Urgeschmack-TV Ep. 40: Bräter aus Gusseisen

Nachdem das Video über schmiedeeiserne Pfannen so gut ankam, möchte ich im heutigen Video ein weiteres, wichtiges Werkzeug in meiner Küche vorstellen: Meinen gusseisernen Bräter. Sinn und Zweck dieser oft als altmodisch und unzeitgemäß abgewerteten Utensilien ist nicht etwa, möglichst viel schweres Metall in der Küche zu haben. Vielmehr zahlt sich die Vielseitigkeit und Langlebigkeit dieser Gargefäße einfach aus. Speisen gelingen einfacher und besser, gerade mit einem Bräter aus Gusseisen ist die Zubereitung eines Schmorbratens ein Kinderspiel. Mehr dazu im Video:

Es handelt sich übrigens um genau diesen Bräter von Carl Victor. Wie gesagt: Ich habe daran nichts zu bemängeln.

Wer dennoch lieber zu einer etwas bekannteren Marke greift, kann sein Glück mit einem ähnlichen Bräter von Skeppshult versuchen. Man sollte sich dabei jedoch vor Augen halten, dass es hier um schlichtes Gusseisen geht und nicht um ein High-Tech-Produkt. Entsprechend sind die Qualitätsunterschiede sehr gering. Eine weitere Alternative wäre sicher ein Bräter von Le Creuset, der allerdings dann komplett Emaiiliert ist und auch mehr als das doppelte kostet. Ich persönlich kann der Emaillierung nichts abgewinnen und kann die Investition daher auch keineswegs empfehlen.

Wenn Ihnen Urgeschmack gefällt oder hilft, würde ich mich über Ihre Unterstützung sehr freuen.

16 Kommentare zu “Urgeschmack-TV Ep. 40: Bräter aus Gusseisen

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  1. Symmachus

    Hallo Felix,

    ich werde mir bald auch einen Bräter aus Gusseisen zulegen – emailliert oder nicht emailliert, das ist hier die Frage.

    Mich würde interessieren, wie sich in Deinem Bräter langfristig die Patina entwickelt hat und ob Du auch säurehaltige Speisen in dem Bräter zubereitest.

    Hintergrund der Frage ist eine Untersuchung aus den USA aus den 80er Jahren, die ergeben hat, daß frisch eingebranntes Gußeisen (also mit einer dünnen Patina) ganz erheblich den Eisengehalt der zubereiteten Speisen (besonders säurehaltiger/flüssiger Speisen) steigert, während Gußeisenpfannen mit einer dickeren Patina weitaus weniger Eisen an die Speisen abgeben.

    Eisen ist ein Mikronährstoff, den ich ungern langfristig im Übermaß zu mir nehmen möchte, daher die Frage zur Entwicklung der Patina.

    Gruß,

    Symmachus

    1. Felix

      Ich benutze das Teil nicht mehr so oft, einfach weil es weniger Gelegenheiten gibt und auch, weil die Reinigung etwas mühsam ist und ich dann lieber einen normalen, guten Topf nehme. Den Bräter nehme ich für Entenbraten, dafür ist er perfekt.

      Über das Eisen würde ich mir nicht so viele Sorgen machen. Mag ja sein, dass der Eisengehalt höher werden KANN. Aber ist er dadurch zwangsläufig ZU hoch? Wie oft würdest du entsprechend essen? Das muss man in Relation setzen, finde ich.

      Ansonten würde ich beim nächsten Mal wohl einen Gusseisenbräter mit emaille nehmen. Ist einfach zu reinigen und kombiniert die Vorteile beider Materialien. Ist teuer und schwer, aber lohnt sich, denke ich.

  2. Norbert

    Ich habe eine Cocotte von Staub und habe mir aufgrund der Empfehlung von Felix nun auch so einen Carl Victor Bräter gekauft. Einer der augenfälligsten Unterschiede: beim Staub sitzt der Deckel passgenau, während der Carl Victor viel Spiel hat. Ich weiß aber nicht, ob das ein Qualitätsmerkmal ist. Was mir beim Carl Victor auffiel, ist die doch sehr raue Oberfläche innen. Weiß jemand, wie oft man das gute Stück benützen “muss”, bis es so eine glatte Patina bekommt?

