Paleo Panna Cotta

Dieses Dessert habe ich kurz nach einem Restaurantbesuch entwickelt. Eine kurze Recherche zeigte, dass Panna Cotta eine sehr einfach herzustellende Süßspeise ist, für die es nur wenige Zutaten und noch weniger Zeit braucht. Die üblicherweise verwendete Sahne habe ich durch Kokosmilch ersetzt, statt Zucker verwende ich Stevia.

  • 250ml Kokosmilch (oder Sahne)
  • 2 Blatt / ca 3,6g Gelatine
  • 10 Tropfen Stevia oder 1 TL Honig
  • Etwas Vanillepulver (auch aus der Schote)

Stevia und Vanille unter die Milch rühren, dann kurz bis fast zum Kochen bringen. Anschließend die Gelatine unterrühren. Noch heiß in kleine Sturzgläser füllen und nach dem Abkühlen im Kühlschrank erstarren lassen. Nach ca 2 Stunden ist die Panna Cotta servierbereit. Zum Stürzen kann sie kurz in ein heißes Wasserbad gestellt werden, dann löst sie sich besser aus dem Glas.

Diese Menge reicht für zwei kleine Portionen.

28 Kommentare zu “Paleo Panna Cotta

  1. Mem

    Hallo Felix,
    mich würde mal interessieren ob du eine Adresse für den Bezug von Gelatine vom Weiderind kennst?
    Lieben Gruß
    Mem, die deinen Blog regelmäßig liest und weiterempfiehlt!!

    1. Felix

      Da kann ich dir leider nicht weiterhelfen. Angesichts der sehr geringen verwendeten Mengen halte ich es für das pragmatischste, auf Bio-Gelatine zurückzugreifen.

  2. Sandra

    Huhu, ich hab da mal `ne Frage bezüglich Kokosmilch…
    Hoffe irgendjemand kann mir da weiterhelfen :)

    Wenn bei den Zutaten nur Kokosnussextrakt und Wasser steht und noch zusätzlich “ohne Zusatzstoffe” kann ich dann davon ausgehen, dass das Produkt gut ist?
    Die Aroy-D gibt`s zwar bei uns hier auch aber die vom Edeka mag ich lieber, ist cremiger (85% Kokosextrakt)

    1. Felix

      Du kannst dich nur darauf verlassen, dass sie in Ordnung ist. Garantieren kann ich es dir nicht, aber ein Unternehmen wie EDEKA wird es sich eher nicht leisten wollen, bei sowas Mist zu bauen. In diesem Fall gibt es auch wenig Grund, Kokosmilch ist eher ein Randprodukt und es gibt reichlich Produkte mit Koservierungsstoffen – da könnten sie genauso eines mit Konservierungstoffen anbieten und es würde ihnen kaum ein signifikanter Nachteil entstehen.

  3. Nadine

    Hallo Felix!

    Dein Rezept klingt sehr gut, würde es gerne ausprobieren. Kann ich das Stevia auch durch Honig ersetzten? Wenn ja, wieviel sollte ich da nehmen?

    Bin sehr begeistert von deinen Rezepten, habe mir auch schon dein Kochbuch gekauft!

    LG Nadine

    1. Felix

      Hi Nadine,
      sicher kannst du auch Honig nehmen. Ich würde mal mit 1TL anfangen, das ist auch Geschmacksache und abhängig vom Honig.

  4. Aliona

    Hallo Felix,
    wie stark ist Stevia die du verwendest konzentriert. Ich habe 100x oder 10x süßer als Zucker gesehen..
    Welche Konzentration verwendest Du?
    Danke,
    Aliona.

    1. Felix

      Das kann ich dir nicht sagen. Ich hatte immer reines Stevia verwendet, demnach müsste es mindestens 100x, eher aber 250x – 300x süßer gewesen sein. Das ist aber alles sehr relativ und Produktabhängig.

  5. Tobias

    Bei mir gabs oben eine Schicht wie bei nem Pudding .. und es war etwas zu steif. Sonst hats aber gut geschmeckt.
    Weniger Gelatine nehmen?

    1. Felix

      Wenn du es weicher haben möchtest, müsstest du weniger Gelatine nehmen, ja. War es eine separate weiche Schicht obendrauf? Dann hast du evt nicht genug umgerührt.

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  9. Liane

    Hab es ausprobiert und war begeistert! Habe es mit zuckerfreier Himbeersoße serviert…himmlisch :) Als nächstes werde ich mich mal an einer der beiden Torten versuchen, dazu brauche ich aber erstmal einen Anlass…

    Hast du eine Idee, wo man zuckerfreie, alkoholfreie Vanilleessenz herbekommt? Hatte eine Flasche gekauft und musste dann leider feststellen, dass da Zucker drin war, was ich unlogisch fand, da es sich 100%ige nannte…

    liebe Grüße

    PS: habe auch ein schönes Foto von der Panna Cotta, falls eins gebraucht wird :)

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  11. Thor Falk

    Felix,
    hast du Erkenntnisse ueber die Wirkung von Stevia (oder anderen Suesstoffen) auf das Insulinsystem? Ich hab mal wo gelesen dass die auch Insulin ankurbeln, und dass man dann gleich Zucker essen koennte….

