Urgeschmack TV Ep. 34: Ein viertel Rind (1/2)

In der heutigen Folge gibt’s eine Menge Fleisch.

Mit Urgeschmack möchte ich nicht nur über die Möglichkeiten zur natürlichen Ernährung mit nachhaltig erzeugten Lebensmitteln berichten. Im Vordergrund soll auch stehen, wie einfach dieses Ziel umsetzbar ist. Nachdem ich bereits über Herrn Behrens und seine Weiderinder berichtet habe, im Artikel “Fleisch als Medizin” über die gesundheitlichen Vorteile dieses Fleischs berichtete, schrieb ich einen Artikel über mein erstes Erlebnis mit der Abholung eines viertel Rindes.

Doch Bilder sagen mehr als viele Worte und ein Video zeigt Ihnen am besten, wie so etwas abläuft, um was für Mengen es sich handelt und wie damit beispielhaft zu verfahren ist.

Hier geht es zu Teil 2 dieses Videos.

Wenn Ihnen meine Arbeit gefällt oder hilft, würde ich mich über Ihre Unterstützung sehr freuen.

12 Kommentare zu “Urgeschmack TV Ep. 34: Ein viertel Rind (1/2)

  1. Yvonne

    Hi! Ich bekomme mein Weiderind von einem Hof in Kerpen, er gehört auch Biopark an. Ich habe mir die Tiere (Hinterwälder-Rinder) und den Hof anschauen können. Habe 20 kg bekommen, von allem etwas (sogar rund 3kg schon als Hackfleisch) und vor allem alles schon in Portionen einzeln abgepackt/eingeschweißt. Es lohnt sich also immer bei dem Hof in seiner Nähe einfach mal nachzufragen. Die 20kg habe ich in meine Gefrierkombi in zwei Schubladen locker unter bekommen. :)

  2. Alfred Miller

    Sie machen es genau richtig! Besser kann man Rindfleisch nicht bekommen. Und dann sollten Sie noch ab und zu ein ganzes Reh von einem Jäger bei Ihnen zu Hause kaufen. Es gibt auf diesem Planeten vermutlich nichts besseres als Fleisch vom Rehwild! Kein Tier, außer dem Feldhasen, frisst nur die feinsten Kräuter und sucht sich diese sehr slektiv aus. Beobachten Sie mal ein Reh, wenn es äst! Ein Hirsch frißt das Gras nur wahllos ab wie eine Kuh. Machen Sie sich mal ein Schnitzel aus der Oberschale – es ist in 1 bis 2 Minuten fertig und zartrosa in der Mitte!
    Ich habe seit vielen Jahren einen Bekannten, der deutsche Angusrinder ganzjährig auf einer riesigen Weide hinter seinem Haus grasen läßt. Heute habe ich mit ihm vereinbart, daß ich Übermorgen Nachmittag zu ihm komme und wir gemeinsam das Rind zerlegen. Ich bin selbst Jäger und habe daher einen sehr engen Bezug zum Ursprung von Lebensmitteln. Reh, Hirsch oder Wildsau zu zerlegen und auszubeinen ist für mich alltäglich. Beim Rind habe ich es selbst noch nicht gemacht und ich habe eben das Glück, daß mein Kumpel das mit mir macht und mir zeigt, wie man es nach der sog. Schweizer Schnittführung zerlegt. Deutsches Angus ist für ihn die Rasse, die das beste Fleisch hervorbringt. Er hatte alle möglichen Rassen von Charolais bis Galloway ausprobiert, aber deutsches Angus war am besten. Er empfiehlt mir übrigens nur die weiblichen Tiere, also Färsen. Diese wiegen nach 16 bis 18 Monaten geschlachtet ca. 320 -330 kg. Die Bullen ergeben dann ca. 380 bis 400 kg. Das Fleisch der weiblichen Tiere ist zarter und mit mehr Fettzellen marmoriert und damit noch viel geschmackvoller als das der Bullen. Ich weiß inzwischen genau, welches Teil sich am besten für welche Zubereitungsart eignet. Ich sage ihnen, ein Geschmackserlebnis ohne gleichen!

    Sehr viel kann man dabei auch von der sog. “Wiener Rindfleischküche” lernen. Siehe bei http://www.Plachutta.at, der berühmte Wiener Gastronom, der in meiner ehemaligen Nachbarschaft in der Himmelsstraße in Grinzing wohnt: “Kaiser Franz Joseph verhalf dem gekochten Rindfleisch zu großer Popularität, indem er es zu seinem Leibgericht erklärt hat. “Wer nicht über mindestens ein dutzend Stücke von gekochtem Rindfleisch sachkundig sprechen konnte”, schrieb Joseph Wechsberg, der Altösterreicher unter den großen Feuilletonisten, “gehört in Wien nicht dazu, gleichgültig, wieviel Geld er verdiene oder ob der Kaiser ihm den Titel Hofrat oder Kommerzialrat verliehen hatte.” …

    Ein wichtiger Hinweis an Sie wegen einer Bemerkung in dem Film! Füttern Sie niemals einem Hund gekochte Suppenknochen, das ist wie Schleifpapier in den Eingeweiden des Hundes! Geben sie ihm einen rohen Knochen, am besten vom Lammrücken, das sind die härtesten und eigenen sich deshalb am besten, weil nichts absplittert! Dies hat mir einer gesagt, der es wissen muß, weil er mit den wertvollsten und teuersten Hunden der Welt sein Leben lang hauptberuflich zu tun hatte!

    1. Felix

      Hunde und gekochte Knochen…ich bin und war nie Hundehalter, bin jedoch der Meinung, dass BARF das richtige Konzept ist. Aber die Nachbarn nehmen für ihre Hunde nur gekochte Knochen. Alle. Da kann ich nichts dran ändern, leider.

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  9. Paul

    Galloway ist Klasse. Allein aus dem Grund, weil es eine sehr sichere Garantie für Grassfütterung ist. Geschmacklich ist es perfekt, wobei ich auch gerne, weil ständig frisch, normales Hack beim Metzger kaufe.

    Felix, bekommst du auch Nierenfett und reines Fett mit dazu?

    1. Felix

      Hi Paul – eine absolute Garantie sind leider auch die Galloways nicht, es gibt Züchter, die sie auf winzigen Weiden halten und nur mit Silage und Mais füttern. Aber glücklicherweise ist das bei Galloways wirklich eine Ausnahme.

      Nierenfett war noch etwas dran, reines Fett hätte ich bekommen können, aber das Rinderfett ist mir ehrlichgesagt zu hart, um es in großen Mengen zu verwerten. Das wird immer so klebrig und zum Wursten bin ich noch nicht gekommen.

  10. Cornell

    Purer Neid ;-)

    Habe auch erst mit Freunden Galloway bestellt, aber nicht in solcher Menge. Habe hauptsächlich Beinscheiben, Markknochen, Hack und Leber.

    Lasst’s Euch schmecken!

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