Paleo Hamburger

Paleo Hamburger

Der Hamburger ist sicherlich eines der Aushängeschilder der Fast Food-Welt. Kaum ein anderes Produkt hat so viele Maßnahmen zur Kostenreduktion und Geschmacksoptimierung mit künstlichen Zusatzstoffen erfahren wie dieses über 100 Jahre alte Gericht. Entsprechend beliebt ist er aus verschiedenen Gründen. Aber lässt sich ein Hamburger auch ganz ohne künstliche Aromen, Konservierungsstoffe und sogar ohne mögliche Antinährstoffe wie das Gluten im Brötchen herstellen? Eine Art "Paleo-Hamburger", wie es die Anhänger der Steinzeiternährung nennen würden?

Wichtigster Bestandteil des Hamburger ist gewiss das Fleisch, welches besonders im englischen Sprachraum auch ohne Brötchen als Hamburger durchgeht. Hinzu kommt etwas Gemüse wie Gurken- und Tomatenscheiben, vielleicht etwas Zwiebel, gerne auch reichlich als gebratene Beilage. Noch mehr Beilage: Weit verbreitet sind Fritten. Auch kein Problem, in diesem Rezept dient die Süßkartoffel als Grundlage. Soßen sind ebenfalls kein Problem, Ketchup und Mayonnaise bzw. eine darauf basierende Hamburgersoße sind mühelos aus gesunden Zutaten zubereitet. Wer ihn verträgt und essen mag, garniert mit mehr oder weniger Käse.Vielleicht noch ein Spiegelei obendrauf? Bleibt, wenn es denn unbedingt sein muss, das Brötchen. Doch auch dafür gibt es (mehr als nur) eine Lösung:

Rezept für einen "Paleo Hamburger"

Hamburger-Brötchen:

  • 1 Ei
  • 1 Schuss Olivenöl
  • 1 Prise Salz
  • 15-20g gemahlene Leinsamen
  • ca. 15g Kokosraspeln
  • 1TL Flohsamenschalen oder 2TL gemahlene Haselnüsse

Das Ei trennen und das Eiweiß zu Schnee schlagen.

Die übrigen Zutaten verrühren und anschließend den Eischnee unterheben.

Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und rund 15-20 Minuten bei 160°C backen.

Hinterher kurz abkühlen lassen, dann einmal durchtrennen.

Süßkartoffel-Fritten:

  • 2-3 Süßkartoffeln
  • Olivenöl
  • Gewürze: Salz, Pfeffer, Paprikapulver

Die Süßkartoffeln schälen und in Spalten oder Fritten schneiden.

Anschließend in eine Schüssel geben, mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen und 3-4 EL Olivenöl hinzugeben.

Gut durchrühren um die Gewürze gleichmäßig zu verteilen.

Die Kartoffelstücke auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und 30 Minuten bei 190°C backen - oder je nach Ofen bis sie knusprig sind.

Weitere Anleitungen für Süßkartoffel-Fritten:

Der Burger selbst ist ein Kinderspiel:

  • 150-200g Hackfleisch pro Burger
  • Gewürze: Salz, Pfeffer

Das Hackfleisch leicht würzen und zu Kugeln formen, diese plattdrücken.

Diese Burger nun in einer Pfanne von beiden Seiten gut anbraten, die Garzeit richtet sich nach dem Herd, der Pfanne, der Fleischmenge und dem persönlichen Geschmack.

Soßen:

Weitere Varianten, mit und ohne Brötchen:
Paleo Hamburger

Paleo Hamburger

Urgeschmack ist frei von Werbung. Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Freuen Sie sich, etwas gelernt zu haben? Gründliche Recherche und Schreiben kosten Zeit. Ihre Unterstützung als einfache Zuwendung hilft, diese Arbeit fortzuführen.

(Auch per Überweisung möglich.)

30 Kommentare zu “Paleo Hamburger

  1. Birgit Köster

    Hallo Felix,

    danke dir vielmals für das tolle Rezept, die Burger Brötchen sind wirklich klasse. Ich habe lange ein eher simples Rezept für Burger Brötchen (Getreidelos) verwendet, jedoch waren mir die immer zu weich ( http://www.chefkoch.de/rezepte/2414271381303554/Low-Carb-Burgerbroetchen-Oopsies.html). Nachdem ich dein Brötchen Rezept ausprobiert habe, lege ich das andere Rezept zur Seite.

    Die Süßkartoffel Pommes mache ich auch schon länger, einmal gegessen isst man keine anderen mehr.

    Weiter so, vielen Dank!!
    Gruß
    Birgit

  2. Christine

    Hallo Felix,
    tolle Anregung, bin oft auf Deiner Seite “unterwegs”.
    Da ich seit 7 Jahren nach Metabolic Balance lebe, wollt ich fragen, ob man das Hamburger Brötchen auch ohne Ei herstellen kann? Reicht Flohsamenschale allein nicht aus?
    Danke und schöne Grüße

    1. Felix

      Irgendwie geht das bestimmt, aber das Rezept dazu kann ich dir gerade nicht sagen. Es schmeckt dann natürlich auch anders – schau dich vielleicht mal bei veganen Rezepten um, da wirst du vielleicht fündig.

