresistent sind. viele (erwachsene) betroffene selbst bestätigen nicht, dass glutenfreie ernährung sie irgendwie verändert.

  2. Birgit

    Hallo Felix,
    wir haben beide Bücher gelesen, und uns im Dezember 14 dafür entschieden erst einmal ohne Weizen (eigentlich komplett ohne Getreide) zu leben. Bisher war die Umstellung nur positiv!! (viel Gewicht verloren, bessere Blutwerte, Blutdruck gesunken, etc.) Wir haben zunächst die Alltagstauglichkeit in Frage gestellt, jedoch ohne Grund. Nach einigen Stunden intensivster Recherche nach diversen Alternativen (Nudeln, Brot etc.) ohne die wir uns eine Umstellung zunächst nicht vorstellen konnten, hatten wir alles an Informationen beisammen. Nunmehr ist es für uns Normalität, und es gibt nur selten Probleme. Die Bücher bieten schon ein breites Spektrum an Rezepten, und am 14.09 erscheint ein neues Buch dazu. Ich kann nur jedem empfehlen dieses mal zu probieren … 😉
    Gruß
    Birgit

  3. Nelya

    Was ist besser bzw. gesünder: Vollkorn-Weizennudeln oder Nicht-Vollkorn-Glutenfreie Nudeln (also z.B. helle Mais Nudeln)?
    Und wie sieht es mit glutenfreien Vollkornnudeln (z.B. aus braunem Reis) aus?

    Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen!

    1. Felix

      Hallo Nelya,
      ein Urteil wie besser und schlechter ist immer sehr relativ und bedarf eines Kontexts und, besonders in diesem Fall, eines konkreten Produkts. In Nudeln kann alles Mögliche an Zutaten stecken. Wenn es dir allein um Glutenfreiheit geht, gibt es mittlerweile sicher ein paar ordentliche Produkte (d.h. keine kuriosen Zusatzstoffe und guter Geschmack).
      Es kommt darauf an, was du erreichen möchtest.

  4. Karl-Heinz Lenker

    Hallo Felix,
    was mich sehr interessieren würde: gibt es denn überhaupt noch einen nicht genmanipulerten Weizen,sprich Weichweizen?Backe mir ab und zu Brötchen aus Demeter Weizenmehl in der Hoffnung einen “besseren” Weizen zu verarbeiten.Es geht mir nicht um die Kohlenhydratproblematik,sondern nur um die Vermeidung dieses Zwergweizens.
    Würde mich sehr über eine Nachricht freuen.

    1. Felix

      Hallo Karl-Heinz,

      ja, davon gibt es reichlich. Wobei du sicherlich nicht gentechnisch manipuliert meinst, oder?

      Denn genetisch verändert ist alles, was wir züchten und alles, was sich in der Natur durch Evolution verändert. Das nur, um Missverständnisse zu vermeiden.

      Und selbst der Zwergweizen ist, wenn ich das richtig sehe, nicht gentechnisch manipuliert, nur eben sehr lange und aufwändig gezüchtet.

      Es gibt reichlich Alternativen, auch in Deutschland. Dafür musst du also nicht in die USA gehen: https://www.youtube.com/watch?v=kbdj76Og9HE

  5. Heike

    zu der oben genannten Diskussion 🙂

    Ich habe beide Bücher von Dr. Davis. Und wie auch schon mal geschrieben, er ist Arzt und Wissenschaftler! Ich denke schon, der gute Mann weiß sehr genau was er da schreibt! 🙂
    In meinen Bücherregal befindet sich auch das Buch von Dr. Perlmutter “Dumm wie Brot” Wenn man all das gelesen hat fällt es einen wirklich wie Schuppen aus den “Haaren”. ggg*** ehrlich…. mir ist seit dem der Verzehr von Weizen komplett vergangen. Aber ich vermisse auch nichts!
    Paradoxerweise ist seit der Umstellung auch das Sodbrennen meines Mannes weg! Seine geschwollenen Finger und Fußgelenke übrigens auch. Und das wo er vorher so mit mir diskutiert hat. 🙂
    wie heißt es so schön? Wer heilt hat Recht! :))
    Falls ihr deutsche kritische Bücher lesen wollt. Bitte schön! Dr. Ulrich Strunz! Der ist in der Ignoranz der komplexen Kohlenhydrate noch härter! Find ich toll! Warum?
    Schaut mal in die Arztpraxen! Wenn unser aller Ernährung so toll wäre, würden die Ärzte nur noch als Notfallmediziner arbeiten denn die Praxen wären leer!
    In den Beiträgen las ich bereits mehrfach den Begriff Insulin! Perfekt! Der Blutzuckeranstieg durch komplexe Kohlenhydrate ist die Ursache mit für die Volksseuche Nummer 1! Diabetes und die nächste ist im Anmarsch… Demenz mit dem Hauptvertreter Alzheimer! Durch die permanente Überzuckerung (Hyperglykorierung) des Gehirns ist damit die Hauptursache von Demenz klar. Fachzeitschriften warnen da schon länger… Und man spricht in Fachkreisen bereits über Demenz als Diabetes Typ III.
    Nur wer liest das? leider*** viel zu wenig!
    Noch ein Beispiel gefällig?
    Im Januar kam auf NDR drei Folgen der Ernährungsdoktoren…. findet man mittlerweile auch auf Youtube. einfach “Ernährungsdoks.” eingeben….
    Deutsche Sendung! Also nichts damit… die USA haben andere Probleme. Sicher haben die andere Zahlen. Das Land ist auch größer.
    Da leidet eine Frau als Vegetarierin unter ihrer Fettleber. Und ihr wird klar gemacht das durch komplexe KH sprich das angeblich so gesunde Getreide die Fettleber entsteht. Schaut euch mal die Weihnachtsgänse an, die “genudelt” werden. Stopfleber…. die werden so sterbenskrank von Getreide! von Vollkorngetreide!
    Es verwundert also nicht… das ein zuviel an KH krank macht.
    Seht euch die Sendungen an. Da ist auch die Rede von so vielen Erkrankungen die durch die gegenwärtige Ernährung krank machen…. aber das es durch Umstellung der Ernährung auch Heilung gibt! Oder bei extremen Fällen, wenigstens Linderung! Aha…. das schafft in einigen Punkten nicht mal die ach so tolle Schulmedizin!