    1. Felix

      Das mit dem Deckel ist normal – hauptsache er schließt ab. 10-15 Nutzungen könnten für so eine Patina reichen, kommt auch etwas drauf an, was du damit machst.

      1. Norbert

        Hui das ging aber schnell mit der Antwort! Danke für diesen tollen Service und bei der Gelegenheit auch danke für die wertvollen Urgeschmack-Tipps auf youtube.

      2. Norbert

        Hallo Felix,

        Ich brauche noch einen Tipp zum Carl Victor Bräger: Ich bin zwar sehr pfleglich mit dem Bräter umgegangen, ihn nach dem Gebrauch nur kurz mit heißem Wasser ausgespült sofort trocken getupft und nachdem er ganz trocken war mit Öl eingerieben. Jetzt hater er aber einen ganz unangenehmen tranigen Geruch angenommen, den ich nicht mehr wegkriege und der mir auch den Geschmack einen Brathuhnes sehr stark beeinträchtigt hat. Hast du bitte einen Tipp, wie ich das Ding wieder auf Urgeschmack bringen kann?

        1. Felix

          Hallo Norbert -

          tut mir leid, dazu weiß ich keinen Rat, das ist mir noch nicht passiert. Ich kann mir nur vorstellen, dass der Geruch durch ranziges Fett entsteht. Hast du _sehr_ fette Sachen darin zubereitet?
          Wenn es anders nicht geht, würde ich das Ding mit Spülmittel reinigen und dann später eben mehr heißes Wasser verwenden. Ich denke auch, dass in einem Bräter die Patina nicht ganz so kritisch ist, da sollte man nicht hinterhertrauern.

  3. Mike

    Hallo zusammen,

    ich würde diesen Bräter auch gerne kaufen, allerdings haben meine Herdplatten einen Durchmesser von 18cm, die Stellfläche des Bräters hat laut Amazon aber nur 17cm Durchmesser. Hat jemand das gleiche Problem? Ich habe bedenken dass die Wärmeübertragung nicht optimal ablaufen wird, das hält mich vom Kauf bislang ab. Oder täusche ich mich, da der Bräter ja oval ist und die Wärme durch die Form trotzdem optimal geleitet wird? Weiss jemand Rat?

    Grüße Mike

    1. Felix

      Nunja, der Bräter wird bei deiner Platte durchaus optimal warm, denn deine Platte ist ja nicht zu klein, sondern eher etwas zu groß. Allerdings handelt es sich da nur um 1cm, d.h. wenn du den Bräter mittig auf die Platte stellst, hast du auf jeder Seite nur 5mm Überstand – das ist durchaus zu vernachlässigen.
      Die Stellfläche des Bräters ist kreisrund, von dort wird die Hitze durch die massive Bauweise direkt in das Oval und die Seitenwände übertragen.

  4. Mike

    Hallo zusammen,

    was bereitet man denn alles in einem solchen Bräter zu? Kann man die auch zum frittieren benutzen? Taugt so ein Bräter für die Zubereitung von Roastbeef, Filet, Braten, Rouladen, Beinscheiben, Suppenfleisch, Hackfleisch, Innereien? Wann kommt eigentlich dein neues Buch raus Felix? Stellst du darin auch deine verwendeten/benötigten Kochutensilien vor?

    Gruß Mike

    1. Felix

      Hallo Mike, der Bräter taugt auf jeden Fall für die von dir genannten Fleischteile – und noch mehr. Mit Frittieren habe ich allerdings keine Erfahrung. Aber letztlich kann man in dem Teil natürlich auch Fett heiß machen, klar. Das Buch kommt bald, genaues weiß ich auch noch nicht. Ich gebe bescheid, sobald es mehr zu wissen gibt!

  5. Roland

    Hallo Felix,

    ja, so ein Bräter fehlt mir noch. Ich setze ihn mal auf meine Einkaufsliste.
    Bei mir funktioniert übrigens der Link zu Amazon nicht.

    Gruß, Roland

  6. Sudda Sudda

    Hallo Felix,

    ich habe auch zwei Gussbräter und ohne die geht wirklich wenig in meiner Küche. Kann ich nur empfehlen.

    Allerdings noch ein anderer Hersteller, als die, die du erwähnt hast. Will nur keine Werbung hier machen (es sei denn, du willst es gerne wissen).

    LG Sudda

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