    1. Felix

      Moin Thor – die Erkenntnisse sind da recht komnplex. Erstmal kurbelt ALLES was süß ist die Produktion von Insulin an, und zwar teilweise schon, wenn es nur die Zunge berührt, teilweise sogar schon vorher. Man ght davon aus, dass dies eine vorbereitende Funktion des Gehirns ist (“Achtung, da kommt Zucker, fertigmachen zum Wegräumen!”).
      Dann, ja, dann sorgt uch Stevia für einen Insuoinausstoß. Allerdings erhöht es auch die Insulinsensitivität. UND: Der Ausstoß ist längst nicht so hoch, wie bei Zucker. Siehe u.a. auch meinen Artikel hier: http://www.urgeschmack.de/stevia/ – auch Mark Sisson hatte da vor Kurzem einen Artikel drüber.

      Unterm Strich: Ich war anfangs auch sehr skeptisch, aber nach ausführlichem Studium der aktuellen Erkenntnisse bin ich zu dem Schluss gekommen, dass Stevia in Maßen kein Problem ist und auf jeden Fall tausend mal besser als der Verzehr von Zucker. Mal ganz abgesehen davon, dass es keinerlei Fruktose enthält (http://www.urgeschmack.de/zucker-bittere-wahrheit/ )

  12. Andreas

    Lecker, lecker! Felix, wo kaufst Du das Vanillepulver? Ganz normal im Supermarkt oder hast Du einen Internetversandhandel wo Du solche Sachen günstig und in größeren Mengen bestellst?

    1. Felix

      Die Vanille hier hab’ ich auf dem Markt gekauft, da ist alle zwei Wochen ein Gewürzhändler. Das nervt aber auch und ich suche noch einen guten Online-Shop mit fairen Preisen und ordentlichen Mengen. Evt habe ich einen, aber den muss ich noch ein, zwei Mal testen…

  13. ainbeth

    In jedem alten Kochbuch,das um die Jahrhundertwende rausgegeben wurde,findet Ihr reichlich Rezepte dazu (wie man aus Kalbsfuessen etc. Gallert macht). Ein gutes Buch ist “Scheiblers Kochbuch” von 1900 , von Henriette Davidis gibts bei Amazon mehrere Ausgabenn,alle leider nur im Antiquariat. Ein Würzburger Kochbuch und ein Frankfurter Kochbuch,diese teilweise in Neuauflage,sind auch empfehlenswert.Alle alten Kochtricks stehen da gut verstaendlich drin, und man braucht eigentlich keinen. Supermarkt mehr von innen zu betrachten,geschweige denn dort einzukaufen. Alles läßt sich billiger und einfach selbst herstellen,und die Damen,die die Buecher verfasst haben,haben Erfahrungen von Hunderten ,die Frauen ueber die Jahrhunderte beim Kochen erworben haben, prima fuer die Nachwelt zu Papier gebracht. Manchmal ist man einfach nur erstaunt,wie leicht und schnell scheinbar komplizierte Dinge herzustellen sind.
    LG,
    Ainbeth

    1. Felix

      Natürlich – die Frau Davidis. Da hätt’ ich auch selbst drauf kommen können. Da werde mal nachschauen. Ich bin doch sehr gespannt, wie man die gewonnene Gelatine für Süßspeisen verwenden kann. Bei meinem letzten Versuch war der Schweinegeschmack einfach nicht herauszubekommen.
      Danke für die Tipps!

  14. Cornell

    hmmmmm . . .

    Noch nie drüber nachgedacht, klingt gut. Wahrscheinlich auch ohne Stevia super lecker. Hast Du ein Rezept zum Gelatine selber machen? Habe gerade eine Schale Rinderbrühe im Kühlschrank stehen, aber schmeckt hierfür zu sehr nach Rind. Kann man das Collagen ohne viel Mühe rausbekommen?

    Gruß,
    Cornell

    1. Felix

      Cornell – da arbeite ich noch dran. Im Netz habe ich dazu nix gefunden. Neulich hatte ich mir dafür extra Schweineohren besorgt, aber das Resultat war nicht optimal. Also raus bekommt man das Collagen bzw die Gelatine mühelos. Das Problem ist dann eben die Trennung vom Wasser bzw den Geschmacksstoffen.

    2. Grumli

      Rinderbrühe hat zu viel Eigengeschmack…. probiere es mal mit einer Brühe aus einem Kalbsfuß und Kalbsknochen, kleingehackt vom Metzger und koche das mit nur wenig Gemüse und einem Schuss weiss Wein aus, nur etwas Salz dazugeben.

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