    Am Anfang war mir auch nicht klar, das meine schlimmen Erkrankungen damit einher gehen…. und heute muss ich sagen: danke ich bin geheilt! Die Schulmedizin hat mich mehrfach aufgeben! Was hab ich gemacht? Erst Weizen verbannt…. dann Stück für Stück die weiteren KH raus genommen. War ein Prozess über Jahre. Heute gibt es keinen Weg mehr zurück! Weil das hieße wieder Schmerzen, Krankheit und am Ende Rollstuhl!
    Freiwillig also nie wieder!
    An die Skeptiker: lest euch doch erstmal durch die Bücher durch! Schaut die Videos an… Und probiert es aus. Mindest einen kompletten Monat! Erst danach kann man sagen…. es hilft oder nicht.

    Lg 🙂

    1. UlliS

      Strunz ist immer mit Vorsicht zu genießen. Ich habe das Buch zwar nicht gelesen, aber der völlige Verzicht auf Kohlehydrate ist auch nicht unbedingt sinnvoll. Ich habe das eine Zeitlang gemacht, und habe mich gewundert, dass mein Glukosespiegel morgens nüchtern selten unter 100 war. Es klingt paradox, aber wenn man den Glucose Spiegel runter bringen will, muss man täglich eine gewisse Menge Kohlehydrate essen. Außerdem gibt es gewisse nützliche Darmbakterien, die von Kohlehydraten leben.

      Ich habe mir alle drei Sendungen der Ernährungsdoktoren bei YouTube angeschaut, und war ein bisschen enttäuscht. Die Doctores haben zwar das Problem mit dem zu viel an Kohlehydraten in der Ernährung erkannt, ziehen aber nicht die richtigen Konsequenzen daraus. Die empfohlenen Eiweiß Shakes halte ich für völlig überflüssig, und auch die ach so gesunden pflanzlichen Öle, bzw. das Vollkorn sollte man besser weg lassen. Stattdessen mehr gesättigte Fette essen. (Butter, Speck, Schmalz, Kokosfett, …). Aber ich glaube die Öffentlichkeit ist noch nicht bereit für diese Erkenntnis. Ein Mediziner, der öffentlich behauptet, dass Butter oder Speck gesund sind, wird wahrscheinlich gesteinigt. ;o)

      LG Ulli

      1. Heike

        @UlliS,
        Wenn Sie die Bücher nicht gelesen haben, können Sie sich eigentlich kein Urteil bilden. 🙂 Dr. Strunz schreibt in keinen seiner Bücher ein Verbot von Gemüse oder Obst vor!! Im Gegenteil…. Es geht lediglich um das Reduzieren von kompl. Kohlenhydraten! Da hat er allerdings Recht!
        Wenn ich mir das Heer der Diabetiker Typ II ansehe, die massive Anzahl der an Demenz und Alzheimer herkrankten, ist eine neue Sichtweise auf komplexe Kohlenhydrate durchaus angeraten! Es ist alarmierend! Dazu die steigende Zahl der Krebskranken. 🙁
        Kohlenhydrate werden im Stoffwechsel zu Zuckermoleküle umgebaut! Und Krebszellen brauchen Zucker um zu mutieren und sich am Leben zu erhalten… unsere gesunden Körperzellen brauchen das nicht! 🙂
        Neue Therapien in der Behandlung dieser schlimmen Erkrankungen gehen heute alle einher mit einer Reduzierung bis zum total einschränken der kompl. Kohlenhydrate!