  3. Anna

    Habe soeben dieses “Hamburger Brötchen” gebacken. Es hat super funktioniert. Ich habe allerdings, da ich keine Kokosraspeln mag, den geschroteten Leinsamen (anderen hatte ich nicht) mit Sonnenblumenkernen und Süßlupinenmehl (in je der halben Menge der Kokosraspeln), im Mixer fein gemahlen, um eine möglichst feine Masse zu erhalten. Außerdem habe ich eine Prise Natron darunter gemischt. Und, natürlich habe ich Flohsamenschalen verwendet :-).
    Das Ergebnis war von der Konsistenz her perfekt. Ein richtig schönes weiches Brötchen, das super zusammengehalten hat und auch gut geschmeckt hat. Ich habe es mit Butter bestrichen und mit Salat, Brie und Salatgurke gefüllt. Empfehlenswert.
    Danke für dieses wunderbare Rezept.
    Ich werde mit den Zutaten sicher noch etwas herumprobieren, um den Geschmack noch besser meinen Wünschen anzupassen.
    Froßartig finde ich übrigens, dass es genau eins wird. Wenns dann nicht klappt, muss man nicht gleich den Teig für eine ganze Familie entsorgen 🙂
    LG Anna

  4. Julia

    Habe gestern einen gemacht aber mit einem Pfannkuchen als “Brötchenersatz”.es ist eine fertig Mischung aus dem Bioladen welches aus Kichererbsenmehl und Kräutern besteht.
    Ayurvedisch und ohne Ei aber sehr sehr lecker und formfest!

  5. Nadine

    Ich habe gestern versucht das Rezept nachzkochen.
    Angefangen bei den Bröchten:
    fast alles vorhanden. Leinsamen hatte ich ganze und die habe ich dann im der Kaffeemühle gemalen (elektrisch) und Kokosraspeln hatte ich nicht.

    Ich fands enttäuschend. Brötchen wurden das bei mir keine. Selbst nach dem Backen waren es keine. Zerbröselte mir grad so in den Händen wie Sand…

    Schade. Hab ich da was falsch gemacht?

  6. Cara

    Hi Felix, ich habe aktuell Erdmandelmehl, Leinmehl und Kastanienmehl zuhause.
    Kann man etwas davon auch für das Rezept nutzen? Kokosflocken wären auch da.
    Danke

  7. Moartl

    Hallo Felix,

    habe jetzt schon öfter gelesen das Leinsamen nicht verwendet werden soll, weil er Amygdalin enthält, aus dem sich im Organismus Blausäure entwickelt. Leinsamen wird anscheinend überwiegend nur in kleinen Dosen zum abführen verwendet. Ist da was dran?

    1. Felix

      Hallo Moartl,
      der Amygdalin-Gehalt schwankt offenbar sehr stark und auch die weitere Bearbeitung scheint relevant. Konkrete Angaben dazu konnte ich nicht finden. Die Angaben auf den Verpackungen und die entsprechenden Rezepte deuten nicht auf derartige Probleme hin.

  8. Peter B.

    Hallo Felix,
    zunächst einmal ein gesundes neues Jahr voller neuer Inspirationen!
    Ich lese Deine Beiträge auf Urgeschmack.de seit ca. 1 Jahr mit und finde sie sehr gut. Vielen Dank dafür und bitte weiter so!

    Nach der kurzen Einleitung nun zum Thema:
    Warum muss man beim Hamburger unbedingt ein Brötchen dabeisein? Ich habe einmal gelesen, dass es in den USA bereits Burger-Restaurants gibt, die bei einem Hamburger das Brötchen durch zwei Salatblätter ersetzen. Der (viel wichtigere) Rest bleibt wie gehabt.

    1. Felix

      Peter – du musst das Brötchen doch nicht essen. Ich tu’s auch nicht. Aber ein HAMburger wird nunmal mit Brötchen serviert. Alles andere nennt sich in der Regel einfach nur Burger. Es liegt bei dir.

  9. Sandra

    Hallo Felix,

    würdest Du bitte noch eine Bezugsquelle für gemahlene Leinsamen nennen? Das wäre sehr hilfreich. Ich kenne bis jetzt nur die geschroteten und das Mehl. Danke!

    1. Jens

      Hallo Sandra, ich war echt überrascht, als ich Leinsamen original in meinem Standmixer geschrotet habe – das dauert 5 Sekunden und ist frisch – meines Erachtens besser, als geschrotete Leinsamen zu kaufen. Ich mische im Übrigen immer Original mit Geschrotetem – ideal.

  10. Wischmopp

    Hallo Felix!
    Außerdem wollte ich wissen, ob man für die “Brötchen” statt Leinsamen auch Buchweizen nehmen kann (letzteres habe ich zufällig noch auf Lager, ersteres nicht …). Oder was hast du für Erfahrungen mit Buchweizen gemacht?
    lg

    1. Felix

      Das geht sicherlich mit Buchweizen, ist dann aber ein ganz anderes Rezept, weil das Mehl andere Eigenschaften hat.

  11. Alex

    Na das sieht doch mal klasse aus 🙂 Hab erst beim zweiten hinschauen verstanden, wo das Brötchen auf dem Bild ist. Werd das Rezept unbedingt testen.

  12. karin

    Hallo,

    Habe heute die Brötchen gemacht. Doch leider fallen diese auseinander. Sehen sie auch nicht so aus, wie auf dem Foto .
    Tipp wie sie besser gelingen?

    1. Felix

      Karin – hast du Flohsamenschalen verwendet? Damit klappt es besser als mit den Nüssen. Ansonsten die Kokosraspeln reduzieren und noch mehr Flohsamenschalen einwerfen.

  13. tina

    ich versteh das nicht so ganz….sind SUESSkartoffeln nicht erst recht “ungesuender”?! kohlenhydrate mit mehr zuckeranteil als normale kartoffeln? hmm…

Kommentare geschlossen.

Vielen Dank für Ihren Kommentar, leider kann ich nicht immer auf alle reagieren. Zugunsten der Mitleser lösche ich Kommentare ohne Themenbezug und Kontext. Einige Kommentare muss ich manuell freischalten; in der Regel binnen 48 Stunden, selten binnen zwei Wochen.