Urgeschmack-TV Ep. 15: Qualität vs Quantität

Heute mal kein Video aus der Küche – dafür war leider keine Zeit. Dafür ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt: Die Lebensmittelqualität

Was meinen Sie? Ist durch mehrere Dekaden Leben mit Discountern das Bewusstsein für Nahrungsmittelqualität einfach verdrängt worden? Macht man sich noch ausreichend bewusst, dass jede Zwiebel, jedes Hähnchen, jede Heidelbeere auch gezüchtet werden muss, geerntet werden muss und auch deren Erzeuger seinen Lebensunterhalt verdienen möchte? Vergessen wir vielleicht zu oft, dass bei Preisdruck all zu schnell zu Pestiziden und ähnlichen “Hilfsmitteln” gegriffen wird?

Wenn Ihnen meine Arbeit gefällt oder hilft, würde ich mich über Ihre Unterstützung sehr freuen.

2 Kommentare zu “Urgeschmack-TV Ep. 15: Qualität vs Quantität

Bitte beachten Sie bei Diskussionen in den Kommentaren, dass am anderen Ende des Internets auch immer ein Mensch sitzt. Benehmen Sie sich bitte so, wie Sie sich auch gegenüber Menschen verhalten würden, denen Sie persönlich gegenüberstehen.
  1. Bleicke

    In einigen Bereichen ist Qualität ja schon ein Kriterium. Bio gibt es bei fast allem. Eier von Hühnern in Bodenhaltung. Milch von glücklichen Kühen. Es gibt lokale Fleischlieferanten die für irgendwas garantieren.
    Ich glaube dass durch informierte Konsumenten die Produzenten und Händler in die Richtung getrieben werden, diese Kundenwünsche eben zu erfüllen. Früher gab es kaum Bio, jetzt hat jeder Aldi und LIDL Biozeug. In den USA gibt es bereits viele Grass-Fed-Meat Lieferanten. Das wird sich bei uns auch entwickeln, spätestens wenn mehr Leute es fordern.

    1. Felix

      Hallo Bleicke – grundsätzlich gebe ich dir Recht. Aber leider sind die Bio-Marken in über 95% der Fälle auch nur Marketinglabel. Wenn man sich da die Auflagen anschaut und die Produktionsprozesse hinterfragt merkt man, dass einem da der gleiche Schrott nur mit einem grünen Aufkleber und doppelt so teuer verkauft wird.
      Ein Beispiel ist Rindfleisch mit Bio-Etikett, das dennoch mit Getreide vollgestopft wurde oder Bio-Eier, die von Hühnern stammen, die im Prinzip noch immer absolut unwürdig leben. Ganz zu schweigen von den vielen Bioprodukten, die um die halbe Welt geschifft werden und eine entsprechende CO2 Bilanz mitbringen.
      Da muss noch viel Aufklärungsarbeit betrieben werden, bis wir da wirklich einen nennenswerten Schritt vorwärts machen. “Bio” alleine ist leider kein Garant für hohe Qualität.

Kommentieren

Vielen Dank für Ihren Kommentar, ich lese jeden einzelnen. Allerdings erhalte ich mehr Kommentare, als ich beantworten kann. Seien Sie daher bitte nicht böse, wenn Sie auf Fragen keine Antwort erhalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich besonders auf individuelle Beratungsanfragen nicht immer reagieren kann.
Einige Kommentare müssen manuell freigeschaltet werden. Dies kann einige Zeit dauern. Ich bemühe mich, neue Kommentare binnen 24 Stunden freizuschalten, an Wochenenden oder in anderen Ausnahmefällen kann es länger dauern.