        Selbst in diversen Gesundheitssendungen im TV wird seit neusten auf die Gefahr hingewiesen…. sehr zu meiner Freude! Große Studien sprechen da schon seit Jahren drüber.
        Wo ich durchaus nicht mit Dr. Strunz einer Meinung bin….. ist das gut Geheiße von Aspartam… 🙁 Aber auch das bleibt jeden selbst überlassen.

        Mir ist klar, das nicht jeder das toll findet. Aber da stehe ich auch drüber. Schließlich wollen die Ärzte auch in Zukunft noch an den schwer Kranken Geld verdienen. Unvernünftige wird es immer geben.

  6. Anna P.

    Hallo Herr O.!

    Erst kürzlich habe ich die Lektüre dieses Buches (“Weizenwampe”) beendet. Ich bekam es zusammen mit einer Getreidemühle und ein paar Päckchen vollen Korns (Buchweizen, Dinkel, Roggen) geschenkt. Für die Mühle bin ich unendlich dankbar.

    Das Buch las sich stellenweise wie ein spannender Krimi.
    Mich irritiert diese Hau-Drauf-Methode auf Weizen und das abschließende Verurteilen von Kohlenhydraten allgemein, wie z.Bsp. bei anderen Getreidesorten wie Roggen oder auch bei Kartoffeln.

    Der Autor stammt aus den USA, seine Patienten und somit Studien und Erfahrungen ebenso. Wundersame Heilungen erfahren die jahrzehntelang erkrankten Menschen, wenn sie Weizen aus ihrem Speiseplan verbannen (auch Nicht-Zöliakie-Patienten). Wenn ein Amerikaner den Weizen aus seiner Ernährung streicht, ist das meiner Ansicht nach etwas anderes, als wenn das ein Europäer oder Deutscher macht. Wenn ein Amerikaner alles an Weizen weglässt, lässt er die ganze Bandbreite an “processed foods” links liegen – er stellt seine Ernährung auf echte Lebensmittel um. Ein Amerikaner, der kein Brot mehr isst, denkt da an Sandwichbrot und Bagels, nicht an Sauerteigbrot (aus einem Getreide-Mix vielleicht sogar), da es das in den USA nicht gibt oder selten nachgefragt wird. Toastbrot aus deutschen Supermärkten – gleich ob Vollkorn oder normal – hielt ich schon immer für bedenklich, und solches Toastbrot ist in Übersee aber der Standard was Brot anbelangt. (Ich bin kein Wissenschaftler, das ist “nur” Alltagswissen!) Daher gilt mein Interesse der Beantwortung der ernstgemeinten Frage, in wie weit ich manche Schlüsse aus dem Buch ziehen kann oder auch künftig umsetzen will. Mein Mann und ich ernähren uns sowieso schon gesünder als der Durchschnittsdeutsche. Eine Brotzeit ist bei uns nicht einfach eine mit Plastikwurst belegte Semmel, sondern besteht aus vielen Komponenten wie Rohkost oder Salat, Käse, Obst, Antipasti und selbstgemachter Marmelade. Einem Bäcker vertraue ich schon länger nicht mehr, wenn ich um die Industrialisierung der Backwaren-Herstellung weiß und sehe, wie Transporter ihre tiefgefrorenen Teiglinge beim Bäcker abladen. Daher bin ich für die Getreidemühle dankbar, erlaubt sie mir doch aus frischem Mehl und etwas Wasser, Salz, Ei und Gewürzen einen Getreidebrei herzustellen, den ich dann backe. Es ist dann gebackener Getreide-Brei (hat was von Knäckebrot) und kann schon dem Äußeren nach nicht als klassisches Brot bezeichnet werden. Aber es schmeckt super lecker.

    Angedacht war, neben vielen anderen Getreidesorten (Emmer, Einkorn, Gerste usw. aus Bio-Anbau eines regionalen Hofladens) auch Weizen frisch zu mahlen, da wir einfach zu gerne selbst Plätzchen, Kuchen und Pizza backen und naschen. Weizen wird durchaus gerne ersetzt, z.Bsp. bei Pfannkuchen, aber ihn komplett zu verbannen? Mich interessiert, ob es denn gar keinen Unterschied gibt, zwischen dem Industrie-405-Mehl und selbstgemahlenem Weizenkorn. Oder anders ausgedrückt, ist ein Weizenkorn von einem deutschen Biobetrieb wirklich genau dasselbe Weizenkorn, das ein amerikanischer Landwirt für Sandwichbrot aus der Fabrik anbaut ? Dem Autor zufolge ist Weizen gleich Weizen, egal in welcher Form.

