Steak Tartare

So gerne man auch kochen mag: Manchmal sind es die einfachen Mahlzeiten, die für die größte Freude sorgen. Nachdem ich in der Küche über mehrere Stunden ein viertel Rind zerteilt hatte, habe ich mich sehr über diese Belohnung gefreut, die quasi als Nebenprodukt anfiel. Auch nachdem ich dieses Fleisch nun schon so lange kenne, finde ich immer wieder erstaunlich, wie viel geschmackreicher schon das rohe Fleisch eines Tieres aus reiner Weidehaltung ist.

Natürlich zeigt sich dies auch nach dem garen, ganz gleich ob gebraten, geschmort oder gekocht. Doch wie eingangs erwähnt: Manchmal ist die einfachste Zubereitung, in diesem Fall nicht mehr und nicht weniger als das rohe Fleisch, genau das richtige: Steak Tartare. Und wenn es sich ergibt, dann spricht nichts dagegen, eben doch eine kleine Beilage (hier: Champignons) zuzubereiten.

  • 250g Hackfleisch
  • 100g Zwiebeln
  • 2 Eier
  • 300g Champignons
  • Gewürze: Salz, Pfeffer

Die Champignons in einer Pfanne anbraten und schmoren, mit Salz und Pfeffer würzen.

Währenddessen die Zwiebeln in kleine Würfel oder Ringe schneiden und mit dem Fleisch vermengen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Eier können entweder schon jetzt untergerührt oder unberührt mit dem Fleisch serviert werden. Wenn die Champignons bereit sind, alles zusammen servieren und umgehend verzehren.

Diese Menge reicht für ein bis zwei Portionen.

Wenn Ihnen meine Arbeit gefällt oder hilft, würde ich mich über Ihre Unterstützung sehr freuen.

15 Kommentare zu “Steak Tartare

  1. Nicolette

    Wie Du so richtig schreibst, ist der Geschmack und der Geruch des Fleisches weidegehaltener Tiere ein ganz anderer und viel intensiver!
    Man möchte es nicht glauben, aber gerade das ist es, was in meinem Bekanntenkreis abgelehnt wird.
    Es gibt bei uns einige Halter von Hochlandrindern, die die Tiere das ganze Jahr auf der Weide halten. Das Fleisch wird ausschliesslich ab Hof und auf Bestellung verkauft.
    Von meiner Begeisterung angesteckt, bestellten auch Bekannte dieses Fleisch und lehnen es ab – weil es, wie einer sagte, stinkt und streng schmeckt!!!!
    Dabei riecht und schmeckt es so wie es soll – nach Rindfleisch, das nach der Schlachtung auch noch reifen durfte.

    1. Felix

      Hallo Nicolette,
      meiner Erfahrung nach lehnt der durchschnittliche Deutsche jegliches Fleisch ab, das nach irgendwas schmeckt. Er ist erst zufrieden, wenn es in Glutamat mit Paprika oder Glutamat mit Petersilie eingelegt ist und nur noch nach Gewürz schmeckt.
      Deswegen wird in Deutschland recht wenig Wild gegessen, wenn dann oft nur Jungtiere. Und Schweine werden kastriert, damit sie -richtig- nicht so stark nach Schwein schmecken.
      Da kann unsereiner einfach nur weiter seinen Weg gehen…

  2. Markus Laue

    Hi, also ich war ganz entzückt, als ich in den Suchergebnissen laß: Steak tartar…leider hat sich meine Freude nicht bestätigt…vielleicht als Anreiz: Wäre doch mal n verusch wert, oder? Wenn Du Fleisch suchst, haben letztes Wochenende gegrillt und mal Steaks kaufen im internet probiert…war auch ganz cool und sehr unkompliziert…

    1. Felix

      Markus – ich habe leider keine Ahnung, was du mir sagen willst. Steak Tartare ist nunmal Steak Tartare. Das wird nicht gegrillt. Nie. Wenn Du Werbung für deinen Steak-Shop machen möchtest, kannst du gerne eine Annonce bei mir schalten.

  3. Böhringer

    Hallo Felix, meine Freunde und ich haben einen guten Appetit. Wann dürfen wir bei Dir vorbeischauen? (Hast ja über 70 kg bestes Rindfleisch eingelagert)Roh ist Fleisch ja am gesündesten. Grüße. Die Antiveganer.

  4. Jasper

    Tartar hat doch nichts mit Hackfleisch zu tun, jedenfalls mit dem im normalen Supermarkt erhältlichen. Auch beim Fleischer/Metzger gibt es Rindertartar oder Hackfleisch in gänzlich unterschiedlichen Preisregionen.

    Ich als Ölfan würde da auch noch ein wenig Öl dran geben.

    1. Felix

      Hey Jasper – klar, Tartar und Hackfleisch ist nicht das Gleiche. Allerdings hat sich in vielen Gegenden für das spezifische “Steak Tartare” die Verwendung von Hackfleisch durchgesetzt, aus ähnlichen Gründen wie von Kikilula angegeben. Die strikte Trennung zwischen Tartar und Hackfleisch besteht in diesem Ausmaß anscheinend vornehmlich in Deutschland.

  5. Kikilula

    Ich finde das auch soooo lecker! Und selbst frisch durchgedreht schmeckt es auch viel saftiger – weil beim Metzger immer dieses gnadenlos magere Fleisch gewolft wird…

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