Kokosmilch selber machen

Kokosmilch selber machen - Kokossahne selbstgemacht

Kokosmilch gehört zu den beliebtesten Alternativen zu Tiermilch. In europäischen Breitengraden ist sie allerdings längst nicht in jedem Supermarkt erhältlich. Wer sie vor Ort nicht findet, jedoch auch nicht im Internet bestellen mag, kann sie jedoch mit einer einzigen, weit verbreiteten Zutat selbst frisch herstellen: Kokosraspeln. Denn die gibt es praktisch überall als Backzutat. Mit diesem Rezept können Sie leckere Kokosmilch selber machen und sogar eine Art Kokossahne herstellen.

Rezept für Kokosmilch

  • 100g Kokosraspeln
  • 450-500ml kochendes Wasser

Zubereitung

Die Kokosraspeln in ein geeignetes Gefäß geben und mit dem kochenden Wasser übergießen. Die Wassermenge entscheidet letztlich über die Konzentration der Milch. Das Verhältnis 4:1 bis 5:1 bringt einen hervorragenden Kokosgeschmack.

Die Raspeln gut verrühren und am besten mit einem Pürierstab weiter zerkleinern und kräftig durchrühren.

Anschließend wenigstens rund 10 Minuten stehen und ziehen lassen.

Dann die Flüssigkeit in ein Durchseihtuch oder Baumwoll-Küchentuch geben und in ein zweites Gefäß durchseihen.

Fertig!

Kokosmilch selber machen – Kokossahne selbstgemacht?

Die Kokosmilch ist nun verzehrbereit und kann auch mehrere Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Wenn sie etwas länger steht, wird sich die fette Phase oben absetzen. Dies ist eine Art Kokossahne und für sich genommen auch sehr lecker. Sie können sie pur genießen oder einfach wieder unter das übrige Wasser rühren.

Selbstgemachte Kokosmilch ist eine tolle Alternative – nicht nur, wenn man aus gesundheitlichen Gründen keine Tiermilch trinken möchte. Sie können sie auch zum Kochen und Backen verwenden. Nicht nur Currys profitieren von Kokosmilch. Auch andere Gerichte bekommen durch sie einen frischen Geschmack. Natürlich können Sie auch Soßen und Desserts auf Basis von Kokosmilch zubereiten, zum Beispiel Kokos-Milchreis-Obst-Auflauf oder Panna Cotta.

Auch die Kokossahne ist eine recht gut geeigneter Ersatz für Schlagsahne aus Tiermilch. Sie macht sich auch gut auf frischem Obst oder auf Kuchen oder Torten.

Kokosmilch selbst kann, je nach Fettgehalt, auch zusammen mit z.B. Kakaopulver (und ggfs. etwas Honig) zu einer Art Kakaosahne geschlagen werden.

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36 Kommentare zu “Kokosmilch selber machen

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  1. steph

    Hallo, das sind tolle Ideen. Ich liebe Kokosmilch und habe vor ein paar Tagen zum ersten mal Kokosmilch mit Chiasamen probiert. Kokosmilchpulver selber herzustellen habe ich noch nicht probiert. Welche Raspeln kann man am besten verwenden oder ist es egal, welche Sorte man nimmt?

  2. Eva

    Hammer, ich mach das nur noch so! Hab das heute das erste Mal gemacht und bin vom Ergebnis begeißtert. In meinen Augen 1000x besser als die gekaufte.

  3. renate

    guten morgen, muss ich die Milch durchseien, ich trinke die Kokosmilch direkt nach dem mixen, danke für antwort ?

  4. Susanne

    wie sieht es mit den gesundheitsförderlichen Inhaltsstoffen in der selbstgemachten Kokosmilch aus?
    Hat sie den gleichen gesundheitlichen Benefit? (Laurinsäure, MCT´s, …)
    Das wäre schön, denn ich finde, die Gekaufte schmeckt immer etwas nach “Dose” …

    1. Felix

      Eine genaue Antwort kann man darauf nur geben, wenn man es im Labor untersucht. Ein wesentlicher Anteil des Fettes sollte allerdings durchaus enthalten sein.