    Den erörteten Unterschied zwischen GI und GL fand ich in diesem Blog sehr interessant, vielen Dank dafür. Ich bin Erstleser dieses Blogs und bevorzuge keine spezielle Ernährungsform, bis auf das Weglassen von Fleisch- und Wurst aus Massentierhaltung (der Konsum wurde natürlich nicht 1:1 durch Biofleischwaren ersetzt sondern generell stark reduziert) und natürlich “processed food”. Allein durch das Plastikwurst-Weglassen haben mein Mann und ich in den letzten zwei Jahren zusammen über 70 kg abgenommen. Dabei sind wir nicht einmal sonderlich sportlich tätig. Und wenn Familie und Freunde uns fragen, “wie habt ihr nur soviel abgenommen?” und wir antworten “Wurst und Fertigessen weglassen, kein Glutamat, kein Aspartam” dann glaubt einem kein Mensch. Alle denken wir nagen am Hungertuch, dabei haben wir durchaus auch Appetit auf Schokolade und Kuchen, dem wir gerne nachgeben. Wir kochen auch gerne deftig, aber ohne Fixtüten oder TK-Ware sondern mit wirklichen, echten Zutaten, auch gerne aus dem eigenen Garten, und machen aus einem Sonntagsbraten drei oder vier Mahlzeiten mit unterschiedlichen Kohlenhydrat- und Gemüsebeilagen. Wir sind Anfang Dreißig, haben keine Zöliakie oder andere Lebensmittelunverträglichkeiten sowie beide normale Blutwerte und prima Blutdruck-Werte.

    Naja, und jetzt denken wir über den Weizenverzicht nach. Oder ob eine Weizen-Reduzierung der bessere (und ja, auch einfachere) Weg wäre. Also, ist Weizen immer gleich Weizen, egal wo er auf dieser Welt herkommt und verarbeitet wird? Gibt es beim Thema Weizen wirklich nur schwarz und weiß?

    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen. Gerne verweile ich länger auf diesem informativen Blog und füge ihn zu meinen Lesezeichen.

    Liebe Grüße,
    Anna P.

    1. Felix

      Hallo Frau P.,

      vielen Dank für ihr umfassendes Feedback. Um direkt auf Ihre Frage einzugehen: Nein, Weizen ist nicht gleich Weizen. Deswegen meine Betonung “mögliches Schadpotential des modernen Weizens”. Hier habe ich etwas dazu geschrieben: http://www.urgeschmack.de/ist-getreide-wirklich-ungesund/

      Und der gute Herr Barber hat einen sehr interessanten Vortrag dazu: https://www.youtube.com/watch?v=kbdj76Og9HE

      Weizen ist also nicht gleich Weizen. Vorsicht bzw. Sorgfalt und Maß sind immer angebracht. Bei allen Lebensmitteln.

      Alles Gute und meinen Respekt vor dem Erfolg mit der Ernährungsumstellung!
      Felix Olschewski

      1. Anna P.

        Lieben Dank für die schnelle Antwort und die weiterführenden Links. Im Endeffekt kommt es auf die Dosierung an, so etwas hatte ich mir schon gedacht. Bei den vielen zugelassenen Giften (z.Bsp. Pestizide) sind ja bestimmte Mengen im End-Lebensmittel zugelassen, nur leider betrachten die Labore die Stoffe immer nur isoliert. Im täglich konsumierten Gift-Cocktail werden die Stoffe und ihre Wechselwirkungen untereinander nicht näher untersucht, und das ist dann am Ende das Riesenproblem. Mit Sicherheit wird es bei uns zunächst zur geplanten Weizen-Reduktion kommen (die neue Mühle braucht Arbeit 🙂 ), mal sehen, wie sich das entwickelt. Bang wir einem ja, wenn man liest, wie Weizen einen süchtig macht.

    2. Christine

      Hallo Anna.

      Ich kenne das Buch nicht, dafür kenne ich aber die Paleoernährung (seit über 2 Jahren dabei).

      Daher kann ich Deiner Meinung
      “Wenn ein Amerikaner den Weizen aus seiner Ernährung streicht, ist das meiner Ansicht nach etwas anderes, als wenn das ein Europäer oder Deutscher macht.”
      meine entgegensetzen:
      Ich habe als Deutsche in Deutschland vor Paleo sehr gesund gegessen. Kein Industriezeugs, Biogemüse, Fleisch vom Landmetzger, selbstgebackenes Dinkelbrot (ich hatte es zu einer gewissen Brotback-Meisterschaft gebracht).
      Nachdem ich nicht nur den Weizen, sondern alles Getreide, dazu allen Zucker (ebenso wichtig), gestrichen hatte, mich also auf Paleo einließ, ging es mir enorm anders. Ich habe viele gesundheitliche Probleme und zudem noch viele Kilo Übergewicht hinter mir gelassen.

      Mein Fazit: Theorie ist grau. 30 Tage selbst testen ist der Weg, um die für Dich persönliche Wahrheit herauszufinden.

