Nüsse werden stets als empfehlenswerte Bestandteile einer ausgewogenen Ernährung bezeichnet. Sie gelten als gesund, wenn auch fett (also kalorienhaltig). Doch sollte man sie unbedingt essen oder sind sie eher eine optionale Ergänzung des Speiseplans? Sollte man den Konsum einschränken? Gibt es einen Haken beim Nussgenuss? Darum geht es in diesem Video.
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Hoi Felix! Es gefällt mir sehr, dass Du Ernährung mit gesundem Menschenverstand angehts – wer keine Nüsse mag, kann sie getrost weglassen. Wer sie gerne hat, z.B. die Walnüsse, geniesst sie am besten nur während der Saison und frisch geknackt. Ich möchte an dieser Stelle an meinem Non_-Profit-Beitrag über Walnüsse verweisen: http://www.schombrina.ch/2013/01/baumnuss.html.
sehr interessanter Beitrag. Ich trainiere ca. 5h die Woche, leiste mir am Tag so ca. 25g versch. Nüsse, auch weil ich sie gern esse. Wie schon Felix gesagt hat, man muss hier konsequent sein um nicht in die Knabberfalle zu tappen. Allerdings merkt man das schon wenn Nüsse ranzig sind, ist mir auch schon passiert, dass ich eine ganze Tüte wegwerfen musste. Gerade bei Erdnüssen kann ich nur raten, die naturellen kaufen und selber knacken auch wenn Mutti schimpft weil zu viel Spelzen auf dem Sofa liegen bleiben.
Ich finde die Tabelle in der Mitte des Artikels ganz aufschlussreich.
http://de.takethemagicstep.com/coaching/athleten/ernaehrung/ernaehrung-nuesse-samen-und-kerne/
VG zuecks
Hi zuecks,
nur als Hinweis: Erdnüsse sind keine Nüsse, sondern Hülsenfrüchte. Bezüglich der Antinährstoffe macht das durchaus eienn großen Unterschied.
Felix, das Sears Buch habe ich 2010 gelesen. Duie Linolsäure wird in Arachidonsäure umgewandelt, die dann die eigentliche Vorstufe zu den entzünungsfördernden Eicosanoiden ist. Die Frage ist mit welcher Umwandlungsrate man da rechnen kann bzw. ob in diesem speziellen Fall jetzt der Verzehr der Linolsäure mehr schadet, als es nützt.
Aber du hast ja schon beschrieben, dass man solcher Körner besser an Hühner verfüttert und dann deren Eier isst. Das wäre das allerbeste, wenn man dazu die Möglichkeit hätte Hühner zu halten.
Gruß Markus
Hallo Felix!
Wie sieht es aus, wenn man die Nüsse über Nacht in Wasser einweicht und das Einweichwasser dann weggießt? Dann sollen viele von den verdauungshemmenden Enzymen der Nuss freigesetzt und ausgeschwemmt und somit der Nährwert der Nuss erhöht werden. Das mache ich normalerweise so, wenn ich morgens regelmäßig Müsli, bzw. Brei esse, was ich manchmal einpaar Wochen mache und dann wieder nicht mehr, je nach Zeit und Lust. Auf jeden Fall schmecken die Nüsse mir dann besser, vor allem Haselnüsse, die ich sonst nicht mag.
Was hältst Du von dieser Theorie?
LG Inge
Hi Inge,
da ist auf jeden Fall was dran, das mit dem Einweichen klappt tatsächlich. Und wenn es dir dann besser schmeckt ist das ja ein doppelter Gewinn.
Danke Felix, meintest du mit ,,nicht anwendbar”, dass sie nicht in arachidonsäure umgewandelt werden und zu entzündungsfördernden eicos, oder meintest du, dass sie die Qualität der Zellmembranen nicht verschlechtern?(was ja soviel ich weiß auch zu verstärkter entzündlichkeit führt)
Hi Markus,
damit meinte ich, dass bei den O6s ja keine Umwandlung nach EPA und DHA stattfindet. Die Linolsäure (O6) ist essenziell und für sich sehr wichtig, aber sie ist die einzig essenzielle O6-Fettsäure. Und ja, die Umwandlungsrate ist von vielen Faktoren abhängig. Ich habe das entsprechende Buch gerade nicht mehr parat, der Dr. Sears hat das mal sehr gut aufgeschlüsselt und beschrieben.
Felix, ich esse jeden Tag einige Leinsamenkörner in der hoffnung das O3/6 Verhältnis damit zu verbessern. Ist das deinem Wissen nach vorteilhaft, da die Körner ja nur die kurzkettige ALA enthalten und auch Omega6. Ist da die Umwandlungsrate auch nur 5%, oder kann sie höher sein? Außerdem bin ich bange, dass die Balaststoffe schaden könnten.
Gruß Markus
Bei den relevanten Omega6-Fettsäuren ist das mit der Umwandlung nicht anwendbar, die werden “direkt” verwendet. Ich denke, es wird kaum schaden, ein paar davon zu essen – aber es wird dir kaum praktikabel bei der O3/6 Bilanz helfen. Beschwören würde ich es nicht, aber es sieht eben sehr unwahrscheinlich aus, aufgrund der Umwandlung.
Hi Felix,
ich esse sehr gerne Nüsse und habe den Beitrag daher aufmerksam verfolgt. Ich frühstücke meistens 2-3 Sorten Obst zusammen mir ein paar eingestreuten Nüssen und Joghurt. Liebsten mag ich dazu Walnüsse, aber auch Mandeln. Jetzt gibt es doch sicherlich auch Unterschiede zwischen den verschiedenen Nusssorten die es so gibt, oder? Z.B. hab ich viel Gutes über Mandeln gehört, gegen die ein Nuss-Allergiker z.B. i.d.R. auch nicht allergisch ist. Wie verhält es sich hierbei mir den negativen Aspekten von Nüssen? Gibt es relevante Unterschiede, so dass man die eine Nuss der anderen vorziehen kann bzw. sollte?
Viele Grüße
Marina
Hallo Marina,
ja, es gibt Unterschiede, aber die sind nicht besonders groß. Die Allergiker sind da wohl auch sehr verschieden, ich kenne auch ein zwei, die komplett unterschiedliche Profile aufweisen. Macadamia gilt als “Königin” der Nüsse, nicht nur wegen des Preises, sondern weil sie insgesamt durchaus vorteilhaft(er) ist. Aber das ist so marginal, dass ich mir da keinen Kopp drum machen würde. Iss die Nüsse, die du magst.
Hallo Felix,
danke für dein Nussvideo, war wieder sehr lehrreich. Gilt das auch für Mandeln?
Ich würde auch gern von dir wissen, was du von Mohn hältst. Gut? Weniger gut?
Herzliche Grüße
Bettina
Hi Bettina,
Mandeln sind auch Nüsse, da gilt also das gleiche.
Mohn sind wiederum Samen, das ist etwas anderes. Habe ich mich noch nicht so intensiv mit beschäftigt – auf jeden Fall enthalten die auch Fett und wohl auch verhältnismäßig mehr Omega-6-Fettsäuren. Aber genaueres müsste ich erst wieder recherchieren.