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  6. Hans

    Vielen Dank für das Rezept. Ich habe bisher schon einige Liter davon gemacht und bevorzuge die Milch gegenüber der aus Mandeln oder Haselnüssen.

    Eine Sache aber stört mich noch etwas an der selbstgemachten Kokosmilch.
    Wenn sie im Kühlschrank steht setzt sich oben das Kokosfett ab und wird dann ziemlich fest. So sehr das ich sie durch schütteln nicht wieder mit der Flüssigkeit verbinden kann, das Fett schwimmt dann wie Pfropfen in der Flasche herum. Ist das bei euch so? Habt ihr einen Tip wie man das verhindern kann?
    Wenn ich das Fett heraus fische, dann wird die Milch recht dünn und erinnert eher an Kokoswasser.

    Schönen Gruß

  7. Sas

    Gibt es einen bestimmten Grund für kochendes Wasser?
    Ich bin stolze Besitzerin eines Thermomix (der wirklich auf Hochleistungsdrehzahlen beim mixen kommt). Nun habe ich zwei Rezepte gefunden, um damit Kokosnussmilch herzustellen. Im einen wird das Raspel-Wasser-Gemisch erhitzt. Im anderen nicht. Jetzt frage ich mich, ob beim erhitzen vielleicht mehr Geschmack und/oder Fett gelöst wird…? oder was hat das für einen Sinn?
    Meine Intuition sagt mir: kalt könnte gesünder, weil schonender sein…hmm…wobei das natürlich Quatsch ist, wenn man dje Milch dann zum kochen verwendet…

    1. Felix

      Es muss nicht unbedingt kochen, sollte aber sehr heiß sein. Dadurch lösen sich die Nährstoffe besser, die Raspeln werden besser eingeweicht.

  8. Pingback: Schmausepost vom 23. Mai 2014 - Newsletter | Schmausepost

  9. shenana

    Ich kenne diese Variante:
    250g Kokosflocken in 750ml Wasser aufkochen 45Min stehen lassen. Dann mit dem Pürierstab pürieren und durch ein feines Sieb/Leinentuch/streichen.
    Wenn man Gelantine, Chiasamen oder Flohsamenschalen verwendet kann man aus der Kokosmilch Joghurt zubereiten. Mit Eigelb als Emulgator erreicht man auch eine gewisse Festigkeit.

  10. Hagen

    Cool, danke für das Tutorial. Ich hab letztens versucht das in meinem Mixer zu machen. Habs zu lange stehen lassen, dann wurds etwas härter und als ich den Mixer wieder angemacht habe war der Mixer Schrott. Die Methode sieht da etwas vielversprechender aus 🙂

  11. Seghi

    Ich verwende die Reste für Kokosmehl (besser als der sehr überteuerte im Handel). Allerdings muss das entölte Fruchfleisch dehydriert werden, also getrocknet werden. Ich mache das bei schwächster Hitze im Backofen für 2 oder auch 3 Stunden (je nach Menge). Sparsamer und okölogischer ist die Option, es in der Sonne trocknen zu lassen (…wenn man denn auch Sonne hat). Danach einfach in der Küchenmaschine klein mahlen und in einem dichten Behälter verschließen und gut vor Feuchtigkeit schützen. Ich verwende es dann als glutenfreies und sehr ballaststoffreiches Mehl zum Backen von Keksen und Kuchen. Achso…und Gleiches gilt für die Produktion von Mandelmilch. Mit den Resten einfach Mandelmehl herstellen. Man kann “fast alles” fairwerten ;-). Viel Spaß dabei!

  12. Möhrchen

    Das klingt ja ziemlich simpel, werde ich mal ausprobieren! Kokosraspeln nehmen im Vorratsschrank auch weniger Platz weg 😉 Lohnt es sich, das, was nach dem Abseihen übrig bleibt, auch noch irgendwie zu verwerten (sowohl was die Menge, als auch was den Geschmack angeht)?

  13. Heinz

    Danke für den tollen Tipp. Wie lange hält sich die Kokosmilch dann eigentlich?

    1. Felix

      Schwer zu sagen. Ich würde mich nicht auf mehr als 5 Tage im Kühlschrank verlassen. Sie kann auch mal zwei Wochen halten, aber das schwankt stark.