      1. Anna P.

        Hallo Christine, ich danke dir für deine mitgeteilten Erfahrungen. Das Thema Paleo bekommen wir bisher nur am Rande mit, meist mit äußerst negativen Kommentaren belastet (und meist von Leuten, die schon Vegetarismus als Krankheit betrachten…) . Naja, bei sowas darf man dann getrost weghören.
        Mein Mann und ich haben ja stark abgenommen und nun stagniert das Gewicht ein wenig. Wir nehmen weder zu noch ab. Aber ein paar Kilo geben wir gerne noch ab. Vielleicht setzt der strengere Blick auf Weizen den Abnehm-Modus wieder besser in Gang 🙂
        Wenn ich nun so darüber nachdenke, über die Brot- oder Nicht-Brot-Thematik, fällt mir auf, dass Backwaren aller Art (sofern fertig gekauft) zu gefühlten 90% alle gleich schmecken – nach nichts. Im Prinzip kommt mir eine Semmel nun vor, wie ein praktischer Füllstoff ohne inneren Werte, ganz so wie Styropor (oder die Gesellschaft? …da bekommt der Spruch “du bist was du isst” gleich eine neue Bedeutung!). Nachdenken kann beängstigen…aber auch befreien. Ja, ein Selbst-Test ist mit Sicherheit das Vernünftigste – einem sturen Dogma folgen bestimmt nicht.

  7. Heike

    Hallo Felix,

    Ich habe das Buch “Weizenwampe”. Kann Deine Kritik darum gar nicht nachvollziehen! Habe es auch meinen Teilnehmern (ich bin Dozentin) mehrfach empfohlen. Von denen kam das meiste Lob!

    Noch bevor ich dieses Buch kannte, hab ich meine 17 Jahre währende Migräne endgültig beseitigt. Das dies alles allein auf Weizen zurück ging war mir schnell klar. Weil nur wenn ich verzichtete war ich Schmerzfrei! Hab ich Nudeln die ja bekanntlich aus Weizen sind gegessen, kamen die Beschwerden wieder!
    Eine TN-in bestätigte das ihr Sohn (ADHS) keine Tabletten mehr nehmen müsse seit er auf Glutenhaltiges Getreide verzichtet.

    Und ich hab das Buch mehrfach gelesen… und seltsam… ich, und meine TN haben sofort verstanden was der Autor des Buches meinte. nämlich der neu gezüchtete Hochertragsweizen!

    Seit ich auf sämtliches Getreide verzichte, klappt es auch mit der Abnahme! Selbst mit sparsamsten Gebrauch von reinen Roggenmehl klappte es nicht. Dafür jetzt!
    Kurz ich kann nach wie vor das Buch “Weizenwampe” empfehlen! Und zurück zur Ur-Ernährung ist ein kurz und langfristiges Ziel. Eine Erfahrung die ich eigentlich jeden Menschen wünsche!
    Anfänglich hat mein Mann noch über mich gelästert…. seit er selbst auf Weizen verzichtet, ist er seine Jahrzehnte langes Sodbrennen und geschwollenen Gelenke los!

    Logisch sagen uns Ärzte meistens nicht die Wahrheit. die sägen doch auch nicht auf dem Ast, auf dem die sitzen… haben auch ne Miete zu bezahlen… fehlende Patienten, leere Praxen und leeres Konto bei den Ärzten. Eigentlich logisch!

    nicht desto trotz eine tolle Homepage! 🙂

    lg Heike 🙂

    1. Felix

      Hallo Heike,

      offenbar handelt es sich um Missverständnis. Alles, was ich in meiner Kritik klarstelle ist, dass der Autor sich im Buch all zu oft auf Getreide allgemein bezieht, wenn er eigentlich modernen Weizen meint. Es mag sein, dass das in “Weizenwampe” (der deutschen Version) klarer wird als in “Wheat Belly” (der englischen Originalversion).

  8. Loraine

    Hallo Felix,
    ich bin heute auf diese Seite gestoßen, finde sie sehr interessant und werde noch etwas brauchen, bis ich sie ganz durchstöbert habe. Bei diesem Bericht speziell finde ich es schade, dass du zwar von Getreide sprichst, dann aber als Synonym immer nur Weizen nutzt. Denn die Probleme, die du ansprichst sind doch insbesondere ein “Weizenproblem”. Ich möchte anderen Getreidesorten wie Roggen oder Dinkel keine weiße Weste attestieren, dennoch halte ich sie für differenzierungswürdig. Spannend und lesenswert wäre hier etwas mehr Tiefgang, denn so werden nun alle Getreidesorten mit Weizen auf eine Stufe gestellt und das ist wohl sehr streitbar (Energiespeicherung, Glutenzusammensetzung usw.).