  14. Die M

    Was kann man denn mit dem übriggebliebenen Rest anstellen? Ich würds ungern wegwerfen.

    1. Felix

      Mir ist dafür noch nichts wirklich tolles eingefallen, aber ich denke, es wäre zumindest ein Kokosmehl-Ersatz, wenn auch recht geschmacksarm. Ballaststoffe halt.

    2. SkyMark

      Was ich mit dem ausgedrückten Dattel/Mandelmehl-Rest mache, wenn ich selbst Mandelmilch herstelle, ist folgendes: Mit Honig, Zimt und einem EL Erdnussöl vermengen. Ergibt einen hervorragenden Brotaufstich!

      Ähnliches wäre wohl auch mit den ausgepressten Kokosraspeln denkbar.

    3. Helga Köller

      Ich habe die Reste (waren noch ziemlich feucht bei mir) mit einem Ei und etwas Zimt, Vanille und Honig nach Geschmack vermischt. Auf ein Backblech gestrichen und bei 150 Grad für ca 30 Minuten gebacken. Das ganze in Stücke geschnitten ergibt leckere Kekse.

  15. Christine

    Das mit dem Aufschlagen von Kokosmilch ist mir leider noch nie gelungen. Egal, welche Kniffe ich dafür im Internet las, es klappt einfach nicht.
    Mittlerweile bin ich deshalb wieder auf Schlagsahne umgestiegen (das einzige Milchprodukt, das ich zu mir nehme).

    1. wüstenrose

      ICh denke, die KOkosmilch läßt sich nicht aufschlagen, wie Sahne, sondern nur die sich abgesetzt habende Kokos”sahne” könnte man aufschlagen…, wenn überhaupt? Aber ich weiß es nicht…

        1. Christine

          Das hatte ich schon mal gelesen, aber bei mir klappt es nicht (und ich möchte auch nicht immer Schokosahne haben); scheint, ich bin zu doof dazu.

          Leider geht es auch dann nicht, wenn ich (nach Kühlung) nur den festen oberen Teil der Kokosmilch nehme. Die Amerikaner, die das verbloggen, verwenden wohl Kokosmilch mit Stabilisator(en), ich kaufe eine ohne Zusätze (80 %-ig).

          Und Pfeilwurzelstärke oder Guarkernmehl selbst hineinzurühren ging auch schief, das klumpt einfach nur.

    2. Alois

      Schlagsahne wird nur steif, wenn der Fettgehalt deutlich über 30% liegt (36%) und die Temperatur nicht zu hoch ist. Ich glaube, dass dies auch für Kokosmilch gilt und die diesen Fettgehalt nicht erreicht. Da muss man nachhelfen, allerdings reicht Fett alleine nicht, es muss auch “quasi homogenisiert” sein. Irgendwas fehlt da noch; Eiweiß? – oder ein Stärkepulver? … Das muss ich noch herausfinden bei Gelegenheit; so richtig steife Kokos-Schlagsahne ist mir noch nie gelungen. Ansonsten, vom Geschmack her ein Wahnsinn!

      1. Tini

        Hallo, dass stimmt so nicht ganz. Früher hat man als Sahneersatz 10%ige Kondensmilch genommen. Die ließ und lässt sich steif schlagen. 10 % Fett sollten also ausreichend sein.

        Bin zwar etwas spät mit meinem Kommentar, aber grad ist wieder Kürbiszeit und ich benötige Kokosmilch für ein Süppchen – und zwar ohne irgendwelches Konservierungszeug. Danke also für den Tipp mit der Kokosmilch! LG

    3. Felix

      Mit Kakaopulver geht es. Zugegeben, das schränkt die Anwendung etwas ein, aber was gibt es besseres als Schoko-Sahne?

  16. Jade

    Danke, für den tollen Tipp – werde das gleich mal ausprobieren! Liebe Sonntagsgrüße,

    herzlichst Jade

  17. Hansi

    Hast du eine Verwendung für die nach dieser Prozedur übrig gebliebenen, relativ geschmackslosen Raspeln?

Kommentare geschlossen.

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