  9. Grit

    Lieber Felix,
    ich finde Deine Beiträge immer hoch interessant. Ich selbst lebe seit Anfang Februar diesen Jahres nach LOGI und vermisse Dinge wie Brot und Nudeln überhaupt nicht. Ich litt früher immer an Reizmagen und Reizdarm. Seit meiner Umstellung sind diese Probleme komplett verschwunden. Nebenbei habe ich auch noch 12kg bisher abgenommen und fühle mich hervorragend. Ich leide sowohl an chronischer Migräne als auch an Hashimoto und PCOS mit Insulinresistenz. Allein durch die Ernährungsumstellung konnte ich meine Blutwerte und auch meine IR extrem verbessern und bin mittlerweile auch bei der IR vom Metformin weg. Alle Ärzte sind begeistert und das Leben macht mir wieder Spaß. Menschen wie Du, Ulrike Gonder und Udo Pollmer sollte es mehr geben.
    Mach weiter so.
    LG
    Grit

  10. Lhy

    Der Mensch als solcher scheint wirklich hochgradig individuell zu funktionieren…

    Getreide, so auch Weizen, ist neben viel Gemüse und Obst einer der Hauptbestandteile meiner Ernährung und ich könnte mir gar nicht vorstellen, das jemals zu ändern.
    Besonders auf Vollkornprodukte möchte ich aus verschiedenen Gründen nicht verzichten.

    Fleisch, Eier & Süßigkeiten mag ich gar nicht, weil ich davon definitiv schlechtere Haut, Haare und Blutwerte bekomme – von der Verdauung ganz zu schweigen.

    Bei Fetten/Ölen liegt mein Schwerpunkt auf pflanzlich statt tierisch.
    Fisch esse ich gerne, aber selten, weil am liebsten roh.

    Ich bin 50, trage seit Ewigkeiten Kleidergröße 38 und meine Blutwerte sind ideal.
    So gesehen würde ich vielem widersprechen, was Du als gute Ernährungsform anführst.
    Aber ich widerspreche nicht, da ich auch einige Menschen kenne, die damit gut und gesund leben.

    Ich würde sehr für eine INSTINKTIVE Ernährungsform plädieren, sofern dabei weitgehend naturbelassene Lebensmittel verwendet/verarbeitet werden.
    Einfach – unter Berücksichtigung vernünftiger Rohstoffe – das essen, was schmeckt, weil Einschränkungen niemals besonders gut funktionieren und in meinen Augen tatsächlich die vielfältige Ernährungsform die beste ist.

    Was mir sehr gefallen hat, ist Dein Beitrag zum Weiderind – egal ob in Hinsicht auf Fleisch- oder Milchprodukte (und das, obwohl ich kein Fleisch esse). 😉
    Überhaupt gefällt mir die ruhige und sachliche Art Deiner Vorträge zu solch kontroversen Themen.
    Weiter so!

    Viele Grüße

    Lhy

    1. UlliS

      Hallo Lhy,

      wenn du nicht versucht hast, mal für 4 Wochen auf Getreide zu verzichten, dann weißt Du nicht ob es dich negativ beinflusst. Versuch macht klug! Von pflanzlichen Ölen würde ich dir auch abraten. Gesättigte tiereische Fette sind um Größenordungen besser. Mit guten Blutwerten meinst du warscheinlich ein niedriges Cholesterin. Zu niedrig ist auch nicht gut! Und entscheident ist die Zusammensetzung. Die ist mit Sicherheit schlecht wenn du deine Kalorien haupsächlich aus Kohlehydraten beziehst.

      LG Ulli

  11. Pingback: links | weizenlos.de

  12. Tommyb

    Lieber Felix,
    ich finde Deine Kritik am Buch ist etwas überzogen. Ok, GL kommt nicht vor, GI 7 mal.
    Das böse Wort ist aber Insulin mit ca. 140 Treffern und darum geht es Davis. Das Problem sind primär alle durch Züchtung veränderten Getreide. Wer Dinkel oder Roggen aus dem Supermarktregal als Ersatz für Weizen nimmt der träumt.
    Die historische Entwicklung der “Saatgut-Optimierung” ist meiner Meinung nach gut dargestellt. Davis ist Wissenschaftler, er belegt seine Meinung mit über 300 Literaturstellen, respekt. Das mag langatmig rüberkommen, ist es aber nicht (hab mir gerade nochmal das erste SIS Buch gegriffen, keine Lit., nur Rezepte…).
    Aber viel wichtiger ist mir: der Mann ist Arzt mit einer normalen Praxis und beschreibt seine im Alltag gemachten Erfahrungen. Gut, Davis ist Amerikaner, hat seine Daten – Patienten von da. Wir in Deutschland haben aber kaum vergleichbare Daten wie z.B. die aus Kapitel 7: Prozentualer Anteil Erwachsener mit Diabetes 1980-2009. Ich suche aktuell nach analogen Fallzahlen für Hashimoto T. in Deutschland.., gibt es nicht.
    Die Empfehlung gegen Ende des Buches, allgemein auf Turbo-Kohlenhydrate zu verzichten (unabhängig vom Weizen) könnte doch auch von Dir sein, oder?
    Liebe Grüsse, danke für Deinen Blog

    1. Felix

      Ich finde nach wie vor, dass das angebrachte Kritikpunkte sind. Es ist ja nicht so, dass ich von der Lektüre abrate.

  13. Claudia Schmuck

    Hallo Felix,
    ich habe das Buch auch gelesen und kann vieles daraus nachvollziehen. Weizen ganz weglassen ist aber doch ein Problem für mich. Meinst du man kann das durch Urweizen / Kamut ersetzen? Dieser soll ja noch ursprünglich und nicht genetisch manipuliert sein.

    Liebe Grüße

    Claudia

    1. Felix

      Ja, kann man und macht Sinn. Kamut geht, Durum (Hartweizen) geht und Einkorn/Emmer geht sowieso. Die sind zwar nicht völlig harmlos, aber wesentlich weniger problematisch. Wenn du es “richtig” machen willst: Lasse es fermentieren!

  14. Janine

    Mir stellt sich da eine Frage. Ich bin seit einiger Zeit auf der Suche nach einem gesunden Ernährungskonzept.
    Das Problem ist nur, fragt man drei Personen, bekommt man drei Meinungen und am Ende bleibt gar nichts mehr übrig, was man essen darf. Ich finde das Urgeschmack Prinip sehr interessant und einleuchtend. jedoch hatte ich mich zum Beispiel auch über Basenfasten informiert. Daraus ging besonders hervor, dass Eiweißprodukte, wie Fleisch, Eier und Milchprodukte, sehr säurebildend sind. Das gleiche hast Du auch beim Weizen bemängelt. Doch die meisten Paleo Gerichte sind ja sehr Ei und Fleisch lastig. Stört dich dort die Säurebildung nicht? Oder ist es einfach nicht so schlimm wie in meiner Basenfastenquelle dargestellt?

    1. Felix

      Hallo Janine – ganz gleich, was man vom Säure-Basenkonzept hält (nicht jeder ist davon überzeugt): Deine Überlegungen stimmen. Ich finde nicht, dass die Paleo-Gerichte sehr Ei- oder Fleischlastig wären – und es steht dir frei, einfach weniger davon zu essen. Auf jeden Fall bekommst du für den Ausgleich viel Gemüse. Der Vorteil von Fleisch gegenüber Getreide ist der viel höhere Nährstoffgehalt. Das heißt, wenn du schon etwas säurebildendes isst, ist es doch sinnvoll, gleich dazu noch möglichst viele andere Nährstoffe zu bekommen.

  15. Michaela

    Hallo
    Ich habe eine allgemeine Frage:

    Wenn ich mich Eiweißreich ernähren möchte – habe ich erfahren – nehme mal die Kurzform – wer abnehmen will, Einweiß Ernährung + Muskel aufbauen = Fettverbrennung.

    Ich habe eher wenig Gewicht.

    Kann und mag keine Nüsse/Mandeln – Obst nur im Kuchen – wenig Gemüsesorten
    Fett = Dünnfiff
    Fleisch = da schlägt mir Haltung und Tötung auf den Magen und dieses Masse Essen der Menschen, sowie Geiz ist Geil auf den Magen
    Eier esse ich – habe trotz Cholesterienlüge eher ein Höheres.
    Geflügel und Fisch geht gar nicht – Fisch, Nüsse, Mandeln darf ich nicht und mag ich nicht.

    Also bleibt etwas Gemüse, Obst im Kuchen (den ich dann nicht mehr dürfte) Eier, Käse, Joghurt usw. wenig Fleisch. Kannst Du mir da raten?

    Bewegung habe ich zu Fuß mit Hund ca. 50-60 km in der Woche. Jede Woche.

    Dr. Pape, sagt morgens süß – mittag gemischt – Abend Eiweiß

    Was rätst Du mir? Bitte die Anderen keine schlauen Sprüche – jeder ist anders. Jeder macht etwas was er interessant findet und der ganze Fraß der uns verkauft wird, die angeblichen Vitamine usw. die WHO kümmert sich nen Scheiß. Das Fleisch aus Massenhaltung, gequälte verseuchte Tiere – dann schlimme Schlachtung und der – dieser isst,

    isst die zuvor zugeführten Chemikalien/Cocktails und nimmt das Leid der Haltung und des Todes mit in sich auf.

    Also wohin führt das? Die meisten Menschen machen und haben und wollen sich keine Gedanken dazu machen, für sie ist ein Tier – nur ein Fach woraus sie ihr Fleisch nehmen. Doch es atmet, es hat Seele und Geiz ist geil – macht das wie es heute abläuft. Doch woher vernünftiges nehmen?

    Das ist hier das schwierige, esst mehr Fleisch lese ich hier….
    das spornt die Leute an und die Leute die ihren Profit aus Massentierhaltung haben – auch.

    Vielleicht fehlt hier die Info – achtet auf die Qualität wo es herkommt – vielleicht habe ich es überlesen.

    DANKE für eine gute Antwort. Wäre ich froh drüber, danke

    Michaela

    1. Felix

      Hallo Michaela,
      ich kann deinem Kommentar leider nicht entnehmen, was eigentlich deine Frage ist. Möchtest du abnehmen, zunehmen oder nur wissen, was du essen kannst?

      Übrigens habe ich an keiner Stelle geschrieben “Esst mehr Fleisch”.

      Vielleicht könntest du das noch kurz erörtern, dann kann ich gerne versuchen, dir zu helfen.

    2. Steve

      Hallo Michaela,

      ich würde dir empfehlen viel Reis mit Gemüse zu essen.
      Reise ist sehr bekömmlich und enhält die Kohlenhydrate, die du brauchst um zuzunehmen.
      (Reis enthält auch kein Gluten, und mir ist nicht klar warum es bei Paläo Blogs immer so verteufelt wird)

      Andere Rezepte die für dich gut wären findest du wenn du nach VATA + Ayurveda suchst. Im Ayurveda gibt es verschiedene Konstitutionstypen (in etwa VATA=dünn, PITTA=normal, KAPHA=dick), und für jeden Typ gibt es andere Empfehlungen.

      Ayurvedisches Essen ist sehr lecker und deckt sich in vielen Punkten was hier bei Urgeschmack empfohlen wird.

  16. Manuel

    – Weizen ist heute in vielen Produkten enthalten
    – Weizen hat viele Kalorien
    – Zu viele Kalorien verursachen Übergewicht
    – Übergewicht verursacht gesundheitliche Probleme

    Durch konsequentes weglassen von Weizen würden also die meisten Menschen weniger Kalorien aufnehmen und damit Ihren Gesundheitszustand verbessern. Deshalb aber muss Weizen an sich nicht unbedingt schlecht sein!

    Hier ein sehr guter Artikel zu dem Thema:
    http://www.medizin-transparent.at/weizen-als-ursprung-aller-krankheiten

    Und hier die ausführliche Arbeit dazu:
    http://www.aaccnet.org/publications/plexus/cfw/pastissues/2012/OpenDocuments/CFW-57-4-0177.pdf

      1. Manuel

        Ich wollte dabei auch auf den hervorragenden Blog – medizin-transparent.at – der österreichischen Cochrane Zweigstelle hinweisen.

        Dort werden regelmäßig Schlagzeilen österreichischer Printmedien überprüft und bewertet!

  17. Monika

    Ich fand das Buch sehr interessant und dafür, dass es von einem Arzt geschrieben wurde, auch flüssig zu lesen.
    Die kleinen erwähnten “Schönheitsfehler” finde ich in Anbetracht der Gesamtproblematik, die unsere moderne Ernährung aufwirft, erstmal vernachlässigbar. Er hat sich einen Aspekt, nämlich den modernen Weizen, herausgesucht. Das war zumindest mir von Anfang an klar. Auch differenziert er bezüglich der anderen Getreidesorten.

    Das war nicht mein erstes Buch und ergänzt somit die anderen, die ich bereits habe – Lutz, Worm, u. a. – sehr gut.

    Wer sich mit Ernährung beschäftigt, wird sicher nicht alle Aspekte in einem einzigen Buch finden. Mein Bücherschrank wächst seit Jahren zu diesem Thema. Dafür sind die herkömmlichen Koch- und Backbücher im Altpapier gelandet.

    Ich habe “Weizenwampe” auch schon mehrfach verschenkt.

  18. _Michaela_

    Vielen Dank für die Besprechung des Buches.
    Es war auch mein Einstieg in die Ernährungsumstellung (22kg Abnahme seit Mai).
    Es ist die typische populistische Art amerikanischer Ratgeber, mit unzähligen Wiederholungen und einfachen Erklärmodellen. Das macht auch einprägsam und ist motivierend. Es ist richtig, dass andere Faktoren vernachlässigt werden, wobei bei mir auch geringe Verzehrmengen von KH aller Art unschöne Auswirkungen haben.
    Es wird auch der Zusammenhang zwischen Profitinteresse und Qualitätsminderung des Lebensmittels Getreide angedacht, was wohl eine der Hauptursachen für die Manipulation des Weizens darstellen dürfte und nicht etwa die Beseitigung des Welthungers.

    Was den Schwerpunkt auf Zucker anbelangt, ist hier das Buch “Fat Chance” von Dr. Robert Lustig empfehlenswert. Hier wird dargelegt, wie Körper und Gehirn auf Zucker und KH reagieren. Schade, dass es das Buch noch nicht auf deutsch gibt. Robert Lustig verweist auf unzählige Untersuchungen, seine Liste der Grundlagenliteratur ist beachtlich.

  19. nicolette unterstaller

    Dieses Buch war mein Einstieg in die Materie.
    Ich finde es sehr informativ und stimme ansonsten mit Deiner Kritik auch bezüglich einer gewissen Langatmigkeit überein.
    Wenn man sich weiter informiert, fallen einem die Schwachpunkte stärker auf, aber gerade als Einstieg finde ich es gut und unterhaltsam zu lesen.
    Ich habe es schon mehrfach verliehen und positives Feedback bekommen.

Kommentare geschlossen.

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